weil mir ja bekannt ist, dass auch Reiseberichte über Flusskreuzfahrten ihre Leser haben, möchte ich euch kurz vor Weihnachten von unserer Tour zu den Weihnachtsmärkten an Main-Donau-Kanal und Donau mit der Adora von Phoenix Reisen berichten.
Heute beginne ich mit dem Vorspann und der Anreise. Den restlichen Bericht mit Fotos hoffe ich, morgen einstellen zu können. Viel Spaß beim Lesen. Ich wünsche allen einen schönen vierten Advent.
Als
fleißige Besucher von Weihnachtsmärkten haben wir vor ein paar
Jahren schon einmal drei Flusskreuzfahrten in der Adventszeit
unternommen, damals mit Schiffen von Arosa. In diesem Jahr sollte es
nun eine weitere Reise dieser Art geben.
Im
Flussreisen-Prospekt von Phoenix fand eine Tour von und nach Nürnberg
mit Aufenthalten in Regensburg und Straubing unser Interesse. Im
Sommer wurde diese Reise dann in unserer Tageszeitung als sog.
Leserreise angeboten. Der Bustransfer nach Nürnberg und zurück war
dabei ein Geschenk der Zeitung. Wir zögerten nicht lange und buchten
eine Kabine mit frz. Balkon auf dem Saturndeck. Als Zustiegsort für
den Bustransfer wählten wir die Nachbarstadt Hagen.
Aus
den rund 14 Tage vor der Reise eintreffenden Unterlagen konnten wir
entnehmen, dass der Bus um 08.00 Uhr in Hagen abfahren würde.
Anreise nach Nürnberg
und Einschiffung (13.12.), Regen und Schnee, 3 Grad
Am
frühen Morgen ging es mit dem Auto nach Wetter (Ruhr); dort blieb es
für die vier Tage im Parkhaus am Bahnhof. Eine Regionalbahn brachte
uns in sieben Minuten nach Hagen. Dort warteten wir dann an der
Reisebushaltestelle direkt am Hauptbahnhof auf den Bus, der auch fast
pünktlich eintraf. Neben meiner Frau und mir stieg nur noch eine
weitere Dame ein. Im Bus saßen schon Gäste, die in Duisburg, Essen
und Bochum abgeholt worden waren.
Über
die A 45 (Sauerlandlinie) machten wir uns auf den Weg nach Nürnberg.
Es hatte schon in Hagen begonnen zu regnen. Auf den Höhen des
Sauerlandes wurde aus dem Regen schnell Schnee. Auch im Raum Würzburg
auf der A 3 schneite es heftig. Zumindest auf der dritten Spur blieb
der Schnee auch liegen. Wir kamen trotzdem gut durch die
ungemütlichen Wetterverhältnisse; unterwegs legten wir zwei Pausen
von jeweils einer halben Stunde ein. Heiße und kalte Getränke
konnten während der Pausen beim Fahrer gekauft werden.
Gegen
14.15 Uhr erreichten wir den Nürnberger Hafen am Europakai; außer
der Adora lagen dort noch einige weitere Kreuzfahrtschiffe. Wir
wurden zunächst in die Lounge zu einem Einschiffungssnack gebeten;
es gab Kaffee und Kuchen aber auch herzhafte Kleinigkeiten. Unsere
Koffer wurden von der Crew aus dem Bus geladen und direkt auf die
Kabinen gebracht.
Wenig
später begann die Einschiffung; die Passagiere wurden nach Decks
aufgerufen. Wir gaben unsere Personalausweise an der Rezeption ab,
erhielten die Schlüsselkarten für die Kabine, zu der uns dann ein
Crewmitglied führte.
Anschließend
erfolgte die Tischreservierung im Restaurant; sie galt nur für das
Abendessen, zum Frühstück und Mittagessen war freie Platzwahl. Wir
entschieden uns für einen 4-er Tisch.
Um
15.30 Uhr legte die Adora ab und machte sich auf den Weg nach
Regensburg. Eine halbe Stunde später gab es in der Lounge
Informationen zum Leben und zur Sicherheit an Bord durch die
Hotelmanagerin sowie Ausflugsinformationen durch die
Kreuzfahrtleiterin. Ursprünglich wollten wir keinen Ausflug buchen
sondern auf eigene Faust los ziehen. Weil die Liegeplätze in
Straubing und Nürnberg aber weit von der Innenstadt entfernt sind,
bot Phoenix hier Shuttlebusse an, für die wir uns auch anmeldeten.
Um
18.30 Uhr fand der Begrüßungscocktail (Glas Sekt) in der Lounge
statt. Der Kapitän begrüßte die Passagiere und stellte die Leiter
der verschiedenen Abteilungen, z.B. Chefkoch, Restaurantleiter usw.
vor. Daran schloss sich das Willkommens-Abendessen an. Wir lernten an
unserem Tisch ein nettes Ehepaar aus Baden-Baden kennen, mit dem wir
sehr schnell ins Fachsimpeln über Kreuzfahrten kamen. Die beiden
sind Fans der Hochseeschiffe von Phoenix und haben schon einige
Fahrten mit der Artania gemacht, die wir ja auch schon kennen gelernt
haben.
Wir
ließen den Abend in der Lounge ausklingen. Ein Ehepaar aus Bottrop,
mit dem wir schon beim Einschiffungssnack zusammen gesessen hatten,
gesellte sich zu uns. Die beiden waren auch mit dem Transferbus
gekommen. Die musikalische Untermalung durch den Bordmusiker war im
übrigen angenehm dezent; das haben wir auf Flussschiffen auch schon
ganz anders erlebt.
vielen Dank für Deinen informativen Bericht und die eindrucksvollen Fotos. Diese Route steht bei uns auf jeden Fall ganz oben auf der Liste. Mal sehen, wann es klappt.
