Beiträge von Emmalotta

    Kleiner Einschub - was hat sich verändert, was fällt auf?

    Die weitere Renovierung der Artania macht sich sehr positiv bemerkbar - die Kabine ist jetzt richtig gemütlich, die Einzelbetten sind bequem und mit Topper noch komfortabler. Die neuen Möbel bieten viel Stauraum im Schrank (clevere Möglichkeit, zusätzliche Borde runterzuklappen) und im Schreibtisch (viele Schubladen und Fächer)

    Auf Fotos hab ich verzichtet, es gibt dazu sehr ausführliche Videos vom Schiffstester Morr.

    Die Lage meiner Kabine 4618 Backbords war super, um schnell auf‘s Promenadendeck 4 und zu meinem Lieblingsplatz, der Phönix Bar zu kommen. ABER: Es gibt ein Dauergeräusch in der Kabine, ich vermute. Dass es von den Maschinen kommt, weil die Kabine sehr weit hinten liegt. Mit hat es nichts ausgemacht, aber wer da empfindlich ist, sollte besser weiter vorne buchen.

    Die Pazifik-Lounge auf dem obersten Deck 9 (mein Lieblingsplatz drinnen) hat neue, coole Möbel bekommen, aber ich fand sie früher mit den klassischen Loungemöbeln gemütlicher. Ist halt Geschmackssache,

    Die Getränkepreise sind gefühlt etwas angehoben worden, aber immer noch deutlich unter dem, was man bei uns an Land zahlen muss. Eine richtig gute Latte Macchiato für 2,50 € inklusive Service kriegt man jedenfalls in meinem Wohnumfeld nirgends. Ein Viertel Riesling, Chardonnay oder Spätburgunder für knapp 7 € auch nicht.

    1.Schiffstag - mit deutlichen Ansagen und guten Nachrichten

    Die Zeit reicht noch für ein kühles Bier am Bootshafen - eine tolle Location mit netten Freiluftlokalen, klare Empfehlung! Direkt dort gibt es auch einen Bus zum Ostseekai.

    Das Schiff bunkert noch, und es gibt Landstrom in Kiel:

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    Der Check-in geht schnell (Impfstatus und Testergebnis checken, Steckbrief-Foto, Personalien), dann geht’s hierlang, und ratzfatz bin ich an Bord.

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    Ahhhhh - ist DAS schööön!!

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    Für solche Ausblicke liebe ich die Artania!

    Pünktlich um 18 Uhr geht es los durch die Förde ins offene Meer.

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    Ich will ja die andächtige Stimmung jetzt nicht stören - aber ich bin Euch noch die deutlichen Ansagen und guten Nachrichten schuldig: der KD (Jörn Hofer) und der Käptn (Morten Hansen) weisen jetzt und von nun an zweimal täglich schon fast flehentlich darauf hin, doch BITTE, BITTE! Masken zu tragen und stets die Hände zu desinfizieren. 95% der Passagiere kommen dieser Bitte nach :rolleyes:

    Die gute Nachricht: Fritz Pichler, oberster Küchenchef der Flotte, und Roberta, Queen of Patisserie, sind an Bord. Und das merkt man!

    Fortsetzung folgt.

    Sodele, nachdem mich Corinna nun so langsam aus ihren schmutzigen Fängen lässt, will ich mal mit meinem Reisebericht beginnen. Er wird sich ein bisschen hinziehen, denn es gibt viele Bilder zu sortieren, manche zu verpixeln, Notizen nachzzulesen und viele Erinnerungen auseinander zu dröseln. Ich muss immer wieder in den Tagesprogrammen nachsehen, wo wir denn nun an welchem Tag waren. Gut, dass die Fotos unter ihrem Entstehungsdatum gespeichert sind, sonst hätte ich auch diverse Bilder der falschen Stadt zugeordnet… kurzum: Es war eine sehr dichte Reise mit einer Fülle von Eindrücken! Und eine meiner schönsten Cruises - auch wenn ich selten im Juli so gefroren habe.

