Noch fünfmal schlafen, dann ist es endlich soweit. Zeit also, für ein wenig Input zu Land, Leute, Sprache und was man sonst so wissen sollte, wenn man eine Reise tut. Also: Stifte raus und aufgepasst!
Die Finnen sprechen Suomi, auch wenn wir es finnisch nennen. Suomi gehört zum ostseefinnischen Zweig der finno-ugrischen Sprachen, die kaum ein Mensch versteht. Estnisch ist verwand und ungarisch entfernt ebenfalls, aber das schränkt die Kommunikation doch ein. Daher war den Finnen früh klar, dass sie ihr Glück in Fremdsprachen finden müssen und so ist es bis heute. Heute ist die erste Fremdsprache Englisch, früher aber Deutsch. Hätte der Klempner das im letzten Jahr mal gewusst, hätte es eine Peinlichkeit mit einem Taxifahrer in seinem Leben weniger gegeben. Aber gut, das lässt sich nicht ändern. Und der Klempner wird auch daraus nicht lernen …
Die Sprache hat es nicht so mit Konsonanten, dafür hauen sie Vokale noch und nöcher raus. Auf c, q, w, x und z verzichten sie völlig, diese Buchstaben kommen in finnischen Wörtern nicht vor.
Ein einziges Wort hat es vom Finnischen ins Deutsche geschafft: SAUNA! Sieh an, das hätte ich im Leben nicht gedacht! Sauna ist dort allgegenwärtig, fast jeder Haushalt hat eine. Aber, auch wenn die Sprache tatsächlich geschlechtsneutral (!) ist, so herrscht in der Sauna Geschlechtertrennung. Es sei denn, man sauniert im Familienkreis, dann auch gemischt. Da wir ein Zimmer mit eigener Sauna haben spielt das für uns keine Rolle, aber vielleicht für jemanden von Euch.
Trinkgelder sind eher unüblich, wenn dann rundet man ein wenig auf. Einzige Ausnahme: man hat dem Housekeeping im Hotel besonders viel Arbeit hinterlassen. Aha. Werde ich nicht tun und trotzdem ganz bestimmt ein Trinkgeld geben. Auch wenn es niemand erwartet und sich niemand gekränkt fühlt.
Ansonsten sagt man den Finnen Freundlichkeit, Pünktlichkeit und Gastfreundschaft nach und das bestätigte auch Frau Klempner und ihr Gemahl.
Zu Saariselkä ein paar Funfacts: Der Ort hat im Sommer rund 300 Einwohner, liegt ca 20 Minuten Fahrzeit vom Flughafen Ivalo und beherbergt das nördlichste Skigebiet Finnlands. Damit da auch was los ist, werden 10.800 Gästebetten in und um Saariselkä vorgehalten. Unser Resort liegt oben auf dem Kaunispää, direkt an der längsten (1,8 km) und nördlichsten Rodelbahn Finnlands, der „Aurora Tobogganing“. Das Erlebnis möchte ich mir nicht entgehen lassen. Dafür sollte im neuen, leicht ergänzten Programm:
14.03.: Hoffentlich pünktlicher Abflug von DUS nach Ivalo, wo wir gegen 18:20 Uhr Ortszeit landen sollen. Wenn’s nach mir geht, haben wir schon Polarlichter im Landeanflug ….
15.03.: Huskyschlittenfahrt durch die verschneite Winterlandschaft und die unendliche Weite des arktischen Kiefernwaldes.
16.03.: Schneemobiltour zu den berühmten Berggipfeln von Saariselkä.
17.03.: abendliche Nordlicht-Jagd im Mini-Bus
18.03.: geführtes Schneeschuh-Abenteuer rund um den Hausberg, den Kaunispää
Abends: Auf einem beheizten Schneemobil-Schlitten geht’s wieder auf Nordlicht-Jagd in der wilden Natur (beides neu)
19.03.: Rodeln? Skifahren? Wellnesstag? Alles zusammen? Alles ist möglich, wir haben frei!
20.03.: Wir machen einen Ausflug zur Rentierfarm, begegnen den Züchtern, erfahren was über die Kultur der Samen, unternehmen eine Rentier-Schlittenfahrt und haben die Gelegenheit die Tiere zu streicheln und zu füttern.
Zum letzten Abendessen, mit hausgemachten lappländischen Köstlichkeiten, fahren wir in eine Wildnishütte neben der Rentierfarm. Ein Teil des Essens hatte es demnach nicht weit …. ![]()
21.03.: Später Rückflug nach DUS mit vermutlich 34.392 Fotos im digitalen Gepäck. Wie wir den Tag verbringen ist völlig offen
Auf jeden Fall am 19.03. Zeit sein.
So, das war es für heute. Stifte können wieder weg, Hausaufgaben gibt es nicht. Wer noch Fragen hat, kann gerne noch bleiben und diese stellen ![]()