Beiträge von Blu51

    Hallo zusammen,

    den Ausflug "Zauberhaftes Oia", den wir am 23.08.2019 unternommen haben (Preis 49 € pro Person) habe ich bereits in meinem Reisebericht beschrieben. Ich wurde darum gebeten, ihn auch hier einzustellen, auch um erneut auf die Situation der Esel aufmerksam zu machen. Der Bitte komme ich gerne nach.

    Weil wir wussten, das es vom Tenderhafen nur drei Möglichkeiten gibt, hoch nach Thira, dem Hauptort der Insel, zu kommen (Seilbahn, zu Fuß oder per Esel) und der Ritt auf einem Esel für uns nicht in Frage kam, hatten wir den Ausflug „Zauberhaftes Oia“ gebucht, bei dem wir von einem anderen Hafen mit dem Bus nach oben befördert wurden.

    Übrigens äußerte sich auch die Hafeninformation von TUI Cruises kritisch zu den Esel- und Maultierausflügen; man solle sich vergewissern, dass die Tiere genügend Wasser und einen Unterstand haben, sie gut behandelt werden, keine Verletzungen haben oder gezwungen werden, unangemessene Lasten zu tragen.

    Treffpunkt war heute schon um 07.15 Uhr, also noch zeitiger als gestern. Um kurz nach 06.00 Uhr saßen wir deshalb schon beim Frühstück im Anckelmannsplatz. In der Morgendämmerung sahen wir zwei weitere Schiffe vor Anker liegen; die Celebrity Edge und ein kleineres Schiff von Celestyal Cruises.

    Im Theater erhielten wir später sog. Tenderkarten, die einen Ländernamen trugen; in unserem Fall „England“. Sobald das Tenderboot bereit stand, wurde der Ländername aufgerufen und die Passagiere konnten sich zur Tenderluke auf Deck 3 begeben. Das Tendern übernahmen örtliche Boote; die Rettungsboote der Mein Schiff Herz mussten nicht zu Wasser gelassen werden.

    In rd. 15 minütiger Fahrt brachte uns das Boot zum Hafen von Athinios, unterhalb von Pyrgos gelegen. Hier legen alle Fähren und Frachtschiffe an; während die Kreuzfahrtschiffe eben unterhalb von Thira liegen. Im Hafen warteten bereits zahlreiche Ausflugsbusse auf uns. Mit diesen fuhren wir über eine Serpentinenstraße nach oben.

    Unsere heutige einheimische Reiseleiterin sprach englisch, deshalb begleitete uns Anni vom Ausflugsteam und übersetzte. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Witzigerweise stammt sie aus Hattingen; ganz in der Nähe unserer Heimatstadt. Auch sie wies noch einmal auf die Situation der Esel und Maultiere hin und bat uns, bei der Rückkehr zum Schiff im Interesse der Tiere auf einen Transport mit ihnen zu verzichten.

    Unser erstes Ziel war der Profitis Ilias, mit seinen 567 Metern die höchste Erhebung Santorins. Auf dem Gipfel befindet sich eine militärische Radaranlage. Man hat von dort oben einen schönen Blick über die Insel.

    Weiter ging es über eine relativ neue Küstenstraße nach Oia (gesprochen: Ia). Auf dem Weg vom Busparkplatz ins Städtchen sahen wir ein weiteres Kreuzfahrtschiff Richtung Thira schippern. Lt. unserer Reiseleiterin war das ein türkisches Schiff, auch nicht allzu groß.

    In Oia hatten wir dann Freizeit für eigene Erkundungen dieses spektakulär am Kraterrand gelegenen Ortes. Bei unserem ersten Besuch hatten wir mit zahlreichen anderen Touristen den angeblich schönsten Sonnenuntergang der Kykladen bewundert. Davon waren wir heute natürlich noch weit entfernt. Aber auch ohne Sonnenuntergang verzaubert einen dieser Ort. Kein Wunder, dass wir ein Hochzeitspaar sahen, dass sich später sogar auf einer Kirche ablichten ließ. Vielleicht handelte es sich aber auch um Werbeaufnahmen.

    Nachdem wir uns sattgesehen und nebenbei auch noch Ansichtskarten für die Lieben daheim erworben hatten, brachte uns der Bus nach Thira, den kleinen Hauptort der Insel (ca, 2.000 Einwohner). Hier endete der Ausflug. Wir bekamen Karten für die Seilbahn ausgehändigt und hatten dann Zeit für eigene Unternehmungen.

    Wir schlenderten durch die Gassen und langsam machte sich ein kleiner Hunger bemerkbar. Das Frühstück zu nachtschlafender Zeit war nämlich nicht allzu üppig ausgefallen. Also suchten wir uns ein Restaurant mit tollem Blick auf das Meer und die unter uns liegenden Schiffe. Diesen Blick muss man aber auch mitbezahlen. So kostete z.B. ein kleines Bier stolze 8 €.

    Gut gestärkt machten wir uns langsam auf den Rückweg. Die Schlange vor der Seilbahnstation war zwar schon ziemlich lang; lange warten mussten wir aber nicht. Die sechs Seilbahngondeln (jede hat Platz für 6 Personen) fahren im Abstand von 3 Minuten. Unten angekommen erschien auch bald ein Tenderboot. Diesmal dauerte das Tendern nur wenige Minuten.

    Hier noch ein kleines Fazit des Ausfluges (im Reisebericht nicht enthalten): Oia und Thira waren zwar mit Touristen gut gefüllt, aber nicht überlaufen. Das mag daran gelegen haben, dass "nur" vier Kreuzfahrtschiffe vor Anker lagen; davon zwei kleinere. Beide Orte sind wunderschön und bieten traumhafte Ausblicke.