Dir und Deinem Mann wünsche ich eine schöne Reise auf der Artania. Bin schon jetzt gespannt auf Deinen Reisebericht.
gerade entdeckt und noch schnell zugestiegen. Diese Route müssen wir unbedingt auch einmal machen. Wenn ich mich nicht irre, wird sie nächstes Jahr weiter angeboten. Mal sehen, was da geht.
Wir haben hier an Bord der Amera gerade ein Hamburger Ehepaar getroffen, die schon ab Lima an Bord sein werden und dann sogar noch weiterfahren bis Hamburg.
.ich könnte ja auch mal nach San Francisco ( meine Schwester studiert/arbeitet dort), aber der Flug
Meine bessere Hälfte fliegt auch nicht gern; weil sie aber unbedingt einmal auf der Golden Gate Bridge stehen will, hat sie sich letztendlich überwunden. Im letzten Jahr haben wir schon mal geübt und sind nach New York geflogen. Das haben wir, trotz Economy Class bei Condor, überstanden. Für nächstes Jahr haben wir uns die Premium Economy bei der Lufthansa gegönnt. Etwas mehr Beinfreiheit kann bestimmt nicht schaden. Die Zusatzkosten sind zwar nicht unerheblich, aber für diese Tour mussten wir ohnehin reichlich auf die Ersparnisse zurückgreifen.
unsere Traumreise beginnt am 01.03.2020 in San Francisco und endet am 27.03.2020 in Miami. Folgende Häfen laufen wir dabei an:
03.03.20 Monterey, USA
04.03.20 Santa Barbara, USA
05.03.20 Los Angeles, USA
06. und 07.03.20 Auf See
08.03.20 Cabo San Lucas, Mexiko
09.03.20 Puerto Vallarta, Mexiko
10.03.20 Manzanillo, Mexiko
11. und 12.03. Auf See
13.03.20 Puerto Quetzal, Guatemala
14.03.20 Acajutla, El Salvador
15.03.20 Corinto, Nicaragua
16.03.20 Auf See
17.03.20 Fort Amador, Panama
18.03.20 Durchfahrt Panama Kanal
19.03.20 Cartagena, Kolumbien
20.03.20 Santa Marta, Kolumbien
21.03.20 Auf See
22.03.20 Port Antonio, Jamaika
23.03.20 Ocho Rios, Jamaika
24.03.20 George Town, Cayman Islands
25.03.20 Auf See
26.03.20 Key West, USA
27.03.20 Miami, Rückflug
Um die Zeit in San Francisco richtig ausnutzen zu können, haben wir das Vorprogramm bei Phoenix gebucht; wir fliegen also bereits am 28.02. über den großen Teich und haben zwei Übernachtungen in einem Hotel in San Francisco. Am 29.02. wollen wir mit einem deutschsprachigen Guide eine Tour durch die Stadt machen und haben bereits entsprechende Kontakte geknüpft. Bei Interesse können sich eventuelle Mitreisende uns anschließen.
In den anderen Häfen haben wir Ausflüge über Phoenix gebucht. Auch die Flugzeiten hat Phoenix uns schon mitgeteilt.
eigentlich suchte ich in diversen Foren Berichte über die Amadea, weil wir die im nächsten Jahr erstmalig entern und dann gleich für vier Wochen. Dabei stieß ich auf Deinen informativen Reisebericht und muss nach dem Studium feststellen, dass die Azoren definitiv auf die Liste der Ziele kommen, die wir noch ansteuern wollen. Auf der Artania waren wir schon zweimal (sieht man ja auch am Profilbild) und beide Male hat es uns sehr gut gefallen.
Vielen Dank für Deinen Bericht und die tollen Fotos.
das war mein Bericht über unsere Reise mit der Sonata. Danke an alle, die uns auf dieser Reise begleitet haben. Vielen Dank auch für die Likes und die netten Kommentare.
Noch ein Wort zu den sich weigernden GöGa. Ich kann deren Skepsis durchaus nachvollziehen. Die war bei mir anfangs auch vorhanden; inzwischen bin ich aber ein Fan dieser Reiseform. Sicherlich ist das Durchschnittsalter bei Flussreisen höher als bei Hochseekreuzfahrten. Aber wir haben auch in diesem Kreis viele nette Bekanntschaften gemacht. Die Landschaft auf dem Sonnendeck vorbeigleiten sehen, das trägt zur Entschleunigung bei. Nur an der Abendunterhaltung müsste noch gearbeitet werden. Diesen Alleinunterhaltern kann man ja auch nicht entkommen, weil es eben nur die eine Lounge an Bord gibt. Aber das nehmen wir dann halt in Kauf.
Im Dezember geht es noch auf eine Weihnachtsmarkttour mit der Adora von Phoenix. Ihr werdet also noch einmal von mir hören.
Die
WT Sonata wurde 2010 als TUI Sonata gebaut. Sie ist ein sog.
Twincruiser, d.h. die Antriebseinheit ist vom Fahrgastschiff
getrennt. Dadurch soll die Übertragung von Geräuschen und
Vibrationen weitestgehend vermieden werden.
Nachdem
sich TUI Ende 2014 aus dem Segment „Flusskreuzfahrten“
zurückgezogen hatte, hat der niedersächsische Reiseveranstalter die
Sonata für 5 Jahre vom Betreiber gechartert. Der Chartervertrag
läuft somit Ende des Jahres aus und wird nicht verlängert. Die
Sonata fehlt bereits im Katalog 2020. Nach Aussage eines Reiseleiters
waren überhöhte Forderungen des Betreibers der Grund dafür, dass
es zu keiner Verlängerung des Vertrages kam.
Die
Sonata ist ein schönes Schiff mit ansprechender Innenausstattung.
