Wir
hatten eine Kabine auf Deck 9 (9175). Wie schon erwähnt, kam sie uns
beim erstmaligen Betreten recht groß vor. Lt. Prospekt sind die
Balkonkabinen 20,9 qm groß und damit wohl etwas geräumiger als die
der Mitbewerber. Sie verfügte über ein Doppelbett, ein Sofa, einen
Kleiderschrank, in dem wir alles unterbringen konnten, eine Kommode
mit weiteren Ablagemöglichkeiten, einen großen Flachbildschirm an
der Wand gegenüber vom Bett sowie Minibar und Safe. Ebenfalls
vorhanden: eine Zubereitungsmöglichkeit für Kaffee und Tee. Im Bad
befand sich eine Whirlpool-Badewanne. Der Einstieg in die Badewanne
ist für nicht mehr so bewegliche Gäste sicherlich schwierig.
Ablagemöglichkeiten sind auch vorhanden.
Die
Sitzmöbel auf dem Balkon bestehen aus Stühlen mit Vorbau, so dass
man das ganze auch als Liege nutzen kann.
Für
alle Gäste der Balkonkabinen standen bereit: Obstteller, je eine
Flasche Wein und Wasser, Atlas, Fernglas, Regenschirm und Bademantel
für die Dauer der Reise.
Leider
kann ich mit eigenen Fotos der Kabine nicht dienen. Ich wollte das am
Tag vor der Abreise erledigen; wegen der zeitraubenden Arbeit an der
Einreiseanmeldung habe ich es schlicht vergessen. Als Ersatz hier ein
Foto aus dem Katalog; so ähnlich sah unsere Kabine auch aus.
Natürlich
hätten wir lieber die Katalogroute mit fünf Kapverdischen Inseln
und Senegal gemacht. Dass der Senegal noch keine Kreuzfahrtschiffe
möchte, muss man akzeptieren; der Ausfall von zwei Inseln der
Kapverden war dem Wellengang geschuldet. Sicherheit geht eben vor und
das ist auch gut so. Immerhin konnten wir drei Inseln und dazu noch
drei Kanaren-Inseln besuchen. Das Wetter spielte auch mit und ließ
uns den grauen und nassen Winter daheim schnell vergessen.
Schiff
Die
Vasco da Gama ist schon eine etwas ältere Dame, Baujahr 1993, was
man ihr an einigen Stellen auch anmerkt. Lt. Prospekt erfolgte 2015
ein Umbau, sowie 2017 und 2021 Renovierungen. Insbesondere die
öffentlichen Bereiche waren wohl davon betroffen; die Bars und
Restaurants haben jedenfalls einen modernen Touch.
Ausgelegt
für rd. 1.000 Passagiere waren bei unserer Reise 345 Gäste an Bord,
die von 431 Crew-Mitgliedern umsorgt wurden. Der Kreuzfahrtdirektor
erklärte dieses zahlenmäßige „Missverhältnis“ damit, dass von
Anfang an die volle Mannschaftsstärke eingesetzt wurde, um bei
Wegfall der Corona-Beschränkungen durchstarten zu können. Das Ganze
hatte zur Folge, dass wir beim Betreten des Bedien-Restaurants von
mehreren Kellnern empfangen wurde, von denen uns dann einer an einen
freien Tisch führte.
Die
Vasco da Gama verfügt über 12 Decks. Auf den Decks 4 bis 6 sind,
mit Ausnahme des Hospitals auf Deck 4, nur Passagierkabinen
vorhanden.
Deck 6 hat außerdem eine umlaufende Promenade.
Auf
Deck 7 befindet sich am Heck das Waterfront-Restaurant,
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
erreichbar ist. Neben zwei Konferenzräumen und einem Auditorium
findet man hier auch die Kreuzfahrtleitung, die Rezeption und den
Ausflugsschalter. Im Bug lädt die Hollywood`s Show Lounge am Abend
ein.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Richtung
Bug, wo sich Spa und Fitness-center befinden, kann man sich am
Alfresco Grill stärken. Über dem Poolbereich befindet sich ein
Schiebedach, das bei Bedarf geöffnet wird. Das war bei unserer Reise
tagsüber fast immer der Fall.
Deck
12 beherbergt im Bug den Nightclub „The Dome“ und im Heck das
Kinderland. Außerdem ist dort ein Sportbereich.
Einrichtung
und Ausstattung der Vasco da Gama haben uns gut gefallen.
Du wirst es nicht glauben; wir sind jetzt bis Ende März daheim. Dann ist eine Busreise mit Freunden zur Amalfiküste gebucht. Die nächste Kreuzfahrt steht im Mai an; mit der Artania ins Schwarze Meer. Wegen der Ukraine-Krise sind wir noch etwas skeptisch. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Vueltas, La Gomera,
Spanien (26.01.2022), sonnig, 26 Grad
La
Gomera hatten wir schon 2014 bei einer Kreuzfahrt mit der alten Mein
Schiff 1 besucht und damals einen Ausflug in den Nationalpark
Garajonay unternommen sowie die Hauptstadt San Sebastian erkundet.
Diese Erkundung wollten wir heute eigentlich auffrischen und
vertiefen, jetzt lagen wir jedoch in dem uns unbekanntem Vueltas.
Dort
war die Vasco da Gama schon in den frühen Morgenstunden angekommen;
beim ersten Blick aus dem Fenster zeigten sich dunkle Wolken und
Nieselregen. Der Kreuzfahrtdirektor versprach in seiner morgendlichen
Durchsage aber baldige Wetterbesserung.
Weil
die hier angebotenen Ausflüge alle rund um 09.00 Uhr starteten,
konnten wir das reichhaltige Angebot des Buffets im Club Bistro erst
einmal in aller Ruhe genießen.
Als
später dann tatsächlich die Sonne die dunklen Wolken verdrängte,
machten wir uns auf zu einer Erkundungstour. Vueltas liegt an der
Schlucht Valle Gran Rey, einem beliebten Urlaubsziel auf La Gomera.
Gerade zu dieser Jahreszeit sind offensichtlich viele Wanderer
unterwegs. Immer am Meer entlang führte uns unser Weg von Vueltas
zum Ortsteil La Playa, dem touristischen Zentrum des Valle Gran Rey.