    Für den Rückweg zum Schiff haben wir, wie beschrieben, die Seilbahn genutzt, obwohl wir beide nicht gerade begeisterte Seilbahnfahrer sind. So habe ich mich z.B. während meiner Berufstätigkeit bei einem Betriebsausflug nach Boppard am Rhein standhaft geweigert, den Sessellift zum Aussichtspunkt "Vierseenblick" auch für den Rückweg zu wählen, nachdem ich mit zitternden Knien oben angekommen war. Eine Kollegin und ich sind dann zu Fuß hinunter, trotz der Tatsache, dass ihr Schuhwerk dafür eigentlich nicht geeignet war.

    In Thira ist es aber kein Lift, sondern eine Gondel und die Fahrt dauert auch nur 2 - 3 Minuten.

    Wir haben auch mit Passagieren gesprochen, die den Eselsweg zu Fuß gegangen sind. Sie beschrieben den Abstieg zwar als anspruchsvoll aber machbar. Achten sollte man auf die Esel, die von hinten oder vorn kommen und deren Hinterlassenschaften.

    Ich würde gerne einen Reisebericht über eure Flusskreuzfahrt lesen.

    Hallo zusammen,

    weil sich auch andere Foris für Flusskreuzfahrten interessieren und meine Frau mich ebenfalls zu einem Bericht drängt, kann ich schlecht nein sagen.

    Die erste Reise startet bereits am kommenden Dienstag in Passau und endet am 18.09. in Köln. Wir fahren mit der Sonata, die von einem niedersächsischen Unternehmen gechartert wurde. Nach Rückkehr von dieser Tour hört ihr von mir.

    Die Weihnachtsmarkttour ist im Dezember mit der Adora von Phoenix. Dies ist eine "Leserreise" unserer Zeitung, d.h. der Bustransfer nach Nürnberg und zurück ist ein Geschenk der Tageszeitung.

    Nochmals vielen Dank für euer Interesse an meinem Reisebericht und die vielen netten Kommentare.


    Schönes Wochenende

    Peter

    Rückreise (26.08.)

    Zum zweiten Mal auf dieser Reise saßen wir um kurz nach 06.00 Uhr im Anckelmannsplatz und gönnten uns ein bescheidenes Frühstück, weil wir beide zu so früher Stunde noch nichts runter bekommen. Das Restaurant hatte schon seit 04.00 Uhr geöffnet, weil der erste Transfer zum Flughafen bereits um 05.00 Uhr angesetzt war.

    Wir waren um 07.15 Uhr an der Reihe. Am Flughafen angekommen, ging das Einchecken zügig vonstatten. Wir hatten uns die gleichen XL Sitze wie auf dem Hinflug reserviert.

    Der Condor Flieger, der uns zurück nach Düsseldorf bringen sollte, landete mit einer Verspätung von einer halben Stunde. Später erklärte der Kapitän, dass dies mit einzuhaltenden Ruhezeiten für ihn und den Co-Piloten zusammen hänge.

    Nach ruhigem Flug landeten wir gegen 13.30 Uhr in Düsseldorf. Das Auto war schnell abgeholt und gegen 17.00 Uhr waren wir wieder daheim.


    Fazit

    Weil wir schon dreimal mit der Mein Schiff Herz (damals noch Mein Schiff 2) unterwegs gewesen sind, wussten wir, was uns erwartet. Insgesamt war dies die siebte Kreuzfahrt mit TUI Cruises (zwei mit der alten Mein Schiff 1, eine mit der Mein Schiff 3).

    Wieder haben wir uns an Bord sehr wohl gefühlt. Unsere Balkonkabine 8223 lag strategisch günstig nahe des Treppenhauses C, so dass sowohl der Weg zum Atlantik Restaurant nach unten als auch zum Anckelmannsplatz nach oben nicht weit war.

    Maschinen- oder sonstige Geräusche haben wir nicht wahrgenommen. In der Nacht blieb die Balkontür immer auf. Mit Meeresrauschen im Hintergrund lässt es sich halt prima einschlafen.

    Das Schiff war wegen der Ferienzeit sehr gut ausgelastet. Das merkte man in erster Linie an den Seetagen auf dem Pooldeck; dort war es dann recht voll. Aber wir hatten ja unseren Balkon als Ausweichmöglichkeit.

    Zum Frühstück waren wir immer im Anckelmannsplatz; einen Platz haben wir stets gefunden. Dass wir auf dieser Reise zum Abendessen nur ins Atlantik gegangen sind, lag zum einen daran, dass wir dort immer etwas nach unserem Geschmack gefunden haben, zum anderen natürlich auch an der netten Gesellschaft, die wir dort jeden Abend hatten. Auf diesem Wege noch mal schöne Grüße an Nicole und Christian und ihre Kids.

    Die Route können wir nur jedem ans Herz legen. Es ist natürlich von Vorteil, wenn die Ankunft auf Malta schon am Vormittag erfolgt; so kann man La Valletta noch ausgiebig erkunden.

    Die Akropolis sollte man vielleicht bei Regen im November besuchen, da sind dann bestimmt weniger Menschenmassen unterwegs.

    Highlight war eindeutig Santorin. Hier reiht sich ein Postkartenmotiv an das nächste. Einfach traumhaft.

    Beim nächsten Mal würden wir diese Reise möglicherweise eher im Mai oder September machen; dann ist es vielleicht nicht so heiß.

