Beiträge von Lemar

    Hallo meine Lieben!

    Der letzte Reiseabschnitt ist da. Mit Regen geht es Richtung Bergen.



    Aber ich hab euch ja noch ein Fazit versprochen!

    Fazit, zu unserer Reise mit der Havila Capella von Bergen nach Kirkenes und zurück

    Erstens das Schiff und die Kabine:

    Aufgrund des Antriebkonzepts, sowie der an Bord gelebten ökologischen Ausrichtung wie Miniportionen, die in beliebiger Menge nach bestellbar sind, oder auch, dass die Kabinenreinigung obligatorisch nur alle zwei Tage erfolgt, ist das Schiff in der Branche sicher weit vorne mit dran.

    Die generelle Ausstattung an Bord ist sehr ansprechend und auch das, was wir in den Kabinen gesehen haben, lässt nicht viel zu wünschen übrig. Man merkt allerdings auch, dass offensichtlich die Fluktuation an Gästen sehr viel stärker ist und nicht jeder so auf die Räumlichkeiten und das Mobiliar achtet wie er es wohl zu Hause tun würde. So ein paar Macken wie abgerissene Türbänder oder sich lösende Tapeten waren schon zu sehen.

    Wichtig zu wissen: die Doppelbetten sind nur 150 cm breit! Man muss also schon noch mit seinem Partner kuscheln wollen! Sonst lieber Kabinenkategorien mit Einzelbetten (80cm) wählen!

    Menschen die lärmempfindlich sind, sollten besser Steuerbord Kabinen wählen. Das Schiff legt immer auf der Backbord Seite an und da auch nachts in den Häfen ein- und ausgeladen wird, kann es da schon mal lauter werden. Aber auch dafür sollte mit Hilfe von Ohrstöpseln Abhilfe geschaffen werden können.

    Abgesehen davon sind wir aber allein von den Geschwindigkeitsänderungen und den Vibration beim An- und Ablegen regelmäßig wach geworden.

    Gegenüber den uns bekannten Kreuzfahrtschiffen ist die Capella aber insgesamt hellhöriger und die Schwelle vom Bad in den Schlafbereich ist höher. Wichtig für Menschen mit Bewegungseinschränkungen.

    Für den Loungebereich auf Deck 9 ( unser Liebingssitzplatz)ist eine Faserpelzjacke o.ä. sinnvoll.

    Zweitens das Personal:

    die Besatzung besteht aus Norwegern, die durchweg alle extrem freundlich und zuvorkommend sind. Sie sind I.d.R. 3 Woche an Bord und haben dann 3 Wochen frei.

    Englisch versteht jeder. Wir haben aber durchaus sowohl an der Bar, als auch im Restaurant oder bei den Exkursionen Menschen getroffen, die gut Deutsch sprachen. Die Verständigung sollte also kein Problem sein. Denkt daran im Vorfeld Kronen für Trinkgeld zu tauschen und berücksichtigt, dass die Bankautomaten oft nur größere Scheine raus geben. Evtl. an der Hotelrezeption wechseln lassen.

    Drittens das Essen:

    ich denke das könnte für einige die Herausforderung sein. Insbesondere dann, wenn Lebensmittelunverträglichkeiten oder ganz generell -Abneigungen vorliegen. Die Karte ist nicht sehr umfangreich und wenn man kein Goldpaket hat (bei den Suiten ist das inkludiert, auf unserer Reise konnte man das aber auch für andere Kabinenkategorien dazu kaufen), dann ist die Auswahl im Hauptrestaurant schon relativ gering insbesondere bei einer 12 Tagereise, auch wenn alle 3 Tage die regionalen Zusatzgerichte wechseln. Man hat allerdings immer die Möglichkeit, sich im Havily Café Snacks wie Burger, Pizza oder Ähnliches zu kaufen. (für Inhaber von Goldpaketen ist auch das inkludiert).

    Wir hatten zudem noch ein alkoholisches Getränkepaket dazu gekauft. Wir mögen zum Essen gern mal einen Wein oder Bier und auch ein Cocktail- speziell wenn Knut dabei - muss mal sein. Das Paket kann man sich teilen, man kauft quasi eine Anzahl an Getränke im Voraus, die dann entsprechend rabattiert sind.

