Beiträge von KielerJung

    In Akureyri diesmal die Walbeochtung testen und in Reykjavik haben wir einen Mietwagen für die 2 Tage, da muss ich mir jetzt noch den Wanderführer anschauen, wo wir genau hinfahren.

    Wenn Ihr ab Reykjavik mobil seid und wandern wollt… recherchiert doch mal nach Reykjadalur. War für uns ein echtes Highlight, eine schöne Wanderung mit tollen Ausblicken, vulkanische Natur und eben den heißen Gletscherfluss zum Baden. Auf dem Rückweg könnt Ihr gut über die Halbinsel Reykjanes und das Vulkangebiet Krysuvik fahren, wo letztes Jahr die Eruption war.

    Hallo zusammen, vielleicht ein alter Hut - aber per Suchfunktion habe ich keine Informationen finden können. Ab 2026 sollen nur noch emissionsfreie Kreuzfahrten in bestimmten Fjorden Norwegens möglich sein - so war meine Erinnerung, die jüngst durch mehrere Treffer in einer entsprechenden Google-Recherche bestätigt wurde. Soweit mein Halbwissen.

    Gibt es hier darüber hinaus gehendes Wissen, ob die Umsetzung tatsächlich ab 2026 startet, ob es Übergangsfristen gibt, ob zunächst nur Schweröl verbannt wird oder wirklich nur Elektroantriebe zugelassen sind, und ob TC schon hat verlauten lassen, wie man damit umgehen möchte? Heißen Dank für Eure Informationen oder Einschätzungen.

    (und falls es das Thema doch schon gibt, würde ich mich über den Link sehr freuen)

    Sehr vielen Dank auch von mir für die tollen Berichte und die unfuckingfassbar tollen Bilder! :love:

    Norwegen im Sommer ist immer ein Traum, aber auch der Winter scheint sagenhaft zu sein, an einigen Orten vielleicht sogar noch schöner. Mir tun die Seefahrer mit empfindlichen Mägen natürlich ein wenig leid, ist halt die Jahreszeit, aber ich glaube das Bewusstsein des Erlebten werden das spätestens im Nachhinein aufwiegen. Eine echt tolle Reise!!!

    Kommt gut nach Hause und schwelgt in Erinnerungen! Ich bin sehr neidisch… ;) ^^

    Zu Invergordon hätte ich auch noch einen Tipp: Neil Munro von Whisky & Tweed Tours, oder Jamie Connor von Secret Highlands.

    Wir hatten auf Vermittlung von Jamie eine tolle private Tour von Invergordon aus mit Neil zum Loch Ness und Glen Afric, mit persönlichem Whiskytasting. War super schön!

    Hier habe ich dazu einen Reisebericht geschrieben.

    Zahlung war vorab. Bei Umroutung oder Corona hätten wir das Geld zurückbekommen, das war bei uns eine Nebenabsprache. Einfach mal ehrlich fragen.

    HoHo startet direkt vorm Schiff. Bei den Öffis fährt - soweit ich mich erinnere - keine Linie direkt den Hafen an und nur eine Linie das nahe Gewerbegebiet (und von dort leider auch nicht dorthin, wo wir wollten - Linie 16 glaube ich).

    Ich hab in meinem Verlauf noch die Seite straeto(punkt)is gefunden, auf der man einen Fahrplan bzw. eine Fahrplanauskunft findet. Das Ticketsystem dazu ist die Klapp-App gewesen. Müsst Ihr mal schauen, ob das immer noch so ist.

    Frohes Neues!

    Sowieso - stimmt, wir sind für Reykjavik super mit HoHo klargekommen, war auch komplett unproblematisch. Gefühlt kam immer ein Bus, sobald wir irgendwo angekommen waren… Mit den Öffis hatte ich mich beschäftigt, sogar schon die App mit registrierter Kreditkarte auf dem Smartphone. Gestört hatte uns vor allem, wie wir vom/zum Schiff kommen. In der City wäre das kein Problem gewesen, wobei wir in der City wiederum gar keinen Bus gebraucht hätten. Ergo ist ja die Frage, was Ihr vorhabt… Perlan und der Strand Nautholsvik (-> weitere Badealternative) sind ja etwas abseits, aber gut durch HoHo erreichbar, wie auch Laugadalur. Wenn Ihr an einem klaren ersten Abend in Richtung Grotta wollt, um dort den Ausblick mit Fußbad zu genießen, dann braucht Ihr die Öffis oder den Mietwagen.

