Beiträge von Alexandra1201

    Sonntag, 16.03.2025 – Las Palmas, Gran Canaria

    Der letzte Morgen auf See beginnt immer ein bisschen wehmütig. Das liegt vor allem an dem Wissen, dass der Urlaub nun wirklich zu Ende geht. Wir entschieden uns, den Tag so würdig wie möglich zu beginnen: mit einem letzten Frühstück im Atlantik Klassik. Hier war es wie gewohnt angenehm ruhig, keine hektischen Geräusche wie im Buffetrestaurant, kein Anstehen, kein Gerenne – einfach sitzen und noch einmal genießen.

    Ein letzter Kaffee, ein knuspriges Brötchen, ein Hauch Melancholie zwischen Spiegelei und Orangensaft. Draußen lag Las Palmas schon im frühen Sonnenlicht, als wollte die Insel sich nochmal von ihrer besten Seite zeigen, bevor sie uns ziehen lässt. Der Blick vom Fensterplatz auf den Hafen war beinahe schon kitschig – aber genau das passte an diesem Morgen.

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    Zurück auf der Kabine holten wir unser Handgepäck – dort, wo bis vor Kurzem noch alles vertraut war: Badetasche auf dem Sofa, Sonnenhut am Haken, Lektüre am Bett. Jetzt war alles aufgeräumt, leer, fast schon ein bisschen zu ordentlich.

    Dann hieß es endgültig: Tschüss Mein Schiff 7 – mit Sonne, Salzluft, besonderen Momenten und einem wunderbaren Geburtstag an Bord. Und Tschüss Gran Canaria, du vielseitige Schönheit mit dem endlosen Horizont.

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    Der Rückflug verlief erstaunlich ruhig – sogar die Turbulenzen schienen Urlaub zu haben. Dank kräftigem Rückenwind landeten wir früher als geplant wieder auf heimischem Boden. Auch die Fahrt nach Hause war ereignislos – zumindest im besten Sinne. Keine Staus, keine Pannen, keine Dramen. Nur zwei Menschen, die mit leichtem Sonnenbrand und schwerem Herzen aus dem Urlaub zurückkehrten – aber mit jeder Menge Erinnerungen, die noch lange nachwirken werden.

    FAZIT

    An dieser Stelle wie immer mein persönliches Fazit über MEIN Empfinden von verschiedenen Punkten.

    SCHIFF

    Die Mein Schiff 7 ist ja noch neu, das sieht man auch wirklich. Allein die Reling sieht aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Highlight ist für mich natürlich der Pool, der hat schon wirklich was. Generell finde ich die ganzen Außenbereiche sehr ansprechend. Was nicht so schön ist, ist das „Promenadendeck“, wo man kaum Sicht auf das Meer hat, da die Rettungsboote davor sind. Das haben andere Reedereien optisch schöner gelöst. Die Kabine hat ausreichend Stauraum, ist nett eingerichtet und hat einen schönen Balkon. Auch die restlichen Innenbereiche sind größtenteils gut durchdacht und laden zum Wohlfühlen ein.

    ESSEN

    Das Essen war größtenteils gut, manches ausgezeichnet, manches eher nur ok, wie es halt immer mal der Fall ist. Die Auswahl finde ich nicht so überwältigend, aber irgendwas findet man immer. Auch im Buffet war das Essen diesmal deutlich besser und meist auch zumindest warm. Das Essen im Surf and Turf war sehr gut, ob es den Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    SERVICE & CREW

    Cabinstewart war top, wenngleich ich mich gewundert habe, dass er oder sie sich nie vorgestellt hat/haben und wir eigentlich bis zum Schluss nicht wussten, wer denn jetzt nun wirklich für unsere Kabine verantwortlich ist. Wir hätten das Trinkgeld lieber persönlich gegeben, so haben wir es halt immer am Bett hinterlassen.

    Service an den Bars war durchwachsen, manchmal dauerte es wirklich seeeeeehr lange, bis man ein Getränk bekam, auch wenn in der Bar nicht so viel los war. Generell hatte ich den Eindruck, dass das Personal nicht sonderlich motiviert und freundlich war. Vielleicht liegt das an der kaum existenten Trinkgeldkultur? Es war nicht so, dass jemand wirklich unfreundlich oder gar unhöflich war, ganz und gar nicht, aber die Herzlichkeit, die ich von anderen Reedereien kenne, fehlte total. Auch, dass man im Restaurant immer irgendwo anders sitzt, trägt da nicht unbedingt dazu bei, dass man am Ende der Reise sagt „hach, x und y waren echt toll, die werden wir vermissen“. Einzige Ausnahme war die Poolbar, da gab es zwei, drei Bartender, die gerne mal Späßchen machten und wenn es die Zeit erlaubte, auch ein bisschen Smalltalk mit den Gästen führten.

    Also nicht falsch verstehen, es war nicht schlecht, aber weit weg von außergewöhnlich.

    ROUTE

    Die Route war toll, insbesondere die Liegezeiten. Da gibt’s eigentlich nicht mehr dazu zu sagen.

    WETTER

    Das Wetter war angenehm, manchmal durch den Wind etwas kühler, als erwartet, an der Sonne dann aber teilweise wieder zu heiß. Für eine Woche Auszeit war es genau richtig.

    ENTERTAINMENT

    Die Shows, die wir gesehen haben, waren ganz gut, da gibt es meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zu dem bisher gesehenen. Wobei ich mich da jetzt nicht unbedingt auf den Herrn Arland beziehe, sowas mag man oder nicht. Bei mir fällt es in die Kategorie: einmal gesehen, danke. Was mich eher enttäuscht hat, war, dass man nur wenig Möglichkeiten hat zu tanzen (und ich mein nicht offenes Disco Tanzen), das fand ich schade.

    AUSFLÜGE

    Wir haben nur einen Ausflug über das Schiff gebucht, grundsätzlich sind wir ja eher Fans von individuellen Landgängen und Privat-Ausflügen. Aber der eine war sehr gut, alle Teilnehmer waren sehr diszipliniert und pünktlich, wir hatten überall Ausreichend Zeit zur freien Verfügung und preislich sind die Ausflüge auch voll in Ordnung.

    AN- und ABREISEPAKET

    Das finde ich leider sehr unflexibel, da wären wir gerne 2 Tage früher geflogen, geht aber mit dem Anreisepaket scheinbar nur wochenweise. Und krass finde ich auch, dass man ohne Anreisepaket erst ab 15 Uhr aufs Schiff kann (wenn man nicht die 35 Euro pP aufzahlt). Ansonsten haben Flugzeiten und Transfer gut gepasst.


    Alles in allem war es eine tolle Woche und eine Reise mit Mein Schiff wird natürlich auch in Zukunft wieder in Frage kommen, vorausgesetzt Termin, Route und Preis stimmen.

    In diesem Sinne

    SCHIFF AHOI

    Samstag, 15.03.2025 – Santa Cruz, Teneriffa

    Manche Tage verdienen einfach ein goldenes Fähnchen im Kalender. Und dieser war so einer – mein Schatz hatte Geburtstag. Und nicht irgendeinen, sondern einen runden! Noch vor dem Frühstück wurden natürlich Geschenke ausgepackt, mit Blick aufs tiefblaue Wasser und die malerische Kulisse von Santa Cruz de Tenerife. Wenn das nicht mal ein stilvoller Start in ein neues Lebensjahr ist.

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    Nach dem Frühstück stand ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm – „Die Schönheiten des Nationalparks Cañadas del Teide“, gebucht über das Schiff. Und was soll man sagen: selten war ein Titel so treffend gewählt.

