So, heute genug Rundgang. Es fiel uns auf, dass an jeder Ecke Desinfektionsspender standen, wirklich viel mehr als ich das von anderen Schiffen gewohnt war. Und was mir auch positiv auffiel waren die vielen Mitreisenden, die diese nutzten, das habe ich so noch nie erlebt in 8 Kreuzfahrten.
Sehr schön!
Wir aßen im Yachtclub zu Abend und waren überrascht von der Vielfalt der Speisen. Wer hier nichts findet, na dann weiß ichs auch nicht. Man ist eh immer viel zu schnell satt. Wir saßen mit Decken im Außenbereich im Yachtclub und irgendwie waren die 4500 anderen Passagiere woanders. Weiß gar nicht warum man in ein BellaDonna oder in den Markt geht, aber das ist ja Ansichtssache. Wir wollten möglichst viel ausprobieren und blieben für den Anfang beim Yachtclub hängen. Gute Wahl!
Auf unserem Rundgang standen wir vor den Aufzügen des Martkrestaurants, die Aufzugtür öffnete sich, meiner Tochter fiel alles aus dem Gesicht und sie fing an zu lachen: Da kam ihre Kindergärtnerin aus dem Aufzug! Was für ein Zufall! Wir trafen uns noch mehrere Male zufällig und hatten uns einiges zu erzählen, dazu aber später mehr.
Ich mach morgen weiter mit dem ersten Seetag. Schön, dass ihr dabei seid!
Bestellt eine Käse-Klappstulle das ist so süß wie das ausgesprochen wird... und ja, das Teil heißt wirklich so Hier gibt es Döner/Falafel für die vegetarischen Freunde, Currywurst und das Brot&Stulle in dem man belegte Brote, Baguette, Blätterteig gefüllt mit Broccoli/Schinken/Käse und Süßkram wie Kuchen, Donuts, Brownies und so gibt.
Nach dem Verstauen der Klamotten auf dem Balkon angekommen sah ich raus und bekam direkt Herzschmerz: da lag sie, die Marella Explorer, die alte MeinSchiff1, unser erstes Kreuzfahrtschiff. Mensch, schön, dass ich dich nochmal sehe! Wie klitzeklein sie ist ...
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Wir trafen uns mit der Oma und zogen dann los um etwas zu trinken und einen ersten Rundgang zu machen.
So ihr Lieben, Tee machen gehen, warme Stricksocken anziehen, Plätzchen bereitstellen, ihr müsst jetzt ganz tapfer sein, weil es wird lang:
Boah, wasn das? Da steht gerade Kabinennummern! Die wussten, dass wir kommen und haben da sicherlich das Schild nur für mich angebracht. Ich bin nämlich eine Dauerfragerin, zu welcher Seite wir gehen müssen
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Was uns natürlich brennend interssiert ist eine "Außenalster". Die fanden wir ganz toll beleuchtet auf Deck 7 hinter der Lanai-Bar. Hier durfte auch gespeist werden, da dieser Bereich zum Yachtclub gehört, es standen Besteckständer bereit auf allen Tischen die seitlich lagen, also nicht direkt in den Bereich der Lanai-Bar fallen. Das Foto war im abgeräumten Zustand, weil sonst haste ja immer irgendwelche Personen drauf...
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Ich bin ja ein Freund von schönen Klos, daher hab ich gedacht gebührt diesen wirklich nett gestalteten Toilettenräumen auch etwas Bewunderung. Daher werdet ihr sie im Laufe der Reihe immer mal wieder sehen in anderem Design
Die Wäsche läuft noch, der Göga packt weil es morgen auf Dienstreise geht, also hab ich Zeit für den Anreisetag. Ich muss jetzt was Sinnvolles tun, sonst kipp ich um vor Müdigkeit.
Am Samstag, 25.01.2020 ging es los Richtung Düsseldorf. Individuelle Anreise, immer mit etwas Aufregung behaftet, man hofft ja so sehr, dass alles gut geht. Im Flugzeug saßen wir drei getrennt voneinander und neben mir ein Paar, das recht kontaktfreudig war. Also unterhielten wir uns nett. Wir fanden schnell heraus, dass auch sie Richtung AIDA unterwegs waren. Kurz nach dem Start wurden Snacks ausgeteilt. Meine Nachbarn bekamen Goudabrötchen und ich eine Laugenstange. Der Steward fragte sich, warum das so unterschiedlich sei, weil doch eigentlich der ganze Flieger Goudabrötchen bekam und nur wir drei Laugenstangen. Wir überlegten kurz und es stellte sich heraus, dass die Goudabrötchen über AIDA gebuchte Flüge waren und die Laugenstangen nicht. Wohooooo, was für eine tolle Neuigkeit!
Wir drei Individualanreisenden mit immer ein wenig Schiss, dass irgendwas passiert und das Schiff nicht wartet. Nun hatten wir so 200 Sicherheiten um uns rum sitzen und es war uns klar: Auch wenn die Welt untergeht, es eine Notlandung gibt, was auch immer, die AIDA wartet. Besser konnte eine Reise nicht losgehen.
Der ältere Herr auf der anderen Seite des Gangs holte einen Schokobon aus seiner Hosentasche. Und ich dachte noch: Eine Hosentasche ist ein denkbar schlechter Ort für einen Schokobon, aber der Herr hatte ja Zeit und versuchte nun, den verflüssigten Schokobon wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Ich hab ihm lange zugeschaut, sowohl aus Ekel als auch aus Neugier, ob er das denn schaffen würde. Als der Schokobon dann echt gut geformt war bot er ihn dem Kind in der Reihe davor an. Boah neee, ich wollte laut rufen, nein, nimm das nicht, aber die Eltern dieses Kindes erledigten das für mich, puh. Die Aktion hat mir eine gute halbe Stunde Zeitvertreib bereitet
In Gran Canaria nach 4 Stunden 5 Minuten Flugzeit angekommen gingen wir zu den Guaguas, den öffentlichen Bussen. Mit der Linie 60 kann man für 2,95€ pro Nase zum Hafen fahren - und glaubt nicht dass man da langsamer ist als mit dem Taxi. Diese Busfahrer müssen alle mal Rennfahrer gewesen sein, und schwupps, findet man sich 25 Minuten später am unterirdisch liegenden Busbahnhof in Las Palmas wieder. Ganz angenehme 20 Grad erwarteten uns und ein Riesenschiff lag da im Hafen. Halleluja.