    Springe aber auch LiLaLinda zur Seite, die Secret Lagoon / Gamla Laugin ist für mich die schönste Lagune im Vergleich mit der Blauen Lagune und Myvatn. Liegt ganz in der Nähe vom Gulfoss und den Geysiren. Tolle Landschaftsfahrt von dort aus.

    Wer Island noch nicht kennt und wer die Möglichkeit hat, einen Mietwagen zu nutzen, sollte sich diesen wunderschönen Flecken Erde in eigenem Tempo anschauen. Es gibt so viel zu entdecken… Ich könnte auch schon wieder!!! :D

    … hattet Ihr im Vorfeld bereits eine Strassenkarte von Island beschafft um die Mietwagentour zu optimieren?

    Nein, weder in 2019 (damals hatten uns zunächst der Dumont Reiseführer und danach Travelseiten und Reiseberichte im Netz inspiriert) noch jetzt. Die Routenplanung auf Basis unserer Wunschziele kam dann von Google, inklusive Street View und Fotos, Etappe im Etappe. Nicht jede Straße ist auf Island gleich schnell zu befahren (und Google nimmt auch mal Schotterpisten), und meine Erfahrung ist sowieso mindestens 1/4 bis 1/2 zu addieren, weil man ständig Fotos machen muss. Meine Erfahrung war, dass Island recht gut zu fahren ist. Richtig aufpassen muss man nur, dass man nicht zu viel aus dem Fenster schaut und dass man nicht ungewollt auf einer F-Road landet. Wir hatten am Ende eigentlich immer mehr Ziele noch auf der Liste, als wir Zeit gehabt hätten, insofern hat man immer ein Auge auf der Zeit für den Rückweg und wird dadurch automatisch optimiert… ;)

    Bei deinen begeisterten Schilderungen und den wunderschönen Fotos kommen bei mir so viele Erinnerungen an unsere große Nordlandreise vor einigen Wochen hoch, gepaart mit Staunen (und auch ein wenig Neid auf eure Erlebnisse) was uns Alles entgangen ist ;) .

    Danke, Daniela. ^^

    Dein Reisebericht hatte in mir die Vorfreude so richtig entzündet, vor allem Euer Ausflug in Akureyri war ein absoluter Traum. Wir haben lange überlegt, zu dem tollen Wasserfall zu fahren, haben uns aber „klassisch“ entschieden (die tollen Farben bei Euer Reise hätte unser Wetter wohl leider auch nicht hergegeben). Steht aber auf der Liste für ein nächstes Mal Island, machen wir bestimmt!!

    Zum Ablegen gab es eine steife Brise, die direkt aus Süd-West auf das Schiff gedrückt hat. Es hat daher mehrere Minuten und die ganze Kraft der Heck- und Bugstrahler benötigt, um das Schiff überhaupt erst von der Pier wegzudrücken und ein sicheres Auslaufen zu gewährleisten.

    Als es dann voran ging, haben wir vorerst zum letzten Mal die "Große Freiheit" gefeiert, und sind dann langsam den Cromarty Firth entlang in Richtung Nordsee gesegelt, vorbei an alten Bohrinseln und dem schön anzusehenden Örtchen Cromarty, und auf der Nordsee dann entlang der schottischen Küste, bis die Dämmerung einsetzte.

    Schon die Vorbereitungen und Tonproben zur Poolparty mit Highland Games waren spaßig anzusehen, man konnte auch die Vorfreude der Crew spüren. Los ging es dann mit der Eröffnung durch Kreuzfahrtdirektorin Caro und Captain George, der sich dann auch gleich noch einmal bei seiner Crew für die tolle Arbeit während der Reise bedankte. Danach wurde feierlich die Seekarte unterzeichnet und zur Verlosung gestellt.