    Für uns war das die letzte Hochseekreuzfahrt in diesem Jahr. Allerdings warten noch zwei Flusskreuzfahrten auf uns. Bald schon geht es von Passau aus über den Main-Donau-Kanal nach Köln; im Dezember dann für ein paar Tage ab Nürnberg zu Weihnachtsmärkten entlang dieses Kanals. Bei Interesse würde ich von diesen beiden Touren ebenfalls berichten.

    Nächstes Jahr wartet dann das Traumschiff auf uns; es geht als Teilabschnitt der Weltreise mit der Amadea von San Francisco nach Miami.

    So, das war es von mir. Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Reise gefolgt sind; danke auch für die netten Kommentare.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende.

    Peter

    2. Seetag (24.08.), sonnig, 28 Grad

    Den heutigen 2. Seetag gingen wir ganz gemächlich mit einem ausgiebigen Frühstück im Anckelmannsplatz an. Dort gab es später dann auch eine Kleinigkeit zum Mittagessen.

    Unsere Stammgäste-Gutscheine über jeweils 2 Pralinen und einen Champagner lösten wir im Verlaufe des Nachmittags ebenfalls ein.

    Ansonsten genossen wir wieder das tolle Wetter auf unserem Balkon. Abendessen gab es in bewährter Runde im Atlantik.

    Der heutige Zimmergenosse war deutlich niedlicher als der gestrige.

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    Catania, Sizilien, Italien (25.08.), Sonne, 32 Grad

    Weil Catania Neuland für uns war, hatten wir uns hier für einen Ausflug „Catania zu Fuß mit sizilianischer Erfrischungspause“ entschieden. Um 09.00 Uhr sollte es losgehen; endlich einmal eine zivile Zeit.

    Bereits beim Einlaufen in den Hafen um kurz vor 08.00 Uhr sahen wir in der Ferne den Ätna, umgeben von einer kleinen Rauchwolke.

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    Gestärkt vom Frühstück versammelten wir uns um 09.00 Uhr vor dem Terminal; dort trafen wir auf unsere einheimische Reiseleiterin. Wir erhielten von einer Mitarbeiterin Audio Guides und verließen per Pedes den Hafenbereich.

    Das erste Ziel war der Piazza del Duomo, das Herzstück der Altstadt Catanias. In der Mitte des Domplatzes erhebt sich Giovanni Battista Vaccarinis Elefantenbrunnen. Er zeigt einen aus schwarzer Lava geschnitzten Elefanten, der von einem ägyptischen Obelisken überragt wird. Das Rathaus und die Kathedrale Catanias befinden sich ebenfalls am Domplatz.

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    Weil die Kathedrale wegen eines Gottesdienstes noch nicht betreten werden konnte, legten wir in einem Cafe am Rande des Domplatzes unsere Erfrischungspause ein. Zunächst konnten wir uns an Mineralwasser bedienen, dann gab es eine Brioche und dazu Granita. Das ist eine gefrorene sizilianische Süßspeise mit einer Sorbet-ähnlichen Konsistenz. Sehr schmackhaft.

    Nach dieser Erfrischung war auch der Gottesdienst beendet und wir gingen zur Kathedrale. Die Außenfassade ist aus weißem Marmor; sie ist der hl. Agatha gewidmet, einer jungen Frau, die der Legende nach gefoltert wurde, weil sie die amourösen Annäherungsversuche eines römischen Präfekten abgelehnt hatte. Eine Innenbesichtigung schloss sich an. Im Inneren befindet sich u.a. das Grab von Vincenzo Bellini, dem berühmten klassischen Komponisten. Geboren 1801 in Catania ist er Autor zahlreicher Opern, darunter Norma, sein Meisterwerk.

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    Hinter dem Domplatz befindet sich der Fischmarkt (Pescheria). Weil heute Sonntag war, sahen wir nur den Ort, nicht jedoch die feilgebotenen Waren. Ansonsten findet der Markt jeden Morgen an Wochentagen statt.

    Letztes Ziel war der Universitätsplatz (Piazza dell´Universita). Er ist von zwei prächtigen Palästen umgeben, die sich gegenüber liegen. Beide Paläste haben schöne Fassaden und reizende Innenhöfe.

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    Zurück am Domplatz endete der Ausflug. Die Reiseleiterin bot an, nach einer Freizeit von etwa einer Stunde die Gruppe zurück zum Schiff zu führen; die meisten gaben aber ihre Audio Guides ab und wollten später auf eigene Faust zum Schiff. So auch wir.

    Nachdem wir noch einige Gassen durchstreift hatten, spazierten wir langsam zur Mein Schiff Herz zurück. Dort gab es eine Kleinigkeit im Anckelmannsplatz. Anschließend war relaxen auf dem Balkon angesagt.

    Im Laufe des Nachmittags mussten dann die Koffer gepackt werden. Die Reise neigte sich unweigerlich dem Ende entgegen. Abreiseinformationen hatten wir gestern schon erhalten.

    Um 19.00 Uhr erklang zum letzten Mal der Auslaufsong von Unheilig und wir verabschiedeten uns von Catania.

    Nach dem Abendessen im Atlantik trafen wir uns später mit unseren netten Tischnachbarn in der Schau Bar auf einen Abschiedsdrink. Bald rief dann auch die Koje; unser Transfer zum Flughafen sollte um 07.15 Uhr starten. Noch früher, nämlich um 05.45 Uhr, waren unsere Tischnachbarn an der Reihe.