    Schon die rund 90-minütige Panoramafahrt durch den Esperanza-Wald war ein Genuss. Serpentinen schlängelten sich durch sattgrüne Kiefernwälder, immer weiter hinauf, bis die Bäume sich langsam lichteten und Platz machten für das, was uns den Atem raubte: die vulkanische Mondlandschaft des Teide-Nationalparks. Fast surreal wirkte die Szenerie – als hätte jemand mit einem riesigen Pinsel aus Lava, Sand und Himmel eine Marslandschaft in warmen Erdtönen gemalt. Über allem thronte der Pico del Teide, majestätisch, fast unwirklich.

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    Am Mirador Roques de García machten wir Halt – direkt vor dem berühmten Roque Cinchado, jener skurril geformten Felsnadel, die sich vor dem Vulkan erhebt wie eine steinerne Skulptur. Es blieb genug Zeit, um Fotos zu machen, die Landschaft zu bestaunen, durchzuatmen – und sich zu fragen, wie um alles in der Welt diese Insel so viele Facetten in sich vereinen kann. Im Hintergrund immer der Teide, der stolz seinen Gipfel in den strahlendblauen Himmel streckte.

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    Nach dem Ausflug ging’s zurück aufs Schiff – und direkt ab in den Pool. Der Kontrast hätte nicht größer sein können: vormittags noch auf 2.000 Metern Höhe, nachmittags mit einem Aperol in der Hand im Liegestuhl, die Füße im Wasser. In der Kabine wartete auch noch eine kleine Überraschung: eine Geburtstagskarte vom Kapitän und eine süße Schachtel Pralinen. Kleiner Aufwand, große Wirkung.

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    Später folgte die Frage, die sich auf jeder Kreuzfahrt tagtäglich stellt: Bier, Aperol, Averna oder Fernet zuerst? Die Reihenfolge (und die Menge) bleibt unser kleines Geheimnis. Und dann kam jener Moment, den ich jedes Mal so lange wie möglich hinauszögere – das Kofferpacken. Ein sicheres Zeichen, dass das Ende der Reise näher rückt.

    Am Abend hatten wir noch ein Highlight vor uns: Dinner im Surf & Turf – stilvoll, feierlich, und mit einem perfekt gebratenen Bison-Steak, das auch kulinarisch Geburtstag feiern konnte. Der Tisch war liebevoll dekoriert, die Crew gratulierte, und wir fühlten uns herzlich willkommen. Mit der Messerauswahl, die wir präsentiert bekamen, waren wir zwar etwas überfordert und auch die verschiedenen Salze hinterließen ein großes Fragezeichen in meinem Gesicht. Zwei der fünf gereichten Salze schmeckten einfach nach Salz. Das „Banause“ sparte sich meine bessere Hälfte diesmal, da er selbst keinen Unterschied schmecken konnte.

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    Den letzten Abend verbrachten wir auf dem Außendeck – dort, wo die große Abschiedsparty stattfand. Kreuzfahrtdirektor Steffen, der uns schon die ganze Reise über mit Witz, Herz und echter Begeisterung begleitet hatte, stellte alle Nationen vor – inklusive Flaggenparade quer übers Deck. Ein riesiges Buffet wartete, ein DJ legte auf, und wir tanzten noch ein paar letzte Runden unter dem Sternenhimmel, bevor wir uns zum letzten Mal in die Kissen wiegen ließen – sanft geschaukelt vom Atlantik und mit vielen Erinnerungen im Gepäck.

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    Freitag, 14.03.2025 – Santa Cruz, La Palma

    La Palma – die Isla Bonita – hatte es gar nicht schwer, uns für sich zu gewinnen. Schon beim Frühstück im Atlantik Klassik ahnten wir, dass dieser Tag etwas Besonderes werden könnte, die Insel sah bereits von Deck aus sehr vielversprechend aus. Auch wenn wir heute nur die Stadt am Programm hatten, freuten wir uns auf den Landgang.

    Ein gemütlicher Start, ein bisschen Kaffee, ein bisschen Spiegelei, ein bisschen Meerblick – und dann ging’s auch schon von Bord. Ganz ohne Stress, denn der Kreuzfahrthafen von Santa Cruz de La Palma liegt praktischerweise direkt an der Stadt.

    Ein paar Schritte nur, und wir waren mittendrin im kleinen, lebhaften Herz der Inselhauptstadt. Palmen säumten den Plaza de la Constitución, auf dem sich Einheimische, Touristen und Tauben gleichermaßen zu Hause fühlten. Von dort schlenderten wir weiter in die charmante Altstadt – genauer gesagt in die Calle O’Daly, die mit ihren kolonialen Fassaden, kleinen Boutiquen und gemütlichen Cafés fast schon zu schön war, um wahr zu sein.

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    Natürlich gab es auch eine Mission: Kühlschrankmagnetenjagd. Die war erfreulich schnell und erfolgreich abgeschlossen – was den Weg frei machte für ein kühles Bier und ein wenig Live-Musik, die aus einer der Gassen klang. Wir saßen, wir schauten, wir lauschten – und fühlten uns für einen Moment wie Einheimische auf Zeit. Das Leben kann so unbeschwert sein.

    Danach zog es uns wieder in Richtung Meer, genauer gesagt zur Avenida Marítima. Die berühmten bunten Holzbalkone, die stolz über die Promenade ragen, waren nicht nur fotogen, sondern auch ein echtes Stück Stadtgeschichte. Santa Cruz ist maritim, kolonial, grün – und dabei völlig unaufgeregt. Man fühlt sich willkommen, ohne dass sich die Stadt besonders bemühen müsste.

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    Natürlich wollten wir auch den Strand nicht auslassen. Schwarzer Sand von Santa Cruz – der Titel dieses etwas schrägen Ohrwurms begleitete uns wie eine Hymne, während wir am feinkörnigen Vulkanstrand ankamen. Während meine bessere Hälfte mutig ins kühle Nass sprang, zog ich vor nur zu „kneipen“ – die karibischen Wassertemperaturen sind einfach mehr mein Element.

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    Zurück an Bord folgte das, was mittlerweile zur liebgewonnenen Routine geworden war: ein kleiner Snack zur Stärkung, ein Fernet Branca zur Verdauung (und zur Haltung), und danach ab aufs Pooldeck – lesen, faulenzen, Gedanken treiben lassen, ein bisschen Sonne tanken.

    Am Abend wählten wir – welch Überraschung - das Atlantik Mediterran fürs Dinner und den krönenden Abschluss gab’s in der Schaubar, wo unser Absacker schon fast auf uns zu warten schien. Santa Cruz hatte uns überrascht – mit Farben, Atmosphäre und einer beeindruckenden Landschaft und fast hatten wir ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass wir uns nur mit Santa Cruz begnügten und die restlichen Schönheiten der Insel nicht erkundet haben. Sollte es uns irgendwann wieder mal hierher verschlagen, werden wir auch bestimmt eine Rundfahrt machen – versprochen, Du schönes Eiland.

    Donnerstag, 13.03.2025 – Funchal, Madeira

    Auch am zweiten Tag blieb die Mein Schiff 7 im Hafen liegen – ein Overnight-Stop, der sich wirklich lohnt. Ohne Zeitdruck machten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück erneut auf den Weg in die Stadt – diesmal zu Fuß und ganz entspannt der Promenade entlang. Gleich zu Beginn passierten wir das CR7-Museum, das Cristiano Ronaldo gewidmet ist. Wir beschlossen, dem Fußballgott mit einem kurzen Blick und einem inneren Schulterzucken zu huldigen – und spazierten weiter.

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    Unser eigentliches Ziel war der Mercado dos Lavradores, die traditionsreiche Markthalle, in der es duftet, wuselt und summt. Exotische Früchte stapeln sich hier neben fangfrischem Fisch, Blumenverkäuferinnen tragen bunte Trachten, und alles wirkt ein bisschen wie aus der Zeit gefallen – im allerbesten Sinne. Der Weg dorthin führte uns durch Funchals Straßen, die von Bäumen, Blumen und tropischen Pflanzen gesäumt sind, als hätte jemand das ganze Stadtbild einmal mit einer botanischen Zauberhand überzogen.