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Danach folgten die Highland Games für die Kinder und Jugendlichen, mit Spielen wie Gewichtheben und Weitwurf, angeleitet und angefeuert durch die Crew, und untermalt durch die musikalische Darbietung der Showband auf der Bühne am Pool, die sich auch durch einsetzenden Niesel nicht beirren ließen. Es hat sich alles etwas verspätet, dann gab es eine kurze Siegerehrung und leider fiel das große Tauziehen dann der zu großen Nässe auf dem Pooldeck zum Opfer. Dafür hat die Crew dann eine Kostprobe ihres Gesangs gegeben, vielstimmig unterstützt aus dem Publikum. Wir hatten jedenfalls viel Spaß, vor allem auch die Kinder, und damit war der Abend am Ende der Reise nochmal ein echtes Highlight.

    Der letzte Seetag hatte dann Sonne und Wolken für uns. Wir haben nochmal das "Best of... Seetage" wiederholt, also Pool, Massage und Cocktails (aber ohne Alkohol, der Tag davor hatte dann doch Auswirkungen...), und am Ende das Abendessen draußen an der Seeluft (da ging es dann wieder).

    Abends stand die große Finnissage auf dem Programm im Atelier, wo unsere Tochter und stolz ihre Werke präsentiert hat, und wo man der Veranstalterin dort ein großes Kompliment für das Engangement und den Spaß, den sie den Kindern vermittelt hat, machen muss. Danach folgt die Abschlussparty der Kids in der Abtanzbar und einige Tränen hinterher in der Kabine, dass eine tolle Kreuzfahrt zu Ende geht und geknüpfte Freundschaften nun elektronisch oder postalisch fortgeführt werden müssen.

    Mein Reisefazit steht hier und ich habe es richtig genossen, hier nochmal die Erinnerungen Revue passieren zu lassen. Ich habe herausgelesen, dass es Euch auch gefallen hat und hoffe, vielleicht Eure Erinnerungen wieder aufgefrischt oder Inspiration für zukünftig Reisende geschaffen zu haben!

    Auf die nächste Kreuzfahrt!

    Von hier ging es dann zum "Highlight", das war für uns Glen Affric. Wir sind wieder einige Zeit im schönen Örtchen Cannich angekommen und vor dort an auf einer schmalen und kurvigen Straße unterwegs, einige Schafe waren am Fahrbahnrand, über uns schloss sich zunehmend ein Blätterwald. Die schottischen Steinmauern (ohne Beton, wie Neil betonte) rückten immer weiter an das Auto heran und ich war froh, hier nicht selbst zu fahren. Immer wieder war der Blick auf Wälder und Farne, auf den Fluss Affric, auf Stromschnellen und Inselchen möglich. Wir hielten an den Dog Falls, am Loch Beinn und nachher am River Affric View Point, wo wir auf eine kurze Wanderung unternommen haben. Unheimlich schöne Landschaft!

    An dieser Stelle habe ich dann das Whisky Tasting fortgesetzt, ich war bis zum Ende indifferent zwischen Highland Park und Glenmorangie (die beide recht ähnlich waren für meinen Geschmack) und einem Isle of Skye Whisky, der etwas stärker geschmeckt hatte (den Namen habe ich leider vergessen, werde ich Neil nochmal fragen). Unabhängig davon hat es Schottland mit diesen Eindrücken auf unsere Bucket List geschafft, diese herrliche Landschaft kann man sicherlich auch noch einmal auf einem der vielen Wanderwege intensiver und mit mehr Zeit erkunden.

    Auf dem Rückweg sind wir kurz durch das niedliche Örtchen Tommich und dann weiter durch die Landschaft nach Beauly. Hier haben wir uns Beauly Priory und den Herrenausstatter von Prinz Charles angeschaut (siehe Fotos) und dann in einem unscheinbaren Cafe (deshalb hatte ich kein Foto gemacht ) mit blauer Markise (zum Wiederfinden, kein anderer Laden hatte diese blaue Markise, gegenüber des großen Parkplatzes) einen unfassbar leckeren Walnuss-Karotten-Kuchen gegessen.

