Avignon (16.08.
00.00-17.45 Uhr), sonnig mit Wolken, gewittrig, 32 Grad
In
Avignon, wo im 14. Jahrhundert Päpste und Gegenpäpste regierten,
waren wir nicht allein; vier weitere Schiffe lagen hier ebenfalls;
davon die Thurgau du Rhone neben uns. Die Passagiere dieses Schiffes
gelangten also über die Bijou an Land.
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Heute
standen wieder zwei Ausflüge an. Der erste „Stadtrundgang Avignon“
begann nach dem Frühstück um 08.30 Uhr. Unsere Reiseleiterin, die
aus Chemnitz stammte, holte uns am Schiff ab und führte uns zur rd.
4 km langen Stadtmauer.
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Wegen
steigender Corona-Zahlen galt in einigen Städten Frankreichs die
Maskenpflicht ab heute auch innerhalb der Städte, so auch in
Avignon. Unsere Gruppe hielt sich brav daran; die Einheimischen
trugen aber nur vereinzelt Masken.
Erstes
Ziel war die Kirche Saint Agricol, in der die Reliquien des
Schutzpatrons der Stadt aufbewahrt werden. Vorbei am Rathaus ging es
zur Kirche St. Pierre, die ihr heutiges Aussehen nach den Umbauten
1485 und 1512 erhielt. Wir besichtigten sie auch von innen.
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Den Papstpalast haben die beiden Päpste Benedikt XII. und Klemens
VI. bauen lassen. Außer einigen Fresken, Kaminen, Decken und
Mosaiken ist von der Inneneinrichtung seit der Französischen
Revolution nichts mehr übrig. Eine Führung durch die Räume war
allerdings bei unserem Ausflug auch nicht vorgesehen. So beschränkten
wir uns auf die Außenbesichtigung.
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Oberhalb des Palastes befindet
sich die Kathedrale Notre Dame des Doms, Sitz des Erzbischofs von
Avignon. Auf dem Westturm steht eine vergoldete Statue der Jungfrau
Maria.
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Noch
einige Gehminuten bergauf liegt ein Park, von dem man einen tollen
Blick auf die Pont St. Benezet, die berühmte Brücke von Avignon,
hat. Seit dem 17. Jahrhundert ist sie nur noch ein Torso in der
Rhone. Das französische Volkslied „Sur le pont d'Avignon“ kennt
bestimmt jeder, möglicherweise in der Version von Mireille Mathieu.
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Unser
Rundgang durch Avignon war damit beendet. Während die Mehrzahl der
Gäste mit der Reiseleiterin zurück zum Schiff ging, blieben wir in
der Altstadt und bummelten noch etwas durch die Gassen.
Ansichtskarten für die Lieben daheim kauften wir ebenfalls.
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Nach
dem Mittagessen folgte der zweite Ausflug zum Pont du Gard. Das
dreistöckige, 49 m hohe und im oberen Teil 275 m lange Aquädukt
über den Fluss Gardon rd. 20 km westlich von Avignon ist ein echter
Hingucker. Die Römer haben die Brücke im 1. Jahrhundert als Teil
einer knapp 50 km langen Wasserleitung konstruiert. Der Pont du Gard
ist von der UNESCO als Welterbe eingestuft.
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Nach
einer ausgiebigen Besichtigung fuhren wir weiter nach Uzes. Die
Kleinstadt liegt auf einem ca. 145 m hohen Kalksteinplateau. Unsere
Reiseleiterin führte uns zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes, wie
den Herzogspalast, die ehemalige Kathedrale und die Kirche Saint
Etienne.
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Nach
unserer Rückkehr legte die Bijou auch bald ab. Der Kapitän steuerte
zunächst die Brücke von Avignon an, damit wir noch Fotos von der
Flussseite schießen konnten. Aus den Bordlautsprechern ertönte
dabei das schon erwähnte Volkslied.
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Dann wendete er und wir machten
uns auf den Weg nach Arles. Etwas außerhalb von Avignon lagen drei
Schiffe von Viking Cruises. Laut Kreuzfahrtleiter fahren sie
normalerweise mit amerikanischen Gästen. Aus bekannten Gründen
kommen die in diesem Jahr aber nicht, daher bleiben die Schiffe dort
liegen, bis es, vielleicht im nächsten Jahr, wieder los geht.