    Morgen folgen Rückreise und Fazit

    Santorin, Griechenland (23.08.), sonnig, 29 Grad

    Auch diese zauberhafte Insel hatten wir in jüngeren Jahren besucht und dort zwei Wochen Urlaub verbracht. Damals lag dort, soweit wir uns erinnern können, ein einziges Kreuzfahrtschiff vor Anker. Das hat sich mit dem Boom der Kreuzfahrten erheblich geändert. Wir hatten schon von elf Schiffen an einem Tag gehört; eindeutig zu viel für das Archipel.

    Im Vorfeld hatten wir im Internet recherchiert; danach sollte heute außer der Mein Schiff Herz nur noch ein weiteres Kreuzfahrtschiff vor Santorin liegen. Zu schön, um wahr zu sein.

    Weil wir wussten, das es vom Tenderhafen nur drei Möglichkeiten gibt, hoch nach Thira, dem Hauptort der Insel, zu kommen (Seilbahn, zu Fuß oder per Esel) und der Ritt auf einem Esel für uns nicht in Frage kam, hatten wir den Ausflug „Zauberhaftes Oia“ gebucht, bei dem wir von einem anderen Hafen mit dem Bus nach oben befördert wurden.

    Übrigens äußerte sich auch die Hafeninformation von TUI Cruises kritisch zu den Esel- und Maultierausflügen; man solle sich vergewissern, dass die Tiere genügend Wasser und einen Unterstand haben, sie gut behandelt werden, keine Verletzungen haben oder gezwungen werden, unangemessene Lasten zu tragen.

    Treffpunkt war heute schon um 07.15 Uhr, also noch zeitiger als gestern. Um kurz nach 06.00 Uhr saßen wir deshalb schon beim Frühstück im Anckelmannsplatz. In der Morgendämmerung sahen wir zwei weitere Schiffe vor Anker liegen; die Celebrity Edge und ein kleineres Schiff von Celestyal Cruises.

    Im Theater erhielten wir später sog. Tenderkarten, die einen Ländernamen trugen; in unserem Fall „England“. Sobald das Tenderboot bereit stand, wurde der Ländername aufgerufen und die Passagiere konnten sich zur Tenderluke auf Deck 3 begeben. Das Tendern übernahmen örtliche Boote; die Rettungsboote der Mein Schiff Herz mussten nicht zu Wasser gelassen werden.

    In rd. 15 minütiger Fahrt brachte uns das Boot zum Hafen von Athinios, unterhalb von Pyrgos gelegen. Hier legen alle Fähren und Frachtschiffe an; während die Kreuzfahrtschiffe eben unterhalb von Thira liegen. Im Hafen warteten bereits zahlreiche Ausflugsbusse auf uns. Mit diesen fuhren wir über eine Serpentinenstraße nach oben.

    Unsere heutige einheimische Reiseleiterin sprach englisch, deshalb begleitete uns Anni vom Ausflugsteam und übersetzte. Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Witzigerweise stammt sie aus Hattingen; ganz in der Nähe unserer Heimatstadt. Auch sie wies noch einmal auf die Situation der Esel und Maultiere hin und bat uns, bei der Rückkehr zum Schiff im Interesse der Tiere auf einen Transport mit ihnen zu verzichten.

    Unser erstes Ziel war der Profitis Ilias, mit seinen 567 Metern die höchste Erhebung Santorins. Auf dem Gipfel befindet sich eine militärische Radaranlage. Man hat von dort oben einen schönen Blick über die Insel.

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    Weiter ging es über eine relativ neue Küstenstraße nach Oia (gesprochen: Ia). Auf dem Weg vom Busparkplatz ins Städtchen sahen wir ein weiteres Kreuzfahrtschiff Richtung Thira schippern. Lt. unserer Reiseleiterin war das ein türkisches Schiff, auch nicht allzu groß.

    In Oia hatten wir dann Freizeit für eigene Erkundungen dieses spektakulär am Kraterrand gelegenen Ortes. Bei unserem ersten Besuch hatten wir mit zahlreichen anderen Touristen den angeblich schönsten Sonnenuntergang der Kykladen bewundert. Davon waren wir heute natürlich noch weit entfernt. Aber auch ohne Sonnenuntergang verzaubert einen dieser Ort. Kein Wunder, dass wir ein Hochzeitspaar sahen, dass sich später sogar auf einer Kirche ablichten ließ. Vielleicht waren das aber auch nur Werbeaufnahmen.

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    Nachdem wir uns sattgesehen und nebenbei auch noch Ansichtskarten für die Lieben daheim erworben hatten, brachte uns der Bus nach Thira, den kleinen Hauptort der Insel (ca, 2.000 Einwohner). Hier endete der Ausflug. Wir bekamen Karten für die Seilbahn ausgehändigt und hatten dann Zeit für eigene Unternehmungen.

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    Wir schlenderten durch die Gassen und langsam machte sich ein kleiner Hunger bemerkbar. Das Frühstück zu nachtschlafender Zeit war nämlich nicht allzu üppig ausgefallen. Also suchten wir uns ein Restaurant mit tollem Blick auf das Meer und die unter uns liegenden Schiffe. Diesen Blick muss man aber auch mitbezahlen. So kostete z.B. das abgebildete Bier stolze 8 €.

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    Gut gestärkt machten wir uns langsam auf den Rückweg. Die Schlange vor der Seilbahnstation war zwar schon ziemlich lang; lange warten mussten wir aber nicht. Die sechs Seilbahngondeln (jede hat Platz für 6 Personen) fahren im Abstand von 3 Minuten. Unten angekommen erschien auch bald ein Tenderboot. Diesmal dauerte das Tendern nur wenige Minuten.