    Viertens die Reisezeit:

    ich glaube, das muss jeder für sich entscheiden. Für uns stand der Wunsch Nordlichter zu sehen im Vordergrund. Hierfür hat man nunmal nur im Winter die Chance. Das hat dann natürlich zur Folge, dass die Außendecks, Balkone und so weiter nicht wirklich exzessiv genutzt werden können und das, wenn man Pech hat, die Aussicht auch ziemlich grau in grau ist. Aber auch das hat seinen Charme.

    Zu beachten ist im Winter auch, dass die Norweger wenig Schnee räumen oder streuen. Dadurch sind die Wege oft uneben und rutschig/eisig. Spikes sind unbedingt notwendig für Ausflüge. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollten das in Betracht ziehen und sich beim Expeditionsteam genau erkundigen, welche Ausflüge machbar sind.

    Da aber auch im Sommer das Wetter in Norwegen mal nicht so doll sein kann, läuft es also eigentlich auf die Entscheidung : Nordlichter vs. Mitternachtssonne raus.

    Fünftes die Ausflüge:

    für uns stand die Schifffahrt selbst im Vordergrund. Und aufgrund einer leider noch bestehenden Bewegungseinschränkung, waren ausgedehnte Spaziergänge in den Häfen auch keine Option. So haben wir in Alesund, Trondheim, Tromsø und Kirkenes Ausflüge mit Havila gemacht. Wenn Kreuzfahrtschiffe schon nicht auf zu Spätkommende warten, machen das Postschiffe erst recht nicht. Ausflüge in eigener Regie brauchen unbedingt ausreichende Zeitpuffer.

    Die Ausflüge waren gut organisiert und zweisprachig in deutsch und englisch.

    Generell ist zu sagen, dass die Nordtour aufgrund der längeren Liegezeiten tagsüber für Ausflüge geeigneter ist als sie Südtour, die vorallem durch die Landschaft insbesondere der Lofoten tagsüber punktet.

    Sechstens wenn es eine Winterreise wird, was sollte man unbedingt dabei haben:

    Spikes oder Winterschuhe mit ausklappbaren Spikes, langer Wintermantel bzw. Jacke die mindestens bis zum halben Oberschenkel geht, lange Thermounterhosen, bequeme Schuhe mit guter Sohle für im Schiff ( es ist oft glatt an Deck, fürs spontane fotografieren daher wichtig, man will ja sich nicht den ganzen Tag mit Stiefeln rum laufen), aus dem gleichen Grund eine Faserpelzjacke ( ja, man könnte die dicke Jacke den ganzen Tag mitschleifen oder auf einen Sessel liegen lassen, aber das hat ja schon was von Liegen belegen mit nem Handtuch).

    Ach ja, und vergesst gute Reisetabletten nicht. Es gibt 6 Streckenabschnitte die für Wellen prädestiniert sind. Lieber rechtzeitig was nehmen, dann ist das gar nicht so wild!

    Alles in allem fanden wir es toll! Schiff und Konzept von Havila haben uns überzeugt. Da wir Wert auf einen Balkon legen ist Hurtigruten auf der Postschiff Linie für uns nicht in Frage gekommen. Hinzukommt, dass zum Zeitpunkt unserer Buchung Havila noch neu an Markt war und echt gute Preise im Vergleich zu Hurtigruten aufgerufen hat.

    So, und jetzt heißt es für Knut: ab zu Faulpelz!

    Vielen Dank, dass ihr uns auf für Tour begleitet habt!

    Liebe Grüsse,

    Knut und Marion ( mit Anhang)

    God kveld mine kjære!

    Sind bei unserer letzten Station im Tageslicht des heutigen Tages angekommen: Kristiansund. Eine sehr pittoreske Stadt die sich um ein kreuzförmiges Hafen- und Wasserstraßen Gebilde verteilt. Wir haben nur eine Stunde Aufenthalt hier.

    Den ganzen Tag hat uns das Wetterglück nicht verlassen und wir konnten z.T. In der Sonne sitzend die Fahrt von Trondheim bis Kristiansund mit wunderbaren Ausblicken genießen!

    Nach dem Auslaufen aus Trondheim kann es gleich zum Treffen mit den Schwesterschiff Havilla Polaris mit viel thyphonieren und winken.


    Einlaufen in Kristiansund:

    Heute Abend müssen meine Reiseeltern dann die Koffer packen. Netterweise müssen die erst morgen um 9 Uhr beim Aufzug stehen, damit sie von der Crew in Bergen an Land gebracht werden.

    Die Kabine geräumt werden muss bis um 12 Uhr. Ankunft in Bergen ist dann um 14.45 Uhr.