Gegen
20.50 Uhr hatten wir Arles schon fast erreicht, als die Bijou die
Fahrt drosselte und neben der Excellenz du Rhone längsseits ging.
Wir befürchteten schon, dass hier in einem Gewerbegebiet unser
Liegeplatz wäre. Der Kreuzfahrtleiter beruhigte aber sofort die
Gemüter; es wechselten nur zwei Fass Bier von uns auf das andere
Schiff. Man hilft sich in Flussschiff-Kreisen offensichtlich bei
Engpässen aus. Wenig später machten die Bijou in Arles nahe der
Altstadt fest.
Viviers (15.08.,
11.00-18.15 Uhr), sonnig, 35 Grad
Die
Gemeinde Viviers sollten wir lt. Tagesprogramm um 12.00 Uhr
erreichen. Weil dann schon das Mittagessen serviert wurde, hatten wir
uns am Morgen davon abgemeldet, weil wir noch etwas von dem Ort sehen
wollten, bevor es zum Ausflug in die Ardeche-Schlucht ging.
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Der
Kapitän hatte offenbar Gas gegeben, denn wir machten bereits um
11.00 Uhr in Viviers fest. Wir gingen dann alsbald an Land. Unser
Entschluss, auf das Mittagessen zu verzichten, erwies sich als
goldrichtig. Viviers ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nirgendwo
in Frankreich sollen die mittelalterlichen Strukturen und Gebäude so
gut erhalten sein wie hier. Die Stadt entging den mutwilligen
Zerstörungen der Französischen Revolution und erscheint wie in
einem Dornröschenschlaf.
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Rechtzeitig
zum Beginn des Ausflugs zur Ardeche um 13.30 Uhr waren wir wieder an
Bord. Dieses Mal waren wieder zwei Busse unterwegs.
Erster
Halt war am Lavendelmuseum in Saint Remeze. Wir erfuhren bei einer
kurzen Führung etwas über die verschiedenen Sorten und die
Produktion des Lavendels. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit
waren die Felder leider schon abgeerntet, so dass uns der Anblick der
blühenden Lavendelfelder verwehrt blieb. Lavendelprodukte gab es im
angrenzenden Shop natürlich auch zu kaufen.
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Nun
folgte der spektakuläre Teil des Ausflugs, die Ardeche-Schlucht.
Bereits der erste Fotostopp weit oberhalb der Schlucht bot viele
tolle Fotomotive.
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Unten angekommen führte uns die heutige
Reiseleiterin, eine Deutsche aus dem Saarland, in einem 10-minütigem
Fußmarsch zur Pont d'Arc, einem 66 m hohen Natursteinbogen. Beliebt
ist die Ardeche bei Kanufahrern, von denen heute auch viele unterwegs
waren. Allerdings führte der Rhonezufluss zur Zeit wenig Wasser, so
dass unsere Reiseleiterin schon orakelte, dass die Kanus bald
getragen werden müssten.
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Das letzte Foto führte bei den Lieben daheim schon zu Befürchtungen, wir wären
mit lauter Trunkenbolden unterwegs.
Zum
Abschluss fuhren wir zu einem weiteren Aussichtspunkt bei einer der
die Ardeche säumenden Grotten. Eine Besichtigung der Grotte wäre
möglich gewesen; war aber im Ausflugspreis nicht enthalten.
Macon (14.08.,
02.00-11.45 Uhr); Trevoux (16.30-18.45 Uhr), nach morgendlichem Regen
trocken, 25 – 28 Grad
Die
34.000 Einwohner zählende Stadt Macon an der Saone hätten wir lt.
Tagesprogramm bereits um 23.30 Uhr des Vortages erreichen sollen.
Wegen der Probleme bei der Warmwasserversorgung verzögerte sich die
Ankunft. Wann wir nun genau dort anlegten kann ich nicht sagen, weil
wir zu der Zeit wieder selig schlummerten.
Heute
standen gleich zwei Ausflüge auf dem Programm. Hat eigentlich jemand
behauptet, eine Kreuzfahrt, sei es auf hoher See oder auf dem Fluss,
diene der Erholung? Es ist der pure Stress, wenn man viel sehen will,
sage ich euch.
