Sonntag, 16.03.2025 – Las Palmas, Gran Canaria
Der letzte Morgen auf See beginnt immer ein bisschen wehmütig. Das liegt vor allem an dem Wissen, dass der Urlaub nun wirklich zu Ende geht. Wir entschieden uns, den Tag so würdig wie möglich zu beginnen: mit einem letzten Frühstück im Atlantik Klassik. Hier war es wie gewohnt angenehm ruhig, keine hektischen Geräusche wie im Buffetrestaurant, kein Anstehen, kein Gerenne – einfach sitzen und noch einmal genießen.
Ein letzter Kaffee, ein knuspriges Brötchen, ein Hauch Melancholie zwischen Spiegelei und Orangensaft. Draußen lag Las Palmas schon im frühen Sonnenlicht, als wollte die Insel sich nochmal von ihrer besten Seite zeigen, bevor sie uns ziehen lässt. Der Blick vom Fensterplatz auf den Hafen war beinahe schon kitschig – aber genau das passte an diesem Morgen.
Zurück auf der Kabine holten wir unser Handgepäck – dort, wo bis vor Kurzem noch alles vertraut war: Badetasche auf dem Sofa, Sonnenhut am Haken, Lektüre am Bett. Jetzt war alles aufgeräumt, leer, fast schon ein bisschen zu ordentlich.
Dann hieß es endgültig: Tschüss Mein Schiff 7 – mit Sonne, Salzluft, besonderen Momenten und einem wunderbaren Geburtstag an Bord. Und Tschüss Gran Canaria, du vielseitige Schönheit mit dem endlosen Horizont.
Der Rückflug verlief erstaunlich ruhig – sogar die Turbulenzen schienen Urlaub zu haben. Dank kräftigem Rückenwind landeten wir früher als geplant wieder auf heimischem Boden. Auch die Fahrt nach Hause war ereignislos – zumindest im besten Sinne. Keine Staus, keine Pannen, keine Dramen. Nur zwei Menschen, die mit leichtem Sonnenbrand und schwerem Herzen aus dem Urlaub zurückkehrten – aber mit jeder Menge Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.
FAZIT
An dieser Stelle wie immer mein persönliches Fazit über MEIN Empfinden von verschiedenen Punkten.
SCHIFF
Die Mein Schiff 7 ist ja noch neu, das sieht man auch wirklich. Allein die Reling sieht aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Highlight ist für mich natürlich der Pool, der hat schon wirklich was. Generell finde ich die ganzen Außenbereiche sehr ansprechend. Was nicht so schön ist, ist das „Promenadendeck“, wo man kaum Sicht auf das Meer hat, da die Rettungsboote davor sind. Das haben andere Reedereien optisch schöner gelöst. Die Kabine hat ausreichend Stauraum, ist nett eingerichtet und hat einen schönen Balkon. Auch die restlichen Innenbereiche sind größtenteils gut durchdacht und laden zum Wohlfühlen ein.
ESSEN
Das Essen war größtenteils gut, manches ausgezeichnet, manches eher nur ok, wie es halt immer mal der Fall ist. Die Auswahl finde ich nicht so überwältigend, aber irgendwas findet man immer. Auch im Buffet war das Essen diesmal deutlich besser und meist auch zumindest warm. Das Essen im Surf and Turf war sehr gut, ob es den Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
SERVICE & CREW
Cabinstewart war top, wenngleich ich mich gewundert habe, dass er oder sie sich nie vorgestellt hat/haben und wir eigentlich bis zum Schluss nicht wussten, wer denn jetzt nun wirklich für unsere Kabine verantwortlich ist. Wir hätten das Trinkgeld lieber persönlich gegeben, so haben wir es halt immer am Bett hinterlassen.
Service an den Bars war durchwachsen, manchmal dauerte es wirklich seeeeeehr lange, bis man ein Getränk bekam, auch wenn in der Bar nicht so viel los war. Generell hatte ich den Eindruck, dass das Personal nicht sonderlich motiviert und freundlich war. Vielleicht liegt das an der kaum existenten Trinkgeldkultur? Es war nicht so, dass jemand wirklich unfreundlich oder gar unhöflich war, ganz und gar nicht, aber die Herzlichkeit, die ich von anderen Reedereien kenne, fehlte total. Auch, dass man im Restaurant immer irgendwo anders sitzt, trägt da nicht unbedingt dazu bei, dass man am Ende der Reise sagt „hach, x und y waren echt toll, die werden wir vermissen“. Einzige Ausnahme war die Poolbar, da gab es zwei, drei Bartender, die gerne mal Späßchen machten und wenn es die Zeit erlaubte, auch ein bisschen Smalltalk mit den Gästen führten.
Also nicht falsch verstehen, es war nicht schlecht, aber weit weg von außergewöhnlich.
ROUTE
Die Route war toll, insbesondere die Liegezeiten. Da gibt’s eigentlich nicht mehr dazu zu sagen.
WETTER
Das Wetter war angenehm, manchmal durch den Wind etwas kühler, als erwartet, an der Sonne dann aber teilweise wieder zu heiß. Für eine Woche Auszeit war es genau richtig.
ENTERTAINMENT
Die Shows, die wir gesehen haben, waren ganz gut, da gibt es meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zu dem bisher gesehenen. Wobei ich mich da jetzt nicht unbedingt auf den Herrn Arland beziehe, sowas mag man oder nicht. Bei mir fällt es in die Kategorie: einmal gesehen, danke. Was mich eher enttäuscht hat, war, dass man nur wenig Möglichkeiten hat zu tanzen (und ich mein nicht offenes Disco Tanzen), das fand ich schade.
AUSFLÜGE
Wir haben nur einen Ausflug über das Schiff gebucht, grundsätzlich sind wir ja eher Fans von individuellen Landgängen und Privat-Ausflügen. Aber der eine war sehr gut, alle Teilnehmer waren sehr diszipliniert und pünktlich, wir hatten überall Ausreichend Zeit zur freien Verfügung und preislich sind die Ausflüge auch voll in Ordnung.
AN- und ABREISEPAKET
Das finde ich leider sehr unflexibel, da wären wir gerne 2 Tage früher geflogen, geht aber mit dem Anreisepaket scheinbar nur wochenweise. Und krass finde ich auch, dass man ohne Anreisepaket erst ab 15 Uhr aufs Schiff kann (wenn man nicht die 35 Euro pP aufzahlt). Ansonsten haben Flugzeiten und Transfer gut gepasst.
Alles in allem war es eine tolle Woche und eine Reise mit Mein Schiff wird natürlich auch in Zukunft wieder in Frage kommen, vorausgesetzt Termin, Route und Preis stimmen.
In diesem Sinne
SCHIFF AHOI