    Da bleiben wir dann noch eine Nacht, weil es Samstag wieder nen Direktflug heim gibt.

    Ich werde mich dann aber morgen schon ganz schnell zu Flo Faulpelz beamen , damit der mit den Reisebericht zu spitze kommt. Ohne mich geht halt doch nichts weiter. ;)

    Aber keine Sorge, bevor ich hier den Abflug mache, kommt noch ein Fazit zu dieser Reise! Wir arbeiten schon dran!

    Liebe Grüße,

    Euer Knut

    God dag fra Trondheim!


    Gestern Abend war noch Fine Dining im Hildring Restaurant angesagt und ich durfte mit! Das schöne hier an Bord ist: auch wenn es Fine Dining heißt, muss man sich nicht in Schale schmeißen. Das Argument, ich hätte nichts passendes zum anziehen dabei, zog also nicht! ;)

    Heute liegen 7 Stunden Fahrt vor uns, bevor wir das nächsten mal anlegen. Nämlich in Kristiansund.

    Mal schauen ob uns der blaue Himmel aus Trondheim treu bleibt!

    Liebe Grüsse, euer Knut

    User123 es gibt soviel zu schauen, wir reden, spielen! In manchen Häfen drehen wir ne Runde wenn es sich zeitlich ausgeht.

    Es ist nicht langweilig.

    Und tatsächlich schlafen wir länger als sonst. Ehrlicherweise stören die nächtlichen Stopps den Schlaf schon. Wir zumindest wachen eigentlich immer auf. Das Schiff ändert die Geschwindigkeit, vibriert, es wird heller, weil die Außenbeleuchtung angeschaltet wird ( und wir nie die Vorhänge zuziehen). Da legt man halt in der Früh noch ne Runde Schlaf drauf. Zumal wir dank Gold Paket beim Frühstück nicht auf eine feste Uhrzeit angewiesen sind.

    Liebe Grüsse, Marion

    Hallihallo meine Lieben Foris,

    Melde mich wieder aus Norwegen! Haben heute den Polarkreis nach Süden wieder überquert und sind heute gerade in Brønnøysund.

    Das Wetter war heute wechselhaft und die Liegedauer in den angelaufenen Häfen bis auf Brønnøsund wieder eher kurz. Ausflüge haben meine Reiseeltern die letzten Tage nicht mehr gebucht. Da war nichts dabei, was uns für den Preis gereizt hätte.

    Aber ein paar Stimmungsbilder von heute hab ich für euch doch:

    Guckt mal was da hinter mir ist !

    Wer weiß, was der dreieckige Bogen zwischen haupthaus und Bootshaus ist?

    So und jetzt warte ich mal ganz artig ab, ob ich heute Abend mit zum Fine Dining darf! :saint:

    Bis dann!

    Liebe Grüsse,

    Euer Knut

    På vei til Lofoten!

    Heute war ein ziemlich ruhiger Tag. Das Meer hat sich wieder beruhigt, aber auch die Stopps in den Häfen waren relativ kurz. Wir hatten also genügend Gelegenheit, uns vom gestrigen stürmischen Tag und der Nacht zu erholen und den Blick auf die Lofoten zu genießen.

    Das Wetter bot einiges an Abwechslung : von Regen bis Schnee, Sonne, nur ganz selten, aber trotzdem tat es der Stimmung keinen Abbruch.

    die Strecke heute zwischen Risøyhamn und Svolvær ist für mich eine der schönsten der Tour!


    Das am Schluss ist die Einfahrt in den Trollfjord!

    Schönen Abend euch allen!

    Liebe Grüsse,

    Euer Knut

    Guten Morgen meine Lieben!

    Wir sind wieder in ruhigerem Fahrwasser! Schlängeln uns grad durch die Lofoten durch. Leider ist der Himmel zierlich grau und es „schnieselt“ immer wieder.


    Ich hoffe ja sehr, dass es heute noch aufreißt, denn am Nachmittag soll es eine landschaftlich sehr schöne Fahrstrecke u.a. vorbei am Trollfjord geben.

    Bis dahin!

    Liebe Grüsse,

    Euer Knut

    Cree Gudrun, wenn du ganz rumlaufen willst musst du am Bug auf Deck 9 über die Gitter.