Nach
dem Frühstück begannen gleich zwei Ausflüge, deren Teilnehmer aber
in einem Bus fuhren, weil die Ziele nicht weit voneinander entfernt
lagen. Das Wetter überraschte uns heute mit dicken Wolken und
einigen Regenschauern. Ein solcher begleitete uns auch auf dem Weg
zum Bus, so dass wir doch tatsächlich unseren Schirm auspacken
mussten. Wir waren übrigens nicht alleine in Macon, ein weiteres
Flussschiff, die Amadeus Provence, leistete uns Gesellschaft.
Einen
ersten Fotostopp legten wir am Fuß der Burg Berze ein. Ein
Transparent wies auf ein mittelalterliches Fest hin. Ob das in diesen
Zeiten auch stattgefunden hat?
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Die
Mehrzahl der Gäste stieg beim Kloster Cluny aus; die übrigen, so
auch wir, fuhren weiter zum Chateau Cormatin. Es stammt aus dem 17.
Jahrhundert und gehörte früher u.a. dem Direktor der Oper von Monte
Carlo. In dieser Zeit wohnte z.B. der berühmte Tenor Enrico Caruso
hier.
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Das
Chateau ist heute noch bewohnt; kann aber in einigen Bereichen auch
besichtigt werden. Unser Reiseleiter Jean, von dem der
Kreuzfahrtleiter behauptet hatte, er sähe aus, wie ein Mitglied der
Band ZZ Top (wohl wegen seines Bartes), führte uns durch die der
Öffentlichkeit zugänglichen Räume, wobei er uns mit vielen
Informationen versorgte. Im Anschluss hatten wir noch Zeit, die
schönen Außenanlagen zu erkunden. Dabei sahen wir, dass das Chateau
auch ein Storchenpaar beherbergt.
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Um
14.30 Uhr erreichten wir Belleville. Ein individueller Landgang war
hier nicht möglich; der Stopp diente nur der Abwicklung des nächsten
Ausfluges „Beaujolais mit Weinprobe“. Als alle Ausflugsteilnehmer
von Bord waren, fuhr das Schiff weiter.
Mit
dem Bus fuhren wir zunächst in eine Nachbarstadt. Dort stieg unser
Reiseleiter, der uns schon vom Vormittag bekannte Jean, zu. Dann ging
es in das bekannte Weinbaugebiet Beaujolais. Eine reizvolle
Landschaft, von der einige Gäste meinten, sie erinnere sie an die
Toskana.
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Erster
Halt war im bezaubernden Örtchen Oingt. Auf der Internetseite von
france-voyage wird Oingt als charmantes Mittelalterdorf beschrieben.
Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.
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Anschließend
fuhren wir weiter zu einem Weingut. Dort wurden wir vom Besitzer
begrüßt, der uns einen kurzen Einblick in die Herstellung seiner
Weine gab. Drei davon konnten wir dann verkosten. Dazu wurde Käse
und Wurst gereicht. Bevor wir das Weingut verließen, wechselten
zahlreiche Flaschen den Besitzer. Auch wir erwarben eine Flasche des
dritten verkosteten Weines, der uns sehr gut geschmeckt hatte.
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Die
Bijou wartete in Trevoux auf uns. Dort war sie um 16.30 Uhr
angekommen. Nachdem die Ausflugsteilnehmer wieder an Bord waren,
legten wir ab und fuhren Richtung Lyon.
Gegen
21.00 Uhr näherten wir uns Lyon. Wieder fuhren wir an der Altstadt
vorbei, verabschiedeten uns von der Saone und setzten die Fahrt auf
der Rhone fort.
Fortsetzung folgt.
NS. Gerade höre ich in den Nachrichten, dass die Provence wegen steigender Corona-Infektionen zum Risikogebiet erklärt wurde. Oh je, ob die weiteren Touren der Bijou jetzt noch stattfinden werden?
Ob das wohl auch ab Hamburg buchbar gewesen wäre? Wieviel Platz gab es denn im Reisebus auf der Langstrecke ?
Hallo Siegrid,
lt. Nicko Prospekt gilt das Angebot der Haustürabholung bundesweit. Der erste Bus (bis Bad Krotzingen) war nicht voll. Hier gab es ausreichend Abstand, weil fast jede zweite Reihe frei blieb.