Dieses Sonnensegel beschattet den darunterliegenden Busbahnhof, näher kann man es fast nicht zum Schiff haben, wenn man individuell anreist
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Unsere Eltern waren schon seit dem Vormittag da, eingefleischte "Traumschiff"-Fahrer. Ich hatte etwas Angst, dass es ihnen nicht gefallen würde, aber als wir am Flughafen den Flugmodus rausnahmen, kam unsere AIDA-WhatsAppGruppe gar nicht mehr zur Ruhe, eine Nachricht nach der anderen: Oh es ist sooo toll, wir freuen uns so auf euch, wo seid ihr jetzt, wir kommen euch entgegen, waaaaah es ist sooooo schön hier und und und. Oma und Opa hatten wir also schonmal versorgt und waren froh, dass es ihnen offenbar wirklich gut gefiel.
Das Einchecken mit Opa ging rasend schnell und schwupps, waren wir auf unserer Kabine, Deck 14, 14272, Balkon:
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der begehbare Kleiderschrank. Eieiei, nett, aber viel Platzverschwendung und wenig Platz zum Legen, zwar die gesamte Wand hier rechts mit vielen Fächern, aber jedes Fach nur ungefähr 20cm tief, hab jetzt nicht nachgemessen, aber hui, mit 3 Personen wovon eine etwas Jüngere Klamotten für 5 Wochen mit hat ... zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dieser Kleiderschrank und ich mal beste Freunde wurden
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das Bad, och wie nett, ganz hübsch schlicht und diese "Farbauswahl" mögen wir eh sehr gerne. Wir planen ja einen Umzug in ein Tiny House, da konnten wir schonmal super üben Viel Ablagefläche rund um den Waschtisch, tolle große Dusche mit Glastür, wohoooo, ne Glastür! Wir Costafahrer sind ja nur geduschvorhangt worden in den letzten Jahren und jetzt eine Glastür!
wir sind wieder da - so ein Jammer. Bevor ich nun loslege: Ich habe 500 Fotos, die ich erstmal aussortieren muss. Offenbar gibt es nur einen RB von der seenixe, wo ist denn der vom Biber, falls es einen gibt? Ich mag euch ja nicht nerven mit nochmal Schiff von vorne, hinten, oben, unten gucken ... oder ist euch das schnurz?
Ich möchte an dieser Stelle kurz erinnern an etwas, das ich vor 3 Jahren schrieb:
Zitat
Heute sage ich: Buffet? Och nee ... daher gibt es auch für uns keine AIDA. ... AIDA ist bei uns komplett raus aus dem Rennen
Tja ... gestern bei unserem Fazit am letzten Tag auf der Nova kamen wir zu dem Entschluss, dass Costa nun vermutlich komplett raus ist, unsere Kinder sind über 18 und Buffet ist jetzt nicht soooo "schlimm" wie ich vorher von AIDA inkl. Run auf die Freigetränke gehört/gelesen hatte. Wir haben nun ein neues Lieblingsschiff, das sich problemlos mit auf die MeinSchiff2-Bank setzen kann.
Ich denke ich fange morgen an, da hab ich noch frei.
marielaurin hast Du ihn schon nachbearbeitet, Deinen Reisebericht? Falls ja könnte er durch Administrator ja vielleicht schon freigeschaltet werden.
ist jetzt erledigt, ich hoffe, das reicht so, habe Innenansichten von Kirchen und erkennbare Personen in Panoramabildern rausgenommen. An wen muss ich mich jetzt wenden zur Freischaltung?
Kurze Zwischenfrage...warum braucht der Sohn 5 Entschuldigungen für die Schule? Halt...ich vermute es ...alleine aufstehen ist nicht so seins? (wir haben auch so ein Exemplar mit 17 daheim...zum Glück gibt es noch eine Oma). Wie alt ist euer Sohn?
So isses. Er ist gerade 18 geworden und aufstehen ist schwierig. Aber wir haben seine Freunde drauf angesetzt ihn früh genug zu wecken. Wäre jetzt gut, wenn die pünktlich rauskämen...
Darf ich fragen was ihr zu dritt für die Balkonkab. incl Flug zahlt ? Ich habe bei AIDA so gar kein Preisgefühl.
Wir sind AIDA Erstfahrer, kennen sonst TC und Costa.
Von TC sind wir damals weg als die Große 15 wurde, weil es dann für uns echt zuviel wird. Wir sind dann auf Costa umgesiedelt und waren damit auch sehr zufrieden, dann im letzten Jahr ohne Kinder wieder TC und jetzt zufällig mal AIDA. Ich bin gerade im Vergleich zur MS2 total gespannt, genauso wie ich supergerne mit der Smeralda fahren möchte, weil ich glaube dass auch sie der MS2 echt Konkurrenz macht, bisher kam da ja keiner ran, den wir kennen.
So, zu deiner Frage:
Ursprünglich Innenkabine, 2 Personen
399 pro Nase = 800
120 pro Nase pro Flug = 240
Zusammen also 1040 mit Tischgetränken.
Zu dritt in Balkonkabine nun
399 pro Nase = 800
Unsere Tochter = 70
120 pro Nase pro Flug = 360
Aufschlag Umbuchung auf Balkon = 240
Zusammen zu dritt 1470 mit Tischgetränken.
Wir können aber auch zu viert für 888 bei Costa eine Woche Mittelmeer wie vor 3 Jahren, das ist schon günstiger als ein Haus in Holland ohne Verpflegung, gruselig eigentlich... Ich schweife ab
wir sind noch gar nicht weg, erst nächste Woche Samstag aber ich dachte, ich leg schonmal los hier. Reiseberichte fangen ja auch mit der Planung an, ne?