    Danach haben wir uns noch davon überzeugt, dass es die Highland Cow nicht nur bei uns im Tierpark, sondern auch in Schottland gibt. In Invergordon hat uns Neil noch die Wandbemalung der Highland Games gezeigt, um uns auf unseren Abend an Bord vorzubereiten. Danach haben wir uns herzlich voneinander verabschiedet, nicht ohne die restlichen Tröpfchen Whisky noch zu verkosten. Fazit: nicht ganz ohne Anstrengung mit vielen Erlebnissen, einigem Whisky, einem supernetten und sicheren Fahrer. Schottland ist nochmal eine Reise wert.

    An Bord ging es kurz einen Burger fassen im Tag & Nacht und danach für unsere Tochter zu einem Design-Kurs und für unseren Sohn in den Kids Club. Wir hingegen haben uns auf die Abfahrt gefreut und auf die abendliche Poolparty und unseren letzten Seetag unserer Reise... Fortsetzung folgt!

    Nach unserem geliebten Island ging es nun also wieder nach Schottland. Wir haben pünktlich in Invergordon festgemacht, lagen Backbord an der Pier. Der Blick vom Balkon auf Invergordon hat uns nicht umgehauen - der Hafen im Vordergrund, eine Stadt in den typischen grauen Farben im Hintergrund, ein Kirchturm sticht hervor. Sichtbar aber sind die Strukturen von Offshore Plattformen allerorts, diese Industrie wie auch dieser Ort befindet sich einmal mehr in der Umstrukturierung in Richtung Renewables. Wir wollten von hier aus gerne die Highlands kennenlernen. Dafür haben wir uns eine Private Tour gegönnt, näheres habe ich hier in einem Bericht über den Ausflug beschrieben. Unser Fahrer war also Neil.

    Neil hatte uns zunächst einiges über den Ort erzählt, über die Vergangenheit als Marinestandort und eben die Offshore-Industrie. Schon auf den ersten Metern aus der Stadt hinaus sind die weiten Felder von Gerste auffällig. Klar, für Whisky, wie Neil gleich klargestellt hat. Ebenso klar, dass die zahlreichen Tanklaster unterwegs eben keinen Sprit, sondern Whisky transportierten. Zeit für ein erstes Tasting der Whisky-Sorten, die Neil für uns dabei hatte. Und Zeit für ein erstes Foto des schönen inneren Cromarty Firth mit seinen Wattflächen - wir hatten bei der Vorbeifahrt dort Seehunde gesichtet, die mit viel Fantasie am oben Bildrand sichtbar sind.

    Danach ging es auf einem Teilstück der laut Neil "legendären" North Coast 500 in Richtung Inverness, dort ein wenig durch die Stadt, entlang der Bank Street am Fluss Ness und unterhalb vom Schloss dann über die Ness Bridge. Der Ort hat einen netten Eindruck gemacht, aber wir wollten ja raus in die Highlands. So waren wir einige Zeit später an unserem ersten Stopp, Dores Beach am Loch Ness, zum Nessie Hunter. Von hier genießen wir das wunderbare Panorama über den See, den man von hier in seiner ganzen Weite und länglichen Ausbreitung wahrnehmen kann, mit der schönen Kulisse der Highlands und den Hügeln rund um den Great Glen im Hintergrund.

    Weiter ging es an der südlichen Seite von Loch Ness, in die Berge der Grampian Mountains. Hier wechselten sich pinke Heidefelder, Seen und Wälder ab, neben grünen und braunen Bergen. Die Straßen waren eng und kurvig, so dass wir langsam vorangekommen sind und auch viele Fotostopps gemacht haben. Am Ende dieser Etappe lag Fort Augustus am anderen Ende von Loch Ness, von wo aus ein Kanal die weitere Bootspassage in Richtung Westküste ermöglicht. Ein netter kleiner Ort, wo wir kurz ein Cricket Spiel sehen konnten und den obligtorischen Eis-Stopp hatten.

