Beiträge von keseburg

    Schottland nicht mit dem Schiff, geht das überhaupt?

    Moin aus Bremen. Die Idee Schottland zu bereisen, besteht schon eine Weile. Eine meiner Töchter (T2) lebt schon ein Weile in London und hatte mal vorgeschlagen, uns mit dem Auto von Destille zu Destille zu fahren. Sie kann links und mag keinen Alkohol, wir haben Respekt vor links und interessieren uns für Whiskey, das passte doch gut zusammen. Unsere andere Tochter (T1) wollte dann auch noch gerne mit.

    Das erste Problem war es, einen Termin zu finden. T1 hat mehr berufliche Termine, darauf konnten wir aber gut Rücksicht nehmen. Los geht es am 04.06.2022 und zurück in Deutschland müssen wir wieder am 20.06.2022 sein. Ich bin gespannt, was wir uns alles ansehen können, ob wir am Ende genug Seetage hatten und nicht nur Besichtigungsstress.

    Aber erst einmal müssen wir nach Edinburgh hinkommen und auf dem Weg T2 in London abholen. T1 (macht in Klimaforschung) wollte auf jeden Fall mit dem Zug anreisen, das hat schon einmal sehr gut geklappt, war aber etwas langweilig. Anfangs wollten wir noch Fliegen, fahren jetzt aber auch mit dem Zug (wir Schleimer ;) ). Die DB App schlug Interrail vor, was ich in meiner Adoleszenz nie gemacht habe. Schade eigentlich, doch damals hätte ich mich das nie getraut, hatte auch keine Zeit, geschwiege denn Geld dafür. Mit 60+ ist man da schon Senior und zahlt etwas weniger fürs Ticket. Unsere Wahl fiel auf vier Fahrten innerhalb von vier Wochen: Einmal Bremen - London, London - Edinburgh und zurück. In Brüssel haben wir zwei Stunden Zeit zum Umsteigen und können dort auch noch ein wenig schauen und vielleicht auch eine belgische Hopfenspezialität genießen.

    Anfangs hatte ich eine Rundreise geplant, mit zu viel Kofferpacken, da bekam ich schon beim planen Pickel. Aber jetzt werden wir jeweils 4 Nächte in Edinburgh, Inverness und Brora (an der Ostküste) in Appartements verbringen. Von dort werden wir dann unsere Must Sees anfahren, hoffentlich Geocachen (First of Scotland!) und reichlich Meilen hinter uns bringen. Nur die letzten drei Tag sind noch ausgereift. Da könnte ich mir noch Glasgow vorstellen.

    Die ersten Tage in Edinburgh haben wir noch kein Auto, mit ÖPNV und zu Fuß sollten wir gut aufgestellt sein. Danach müssen wir mit einem Nissan X-Trail o.ä. auskommen. Kleiner darf der Wagen nicht sein, sonst kriegen wir uns vier und das Gepäck nicht unter.

    Wenn hier Interesse besteht, werde ich gerne berichten und hoffe so ganz nebenbei auch noch auf den einen oder anderen Tipp. Ich habe zwar schon so einiges auf dem Zettel, aber da geht noch was oder bestätigt meine Wunschliste.

    uschisiggi auch von mir besten Dank für den tollen RB.

    Die Einlegesohlen habe ich schon (fürs Stadion), dazu einen Schlafsack mit Ärmeln, Softshellhose und eine USB Heizdecke, kann also losgehen. Aber wie einige schon berichteten, das Ehegespons mag nicht in die Kälte :( Aber ich finde schon jemanden zum mitreisen und hoffentlich hat die eine oder andere Reederei den hohen Norden auch im Winter 22/23 im Programm. Das Cruise Center in Bremerhaven weiß immerhin zu berichten, dass die Saison dort nicht im Oktober endet :)

    Danke für eure netten Worte.

    Neben diversen Mitbringseln, ist auch eine dicke Erkältung mit nach Hause gekommen. Ein Selbsttest am Sonntag und einer im Testzentrum sind negativ! Bei den wenigen Beschränkungen in Holland und Belgien, habe ich mich nicht als deutsche Touristin geoutet und des öfteren in Geschäften keine Schnutenpulli ausgesetzt. Und war daher auch ein wenig bang. Zum anderen war das Wetter allerdings auch dafür geeignet, sich was einzufangen.

    Cree jetzt, wo du es erwähnst, fällt mir wieder ein, was ich noch erwähnen wollte. Fieber würde nicht mehr gemessen und mir ist nicht aufgefallen, dass jemand erkrankt ist bzw. isoliert wurde.

    Der light Lunch hat mir auch gut gefallen, den kannte ich so noch nicht.

    Am hinteren Ende vom Oriondeck ist anscheinend noch ein Raum mit Außenbestuhlung, der normalerweise auch als Restaurant genutzt werden kann. Zur Zeit ist er nur ein zusätzlicher Aufenthaltsraum. Auf unserer ersten Reise im September 20 hatten wir eine Kabine ein Deck drunter, das habe ich den überhaupt nicht wahrgenommen. Dieses Mal ist mir das Licht am Ende des Tunnels aufgefallen.