Die Kabinen sind geschmackvoll eingerichtet; Stauraum ist ausreichend
vorhanden. Wir hatten eine Komfortkabine auf dem Mitteldeck mit einem
Doppelbett; die Kabinen auf dem Hauptdeck und einige Kabinen auf dem
Mitteldeck verfügen über ein Sofa- und ein Wandbett. Alle Kabinen
auf dem Mittel- und dem Oberdeck haben Panoramafenster und einen frz.
Balkon; die Kabinen auf dem Hauptdeck haben Bullaugen.
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Das
Bad ist ausreichend groß und hat ebenfalls genug Stauraum; die
Dusche verfügt über eine Tür. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die
Milchglasscheibe als Abtrennung zur Kabine. Das erklärt die
Bezeichnung im Katalog: Bad mit Tageslicht.
Im
Bugbereich des Oberdecks befindet sich die Lounge mit Bar; das
Restaurant ist im Heckbereich und erstreckt sich über zwei Decks.
Zu
Beginn der Kreuzfahrt erhält man einen festen Tisch für die gesamte
Reise und alle Mahlzeiten. Das Frühstück wird in Buffetform
angeboten; Mittag- und Abendessen werden am Platz serviert. Das
Frühstücksbuffet war sehr reichhaltig und ließ keine Wünsche
offen. Zum Mittagessen gab es eine Vorspeise oder eine Suppe, ein
Hauptgericht und ein Dessert; abends gab es eine Vorspeise, eine
Suppe, ein Hauptgericht und ein Dessert. Dabei konnte man aus zwei
Vorspeisen und vier Hauptgerichten wählen. Die Auswahl für mittags
und abends wurde beim Frühstück vom Kellner aufgenommen. Die
Speisen waren schmackhaft; bei unserer ersten Reise hat es uns aber
besser geschmeckt. Das ist sicherlich auch vom Koch abhängig.
Wohlgemerkt, das Essen war nicht schlecht; insbesondere die Fisch-
und Fleischgerichte waren immer ansprechend angerichtet und mundeten
auch gut. Bei den vegetarischen Varianten gab es allerdings einige
Kuriositäten. So habe ich noch nie Frühlingsrollen mit
Kartoffelbrei als Einlage gegessen.
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Bier,
Wein und Softgetränke zum Essen waren inkludiert; es wurde immer
fleißig nachgeschenkt.
Die
Nebenkosten bewegten sich auf normalem Niveau. Ein 0,4 Bier in der
Lounge kostete z.B. 3,70 €. Nachmittags gab es Kaffee und Kuchen;
abends zeitweise einen Late Night Snack. Wenn es den allerdings gab,
musste man den Kuchen (der dann „Feines aus der Schiffsbäckerei“
hieß) nachmittags bezahlen. Das kannten wir von der ersten Reise
nicht.
Ein
Wort zur Abendunterhaltung. Der Bordmusiker gab zwar sein Bestes,
hatte auch eigentlich eine gute Stimme, sein Gesang in Deutsch war
aber, ich will es einmal vornehm ausdrücken, sehr
gewöhnungsbedürftig. In einer Bewertung habe ich mal gelesen, die
Veranstalter sollten mehr unternehmen, um jüngere Leute an Bord zu
locken. Mit solchen Alleinunterhaltern, deren Repertoire sich
meistens auf Schlager aus den 50igern und 60igern beschränkt, wird
das bestimmt nicht gelingen. Auch auf dieser Reise lag der
Altersdurchschnitt bei 70+.
Die
meist aus Osteuropa stammende Crew war durchweg sehr freundlich und
hilfsbereit und das trotz der bestimmt nicht einfachen
Arbeitsbedingungen.
Für
wen die Sonata in den nächsten Jahren auch fahren wird, wie können
sie jedenfalls empfehlen.
Zum
Schluss noch etwas zur Route. Die Ziele auf unserer Reise waren alle
sehenswert. Weil auch das Wetter mitspielte, war von dieser Seite
alles in Ordnung. Was etwas nervte, waren die 52 (!) Schleusen auf
der Strecke, auch wenn wir die meisten wohl in der Nacht passiert
haben. Insofern gilt unsere Hochachtung der Nautik-Crew, die während
der Reise bestimmt wenig Schlaf bekommen hat.
Rüdesheim
(17.09.2019), sonnig mit Wolken, 21 Grad
Rüdesheim
hatten wir lt. Tagesprogramm schon um Mitternacht erreicht; wir lagen
am Morgen an der städt. Anlegestelle Nr. O, der am weitesten
entfernten. Drei weitere Kreuzfahrtschiffe leisteten uns
Gesellschaft.
Nach
dem Frühstück spazierten wir die Uferpromenade entlang Richtung
Zentrum, ein Fußweg von etwa 15 Minuten. Weil wir schon zweimal in
Rüdesheim waren, machten einen kleinen Bummel durch die Gassen und
fuhren dann mit der Kabinenseilbahn hoch zum Niederwalddenkmal.
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Anlass zum Bau dieses Denkmals war der Deutsch-Französische Krieg
1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Reiches am
18.01.1871. Die gesamte Anlage ragt 38,18 m in die Höhe und wiegt in
der Gesamtheit etwa 75 Tonnen. Der auffälligste und gleichzeitig
größte Teil ist die auf den oberen Sockel gestellte und weithin
sichtbare Germania, die es allein auf 12,5 m Höhe und ein Gewicht
von rd. 32 Tonnen bringt.
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Wir
genossen den wunderbaren Blick in das Tal und wanderten etwa 30
Minuten durch den angrenzenden Wald. Im Anschluss ging es mit der
Seilbahn wieder zurück ins Tal. Vor der Rückkehr zum Schiff durfte
ein Gang durch die berühmte Drosselgasse natürlich nicht fehlen.
