Es geht weiter mit meinem Reisebericht 
5. Seetag, 13.08., sonnig, 28 Grad
Der Seetag beginnt wie so viele davor um Viertel vor 8 mit einem Kaffee und einem Buch auf unserem Balkon. Noch ein letztes Mal diese Ruhe hier zu genieißen, dem Schraubenwasser zuhören und den Blick sich am Horziont verlieren lassen...
Ich lasse meine Familie also ausschlafen und wir gehen dann gemütliche zum frühstücken. Wie immer draußen.
Dabei fällt mir ein, dass wir am ersten Seetag auch einmal im Atlantik Mediterran zum frühstücken waren. Grund war hierfür, dass wir gerne ins Atlantik gehen wollten und das Klassik das Frühtstück bereits um 10.00 Uhr beendet hat und das Mediterran erst um 10.30 Uhr.
Es war zunächst schön und gemütlich, weil es hier überhaupt nicht voll war und es dieses "einer ist immer weg" wie beim Buffett, nicht gab.
Trotzdem haben wir es nicht wiederholt. Es hat uns letztendlich einfach zu lange gedauert und es war aufgrund der Basisaussattung für uns zu wenig individuell. Wir empfanden es für uns auch eher mühselig, das weitere wie Müsli, Croissants, Saft, Eier... alles einzeln zu bestellen, den Wurstteller abzustellen, war quasi fast nicht möglich und die Eierspeisen haben sehr lange gedauert. Irgendwann war ich dann auch statt entspannt mehr verspannt und das ist ja nicht Sinn der Sache.
Der Vormittag endet mit einem alkoholfreien Cocktail wieder auf dem Balkon und um 12.30 Uhr ist wieder Volleyball spielen bzw. zugucken angesagt.
Der Kapitän erklärte in seiner morgendlichen Begrüßung, er wolle ganz langsam und gemütlich nach Bremerhaven fahren, wo wir dann gegen 5.00 Uhr an der Pier festmachen würden.
Beim Volleyball zuschauen fiel mir auf, dass irgendetwas anders war als noch vor 1-2 Stunden. Wir fuhren mit vollen Maschinen, es war laut am Deck und offensichtlich fuhren wir sehr schnell.
Irgendwann kam die Durchsage, dass wir eine medizinische Ausschiffung vornehmen müssten und man sich daher entschlossen hätte, zwei weitere Maschinen zu starten und mit voller Geschwindigkeit direkt nach Bremerhaven zu fahren. Dort würden wir gegen 21.30 Uhr erwartet werden.
Auch auf der Kabine konnten wir über das Bordprogramm den Notruf der Crew hören, in der der Notfallcode genannt wurde und auch die Kabinennummer durchgegeben wurde. Ob das ein Versehen war, dass die Durchsage in den Passagierkabinen abzurufen war, weiß ich allerdings nicht.
Das hinterließ zunächst ein beklemmendes Gefühl. Es war eigenartig, als es gefühlt plötzlich nur noch darum ging, einfach nur noch so schnell wie möglich nach Hause zu fahren, um jemanden medizinische Versorgung zukommen zu lassen.
Wir gehen dann auch langsam auf die Kabine und packen unsere Koffer (ich habe wirklich das Angebot, "Wäschesack 19 Euro.." vermisst) . Koffer packen geht total schnell und so sind wir pünktlich am Nachmittag hier:
Und ganz schön leer ist es auch..
Später gibt es noch eine letzte Runde Shuffleboard und mein Mann schaut noch einmal beim Black Jack vorbei.
Das Abendessen genießen wir wie immer draußen und erleben einen weiteren traumhaften Sonnenuntergang. Wieder einmal geht mir der Liedtext, der für mich als Motto und Glücksbringer (war nötig..) für diese Reise galt "Alles ist Jetzt" von Bosse durch den Kopf und ich bin einfach nur dankbar, dass wir diese Reise antreten konnten. Wir haben wieder tolle Eindrücke gesammelt und Erinnerungen geschaffen.
Es wird langsam voll auf dem Meer, man merkt, dass wir uns Bremerhaven nähern...die Containerschiffe stehen quasi in Warteschlange