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    Doch nicht nur die Natur, auch die Geschichte ist in Funchal allgegenwärtig. Wir besichtigten die ehrwürdige Kathedrale Sé, bevor wir uns weiter durch die Altstadt treiben ließen – malerische Gassen und überall kleine Details, die zum Stehenbleiben einluden.

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    xxxAdminxxx gelöscht - bitte keine Innenaufnahmen von Kirchen.

    Im Santa Catarina Park machten wir schließlich Pause – nicht ganz uneigennützig. Die Aussicht auf den Hafen war traumhaft, der Durst beträchtlich, und so retteten wir uns vor der akuten Unterhopfung mit einem kühlen Bier. Hopfenblütentee, wie wir es gerne nennen – schließlich klingt das viel seriöser, wenn man ihn mit Blick auf Kreuzfahrtschiffe genießt.

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    Ein letzter Pflichttermin folgte: die Sisi-Skulptur. Als Österreicher kommt man hier schlichtweg nicht vorbei – mit einem möglichst ehrfürchtigen Lächeln im Gesicht zollten wir der kaiserlichen Hoheit Respekt, machten unser Erinnerungsfoto und kehrten dann gemütlich zum Schiff zurück.

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    Doch der Tag hatte noch eine Überraschung für uns parat: Der Kapitän meldete sich über Lautsprecher – der Wind sei zu stark, das Auslaufen um 14 Uhr verschoben. Stattdessen sollten wir erst um 18 Uhr ablegen, wenn sich der Atlantik wieder beruhigt hätte. Uns sollte es recht sein – so konnten wir den Nachmittag ganz gemütlich an Bord genießen, mit Meerblick, Ruhe und natürlich ein paar Aperol Sprizz.

    Und dann kam der Moment, den man so wohl nur einmal erlebt: Gegen Abend standen wir auf dem Balkon, ein Glas Wein in der Hand, als die Mein Schiff 7 langsam ablegte. Aus den Lautsprechern ertönte einmal mehr die „Große Freiheit“ von Unheilig, vom Pier winkten Hafenmitarbeiter mit Mein-Schiff-Fahnen und riefen lautstark: „Auf Wiedersehen, danke Mein Schiff!“ – ein Abschied wie im Film. Auch wenn man sich durchaus bewusst ist, dass alle Kreuzfahrtschiffe hier so verabschiedet werden.

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    Aber etwas war dann doch einzigartig: plötzlich spannte sich ein Regenbogen über den Himmel – als wollte auch Madeira selbst noch kurz „Adeus“ sagen. Ein perfekter Abschluss für zwei Tage voller Farben, Eindrücke und unvergesslicher Momente auf der Blumeninsel im Atlantik.

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    Dienstag, 11.03.2025 – Seetag

    Seetage sind wie kleine Pausen in der großen Geschichte einer Kreuzfahrt. Kein Hafen ruft, kein Ausflugsprogramm lockt – stattdessen darf man einfach mal... nichts müssen. Und das beherrscht die Mein Schiff 7 meisterlich. Das Motto des Tages, auf unserem Weg nach Madeira, lautete also: Mein Schiff, meine Liege, mein Aperol

    Der Tag begann, wie es sich für einen Urlaub gehört: mit Ausschlafen. Richtigem Ausschlafen. Kein Wecker, kein Trubel – nur das leise Rauschen des Meeres und vielleicht der Duft von frischem Kaffee, der irgendwann lockt – Kaffeemaschine auf der Kabine sei Dank. Unser Frühstück zog sich genüsslich in die Länge: Brötchen, Spiegelei, Lachs, ein bisschen Obst – und weil's so schön war, vielleicht doch noch ein zweiter Kaffee. Oder ein dritter.

    Danach ließen wir uns treiben – mal mit einem Buch in der Hand, mal einfach nur mit Blick aufs Wasser und die Gedanken treiben lassen, wie die Wellen da draußen. Zwischendurch ein Spaziergang übers Deck, Wind in den Haaren, Salz auf den Lippen – das Leben schmeckt hier irgendwie besser. Es gibt eben Momente, da braucht es nicht viel mehr als ein schattiges Plätzchen, zwei Gläser und das Gefühl, gerade mit der richtigen Person genau am richtigen Ort zu sein. Dem Horizont beim Glitzern zuzusehen macht den Moment perfekt und fast schon kitschig.

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    Ein verspäteter Lunch im Fischmarkt machte unsere Herzen (und Mägen) glücklich. Die Chili-Linguini mit den Garnelen sind einfach ein Gedicht.

    Der Nachmittag gehörte dem Balkon. Füße hoch, Sonne im Gesicht, das Meer rauschte leise Geschichten von irgendwoher – und man selbst ist mittendrin in diesem wunderbar langsamen Nichts-Tun. Die Mein Schiff 7 schaukelte mal mehr und mal weniger, das Gleichgewichtsorgan wurde jedenfalls den ganzen Tag ordentlich auf Trab gehalten.

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    Abends wurde es dann kulturell. Erst gab eine Sängerin aus Österreich im Comedy Club ihr Können zum Besten. Später dann große Bühne im Theater: Max Arland, Entertainer mit Charme und Stimme, brachte den Saal zum Schwingen. Ich bin ehrlich und gebe zu, dass mir dieser Herr bis zu jenem Abend gänzlich unbekannt war, was von meiner besseren Hälfte mit einem knappen „Banause“ quittiert wurde. Ein bisschen erinnerte er mich an den Herrn Silbereisen, aber der Gedanke war so gruselig, dass ich ihn ganz schnell wieder zur Seite schob.

    Und irgendwo zwischen dem letzten Ton und dem ersten Schlummertrunk stellte ich fest: So ein Seetag hat schon etwas von einem kleinen Geschenk – ganz ohne Schleife, aber mit viel Inhalt.


    Mittwoch, 12.03.2025 – Funchal, Madeira

    Nach einem entspannten Seetag wartete Madeira mit voller Kraft der Natur und unserem Privatguide Manuel Freitas auf uns, den uns Kreuzfahrtfreunde empfohlen haben und von dem alle total geschwärmt haben. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Atlantik Klassik starteten wir unsere Tour in den Westen der Insel – und schon der erste Halt hatte es buchstäblich in sich: Cabo Girão. 580 Meter geht es dort senkrecht in die Tiefe, direkt unter unseren Füßen nur eine Glasplattform – und irgendwo weit unten dann das Meer. Wer Höhenangst hatte, schaute lieber nur mit einem Auge. Oder gar nicht. Wir standen jedenfalls mittendrauf – mit einer Mischung aus Nervenkitzel und absolutem Staunen. Meine immer wieder auflodernden kleinen Panikattacken verdrängte ich dank viel Konzentration, gutem Mantra und einer überwiegenden Portion Begeisterung über diese großartige Aussicht.

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    Weiter ging’s zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das hübsche Fischerdorf Ribeira Brava – zum Glück diesmal ohne Glasboden, dafür mit steil abfallenden Küsten und eingerahmt von sattgrünen Bananenplantagen. Immer wieder hielt Manuel an, ließ uns schauen, staunen, schnuppern. Es war fast ein bisschen so, als würde man Madeira durch die Augen eines Freundes entdecken.

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    Je höher wir fuhren, desto dünner wurde die Luft – und desto eindrucksvoller die Landschaft. In Paúl da Serra, auf rund 1400 Metern Höhe, eröffnete sich uns eine weite Hochebene mit gelben Disteln, zähen Lorbeerbäumen und einer beinahe surreal wirkenden Ruhe. Man hörte den Wind – und sonst nichts. Den dafür aber umso deutlicher – auf der Hochebene war es vorbei mit den milden Temperaturen und der kalte Wind peitschte sogar ein paar Regentropfen in unsere Gesichter. Also schnell weiter und wieder der Sonne entgegen.