    Wieder an Bord wollte ich noch ein paar Fotos von Thira von unten machen. Gaby suchte schon einmal die Kabine auf und hatte dort eine unheimliche Begegnung; eine Schöpfung unserer Kabinencrew.

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    Später saßen wir bei einem Cocktail im Außenbereich der Schau Bar und genossen das einmalige Flair der Vulkaninsel, von der wir uns um 19.00 Uhr verabschiedeten. Weil dies der letzte Anlauf unseres Kapitäns in diesem Jahr war (er ging nach der Reise in Urlaub) vollführte er mit der Mein Schiff Herz eine 360 Grad Drehung.

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    Die lokale Spezialität beim Abendessen war heute Gyros mit Pommes und Tsatsiki. Das hatte ich zwar schon in Thira gehabt; es schmeckte aber auch beim zweiten Mal gut.

    Den Abend ließen wir wieder in der Schau Bar ausklingen. Morgen war Seetag und außerdem erhielten wir die abhanden gekommene Stunde zurück.

    Piräus, Griechenland (22.08.), sonnig, 34 Grad

    Den größten Hafen Griechenlands erreichten wir bereits um 05.30 Uhr. Weil wir zum ersten Mal in Athen waren, hatten wir hier den Ausflug „Athen mit Besuch der Akropolis“ gebucht. Treffpunkt war bereits um 07.55 Uhr im Theater, also war zeitiges Aufstehen und Frühstücken angesagt.

    Mit dem Bus fuhren wir direkt zur Akropolis. Trotz der relativ frühen Stunde war hier schon einiges los. Das war aber auch kein Wunder, denn außer der Mein Schiff Herz lagen weitere 3 Kreuzfahrtschiffe im Hafen (MSC Magnifica, Costa Victoria, Jewel of the Seas).

    Unsere gut deutsch sprechende einheimische Reiseleiterin führte uns zunächst über das Gelände, wobei sie viele Erklärungen zu den jeweiligen Bauwerken gab. Im Anschluss hatten wir etwas Freizeit, um auf eigene Faust die imposante Anlage zu erkunden. Viele Fotos kann ich nicht einstellen, weil es bei der Masse an Menschen ziemlich schwierig war, diese nicht mit aufs Bild zu bekommen. Übrigens ist es da oben sehr uneben, teilweise auch mit glatten Flächen. Man muss also durchaus aufpassen, dass man nicht ins Stolpern kommt oder ausrutscht.

    Warum wurde mein Foto gelöscht?

    Warum wurde mein Foto gelöscht?

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    Als wir uns wieder an den Abstieg Richtung Busparkplatz machten und die Schlange sahen, die sich vor den Kassenhäuschen gebildet hatte, waren wir froh, dass es bei uns so früh los gegangen war.

    Mit dem Bus machten wir dann eine kleine Stadtrundfahrt, bevor wir am Eingang der Altstadt, der Plaka ausstiegen und diese auf eigene Faust erkunden konnten. Am Hadrianstor, südwestlich des Nationalgartens, war später der Treffpunkt für die Rückfahrt. Das Hadrianstor markierte einst die Grenze zwischen dem "alten" griechischen Athen und dem zu jener Zeit neu entstehenden römischen Viertel.

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    An Bord gönnten wir uns einen Burger im Cliff 24 Grill. Danach war relaxen angesagt.

    Um 19.00 Uhr verabschiedeten wir uns von Piräus und steuerten das nächste Ziel, Santorin, an.

    Beim Abendessen im Atlantik entschieden wir uns bei der Hauptspeise heute für die lokale Spezialität. Diese stand zwar nicht in der Speisekarte, wurde von Angel aber jeden Abend bei der Begrüßung und Aufnahme der Bestellung erwähnt. Moussaka gab es heute; war sehr lecker.

    In der TUI Bar war später kein Platz mehr zu bekommen; wir wichen deshalb in die Schau Bar aus.


    Morgen geht es mit unserem persönlichen Highlight, Santorin, weiter.

    1. Seetag (20.08.), Sonne und Wolken, 28 Grad

    Den 1. Seetag auf dem Weg nach Kreta begannen wir mit einem ausgiebigen Frühstück im Anckelmannsplatz. Es war allerdings etwas schwierig, einen freien Platz zu finden; das Restaurant war gegen 09.00 Uhr sehr gut besucht. An den im Seitenbereich befindlichen hohen Tischen mit den vier Hockern konnten wir uns dann aber niederlassen.

    Auf dem Balkon genossen wir danach das tolle Wetter und die Seeluft. Mittagessen fiel heute aus; auch das Buffet „Griechische Köstlichkeiten“ auf dem Pooldeck fand ohne uns statt.

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    Am Nachmittag gingen wir zur Präsentation der Ausflüge für Santorin und Catania ins Theater. Viel Neues hörten wir dabei nicht; wenigstens erschienen uns die im Vorfeld gebuchten Ausflüge als die richtigen.

    Zum Abendessen stand wieder das Atlantik auf dem Plan. Direkt am Eingang wurden wir von einem Kellner empfangen und zu einem 6er Tisch geführt. Dort saß bereits ein Ehepaar, mit dem wir sehr schnell ins Gespräch kamen. Sie wohnen in der Kleinstadt Hammelburg in Bayern und waren mit ihren beiden Kindern (16 und 14 Jahre alt) an Bord. Während des Essens setzten wir die Unterhaltung in sehr angenehmer Atmosphäre fort. Das Ende vom Lied war, dass wir den Rest der Reise immer am gleichen Tisch Platz nahmen. Die beiden Kids hatten allerdings abends immer andere Pläne; nur der Sohn war am letzten Abend einmal mit von der Partie.