Neben Unterkünften aller Art gibt es hier auch einen größeren
Sandstrand. Zwischen Vueltas und La Playa steht eine Statue des
Guanchen Hautacuperche , der 1488 einen Aufstand der Einheimischen
gegen die spanischen Besatzer angeführt hat.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Von
La Playa aus machten wir uns dann an den Rückweg. Die Umgebung
unseres heutigen Liegeplatzes hat uns angenehm überrascht.
Nach
einer Stärkung im Alfresco Grill befasste sich Gaby schon einmal mit
Koffer packen, während ich mich mit der digitalen Einreiseanmeldung
abmühte. Zwar hatten wir alternativ auch ein Formular zum Ausfüllen
bekommen, aber man will ja mit der Zeit gehen und nicht als
Hinterwäldler abgestempelt werden. Hätte ich gewusst, dass etwa die
Hälfte der Passagiere diese Ersatzmitteilung im Flieger abgeben
würde, hätte ich mir die Mühe nicht gemacht.
Weil
es am Abend absolut nichts für uns im Bedienrestaurant gab, ging es
zum Abschluss der Reise noch einmal zum Buffet.
Las Palmas, Gran
Canaria, Spanien und Rückflug (27.01.2022), sonnig mit Wolken, 19
Grad
Den
großen Koffer hatten wir gestern Abend vor die Kabinentür gestellt.
Ihn würden wir später im Terminal wieder finden.
Um
07.00 Uhr gingen wir zum letzten Frühstück dieser Reise ins
Waterfront Restaurant; danach noch einmal auf die Kabine, um die
letzten Sachen zu packen und den Safe zu leeren.
Im
Captain`s Club warteten wir dann auf den Aufruf für den Transfer zum
Flughafen. Dieser erfolgte nach Plan um 09.00 Uhr; bis zu diesem
Zeitpunkt mussten alle Gäste das Schiff verlassen, auch die, deren
Flug erst später ging. Sie würden um 13.00 Uhr vom Terminal
abfahren.
Das
Ziel für unseren Rückflug mit Tuifly war Frankfurt, weil es bei
Buchung für Düsseldorf nur einen Flug mit Zwischenlandung in
Lissabon gab. Am Flughafen angekommen, waren die Tuifly Schalter
schon geöffnet. Zwei mussten allerdings wieder geschlossen werden,
weil die Computer nicht mitspielten. An den übrigen Schaltern
dauerte das Einchecken sehr lange; einige Gäste und zwar die, die
schon die vorherige Reise mitgemacht hatten, standen überhaupt nicht
auf der Passagierliste, so dass sie erst einmal warten mussten, bis
sich die Angelegenheit geklärt hatte. Dies war nach etwa einer
Stunde der Fall und sie durften auch mit.
Die
Sicherheitskontrolle passierten wir danach sehr viel schneller. Bis
zum Boarding gönnten wir uns noch ein Getränk.
Pünktlich
um 14.50 Uhr startete unser Flieger. Auch der Rückflug verlief ohne
besondere Vorkommnisse. Allerdings gab es dieses Mal ein Sandwich
sowie ein Heiß- und Kaltgetränk kostenlos serviert.
Nach
der Landung in Frankfurt übergaben wir den großen Koffer an Tefra
und verbrachten die Nacht im Hilton Garden Inn Frankfurt Airport. Am
nächsten Morgen fuhren wir mit der Bahn nach Hause.
Santa Cruz, Teneriffa,
Spanien (25.01.2022), erst wolkig mit Regen, später sonnig, 20 Grad
Heute
konnten wir wieder im Waterfront Restaurant frühstücken, weil unser
Ausflug „Stadtrundgang La Laguna“ erst um 09.45 Uhr beginnen
sollte.
Die
Marella Explorer hatte uns anscheinend begleitet, denn sie lag vor
uns an der Pier. Dazwischen hatte sich aber noch eine alte Bekannte
geschoben, die Amadea. Die hatte ihre Überfahrt in die Karibik wegen
Corona-Fällen an Bord abbrechen müssen. Mittlerweile liegt sie
immer noch dort und wird lt. Phoenix Portal erst Ende März wieder
Fahrt aufnehmen. Traurige Zeiten sind das.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
La
Laguna, die ehemalige Inselhauptstadt, liegt etwa 30 Fahrminuten von
Santa Cruz entfernt. Bevor wir zum Bus gingen, wechselten wir
angesichts drohender dunkler Wolken noch schnell T-Shirt gegen
Sweat-Shirt und nahmen einen Schirm mit.
Auf
der Fahrt regnete es in der Tat; in La Laguna angekommen, war es aber
wieder trocken. La Laguna gehört zum Weltkulturerbe und verfügt
über etliche historische Gebäude, die uns bei einem etwa 45
minütigem Rundgang näher gebracht wurden. Die Businsassen wurden
dabei in zwei Gruppen aufgeteilt, weil ein Stadtführer wegen Corona
nur eine bestimmte Anzahl von Gästen mitnehmen darf. Beide
Reiseleiter sprachen sehr gut deutsch. Nach der Führung hatten wir
noch etwas Freizeit.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Kaum
saßen wir wieder im Bus, fing es heftig an zu regnen. Wir fuhren
Richtung Tacoronte, einer fruchtbaren landwirtschaftlichen Gegend und
Hauptstadt des Weins. In einer lokalen Bodega, einem alten
Weinkeller, konnten wir vier Weine probieren. Dazu gab es Brot, Wurst
und Käse.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Zurück
auf der Vasco da Gama suchten wir den Alfresco Grill auf um uns zu
stärken. Dann verließen wir das Schiff wieder und schlenderten
Richtung Zentrum von Santa Cruz. Das Wetter war jetzt deutlich besser
geworden.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Am
Abend trat der Gastkünstler Helmut Sanftenschneider, der
„Gitarrenflüsterer“ ,zum zweiten Mal auf. Wir waren natürlich
dabei und wieder begeistert. Besonders seine Interpretation eines
peruanischen Flötenspielers beim „Supertalent“ war einfach
köstlich.