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    An der wilden Nordküste angekommen, verschlug es uns endgültig die Sprache. Vom Aussichtspunkt Ribeira da Janela bot sich ein Panorama, das man nicht beschreiben, sondern nur erleben kann: steile Klippen, sattes Grün, tiefblaues Meer – und am Horizont sichtbar: Seixal und Ponta Delgada, eingebettet in die schroffe Schönheit der Atlantikküste. Eine Schaukel lud ein, mal kurz wieder eine kleine Zeitreise zurück in die Kindheit zu machen, was man mir natürlich nicht zweimal sagen musste. Schnell stellte ich fest, dass man aus dem Schaukel-Alter eigentlich nie rauswachsen sollte, schon gar nicht mit so einer atemberaubenden Kulisse um einen herum. Ein bisschen Kind im Herzen sollte man sich einfach immer bewahren.

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    In Porto Moniz bestaunten wir die berühmten vulkanischen Naturpools, die wie kleine smaragdgrüne Wannen zwischen den Lavafelsen schimmerten. Ein echtes Postkartenmotiv – nur besser, weil mit Meeresduft und Gischt auf der Haut.

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    Ein kurzer Zwischenstopp im Örtchen Seixal führte uns zum Bridal Veil, einem eleganten Wasserfall, der sich hauchzart über die Felswand schlängelte – wie ein Schleier eben, fein gezeichnet von Jahrtausenden aus Wind und Wasser. Hier wurden wir auf der Jagd nach unseren Magneten auch fündig und konnten diese Mission für diesen Hafenstopp auch abhaken.

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    Danach ging es weiter nach São Vicente, wo wir eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert besuchten – schlicht, schön, voller Geschichte. Wir spazierten noch ein wenig durch die verschlafenen Gassen und genossen das Ursprüngliche, das hier deutlich zu spüren war.

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    Den krönenden Abschluss aber lieferte ein Stopp in einer winzigen Poncha-Bar, irgendwo am Wegesrand, wo außer uns nur Einheimische das Nationalgetränk genossen. Wir bestellten mutig – auf Portugiesisch, Spanisch, mit Händen und Füßen und einem Lächeln. Es klappte erstaunlich gut – vermutlich, weil man dort ohnehin nichts Anderes trinkt als Poncha. Und während die Erdnussschalen wie im Raffles in Singapur auf dem Boden landeten – nur eben ohne weißen Anzug und Butler – fühlten wir uns mittendrin im echten Madeira.

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    Auf dem Rückweg nach Funchal gönnten wir uns noch einen letzten Fotostopp mit Blick über die Stadt – und auf die Mein Schiff 7. Ein rundum gelungener Ausflug, perfekt geführt, mit viel Hintergrundwissen, ganz ohne Massentourismus und Hektik. Dank Manuel nicht nur ein Tag zum Erinnern, sondern einer zum Wiederkommen.

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    Glücklich und zufrieden ließen wir die Erlebnisse des Tages bei einem Abendessen im Atlantik Mediterran Revue passieren und genehmigten uns noch den einen oder anderen Absacker, bevor wir den Tag beendeten, um die ganzen wunderschönen Eindrücke zu verarbeiten.

    Auch wenn es schon unzählige Reiseberichte zu den Kanaren gibt, möchte ich euch trotzdem gerne an unseren Erlebnissen teilhaben lassen - vielleicht interressiert es ja den einen oder anderen.

    Anreise & Vorübernachtung

    Es geht wieder los – eine Woche Auszeit steht am Programm. Gebucht haben wir das Rundum-Sorglos-Paket, also Kreuzfahrt inklusive Flug über TUI. Der Flieger sollte bereits um 06:35 Uhr in Salzburg abheben – was für passionierte Frühaufsteher vielleicht ein Klacks ist, für mich aber eher einer sanften Form von Folter gleichkommt. Wer mich kennt, weiß: Mitten in der Nacht aufstehen, um irgendwohin zu hetzen? Nö, danke. Somit haben wir relativ schnell beschlossen, bereits am Vorabend nach Salzburg zu fahren. Übernachtet haben wir im Gästehaus der Schwarzenbergkaserne – wie gut, wenn die bessere Hälfte beim Bundesheer ist und das organisieren kann xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxx

    Die eigentliche Herausforderung bestand dann allerdings nicht im Frühaufstehen, sondern im Sattwerden. Ohne Reservierung abends in Salzburg ein Lokal zu finden, war... sagen wir, sportlich. Nach drei erfolglosen Anläufen landeten wir schließlich im Restaurant der Stiegl Brauwelt – was zumindest Erinnerungen an eines unserer legendären Forentreffen aufleben ließ. Leider war das Essen eher in der Kategorie „bleibt lange in Erinnerung, weil es schwer im Magen liegt“.

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    Sonntag, 09.03.2025 - Las Palmas, Gran Canaria

    Die Nacht war – trotz Nähe zum Flughafen – kurz und unruhig. Meine innere Uhr und „Aufstehen vor fünf“ werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Immerhin funktionierte unser vorbestelltes Uber tadellos, und so standen wir wenige Minuten später am Flughafen Salzburg – mit Koffern, Vorfreude und dem dringenden Wunsch nach einem Kaffee.

    Auch das Boarding erfolgte pünktlich. Wir hatten wieder Sitze mit mehr Beinfreiheit gebucht, diesmal am Notausgang. Das übliche Prozedere folgte und schon waren wir in der Luft. Der Flug selbst war teilweise unruhig, aber nicht weiter schlimm. So ganz ohne Inseat-Entertainment ist das aber schon recht langweilig, zumal der Flug ja doch 4,5 Stunden dauert.

    Las Palmas begrüßte uns mit leicht bewölktem Himmel und dem charmanten Versprechen, dass die Sonne bald übernehmen würde. Und sie hielt Wort – schon während der Transferfahrt entlang der Küstenstraße blitzte sie immer häufiger durch und schob die Wolken entschlossen beiseite. Die Fahrt zum Hafen ließ Urlaubsstimmung aufkommen: Palmen, Meer, Möwen, bunte Häuser, hach. Urlaub ist schon was Schönes. Und da war sie dann: die neue Mein Schiff 7. Hübsch anzusehen sind sie ja schon, die Schiffe von Tui Cruises, mal sehen, ob mich die 7er mehr überzeugen kann. Die Kurzreise auf der Mein Schiff 4 war ja teilweise etwas durchwachsen.

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    Koffer abgegeben und zum Check in, was diesmal zum Glück sehr schnell ging. Ein weiterer Vorteil, wenn man das Anreisepaket über TUI gebucht hat, ist, dass man direkt aufs Schiff kann und nicht bis 15 Uhr warten muss (oder einen Aufpreis von 35 Euro zahlt, wenn man vorher rauf möchte). So waren wir bereits zu Mittag am Schiff und konnten das erste Mittagessen im Außenbereich des Ankelmann’s genießen. Noch während wir gemütlich aßen, kam die Nachricht aufs Handy: Kabine fertig, Koffer da. Jackpot.

    Die Kabine (Balkonkabine 7171 Backbord) ist super gelegen, schön eingerichtet und hat wirklich ausreichend Stauraum. Hier hält man es auf alle Fälle gut aus. Der erste Streifzug übers Schiff war auch vielversprechend, ein Highlight natürlich der 25m lange Pool.

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    Mit einem Aperol Sprizz machten wir es in einem der Strandkörbe gemütlich, zumindest für eine halbe Stunde, dann wurde es zu heiß, die Sonne war mittlerweile auf voller Leistung und die Rettungsübung wollten wir auch zeitnah absolvieren. Das funktioniert auf der Mein Schiff 7 ähnlich wie auch bei anderen Reedereien. Man geht zur Station, scannt die Bordkarte und wenn ein kleines Grüppchen zusammen ist, wird die Einweisung gemacht und schon ist man wieder fertig.