    Weiter ging es zurück am nördlichen Ufer, bis Urquhart Castle, wo wir uns nur für einen Fotostopp entschieden haben. Ein längeres Picknick gab es dann in Drumnadrochit. Neil hat uns übrigens beigebracht, diese Orte in gällisch auszusprechen, mit mäßigem Erfolg.

    Die Seetage gingen so weiter, wie die Rückreise began: mit ruhiger See, leichtem Wind und dann vor allem mit herrlichem Wetter. Die Brücke meldete 23 Grad, mitten auf dem Nordatlantik, und auch wenn es vielleicht etwas weniger war, es fühlte sich mindestens nach Mittelmeer an!

    Gegessen wurde draußen. Die Shirts wurden wieder herausgekramt, nahezu alle Liegen wurden besetzt. Der Pool war voll, und aus mir nicht verständlichen Gründen waren erstmals auch die Decken alle vergriffen. Wir haben herrlich am Pool entspannt, ganze zwei Tage lang, bis die Haut schrumpelte. Unterbrochen nur für eine Massage und für zwei Rallyes mit dem Kids Club. Diese Rallyes waren sowieso ein Phänomen: die Idee war immer dieselbe, starten von der Meererleben Bar und dann mit einem Bogen und unterschiedlichen Aufgaben über das Schiff. Und trotzdem war es jedes Mal doch anders und hat Spaß gemacht. Beim ersten Mal mussten wir nur irgendwo Fotos machen, am Ende wurde dann doch gefragt, wo denn welcher Teppichausschnitt auf dem Schiff zu finden ist. Der größte Unterschied aber waren die Kinder. War es an den ersten Seetagen ein gechilltes Bummeln über das Schiff und Kennenlernen doch unbekannter Bereiche, so war jetzt der Ehrgeiz entzündet und vor allem kannten die Lütten das Schiff. Ergo sprintende Kinder, von Deck zu Deck und Bug zu Heck, während die Eltern irgendwie versucht haben, noch Schritt zu halten. Das Gute daran war, dass die Cocktails (und vor allem diese Kakao Spezialität mit Barbados Rum, da hat sich die Crew wohl von dem guten Wetter verwirren lassen) danach wieder umso besser geschmeckt haben...

    Abends saßen wir jeweils an der Außenalster und haben auf das Schraubenwasser und die untergehende Sonne geschaut. Am ersten der beiden Seetag hatte unser Großer das Glück, dass im Kids Club in der Arena Fußball gespielt wurde, das war dann (zumindest für uns) auch gut hörbar. Und an dieser Stelle zitiere ich mich selbst, aus dem Roll Call:

    Und nochmal: ich bin begeistert von der Herzlichkeit und Aufmerksamkeit des Personals. Wirklich guter Service hier, ich traue mich kaum auszutrinken…

    Am zweiten Seetag näherten wir uns zu diesem Zeitpunkt dem Pentland Firth, ein eigentlich berücktigtes Seegebiet, für das wir laut unserem Kapitän aber die besten Bedingungen hatten. Die Durchfahrt war magisch, die Abendsonne strahlte die Klippen im Süden des Orkney Archipels an, in der Ferne konnte man Birsay erkennen, auf der anderen Seite bauten sich die Highlands auf.

    Während des Durchfahrt frischte der Wind auf und es bildeten sich kleine Wölkchen, die im Sonnenlicht erstrahlten, eine wunderbare Stimmung. Die Vorfreude auf Schottland, unseren letzten Landgang auf dieser Reise, steigerte sich immens...

    Nach unserem Ausflug haben wir es uns erstmal wieder auf dem Schiff bequem gemacht. Nach einem kurzen Sprung in den Pool haben wir uns draußen im Anckelsmann auf die Abfahrt vorbereitet. Ein letzter schöner Blick auf Mount Esja und Reykjavik zum Auslaufen, während der Graf wieder aufdreht.

