Beiträge von Faulpelz

    Ines :

    Vielleicht sollte ja ChatGPT mal für TC die Routenplanung übernehmen, dann bekommen wir ja vielleicht endlich ein paar neue Destinationen.

    Ich habe das mal ausprobiert, für den Indischen Ozean liefert er mir folgendes routing (unter der Prämisse, dass alle Häfen von MS3-6 angelaufen werden können):

    Würde ich sofort buchen! :love:

    Liebe Frau Meyer, ich hätte da einen talentierten neuen Mitarbeiter für Sie... ^^

    Es war zwar erst früher Abend, aber irgendwie waren wir schon wieder müde und entschlossen uns, wieder ins Hotel zurückzukehren. Unterwegs kamen wir im Bus noch an einer echten Pariser Institution vorbei:

    Eigentlich hatten wir nach der Rückkehr ins Hotel vorgehabt, nach kurzer Erholungspause noch für das Abendessen in ein Lokal in der Umgebung zu gehen. An diesem Ostersonntagabend hatten aber beide nahegelegenen Brasserien geschlossen. Also vielleich zum Sushilokal? :/

    Hätte Schnarrrchsack gerne gemacht, die Jungs eher weniger. Es gab aber auch eine Filiale des Restaurants zur goldenen Möwe (a.k.a. «Mäckes» <X ) an der nächsten Hauptstrasse. Hätten die Jungs gerne gemacht, aber sie hatten noch von den vorangegangenen beiden Tagen zu viel Fussweh. Und meine bessere Hälfte keinen Bock, für uns alle etwas von dort zu holen.

    Was nun? Da kam mir eine Idee: warum sollten wir uns nicht Essen per Bringdienst ins Hotel liefern lassen? :huh:

    Immerhin bieten die heutigen Lieferdienste ja nicht nur die Gerichte der klassischen Systemgastronomie an, sondern auch von vielen anderen Lokalen in der Umgebung. Ausserdem gibt es insbesondere in Frankreich zahlreiche Systemgastronomien, die auf der einen Seite das Angebot amerikanischer Konkurrenzunternehmen imitieren, aber eben auch ganz eigene Interpretationen anbieten.

    Und so kamen wir schliesslich überein, unser letztes Abendmahl in Paris bei «Chicken Street» zu bestellen – einem Anbieter, der unverholen den amerikanischen Anbieter «Kentucky Fried Chicken» kopiert, aber eben auch mit ein paar sehr interessenten Eigenkreationen. Zum Beispiel mit Wraps, welche aber nicht in eine klassische Tortilla, sondern in gerolltes indisches Naan-Brot gefüllt werden. Meine Frau und ich wurden da schnell fündig.

    Dazu frittiertes Poulet für die Jungs im grossen Rechteckkarton (eine Abgrenzung zum runden «Bucket» des Mitbewerbers).

    Gesagt, getan, schon war die Bestellung im Internet getätigt und bezahlt. Die Auslieferung sollte innert 45-55 Minuten erfolgen. Ging dann aber schneller: schon nach 33 Minuten klopfte der Bote an unsere Zimmertür. :):thumbup:

    Leider merkten wir erst ein paar Minuten später, dass nicht nur sämtliche Dip-Sossen für die Poulet-Teile der Jungs fehlten, sondern auch anstelle der mitbestellten «Oasis»-Limonade (die wir im Laufe unseres Paris-Besuchs sehr schätzen gelernt hatten) eine Flasche Eistee geliefert worden war. :| Egal: das Essen war trotzdem gut. Und sowas gehört für mich eben auch zu einer Auslandsreise dazu: mal die Systemgastro des Landes auszuprobieren.

    (Vor 40 Jahren war ich mit meinem Vater auf meiner allerersten Städtereise nach London gereist. Und wir hatten an 3 von 4 Abenden unser Abendbrot jeweils bei McD am Bahnhof Charing Cross eingenommen.)

    Beim Verzehr (und auch schon vorher) guckten wir noch ein wenig französisches TV: auf einem Sender lief nämlich zunächst ein «Tintin»-Marathon (die meisten von Euch werden die zugrundeliegenden Comics vor allem unter dem deutschen Namen «Tim und Struppi» kennen), anschliessend noch zwei klassische Asterix-Filme: «Asterix et Cléopatre» und «Asterix in Amerika»!