Las Palmas, Gran
Canaria, Spanien (24.01.2022), sonnig, 26 Grad
Da
feierte ich meinen Geburtstag nicht im Senegal (ursprüngliche Route)
und auch nicht auf hoher See (1. Umroutung) sondern auf Gran Canaria.
Weil uns die meisten Freunde und Bekannten aber außerhalb Europas
vermuteten, kamen fast alle Glückwünsche per WhatsApp; zwei Anrufer
haben es aber geschafft, mich telefonisch zu erreichen. Erste
Gratulanten nach Gaby natürlich waren die beiden netten Geister vom
Housekeeping, die lautstark „Alles Gute zum Geburtstag“ über den
Flur riefen.
Wir
saßen gerade beim Frühstück, als die Vasco da Gama im Hafen von
Las Palmas festmachte. Die beiden Sea Clouds waren immer noch da,
offensichtlich fahren sie zu dieser Jahreszeit nicht. Daneben
leisteten uns die Celebrity Infinity und die Marella Explorer
Gesellschaft. Bei letzterer mit dem TUI Emblem am Schornstein handelt
es sich nach Aussage einer Dame um die alte Mein Schiff 1.
Dr.
Google bestätigte dies. So sahen wir das Schiff, mit dem wir 2013
unsere erste Reise mit TUI Cruises unternommen haben, in neuem Gewand
wieder.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Einen
Ausflug hatten wir heute nicht gebucht. Vielmehr machten wir uns nach
dem Frühstück auf, um dem Stadtstrand Playa de Las Canteras einen
Besuch abzustatten. Zwei Stunden dauerte unsere erste Stippvisite bei
strahlendem Sonnenschein.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Gegen
Mittag kehrten wir zum Schiff zurück, um eine Kleinigkeit im Club
Bistro zu uns zu nehmen. Danach machten wir uns noch einmal auf die
Socken. Eigentlich wollten wir zum Jachthafen spazieren; weil dieser
Weg aber entlang einer vielbefahrenen Hauptstraße verlief, zog es
uns noch einmal zur Strandpromenade, die wir dieses Mal in
entgegengesetzter Richtung erkundeten. Inzwischen war es in der Sonne
ganz schön warm geworden.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Als
wir nach dem Abendessen zurück auf die Kabine kamen, erwartete mich
dort eine kunstvolle Torte aus Handtüchern und eine Tasse als
Geburtstagsgeschenk. Etwas bescheiden fanden wir das schon. Andere
Anbieter zeigen sich da spendabler. Gaby hat anlässlich ihres
Geburtstages auf der Amadea 2020 z.B. eine richtige kleine Torte,
eine Flasche Sekt und ein Foto vom ganzen Team mit Unterschrift des
Kapitäns und des Kreuzfahrtdirektors erhalten.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
In
der Show Lounge lautete das Motto heute: Schlagergiganten. Auch
wieder ganz gut gemacht, wenn auch die Version von „Atemlos durch
die Nacht“ doch sehr gewöhnungsbedürftig war. Man fragte sich
schon, ob die Sängerin überhaupt wusste, was sie da sang.
Nach
dem Frühstück besuchten wir die Ausflugspräsentation für die drei
kanarischen Inseln. Dabei erfuhren wir am Rande, dass wir auf La
Gomera nicht die Hauptstadt, San Sebastian, anlaufen werden, sondern
den Hafen Vueltas im Südwesten der Insel. Eine Erklärung für diese
Änderung gab es nicht.
Am
Nachmittag war wieder Bingo in der Ocean Bar. Gaby hatte tatsächlich
bei ihrer ersten Teilnahme gleich das große Bingo und konnte eine
Stofftasche in Empfang nehmen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Um
17.30 Uhr hatte Kreuzfahrtdirektor Michael Schuller die Mitglieder des
Nicko Cruises Club zu einem Glas Sekt in den Captain`s Club geladen.
Es ergaben sich dabei interessante Gespräche mit anderen
Passagieren.
Zwischen
18.30 Uhr und 20.30 Uhr fand an der Lido Bar eine kulinarische Reise
von Portugal bis Indien statt. Wir hatten uns davon nicht viel
versprochen und blieben deshalb dem Event fern. Das war
wahrscheinlich ein Fehler. Andere Gäste schwärmten von den
Köstlichkeiten, die dort angeboten wurden. Also vormerken: Wenn wir
noch einmal an Bord der Vasco da Gama sind, unbedingt dort vorbei
schauen.
In
der Show Lounge sahen wir uns später die Show „Legends of Rock“
an. Ganz nett gemacht, aber auch hier wollte der Funke nicht
überspringen.
Seetag (23.01.2022),
sonnig mit Wolken, 20 Grad
Am
Vormittag präsentierte ein Crew-Mitglied an der Lido Bar die hohe
Kunst des Eisschnitzens. Das Endprodukt sollte einen Schwan
darstellen. Na, ja.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Im
Anschluss gab es Brezel und (Frei)bier an gleicher Stelle.
Statt
einer Kleinigkeit zum Mittag gönnten wir uns am heutigen Sonntag
Kaffee und Kuchen. Danach ging es in die Show Lounge zur Tombola, bei
der wir leider nichts gewonnen haben. Allerdings hatten wir auch
keine Lose erworben. Der Hauptgewinn war übrigens 50 €
Bordguthaben. Danach fand eine Talkshow mit dem Kapitän und
leitenden Offizieren statt.
Am
Abend stand im Fusion Restaurant ein indisches Menu auf dem Programm.
Für dieses spezielle Themenabendessen musste man sich vorab
anmelden. Das Ganze kostete 34,90 € pro Person. Wir haben darauf
verzichtet. Weil es im Waterfront Restaurant aber auch nichts gab,
was uns angesprochen hätte, gingen wir zum ersten Mal auf dieser
Reise ins Club Bistro und stellten uns am dortigen Buffet unser
Abendessen zusammen.
Praia, Santiago,
Kapverden (21.02.2022), sonnig mit Wolken, 26 Grad
Santiago
gilt lt. Reiseführer als die afrikanischste Insel der Kapverden.
Außerdem sei sie die größte Insel mit der abwechslungsreichsten
Landschaft. Praia mit seinen rd. 155.000 Einwohnern ist die
Hauptstadt der Kapverden; mehr als die Hälfte der Landesbevölkerung
lebt hier.
