Seit der weiter oben erwähnten Nordkap-Reise im Februar 26 mit der MS3 gehe ich übrigens nur noch mit Handy (und im Winter mit dicker Jacke) auf den Balkon.
Hintergrund: Aussperren kann schneller passieren, als man das so im Allgemeinen denkt.
An dem besagten Tag lag der Wind extrem auf unserer Schiffseite und daher konnte man die Tür zum Balkon nicht offenstehen lassen, denn dann fauchte der Wind durch die Kabine und die Tür "heulte". Als ich einmal rausging, machte ich also hinter mir die Tür zu. Und bekam sie ein paar Minuten später nicht mehr auf. Sie ließ sich nicht einen Millimeter bewegen.
Mein Mann stand unter der Dusche und es war eiskalt da draußen... ich hatte nur Winterklamotten an, keine Jacke, weil ich eigentlich nur kurz ein wenig Luftschnappen wollte.
Was war ich froh, als mein Mann aus der Dusche kam, sein Blick auf mein energisches Klopfen an der Balkontür war Gold wert
Aber auch er bekam die Tür nicht wieder geöffnet. Nein, wir sind nicht zu blöd, Balkontüren zu öffnen...
Anruf bei der Rezeption und ein Haustechniker kam und befreite mich nach kurzer Prüfung des Hebels sehr ungewöhnlich: Er sprang regelrecht mit der Schulter an die Scheibe und drückte sich dann mit vollem Körpereinsatz dagegen, so ließ sich die Tür tatsächlich bewegen.
Erklärung: Die Türen werden auch mit Unterdruck verriegelt. Bei starkem Wind kann es passieren, dass sich die Türen so festsaugen (auch ohne dass sie verriegelt sind), dass man sie nicht mehr bewegen kann und dann hilft nur Gegendruck von innen, um die Tür öffnen zu können.