    Da ich im Rollcall ja schon meinen „Vortag“ in Kiel live und ausführlich geschildert habe, beginne ich mit

    1.Schiffstag - Wiedersehen mit der aufgehübschten Grand Lady

    Am Vormittag habe ich mir einen Fördetörn vorgenommen - man kommt ja sonst kaum mal auf ein Schiff. Ein Liniendampfer, der beide Seiten der Kieler Förde bis Laboe abklappert und dann wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Der Anleger Seegartenbrücke ist vom Hotel aus in zehn Fußminuten zu erreichen, das Wetter grandios mit Sonne satt. Also eine tolle maritime Einstimmung auf mehr Meer:

    Los geht es um 11 Uhr mit diesem schmucken Kahn

    Vorbei an der kilometerlangen Flaniermeile Kiellinie

    Alten Segelschiffen

    Und dem Objekt meiner Begierde

    Unser kleiner Kahn legt gefühlt alle drei Minuten irgendwo an, und so zieht sich der Törn gewaltig in die Länge. Nach anderthalb Stunden - wir sind erst am Anleger Mönckeberg - reicht es mir und ich steige aus, um mit dem nächsten Schiff wieder retour zu fahren.

    Der Koffer ist schnell aus dem Hotel geholt und mein Zimmer noch nicht wieder gemacht - Gott sei Dank, denn ich hab vergessen, meine gesamten Reiseunterlagen aus dem Safe zu nehmen… 8| Naja, gerade noch mal gutgegangen…

    Fortsetzung folgt gleich

    Liebe Daniela Dagl67 , willkommen im Club und gute Besserung! Lasst es schön ruhig angehen und tut Euch viel Gutes, dann wird es bald besser. Ich drück Dir und GöGa ganz feste die Daumen!

    Mir geht‘s auch so, wie uschisiggi schrieb: als ich das erste positive Testergebnis hatte, war mein erster Gedanke „wär ja auch ein Wunder, wenn ich mich nicht angesteckt hätte…“ Überall, wo viele Menschen zusammentreffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch - also mach Dir bloß keine Gedanken.

    Vielen Dank für Eure guten Wünsche - ich fühle mich wie bei einer dieser unangenehmen Sommer-Infekte, die ich aus früheren Zeiten kenne. Bin optimistisch, dass es dabei bleibt und dann langsam besser wird. Doof ist nur die Quarantäne und das Delegieren notwendiger Einkäufe an andere… das fällt mir leider sehr schwer <X

    Gut ist, dass ich nur wenig Hunger und gar keinen Appetit habe - da werde ich die angefutterten Kreuzfahrt-Pfunde wohl bald schon los ^^

    Sobald ich etwas klarer im Kopf bin, sortiere ich mal die vielen Bilder und fange mit dem Bericht an. So lässt sich dann die Quarantäne gut nutzen.

    Liebe Daniela Dagl67 , obwohl Spitzbergen und auch die anderen Destinationen - außer Island! - gar nicht mein Ding sind, hab ich Deinen tollen Bericht sehr genossen: Deine unbändige Freude war so unmittelbar und hautnah in jeder Zeile zu spüren, dass ich Deine (Eure?) Traumreise mit Deinen Augen erlebt habe. Ganz, ganz großes und sehr emotionales Kino - danke dafür!!

    Ich drücke Euch fest die Daumen für eine rasche Genesung, wovon auch immer (nicht jede fiese Erkältung ist das böse C)

    Danke für den Hinweis TiPi , wahrscheinlich eine Vorsichtsmaßnahme vor einem womöglich „heißen“ Herbst. Ich seh‘s allerdings mit gemischten Gefühlen - mich hat es erwischt, obwohl ich 4fach geimpft bin und sehr konsequent Maske getragen und mir an Bord gefühlt ununterbrochen die Hände desinfiziert habe. Aber in allen Häfen, in denen wir an Land gegangen sind, trug wirklich niemand eine Maske.