Es war also wieder so eine BlackWeek im November. Der Göga sagte:"Ich buch das jetzt!" Äh, was denn? Ich stimmte ihm kurz durch Kopfnicken zu, für mich war die Zeit gerade eh beruflich schwierig, da wollte ich mich nicht noch mit Reisevorbereitungen oder -planungen befassen.
Also buchte er die Reise siehe oben, Innenkabine, wir wollten nur möglichst zeitnah aber schon raus aus der beruflichen Hauptsaison irgendwie weg. Mir war dann auch egal, dass wir die Tour ganz grob schonmal gemacht hatten im März 2019, nur raus. Nur wir beide, das eine Kind muss arbeiten, das andere geht noch zur Schule. Nur Ruhe.
Am Geburtstag unserer großen Tochter im Dezember war hier Verwandtenalarm und wir saßen so gemütlich beim Kaffee, erzählt der Göga von unserer gebuchten Reise. Da sagt mein Schwiegervater:"Oh super, da kommen wir mit!" Meine Schwiegermutter entsetzt Güüüüüüüünther Meinen Eltern fiel der Christstollen aus dem Mund, meine Tochter sprang auf und rief Oooooh Opa, das wäre soooo toll, da komm ich auch mit
Ich sah den Göga an, meine Eltern erstarrten, mein Schwiegervater holte schon das Tablet raus und meine Schwiegermutter güüüüüüüntherte so vor sich hin. Ich befürchtete, aus unserer Zweisamkeit wurde ein Familienausflug. Güüüüüünther musste dann Ruhe geben, sagte die Schwiegermutter und uns erstmal Zeit geben, zu überlegen ob wir sie überhaupt dabei haben wollten. Gute Idee. Denn der Göga war spontan auf Krawall gebürstet, die Tochter sprach und sprach und sprach wie toll und überhaupt und so, meine Eltern erholten sich von ihrer Schnappatmung und ich dachte Ach Leute ....
Es gingen dann irgendwann alle nach Hause. Wir schlossen die Tür und riefen den Familienrat zusammen. Der Göga war immer noch auf Krawall gebürstet, die Tochter voller Vorfreude, der Sohn sprach wieder von "Ich brauche bitte 5 Entschuldigungen für Zuspätkommen!" und meine Meinung hatte noch niemand erfragt. Ich erklärte dann meiner Familie, dass der Opa bald 80 wird, die Oma "ruhigen" Brustkrebs hat und wir nicht wissen wie das nächste Jahr werden wird, dass sie beide jetzt noch so fit sind, dass sie eine solche Reise mit uns machen sollten, dass wir nicht wissen, wie lange wir sie noch haben und ihnen dann am allerbesten Zeit mit uns schenken. Der Göga eskalierte und fragte "Wer hat dich denn ausgetauscht?", die Tochter stimmte zu, der Sohn murmelte "Entschuldigungen nicht vergessen", die Katze schaute wie beim Tennis in die Runde. Es dauerte 3 Stunden.
Die Tochter sollte ihren Anteil selbst bezahlen sagte der Göga und käme dann mit in unsere Zweisamkeit-vorbei-Kabine. Die Großeltern wollten wir am nächsten Tag informieren. Die Großeltern sind übrigens seit 30 Jahren Kreuzfahrer, allerdings eher so eine MS Deutschland-Traumschiff-Klasse und der Opa fand so ein Riesenschiff wie die nova jetzt mal spannend.
Nun gut. Die Tochter holte das Telefon und wir riefen bei der AIDA-Hotline an. Das Nachbuchen der Tochter in unseren Innenkabine kostete 70 Euro. Also nicht das Buchen selbst sondern ihr Reisepreis. Wir fragten das zigmal nach, der nette Herr fing schon an zu lachen und meinte, ja ist richtig, ihr "Kind" zahlt 70 Euro. "Das übernehm ich wohl" sagte das "Kind". 70 Euro. Für ne Woche Vollpension für eine 20-jährige. Wie cool ist das denn?
Dann erklärte uns der nette Herr, dass wir aber keine 60 Tage mehr bis zur Abreise hätten und damit Umbuchungsgebühren anfallen würden, die bis zu einer Höhe von 300 Euro anfallen würden abzüglich der 70 Euro fürs Kind, also 240 Euro. Wir beide guckten uns an und hatten offenbar dieselbe Idee. Wir fragten dann nach einer Balkonkabine. Im Endeffekt haben wir nun ne Balkonkabine zu dritt, keine Umbuchungsgebühr, weil die aus Balkonkabinenaufschlag und Reisepreis fürs Kind besteht. Da wäre man ja blöd wenn man nicht upgraded.
Oma und Opa freuten sich riesig. Nun fahren wir also zu fünft nächste Woche. Amen.
Die Restaurants sind schon echt ne Augenweide, so hübsch in der Farb- und Formauswahl, da will man gar nicht weg.
Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns auf Gran Canaria, wussten, wir kommen bald wieder, fuhren mit dem öffentlichen Bus zurück zum Flughafen. Ich muss ja sagen, das hat alles perfekt geklappt mit der Eigenanreise. Und kamen bei regnerischen 8 Grad zu Hause an, bäh.
Es dauerte 10 Monate, wird die AIDA nova sein, ähnliche Route, mit (einem) Kind und Oma. Wir freuen uns riesig! Und dazwischen waren wir ja noch im Mittelmeer unterwegs mit der Costa Fascinosa, damit die Wartezeit nicht so ganz lang wird
Wollt ihr ein oder zwei Fragen fragen, fragt! Schön dass ihr dabei ward, freut mich sehr!