Der Bus von Bad Krotzingen nach Lyon war aber fast voll besetzt. In beiden Bussen galt Maskenpflicht.
Chalon-sur-Saone
(13.08., 11.00-20.15Uhr), 34 Grad, sonnig, später wolkiger
Die
erste Nacht an Bord haben wir erstaunlich gut geschlafen, so dass wir
ausgeruht den Tag beginnen konnten. Mittlerweile waren wir auf der
Saone unterwegs.
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Zunächst
war Frühstück angesagt. Vor dem Eingang zum Restaurant wurde wieder
die Temperatur gemessen (das war jetzt jeden Morgen so). Am Buffet
wartete ein Kellner, der uns mit zwei Tellern bewaffnet begleitete,
die er nach unseren Wünschen befüllte. Sowohl er als auch wir
trugen Masken, der Kellner zusätzlich noch Handschuhe.
Um
09.00 Uhr erfolgten im Salon Informationen zum Bordleben und eine
Sicherheitseinweisung durch die Kreuzfahrtleitung. Anschließen
wurden die Ausflüge vorgestellt. Buchungen hierfür waren noch bis
zum Mittag möglich. Auch wir buchten noch zwei weitere Ausflüge.
Um
11.00 Uhr machte die Bijou in Chalon-sur-Saone fest. Chalon ist nach
Dijon die zweitgrößte Stadt im Burgund, von der wir heute aber
nicht viel sehen würden, weil uns unser Ausflug nach Beaune bringen
würde. Los ging es mit zwei Bussen um 13.45 Uhr nach dem
Mittagessen. Einer der Busse war übrigens derjenige, der uns nach
Lyon gebracht hatte; er begleitete uns die ganze Reise.
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Erster
Stopp war an der Route des Grands Crus, auf deutsch etwa Route der
edlen Weine. Diese Weinstraße durchquert den prestigeträchtigsten
Teil des burgundischen Weinlandes.
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Weiter
ging die Fahrt nach Beaune, einer Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern
und ihrem Highlight, dem Hotel-Dieu. Dieses 1443 gegründete und bis
1971 tätige Spital kurierte mit weltlicher und geistlicher Medizin.
Im Mittelalter mussten reiche Patienten zahlen, die Armen wurden
kostenlos behandelt. Nach seiner Schließung wurde das Hospital in
ein Museum umgewandelt, das faszinierende Einblicke in die damalige
Krankenpflege gibt. So lagen in dem großen Krankensaal der Armen die
Patienten meist mit wildfremden Menschen zu zweit oder dritt in einem
Bett. Die bunten Dachziegel im Innenhof zählen zu den begehrtesten
Fotomotiven Burgunds.
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Nach
der Rückkehr auf die Bijou sollte diese eigentlich ablegen. Wegen
eines Defektes bei der Warmwasserversorgung verzögerte sich dies
jedoch. Erst hieß es, der angeforderte Techniker könne den Schaden
erst morgen beheben, so dass heute und morgen früh kein warmes
Wasser zur Verfügung stünde; später war er dann doch erfolgreich.
Vor
dem Abendessen stand der Willkommensempfang im Salon an. Bei einem
Glas Sekt begrüßten der Hotelmanager und der Kreuzfahrtleiter die
Gäste. Eigentlich ist es ja üblich, dass sich auch der Kapitän zu
diesem Empfang blicken lässt und einige Worte an die Passagiere
richtet. Er war jedoch nicht zu sehen. Der Kreuzfahrtleiter meinte,
er hätte wegen des Warmwasserproblems jetzt andere Sorgen. Später
konnte ich einem Gespräch zwischen zwei Besatzungsmitgliedern
entnehmen, dass französische Kapitäne nichts von solchen Empfängen
halten. Ob das so ist, weis ich natürlich nicht; jedenfalls war
unser Kapitän Franzose.
Beim
Auslaufen kamen wir an einem bemerkenswerten Blumenarrangement
vorbei.