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Um
12.30 Uhr verließen wir unseren letzten Hafen auf dieser Reise.
Sowohl im Katalog als auch in den Reiseunterlagen war für den
heutigen Tag noch ein weiterer Aufenthalt in Königswinter angegeben
(von 18.00 bis 21.00 Uhr). Das Tagesprogramm erwähnte diesen Halt
nicht; die Reiseleitung sprach in ihrer morgendlichen Durchsage von
einem technischen Stopp, weil der Kapitän gewisse Ruhezeiten
einhalten müsse. Dieser Stopp könne aber entfallen, weil wir seit
Frankfurt einen neuen Kapitän an Bord hätten. Uns kam diese Aussage
sehr seltsam vor; von einem technischen Stopp wegen einzuhaltender
Ruhezeiten haben wir auf unseren bisherigen Kreuzfahrten noch nie
etwas gehört. Schließlich gibt es doch einen 2. Kapitän an Bord.
Am
Nachmittag überwog zwar der Sonnenschein; auf dem Sonnendeck war es
aber sehr windig und dadurch auch recht kühl, so dass nur wenige
Gäste die Fahrt durch das Mittelrheintal von dort verfolgten.
Nach
dem Abschiedssekt in der Lounge, bei der der Hotelmanager (fast) alle
Crew-Mitglieder vorstellte, ging es zum Gala-Abendessen ins
Restaurant. Bei der Vorstellung fehlte die Nautik-Crew, die sich nach
den Worten des Hotelmanagers ausruhen solle, weil sie in den
vergangenen Tagen wegen der vielen Schleusen Schwerstarbeit zu
verrichten gehabt hätte.
Den
Abschluss des Gala-Abendessens bildete die obligatorische Eisparade.
Von unseren Tischnachbarn bekamen wir noch einen Drink spendiert,
weil sie am Tag zuvor 58. Hochzeitstag hatten.
In
der Lounge wurden später noch die Gewinner einer Tombola ermittelt.
Auch wir hatten drei Lose erworben; einen Preis konnten wir jedoch
nicht ergattern.
Wegen
des ausgefallenen Halts in Königswinter erreichten wir Köln schon
gegen 21.00 Uhr. Ob man hier noch von Bord gehen konnte, wissen wir
nicht. Kommuniziert wurde es jedenfalls nicht.
Köln, Ausschiffung
und Heimreise (18.09.2019), bewölkt, 18 Grad
Die
Koffer sollten am Morgen bis 07.00 Uhr vor die Kabinentür gestellt
werden. Die Crew beförderte sie dann an Land.
Nach
dem letzten Frühstück verabschiedeten wir uns von unseren
Tischnachbarn und weiteren Mitreisenden, suchten noch einmal die
Kabine auf und verließen die Sonata gegen 08.30 Uhr. Wir machten uns
zu Fuß auf Richtung Bahnhof; ein Weg von einer halben Stunde.
Die
Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges um 11.15 Uhr verbrachten wir in
der DB-Lounge. Um 13.00 Uhr waren wieder zu Hause.
Heute
klappte es wieder nicht mit der Pünktlichkeit. Statt wie geplant um
08.30 Uhr kamen wir erst um 10.15 Uhr in Frankfurt an. Grund war
wieder ein Stau vor einer Schleuse infolge hohen Aufkommens von
Frachtschiffen.
Unser
gebuchter Ausflug „Stadtrundgang Frankfurt“, der bereits um 10.00
Uhr beginnen sollte, verzögerte sich um eine knappe Stunde. Die
fehlende Zeit wurde von der Reiseleitung aber nicht hinten
drangehängt; der ursprünglich 3stündige Ausflug dauerte nur noch
zwei Stunden. Viel Verständnis hatten die Passagiere dafür nicht,
lagen wir doch bis 17.00 Uhr in Frankfurt.
Der
örtliche Stadtführer empfing uns direkt am Schiff, das an
Liegeplatz 5 der Nizza Werft festgemacht hatte; nur rd. 10 Gehminuten
vom Römerberg entfernt. Zunächst gingen wir Richtung Finanzviertel,
wo wir auch die Euro-Skulptur bewundern konnten. Sie steht auf dem
Willy-Brandt-Platz; dort befand sich früher auch die Europäische
Zentralbank. Nach deren Umzug in den Neubau im Stadtteil Ostend wurde
von verschiedenen Seiten gefordert, die Skulptur ebenfalls zu
versetzen.
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Nächstes
Ziel war ein ehemaliges Karmeliter-Kloster, das heute Sitz des
Instituts für Stadtgeschichte und des Archäologischen Museums ist.
Den Kreuzgang des früheren Klosters schmücken Wandgemälde von Jörg
Rathgeb aus dem 16. Jahrhundert. Sie zeigen etwa 40 Szenen der
christlichen Heilsgeschichte.
Dann
führte uns unser Weg zum Römerberg, dem Rathausplatz Frankfurts und
seit dem Hochmittelalter Zentrum der Altstadt. Die historische
Bebauung des Römerbergs wurde bei Luftangriffen 1944 weitgehend
zerstört. Das heutige Bild ist das Ergebnis von äußerlich
originalgetreuen Rekonstruktionen und Neubauten der 1950er und 1980er
Jahre. Blickfang ist natürlich das historische Rathaus und
Wahrzeichen Frankfurts, der Römer. An der Südseite des Platzes
dominiert die Alte Nikolaikirche,
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Zwischen
Römer und Dom ist seit Mai 2018 der Nachbau der „neuesten Altstadt
der Welt“ abgeschlossen. In sechs Jahren wurden 35 Häuser mit
„historischem Gesicht“ renoviert oder gebaut. Glanzstück ist das
Haus der Goldenen Waage.
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Ein
Kurzbesuch des Kaiserdoms St. Bartholomäus beendete diesen sehr
informativen Rundgang.
