Tag 8 Seetag und Tag 9 Abreise
Zum Abschluss der Reise stand nochmals ein letzter Seetag Richtung Hamburg auf dem Programm. Da das Wetter erneut sehr gut war (20 Grad, Sonne) nutzten wir die Zeit nochmals zum Entspannen auf dem Sonnendeck. Während des Tages gab es einzelne Programmpunkte wie die Nautisch-Technische Fragestunde, ansonsten blieb es auf dem Schiff überwiegend ruhig. Am späten Nachmittag stand leider bereits das obligatorische Kofferpacken an, bevor wir noch den Abend an Bord entspannt ausklingen ließen. Gegen 22 Uhr erreichten wir gemeinsam mit der AIDAprima die Elbmündung vor Cuxhaven und begaben uns dann langsam elbaufwärts.
Früh am Morgen machten wir dann am Kreuzfahrtterminal in Altona fest. Von Deck konnte man die Prima in Steinwerder beobachten, während die Vasco da Gama direkt vor der Elbphilharmonie an der Überseebrücke festmachte. In zwei Jahren können dann auch endlich wieder größere Schiffe an den Landungsbrücken entlang bis zur Elbphilharmonie fahren, wenn das neue Terminal in der HafenCity endlich fertiggestellt wird. Das möchte ich auch noch einmal miterleben
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Kabine
Während dieser Reise wurde uns im Plustarif erstmals eine Heckkabine auf Deck 10 zugeteilt. Der Balkon ist ein wenig breiter als bei regulären Balkonkabinen, aber nicht wesentlich tiefer wie zum Beispiel die Heckkabinen auf den unteren Decks. Während der Fahrt in Norwegen merkte man durchaus den Wellengang, aber es waren keinerlei wesentlichen Vibrationen beim An- oder Ablegen zu spüren. Nachteilig bei dieser Kabine ist, dass sich die Hitze enorm auf dem Balkon staut, wenn der Wind nicht gerade von hinten kommt.
Auslastung
Auf der Reise waren knapp 2620 Passagiere und 950 Besatzungsmitglieder unterwegs. Also etwas über 100% Passagiere, während die Crew um etwa 50 Mann unterbesetzt ist. Diese fehlende Crew merkte man teilweise in den Restaurants recht deutlich. Zum Beispiel mussten 3 Kellner das komplett volle Schmankerl alleine bewirten.
Ganz Große Freiheit
Zum Kulinarischen habe ich mich hier bislang zurückgehalten, da ich dies nun etwas komprimierter widergeben möchte. Wir hatten auf dieser Reise erstmal das Paket die Ganz Große Freiheit gebucht. Nachdem hier bereits im Vorfeld viel dazu geschrieben wurde, lohnt sich, lohnt sich nicht, wollten wir dies auch mal ausprobieren.
Ein wesentlicher Pluspunkt für uns ist das tägliche Frühstück in der Großen Freiheit (Hanami). Hier ist es, gerade an Seetagen, wesentlich ruhiger als im Anckelmannsplatz oder Atlantik, und man hat eine große Auswahl an exklusiven Leistungen wie Kaviar, Egg Benedict, Orangensaft und Champagner mit dem Paket inkludiert. So ließ es sich entspannt in den Tag starten.
Zum Mittagessen nutzen wir den Anckelmannsplatz, Gosch oder die Osteria. Im Anckelmannsplatz war es wie bereits erwähnt immer brechend voll und wuselig, das Essen war auf dem Niveau der Nach-Pandemie-Zeit was Auswahl und Qualität entspricht. Neu ist seit einiger Zeit die Pasta Station, auf die ich hier bereits im Detail eingegangen bin. Im Gosch war der exklusive Hammer hervorragend. In der Osteria hatte man durch die exklusiven Getränken eine größere Weinauswahl bereits inkludiert. Auch etwa die Hälfte der Speisen ist hier exkludiert. Leider Gottes war zum x-ten mal der Große Raviolo nicht vorhanden. Da frag ich mich, ob es den jemals gab und warum er auf der Speisekarte steht, wenn er nie vorhanden ist. Das Essen wat gut, teilweise gab es Wartezeiten.