    Nach meiner Erfahrung lässt sich auf Kreuzfahrten eine Infektion nicht hundertprozentig verhindern - ein Schiff ist halt sowas wie eine gigantische Petrischale! Dessen muss man sich bewusst sein. Und leider begegnet man immer wieder Personen, die sich gar nicht oder nur die Fingerspitzen einer Hand desinfizieren und/ oder keine Maske tragen. Deshalb bin ich für Maskenpflicht auf dem Schiff.

    So, das Ende naht - Rönne auf Bornholm war letzte Station. Und seeeehr warm! Ein nettes Städtchen, aber nichts Besonderes

    Wobei - diese Kirche war laut Aussagen meiner Mitreisenden sehr, sehr schön. Ich hab sie leider nur von außen gesehen.

    Die Rückfahrt heute verlief, naja, ging so. Hab meinen Anschlusszug in Hamburg trotz Signalstörung und Verspätung gerade noch geschafft.

    Da mir nächtens etwas blümerant war in Hals und Nase, hab ich mich morgens getestet - mit negativem Ergebnis.

    Heute Abend kam allerdings etwas erhöhte Temperatur dazu und ein erneuter Test ergab, was ich schon ahnte… trotz ständiger Maskerade und großer Vorsicht hat´s mich am Ende doch noch erwischt.

    Deshalb erst mal ein bisschen Pause, bevor der richtige Reisebericht folgt.

    Hi markus ,

    hier gibt es zwar schon viele Antworten auf Deine Fragen, aber ich geb auch gern nochmal Auskunft: Die Artania ist ein eher kleines Schiff (aktuell 830 Passagiere, bei Vollauslastung um die 1200], deshalb wuselt hier nicht viel. In den beiden Hauptrestaurants Artania und Vier Jahreszeiten geht es sehr ruhig zu, im Lido Buffetrestaurant ist mehr Gewusel, denn das ist kleiner, und es geht ein bisschen eng am Buffet zu. Wieviel Galaabende es gibt, hängt von der Länge der Reise ab, bei uns (10 Tage) gibt es drei, wenn man das Willkommens- und das Abschiedsdinner dazu zählt. Gala bedeutet aber nicht, dass man in großer Robe antreten muss, man kann aber, wenn man will. Die Keller tragen an solchen Abenden alle weiße „Ausgeh-Uniformen“, von daher fühlt man sich wohler, wenn man auch in gehobener Sonntagskleidung teilnimmt. Wer das partout nicht will, geht ins Lido-Buffet oder lässt sich auf der Kabine zB mit Hamburger oder Schnitzel Wiener Art bedienen - ist inklusive.

    Außerhalb des Galaabends tragen Dame und Herr, was ihnen beliebt - aber alle sind so gekleidet, wie man auch an Land in ein schönes Restaurant gehen würde. Also nicht Shorts und Schiesser Feinripp, aber auch nicht Dinnerjacket und Cocktailkleid (was beides am Galaabend ginge)

    Man sucht sich selbst einen Platz oder bleibt einfach nach Eintritt stehen und lässt die Blicke schweifen - dann ist sofort eine Bedienung zur Stelle, die fragt, wo man sitzen möchte (allein/zu zweit, in großer Runde?) und führt einen dann zum entsprechenden Tisch.

    Du siehst: (fast) alles kann, nichts muss. Man bemüht sich abends um stilvolles Dinieren, ist aber trotzdem unverkrampft und locker.

    Hat leider nix genützt, Gudrun Cree - gegen Abend wurde es richtig nass und kalt. Die Windböen waren so stark, dass die Artania nur mit Hilfe von zwei Schleppern von der Pier wegkam und drehen konnte. Dafür brauchte sie eine geschlagene dreiviertel Stunde.

    Heute ist es in Tallinn etwas wärmer und windstiller - jedenfalls in der Stadt, im Hafen fliegt man weg. Die Stadt ist sehr hübsch,


    aber leider brechend voll. Vier Kreuzfahrtschiffe liegen hier…(Grüße an die MS 6 )