    Hab auch Höhenangst, aber mit festhalten am Geländer ( Handschuhe nicht vergessen!) klappt das bei mir wider Erwarten ganz gut. Der sonstige Bodenbelag ist rutschfest, sofern weder Schnee noch Eis draufliegen ;) , also heute nicht! :D

    Ansonsten kannst du aber auch durch den Innenbereich vor der Lounge auf Deck 9 von Back- nach Steuerbord wechseln .

    Liebe Grüsse, Marion

    God morgen i morgen!

    Hurra , ich lebe noch!

    Puh, war das eine Nacht! Ganz schön schaukelig auf der Barentsee! Ab 18 Uhr waren gestern die Aussendecks gesperrt, weil zu gefährlich.

    Und das Schiff ist nicht nur gestiegen und gefallen, es ist auch von Backbord nach Steuerbord gewackelt! =O

    War noch schlimmer als letztes Jahr zwischen Island und Neufundland!

    Aber jetzt haben sich die Mägen der meisten Passagiere wohl beruhigt, zumindest haben wir einige beim frühstücken getroffen.

    Trotzdem gibt es nicht viel zu sehen, es ist immer noch grau in grau und der Wind pfeift heftig. Sind momentan auch ziemlich allein hier auf Deck 9 in der Lounge. Aber so kann ich euch die wenigstens Mal zeigen!

    Denke heute wird ein ruhiger Tag was Aktivität angeht: die Hafenaufenthalte sind eher kurz!

    Euch einen guten Start in die Woche!

    Euer Knut

    Hei fra Europas nordligste grense: Kirkenes!

    Heute ist schon Halbzeit auf unserer Reise mit der Capella entlang der norwegischen Küste.

    Nach einer bewegten Nacht sind wir heute bei wunderschönem Sonnenschein angekommen.

    Als erstes haben uns viele Eisschollen im Hafen erwartet.

    Meine Reiseeltern hatten mit Havila den Ausflug zur russischen Grenze gebucht.

    Wir wurden von der netten Sofia (der dritten deutschen ReiseleiterIn auf dieser Tour) gleich vor dem Schiff in Empfang genommen. Zunächst ging es durch das Örtchen zum Luftschutzbunker der Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg ( Andersgrotta).


    von dort weiter über Land durch traumhafte Winterlandschaft zur russischen Grenze.





    Viel zu sehen ist da nicht und das einzige, was einem wirklich nahe gelegt wird, ist ja nicht hinter die geöffneten Tore zu gehen.




    Nach zweieinhalb Stunden waren wir zurück an Bord. Und jetzt sind wir schon wieder auf dem Weg durch die Barentsee Richtung Vardø - und es fängt schon wieder zu wackeln an!

    Ich glaub, ich brauch dringend prophylaktisch nen moscow mule, gell Tina28 ? ;)


    Bis bald meine Lieben!

    Euer Knut!

    Huhu, Ich bin s Euer Knut!

    Das Daumen drücken hat geholfen! Seit fast 1 Stunde haben wir Nordlichter! Auch wenn noch einiges an Wolken an Himmel ist!

    Gerade als meine 2 mit dem 3. Gang ihres Fine-dining Menüs fertig waren kann die Durchsage: northern lights!

    Ganz schnell haben sie das Besteck fallen lassen und sind los gestürzt! Mich haben sie prompt vergessen! Aber dafür gibt es jetzt schöne Bilder und nach den anderen 3 Gänge durch sind, haben wir jetzt nochmal zusammen geschaut. Nur das mit einen Foto mit mir und den Nordlichtern klappt irgendwie nicht.

    Na, dann jetzt eben „Natur pur“!

    Danke fürs mitzittern und gute Nacht!

    Euer Knut

    So, nachdem ihr alle so lieb mit uns auf die Nordlichter wartet hier noch ein paar Bilder von heute Abend:

    Das Wichtigste zuerst: endlich gab es Cocktails für mich!


    Das Wetter heute in Honnigsvåg hat sich ständig geändert. Total schöne Farbspiele gab das!

    Dann gab es noch nen kurzen Stop in Kjøllefjord

    und dann sind wir grad am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes vorbei gekommen.

    Jetzt sind wir in Mehamn

    Und da die Aurora App die besten Werte seit Reisebeginn anzeigt, haben sich meine Reiseeltern in der Lounge mit den dicken Jacken bewaffnet und ich schick regelmäßig einen raus um den Himmel zu kontrollieren!

    Das ist vielleicht anstrengend! Aber: was mut, dat mut!

    Bis dann,

    Euer Knut