Nach
dem Mittagessen machten wir uns noch einmal auf zum Römerberg und
vertieften die Eindrücke des Vormittags. Der Rückweg führte uns
durch den Nizza-Park, der seinen Namen von seinem milden Mikroklima
hat, welches von seiner windgeschützten Südlage, der günstigen
Sonneneinstrahlung und dem Wärmespeicher des Flusses herrührt.
Dadurch gedeihen hier zahlreiche Pflanzen der mediterranen Flora.
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Als
untrügliches Zeichen, dass sich unsere Reise dem Ende näherte, gab
es um 16.30 Uhr Informationen zur Ausschiffung in der Lounge. Um
17.00 Uhr wurden die Leinen gelöst.
Nach
dem Abendessen fand in der Lounge eine „Crew Show“ statt, bei der
Crew-Mitglieder ihre Talente bei einigen Sketchen zeigten. Das war
ganz gut gemacht, reichte aber natürlich nicht an die Shows der Crew
auf den Hochseeschiffen heran. Das kann man bei gerade einmal 40
Mitarbeitern aber auch nicht erwarten.
Wertheim,
die romantische und mittelalterliche Stadt an Main und Tauber war uns
als einziges Ziel dieser Reise unbekannt. Gehört hatten wir nur vom
Outlet-Center Wertheim Village außerhalb der Stadt.
Die
Ankunft in Wertheim war im Tagesprogramm mit 12.00 Uhr angegeben.
Zwar waren wir auch heute wieder gut durchgekommen und hätten rund 1
Stunde früher festmachen können; ein anderes Flusskreuzfahrtschiff
blockierte aber noch unseren Liegeplatz. So schlichen wir im
Schneckentempo dahin und erreichten Wertheim zur geplanten Zeit.
Heute
hatten wir unseren ersten organisierten Ausflug „Stadtrundfahrt
Wertheim mit Burg“ gebucht, der jedoch erst um 15.15 starten
sollte. Wir hatten uns bereits beim Frühstück vom Mittagessen
abgemeldet und verließen das Schiff, um uns die Altstadt von
Wertheim anzusehen. Vom Anleger bis dorthin waren es keine 10 Minuten
zu Fuß.
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Am
langgestreckten historischen Marktplatz mit seinen gut erhaltenen
Fachwerkhäusern, die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen,
legten wir eine Rast ein und gönnten uns ein leckeres Kellerbier.
Unser
Ausflug führte uns mit dem „Burgbähnle“ zunächst zweimal durch
die Altstadt und dann hinauf zur Burg. Die Burg Wertheim ist eine der
größten Steinburgruinen Süddeutschlands. Bei einem geführten
Rundgang erfuhren wir einiges zur Geschichte der Burg, die 1183
erstmals urkundlich erwähnt wird. Seit dem 30jährigen Krieg liegt
sie in Trümmern.
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Nach
dem Rundgang brachte uns das Bähnle zurück in die Stadt.
Um
18.00 Uhr verließen wir Wertheim.
Heute
Abend stand noch ein besonderes Event an, das Piratenabendessen. Am
Eingang zum Restaurant konnten die Passagiere Piratenbowle erhalten,
natürlich gegen Bezahlung. Das Servicepersonal war entsprechend
kostümiert und auch auf den Tischen war die sonst übliche Ordnung,
z.B. des Bestecks, aufgehoben. Bei diesem Spaß machten sogar einige
Gäste mit, die mehr oder weniger ebenfalls verkleidet erschienen.
Um
21.00 Uhr fand ein Interview mit dem Hotelmanager in der Lounge
statt. Er beantwortete auch zahlreiche Fragen der Gäste.
Bamberg (13.09.2019),
bewölkt mit Aufheiterungen, 23 Grad
Freitag,
der 13. Der heutige Tag sollte seinem Ruf mehr als gerecht werden.
Als ich frühmorgens aus dem Fenster schaute, sah ich, dass wir
festgemacht hatten, aber nicht in Bamberg, wo wir lt. Tagesprogramm
um 08.00 Uhr ankommen sollten, sondern abseits von jeglicher Bebauung
im Grünen. Der Grund dafür wurde wenig später verkündet: die
nächste Schleuse sei defekt; eine Reparatur bis 09.00 Uhr
angekündigt. Vor Mittag würden wir Bamberg auf keinen Fall
erreichen. Dort sollte es aber um 13.00 Uhr schon wieder weiter
gehen.
Während
des Frühstücks kam dann die Information, dass die Teilnehmer des
Ausflugs „Stadtrundgang Bamberg“ in Kürze von den beiden Bussen,
die die Sonata die ganze Reise über begleiteten, abgeholt und nach
Bamberg gefahren würden; einer der Busse käme dann nach rd. einer
Stunde zurück und würde die Passagiere, die Bamberg auf eigene
Faust besuchen wollten, ebenfalls dorthin bringen.
Die
Ausflügler verließen dann auch bald das Schiff. Wir bereiteten uns
derweil auf die Rückkehr des zweiten Busses um 10.00 Uhr vor. Dann
kam eine weitere Durchsage der Reiseleitung: Der Kapitän habe
entschieden, jetzt die Fahrt fortzusetzen. Die Schleuse sei repariert
und er wolle nicht noch mehr Zeit verlieren. Unter den verbliebenen
Passagieren machte sich Unmut breit; sollten wir Bamberg etwa gar
nicht zu Gesicht bekommen?
In
Abstimmung mit dem Kapitän und der Wasserschutzpolizei (so die
Aussage der Reiseleitung) wurde dann ein Halt vor der besagten
Schleuse vereinbart; dort würde der Bus auf uns warten. Diesen Halt
würden wir allerdings erst zwischen 10.30 Uhr und 11.00 Uhr
erreichen. Gleichzeitig verteilte die Reiseleitung Tickets, weil im
Bus nicht für alle Gäste, die jetzt noch an Bord waren, Platz zur
Verfügung stünde.