    Kleines Fazit

    Trotz des Wetters und der Umroutungen, war es für uns eine sehr schöne Reise. Das Essen war toll, die Crew sehr aufmerksam, die Ausflüge von Phoenix gut organisiert. Außer uns wollte niemand ein Fahrrad ausleihen, sodass wir immer zwei bekommen konnten.

    Das nächste Mal speichere ich mir die Notfallnummer von der Landgangkarte, damit das mit der verfrühten Abfahrt nicht wieder an mir vorbeigeht 🥴

    Mein Mutter hat sich ebenfalls sehr wohl gefühlt. Besonders das Essen mit festem Tisch hat ihr gut gefallen. Da konnte Mein Schiff vor vier Wochen leider nicht mithalten.

    Nach den Abendessen haben wir uns meist verabschiedet. Der Alleinunterhalter war nicht wirklich unser Fall und in der Lounge/Bar auch noch ziemlich voll. Da sind wir noch nicht mutig genug.

    In Holland und Belgien trägt keiner mehr Maske, auch in den Ausflugsbussen ist das keine Pflicht mehr. Das ist ganz schön, aber wenn's voll wird, setze ich sie doch gerne wieder auf. Ich bin gespannt, ob ich, außer Schokolade, noch was anderes mitgebracht habe.

    Da uns einige Häfen entgangen sind, kann ich mir sehr gut vorstellen, diese oder eine ähnliche Tour ein weiteres Mal zu machen.

    Der Tag der Abreise begann eine halbe Stunde früher. Ab sieben sollten auf dem Weg zum Frühstück die Koffer rausgestellt, ab halb neun die Kabine geräumt werden. Um halb zehn kommt dann der Bus, um uns zur Globus Garage zu bringen. Die Zeit verbringen wir noch in der Lounge bis es soweit war. Wir haben uns ganz hinten im Bus Plätze ausgesucht, sind als letztes ausgestiegen und haben den Wagenschüssel ebenfalls als letztes in Empfang genommen. Wer hier die/der erste sein musste, hatte ggfs schlechte Karten, weil der Wagen noch zugeparkt ist. Es wurde sich auf jeden Fall schon aufgeregt über die enge Parkerei seitens Globus. Mit ein bisschen Geduld löst sich das ganze dann irgendwann wie von selbst auf.

    Viertel nach zehn ging's vom Hof und um zwei waren wir schon bei meinen Eltern kurz vor Bremen. Das war, wie die Hinfahrt, wieder sehr entspannt.

    Den Rest des Sehtages haben wir die Aussicht genossen. Ab und zu waren sogar Konikponies zu sehen, die als Landschaftsgärtner eingesetzt werden.

    Später gab es dann Informationen von Kreuzfahrtdirektor Uli zur Abreise. Man sollte sich nicht wundern, wenn die Rechnung geringer ausfiel, als gedacht. Phoenix hatte uns wegen der Unannehmlichkeiten 79€ aufs Bordkonto gutgeschrieben. Da blieb bei uns nichts zu zahlen übrig. Und Phoenix würde noch was drauflegen, das würde dann schriftlich kommen.

    Dann wurde es Zeit, sich fürs Galadinner fertig zu machen und den Koffer zu packen. Das würde eine Herausforderung werden, weil ich Diverses eingekauft hatte. Wir waren ja mit den Auto da ....

    Vor den Galadinner gab es noch einen Sekt in der Lounge und der Kreuzfahrtdirektor, der Kapitän und der Hoteldirektor sagten noch ein paar Worte, entschuldigen sich ein weiteres Mal und stellten die Crew vor. Reichlich unterbesetzt hat die Crew einen sehr guten Job gemacht.

    Vor der Speisekarte mussten wir nur beim Hauptgang wählen

    Omelette Surprise ist das zwar nicht, aber Baked Alaska geht immer. Dieses Mal ohne Wunderkerzen

    Zur Krönung dann noch einen tollen Sonnenuntergang

    Heute waren wir denn doch einmal beim Mittagessen. Und das nicht nur zu Dokumentationszwecken. Kochen können sie auch mittags

    Rübenwurzelsalat oder auch rote Bete

    Schon wieder eine heiße Suppe

    Und für mich den Sauerbraten. Vor Jahren habe ich mal einen selbst gemacht, das war aber nichts. Dieser war wunderbar mürbe

    Die Vol au Vent sollen auch geschmeckt haben

    Und ein Eis geht immer. Die Portionen schienen insgesamt größer als beim Abendessen zu sein.

    Gornichem erreichen wir nach einer ruhigen Nacht schon um halb acht. Wir bleiben aber trotzdem bis 11:30.

    Da ist noch Zeit für ein kleines Frühstück und einen Kaffee.

    Der Ort ist größer als erwartet und ist auch optisch sehr nett

    Die Geschäfte machen nach und nach auch auf und ich werde morgen in Köln ganz schön zu schleppen haben. Da ist in der letzten Woche einiges zusammen gekommen.

    Der letzte kleine Freund auf der Kabine

    Vor der Abfahrt worden noch die Fenster geputzt, damit wir die vorbeiziehende Landschaft genießen können.