Als
wir zum Frühstück ins Club Bistro gingen, lag die Vasco da Gama
immer noch vor dem Hafen. Kurze Zeit später konnten wir dann aber
einlaufen; das Containerschiff war offensichtlich entladen worden
und hatte den Liegeplatz frei gegeben.
Unser
heutiger Ausflug „Inselrundfahrt mit Stopps in Praia und Cidade
Velha“ begann mit leichter Verspätung. Zunächst fuhren wir mit
dem Kleinbus in die Innenstadt von Praia und besuchten dort das
Ethnografische Museum. Es wurde 1997 eröffnet und befindet sich in
einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Auf zwei Etagen werden
Objekte zur Geschichte sowie zur sozialen und kulturellen
Vergangenheit Praias ausgestellt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nach
der Besichtigung verließen wir Praia und fuhren Richtung Cidade
Velha, der ehemaligen Hauptstadt der Kapverden. Bevor wir dort
ankamen, machten wir einen Abstecher zur Festung Sao Filipe, die auf
Befehl von Filipe I, König von Portugal und Spanien im 16.
Jahrhundert erbaut wurde.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weiter
ging es nach Cidade Velha, der ersten portugiesischen Siedlung auf
den Kapverdischen Inseln. 1462 unter dem Namen Ribeira Grande
errichtet, erhielt der Ort schon vier Jahre später das königliche
Monopol auf den Handel mit Sklaven. Der alte Pranger (Pelourinho) ist
ein direkter Hinweis auf die Sklaverei. Aufständische Sklaven wurden
dort bestraft. Wir schlenderten durch die Banana Road mit ihren
traditionellen Häusern; besichtigten die Kirche und hatten im
Anschluss etwas Freizeit. Cidade Velha bekam 2005 den Titel
Weltkulturerbe verliehen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Dann
fuhren wir zurück zum Schiff nach Praia. Heute hatten wir eine
einheimische Reiseleiterin, die ihre Erläuterungen sehr engagiert
und so laut vortrug, dass sie ohne Mikrofon besser zu verstehen war
als die verzweifelten Versuche der Nicko Mitarbeiterin, den Redefluss
zu übersetzen.
In
der Kabine fanden wir Ausflugsvorschläge für Gran Canaria vor. Uns
schwante da schon, dass es auch mit Boa Vista wohl nichts werden
würde. Und richtig, die Vorhersagen für morgen waren weiterhin
ungünstig, so dass ein Tendern ebenfalls nicht möglich war. Wir
legen heute Abend ab; verlassen die Kapverden und steuern nach zwei
Seetagen Gran Canaria an. Dann geht es wie geplant nach Teneriffa und
La Gomera, ehe wir am 27.01. erneut Gran Canaria anlaufen. Von dort
geht es nach Hause.
Das
einzig Erfreuliche war, dass die für heute vorgesehene weitere
Testung entfallen konnte. Wir informierten unsere Bekannten auf Boa
Vista, dass es nichts wird mit unserem Treffen und verbrachten den
Nachmittag auf dem Balkon.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Am
Abend sahen wir uns den Auftritt des Gastkünstlers, Helmut
Sanftenschneider an. Obwohl aus unserer Nachbarschaft Bochum war er
uns bis dato gänzlich unbekannt. Sein Auftritt mit traumhafter
Gitarrenmusik und Comedy war grandios. Diesen Namen werden wir uns
merken!
Sal, Kapverden (aber
nur aus der Ferne); Seetag (20.01.2022), sonnig, 24 Grad
Die
dritte Kapverdische Insel wollten wir intensiv bei einem Tagesausflug
kennen lernen. Wieder war das Club Bistro unser Frühstücksziel. Von
dort konnten wir die Insel bereits in einiger Entfernung sehen.
Während
des Frühstücks meldete sich der Kapitän über die
Schiffslautsprecher und verkündete wenig erfreuliches. Weil er dies
auf Englisch tat, erfolgte im Anschluss die Übersetzung durch den
Kreuzfahrtdirektor. Ein Tendern sei wegen des Wellenganges leider
nicht möglich; nach den Vorhersagen werde es heute auch nicht besser
werden. Daher habe man entschieden, direkt zur letzten Insel,
Santiago, weiter zu fahren. Dort kämen wir am frühen Abend an. Am
morgigen Tag fänden dann die Ausflüge auf Santiago statt; Abfahrt
sei morgen Abend um 20.00 Uhr. Ob wir übermorgen Boa Vista anlaufen
können, wo wieder getendert werden müsse, entscheide sich im Laufe
des morgigen Tages.
Durch
diese Änderung geriet auch das morgen geplante Treffen mit der
Reisebekanntschaft von der Tour mit der Amadea 2020 in Gefahr. Die
beiden machten nämlich gerade Urlaub auf Boa Vista.
Per
WhatsApp informierten wir sie, dass wir nicht morgen, sondern evtl.
übermorgen, vielleicht aber auch gar nicht Boa Vista besuchen
werden.
Den
unverhofften Seetag verbrachten wir bei einem Spezial-Bingo, das der
Kreuzfahrtdirektor höchstpersönlich leitete. Das Ganze fand in der
Hollywood`s Show Lounge statt und war zusätzlich im Programm.
Nach
einer Currywurst mit Pommes im Alfresco Grill genossen wir auf
unserem Balkon die warmen Sonnenstrahlen.
Beim
Abendessen erreichte die Vasco da Gama den Hafen von Praia. Wir
durften aber noch nicht dort fest machen, weil zunächst noch ein
Containerschiff entladen werden musste.
Ich mag jetzt am Liebsten nur von dir positive Sachen hören
Hallo Angela,
ich kann Deinen Wunsch nicht ganz erfüllen. Leider konnten wir zwei Inseln nicht anfahren, weil ein Tendern zu gefährlich gewesen wäre (Sal und Boa Vista). Das war echt schade. Ansonsten kann ich aber wirklich nur positives berichten. Morgen geht es weiter.