Vorab eine kurze Anekdote von gerade eben, das ist wieder typisch ich: Ich sah die (wenigen) Teneriffa-Fotos durch und dachte, ach wäre ja schön, wenn du schreiben könntest, wie der hübsche Park hieß. Ich also gegoogelt und diesen Park gesucht. Und gesucht und gesucht und schon gedacht, den hat in den 10 Monaten einer geklaut, aber auch vieles andere kam mir nicht bekannt vor. Hm komisch. Bis ich gemerkt habe, dass ich in Santa Cruz, Californien suchte ... selten dämlich ...
Wir waren dann also auf Teneriffa. Und hatten überhaupt keinen Plan. Auch der Göga, der in der Regel nicht so ganz planlos ist, fragte beim Frühstück "Und jetzt?" Öhm, ja, keine Ahnung, raus irgendwie. Aber wohin? Ich hatte mich null über Santra Cruz informiert, ich war schon froh zu wissen, auf welcher Insel ich war. Und dann standen wir da, alle Welt strömte an uns vorbei, war in Eile, hatte sich wohl vorher überlegt, was man Tolles machen kann. Irgendwie hatten wir so gar keine Lust auf Sightseeing. Komm wir laufen, hieß dann die Devise.
Planlos in Santa Cruz. Wir sind dann einfach in irgendeine Straße Richtung Stadt und haben uns überraschen lassen. Und wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil. Wir kamen an einer ganz hübschen Kirche an, da schauten wir kurz rein und blieben dann auf der Straße davor sitzen, weil wir diese Häuser so hübsch fanden.
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Und dann saßen wir da und sahen die Touristen vorbeihuschen, schnell schnell zur nächsten Sehenswürdigkeit. Wir haben dieses Rumgeeile der anderen sehr genossen, denn wir hatten ja Zeit. Keinen Plan, keine Eile, Kleinigkeiten entdecken wofür man mit Plan meist keine Zeit hat, einfach mal hier und da ne Viertelstunde sitzen und genießen.
Wir schlenderten so eine Straße lang, da kam das wunderhübsche Alpenveilchenfeld. Das hatte meine Oma geschickt, da bin ich mir sicher. Meine Oma liebte Alpenveilchen. Und so saß ich da eine Weile ganz in Ruhe an einer verkehrsreichen Straße mit viel Gehupe und dachte an die Zeit mit Oma zurück.
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Unsere Füße trugen uns durch unbekannte Straßen und ich glaube, wenn man uns getrackt hätte, hätte man sich totgelacht wie ziellos wir zickzack gingen. Aber war egal.
Am Park Garcia Sanabria (das war der verschwundene Kalifornier ...) sahen wir diverse Fahrradgruppen von Kreuzfahrtschiffen. Und wir saßen wieder da, ließen uns den Wind um die Nase fegen, naja, Wind ... ein Lüftchen, das ganz angenehm war bei den 26 Grad. Vögel über Vögel, Gezwitscher ohne Ende und wir schlenderten von Bank zu Bank. Sehr schöner, sehenwerter Park.
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Ohne Ziel ging es dann wieder weiter. Wir kamen irgendwann mit leichtem Fußschmerz am Auditorium wieder am Meer an. Da will man nur mal kurz über den Mauerrand gen Meer schauen, da hat es einen erwischt:
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Da hatte doch jemand glatt hunderte Steine mit Berühmtheiten bemalt. Wunderschön auf mehreren hundert Metern, so viel zu entdecken. Die Geschichte dazu kennt ihr vermutlich, ich finde sie sehr bemerkenswert: Da kommt morgens möglichst früh dass ihn niemand sieht ein Künstler, der diese Steine bemalt. Der Herr kam ursprünglich in 2008 aus Bulgarien. Luciano Pavarotti war wohl eines seiner ersten Werke, und das auch nur, weil ein Passant sich das wünschte. So malte er dann auch den Architekten des Auditoriums, das über den Steinen wacht. Ich liebe solche Geschichten.
Wir verbrachten echt viel Zeit dort, weil wir so geflasht waren von diesen Kunstwerken. Und saßen da, genossen den Wind, zogen alle paar Minuten 10 Meter weiter auf dem Mäuerchen. Wunderschön. Ich wollte gar keinen Plan gehabt haben, das was wir bis dahin schon gesehen hatten, war großartig.
Dann hatte der Göga offenbar doch gegoogelt. Ei ei ei, hier ist ein Markt. Fein. Zum Markt muss der Göga immer immer immer. Okeeee.
Kurz überlegt, schnell entschlossen. Wir standen direkt vor einer Straßenbahn und dachten, och nö, laufen wollen wir jetzt nimmer. Also sind wir die 4 Stationen glaub ich waren es, für 1,20 Euro Straßenbahn gefahren, ausgestiegen und zum Markt gegangen, der hieß Municipal market our lady of Africa la recova. Großartiger Eingang, unglaublich hübsch schon wieder. Ich liebe den Geruch von Gewürzen ohne Ende, Obst, dieses bunte Treiben, 1kg Möhren für 15 Cent. Wir schlenderten langsam von Stand zu Stand, hatten unsere Nasen gefühlt überall drin und waren uns einig, dass das genau das ist, was man als Tourist sehen sollte: Das pulsierende Leben, diese Sprache, dieses hektische Treiben der Verkäufer, die zig Tüten, die gefüllt mit unglaublich gut aussehenden Lebensmitteln über die Ladentheke gingen. Wir sahen: Auch mit nur sehr wenig Geld kann man sich hier supergut verpflegen.
Leider weiß ich grad nicht, wo die Fotos dazu sind, es gibt welche, aber die sind verschwunden...
Nach dem Markt gingen wir zu Fuß wieder runter zum Meer und dann zum Schiff zurück. Trotz Planlosigkeit war dieser Tag ein sehr gelungener, wunderschöner Tag mit vielen unterschiedlichen Eindrücken. Wir sind in 2 Wochen wieder auf Teneriffa, dann aber mit Plan. Schauen wir mal, wie das wird, ich werde berichten.
Besteht die Hoffnung, dass Du diesen genialen Reisebericht noch weiter schreibst.? Ich wäre begeistert, wir sind vor Teneriffa stehen geblieben...