    Unser Kellner namens Angel stammte aus Honduras und begrüßte uns jeden Abend mit launischen Sprüchen; manchmal auch mit Zauberkunststücken. Bei ihm und Maria aus Bosnien fühlten wir uns jeden Abend gut aufgehoben.

    Bei der Willkommens-Show im Theater stellte Kapitän Panagiotis Varotsos die leitenden Offiziere vor. Wie sich bei dem Namen schon vermuten lässt, stammt der Kapitän aus Griechenland. Es war seine letzte Fahrt vor dem Urlaub. An Bord befanden sich rd. 2.100 Passagiere, darunter etwa 300 Kinder und Jugendliche. In einigen Bundesländern waren ja noch Sommerferien.


    Heraklion, Kreta, Griechenland (21.08.), sonnig, 28 Grad

    Die größte griechische Insel hatten wir in früheren Jahren bereits zweimal besucht und dabei auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigt (u.a. Palast von Knossos, Samaria Schlucht, Chania); deswegen wollten wir Heraklion auf eigene Faust erkunden.

    Um 08.00 Uhr machte die Mein Schiff Herz in Kretas Hauptstadt fest. Andere Kreuzfahrtschiffe lagen nicht im Hafen. Nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Dafür mussten wir zunächst in einen Shuttlebus steigen, weil man den Hafen nicht zu Fuß durchqueren darf. Vom Hafenausgang bis zum Eingang in die Altstadt sind es etwa 20 Minuten Fußweg.

    Zuerst machten wir einen Abstecher zum Hafenkastell. Diese mittelalterliche Festung befindet sich am Anfang des westlichen Wellenbrechers des Hafens. Von dort sind es nur noch wenige Schritte in die Altstadt.

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    Nächstes Ziel war der Morosini Brunnen auf der Platia Venezelou. Benannt ist er nach Venedigs Statthalter Francesco Morosini, der ihn 1628 erbauen ließ. Das Wasser fließt aus 4 Löwen in die acht Brunnenbecken.

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    Ebenfalls von Morosini stammt die Loggia, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Sie ist ein schön restauriertes Beispiel venezianischer Baukunst und beherbergt heute auch das Rathaus von Heraklion.

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    Die Agios Titos Kirche sahen wir uns von außen an. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich 1872 neu errichtete und nach Mekka ausgerichtete Moschee, die aber 1923 in eine griechisch orthodoxe Kirche umgewandelt und 1925 dem heiligen Titos, einem Schüler des Apostels Paulus, geweiht wurde.

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    Nachdem wir noch verschiedene Gassen mit zahlreichen Souvenirgeschäften durchquert hatten, machten wir uns langsam auf den Rückweg zum Schiff. Dort angekommen, stärkten wir uns im Anckelmannsplatz. In der Kabine erwarteten uns zwei Frösche.

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    Später am Nachmittag hatten Gaby und ich Anwendungen im Spa Bereich (Pediküre und Lack für Gaby, Rückenmassage und heiße Rolle für mich). Wir waren beide sehr zufrieden.

    Um 17.30 Uhr verließen wir Heraklion und machten uns auf den Weg nach Piräus. Zum Abendessen fanden wir uns wieder im Atlantik ein.


    Fortsetzung folgt

    Hallo Foris,

    seit einer knappen Woche zurück von unserer Cruise mit der Mein Schiff Herz möchte ich heute mit meinem Reisebericht beginnen. Ausgehend von Malta besuchten wir Kreta, Athen, Santorin und Catania. Leider war nach einer Woche schon wieder alles vorbei. Für wundervolle Eindrücke hat es aber allemal gereicht. Also dann mal los:


    Als wir in jüngeren Jahren noch Strandurlaub gemacht haben, waren wir oft auf griechischen Inseln unterwegs. Deshalb stand für uns fest, da wollen wir noch einmal im Rahmen einer Kreuzfahrt hin. Zu unseren Urlaubsplänen für dieses Jahr passte die einwöchige Reise mit der Mein Schiff Herz vom 19. - 26.08.2018. Also wurde Anfang des Jahres die Buchung dieser Reise perfekt gemacht. Wir entschieden uns für die Balkonkabine 8223 nahe des Treppenhauses C. An- und Abreise buchten wir ebenfalls über TUI Cruises, wobei der Hinflug ab Düsseldorf schon um 06.20 Uhr starten sollte, was uns erfreulicherweise einen ganzen Tag in La Valletta bescherte.

    Nachdem die Ausflüge reserviert werden konnten, suchten wir die uns interessant erscheinenden in Athen, Santorin und Catania aus; außerdem zwei Spa Anwendungen. Letztlich nutzten wir den Online Check In.

    Wir wollten mit dem Auto nach Düsseldorf fahren und buchten einen Parkplatz nebst Shuttle zum Flughafen bei einem uns bereits bekannten Anbieter. Damit waren die Vorbereitungen abgeschlossen.


    Anreise nach La Valletta, Malta (19.08.), sonnig, um 30 Grad

    Nach nur wenigen Stunden Schlaf ging es um 03.00 Uhr los Richtung Düsseldorf, wo wir um kurz nach 04.00 Uhr ankamen. Schnell war das Auto abgegeben und der Shuttle brachte uns in nur rund 5 Minuten zum Airport. Wir reihten uns in die übersichtlichen Schlangen vor den Condor Schaltern ein und hatten bald unser Gepäck abgegeben. Im Vorfeld hatten wir bereits zwei XL Plätze gegen Gebühr über TUI Cruises gebucht.