    Bei unserem Ausflug zur Lagune hatte unser Guide von den Erdbeben in der Region erzählt und von dem Epizentrum auf der Reykjanes-Halbinsel, das nur knapp 5 Kilometer von der Lagune entfernt lag. Von Reykjavik aus liegt es hinter dem spitzen Vulkan Keilir, etwas westlich, und in etwa mittig zwischen den Straßen 42 (Geothermalgebiet Krysuvik) und 43 (Blaue Lagune). Der jetzige Ausbruch liegt damit ganz in der Nähe des vergangenen Ausbruchs im letzten Jahr. Sie erzählte uns auch, dass ein Ausbruch in den "nächsten Tagen oder Wochen" erwartet wird. Dass es schon am nächsten Tag so weit sein sollte, war natürlich spannend. Dabei ging es nicht um einen speienden Vulkan, sondern um einen Riss in der Erde, der sich auftut und durch den dann Magma an die Oberfläche sprudelt. Mittlerweile gibt es dazu tolle Bilder im Netz. Sieht irgendwie so ähnlich aus wie der rote Riss im Boden im Perlan... ^^

    Da wir auf unserer Abfahrt über mehrere Stunden die Halbinsel Reykjanes umrunden, hatten wir die ganze Zeit Blick auf den Ausbruch und die Rauchformationen, mal mehr und mal weniger. Wir haben diese quasi den ganzen Abend beobachtet, erst vom Pooldeck mit Wein, danach von unserer Kabine.

    Später am Abend ging es nochmal hoch an Deck, der Abend war wunderbar laue, der Wind hatte deutlich abgenommen und wir waren inzwischen südlich von Island unterwegs. Die Crew spielte ein mitreißendes Funino-Match in der Arena. Und überhaupt war der Abend einfach schön!

    Dass als nächstes zwei wunderschöne Seetage folgen sollten, ist Thema zu Beginn des nächsten Beitrags...

    Perlan war unser Highlight in Reykjavik. Ursprünglich ein reiner Warmwasserspeicher beinhaltet Perlan mittlerweile eine große, fantastische Indoor-Erlebnisausstellung mit 360 Grad Kino, Eistunnel und Vogelfelsen. Im Perlan erlebt man Island, die Insel aus Eis und Feuer!

    Mir ist ein wenig unverständlich, warum wir da nicht schon 2019 waren. Unsere Kinder stehen eigentlich nicht so auf Museen, aber beim Perlan konnten sie fast nicht genug bekommen. Sehr viel Spiel und Interaktion rund um die Naturwunder von Island, viele tolle Bilder und Filme.

    Zu Beginn guckt man in einem 360° Kino einen Film über die Aurora, erst recht viel Wissen und dann wunderschöne Bilder.

    Danach wandert man erstmal durch eine Ausstellung des isländischen Naturkunde-Museums über die Geheimnisse des Wassers in der isländischen Natur bis nach oben, auch hier schon viel zum Anfassen und Ausprobieren. Oben ist dann eine wunderschöne Panoramaterrasse rundherum, die fantastische Blicke auf Reykjavik, die Bucht Faxafloi mit ihren kleinen Inseln und Mount Esja, und auf Reykjanes bietet. Die Eindrücke hier sind weit schöner, als ich sie auf eine Foto hätte bannen können! Außerdem ist dort ein Cafe mit echt leckeren Kuchen.

    Kleiner Spoiler: ungefähr als wir im Perlan ankamen, kam es zum Vulkanausbruch im Süden von Reykjanes. Der Rauch war klar erkennbar. Dazu später mehr.