BITTE
Boah ich hab ja so einen Hang zum Sachen anfangen ...
Dabei ist Teneriffa dieses Jahr weitaus spannender als Teneriffa im letzten Jahr. Aber macht sicher nix, ich gebe mir Mühe, den Reisebericht hier noch vor der nächsten Reise zu vervollständigen. Hab noch 3 Wochen Zeit und diverse freie Freitage, sollte also schaffbar sein.
Es freut mich wirklich sehr, wenn ich gerne gelesen werden, ich war ja auch gerne urlauben
Gomeras Nr. 1 der Lieblingsplätze hat übrigens im Oktober arg starke Konkurrenz bekommen von Marsaxlokk , Malta ist eh so eine Insel, bei der ich nicht weiß ob ich sie superdupergroßartigst finden soll oder ob ich mich wundern soll dass die mich so anzieht. Komisch, wie ein Magnet, ist es das arabische, ist es die Sprache, ist es diese uralte Optik, die ich eh sehr gerne mag? Keine Ahnung, aber Malta hat mich wieder völlig fasziniert, aber das ist eigentlich ein anderer Reisebericht
Da ich auf der AIDA-Seite nicht weiterkomme, frage ich halt hier.
Wir sind in 3 Wochen auf der AIDAnova. Bisher kennen wir "nur" MS1 und 2 und Costa. Bei Costa gab es so eine App, mit der man beispielsweise an Seetagen untereinander kommunizieren konnte, ähnlich Whatsapp, ohne Aufpreis. Gibt es sowas bei AIDA auch? Wir wollen verhindern, dass wir die Oma verlieren bzw. wenn wir sie verlieren, dass wir sie wiederfinden So wie ich das sehe, muss man das zubuchen, richtig?
Eva, wir sehen uns Dienstag, ne? Auf deine Küche komm ich auch gerne zurück
Am nächsten Tag, Tag 5 unserer Reise, sollte La Palma unser Ziel sein. Fein, informiert hatte ich mich vorher vorsichtshalber gleich Null, der Göga hat hier auch einen Mietwagen gebucht (wenn ich den nicht hätte )
Ich stand morgens auf und schaute verschlafen über den Balkon. Moooooment. Sind wir zurück gefahren? Wo zum Teufel sind wir? Ich schwöre, das sieht so aus wie auf Gomera, identische Hafenbuden, gleiche Dächer, gleicher Ausblick. Zu meiner Entschuldigung: Wir hatten es wesentlich schwerer als die, die zum Land guckten, da hätte ich das natürlich sofort gemerkt, dass wir woanders waren. Nun gut, erstmal Frühstück, wir hatten noch Zeit, der Mietwagen stand ab 9 Uhr für uns bereit.
Und dann ist was passiert, das ist uns noch nie nie nie passiert auf einer Kreuzfahrt: Wir haben uns verquatscht Um 9.30 Uhr schauten wir erstaunt auf die Uhr und dachten ui, jetzt aber raus hier! Das hat TUI wohl auch so gemeint, denn ich bin noch nienicht so steil ausgestiegen, das war ein perfekter Abhang. Fallschirm wäre gut gewesen oder wenigstens ein Rettungswagen in der Nähe. Wer konnte denn ahnen, dass das abends noch viel schlimmer war, da ging es so steil hoch, dass die Crew von hinten nachgeschoben hat , ein Bild für die Götter, gerade bei älteren Herrschaften tat mir das wirklich leid, aber es war einfach nur lustig, vorne ziehen zwei an den Händen, die sich aber auch selbst noch halten müssen, hinten schieben zwei: einer rechte Pobacke, einer linke Pobacke und in der Mitte steckt Oma mit dem Käppi fest , man selber denkt, das ist ganz easy, ja Pustekuchen, man hätte einen Film drehen sollen.
Im Hafengebäude angekommen fielen wir förmlich in die Autovermietung. Wir hatten was kleines reserviert., Man wollte uns einen nigelnagelneuen VW Beetle Cabrio andrehen für 20 Euro extra. Nö, wollten wir nicht. Das sei doch so toll das Cabrio und überhaupt und so. Nö, wollten wir nicht. Ja aber wir sollten mal überlegen, also die Aussicht ist ja auch so toll und blablablub. Hier hab ich das erste Mal wirklich gedacht, ich sprech nie wieder jemanden auf Spanisch an, ich stell mich doof und sag nö.
Kurz zur Erklärung: Wir wollten auf La Palma möglichst weit nach oben, auf 2400m. Wenn unten 18 Grad sind, wie warm isses dann oben? Geeeenau, kälter. Cabrio? Nope ... Die Dame druckste ein wenig rum und meinte, es gäbe aber nun ein Problem, denn weil wir so spät waren seien alle Autos schon weg und nur noch der Beetle ist übrig. Gut, nehmen wir, aber ohne Aufpreis natürlich. Da hat sie noch versucht, uns das letzte verfügbare Auto für mehr Geld schmackhaft zu machen, unglaublich. Nee, nicht unglaublich, sehr umsatzinteressierte Dame.
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(kurz eine Anekdote meiner Mutter zu meinem Vater vor vielen Jahren:"Wenn einer von uns stirbt kauf ich mir ein rotes Cabrio!")
Eine andere Familie bekam ebenfalls einen ungewollten Beetle. Wir quatschten noch ein wenig ob sie wüssten wo sie hinfahren wollten und erfuhren, dass sie noch weniger Plan hatten als wir. Sowas gibts?
Auch hier kann man nicht viel falsch machen, es gibt nicht soooo viele Straßen. Wir erstmal raus aus Santa Cruz, den Berg hoch. Dann nach zig Kurven und vielen Höhenmetern eine Vollbremsung und huch, da wollten wir rein. Wollten wir? Manchmal ist es gut, dass der Göga sich während der Arbeit informiert und wenigstens einer von uns einen ganz groben Plan hat.
