04.11. – Ab- und Heimreise
Wie schon beschrieben, war uns das frühe Kofferpacken und –bereitstellen
am Vortag bis 21 Uhr zu ungünstig; deswegen
- nach Verpacken der letzten Kofferutensilien nahmen wir unsere Koffer
und schafften diese von Bord ins Terminal. Dabei begegneten wir neuen Gästen,
die wahrscheinlich (genau wie wir) am Anreisetag froh waren, die
entgegengesetzte Richtung aufs Schiff zu nehmen. Danach nochmal kurz in die
Kabine zum Frischmachen und dann mit Handgepäck erstmal zum Frühstück zum
Anckelmann und dann noch etwas Dösen in der LUMAS-Bar.
Abreise-Aufrufe gibt es
ja nicht mehr, und schon vor der Transferzeit um 11 Uhr standen genügend Busse,
die alle Abreisenden in ca. 20min zum Flughafen brachten. Kurz nach Ankunft im
Terminal öffneten auch schon die Schalter. Leider hatten wir es diesmal mit
einer Dame zu tun, die entweder sehr intensiv darauf achtete, ihre Mimik nicht
zu verändern oder ihre Arbeitsgeschwindigkeit ihrer Mimik anzugleichen. Beides
war leicht über „Null“, mehr aber auch nicht. Dann fiel auch noch kurzzeitig
der Buchungs-PC aus (ich dachte schon etwas an Sabotage; Gäste hinter uns
einigten sich recht schnell darauf „Dann bleiben wir eben noch eine Woche hier“)
und nach fast 30min hatten wir 2 Koffer aufgegeben und hatten unsere
Bordtickets in der Hand.
Bording war um 13:45 Uhr (Abflug 14:25 Uhr), also
wollten wir noch etwas den Flughafen erkunden. Wer sich nicht auskennt- lasst es
bleiben; man kann sich schnell verlaufen. Aber auch hier sind meine Erwartungen
nicht erfüllt worden. Nach allen und mehrfachen Schauen einer Doku- Reportage
über diesen Flughafen bei DMAX wartete ich wiedermal auf den Wow-Effekt, blieb
aber auch diesmal wieder irgendwo hängen.
Mit der automatisch gesteuerten Terminal-Bahn ging es dann zum Abflug-Terminal, wo wir unser Gate recht schnell erreichten. Sicherheitskontrolle ging ohne Komplikationen und flott, dann noch Einkauf bei Duty free und in der ersten Wartehalle – na??? Klar, Warten auf den Boarding-Aufruf. Der kam dann auch irgendwoher (schlecht verständlich), aber gemäß der Gruppendynamik schlossen wir uns an und – es ging in den nächsten Warteraum 1 Stock tiefer. Dort warteten wir nochmal ca. 20min, bis es dann an Bord einer A380-800 von Emirates Airlines ging.
Wie schon der Hinflug – wir hatten auch beim Rückflug nix zu meckern. Der Flugkapitän machte uns auf mögliche Kapriolen beim Landeanflug aufmerksam (Windboen, starker Regen); aber er machte seine Sache so gut, dass wir davon fast nichts mitbekamen. Pünktlich angekommen dauerte es natürlich noch etwas, bis wir auch endlich den Flieger verlassen konnten. Durch schier endlose Korridore und Gänge ging es dann zur Gepäckausgabe. Selbst nach Öffnung eines 3. Kofferbandes dauerte es hier nochmal ca. 40 min, bis wir beide Koffer wieder in Besitz nehmen konnten. Diesen Zeitpuffer hatte ich bei unserer Zug-Heimfahrt mit einkalkuliert; nicht aber:
- das Warten und die längere Fahrt des Shuttlebus vom Terminal 2 zum
Fernbahnhof Frankfurt. Wer immer noch in Erinnerung hat, dass es früher doch
mit Rolltreppe und paar Gängen – max. mit der Terminalbahn – recht flott geht,
sollte sich bis auf Weiteres von diesem Gedanken verabschieden. Außerdem sind
es keine Gepäck-Busse, sondern normale Gelenkbusse; d.h. ohne Gepäckregale. Man
stelle sich nunmehr die Ankunft mehrerer hundert Fluggäste vor, die aus einer A
380 entstiegen und mit ihrem Urlaubsgepäck nur noch nach hause wollen. Deswegen
sind die Gänge im Bus nicht breiter…
Naja, ich erspare Einzelheiten; Luft zum
Optimieren der Gästezufriedenheit gibt es hier jedenfalls. Aber es ging noch
weiter; denn schon auf dem Weg zum Bahnhof (wir fuhren schon 20 min [wenn er
noch weiter fährt, könnte er uns direkt in Mannheim absetzen
…]) sagte mir die
freundliche DB-App, dass unser gewünschter Zug nach Hause ersatzlos gestrichen
wurde
. Als Option bot mir das Teil dann ca. 50min später eine Fahrt mit einer
Regionalbahn erstmal nach Frankfurt Süd an, wies mich aber schon darauf hin,
dass es dort einen Notarzteinsatz am Gleis gäbe
.
Die nächste Verbindung nach
Hause wurde auf der Tafel auch schon mit 60min Verspätung angezeigt.
Jetzt
spielte ich mal wieder die „Kinder-Karte“ aus![]()
Schließlich hatte unser Junior
und Neustudent seit kurzer Zeit den Führerschein und nach kurzem Breefing und
dem Studium der nächsten Reisemöglichkeiten klärten wir folgende Reihenfolge:
- kurze Einkehr bei Burger K.
- Fahrt mit dem nächsten ICE (1,5h später als geplant) nach Mannheim
- Abholen dort durch Junior mit Auto von Mama (meins blieb stehen, wo ich es abgestellt habe!)
Genauso war es dann auch und statt 21 Uhr waren wir dann müde nach 23 Uhr zu hause, was unser Hund mit Freude zur Kenntnis nahm.
Gelernt haben wir daraus nun Folgendes: Rail & Fly mag toll klingen, hat sich bei uns nun mehrfach nicht bewährt, so dass wir künftig unseren Transfer wieder selbst in die Hand nehmen.
Dieser Abschnitt wurde länger als gedacht – sorry dafür
– das Fazit hält sich dafür in Grenzen.