Nachdem
wir den Rhein mit Nebenflüssen und die Donau schon ausgiebig
erkundet haben, standen in Europa noch zwei Flüsse auf unserer
Agenda: Rhone in Frankreich und Douro in Portugal. Da kam Mitte
Februar ein attraktives Angebot von Nicko Cruises für eine
Kreuzfahrt auf Rhone und Saone gerade richtig. Nach kurzer Beratung
buchten wir eine Kabine auf dem Mitteldeck und dazu den Bustransfer
für Hin-und Rückreise mit Haustürabholung. Flüge nach Lyon wurden
ebenfalls angeboten; weil uns aber schon zwei Langstreckenflüge
nach San Francisco und von Miami zurück bevor standen und die
bessere Hälfte nicht so gerne fliegt, entschieden wir uns für den
Bustransfer. Da konnten wir noch nicht ahnen, dass der Rückflug ab
Miami wegen Corona ausfallen würde. Aber das ist eine andere
Geschichte, über die ich schon berichtet habe.
Nach
unserer Rückkehr von der Amadea war es lange nicht klar, ob die
Rhone-Tour überhaupt stattfinden würde. Als dann die
Flusskreuzfahrten wieder starteten und uns Nicko auf Nachfrage
erklärte, dass auch unserer Reise nichts im Wege stünde, buchten
wir noch das Ausflugspaket und einen zusätzlichen Ausflug in die
Ardeche-Schlucht nach.
Anreise und
Einschiffung (12.08.), sonnig, 30 Grad
Am
10.08. erfuhren wir auf telefonische Nachfrage die Abholzeit am
Mittwoch: 04.10 Uhr! Die Nacht war entsprechend kurz. Überpünktlich
stand ein Minibus vor unserer Haustür, der uns in etwa zwanzig
Minuten in den Nachbarort auf einen abgelegenen Parkplatz brachte, wo
bereits ein Reisebus auf uns wartete. Zeitgleich mit uns traf ein
weiterer Zubringer mit vier Gästen aus dem Münsterland ein. Mit uns
sechs Figuren ging es nun los; zunächst auf die Sauerlandlinie
Richtung Frankfurt. Vor dem Einsteigen desinfizierten wir uns die
Hände; die vorgesehenen Sitzplätze waren mit Namenszetteln
markiert, während der Fahrt sollte die Mund-Nasenbedeckung
aufbehalten werden.
In
der Nähe von Gießen machten wir den ersten Stopp; dort stiegen
weitere 17 Gäste zu, die mit einem Bus aus Richtung Berlin kamen und
teilweise schon seit Mitternacht unterwegs waren. Zwei weitere
Passagiere nahmen wir in Hirschberg auf; dann fuhren wir weiter bis
nach Bad Krotzingen in der Nähe von Freiburg, wo wir gegen 12.15 Uhr
ankamen. Dort war Mittagspause angesagt; in einem Restaurant nahmen
wir ein inkludiertes Essen ein. Ein Getränk war ebenfalls frei.
Inzwischen
war ein Bus mit den Reisenden aus Lyon eingetroffen, deren Reise
heute zu Ende gegangen war. Die Koffer wurden umgeladen und wir
stiegen nach dem Mittagessen in diesen Bus um. Unterwegs legten wir zwei halbstündige Pausen ein. Gegen 19.00 Uhr hatten wir Lyon und
die Bijou du Rhone erreicht. Auch im zweiten Bus galt Maskenpflicht;
bereits hier hielten sich einige Passagiere nicht daran. In beiden
Bussen konnte die Bordtoilette wegen der Corona-Auflagen nicht
benutzt werden.
Vor
Betreten des Schiffes mussten wir den Gesundheitsfragebogen, den wir
mit den Reiseunterlagen erhalten hatten, abgeben; außerdem erfolgte
eine kontaktlose Temperaturmessung. Danach ging es auf das Sonnendeck
zum Schnelltest auf Antikörper. Ein kleiner Pieks in den Finger,
etwas Blut abgezapft und nach wenigen Minuten war das Ergebnis da.
Alle Testungen waren negativ.
Jetzt
noch zur Rezeption zum Einchecken und dann auf die Kabine, wo unser
Koffer bereits eingetroffen war. Zeit zum Auspacken hatten wir nicht;
der Kreuzfahrtleiter hatte die Gäste aus dem Bus gebeten, wegen der
fortgeschrittenen Zeit gleich nach dem Test zum Abendessen in das
Restaurant zu gehen. Dieser Bitte kamen wir selbstverständlich nach.