    Ja, dieser einzige in Deutschland produzierte Asterix-Film (basierend auf dem Comicband «Die grosse Überfahrt») wurde tatsächlich mit den deutschen Originalcredits gezeigt. Aber dann doch in französischer Synchro, was mich vor allem deswegen sehr frustrierent fand, weil der englischsprachige Original-Soundtrack mit zwei kongenialen Songs von Jennifer Rush, in dieser Version von einer französischen Schlager-Pieps-Stimme interpretiert wurde. Konsequenterweise dann auch mit komplett neuen und irgendwie nicht mehr zur Geschichte passenden Arrangements.

    Aber ich jammere hier inzwischen auf hohem Niveau… :S

    Okay, das war es dann für diesen Tag. Von unserer Rückreise berichte ich in Kürze – bleibt bitte dran.

    Aber das «Café des Chats» ist eben auch ein Restaurant – und was für eins! 8| Die Speisen sind zu fast 100% hausgemacht. Und da wir inzwischen wieder Hunger hatten, bestellten wir uns ein paar der Leckereien. Zum Beispiel den Haus-Burger:

    Oder eine klassische Tarte mit Tomaten und Ziegenkäse:

    Eine Zitronentarte:

    Für alle zum Dippen Nachos (in diesem Fall aber sicherlich nicht hausgemacht) mit der wohl beste Guacamole, die ich je gekostet habe:

    Einen halbflüssigen Schokoladekuchen mit Chantilly:

    Und last but not least einen grossartigen «NY Cheesecake – french reload»:

    Das Café war definitv ein echtes kulinarisches Highlight unserer Reise. Und die Getränkepreise ein weiteres Mal sehr moderat. :*

    Die Betreiber*innen des Lokals erschienen uns derweil irgendwie als alternatives Kollektiv: die Köchin, welche immer wieder die Speisen aus der Küche nach oben brachte, war eine echte Alt-Punkerin, stilecht mit grünem Iro. Beim Servicepersonal fanden wir dann einen klassischen Popper, einen 90er-Yuppie mit Spitzbart und Nickelbrille, ausserdem war noch ein echter Hipster mit Extrem-Vollbart und Holzfällerhemd dabei. Sehr nette Leute, immer zu Spässen aufgelegt, überaus hilfsbereit und geduldig. Und sie zeigten den nicht so Katzen-erfahrenen Gästen gerne und unermüdlich, wie man sich am besten den Katzen näherte, wie man sie am besten streichelt und wie man Katzen auch eine Rücken-Klopfmassage verpassen kann. :)

    Kleiner Hinweis: sollten nun einige weniger Katzen-erfahrene unter Euch unserem Tip folgen und dieses Restaurant besuchen wollen – wundert Euch bitte nicht, wenn Euch die Katzen liebend gerne aufs WC folgen, um Euch bei Eurem grossen oder kleinen Geschäft zuzuschauen. Das tun unsere drei Miezen zuhause auch (und wir sind nach 23 Jahren Katzenhaltung immer noch nicht dahinter gekommen, warum sie das eigentlich tun). Manche Cafébesucher*innen waren dadurch jedoch maximal irritiert… :huh:

    Egal: auch für das «Café des Chats» gilt von uns eine absolute Besuchsempfehlung. Plant allerdings in jedem Fall ein wenig Wartezeit beim Einlass ein (Reservationen nimmt das Lokal nicht entgegen!).

    Und Achtung: das Trinkgeld für das Personal gebt Ihr bei der Bezahlung am Tisch, das für die Katzen in einen eigenen Teller am Ausgang! :love:

    Nun ging es aber weiter im Tagesprogramm, Ursprünglich hatten wir für die Mittagszeit den Besuch eines klassischen Pariser Marktes, in diesem Fall des «Marché Bastille» vorgesehen. Aber es war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass wir dort nicht mehr rechtzeitig ankommen würden (er findet mittwochs und sonntags nördlich der Metrostation «Bréguet-Sabin» statt). Dennoch fuhren wir mit Bus und Metro dorthin.

    Der Grund: nur ca. 150m vom Südende dieses Marktes entfernt befindet sich ein Ort, um dessen Besuch insbesondere die Jungs dringend gebeten hatten: das «Café des Chats». :huh:

    Okay, die Idee der Katzencafés stammt eigentlich aus Japan, aber die Pariser Dependence ist schon seit Jahren ein echter Touri-Magnet. Dementsprechend mussten wir auch erst einmal gut 40 Minuten anstehen. =O Aber schon am Fenster konnten die Jungs ersten Kontakt mit den dortigen Samtpfoten aufnehmen:

    Im Café leben derzeit 13 Katzen unterschiedlichen Alters. Sie stammen alle aus Tierheimen und haben zum Teil schlimme Erfahrungen hinter sich (eine der Katzen hatte bspw. nur noch einen Stummelschwanz von ca. 10cm). :(