    Zum Abendessen gingen wir ins Atlantik Klassik, wo es noch genug freie Plätze gab. Komisch fand ich, dass man einfach zu einem Tisch geführt wurde, der frei war, ganz ohne die Bordkarten zu scannen oder nach der Kabinennummer zu fragen. Bis der erste Gang kam, dauerte es sehr lange – ich hatte ein Déjàvu. Sollte das jetzt schon wieder so anfangen, wie auf der Mein Schiff 4? Zumindest waren diesmal die Speisen heiß und geschmacklich ganz gut.

    Danach schauten wir noch in der Schaubar vorbei – dort gab es Livemusik und eine Tanzfläche. Die Band war ganz okay, aber die Sängerin glich eher mehr einer Figur aus dem Video von Michael Jacksons Thriller – zumindest was ihre Bewegungen anging. Die Stimme war gut und das ist dann letztendlich ja doch wichtiger. Zu ein paar Nummern konnten wir auch tanzen, aber so wirklich gute Tanzmusik war es nicht und leider sollte es auch die ganz Reise über so bleiben.

    Bereits nach 30 Minuten war die erste Pause und die nutzten wir, um den Abend zu beenden und uns ins Land der Träume zu begeben, war ja auch ein ziemlich langer Tag.


    Montag, 10.03.2025 – Puerto del Rosario, Fuerteventura

    Den heutigen Tag wollten wir ruhig angehen lassen, also erstmal gemütlich im Ankelsmann frühstücken. Wir konnten im Außenbereich einen Tisch ergattern, das war eigentlich die ganze Reise über kein Problem. Am Buffetrestaurant selbst war es ziemlich wuselig, das waren wir nach den letzten beiden Azamara-Kreuzfahrten nicht mehr gewohnt.

    Gemütlich gingen wir dann vom Schiff, um Puerto del Rosario zu erkunden. Puerto del Rosario ist keine dieser lauten, überlaufenen Hauptstädte, die man lieber fluchtartig verlässt als entspannt entdeckt. Ganz im Gegenteil: Mit ihren rund 30.000 Einwohnern wirkt sie fast bescheiden, fast so, als wolle sie ihre Besucher lieber leise bezaubern statt mit Pomp beeindrucken. Und das gelingt ihr – auf überschaubarer Strecke und ganz ohne Hektik.

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    Wer vom Kreuzfahrtschiff direkt auf Entdeckungstour geht, muss sich nur rechts halten – vorbei am kleinen Yachthafen und entlang der gepflegten Uferpromenade. Dort, wo der Blick über die Bucht schweift und kunstvolle Muschelskulpturen zum Posieren einladen, beginnt das charmante Spiel aus Küstenstadt und Kunstgalerie. Und genau so machten wir das auch.

    Ein paar gemütliche Schritte weiter erreichten wir den Kreisverkehr mit dem klangvollen Namen Fuente de la Explanada. Hier bogen wir links ab und standen kurz darauf vor der Kirche Nuestra Señora del Rosario. Dieses Gotteshaus ist nicht nur Namensgeberin der Stadt, sondern auch ihr stilles Herzstück – umrahmt von einigen der ältesten Häuser Puerto del Rosarios.

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    Gleich ums Eck liegt das Museo Unamuno, das dem gleichnamigen spanischen Schriftsteller gewidmet ist. Miguel de Unamuno verbrachte seine Zeit im Exil auf Fuerteventura – und genau hier, in diesem unscheinbaren Haus, lebte und schrieb er.

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    Doch Puerto del Rosario hat noch ein ganz anderes Markenzeichen: Skulpturen, wohin das Auge blickt. Über hundert Kunstwerke sind in der ganzen Stadt verteilt – an Kreisverkehren, entlang von Wegen, in Parks oder direkt an der Promenade. Man könnte sagen, die Stadt ist ein offenes Museum mit Meeresblick. Es lohnt sich, die Augen offenzuhalten – nicht selten lächelt einem eine rostige Figur aus dem Nichts entgegen.

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    Vom Kirchplatz führt die gemütliche Fußgängerzone Calle Primero de Mayo südwärts – rund 500 Meter voller kleiner Lokale, in denen man sich durch die Inselküche kosten kann.

    Nur ein paar Schritte weiter wartet das finale Highlight: der helle Stadtstrand Playa de los Pozos. Fein und flach abfallend. Hier endete unser Spaziergang, wie es sich gehört: mit den Füßen im Sand und dem Blick aufs weite Meer. Der Wind war heute etwas frisch, daher ließen wir das Baden ausfallen und streckten nur mal die Zehen in den überraschenderweise gar nicht mal so kalten Atlantik. Wir haben ja noch ein paar Tage vor uns, einmal wird’s schon passen mit dem Eintauchen ins Meer.

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    Zurück am Schiff genehmigten wir uns erst mal einen kleinen Nachmittagssnack, bevor wir es uns mit Buch bewaffnet am Sonnendeck gemütlich machten und dem süßen Nichtstun frönten. Auch im einladenden Pool drehten wir eine Runde – hier am Pooldeck war es gut windgeschützt und die Sonne tat ihr Übriges.

    Abends gingen wir heute ins Atlantik Mediterran, hier war es auch nicht so voll wie im Klassik und die Wartezeit auf die einzelnen Gänge war auch zumindest ein klein wenig kürzer. Schöner finde ich zwar das Klassik, schon allein wegen der Tischwäsche, die im Mediterran fehlt, aber geschmeckt hat es uns trotzdem. Und mittlerweile haben wir ja auch gelernt wirklich von jedem Gang etwas zu bestellen, die Portiönchen sind ja quasi der Inbegriff von Niedlichkeit.

    Den Abend ließen wir heute wieder in der Schaubar ausklingen, flüchteten aber bald wieder, so wirklich warm wurden wir mit dieser Band die ganze Reise nicht.

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    Um Gottes Willen, ich habe mich keinesfalls angegriffen gefühlt. Als Pilstrinker und Freund von Fiege, Jever, Köpi, etc. wird es bei mir eh dünn ;)

    Alle Biere südlich von Frankfurt bis ans Mittelmeer schmecken für mich gleich. Bis auf das Weißbier. Da gibt es erhebliche unterschiede und das können die Bayern sehr gut!

    Ui, dann werden wir zwei wohl keine Bier-Freunde :D Andererseits eigentlich eh gut, dann bleibt für uns beide genug über :saint:

    Lustig wenn ein Österreicher sich "anmaßt" ;) über Bier zu philosophieren und dann eine mexikanische Chemieplörre über ein gutes, nach dem RG gebrautem, Deutschen Bier stellt. 8| :D

    Und lustig, wenn ein Deutscher sich gleich angegriffen fühlt ;) Eure Pilse finde ich leider furchtbar, wirklich gut sind für mich nur die Bayrischen Biere. Aber wie sagt man so schön: Geschmäcker und Watschen sind eben verschieden.

    Das Corona trink ich hauptsächlich auf Kreuzfahrten, das gehört einfach irgendwie dazu. Aber definitiv kein Norddeutsches <X


    Man darf sich ja durchaus auch mehr Gänge bestellen. Hungrig vom Tisch aufstehen muss also wirklich keiner.

    Das weiß ich natürlich, aber nachdem es echt voll lange gedauert hat und geschmacklich leider nicht überzeugte, haben wir uns dann eben noch für einen Burger entschieden :P

    Ich bin mir sicher, dass wir einfach ein bissl Pech hatten, daher gibts ja noch einen Versuch :)

    User123 Ja, das war die erste Reise mit MS, aber damals die 25. Kreuzfahrt.