Als
wir die Schleuse erreichten, zeigte die Uhr schon 10.45 Uhr. Schnell
in den Bus und ab ging die Fahrt nach Bamberg, wo wir um 11.15 Uhr
ausstiegen. Als Treffpunkt für die Rückfahrt zum Schiff war für
alle Passagiere, also auch für die Ausflugsteilnehmer, 12.30 Uhr
vorgegeben. Viel Zeit blieb uns da wirklich nicht.
Im
Schweinsgalopp eilten wir durch das malerische Fischerviertel, auch
Klein-Venedig, genannt Richtung Inselstadt. Das ist der Stadtteil,
der zwischen rechtem und linkem Arm der Regnitz liegt. Der rechte Arm
wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut. Am Hafen von Bamberg beginnt
die Kilometerzählung dieses Kanals.
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Nach
einem Abstecher zum Alten Rathaus und einem kurzen Bummel durch
weitere Gassen, war es schon an der Zeit, sich auf den Rückweg zum
Treffpunkt zu machen. Das Alte Rathaus ist eines der bedeutendsten
Bauwerke, das die Innenstadt prägt. Es wurde in die Regnitz gebaut
und beherbergt im Inneren die Porzellansammlung Ludwig, eine der
größten ihrer Art in Europa.
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Pünktlich
am Treffpunkt angekommen, war weit und breit noch kein Bus zu sehen.
Als eine Viertelstunde später immer noch nichts passiert war, haben
wohl mehrere Passagiere die Sonata telefonisch zu erreichen versucht.
Sie haben von der an Bord verbliebenen Reiseleiterin dann die
Auskunft erhalten, dass die Busse erst um 13.30 Uhr kommen werden,
weil die Sonata noch gar nicht in Bamberg angekommen sei.
Jetzt
waren alle Wartenden deutlich verärgert, zumal ein zweiter
Reiseleiter die Ausflügler begleitet hatte. Dieser hätte die
Verspätung doch schon früher bekanntgeben können, dann hätte man
sich auch nicht so hetzen müssen. Allerdings blieb er für den Rest
des Tages unsichtbar.
Die
Busse trafen dann mit 50 minütiger Verspätung ein und brachten uns
zur Sonata. Dass sich die Fahrer dabei auch noch verfuhren und uns
erst in Sichtweite des Schiffes aus- und dann wieder einsteigen
ließen, um uns letztlich wenige Meter weiter abzusetzen, passte zu
diesem Tag.
Die
Reiseleiterin, die uns vor dem Schiff in Empfang nahm, musste sich so
einiges anhören. Eine richtige Entschuldigung kam ihr aber nicht
über die Lippen.
Während
des Mittagessens rief unser Bekannter aus Nürnberg an und wollte
wissen, wo wir denn bleiben. Er hatte gestern sein Handy abgeschaltet
und unsere SMS erst heute morgen gelesen. Daher war er davon
ausgegangen, dass wir heute in Nürnberg seien. Dieses
Missverständnis konnten wir dann aufklären. Vielleicht klappt ein
Treffen ja im Dezember, wenn unsere Weihnachtsmarktreise in Nürnberg
beginnt und endet.
Vor
dem Abendessen gab es immer Informationen über den nächsten
Reisetag in der Lounge. Heute ging es dabei hauptsächlich um die
fehlende Kommunikation in Bamberg. Immerhin entschuldigte sich die
Reiseleiterin für die Unannehmlichkeiten; die Emotionen kochten
trotzdem hoch. Das war wirklich kein Glanzstück der Reiseleitung.
Zum
Abendessen hatten sich die Gemüter dann etwas beruhigt.
Würzburg
(14.09.2019), sonnig, 24 Grad
In
der Nacht hatte es diesmal wohl besser mit den Schleusendurchfahrten
geklappt; jedenfalls konnten wir eines der Wahrzeichen Würzburgs,
die Festung Marienberg, schon kurz nach dem Frühstück sehen; im
Tagesprogramm war die Ankunft mit 13.00 Uhr angegeben.
Die
Festung liegt oberhalb von Würzburg auf der linken Seite des Mains
etwa 100 m über dem Fluss. Wir hatten sie bereits anlässlich eines
mehrtägigen Aufenthalts in Würzburg besichtigt.
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Nachdem
die Sonata um 10.00 Uhr festgemacht hatte, machten wir einen ersten
Spaziergang zur Alten Mainbrücke. Sie wird von vielen Statuen
gesäumt und gilt als eine der ältesten Brücken über den Main,
erbaut 1473 bis 1543.
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Die
Sonata lag heute neben einem weiteren Schiff; wir mussten über unser
Sonnendeck hinüber und gelangten durch das andere Schiff an Land.
Vom Anleger bis zur Mainbrücke waren es etwa 10 Minuten zu Fuß.
In
Würzburg war an diesem Wochenende Stadtfest, entsprechend war trotz
der noch frühen Stunde schon einiges los in der Stadt.
Den
um 10.30 Uhr in der Lounge angebotenen Federweißer mit
Zwiebellauchkuchen (klein 2,00 €, groß 3,80 €) ließen wir
sausen; Federweißer ist eh nicht so unser Ding.
Nach
dem Mittagessen gingen wir wieder Richtung Mainbrücke und von dort
in die Altstadt. Hier gab es zahlreiche Stände für das leibliche
Wohl, auch Live-Musik fand an vielen Stellen statt. Am Marktplatz
beeindruckten uns das Falkenhaus und die spätgotische Marienkapelle.
Das Falkenhaus diente ab 1338 zur Beherbergung des Dompfarrers. Es
wurde 1735 von einem Gastwirt erworben, der dort das Gasthaus „Zum
Falken“ betrieb. Im zweiten Weltkrieg brannte das Haus bei einem
Bombenangriff vollständig aus und Teile der Fassade stürzten ein.