Mindelo, Sao Vicente,
Kapverden (19.01.2022), sonnig, 24 Grad
Die
Entfernung von Porto Novo, das wir um Mitternacht verlassen hatten
bis Mindelo beträgt lediglich 58 Seemeilen. Um 07.00 Uhr lief die
Vasco da Gama bereits in den Hafen von Mindelo ein.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weil
unser heutiger Ausflug „Höhepunkte von Mindelo“ wieder um 08.30
Uhr beginnen sollte, das Waterfront Restaurant aber erst um 08.00 Uhr
seine Pforten öffnete, mussten wir zum Frühstück ins Club Bistro.
Dort war es natürlich sehr voll, weil alle Ausflüge mehr oder
weniger früh starteten. Wir waren zum ersten Mal zum frühstücken
im Buffet-Restaurant und mussten uns zunächst mal orientieren. Das
gelang uns mehr schlecht als recht.
Frisch
gestärkt verließen wir das Schiff und begaben uns zu den
Minibussen. Zwei Busse standen für unseren Ausflug bereit. Wieder
fuhr ein Mitarbeiter des Reiseleiterteams als Übersetzer mit.
Nachdem
wir Mindelo hinter uns gelassen hatten, ging es durch karge
Landschaft zu zwei bekannten Stränden,; die Bucht Baia das Gatas und
den Praia Grande, einen weißen Sandstrand umgeben von schwarzen
Lavabergen.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
In
einem kleinen Ort, dessen Namen ich leider vergessen habe, war die
Einkehr in einem Restaurant geplant, wobei auch ein kleiner Imbiss
vorgesehen war. Offenbar hatte man die Inhaber von diesem Vorhaben
nicht in Kenntnis gesetzt, denn das Restaurant war noch geschlossen,
als wir dort eintrafen. Einige Telefonate und rd. 45 Minuten später
war dann aber alles vorbereitet. Wir konnten uns an einem kleinen
Buffet bedienen; Getränke standen ebenfalls bereit. Im Anschluss gab
es eine Capoeira Vorführung. Capoeira ist ein Kampfkunsttanz, der
von afrikanischen Sklaven, die nach Brasilien verschleppt wurden,
erfunden wurde. Auch auf den Kapverden hat Capoeira eine lange
Tradition.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Wegen
der zeitlichen Verzögerung wollte der Nicko Mitarbeiter eigentlich
die Rückfahrt zum Schiff antreten, die beiden einheimischen
Reiseleiter wollten aber unbedingt noch zum Monte Verde und meinten,
dass dies noch zu schaffen sei. Also fuhren wir in Richtung des
höchsten Punktes der Insel.
Der
Monte Verde ist rd. 750 m hoch. Die kurvenreiche Pflasterstraße
zweigt ca. 5 km östlich von Mindelo von der Straße nach Baia das
Gatas ab. Als ich von unten sah, was uns dort oben erwartete, wurde
mir etwas mulmig. Die Straße windet sich in zahlreichen Kurven an
der Bergflanke nach oben; recht schmal, ohne Leitplanken, aber mit
atemberaubenden Aussichten. Dass unser Minibus keine Sicherheitsgurte
aufwies, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Diese Straße
ist definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Am
Nachmittag war ein weiterer Antigen-Schnelltest angesetzt. Dieses Mal
erfolgte ein deckweiser Aufruf, so dass sich keine langen Schlangen
vor der Hollywood`s Show Lounge bildeten.
Zum
Abendessen gingen wir wieder in das Waterfront Restaurant. Um 20.00
Uhr wurden die Leinen gelöst und die Vasco da Gama machte sich auf
den Weg zur Insel Sal.
Porto Novo, Santo
Antao, Kapverden (18.01.2022), sonnig, 24 Grad
Unsere
erste Kapverdische Insel, Santo Antao, erreichten wir gegen 07.00
Uhr. Die Vasco da Gama lag vor Porto Novo auf Reede. Dieser Ort mit
seinen rd. 10.000 Einwohnern ist die Haupt- und Hafenstadt der
Insel.Weil Santo Antao über keinen Flughafen verfügt, ist der
Schiffsverkehr sehr wichtig. Täglich gibt es Autofähren nach
Mindelo auf der gegenüberliegenden Insel Sao Vicente.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Treffpunkt
für unseren heutigen Ausflug „Inseltour Santo Antao“ war um
08.30 Uhr in der Hollywood`s Lounge, also war zeitiges Aufstehen und
Frühstücken angesagt.
Die
Fahrt mit dem Tenderboot dauerte rd. 10 Minuten. Im Hafen warteten
schon etliche Minibusse und Jeeps auf die Passagiere. Unsere
Busnummer hatten wir bereits an Bord erhalten, so dass wir sofort
einsteigen konnten.
Nach
kurzer Wartezeit, in der geklärt wurde, ob Vertreter der
Gesundheitsbehörde unsere negativen Testergebnisse sehen wollten
(wollten sie nicht), fuhren wir los. Weil der einheimische
Reiseleiter nur englisch sprach, begleitete ein Mitarbeiter des
Ausflugsteams unseren Bus und übersetzte. Es waren insgesamt drei
Busse für unseren Ausflug; die Übersetzung war aber auch in den
anderen Bussen gut zu hören.
Unser
Ziel war die Verbindungsstraße zwischen Port Novo im Osten und
Ribeira Grande im Norden der Insel. Der dazwischen liegende
Gebirgszug ist gleichzeitig die Grenze zwischen der Wüstenlandschaft
rund um Porto Novo und dem grünen Norden.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
In
engen Serpentinen windet sich die Straße die Berge hinauf. Wegen des
durchgängigen Kopfsteinpflasters wird man ganz schön
durchgeschüttelt.
Am
Cova Krater legten wir den ersten Stopp ein. An dieser Stelle ist die
Insel einst entstanden. Der Krater ist eine vulkanische Caldera, an
deren Fuß Mais und Bohnen angebaut werden. Dort wohnen heute noch
etwas mehr als 10 Bauern.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Ab jetzt ging es wieder abwärts.
Schließlich erreichten wir Ribeira Grande; ein Stopp war dort nicht
vorgesehen, so dass wir das Städtchen (2.500 Einwohner) links liegen
ließen.