    Wir waren auf dieser Kurzkreuzfahrt tatsächlich nur einmal in einem Bedienrestaurant. Wir waren es halt auf den bisherigen Kreuzfahrten anders gewohnt, wenn man es weiß, kann man ja durchaus auch mehr/anders bestellen, damit auch der hungrige Männerbauch satt wird.

    Die Auswahl im Buffet war nicht schlecht, aber halt nicht sehr umfangreich. Von der Qualität her gibts nur insofern abzügig, als dass es leider meist nur maximal lauwarm und nur spärlich gewürzt war. Das ist natürlich immer Geschmackssache und nur meine persönliche Meinung.

    Mal sehen, vermutlich testen wir im März die MS7, dann hab ich auch einen Vergleich.

    FAZIT

    Wie immer an dieser Stelle unser Fazit zu der Reise. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass die Kurzkreuzfahrt wohl nicht mit einer normalen Kreuzfahrt von TUI zu vergleichen ist, da wirklich extrem viele feierwütige Gruppen an Bord waren und ich nicht, dass das die Norm ist.

    Das Schiff ist schön und gut in Schuss, bis auf den mega Pool und die Außenalster Bar am Heck des Schiffs aber ohne weitere besondere Highlights. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, es gibt viele schöne Fleckchen an Bord, es muss nicht immer irgendein Superlativ im Spiel sein.

    Etwas störend waren für uns die vielen Raucherbereiche. Das ist wohl einfach ungewohnt für uns, aber fiel uns wirklich negativ auch. Am schlimmsten ist aber sicher die Tatsache, dass auch auf den Balkonen geraucht werden darf. Da kann man Glück, aber auch Pech haben mit den umliegenden Nachbarn.

    Vom Essen waren wir enttäuscht, da hätten wir uns bei einer deutschen Reederei echt mehr erwartet. Wir haben im Buffet natürlich immer etwas gefunden, aber selbst bei der kurzen Reise wiederholte sich da alles und die Auswahl war jetzt nicht sooo riesig, dass man da immer variieren kann. Vielleicht ist das Jammern auf hohem Niveau, aber an eine sogenannte Premiumreederei habe ich auch bestimmte Erwartungen.

    Die Brötchenauswahl war dafür fantastisch, das könnte man nicht besser machen, das würd ich mir bei den Amis auch wünschen.

    Zum Unterhaltungsprogramm kann ich nicht viel sagen, das hat quasi kaum stattgefunden. Die White Night und solche Sachen zählen da für mich nicht unbedingt dazu, aber die hat es natürlich schon gegeben. Aber auch das ist jetzt nicht zwingend notwendig, es muss nicht immer eine high end Bespaßung geben, wir können Kreuzfahrten durchaus auch ohne genießen.

    Ein großes Plus wie schon erwähnt für die Ausflüge. Vielleicht hatten wir zweimal Glück, aber es war wirklich unkompliziert, stressfrei, toll organisiert und total interessant. Wir hatten auch immer Zeit alleine herumzuschlendern. Dazu ein toller Preis, würden wir in bestimmten Häfen sicher wieder so machen.

    Was ich vermisst habe, war teilweise die Herzlichkeit beim Personal.

    Es waren natürlich alle höflich und bemüht. Jeder hat natürlich seinen Job gemacht, mal schneller, mal langsamer, aber ein Lächeln ging vielen nur schwer von den Lippen, Smalltalk gab es auch nur mit ganz wenigen. Hinter der Bar waren die meisten echt langsam, klar war viel los, aber die Handgriffe waren teilweise echt in Zeitlupe. Das kennen wir so auch nicht. Vielleicht lag das aber auch am Publikum... wie man in den Wald hinein ruft....

    Die Auswahl an Cocktails ist sehr groß, wenn man aber nicht so der große Cocktailtrinker ist und dann auch noch mit dem Bier nicht glücklich wird, das angeboten wird, tut man sich echt schwer. Der Wein war ok, mehr aber auch nicht, die Auswahl ist hier wesentlich geringer, als gewohnt. Bei zwei Wochen würde ich mir hier wirklich schwer tun was Passendes zu finden.

    Super waren die langen Liegezeiten und auch das angebotene Sportprogramm an Bord ist toll, das würde dann auch wieder für längere Reisen sprechen. Schlecht war hingegen, wie schon im Bericht erwähnt, das Einschiffen. Wenn es schon festgelegte Einschiffungsfenster gibt, dann sollte das dann schon auch zügig gehen. Und dann vielleicht einfach auch früher anfangen und nicht erst um 15 Uhr. Wenn man nämlich vor 15 Uhr einschiffen will, darf man gleich mal 35 Euro für einen Early Check-In zahlen. Das ist für mich reine Geldmacherei.

    Man sieht also, ein wirklich eindeutiges Fazit fällt mir schwer. Wir hatten eine tolle Zeit mit vielen Plus-, aber auch Minuspunkten und haben für uns gesagt: wenn Preis und Route passen, gerne wieder. Platz eins bei uns bei der Auswahl wird es aber nicht.

    In diesem Sinne

    Schiff Ahoi

    01.05.2023 Palma und Heimreise

    Wir genossen ein letztes Frühstück, das wesentlich entspannter verlief, als wir es oft schon auf bisherigen Kreuzfahrten erlebt haben. Bis 9 konnten wir die Kabine nutzen, was wir auch taten, bevor wir dann noch einmal eine Runde über das Promenaden-Deck drehten und dann um 9:30 die Mein Schiff 4 verließen. Heute startete der Jeckliner und einige der neuen Passagiere, allesamt in ihren Kostümen natürlich, waren bereits am Hafen. Na das kann ja was werden, was für ein Glück, dass wir das nicht miterleben müssen. Da unser Flug erst am Abend ging und wir mit dem Ausflug in Marseille so gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir heute noch den Ausflug Inselhauptstadt Palma und Transfer zum Flughafen gebucht. Wir waren nur 14 Personen, was wirklich eine angenehme Gruppengröße war. Der Bus brachte uns zuerst zur Burg Bellver, eine imposante Festung, die über Palma thront. Die Burg gilt in ganz Europa als einmalig. Anders als die meisten Wehrbauten ist sie nämlich kreisrund. Bellver heißt übersetzt schöner Blick und ja, der Blick auf den Hafen – heute liegt neben der Mein Schiff 4 auch noch die Symphony of the Seas hier – und die Altstadt ist wirklich schön.

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    Weiter ging es zur Kathedrale La Seu, diesmal mit Innenbesichtigung. Wenn man die Kathedrale betritt, weiß man auch warum sie auch die Kathedrale des Lichts genannt wird. Insgesamt 61 Buntglasfenster sorgen für tolles Licht, wobei die Rosette in der Mitte das spektakulärste Fenster ist. Es fängt die Morgensonne ein und erfüllt das Gebäude mit bunten Lichtstrahlen.

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    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Unser Guide erzählte uns einiges über die Geschichte des Baus und inwiefern Gaudí auch hier seine Finger im Spiel hatte. Danach hatten wir noch genügend Zeit uns umzusehen. Im Anschluss gingen wir in Richtung Rathaus, welches dann auch der Treffpunkt war – wir hatten jetzt noch Zeit, um eigenständig in der Stadt herum zu schlendern.

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    Dann hieß es langsam Abschied nehmen von Palma. Um 18 Uhr ging unser Flug zurück nach Klagenfurt, der diesmal geräuschtechnisch wesentlich ruhiger verlief, als der Hinflug, was aber wohl auch daran lag, dass die Gruppen, die am Ballermann gefeiert haben, keine Stimme mehr hatten.

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    Sonntag, 30.04.2023 Seetag

    Bei so einer Kurz-Kreuzfahrt hat man ja immer ordentlich zu tun, damit man wirklich das ganze Schiff kennenlernen kann. Dazu hatten wir heute am Seetag ausreichend Zeit. Nach dem Frühstück suchten wir uns aber erstmal eine Liege, um ein bisschen das Pooldeck zu genießen und Vitamin D zu tanken. Wie erwartet, waren bereits ungefähr 95% der Liegen besetzt – zumindest mit Handtüchern und diversen Utensilien. Die dazugehörigen Besitzer haben wir teilweise erst ein paar Stunden später gesehen.