Diese Ruhe. Wir waren irgendwie ganz alleine weit und breit. Die Vögel erzählten sich die Seele aus dem Leib und wir genossen die Frischluft. Cool so ein Cabrio. Die Palmen hörten auf, die Vegetation wurde kleiner, Pinien und Kiefern wurden mehr und verdrängten alles andere. Es waren noch so um die 12 Grad, ging grad noch offen.
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Hier weit oben ist irgendeine Astrodingensforschungsstation. Wir wussten überhaupt nicht, wo wir hin mussten, irgendeinen Aussichtspunkt sollte es geben, keine Menschenseele weit und breit. Wir folgten erstmal der kleinen Straße, viele Kurven, tolle Aussicht, ich musste Pipi. Dringend. Sehr dringend.
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Oben angekommen ein Parkplatz für sagen wir 20 Autos. Ungefähr 50 wollten drauf. Die Straße 2,50m breit, Abhang. Na gut. Ich hätte jetzt bitte gerne sofort ein Klo, war viel wichtiger als ein Parkplatz und wenn wir schon beim Wünschen sind, hätte ich jetzt auch gerne einen DeLorean von Marty McFly. Wir bekamen dann ohne Schrammen irgendwann einen Parkplatz. Fehlte noch ein Klo. Kennt ihr das? Gefühlte Millionen Menschen um einen rum, Büsche, von denen man denkt oh fein, dahinter ist sicher ein Plätzchen und dann gehste nachsehen und dann kommen dir 10 Menschen entgegen? Überall Wege, nix mal unbeobachtet. Ok, also erstmal zum Aussichtspunkt:
und da war er wieder, dieser Mein Gott sind wir klein in dieser großen Welt voller toller Natur-Gedanke
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Zu dem Zeitpunkt war mir gar nicht klar, dass wir die Wolkenwelle nochmal von sehr nah sehen würden...
Es gab da ein paar Bauarbeiter, die hab ich dann nach einer Toilette gefragt. Da guckt mich einer an, breitet die Arme aus und sagt:"Das ist hier ein ganz großes Klo!"
Ok, wie lange brauchen wir bis unten? Mindestens 2 Stunden. Da bin ich geplatzt. Die Jungs hatten da ja kein Problem, mehrere Mädels liefen wie die Hühner durch die Gegend, es ging uns allen gleich. Zurück am Auto dann einfach die Autotür auf, bisserl für Sichtschutz gesorgt und husch. Ist halt ein großes Klo da oben
Ach ich vergaß: Temperatur da oben übrigens 25 Grad, perfekt für so ein Cabrio ...
Den Weg zurück auf der anderen Seite des Bergs wieder Kiefern- und Pinienwald und an jeder Ecke ein parkender Mietwagen mit mindestens einer Tür auf. Es ist halt ein großes ...
Hinter eine Kurve dann lautes Getöse und wild winkende Hände: Der andere Beetle kam uns entgegen! Die 4 sahen wir noch an der Tanke hinterher - dreckig wie ein weiblicher Eber (sorry, aber beim Absenden hab ich ne Fehlermeldung bekommen, ihr wisst, was ich meine) und offenbar von Weg abgekommen und Schotterpiste gefahren ....
Wir fuhren wieder Richtung Santa Cruz und wollten noch in Tazacorte vorbeischauen, sollte schön sein da. Tazacorte sahen wir dann von oben und dachten och, da sind wir flott unten:
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von wegen, flott ist da gar nix. Serpentinen ohne Ende, es dauert einfach alles. Wir sind dann durch Tazacorte durchgefahren und nicht mehr zum Hafen, weil ich Schiss hatte, dass wir das zeitlich nicht schaffen alles. Wir mussten ja serpentinentechnisch noch einmal komplett über die Insel und waren schon locker 7 Stunden unterwegs. Für 100km übrigens.
Aus Tazacorte raus kamen wir der Wolkenwelle die wir von oben schon so bewundert hatten immer näher.
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Wow, gleich ist die Sonne weg. War sie. Aber nicht weil wir wie wir dachten wir fahren quer durchs Gebirge total romantisch und serpentinisch zurück, nö, wir hatten keine Chance, wir mussten rein in den Tunnel Argh! Und schwupps, waren wir wie bei Gleis 9 3/4 nur wenige Kilometer von Santa Cruz entfernt. Hey shit, war noch viel zu früh!
Und nu? Wir entschieden uns für Strand. Erstmal in sicherer Entfernung bleiben.
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ein hübscher kleiner Strand, wenn ich mir aber vorstelle, dass diese ganzen Hotels und Appartments drumherum dort hin wollen, na hoppla, dann ist es da aber eng:
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Wir fuhren mit dem Auto zur Tanke, trafen die 4 aus dem anderen Beetle, die gerade dabei waren den Wagen sauber zu machen und fuhren zurück zum Schiff. Ach da war ja was: Die Rampe Wir hatten einen Spaß. Und alle anderen mit uns auch. Gott war ich froh als ich da oben war.
Auf dem Weg in die Kabine sind wir prompt in der Eisbar vorbeigestolpert und haben es uns auf dem Balkon gemütlich gemacht
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Auslaufen war für 19 Uhr geplant. Und was darf man um 19 Uhr? Na klar: Hupen
An diesem Abend kamen erste Ideen auf: Wir verstecken uns, wir fahren einfach nochmal rum, wir ziehen um, und dann haut die Hoffnung der Realität voll in die Fresse: Wir müssen sparen
marielaurin Habt ihr denn einen neuen Partner gefunden?
ja, haben wir, sie sitzt schon so lange im Tierheim und da bei uns immer alles Asyl bekommt das sonst keiner will, zieht sie Freitag ein. Es ist ein Schaf namens Emma
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Aus Valle Gran Rey haben wir uns dann leider verabschieden müssen. Ob das nun ein Ort ist in dem man Urlaub machen will lass ich mal dahingestellt, aber es war sehr schön dort.