Nach
dem Abendessen konnten wir uns endlich richtig frisch machen und den
Koffer auspacken. Danach stießen wir in der Lounge mit kühlen
Getränken auf eine hoffentlich schöne Kreuzfahrt an. Um 22.15 Uhr
verließ die Bijou Lyon. Die Fahrt vorbei an der beleuchteten
Altstadt verfolgten wir vom Außendeck aus. Bald darauf rief die Koje
nach uns; die vorherige Nacht war kurz gewesen und die lange Busfahrt
hatte uns auch geschlaucht.
da habe ich Deinen Bericht jetzt gerade gelesen und wundere mich, dass meine Likes zu einer Reduzierung der Gesamtzahl führen. Jetzt weiß ich auch warum: Ich habe ihn nämlich schon einmal gelesen. Bitte entschuldige meinen Eifer; ich wollte aber noch einmal Deine Beschreibung der Inspire lesen, weil wir seit heute wissen, dass wir mit Freunden auf diesem Schiff Silvester feiern werden.
seit gestern Abend sind wir zurück von unserer traumhaften Reise auf Rhone und Saone. In den nächsten Tagen werde ich meine Notizen und die Fotos sichten und dann geht es los mit dem Reisebericht.
Vorweg schon einmal einige Anmerkungen zum Hygienekonzept von Nicko Cruises. Nach den Erfahrungen von Dagl67 und
@Isuledda99 auf der Donau hatten wir da ja so unsere Befürchtungen, die glücklicherweise schnell zerstreut wurden. Bei der Ankunft in Lyon wurde tatsächlich ein Schnelltest auf Antikörper durchgeführt (unser Arzt war also nicht krank). Ferner wurde jeden Morgen beim Betreten des Restaurants die Temperatur gemessen. Die Anordnung der Tische im Restaurant und die Verteilung der Passagiere war genauso wie wir uns das vorgestellt hatten. Es saßen maximal 4 Personen an einem Tisch, aber auch nur, wenn die zusammen reisten. Wir saßen an einem Zweiertisch mit genügend Abstand nach allen Seiten. An einigen Sechsertischen saßen nur 2 Gäste.
Beim Frühstück wurden wir von einem Kellner begleitet, der unsere Teller nach unseren Wünschen befüllte. Mittag- und Abendessen wurden am Platz serviert.
In der Lounge war Abstand überhaupt kein Problem. An den meisten Abenden befanden sich nie mehr als 10 Passagiere dort. Einige waren auch an Deck; fragt mich bitte nicht, wo der große Rest war??
Alle Besatzungsmitglieder trugen Mund-, Nasenschutz und Handschuhe.
Es kann also auch bei Nicko mit dem Hygienekonzept funktionieren. Aber, und jetzt kommt der "Pferdefuß", es waren bei dieser Reise auch nur 75 Gäste und damit exakt die Hälfte der Maximalbelegung an Bord. Eine Woche zuvor sollen es 142 Gäste gewesen sein; dort wurde dann lt. Kreuzfahrtleitung in 2 Schichten von jeweils einer Stunde gegessen. Das stelle ich mir ganz schön stressig vor.
Die einzigen, die die Hygienevorschriften nicht immer beachteten, waren einige Passagiere. Dazu mehr im Reisebericht. Bis dann.
übermorgen geht es los! Heute haben wir erfahren, wann wir Mittwoch zu Hause abgeholt werden: um 04.10 Uhr. Na prost Mahlzeit. Viel Schlaf bekommen wir da ja nun nicht gerade.
Aber was solls, Hauptsache die Fahrt findet statt. Nach den Berichten von Dagl67 und
@Isuledda99 sind wir etwas besorgt, was die Einhaltung der Hygieneregeln angeht. Schließlich fahren wir auch mit Nicko.
Auf jeden Fall werde ich (subjektiv) darüber berichten; aber erst nach der Reise.
Die MS Lady Diletta. Vielleicht kennt jemand das Schiff schon. Ist erst seit Mai oder Juni in Betrieb.