    Das Boarding begann pünktlich, doch als sich die Türen des Fliegers bereits geschlossen hatten, ging es zunächst nicht weiter. Der Kapitän verkündete dann, dass es Probleme mit einem Pusher gäbe. Darunter versteht man ein Fahrzeug, dass Flugzeuge schleppen oder, wie in unserem Fall, schieben kann. Die meisten Strahlflugzeuge können nämlich nicht aus eigener Kraft rückwärts rollen oder dürfen dies nicht. Nachdem der Pusher dann ausgetauscht worden war, konnten wir mit rund 15 Minuten Verspätung starten. Nach ruhigem Flug landeten wir um kurz nach 09.00 Uhr auf Malta. Verpflegung gab es während des Fluges übrigens nur gegen Bezahlung.

    Das Aussteigen verzögerte sich ebenfalls um einige Minuten. Laut Kapitän hätten wir heute wohl Schwierigkeiten beim Equipment am Boden; die Treppe passte nicht!

    Endlich im Flughafengebäude angekommen, waren auch bald die Koffer da und es ging zu den Transferbussen. Die Fahrt zum Hafen dauerte etwa eine halbe Stunde. Da lag sie jetzt vor uns, die Mein Schiff Herz, auf der wir schon drei Reisen unter ihrem alten Namen Mein Schiff 2 unternommen hatten.

    Bevor wir sie betreten konnten, mussten wir noch den Check In hinter uns bringen. Wir waren gespannt, ob es beim Online Check In schneller gehen würde; im Forum hat man da ja unterschiedliches dazu gelesen. Nun, bei uns ging es wirklich schneller als beim „normalen“ Check In; auch weil nur das Foto für die Bordkarte gemacht werden musste, kein Einlesen von Ausweis und Kreditkarte war nötig.

    Dann noch das Einschiffungsfoto und wir waren an Bord. Zunächst strebten wir das Buffetrestaurant Anckelmannsplatz an, um uns zu stärken; schließlich hatten wir bisher noch nichts gegessen. Während wir noch dort saßen, kam um 11.20 Uhr eine SMS, dass unsere Kabine fertig sei. Perfekt, da konnten wir unser Handgepäck bereits auf die Kabine bringen und uns umziehen.

    Bald darauf machten wir uns auf den Weg Richtung Innenstadt. Wir gingen am Hafenausgang nach rechts und erreichten nach 10 Minuten bei der Lascari Wharf einen Lift, der direkt zu den Upper Barakka Gardens führt. Die Benutzung des Lifts kostet 1 € (hoch und runter). Den Weg kann man auch zu Fuß machen; laut Reiseführer sollen es etwa 25 Minuten bergauf sein. Bei den tropischen Temperaturen nahmen wir aber lieber den Lift. Von den Upper Barakka Gardens hat man einen wunderschönen Blick auf den Hafen, in dem uns heute die Celebrity Infinity und die Norwegian Pearl Gesellschaft leisteten. Anschließend schlenderten wir die Republic Street entlang, die sich längs über die ganze Halbinsel erstreckt. Sie ist zum großen Teil Fußgängerzone mit vielen Cafes und Geschäften. In einem dieser Cafes gönnten wir uns eine Erfrischung.

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    Für den Rückweg zum Schiff nutzten wir wieder den Aufzug. Wieder an Bord waren jetzt auch beide Koffer eingetroffen, so dass wir uns ans Auspacken begeben konnten.

    Zum Abendessen gingen wir ins Atlantik, wo wir an einen Zweiertisch gesetzt wurden. Nach dem Essen stand um 21.15 Uhr die Seenotrettungsübung an, die erfreulicherweise zügig über die Bühne ging.

    Zum Auslaufen um 22.00 Uhr fanden wir uns mit einem Glas Sekt bewaffnet auf dem Pooldeck ein. Langsam ließen wir das beleuchtete La Valletta hinter uns. Nach einem letzten Drink in der TUI Bar suchten wir auch bald die Koje auf; die letzte Nacht war ja recht kurz gewesen. Zudem wurde uns in der Nacht noch Zeit geklaut, weil die Uhren um eine Stunde vorgestellt wurden.

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    Fortsetzung folgt

    Bremerhaven und Rückreise (22.07.)

    Bei der Ankunft in Bremerhaven um 08.00 Uhr saßen wir schon beim Frühstück im Lido Restaurant, gemeinsam mit einem Ehepaar aus Siegburg, das des öfteren unsere Tischnachbarn gewesen ist. Um kurz nach halb neun verließen wir die Artania, nahmen uns ein Taxi zum Hotel Atlantik Sail City, bestiegen unser Auto und waren gegen 13.00 Uhr wieder daheim.


    Fazit

    Das war nach 2017 unsere zweite Reise mit der Artania von Phoenix Reisen. Daneben kennen wir einige AIDA Schiffe sowie die Mein Schiff 1 und 2 (die alten) und die Mein Schiff 3 von Tui Cruises.

    Wir haben uns bei allen drei Anbietern immer wohlgefühlt. Was ist also bei der Artania anders? Zunächst einmal die Größe; bei maximal 1.200 Passagieren ist Schluss. Da können nur die drei ältesten AIDA Schiffe (Cara, Aura und Vita) mithalten. Zudem ist die Artania aufgrund ihres Alters noch ein klassisches Kreuzfahrtschiff. Von Lady Diana 1984 unter dem Namen Royal Princess getauft, hat sie immerhin 35 Jahre auf dem Buckel, die man ihr aber nicht unbedingt anmerkt. Sie ist in den Jahren immer mal wieder mehr oder minder umfangreichen Umbauten unterzogen worden.