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    Was sich in den letzten Tagen schon bemerkbar gemacht hat, kam heute noch mal besonders stark zum Ausdruck. Die Wartezeit an den Bars war wirklich eine kleine Ewigkeit. Nicht, dass wir es eilig haben im Urlaub, aber das war teilweise schon echt übertrieben lange, zumal ich nicht den Eindruck hatte, dass es zu wenig Personal gab. Klar, wenn die ganzen Gruppen dann immer gleich 10 Bier oder sogar Cocktails auf einmal bestellen, dann dauert das, aber dann muss ich eben reagieren und das Personal an dieser Stelle aufstocken und wo anders abziehen (es gab nämlich im Inneren auch eine Bar, an der tagsüber gar nichts los war und wo sie sich die Füße in den Bauch standen).

    Nun gut, wir konnten uns zum Glück ja auch anders abkühlen, es war heute nämlich ganz schön heiß. Und der mega Pool mit seinen 25 Meter Länge ist da echt genial. Endlich mal Platz, herrlich.

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    Die heutige ermahnende Durchsage kam vom Kapitän selbst, scheinbar ging es auf Deck 5 heute Nacht etwas zu wild zu. Ich war erstaunt über die Freundlichkeit, die er noch immer an den Tag legte. Scheinbar wurde nämlich einfach überall geraucht, was auf einem Kreuzfahrtschiff jetzt vielleicht nicht unbedingt die beste Idee ist. Zumal es hier ja wirklich mehr als genug Möglichkeiten gibt. Trotzdem appellierte er sehr bestimmt an die Vernunft der Reisenden.

    Den Nachmittag verbrachten wir mit einem ausführlichen Rundgang übers Schiff und nahmen von oben nach unten in jeder Bar einen Drink zu uns. Keine Sorge, die Partytiger haben nicht abgefärbt, aber wir mussten ja alles mal durchprobieren, da kommt man ganz schön unter Zeitdruck. Und der Koffer packt sich danach auch irgendwie leichter.

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    Nach einem letzten eher unspektakulären Abendessen im Ankelsmann, haben wir es uns wieder an der Bar gemütlich gemacht und den Abend ausklingen lassen. Mittlerweile sind wir bei Ouzo gelandet, da kann man nicht viel falsch machen…

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    Samstag, 29.04.2023, Marseille

    Auch heute in Marseille lagen viele Kreuzfahrtschiffe mit uns im Hafen. Wir ließen den Tag bei einem entspannten Frühstück beginnen und machten es uns dann erst mal etwas an Deck gemütlich. Für heute hatten wir einen Ausflug übers Schiff gebucht. Sowas machen wir eigentlich ja so gut wie gar nicht, aber a) hatten wir keine Lust auf Herumspazieren in Marseille, b) hörte sich der Ausflug echt gut an, c) sind die Preise für die Ausflüge echt mehr als in Ordnung und d) wollten wir es einfach mal ausprobieren, um das auch in unser abschließendes Fazit vom Gesamteindruck zu Mein Schiff einfließen zu lassen. Wir starteten also um 12:30 zu unserem Ausflug Le Castellet und Sanary-sur-Mer. Die Fahrt mit dem Bus durch die Provence war sehr kurzweilig und unsere Ausflugsleiterin erzählte uns auf eine sehr angenehme Art und Weise viel über Land und Leute. Der erste Stopp war in Sanary-sur-Mer, einem idyllischen Hafenstädtchen, das, wie es heißt, einer der authentischsten Häfen der Mittelmeerküste Frankreichs ist. Auch heute liegen hier noch einige historische Boote vor Anker, die Teil des historischen Nationalerbes in Frankreich sind. Zwischen 1933 und 1942 war Sanary auch Zufluchtsort für deutsche Literaten und Kulturvertreter und schrieb so selbst Geschichte.

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    Gemeinsam besuchten wir die Kirche Saint-Nazaire, die wunderschöne Fresken und eine majestätische Orgel beherbergt. Danach hatten wir Zeit uns selbst in diesem pittoresken Hafenstädtchen umzusehen. Wir schlenderten durch die Gassen mit den bunten, provenzalischen Fassaden und genossen den Blick im Hafen auf das Meer und die leicht schaukelnden Boote. Sanary-sur-Mer ist definitiv ein Ort, an den man widerkehren kann und noch etwas mehr Zeit hier verbringen kann.

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    Nachdem alle pünktlich zurück am vereinbarten Treffpunkt waren, ging es weiter in Richtung Le Castellet. Die Fahrt führte uns durch die Weinberge und Olivenhainen auf einen 250m hohen Felsvorsprung zu dem entzückenden Dorf, das 2022 sogar mit dem Prädikat Die schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet wurde. Der alte Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen liegt auf dem Scheitel des Hügels, von wo sich ein schöner Blick über das Massif de la Sainte-Baume im Norden bietet. Auch hier erfahren wir eingangs einiges über die Geschichte und die Kultur und Traditionen und haben dann die Möglichkeit, das Dorf selbst zu erkunden.

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    Das Dorf versprüht einen mittelalterlichen und authentischen Charakter und hat wirklich einen unglaublich malerischen Charme. Die alten Steinhäuser vervollständigen dieses Bild perfekt und die zahlreichen Handwerksboutiquen, in denen kein billiger Kitsch zu finden ist, sondern wirklich hochwertige Handwerkskunst und natürlich viele Gewürze und Kräuter, laden zum Verweilen (und shoppen) ein. Das Schloss, in dem sich heute das Rathaus befindet, stammt aus dem 15. Jahrhundert und bietet von seinem Vorplatz einen wunderschönen Ausblick auf das Bergmassiv und zahlreiche Weinberge. Auch beim sogenannten Loch von Madame, eine der vielen Öffnungen in der alten Wehrmauer, kann man das traumhafte Panorama und die malerische Landschaft genießen.

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    Die Zeit war ausreichend für die Erkundung des kleinen Dörfchens und nachdem auch diesmal alle wieder pünktlich waren, konnten wir unsere Rückfahrt nach Marseille antreten. Der Ausflug hat sich definitiv gelohnt und war überraschenderweise sehr unkompliziert. Man hatte gar nicht das Gefühl in einer Gruppenhorde unterwegs zu sein, was sicher auch ein bisschen daran lag, dass wir auch Zeit hatten, selbst herumzuschweifen und nicht immer in der Gruppe herum gegangen sind. Zurück am Schiff hörten wir dann erstmal eine Ansage vom Kreuzfahrtdirektor, der um Rücksichtnahme auf andere Gäste bat und vor allem auch darum, dass man doch bitte die ausgewiesenen Raucherplätze nutzt, um zu rauchen. Scheinbar geht’s hier nachts ordentlich zu – davon bekamen wir aber bisher nichts mit, unsere Kabine scheint echt super gelegen zu sein. Jedenfalls meinte der Kreuzfahrtdirektor, dass er das in seinen 20 Jahren Erfahrung noch nie durchsagen musste und er hörte sich echt ein bisschen fassungslos an. Was die wohl aufgeführt haben in den Nächten? Nach dem Abendessen warfen wir mal einen Blick ins Bordprogramm, um zu sehen was denn überall so los ist. Aber wenn man sich da tolle Shows oder viel Live Musik erwartet, dann ist man hier falsch. Dass es Unterhaltungstechnisch nicht so der Burner ist bei TUI, das wurde uns im Vorfeld von vielen Seiten schon gesagt, aber zumindest Live-Musik wäre zwischendurch mal ganz nett. Das gabs zwar später am Abend, aber die waren ehrlich gesagt eher mau, so dass man sich dann doch schnell wieder Musik vom Band gewünscht hat. Egal, wir hatten mittlerweile eine gute Bar gefunden und hatten einen schönen Abend.