Wir kennen sie leider auch noch nicht, haben aber im Dezember eine Weihnachtsmarktreise auf ihr gebucht. Also kannst Du uns dann sagen, wie sie Dir gefallen hat.
da hast Du dir auf jeden Fall ein schönes Schiff ausgesucht. Wir kennen die Alina von einer Kreuzfahrt 2017 nach Holland; sie hat uns sehr gut gefallen, allerdings hatten wir etwas Pech mit unserer Kabine. Ich denke aber, dass dieser Mangel inzwischen behoben ist.
Weihnachtsmärkte lieben wir auch; Du kannst dich auf Köln, Bonn und Koblenz freuen. Den Rüdesheimer Markt kennen wir noch nicht, werden ihn aber Mitte Dezember auch ansteuern. Wir haben nämlich mit Freunden (für die ist es die erste Flusskreuzfahrt) eine Tour mit der uns bis dato völlig unbekannten Lady Diletta gebucht. Wir fahren ab Düsseldorf.
Jetzt müssen wir alle nur noch die Daumen drücken, dass die Weihnachtsmärkte auch stattfinden. In diesen Zeiten ist ja nichts sicher.
.wir arbeiten an einem Antikörpertest... und mit der Unterschrift auf dem Gesundheitsbogen gibt man schon im Vorfeld sein Einverständnis zur Abnahme. Aber ob der schon existiert, stand da nicht.
Stimmt, so steht es bei uns auch. Habe ich wohl beim ersten Mal nicht richtig hingeschaut.
nachdem gestern die Reiseunterlagen von Nicko Cruises bei uns eingetroffen sind, steigt langsam die Vorfreude auf diese Tour, obwohl man in den heutigen Zeiten ja nie sicher sein kann, was evtl. noch passiert.
Wir haben diese Flusskreuzfahrt schon im Februar diesen Jahres gebucht; dann sah es lange so aus als könnten wir sie wegen Corona vergessen. Inzwischen fahren die Flussschiffe aber wieder. Einige Forenmitglieder sind sind ja auch schon auf Rhein oder Donau unterwegs gewesen bzw. haben es noch vor sich.
Auf das Hygienekonzept von Nicko wurde im Forum schon hingewiesen. Auch bei uns soll vor Einschiffung ein Antikörper-Schnelltest durchgeführt werden. Ferner haben wir einen Infektionsschutz-Fragebogen erhalten, der ebenfalls zur Einschiffung mitzubringen ist. Eine tägliche Fiebermessung ist vorgesehen. An Bord wird ein Einbahnstraßen-System angebracht, wenn an bestimmten Stellen zu wenig Raum für die Mindestabstände ist. Am Frühstücksbuffet wird es keine Selbstbedienung geben. Mittag- und Abendessen sollen in zwei Tischzeiten eingenommen werden. Wenn man sich frei auf dem Schiff bewegt, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ebenso in den Ausflugsbussen.
Nach Lyon und zurück kommen wir mit über Nicko gebuchtem Bus einschließlich Haustürabholung. Ein Ausflugspaket haben wir ebenfalls schon gebucht sowie einen weiteren Ausflug in die Ardeche Schlucht mit Besuch eines Lavendelmuseums. Weitere Ausflüge können nur an Bord gebucht werden.
Zum Schluss noch zur Route: Es geht los in Lyon am 12.08., einen Tag später sind wir in Chalon sur Saon und Macon. Am 14.08. fahren wir von Macon nach Trevoux; am 15.08. liegen wir in Viviers. Dann folgen am 16.08. Arles und am 17.08. Avignon. Am 18.08. sind wir am frühen Nachmittag wieder in Lyon.
Nach der Reise werde ich natürlich darüber berichten. Falls vorher noch etwas Besonderes passiert, hört ihr von mir.
da springe ich doch auch noch auf, zumal wir die gleiche Reise vom 28.08. bis 04.09.2016 natürlich auch mit der Mein Schiff 2, heute Herz, gemacht haben.
Olympia war genauso heiß wie bei euch, allerdings suchte unsere Reiseleiterin bei ihren Erklärungen immer Schattenplätze auf und jeden Stein hat sie auch nicht erläutert.
kann ich nur empfehlen. Vielen Dank für Deinen Bericht und die Fotos. Jetzt wissen wir, was uns hinsichtlich der Hygienemaßnahmen erwartet. Nicht schön, aber notwendig.