    Auf dem Weg wieder nach unten kann man eintauchen in die Entstehungsgeschichte und Veränderungen diverser Landschaften. Man kann die Kraft der Natur spüren und erfährt Wissenswertes über die Entstehung Islands. Die Ausstellung erklärt auf verschiedenen Ebenen der “Perle”, wie Vulkane, Erdbeben und Plattentektonik funktionieren und welche Lebenswesen sich oberirdisch und auch unter Wasser in den kalten Gefilden Islands wohl fühlen – virtuell kann man Seevögel auf einer lebensechten Klippe erleben oder eine Unterwasserreise durch Island unter nehmen. Als erste Indoor-Eishöhle der Welt gibt es einen künstlichen, 100 m langen Gletschertunnel aus 350 Tonnen Eis, wo man in einer interaktiven Ausstellung alles über Gletscher erfahren kann.

    Wir waren mehr als zwei Stunden hier, hätten noch länger bleiben können (alleine die Ice Cave hätten wir 2-3 Mal durchlaufen können). Von daher hat es sich definitiv gelohnt und eine klare Empfehlung an Besucher von Reykjavik!

    Guten Morgen, Mount Esja!

    Am ersten Tag in Reykjavik hatten wir also etwas Neues erlebt mit der Blauen Lagune. Am zweiten Tag wollten wir es ganz entspannt angehen lassen und Reykjavik selbst noch einmal besser kennenlernen. Im Vorfeld hatte ich lange überlegt, wie wir das anstellen. Shuttle war mir zu teuer bzw. dafür dann zu unflexibel, weil wir dann immer von dem zentralen Haltepunkte bei Harpan abhängen. Taxi ist natürlich immer eine Option. Ich hatte mir auch das Bussystem näher angeschaut und auch die App dafür schon eingerichtet und die Kreditkarte registriert. An Bord gab es dann aber Tickets für die HoHo Busse, die an Land ausverkauft waren --- kein Schnapper mit 28/14 Euro, aber etwas, was wir gesucht haben. Außerdem finden die Kinder die Doppeldecker cool.

    Wir sind dann also am späten Vormittag los, nachdem wir schön in der Sonne gefrühstückt haben. Los ging es dann direkt am Schiff, bald sind wir am Wikingerschiff direkt an der Bucht vorbeigekommen. Wer hier zu Fuß unterwegs ist, hat eine tolle Perspektive mit Mount Esja im Hintergrund. Wir sind aber bis zu den Museen am alten Hafen gefahren, der eine charmante Mischung aus altem Seefahrtsflair inklusive Kleinst-Werften für Fischerboote, Museen und neuer Architektur bzw neu gestalteten Orten zum Verweilen geworden ist. Von dort sind wir in Richtung Ingolfstorg, durch die Viertel mit den alten bunten Holzhäuser. Im Cafe Rosenberg gibt es leckere Waffeln, am Torg selbst gibt es weitere Gastronomie und Souvernirläden, vor allem mit der omnipräsenten Marke Icewear.

    Wir sind dann zunächst ein Stück die Hafnarstraeti entlang, dann zurück und durch die Austurstraeti an einigen Pubs vorbei bis zum Parlament am Austurvöllur. Hier wurden dann Postkarten geschrieben, und weil da so eine Bar einladend die Türen offen hatte, wurde ein isländisches Bier als Mittagsmahlzeit eingeschoben und die entspannte Atmosphäre von Reykjavik genossen. Am Stadtsee Tjörnin bot sich eine Möwe als Motiv an.

    Dann sind wir über die Laekjargata in die Bankastraeti. Hier sind wieder die Regenbogenfarben allgegenwärtig und zeugen von der Weltoffenheit Reykjaviks. In der Laugarvegur sind plötzlich Laufbahnen und Hüpffelder auf die Straße gemalt. Und natürlich darf das Foto in der Skólavörðustígur mit dem Regenbogen und der Hallgrimskirkja nicht fehlen. In der Laugarvegur hat eine Magic Ice Bar neu eröffnet, ist sehr nett. Auch ansonsten sind hier viele charmante Läden zu finden, u.a. ein Laden mit alten Gemälden von der Stadt und ein Weihnachtsladen. Meine Frau konnte sich über einen Tiger Laden freuen. Einige Seitenstraßen weiter kommen wir dann der Hallgrimskirkja näher, auch hier das obligatorische Foto und ein kurzer Blick in die Kirche.