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    Freitag, 28.04.2023, Barcelona

    Als wir wach werden, liegen wir bereits fest vertaut im Hafen von Barcelona. Hinter uns die neue MSC World Europa, eine ganz spacige Erscheinung, bei der ich mir noch nicht sicher bin, ob sie mir optisch nun gefällt oder nicht. Einerseits ja, aber der Bug ist dann schon wieder so gewöhnungsbedürftig, dass ich mich nicht entscheiden kann. Vor uns lagen die AIDA Stella sowie die Costa Pacifica und die Costa Favolosa Costa-Schiffe, etwas näher bei der Stadt noch die Silver Dawn. Großkampftag also.

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    Wir genossen erst mal in Ruhe ein Frühstück und was die Weckerl-Auswahl anlangt, bekommt hier TUI definitiv einen großen Pluspunkt. Zu Eier und Speck sagen wir mal besser nichts, aber wir sind ja flexibel. Wir hatten keine speziellen Pläne für heute und wollten uns nur gemütlich treiben lassen. Getrieben wurden wir teilweise auch, die Ramblas waren nämlich übervoll, was teilweise echt mühsam war. Also sind wir zwischendurch immer mal wieder in den ein oder anderen Shop geflüchtet und wurden auch fündig. In einer Seitengasse haben wir dann einen Weihnachtsladen entdeckt, den mussten wir natürlich auch besichtigen. Jetzt waren wir schon so oft in Barcelona, aber der ist uns tatsächlich bisher verborgen geblieben. Kitsch und Glitzer soweit das Auge reicht, aber auch einige geschmackvolle Weihnachtsdeko kann man hier finden. Also wenn jemand auf der Suche nach einem ganz bestimmten Weihnachtsaccessoire ist, ist die Chance sehr hoch das in diesem Geschäft zu finden.

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    Auf der Plaça Reial haben wir dann einen freien Platz in einem Lokal ergattert , es hat sich nämlich ein akuter Hopfenmangel bemerkbar gemacht. Der Kellner war etwas überfordert, aber nicht aufgrund der Anzahl der Gäste, sondern eher, weil er sich wohl etwas reingezogen hatte. Der latente Grasgeruch war nicht zu „überriechen“.

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    Die Plaça Reial war mit ihren schlanken Palmen, dem Drei-Grazien-Brunnen, den behelmten Laternen von Antoni Gaudí und den Bänken bis zur Wende zum 20. Jahrhundert ein Flanier-Corso der katalanischen Bourgeoisie. Ein Flanier-Corso ist der Platz auch heute noch, wir kamen mit dem Schauen gar nicht nach, so viel los war da überall. Eine Gruppe junger Artisten stellte ihr Können unter Beweis und erntete neben tosenden Applaus natürlich auch den ein oder anderen Euro. Es sei ihnen vergönnt. Langsam aber sicher machten wir uns mit dem Shuttle zurück auf den Weg zum Schiff, wo wir noch mal die Gelegenheit hatten, das Bügeleisen – also die MSC World Europa – von allen Seiten zu begutachten. Schon eine interessante Erscheinung.

    Abends gingen wir heute ins Ankelsmann Buffetrestaurant. Ausklingen lassen haben wir den Tag natürlich wieder an einer Bar.

    Donnerstag, 27.04.2023 Palma und die Mein Schiff 4

    Nach einem ausgiebigen Frühstück, das kaum einen Wunsch offenließ, ging es in Richtung Kathedrale von Palma, die wir heute zumindest mal von außen besichtigen wollten. Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt fiel uns auf, dass die Stadt nicht nur von spanisch-katalanischen Einflüssen geprägt ist, sondern auch arabische zu erkennen sind. Da der größte Markt von Palma, der Mercat de l‘Olivar, nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ist und ohnehin auch auf unserem Weg lag, sehen wir uns den natürlich auch an. Ein unglaublich großes Angebot an Obst und Gemüse präsentiert sich uns sehr ansprechend an den zahlreichen Ständen und überall locken schmackhafte Leckereien in den kleinen Tapasbars.

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    Auch am Placa Major, dem Mittelpunkt der schönen Altstadt, herrschte reges Treiben, generell war in der ganzen Stadt sehr viel los, man hat das Gefühl alle lechzen nach frischer Luft und ein paar warmen Sonnenstrahlen. Weiter ging‘s zum Placa de Cort zum Rathaus, wo auch ein mehrhundertjähriger besonders geschützter Olivenbaum zu finden ist. Schon beeindruckend, so mitten in der Stadt.

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    Mehr über die Kathedrale dann am Ende der Reise, heute bewundern wir das Prachtstück nur von außen. Das aber sehr ausgiebig – es ist bereits Mittag und die Sonne knallte ordentlich vom Himmel, also wurde es Zeit den Elektrolyte-Haushalt aufzufüllen, um einer möglichen Unterhopfung vorzubeugen. Schnell war ein passendes Lokal mit Blick auf die Kathedrale erste Reihe Fußfrei gefunden und wir genossen den imposanten Anblick und natürlich das kühle Bier.

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    Langsam wurde es Zeit zurück zum Hotel zu gehen und unsere Gepäck abzuholen – wir hatten 15 Uhr als Check-In Zeit auf der Mein Schiff 4. Mit dem Taxi ging es zur Estación Maritima, wo das Schiff von TUI Cruises lag. Als wir die Halle betraten, staunten wir nicht schlecht: eine laaaaaaaaange Schlange bildete sich bereits vor den Check-In Schaltern. Haben die wirklich alle dieselbe Einschiffungszeit wie wir? Es dauerte so gute 30 Minuten bis wir an der Reihe waren, angefühlt hat es sich aber wie 3 Stunden, da diese Kurzreise scheinbar von vielen Gruppen (männlicher als auch weiblicher Natur) genutzt wurde, um mal wieder einen drauf zu machen. Begleitet von lauter Schlagermusik, die übers Handy abgespielt wurde und aufgedrehten „Party-Tigern“ zwischen 30 und 60 Jahren fühlte sich die Zeit wirklich unendlich lange an. Das konnte ja heiter werden…

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    An Bord suchten wir erst mal direkt unsere Kabine auf, um das Handgepäck loszuwerden. Danach direkt zur kurzen Einweisung an der Rettungsstation, dann Koffer auspacken und dann endlich ab an Deck auf ein Bier. Das war dann auch das einzige Bier, das ich an Bord getrunken habe – Pitburger… für einen Österreicher echt beinahe eine Qual. Zumindest mein Göttergatte hatte mit dem Paulaner eine leckere Alternative, ich mag allerdings kein Weizenbier. Für uns gehört das Corona Bier auf Kreuzfahrten einfach dazu, das gabs da leider nicht. Das „Sol“ war leider auch keine schmeckende Alternative, also umgeschwenkt auf Wein.

    Zum Abendessen gingen wir heute ins Atlantik-Mediterran, wo zu dem Zeitpunkt noch nicht so viel los war. Umso erstaunlicher war es, dass es doch etwas länger gedauert hatte, aber alles noch im Rahmen und schließlich hat man ja auch Urlaub. Das Essen war leider enttäuschend, die Portionen sehr klein, das Essen maximal lauwarm und die Nudeln leider bereits gatschig. Schon klar, dass wir noch was nachbestellen hätten können, aber dann nochmal warten auf etwas, das eh kein Burner ist, darauf hatten wir halt auch keine Lust. Egal, es gibt ja noch mehrere Möglichkeiten und so haben wir uns noch im Tag und Nacht-Bistro eine Kleinigkeit geholt.

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    Wir haben uns dann noch einen oder zwei Absacker genehmigt und haben dann für die Feierwütigen das Feld geräumt.