    Die Artania verfügt über großzügige Außenanlagen; auch im Heckbereich, wie man sie auf anderen Schiffen so nicht findet. Alle Kabinen sind Außenkabinen; Innenkabinen gibt es nicht.

    Zu einem klassischen Kreuzfahrtschiff gehört natürlich der Kapitänsempfang. Wir sind keine Fans dieser Veranstaltung, also haben wir auch nicht teilgenommen; etliche andere übrigens auch nicht.

    Phoenix wirbt damit, dass es sich an Bord nach Herzenslust schlemmen lässt und das stimmt auch. Wir waren zum Frühstück immer im Lido-Restaurant. Das Buffet ließ hier keine Wünsche offen; alles, was man von einem Frühstücksbuffet erwartet, war vorhanden. Mittagessen ließen wir fast immer ausfallen und auch bei Kaffee und Kuchen sah man uns nur zweimal. Zum Abendessen gingen wir entweder in das Artania Restaurant mit Bedienung oder ins Lido. Die Menüs sind in allen Restaurants gleich; Tischwein und Wasser inklusive. Unter den drei Hauptspeisen haben wir immer etwas für unseren Geschmack gefunden; alternativ gab es noch eine vegetarische Variante. Alles immer ansprechend serviert und sehr schmackhaft. Absolutes Highlight war natürlich „Das Beste vom Rind“ in der Bodega Bar.

    Während wir uns bei unserer ersten Reise abends fast immer in Harrys Bar niedergelassen haben, war dieses Mal die Casablanca Bar Hauptanlaufpunkt. Die dort dargebotene Musik des sehr guten Duos Andre und Mitchy (Klavier und Gitarre) gefiel uns um einiges besser als die Pianomusik in Harrys Bar. Die Atlantik Show Lounge haben wir während der gesamten Reise nicht aufgesucht; das eine Mal, als uns das Programm interessant erschien, war kein Platz mehr zu bekommen.

    Zu den weiteren Annehmlichkeiten bei Phoenix gehören:

    • kulinarische Sonderaktionen an der Kopernikus Bar
    • Late Night Snack in Harrys Bar
    • Obstkorb auf der Kabine
    • jeden Abend ein Leckerli auf dem Bett
    • ein Glas Marmelade zum Mitnehmen
    • Artania Kochbuch
    • Flasche Sekt, CD (Verrückt nach Meer Hits), VIP-Kugelschreiber für Silver Gäste.

    Abstriche machen wir bei der Kabine. Der schlauchartige Zuschnitt und die getrennt stehenden Betten entsprechen nicht den heutigen Anforderungen. Weil man sich dort aber überwiegend zum Schlafen aufhält, kann man damit leben. Geschlafen haben wir jedenfalls gut.

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    Irritiert haben uns die vier (!) Trinkgeldumschläge am Ende der Reise. Wir dachten bisher, dass das Trinkgeld unter allen Crewmitgliedern verteilt wird. Was dann eine Aufteilung auf Restaurant, Küche, Housekeeping und gute Geister soll, erschließt sich uns nicht ganz.

    Zum Schluss noch ein Wort zur Route. Die Ostsee steht bei unseren Lieblingsdestinationen neben Norwegen weit oben. Allerdings hätten wir uns in den Häfen, in denen wir nur einen halben Tag gelegen haben, eine längere Aufenthaltsdauer gewünscht.

    Die nächste Reise mit Phoenix ist auch schon gebucht. Im März 2020 geht es mit der Amadea von San Francisco nach Miami.

    Jetzt ist aber erst einmal wieder TC am Zuge. Am 19.08. erwartet uns die Mein Schiff Herz in Valetta zur Reise durch das östliche Mittelmeer. Es geht also bald schon wieder los!

    Das war es von mir. Vielen Dank an alle, die uns auf dieser Reise gefolgt sind und mich durch Likes und Kommentare ermutigt haben, mich auch weiter an Reiseberichten zu versuchen.

    Schönes Wochenende!

    Peter

    Hallo Siegrid,

    nochmal Danke für Deinen Reisebericht mit den tollen Fotos. Es war interessant zu lesen, was ihr so in den Häfen gemacht habt, die wir kurz nach euch besucht haben.

    Wir wünschen euch schon jetzt eine schöne Reise rund um Großbritannien. Witzig ist, dass wir auch am 19.08. schon wieder auf Kreuzfahrt gehen. Diesmal aber definitiv nicht auf euren Spuren, sondern mit der MS Herz im östlichen Mittelmeer.

    LG

    Gaby und Peter

    Erholung auf See (21.07.), wolkig mit Aufheiterungen, 18 Grad

    Der definitiv letzte Tag der Reise war angebrochen. Außer Kofferpacken wartete am Nachmittag noch ein Highlight auf die Passagiere: das Wiener Kaffeehaus. Feinste Kuchenspezialitäten aus Österreich mussten auch von uns nicht nur angeschaut und fotografiert sondern auch genossen werden. Die Küche hatte sich wieder einmal ordentlich ins Zeug gelegt. Dieses Ereignis hatten wir auf unserer ersten Reise mit der Artania doch tatsächlich sausen lassen. Das passiert uns nicht noch einmal.

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    Den Abschiedssekt am Abend schenkten wir uns; gingen stattdessen in das Lido Restaurant zum zweiten Gala-Abendessen. Später genehmigten wir uns noch eine Currywurst in drei Schärfen zum Late Night Snack.

    Bevor wir zum letzten Mal in die Koje gingen, stellten wir noch unsere Koffer vor die Kabinentür.


    Abreise und Fazit folgen noch.