Anfang der 1950er Jahre erfolgte der Wiederaufbau. Heute sind die
Touristeninformation und die zentrale Stadtbücherei dort
untergebracht.
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Die
Marienkapelle steht an der Stelle, an der 1349 eine jüdische
Synagoge niedergebrannt wurde, weil man den Juden die Schuld am
Ausbruch der Pest gab.
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Vorbei
am Würzburger St. Kilians Dom ging es zur Residenz der Fürstbischöfe
am Rande der Innenstadt. Der 1744 vollendete Barockpalast gehört zum
UNESCO-Weltkulturerbe.
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Im
Anschluss schlenderten wir zurück zum Main und gönnten uns in einem
Biergarten am Alten Kranen eine Erfrischung. Der Alte Kranen ist ein
barocker Kran mit Doppelausleger aus dem Jahre 1773. Ein rundum
gelungener Tag neigte sich langsam dem Ende entgegen.
Regensburg
(11.09.2019), erst Wolken, dann sonnig, 23 Grad
Während
des Frühstücks erfuhren wir, dass sich die Ankunft in Regensburg,
die im Tagesprogramm mit 09.00 Uhr angegeben war, um 3 Stunden
verschieben werde; Grund sei die lange Wartezeit an einer Schleuse.
Das hatte zur Folge, dass zwar beide in Regensburg vorgesehenen
Ausflüge stattfinden konnten, allerdings beide am Nachmittag. Der
„Stadtrundgang Regensburg“ sollte ursprünglich bereits um 09.30
Uhr starten, während die „Schifffahrt durch den Donaudurchbruch
und Kloster Weltenburg“ nach dem Mittagessen beginnen sollte.
Passagiere, die beide Ausflüge gebucht hatten, mussten sich jetzt
für einen der beiden entscheiden.
Uns
betraf das allerdings nicht, weil wir auf eigene Faust los wollten.
Schon beim Frühstück hatten wir uns vom Mittagessen abgemeldet, so
dass wir gleich nach dem Festmachen gegen 12.00 Uhr, das Schiff
verließen. Die Anlegestelle „Donaulände“ ist nur rd. 10
Gehminuten von der Altstadt entfernt. Die MS Beatrice und die Viking
Var leisteten uns Gesellschaft; letztere war bei unserer Rückkehr
schon weiter gefahren, ein anderes Schiff von Viking hatte ihren
Platz eingenommen.
Unser
erstes Ziel war die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert, die
älteste erhaltene Brücke Deutschlands. Nach ihrer Erbauung war sie
die einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien. Sie verbindet die
Altstadt von Regensburg mit dem Stadtteil Stadtamhof auf der
nördlichen Seite der Donau. In der Nähe der Brücke soll die
Wurstkuchl die älteste Bratwurststube der Welt sein. Der Brückturm
als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlagen steht am
Südende der Steinernen Brücke und beherbergt ein Museum. In den
einzelnen Stockwerken werden die verschiedenen Aspekte der Brücke
gezeigt.
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Ein
Bummel durch die Altstadt schloss sich an. Das alte Rathaus mit
historischem Gewölbe und Folterkeller sowie der Dom mit den 105 m
hohen Türmen lagen dabei auf unserem Weg. Den Dom besichtigten wir
auch von innen. Mitten in der Altstadt befindet sich der
Neupfarrplatz mit der Neupfarrkirche.
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Nach
so viel Geschichte machte sich ein leichter Hunger bemerkbar. In
einem Biergarten abseits des Trubels nahmen wir eine Kleinigkeit zu
uns. Danach machten wir uns langsam auf den Rückweg zur Sonata.
Die
für 17.00 Uhr vorgesehene Abfahrt verzögerte sich um 45 Minuten,
weil die Ausflügler zum Donaudurchbruch noch nicht wieder zurück
waren. Aus diesem Grunde wurde die Sicherheitsübung ein weiteres Mal
auf den morgigen Tag verschoben.
Nach
dem Abendessen gab es in der Lounge ein Musikquiz. Bordmusiker Jan
spielte einige Lieder an und die Gäste mussten dazu Fragen, z.B.
nach dem Interpreten, beantworten. Vier Gäste, darunter auch wir,
hatten die gleiche Punktzahl erreicht. Im Stechen war aber ein
anderer Passagier schneller; für ihn gab es zwei
Cocktail-Gutscheine.
Nürnberg
(12.09.2019), teils Wolken, teils Sonne, 23 Grad
Heute
hatten wir uns eigentlich mit unseren Tischnachbarn von der Reise mit
der Saxonia über die Oder verabredet, die in Nürnberg wohnen.
Unsere Versuche, sie telefonisch zu erreichen, schlugen jedoch fehl.
Schließlich informierten wir sie per SMS über unsere vorgesehene
Ankunft um 14.00 Uhr und hofften auf Rückmeldung.
Am
Vormittag fand dann die Sicherheitsübung in der Lounge statt. Neben
Informationen für den Fall der Fälle demonstrierte ein
Crew-Mitglied das Anlegen der Rettungsweste. Nach wenigen Minuten war
die Übung beendet.
Später
gab es in der Lounge heiße Schokolade mit Rum oder Asbach für 4,50
€. Da haben wir auch zugeschlagen.
Wir
erreichten Nürnberg relativ pünktlich. Der Hafen, in dem heute 7
Schiffe lagen, befindet sich etwa 6 km von der Innenstadt entfernt.
Leider hatten sich unsere Bekannten noch nicht gemeldet; auch der
Versuch, über die Rezeption ein Taxi zu bestellen, schlug mehrmals
fehl. Letztendlich haben wir uns dann zu Fuß aufgemacht. Irgendwie
sind wir dabei vom rechten Weg abgekommen; wir haben Nürnberg zwar
erreicht, aber nicht dort, wo wir eigentlich hin wollten. Wegen der
fortgeschrittenen Zeit, um 18.00 Uhr sollte es schon weiter gehen,
fuhren wir mit einem Taxi zurück zum Anleger.