Nächstes
Ziel war der Eingang zum Paul-Tal. Dieses Tal wird auch als das grüne
Herz der Insel bezeichnet. Zuckerrohr, Bananen, Papaya, Mangos,
Kartoffeln und Gemüse werden hier angebaut. Uns interessierte
hauptsächlich das Zuckerrohr und das daraus hergestellt
Nationalgetränk der Kapverden, der Grogue. In einer traditionellen
Brennerei erfuhren wir Wissenswertes über dessen Herstellung und
konnten einige Sorten verkosten.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Zurück
zum Schiff fuhren wir entlang der Küste. Diese Straße war sogar
teilweise asphaltiert! Das war ein interessanter Ausflug, der uns die
verschiedenen Facetten der Insel näher gebracht hat.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der
Hunger führte uns auf der Vasco da Gama zum Alfresco Grill, wo wir
uns einen Cheeseburger genehmigten. Später erwarben wir an der
Rezeption ein Internet-Paket, 500 MB für 25 €. Bis zum Ende der
Reise haben davon etwa die Hälfte verbraucht; wahrscheinlich hätte
das ebenfalls angebotene Paket mit 250 MB für 15 € auch gereicht.
Am
Abend sahen wir uns die Show „Eine Nacht auf der Reeperbahn“ an.
Gut gemacht, aber die Stimmung wollte im Gegensatz zu ähnlichen
Shows auf anderen Schiffen nicht so recht rüberkommen.
In
der Nacht benutzten wir zum ersten Mal die mitgeführten Ohrstöpsel,
weil es in der Kabine an einigen Stellen mehr oder weniger laut
knarzte.
Nach
dem Frühstück im Waterfront Restaurant verfolgten wir die
Präsentation der Ausflüge auf Santo Antao und Sao Vicente.
Mittags
gab es einen Salat im Club Bistro. Bingo war am Nachmittag angesagt.
Im Gegensatz zum Bingo auf der Phoenix Flotte ging es dabei nicht um
Geld; ein Einsatz war nicht nötig. Die Gewinner erhielten Nicko
Acessoirs, wie Kappen, Tassen oder Taschen.
Nach
dem Abendessen im Waterfront Restaurant wohnten wir in der
Hoolywood`s Show Lounge dem Kapitäns-Willkommensempfang bei. Kapitän
Michail Smyrnaios aus Griechenland stellte seine Offiziere vor; bei
dieser Veranstaltung konnten wir mit einem Glas Sekt anstoßen. Im
Anschluss präsentierte eine Sängerin des Showensembles Lieder u.a.
von Edith Piaf, Adele und Barbara Streisand.
In
der Nacht wurden die Uhren um eine Stunde zurück gestellt.
Seetag (17.01.2022),
sonnig mit Wolken, 20 Grad
Die
Uhrumstellung verursachte heute morgen einige Probleme. Auf meinem
Handy, wo ich händisch die Uhr umgestellt hatte, war es 07.50 Uhr;
der Bordfernseher zeigte 08.50 Uhr. Weil es auch schon recht hell
war, beeilten wir uns, um noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen.
Nach
dem Frühstück ließen wir uns an der Rezeption die richtige Zeit
nennen und siehe da, die Eile wäre nicht nötig gewesen, das Handy
zeigte die richtige Uhrzeit an.
Wieder
ging es dann zur Präsentation der Ausflüge auf den restlichen
Kapverdischen Inseln. Wir beschlossen dabei, dass wir uns auf Boa
Vista den Jeeps anvertrauen wollten.
Nach
einer Kleinigkeit zum Mittag im Club Bistro lauschten wir dem Vortrag
des Lektors über die Kapverdischen Inseln. Schon der Name des
Lektors, Dr. Rainer Pelka, kam uns bekannt vor. Als wir ihn dann
sahen, war uns auch klar, woher. Er war auch Lektor auf der Amadea,
bei unserer Traumreise von San Francisco nach Miami (bzw.
Bremerhaven) im Februar/März 2020.
Weil
die Kapverden für die Einreise einen höchstens 48 Stunden alten
Antigen-Schnelltest verlangen, fand dieser am Nachmittag in der
Hollywood`s Show Lounge statt. Das Ergebnis bekam man später
schriftlich auf die Kabine. Einige fehlende Kabinen mussten noch
einmal extra aufgerufen werden.
Unter
dem Motto „Kabine öffne dich“ konnten ab 17.00 Uhr einige
Kabinen besichtigt werden. Ich zeige hier mal ein paar Fotos von der
Penthouse Suite mit Balkon auf Deck 10. Es konnten aber auch
Außenkabinen mit Fenster oder Bullauge und Innenkabinen in
Augenschein genommen werden.
gut eine Woche nach unserer Rückkehr von der Reise mit der Vasco da Gama sind alle Notizen und Fotos geordnet, so dass ich mit meinem Reisebericht beginnen kann. Vorweg; wieder lief nicht alles nach Plan. Das lag dieses Mal aber (fast) nicht an dem Virus, sondern hatte andere Gründe.
Also, los geht`s
Schon
im Januar 2021 bestand die Absicht, meinen runden Geburtstag im
Rahmen einer Kreuzfahrt zu den Kapverdischen Inseln zu verbringen.
Damals machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung.
Weil
aufgeschoben nicht aufgehoben ist, starteten wir 2022 einen neuen
Anlauf. Dabei fiel uns im Katalog von Nicko Cruises eine Reise ins
Auge, die insgesamt fünf Kapverdische Inseln und dazu noch einen
Abstecher in den Senegal umfasste. Diese Reise sollte es sein und so
buchten wir relativ früh eine Balkonkabine auf Deck 9 auf der Vasco
da Gama, einem uns noch unbekanntem Schiff.
Nach
Eingabe der Manifest-Daten (für diese Reise war ein Reisepass
notwendig) warteten wir auf die Freischaltung der Ausflüge. Bevor
dies erfolgte, teilte uns Nicko Cruises jedoch mit, dass der Senegal
nicht angelaufen werden könne, weil die Häfen Anfang 2022 noch
nicht für Kreuzfahrtschiffe freigegeben seien. Statt Dakar werde die
Vasco da Gama Teneriffa und La Gomera ansteuern. Wir buchten dann
Ausflüge auf allen Kapverdischen Inseln und auf Teneriffa, außerdem
Sitzplätze mit größerer Beinfreiheit für den Hinflug mit
Eurowings. Zu guter Letzt holten wir uns den QR Code für die
Einreise nach Spanien.