Durch das Paket bin ich Nachmittags mal dazu gekommen, die Kaffeestunde im Diamanten auszuprobieren. Hier kann man für kleines Geld (1.80€) zum Beispiel einen Kakao und Kuchen/Strudel mit Eis, Sahne etc. genießen. Irgendwie hab ich nie diesbezüglich wirklich Werbung von TUI für diese Kaffeestunde wahrgenommen. Schafe eigentlich, ist echt schön da und Aufpreis wie erwähnt sehr gering. Auch ohne Paket werde ich diese Möglichkeit in Zukunft sicherlich wahrnehmen.
Beim Abendessen nutzen wir dann jeweils die Aufpreisretaurants im Diamanten. Das Highlight war wie immer das Steakhouse, dass mit hervorragenden Speisen und sehr freundlichem Personal glänzte. Dieses Restaurant nutzen wir auch wesentlich öfter als die anderen beiden, was auch ein vorzugsgrund der GGF gegenüber des Gourmet Pakets war. Sehr profitiert man von der Ganz Großen Freiheit gegenüber dem Gourmet Paket auch im Hanami. Hier haben wir sehr viele leckere Speisen gegessen, die nicht im Ruam-Gan auszuwählen sind. Unterdurchschnittlich schlecht war (mal wieder) das Schmankerl. Die Küche scheint hier extreme Probleme zu haben. Zum einen betrug die Wartezeit auf eine kalte Vorspeise fast 1:30h und dann fehlten im Salat auch die Linsen und das Wachtelei war komplett durch. Ebenfalls war die Ente komplett übergart, die Pommes dafür noch halb roh und das Schnitzel hatte keinerlei Gewürze. Die Kellnerin erzählte uns, dass im Schmankerl häufig die Auszubildenden eingesetzt werden. Auch wenn sie lernen müssen, in einem Aufpreisrestaurant sicher nicht ganz so schön, wenn dann alles schief läuft. Es gab einige unzufriedene Gäste.
Für jemanden der viel wert auf Essen legt ist die Ganz Große Freiheit definitiv das richtige. Auch Getränketechnisch profitiert man von einem größeren inkludierten Angebot und insbesondere von viel mehr Ruhe in der Diamant Bar bzw. dem Champagner Treff. Da es in den Innenbars nachmittags und abends ebenfalls rappelvoll war, waren wir sehr froh dort durchgehend ein ruhiges Plätzchen gehabt zu haben.
All in allem hat sich dieses Paket sehr für uns gelohnt und man bekommt auch auf so einem großen Schiff etwas Exklusivität und Ruhe gegeben. Ich würde es jederzeit einer Suite vorziehen, da nochmals wesentlich mehr geboten wird und es preislich für uns wesentlich attraktiver ist. Nichts desto trotz würden wir es nur noch in einem kälteren Fahrtgebiet, wie dem Nordland buchen. Auf Reisen in der Wärme, wo man hauptsächlich draußen am Pool ist und ein verändertes Getränkeverhalten hat, würde das Paket eher nicht passen. Ebenfalls würde ich es auf den Schiffen 3-6 priorisieren, wo es das Hanami gibt. Auf der 1 und 2 kann man auch mit dem Gourmet Paket mehr oder weniger aus dem vollen schöpfen. Und Frühstück, exkl. Getränke kann man sich ja auch immer noch so bestellen. Ebenfalls würde mir auf der 1 und 2 der Außenbereich am Diamant fehlen.
Gesamtfazit
Insgesamt war es eine wunderschöne Reise, mit wirklich tollen Destinationen und größtenteils sehr gutem Wetter. Im Vergleich zum Süden hat man im Norden sehr klare angenehme Luft, wunderschöne Natur und kein Gedrängel am Pool. Dafür ist es in den Innenbereichen teilweise sehr voll, da die Aussenflächen wegfallen. Mit Ausnahme von Stavanger und Alesund würde ich auch alle Destinationen nochmals besuchen wollen. Die Crew auf dem Schiff war durchgehend freundlich und engagiert und auch die Mein Schiff 6 ist ein wirklich schönes Schiff (auch wenn mir die 1 und 2 etwas besser gefallen
) und weiterhin in einem sehr guten Zustand.
Wenn ich noch einen Punkt negativ anmerken dürfte, dann würde ich mir wünschen, dass man seitens der Crew wieder, wie früher, mehr Wert darauf legt, dass die Gäste nicht mit kurzen Hosen und Schlappen zum Abendessen erscheinen, gerade im Diamant nicht. Früher wurde man dafür noch weggeschickt. Und bei Außentemperaturen von maximal 15 Grad am Abend dürfte es auch nicht zu heiß sein.
Vielen Dank an alle Mitlesenden
. Bis Bald, John 