Fotos
aus Nürnberg gibt es aus den genannten Gründen daher leider nicht.
Einschiffung in Passau
und Abfahrt (10.09.2019), erst Nebel, dann sonnig, 28 Grad
Als
ich am Morgen aus dem Fenster schaute, hatte die Sonata ihren
Liegeplatz schon erreicht. Wir gingen zunächst frühstücken und
machten uns, jetzt bei bestem Wetter, zu einem weiteren Spaziergang
durch Passau auf. Weil der Beginn der Einschiffung auf 15.00 Uhr
terminiert war, ließen wir das Gepäck vorerst im Hotel.
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Nach
einer mittäglichen Erfrischung in einem Biergarten gingen wir um
14.30 Uhr zurück zum Hotel, holten unser Gepäck und brachten es zum
Schiff, wo es uns bereits abgenommen wurde. Die Einschiffung begann
pünktlich um 15.00 Uhr und war schnell abgehakt, was auch dem
Umstand geschuldet war, dass die meisten Passagiere, die mit zwei
Bussen des Reiseunternehmens unterwegs waren, noch nicht eingetroffen
waren.
Schnell
wurden die Koffer ausgepackt, dann machten wir es uns auf dem
Sonnendeck gemütlich. Auf die Einschiffungssuppe im Wiener Cafe
verzichteten wir.
Weil
sich die Ankunft des zweiten Busses verzögerte, begannen die
Bordinformation und die Vorstellung der Landausflüge etwas später
als vorgesehen. Von unseren Tischnachbarn erfuhren wir am Abend, dass
der Busfahrer zunächst Passau-Lindau angesteuert hatte, weil die
Sonata dort doch immer liege.
Um
18.00 Uhr wurden die Leinen gelöst und die Sonata machte sich auf
den Weg nach Regensburg. Sicherheitsinformation und -übung mit dem
Kapitän wurde wegen der fortgeschrittenen Zeit auf den morgigen Tag
verschoben. Der Kapitän, der Hotelmanager und die Reiseleiter
begrüßten die Gäste um 19.00 Uhr in der Lounge bei einem Glas
Sekt.
Anschließend
wurde das Abendessen im Restaurant serviert. Auf der Sonata haben die
Passagiere während der gesamten Reise feste Tische; die Tischnummer
erfährt man bei der Einschiffung.
Wir
hatten einen 4-er Tisch, den wir uns mit einem netten Ehepaar aus
Annaburg (Sachsen-Anhalt) teilten. Wir hatten während der
Tischzeiten immer viel Gesprächsstoff.
Nach
dem Abendessen ging es für das ein oder andere Getränk in die
Lounge.
wie versprochen will ich heute mit meinem Bericht über unsere Reise mit der WT Sonata von Passau nach Köln beginnen. WT sind die Anfangsbuchstaben des niedersächsischen Reiseveranstalters, der die Sonata gechartert hat.
Die
Sonata hatten wir bereits bei unserer ersten längeren
Donaukreuzfahrt im August 2016 kennengelernt. Wir waren damals von
diesem Schiff begeistert, so dass wir uns eine weitere Kreuzfahrt auf
der Sonata gut vorstellen konnten. Von daher weckte die im Katalog
angebotene Reise „Vater Rhein und blaue Donau“ unser Interesse.
Es handelte sich dabei um eine Reise, die bei Hochseeschiffen als
sog. Transreisen bezeichnet werden. Das Schiff wird dabei in ein
neues Fahrtgebiet überführt, in diesem Fall von der Donau zum
Rhein.
Weil
auch der Termin in unsere Reiseplanungen passte, buchten wir eine
Kabine mit frz. Balkon auf dem Hauptdeck und zwar die gleiche, die
wir bereits 2016 bewohnt hatten. Wegen der großen Entfernung
zwischen unserem Wohnort und dem Abfahrtshafen Passau wollten wir
einen Tag früher anreisen und suchten uns für die
Zwischenübernachtung das Hotel „Am Paulusbogen“ aus. Die
Bahnfahrkarten für Hin- und Rückreise sowie zwei Ausflüge während
der Reise waren ebenfalls schnell gebucht. Vierzehn Tage nach unserer
Rückkehr von der Mein Schiff Herz ging es also schon wieder los.
Anreise nach Passau
(09.09.2019), bedeckt und kühl, 15 Grad
Während
es am Sonntag noch geregnet hatte, war es heute morgen zwar recht
kühl, aber trocken. Mit einer Regionalbahn fuhren wir zunächst nach
Essen, von dort mit einem ICE nach Nürnberg; dort stiegen wir mit
einem Zeitpuffer von einer knappen halben Stunde in einen weiteren
ICE Richtung Wien, den wir gegen 16.30 Uhr in Passau verließen. Alle
Züge waren pünktlich, so dass die Anreise durchaus entspannt
verlief.
Wir
checkten im Hotel ein und machten dann noch einen kleinen Bummel
durch Passau. Zwischendurch gönnten wir uns in einem Cafe einen
leckeren Zwetschgenstrudel.
Den
Aushängen an der Uferpromenade entnahmen wir, dass die Sonata morgen
direkt unterhalb unseres Hotels liegen würde; das war schon einmal
sehr erfreulich; für die bisherigen Abfahrten ab Passau mussten wir
immer nach Passau-Lindau, etwa vier Kilometer außerhalb gelegen.
Das
Abendessen nahmen wir im Restaurant unseres Hotels ein, wo es auch
noch einen Absacker gab.
den Katalog haben wir auch schon in Händen gehalten; auch wir fanden diese Route einfach grandios, zumal viele andere Anbieter das Schwarze Meer ja inzwischen meiden.
Wir kommen auf jeden Fall mit; ein Plätzchen dürfte sich noch finden.