Hinflug nach Las
Palmas und Einschiffung (15.01.2022), sonnig, später wolkiger, 20
Grad
Weil
vor der Einschiffung im Terminal ein Antigen-Schnelltest durchgeführt
werden würde, gingen wir sicherheitshalber am Vortag in das hiesige
Testzentrum und ließen uns dort testen; Ergebnis: negativ.
Unser
Flug ging um 07.15 Uhr ab Düsseldorf; also hatten wir einen
Flughafenzubringer für 04.00 Uhr zu uns bestellt. Pünktlich fuhren
wir los und erreichten den Flughafen nach etwa 1 stündiger Fahrt.
Die Eurowings-Schalter waren schon geöffnet; es herrschte noch wenig
Betrieb, so dass wir innerhalb von 10 Minuten einchecken konnten.
Bereits hier musste der QR Code für die Einreise nach Spanien
vorgezeigt werden.
Bevor
wir zur Sicherheitskontrolle gingen, verspeisten wir die mitgenommen
Brote, um etwas im Magen zu haben. Auch bei der Sicherheitskontrolle
gab es keine Wartezeiten.
Mit
etwas Verspätung starteten wir Richtung Süden. Der Flug verlief
ohne besondere Vorkommnisse. Getränke oder Speisen gab es nur gegen
Bezahlung, wobei nur Kartenzahlung möglich war.
Gegen
11.00 Uhr Ortszeit (1 Stunde gegenüber Deutschland zurück) landeten
wir in Las Palmas. Auf dem Weg vom Flieger zum Kofferband wurde der
QR Code erneut kontrolliert. Nachdem wir unsere Koffer wohlbehalten
in Empfang genommen hatten, ging es Richtung Ausgang, wo uns
Mitarbeiter von Nicko den Weg zum Bus wiesen.
Die
Abfahrt verzögerte sich etwas, weil angeblich noch ein Passagier
fehlte; später stellte sich nach wiederholter Zählung aber heraus,
dass wir vollzählig waren.
Den
Hafen von Las Palmas erreichten wir gegen 12.30 Uhr. Ein Mitarbeiter
von Nicko informierte uns, dass ab 13.00 Uhr der Antigen-Schnelltest
durchgeführt werde; danach erfolge die Einschiffung.
Nächste
Station nach überstandenem Schnelltest war die Kontrolle des
Impfstatus. Und hier bekamen wir mit, dass einem Passagier das
Betreten des Schiffes verweigert wurde. Er hatte nämlich nur seinen
gelben Impfausweis dabei; nicht aber den QR Code. Weil dieser aber
ausdrücklich in den Unterlagen zur Reise gefordert wurde, verbunden
mit dem Hinweis, dass der Impfausweis nicht ausreicht, war für
ihn die Reise zu ende, bevor sie überhaupt begonnen hatte.
Später
erfuhren wir, dass es einen zweiten Fall dieser Art gegeben habe.
Im
Anschluss erhielten wir unsere Bordkarten und nach dem
obligatorischen Foto betraten wir zum ersten Mal die Vasco da Gama.
Unsere
Kabine (9175) fanden wir schnell und waren ob der Größe angenehm
überrascht. Beim Betreten des Balkons fiel unser Blick auf die
nebenan liegende AIDA Nova; außerdem lagen auch die Sea Cloud I und
II in Sichtweite.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Weil
die Koffer noch auf sich warten ließen, gönnten wir uns ein kleines
Mahl im Club Bistro. Danach waren auch die Koffer auf der Kabine und
wir konnten uns ans Auspacken begeben. Später ließen wir uns auf
dem Außendeck nieder; die Sonne schien und das Bier schmeckte.
Die
Sicherheitsübung um 17.30 Uhr wurde nach Decks aufgerufen. Wir
begaben uns mit Rettungswesten zu unserem Rettungsboot; dort wurden
wir in einer Liste abgehakt und das wars. Die Informationen, was im
Notfall zu beachten ist, sollte man sich im Fernseher anschauen.
Vor
dem Abendessen buchten wir noch das Getränkepaket Classic, nachdem
wir unseren Getränkekonsum hochgerechnet hatten. Außerdem
erkundigte sich Gaby nach dem Ausflug auf Boa Vista, weil wir auf
unserer Kabine die Mitteilung vorgefunden hatten, dass wegen der
Straßenzustände alle Ausflüge ausschließlich mit 4x4 Jeeps
durchgeführt werden können. Wir stornierten den Ausflug aber noch
nicht; wollten erst einmal eine Nacht darüber schlafen.
Beim
Abendessen im Waterfront Restaurant führten wir nette Gespräche mit
einem Ehepaar aus Sachsen.
Beim
Ablegen um 20.00 Uhr erlebten wir dann noch eine Premiere; das erste
Mal nach nunmehr 23 Kreuzfahrten gab es keinen Sekt. Ein etwas
schwaches Bild von Nicko Cruises.
Das war mein Bericht über unsere erste Kreuzfahrt mit Schiffswechsel.
Nach der Kreuzfahrt ist vor der Kreuzfahrt. Die Unterlagen sind schon da; am Samstag geht es mit dem Flieger nach Las Palmas und dort auf die Vasco da Gama von Nicko Cruises zu unserer Kreuzfahrt zu den Kapverdischen Inseln.
So ganz wohl ist es uns dabei nicht, weil in letzter Zeit ja einige Schiffe Corona bedingte Probleme hatten.
Drückt die Daumen, dass alles gut geht.
Ich werde dann berichten, wie es uns auf der Vasco da Gama gefallen hat; sie ist Neuland für uns.
Das
war eine wirklich abwechslungsreiche Reise über den Jahreswechsel.
Zwar hätten wir Silvester lieber in Amsterdam gefeiert, das war
wegen des Lockdowns aber nicht möglich. So waren wir zufrieden, dass
wir überhaupt eine Flusskreuzfahrt unternehmen konnten. Die
Alternativroute war auch nicht schlecht.