Auf dem Rückweg fuhren wir so ganz gemächlich die Serpentinen hoch, da kam uns ein Haus entgegen, das war Mooooooment, das hatten wir im Fernsehen gesehen! Es war der Mirador Cesar Manrique, da haben wir natürlich prompt wieder angehalten. Wunderschöner, in der Natur verschwindender Bau, leider geschlossen weil wieder mal der Pächter gewechselt hat. Von der Aussichtsplattform aber konnte man wunderschön ins gesamte Tal blicken und auch das Restaurant sehen, das am Steilhang mit einer Riesenfensterfront irgendwie dahin gebaut wurde. Leider habe ich her von warum auch immer kein Bild.
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Auf unserem Weg zurück nach San Sebastian kamen wir noch in Agulo vorbei. Kannte ich vorher nicht aber der Göga meinte, man müsse da halten. Dafür war ich halbdankbar, weil direkt gegenüber des kleinen Parkplatzes war eine urige Kneipe, die hatten bestimmt eine Toilette
Wir machten uns auf den Weg ins Stadtinnere und waren beeindruckt von den hübschen Häuschen. Es war supersauber dort, offenbar wird hier noch Dorfpflege betrieben. Das Rot zog sich durch das gesamte Dorf, überall Sitzmöglichkeiten, wirklich sehr sehr hübsch. Wir lasen dann, dass Agulo das Sahnetörtchen Gomeras ist.
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Jeder Garten ist mit Bananen oder anderen Obstbäumen gepflastert, hier merkt man, dass man wie auf der restlichen Insel auch, hauptsächlich Selbstversorger ist, ein paar Hühner und fertig.
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und ich dachte ich guck nicht richtig, aber ich hab einen Weihnachtssternbaum entdeckt, ein großer, leider nur wenig belaubter Baum. Wenn man sich vorstellt, dass man seine Kinder hier maximal ein paar Monate pflegt und dann haben sie keine Chance mehr, ich kenne keinen Weihnachtsstern der länger überlebt hätte (deswegen hab ich auch keine )
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Dieses Dorf ist wirklich sehenswert, nur leider war es ziemlich ausgestorben. Wenn ich mir dieses Fleckchen Erde voll mit Leben, Kinderlachen, Hundebellen und alten Nachbarn die mit Kissen im Fenster bloß nix verpassen wollen und andere am Zaun lästern vorstellen darf: Hier würde ich bleiben wollen.
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Es gibt hier einige Casas Rurales, das sind alte Landhäuser die im alten erhaltenden Stil renoviert wurden und oft als Ferienunterkunft vermietet werden. Das ist sicherlich auch was als Unterkunft außerhalb der Touristenhochburgen, wenn man diese Minidörfer überhaupt so nennen darf.
Zurück nach San Sebastian nahmen wir mit jeder weiteren Kurve Abschied von der kleinen Insel, die uns so beeindruckt hat. Hier hat es mir sehr sehr leid getan, dass man schon wieder weg muss.
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Hey, aber müssen wir ja gar nicht! Wir haben noch ein paar Stündchen Zeit um uns San Sebastian anzusehen! Das Auto haben wir wieder zurückgebracht und sind dann noch in die "Stadt" gegangen:
Erstmal erwarteten uns im Hafenbecken Fisch ohne Ende
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Der Turm Torre del Conde. Er steht in einem kleinen parkähnlichen Gebiet direkt in der Stadt und wurde um 1450 gebaut, weil er der herrschenden Hab-ich-vergessen Schutz vor den aufständischen Ureinwohnern bieten sollte. Aufständisch waren sie, weil die Dame sie benutze und nicht wirklich gut behandelte, hauptsächlich als Sklaven für sonstwas. Offenbar lebt sie jahrelang in diesem Turm.
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Und weil wir alle so traurig waren hat TUI natürlich direkt reagiert und zur unchristlichsten Zeit überhaupt ein Schokoladenbuffet mit 50.000 Freikalorien für jeden Gast gezaubert
entschuldigt dass ich hier nicht zügig weitergeschrieben habe, der Donnerstag war dann ziemlich überschattet. Unser altes Kaninchen hat nach der erfolgreichen OP plötzlich schlimm abgebaut und sie ist Donnerstag Abend gestorben. Dann folgen ja so Sachen wie Krematorium und allein bleiben soll und darf ihr Partner auch nicht. Dann sind wir Samstag und Sonntag durch die Tierheime getingelt ... wie das so ist dann.
Jetzt kann es aber weitergehen hier:
Wo war ich denn eigentlich stehen geblieben? Im Nebelwald glaub ich.
Wir sind dann nach eineinhalb Stunden Spazieren gehen und Orks suchen aus dem Nebelwald wieder raus und schwupps, schönste Sonne, warm.
Die Straßen sind echt der Hammer. Natürlich haben sie keine Frostschäden dort, aber so tolle Straßen sieht man bei uns selten. An jeder Ecke sind Aussichtpunkte angelegt, sehr hübsch gemacht und mit vielen Informationen rund um das was gerade dort wichtig ist/war.
Unser Ziel war Valle Gran Rey, da wollten wir mal gucken.
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An dieser Straße direkt unterhalb der Kirche gibt es einen Friedhof, der der als nächster hinfährt macht mir ein paar Fotos ja? Ich wollte sooooo gerne auf einen Friedhof, aber wir haben dann leider keinen Parkplatz gefunden und um die nächste Ecke ist man schon gefühlte 50 Höhenmeter tiefer und es gibt natürlich auch keine Bürgersteige oder Treppen dorthin, ist ja keiner so drauf und läuft da - bis auf die Touris
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unten angekommen haben wir uns durch das kleine Zentrum gewühlt und sich Richtung Hafen gefahren. Hafen ... also da wo zwei Boote liegen, ein paar mehr waren es dann schon.
