Der Gatte ist mit den Kindern beim Shoppen, jetzt kann ich Pause machen und hier weiter schreiben 
Zum Service hatte ich ja schon einiges erwähnt, das sehen manche vielleicht auch kritischer wie ich ? Grundsätzlich bin ich auf der E2 im Urlaub und hab (meist) Zeit. Ich gebe zu, da stört es mich nicht wenn es mal länger dauert oder wir einen „Büßerplatz“ haben. Es gibt einfach Teams an Bord die sind noch nicht so gut eingespielt oder weniger herzlich wie andere, dann gehe ich halt da an einem anderen Abend nicht mehr hin.
Diese Problematik kann man natürlich auch mit , nennen wir es mal „strategischer Sitzplatzauswahl“ , entgehen. Es war immer ganz lustig anzuschauen wie Gäste, die im normalen Tagesgeschehen teilweise viel Hilfe benötigten auf einmal sehr schnell wurden um einen begehrten Sitzplatz an IHREM Fenster bei IHREM Kellner zu ergattern. Mich erheitert so etwas eher und das ist ja nicht nur ein Phänomen auf der E2 
Natürlich sollte es „auf dem besten KF Schiff der Welt“ (glaubt man Berlitz) nur perfekten Service geben, aber es menschelt halt überall.
Wir wurden auch schon in der Sansibar 20 Minuten übersehen (sicher nicht mit Absicht…….hoff ich mal) und mein Mann wurde etwas ungehalten. Ja dann wink ich dem Kellner halt mal freundlich zu, dann kommt er schon 
Ätzend finde ich dann immer die Menschen die lautstark Kommentieren müssen wenn mal was nicht so perfekt klappt, das kann ich ja auch in einem etwas gemäßigteren Ton tun. Aber leider ist es da wie überall auf der Welt, diejenigen die am meisten schreien bekommen natürlich auch das was sie wollen.
Hat mich auch etwas richtig geärgert - leider ja 
Achtung, längere Geschichte und auch jammern auf 5 Sterne Plus Niveau, aber es ärgert mich trotzdem 
Wir feierten am zweiten Tag an Bord unsere Silberhochzeit. Das liebe Pooldeck hatte sich auch vorab um einen Tisch im Restaurant Tarragon bemüht. Es ist ja so, dass alle Restaurants kostenfrei sind aber die Spezialitätenlokale an Bord für die Reise (die Abende) reserviert werden müssen. Damit auch jeder Gast zum Zug kommt ist die Reserviererei auf einen Besuch pro Restaurant/Reise beschränkt. Mittags kann man so oft kommen wie man möchte, es gibt auch die gleiche Karte.
Bei längeren Reisen (unsere hatte 11 Nächte) kann man es auch gerne ein zweites Mal versuchen, hat aber keine Garantie auf einen Platz/Reservierung. Ausgenommen sind daraus explizit die zwei Owner und vier? großen Penthouse Suiten , die können immer und überall einen Platz bekommen.
Das französische Tarragon ist bei weitem das beliebteste Restaurant an Bord und eigentlich immer voll ausgebucht.
Aufgrund unserer Silberhochzeit wurde uns schon vorab ein Tisch im Tarragon zugesichert - so weit so gut. Am ersten Tag an Bord bin ich während meiner „Reservierungsrunde“ noch mal am T vorbei gegangen um nachzufragen ob die Mail von HL auch an Bord angekommen sei. Alles klar, Tisch ist geblockt………ich hab mich nochmal mit Hinweis auf den HZT beim Maitre bedankt.
Dann kam mir die Biskaya dazwischen, der geneigte Mitreisend weiß, dass ich diesen Abend auf der Porzellanabteilung verbrachte 
Als braver Gast hab ich meinen Mann losgeschickt damit er die Reservierung frei gibt, schließlich gibt es genug andere Gäste die gerne dort essen möchten.
Er frage natürlich gleich nach einem anderen Abend, das konnte der Maitre nicht zusagen. Er muss erst seinen Vorgesetzten fragen da schon alles voll sei, er meldet sich bei uns.
Drei Tage später hatte sich niemand gemeldet, also erneutes Nachfragen von uns .
Er sucht noch, er meldet sich
Zwei Tage später gingen wir dort zu Mittag essen und wurden schon erkannt
, „er sucht noch“ waren die ersten Worte als er uns sah. Da fragte ich mich schon , ja wonach will er denn suchten ? Alle Tische sind vergeben, für die großen Suiten wird eh Platz frei gehalten und ich habe mitbekommen wie am Anfang der Reise einige Gäste unverbindlich !!! für die zweite Woche reserviert hatten (die mit den Excel Listen…..)
Gemeldet hat sich natürlich nie jemand bei uns, das hat mich dann schon geärgert. Ich hatte schlicht keinen Bock mehr als Bittsteller um einen Abendtisch zu feilschen. Es gibt ja genügend Alternativen bzw haben wir dann die Mittagszeiten genutzt.
Aber so eine Kleinigkeit nagt dann doch an mir, ich gebe es zu 
Was ich aber viel trauriger fand war die Tatsache, dass unser HZT von HL komplett negiert wurde. Keine Gratulation, kein Kärtchen vom Kapitän, keine irgendwie nett zurecht gemachte Kabine einfach 0,00.
Bitte nicht falsch verstehen, es geht uns nicht darum irgendetwas abzugreifen. Aber so ein kleiner Gruß kostet doch die Reederei nichts ? Eine kleine Rose auf die Kabine muss doch auch noch drin sein ?
Da fühlte ich mich als Kunde zum ersten Mal nicht wertgeschätzt und je länger ich darüber nachdenke umso trauriger macht mich das.
Um die Ownersuiten und Co wird ständig „herumgeschwanzelt“, Tische reserviert, Spezialabendessen veranstaltet, Kapitänsdinner zelebriert und und und…………… und wir sind der Reederei noch nicht mal eine Karte wert ?
In meiner Denke muss es doch zum Anfang der Reise ein Briefing geben wo kurz besprochen wird ob es Besonderheiten gibt und wer dafür verantwortlich ist.
Auch dass ein Restaurantchef keinerlei Kompetenzen hat über einen schwindligen Tisch frei zu verfügen finde ich merkwürdig. Immerhin waren wir nach unserem HZT noch für weitere 9 Abende an Bord.
Insgesamt eine schwache Leistung der Organisationsstruktur.