Unsere Unterkunft für die restlichen neun Tage in Kapstadt war das "Southern Light Guest House" im noblen Viertel "Constantia Heights", keine 300 m vom Nobelhotel "Hohenort" entfernt. Wir wählten diese Unterkunft, weil in unmittelbarer Nähe (ja, sind schon mal ein paar Kilometer) tolle Wanderwege auf der Rückseite des Tafelberges beginnen. Die Gegend dort ist von uralten Wäldern geprägt, in die sich reiche Südafrikaner ihre Villen gebaut haben. Hier mal ein paar Fotos (aus dem Mietwagen geschossen).
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Das includierte Frühstück, welches wir jeden Tag auf der netten Terrasse eingenommen haben, war gut und entsprach dem Standart. Eierspeisen wurden auf Wunsch frisch zubereitet. Und ab und an hatten wir dabei Besuch von diesem Vogel.
Wir waren von August bis März bereits in ZA. Wir hatten unterschiedliches und auch im dortigen Hochsommer (Januar/Februar) mäßiges bis teilweise grausliges, aber auch im Oktober warmes, ruhiges Wetter.
Die sicherste Zeit wird wohl Dezember bis Februar sein.
Am 28.01.2019 endete unsere Zeit an der Wilden Westküste und wir machten uns auf den Weg gen Süden, ins ca. 100 km entfernte Kapstadt. Die wichtigste und gut ausgebaute Straße ist die R 27, die von Velddrif bis Kapstadt führt. Ca. 60 km vor Kapstadt gibt es linkerhand eine Tankstelle und einige Imbißstuben, u.a. auch eine, in der "Roosterkoek" kredenzt wird. "Roosterkoek" ist ein weiches Brot in Burgergröße, das über dem offenen Holzkohlefeuer gebacken wird.
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Uns haben die Dinger nicht besonders geschmeckt, hauptsächlich wegen der Wattekonsistenz der Brote.
Nach ein paar Kilometern weiter südlich bogen wir rechts ab von der Hauptstraße Richtung Bloubergstrand. An der Kreuzung sahen wir das Wahrzeichen Kapstadts bereits in der Ferne.
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Wie vielleicht einige von Euch wissen, hat man vom Örtchen Bloubergstrand den besten Blick auf das Tafelberg-Ensemble mit links Devil's Peak und rechts Lion's Head und Signal Hill, soweit dies das Wetter einigermaßen zuläßt. Wir hatten strahlenden Sonnenschein ohne ein Wölkchen.
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Dank guter Routenplanung fanden wir dann schnell zu unserer vorgebuchten Unterkunft im Stadtteil Constantia an der Rückseite des Tafelberges. Hier der Blick von unserem Balkon auf einen Teil der Anlage. Zu dieser Unterkunft erfahrt Ihr etwas mehr in einem weiteren Berichtsteil.
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Zum Abendessen fanden wir auch ein nettes Lokal am Constantia Nek, welches sich nur ca. 2 km von unserer Unterkunft entfernt befindet. Die Straße dorthin, der "Rhodes Drive", besteht allerdings nur aus Kurven, Kurven und noch mehr Kurven.
Südafrika sind zuerst Tier Beobachtungen. Dann kommt die Landschaft und dann evtl. Städte.
Deine Prioritätenreienfolge für Südafrika ist für mich aus einer Fehlinformation entstanden. Natürlich sind in ZA Tierbeobachtungen ein touristisches Ziel, aber bei Weitem nicht das einzige oder das gefragteste. In Namibia sieht das schon ein wenig anders aus, oder in Kenia oder Tansania etc., wenn man nicht nur Badeurlaub verbringen will.
Südafrika ist für mich/uns die Welt in einem Land.
Wir fahren seit 1996 regelmäßig dorthin. Warum wohl ???
Die Tierbeobachtungen machten wir natürlich auch, sogar teilweise ziemlich intensiv. Aber das ist es bestimmt nicht, was uns immer wieder dort hinzieht. Es ist die Gesamtheit, die umfassende Faszination, die Andersartigkeit und gleichzeitig die Vertrautheit dieses Landes.
Und einen Abklatsch dieser Eigenschaften kann man auch auf einer Kreuzfahrt erleben, wenn man es denn will.
P.S. Wir lieben in ZA auch die dortige Flora ...................und die Weingüter.
Denn Tiere halten sich wenig an Zeiten der Ausflugsbusse von Schiffen.
So krass möchte ich es nicht ausdrücken.
So ein Ganztagesausflug von z.B. Port Elizabeth in den Addo-Elephant-NP kann schon einiges bieten, wenn man einen geeigneten Guide dabei hat. Die Chance, viele Elefanten zu sehen und zu beobachten ist da schon ziemlich groß. Ist aber natürlich was Anderes, als für volle zwei Tage diesen Park zu erkunden, so wie wir es gemacht haben.
Und dann gibt es ja auch inzwischen viele gute Private Game Reserves, in denen man oft zu jeder Tageszeit große und kleine Tiere sehen kann.
Beobachtung der "Meercat" (Erdmännchen) in oder um Outshoorn wird natürlich aussen vor bleiben, da dafür die beste Zeit der Sonnenaufgang ist.
ebenezer , warst du gar am End noch im Auftrag für TC in Südafrika, um die künftigen Häfen zu inspizieren?
Wer weiß ??
Aber im Ernst:
Finde persönlich ja die Kreuzfahrten, die Südafrika (und meist auch Namibia) anlaufen, schon toll und interessant. Es ist halt so wie bei jedem angelaufenen Land. Man kann als Kreuzfahrer nur einen kleinen Abklatsch (hoffentlich den richtigen) von der Stadt oder dem Land erleben.