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Mitten am Fährhafen ist eine Fischerbude bei der man sonnengeschützt draußen sitzen kann, so 20 Tische haben sie draußen. Sieht auf den ersten Blick aus wie eine Lagerhalle. Hier haben wir ein Sandwich, das wir größentechnisch völlig falsch eingeschätzt hatten, weil es kostete 2,40 Euro und wir dachten an was Kleines, da kommt da so ein Monsterteil mit pulled chicken Wir hatten eine Cola, einen Milchkaffee, ein mittelgroßes Baguette mit Mojo (das hätte ich gerne 3x hintereinander bestellt, leeeeeecker), dieses Monstersandwich und eine Monsterpommes. Und sollten 7,80 bezahlen. Wir haben das dann großzügig aufgerundet, es war wirklich megalecker und der Platz ist wunderschön. Alt, sehr alt, das sieht man überall, aber so typisch Fischerhaus, bisschen viel chaotisch, Mittelalterklo. Diese Theke ... so eine bunte Mischung aus Orangen, diversen bunten Softgetränken und Kraken. Passt ja auch thematisch alles super zusammen in eine Theke, aber das ist da so. Was hab ich eigentlich für Vorstellungen von Ordnung und Sortierung? Die sollte ich mal überdenken. Orange, Softgetränk, Krake - offenbar alles was man da braucht. Es gehen Pommes mit kompletten Babykraken raus, also wer da zart besaitet ist, besser nicht auf andere Teller gucken ...
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Wir haben hier bestimmt eine Stunde verbracht, dem Treiben der Menschen zugesehen, schön war, dass hier nicht nur Touris waren sondern auch Einheimische und drei der alten sonnenkonservierten Hippies.
Wir haben hier eine schöne Zeit verbracht und uns ein wenig von der Ruhe und Gelassenheit "mitreißen" lassen, völlig anders als der Nebelwald .- und nur wenige Kilometer weiter. Da ist uns zum ersten Mal richtig bewusst geworden wie unterschiedlich da alles ist. So eine große Artenvielfalt, so unterschiedlichste Vegetation auf so kleinem Raum. Großartig.
Ich glaub ich wurde Seilbahn und Korbschlitten wählen.. ob’s mir gefällt, weiß ich erst hinterher
Und ich habe auf Seilbahn bestanden, weil ich Seilbahn auch aufgrund der anderen Perspektive viel interessanter finde als alles auf dem Boden. Ich wusste auch erst hinterher, dass ich offenbar zu alt bin für sowas
Einen wunderschönen guten Morgen zauberhaftes La Gomera!
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dass du mir so gut gefallen würdest wusste ich vorher auch nicht.
Wir hatten vorher ein bisschen Tante Google bemüht und haben schnell rausgefunden, dass man eigentlich gar keinen Plan haben muss, weil es eh nur eine Straße gibt. Verfahren ist also nicht, immer rum. Es gibt in die einzelnen Täler dann Stichstraßen, aber auch die muss man ja wieder zurück wenn man das Tal verlassen und dabei nicht nass werden will.
Noch zu Hause hatten wir uns ein Auto gemietet. Der Vermieter ist direkt im Hafengebäude, keine Suche, keine Probleme. Wir bekamen einen Opel Zafira, weil der "gut die Berge hochkommt", na gut.
Gomera sah vom Schiff schroff aus, felsig und sehr trocken irgendwie.
Wenn man aus dem bewohnten und sehr schön bepflanzten (und gegossenen) San Sebastian rausfährt, merkt man, man hat sich getäuscht. Hier ist nix felsig, natürlich gibt es Felsen, allerdings sind die mit relativ niedrigen Sukkulenten bewachsen, das geht so in Richtung Bodendecker, die man aus der Ferne nicht als solche erkennt.
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Wir fuhren einfach diese Straße weiter und die Vegetation änderte sich praktisch hinter jeder Kurve. Und davon gibt es verdammt viele. Der "Nebel", die Wolken kamen uns immer näher, die Sonne verschwand und es legte sich eine gespenstische Schicht über Palmen, Sukkulenten und uns. Das war schon ein wenig Gänsehaut irgendwie, sehr hübsch anzusehen, wie der Wind nicht nur uns durchpustete, sondern die Wolken an und knapp über uns vorbei drängte, so dass man mitten im Nebel stand. Hier hätte man Herr der Ringe drehen sollen! Und ich sah schon die Orks um die Ecke warten ...
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Dennoch gab es, wenn man sich und dem Nebel wenig Zeit ließ, immer wieder so kleine "Fensterchen", d.h. an manchen Stellen wurde der Nebel wieder weniger und man sah scharf mehrere hundert Meter weit, dann kam der nächste Windstoß und man war wieder drin in der Suppe. Der Wind ist echt nicht zu unterschätzen, das pustet einem die Haare vom Kopf. Und man braucht ein Jäckchen.
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Weiter die nebelige Straße entlang, hörten Palmen und Sukkulenten auf und man fuhr plötzlich durch einen Wald, der so dicht ist, dass man wirklich Orks erwartet. Oder wenigstens ne Fee ... unglaublich. Bäume über Bäume, alles Lorbeer und alles mit Moos und Flechten überwachsen. Dieses Grün ist grüner als grün, das kann man sich nicht vorstellen, kommt auch leider auf den Fotos nicht so raus.
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Es gibt zig Parkplätze mit Picknickplätzen und vielen vielen Wanderwegen. Wir hatten Zeit, so groß ist Gomera ja nicht und wollten ein wenig die Ruhe und die Natur genießen. Wir gingen dann einfach drauf los, einen Rundwanderweg mit 4km.
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Auch hier keine Menschenseele trotz übervoller Parkplätze, aber Vögel, die sich offenbar viel zu erzählen hatten. War richtig laut im verwunschenen Wald. Hier waren wir echt froh, dass jeder von uns eine Jacke dabei hatte, denn es waren nur noch 9 Grad unter der dicken Nebelschicht.
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Diese Bäume ... ich kann da einfach nur stehenbleiben und gucken. Man entdeckt viele Spinnennetze, es tropft an jeder Ecke, es ist so ergreifend schön und in sich ruhig und stimmig, dass man wieder voller Erstaunen und Ehrfurcht vor dieser Natur steht. Wir sind so klein - und so gefährlich für die wunderschönen Dinge, die die Natur zaubern kann.