Die
baugleichen Schiffe Rhein Melodie und Symphonie sind schon etwas
älter; Indienststellung der Symphonie war 2002. Eine Renovierung
erfolgte 2018; seitdem ist sie wohl auch für Nicko Cruises im
Einsatz. Sie bietet Platz für 196 Passagiere; bei unserer Reise
waren aber nur 129 Passagiere an Bord; auf der Rhein Melodie sogar
nur 113.
Die
Symphonie verfügt über drei Passagierdecks. Die Kabinen auf dem
Hauptdeck verfügen über nicht zu öffnende Fenster. Die größeren
Fenster auf dem Mitteldeck lassen sich öffnen, während die Kabinen
auf dem Oberdeck über französische Balkone verfügen. Die Kabinen
sind lt. Prospekt ca. 14,5 qm groß.
Wir
hatten eine Kabine auf dem Oberdeck, ausgestattet mit einem
Doppelbett, einem Tisch mit zwei Stühlen, einem Schrank und einer
Art Kommode mit einem Hocker. Ablagemöglichkeiten waren ausreichend
vorhanden. Die Klimaanlage ließ sich abstellen; Safe, Haartrockner
und TV waren ebenfalls vorhanden. Auch im Bad konnten wir alles
unterbringen. Die Dusche verfügte über einen Vorhang.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Im
Bug des Schiffes befinden sich der Salon (Oberdeck) und das
Restaurant (Mitteldeck). Eine kleine Bibliothek mit einigen
Sitzmöglichkeiten ist im Heck auf dem Oberdeck.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Bei
der Einschiffung bekam man für die Dauer der Reise einen festen
Tisch im Restaurant zugeteilt.
Das
Frühstück wurde in Buffetform angeboten mit allem was man auch in
einem guten Hotel erwartet. Man bediente sich selbst, wobei
bereitstehende Einmalhandschuhe zu nutzen waren. Mittag- und
Abendessen wurden am Platz serviert. Bei den Hauptspeisen hatte man
die Auswahl zwischen Fisch, Fleisch oder vegetarisch. Die Auswahl für
Mittags und Abends wurde bereits während des Frühstücks getroffen.
Insgesamt war das Essen in Ordnung mit etwas Luft nach oben. Wirklich
leckere Speisen wechselten sich mit merkwürdigen Zusammenstellungen
ab. Außer der offensichtlich mißratenen Ente ist mir Fisch mit
Grünkohl in Erinnerung geblieben; eine Kombination,die uns allen
noch nie begegnet war. Zudem war der Grünkohl trocken wie Stroh.
Das
Getränkepaket hat sich für uns auf alle Fälle bezahlt gemacht,
zumal auch zum Mittag- und Abendessen keine Getränke im Reisepreis
inkludiert waren.
Die
Crewmitglieder waren durchweg freundlich und aufmerksam. Ein
besonderes Lob gilt der Kreuzfahrtleiterin Maria aus St. Petersburg,
die den Umzug von der Melodie auf die Spirit und die Symphonie
wirklich toll gemanagt hat. Kritik musste sie sich von einem Gast
anhören, der offensichtlich an allem etwas auszusetzen hatte. Ich
stand beim Einchecken auf der Symphonie in seiner Nähe, als auf
einen Schlag 40 Passagiere ihre Kabinenkarten haben wollten. Drei
MitarbeiterInnen kümmerten sich darum, dass das zügig vonstatten
ging. Dabei beschwerte er sich darüber, dass eine Mitarbeiterin
keine Maske trug. Allerdings war der komplette Rezeptionsbereich mit
Plastikwänden abgegrenzt. Trotzdem bestand er darauf, dass sie den
Mund- Nasenschutz aufsetzt.
Das
gibt mir Gelegenheit, zum Abschluss noch etwas zu den
Hygienemaßnahmen an Bord zu sagen. Wegen der geringen Auslastung war
das Einhalten des Mindestabstandes kein Problem. Auch an den großen
Tischen im Restaurant blieben noch Stühle frei, so auch an unserem,
an dem statt 8 auch 12 Passagiere hätten sitzen können. Täglich
wurde beim Betreten des Restaurant zum Mittagessen die Temperatur
gemessen.
Als
wir heute morgen zum Frühstück gingen, war das Restaurant schon
ziemlich verwaist. Die „alten“ Passagiere warteten zum größten
Teil auf die Busse, die zum Bahnhof oder den Globus Garagen fahren
sollten, bzw. auf die vorbestellten Taxis.
Um
09.30 Uhr war die Ausschiffung beendet; die Symphonie nahm Kurs auf
Bonn. Warum wir nicht in Köln blieben sondern wieder flussaufwärts
fuhren und uns damit von Duisburg entfernten, kann ich nicht sagen.
Vielleicht waren die Liegegebühren in Bonn niedriger?
Die
ehemalige Bundeshauptstadt erreichten wir zur Mittagszeit. Wir lagen
unweit der Kennedybrücke. Von hier aus war es nicht weit bis in die
Innenstadt. Dort sahen wir uns ein wenig um; verließen sie aber
relativ schnell wieder, weil dort Maskenpflicht herrscht. Uns zog es
deshalb an die Rheinpromenade.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nach
2 Stunden waren wir wieder auf dem Schiff. Es hatte inzwischen zu
regnen begonnen.
Nach
dem Abendessen ließ sich unsere komplette Gruppe im Salon nieder und
so verging die Zeit bei angeregten Gesprächen.
Um
21.00 Uhr verließ die Symphonie Bonn und steuerte Duisburg an.
Nachdem sich unsere Runde aufgelöst hatte, packten wir noch unsere
Koffer.
Duisburg, Ausschiffung
und Rückreise (04.01.2022)
Die
Koffer sollten bis 07.15 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden. Von
dort wurden sie von der Crew an Land gebracht.
Wir
trafen uns zum letzten Frühstück, verabschiedeten uns dann herzlich
von unseren Tischnachbarn und dem immer zu Scherzen aufgelegten
Tischkellner aus Ägypten, der am 06.01. seinen verdienten
Heimaturlaub angetreten hat.
Das
bestellte Taxi kam pünktlich und brachte uns zum Hauptbahnhof. Um
11.00 Uhr sind wir wohlbehalten in der Heimat angekommen.