    Auf eine weitere Besichtigung hatten wir keine Lust, wir haben stattdessen ein kurzes Picknick gemacht und auf den HoHo gewartet, der uns dann zu Perlan bringen sollte... was aber ein neuer Beitrag werden soll... und von Perlan ging es dann zurück zu unserem schönen Schiffchen.

    Wir hatten dann noch überlegt, für eine knappe Stunde eine Kaffeefahrt auf die kleine Insel Videy (immer auf Fotos zwischen unserem Schiff und Mount Esja zu sehen) zu machen, aber dann hat der Gedanke an den Pool bzw. an den Kids Club gesiegt. Ich bin noch in dem Icewear Store am Terminal versackt und wurde hinterher mit einer prallen Tüte auf dem Weg Richtung Schiff gesichtet...

    Offtopic:

    Zu meinem Reisebericht gehört ja eigentlich nichts, was wir nicht jetzt auch erlebt haben. Aber weil es hier schon Fragen gab, was man so machen kann, und falls sich jemand inspirieren möchte, hier ein kurzes Sample unserer Ausflüge rund um Himmelfahrt 2019. Vielleicht haben ja auch Wortguthaben oder andere Foristen diese Ausflüge aktuell gemacht und können berichten, das wäre toll und würde das unten dann ergänzen oder auch korrigieren.

    Wenn es an dieser Stelle stört, verzeiht bitte - morgen oder übermorgen mache ich mit Tag 2 in Reykjavik weiter.

    Also - wir haben in 2019 in Hafnarfjördur gewohnt und hatten einen Mietwagen. Nachfolgend eine sehr knappe Zusammenfassung, wer mehr wissen möchte, schreibt mich an. Alle Ausflüge sind in maximal einem Tag machbar.

    Golden Circle: haben wir als Tagestour gemacht. Der Mietwagen war hier super, weil wir nicht an die festen Zeiten der Busse gebunden waren und auch die Natur jenseits der Top Sehenswürdigkeiten angeschaut haben. Zum Beispiel die Gamla/Secret Lagoon, eine heiße Quelle in toller Umgebung, sehr gepflegt zudem und sicher auch eine Alternative zur blauen Lagune. Google weiß mehr. Von hier kann man über die Straße 30 landschaftlich sehr schön in Richtung Gullfoss und von dort zu den Geysiren und Thingvellir fahren. Dort auf der Strecke liegt mit Efsti-Dalur noch ein echt nettes Cafe.

    Reykjadalur: war unsere Entdeckung des Urlaubs. Der Ausgangspunkt liegt im Süden der Insel an der Ringstraße nahe Hveragerdi. Man wandert knapp 60-90 Minuten, erst bergauf (tolle Aussicht bis zu den Westmännern) und dann durch unfassbar schöne Landschaft bis zu einem Fluss mit Gletscherwasser. Gletscherwasser, dass allerdings im geothermischen Gebiet Reykjadalur wunderbare Badetemperatur bekommt. Must See!

    Reykjanes: Man kann Reykjadalur auch mit der Erkundung von der Halbinsel Reykjanes kombinieren. Neben der Blauen Lagune bzw. den Straßen dorthin und dem Vulkangebiet um Keilir lohnt sich vor allem das Gebiet Krysuvik, das Namaskard im Norden nicht nachsteht. Hat uns richtig gut gefallen!


    Süden: Wir sind auch einen Tag zu den Wasserfällen und Vulkanstränden im Süden gefahren: Seljalandsfoss, Skogafoss und die Felsformationen von Dyrholaey. Tolle Aussichten auf dunkle Strände, Gletscher, Lupinenfelder, Vulkane, Wasserfälle - alles, was Island so ausmacht. Auf dem Rückweg haben wir das Schwimmbad in Selfoss besucht. Sehr nett. Überhaupt ist die Badekultur in Island toll. Unbedingt mal ein Schwimmbad (also ein echtes Schwimmbad, keine Lagune) besuchen, das ist Kultur!

    Das war's mit Offtopic! :)