Und bei ZA halte ich die nicht vorhersehbare Akzeptanz der Kreuzfahrer für das Land bei einem Tagesausflug für sehr indifferent, also für überaus unterschiedlich und für nicht vorhersehbar. Hier tolle Tiere, dort Homelands und erschreckende Armut
Natürlich ist ZA ein tolles Reiseland, eigentlich eine Welt in einem Land. Aber wegen der Größe und der immensen Vielfalt dort ist es schier unmöglich, als Kreuzfahrtausflügler diese Welt kennen zu lernen. Wie schon
@Usedom-Fan postete, ist ein Landurlaub dort eigentlich Pflicht. Aber dieses Problem hat der Kreuzfahrer ja in vielen Ländern. Und den Landurlaub kann man ja nachholen.
Wir würden (verständlicherweise) eine solche Kreuzfahrt nie buchen. Interessieren uns aber sehr für die Transreisen.
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Und so präsentierte sich uns die Landschaft im "Swartland". Die hellbraunen Flächen sind abgeerntete Kornfelder, die grünen ...................Weinrebflächen.
Die gesamte Gegend nördlich und nordwestlich von Kapstadt, also auch die wilde Westküste und das "Swartland" (schwarzes Land) ist bäuerliches Land, Burenland. Die Bevölkerung lebt von Landwirtschaft, inzwischen auf von viel Weinanbau, und Fischerei. Hier wird überwiegend "africaans" gesprochen und auch viele Ortsnamen und Schilder sind manchmal nur in dieser Sprache vorhanden, meist allerdings auch in englisch, also zweisprachig. "Africaans" ist dem Holländischen ähnlich (wär doch also was für Takis tigerdisco) mit Einflüssen aus dem Englischen, Deutschen und Portugiesischem. Es ist eine in ZA erfundene Kunstsprache, welche sich nicht nach und nach entwickelt hat, sondern konstruiert wurde, damit sich die Buren auch diesbezüglich von den Briten und den Einheimischen unterscheiden. Mit ein bißchen Fantasie kann man als Deutscher große Teile einer Zeitung in "africaans" verstehen. Mit der Spracherkennung ist es ein wenig, nein: weitaus schwieriger.
In ganz ZA wird "Biltong" hergestellt. Biltong ist an der Luft getrocknetes Fleisch aller möglicher Tiere.
Nicht so in Velddrif. Dort wird "Bokkom" gemacht, eine gesalzene und an der Luft getrocknete kleine Meeräsche.
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Velddrif liegt an der Mündung des Bergrivier (Bergriver), der aus der Gegend des Weinstädchens "Paarl" kommt und vor seiner Vereinigung mit dem Meer unzählige Mäander, Kanäle, Sumpf- und Sandlagunen bildet. Die Menschen dort haben das ausgenutzt, gewinnen Salz, betreiben Süß- und Salzwasserfischerei und haben auch viele Bootsanleger dort errichtet.
Am 25.01.2019 machten wir uns auf, den "Northwest-Coast-NP" zu besuchen. Dieser ist inbesondere im südlichen Frühling, also im August und September, besuchenswert, wenn die "Daisys" (Frühlingsblumen) blühen. Dann ist die Landschaft dort in ein Meer von Farben getaucht.
Wir waren leider im südlichen Herbst dort und wollten eigentlich viele Vögel sehen, die dort überwintern sollen.
Auf dem Weg dorthin (keine 20 km) hielten wir an einem "Farm Stall", um uns mit Brotzeit und Getränken einzudecken. Im dortigen Garten stand ein dickes und etwa 3 m hohes Baumteil, aus/in dem die "Big Five" geschnitzt waren/sind. Die "Big Five" sind: Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel. Der Ausdruck ist etwas irreführend, denn diese Tiergattungen sind keinesfalls diejenigen, die das Land prägen. Meines Wissens nach wurde der Begriff auch von Großwildjägern kreiert.
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Wer mitgezählt und genau geguckt hat, hat sicher bemerkt, dass der Leopard fehlt. Den hab ich nicht vergessen. Doch das Foto desselben ist dermaßen kacke, dass ich es Euch vorenthalte.
Gleich nach dem Eingang zum NP entdeckten wir zwei (seltene) Elenantilopen.
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Am Ende der großen Lagune, die zu einem Großteil zum NP gehört, findet sich flaches, gezeitengeprägtes Sumpf- und Grasland, das überraschenderweise tolle Fotomotive bereitstellt.
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Davor, und von dort, kann man etliche Vogelarten beobachten und ablichten. Das haben wir auch getan und mußten uns leider fast nur mit Flamingos begnügen, obwohl ich diese Vögel wegen deren grazielen Art irgendwie mag.
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Wir besuchten auch den Aussichtspunkt "Seeberg". Dort oben herrschten orkanartige Winde und es war teilweise anstrengend, besonders beim knipsen, sich ruhig auf den Beinen zu halten. Eigentlich sollte dieser Berg "Windberg" heißen. Auch ein winziges Museum gibt es dort oben, an dessen Eingangstür ein Schild angebracht ist mit der Bitte um ständiger Schließung derselben.
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In Nähe der Region "Postberg", die nur während der "Daisy-Zeit" (blühende Wildblumen) geöffnet ist, kann man von einigen Aussichtspunkten nachvollziehen, warum diese Küste die "Wild Coast" genannt wird.
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Es stellte sich dann aber heraus, dass es sich um eine kleine Gruppe männlicher Jungstrauße handelte, die es sich ganz offensichtlich neben der Straße gemütlich gemacht hatten und auf Futtergeber aus den vorbeifahrenden Autos warteten.
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Das ist das kleine Lokal unseres Wirtes, und die Weinkarte, auch etwas vergrößert. Als Erinnerung: 1 € = ca. 16 Rand, und auf der Tafel stehen Flaschenpreise.