    Die Katzen leben rund um die Uhr im Café, haben aber im Keller, wo sich auch die Küche befindet einen Rückzugsbereich, zu dem sie sich jederzeit frei bewegen können. :thumbup:

    Im Café selber gibt es nur drei Regeln:

    1. Keine Fotos mit Blitz.

    2. Katzen nicht füttern.

    3. Schlafende Katzen dürfen nicht gestört (auch nicht gestreichelt) werden.

    Das Café selber ist sehr… nun ja… rustikal und «phantasievoll» eingerichtet. Gemäss der Philosophie des Lokals stammen die meisten Möbel vom Sperrmüll und weisen auch schon diverse Katzen-«Benutzungs»-Spuren auf. Irgendwie alles recht zusammengewürfelt, aber absolut stimmungsvoll: :D

    Die Katzen kommen mit dem Trubel augenscheinlich gut klar. Manche lassen sich streicheln...

    ...andere sitzen cool auf erhöhten Positionen…

    ...wieder andere laufen einfach nur zwischen den Tischen herum:

    Die Wanddeko ist absolut cool, hier ein Beispiel: 8)

    Wirklich ein schöner Ort, um ein wenig zu verweilen. :*

    Tag 5:

    Nach zwei anstrengenden Tagen hatten wir uns für den Ostersonntag ein wenig Langsamkeit verordnet. So liessen wir das Frühstück im Hotel ausfallen, um einmal richtig auszuschlafen. :sleeping: Ersatzweise gingen wir die gut 250m zu einer nahegelegenen Crêperie namens «Crèperie de Landy», welche bei Tripadvisor als beste Crêperie von Clichy gelistet ist, um dort einen ausgiebiges Crêpe-Brunch einzunehmen. :)

    Die Crèperie erwies sich als «typisch französisch»: der Kellner ein Grieche, der Koch ein Spanier. Aber die von uns bestellten Crêpes und Galettes waren einfach nur geil! :love:

    Die Jungs verdrückten jeder nicht weniger als 3 Crèpes mit Schoggi und Banane (zu je €6):

    Meine Frau startete mit einer «Galette mediterranée» mit Chorizo, Tomaten, Pilzen, Paprika und Käse:

    Für mich wurde es eine «Galette montagne» mit Kartoffeln, Pilzen und drei Sorten Käse:

    Beide für je €9.80 und bereits sehr sättigend. :thumbup:

    Als zweiten Gang gingen wir dann auch zu klassischen Crèpes über, meine Frau zu einem «Crêpe Landy» mit Spekulatiuskrümeln, Vanilleeis, Chantilly und Ahornsirup:

    Ich gönnte mir im Gegenzug ein ganz klassisches «Crèpe Suzette», mit mit Orangenmarmelade und dunkler Schokolade, stilecht am Tisch flambiert mit Grand Marnier:

    (Ich hoffe, Ihr könnt die Flammen einigermassen erkennen.)

    Beide Crêpes kosteten je €7.50 . Fazit: ein echter Traumstart in den Tag. :* Und die Top-Bewertung bei Tripadvisor trägt das Lokal absolut zu recht! Solltet Ihr unserer Empfehlung folgen, im Ibis-Styles-Hotel «Mairie de Clichy» Quartier zu nehmen, ist (aus unserer Sicht) ein Besuch dieser Crêperie absolute Pflicht! :)^^:D:love:

    Die genauen Häfen der einzelnen Kreuzfahrten gibt es erst mit Buchungsstart in 1-2 Wochen Bumblebee

    Da ist nix mit Tricks.

    Doch es gibt einen Meistertrick (den ein ehemaliges Mitglied dieses Forums auch hier des öfteren beschrieben hat):

    Sobald es auf den Buchungsstart zugeht, sind in der KF-Suchmaske irgendwann die Termine des neuen Logbuchs (in diesem Fall also von November 2024 bis April 2025) anwählbar. Allerdings werden für diesen Zeitraum noch keine KFen angezeigt. Macht aber nichts! :)

    Wenn man nun einen konkreten Reisezeitraum (von/bis aus dem Logbuch) sowie Fahrgebiet und Schiff eingibt (bitte nicht davon irritieren lassen, dass das System immer noch keine Reisen findet! 8| ), dabei ausserdem bei "Reisezeitraum" den Reiter "exakter Reisezeitraum" auswählt, und dann unter "Suche verfeinern" auf "Wunschhafen auf der Reise" klickt, sind plötzlich alle Häfen auf dieser Reise schwarz unterlegt (im Gegensatz zu allen Häfen, die auf der Reise nicht angefahren werden, die bleiben bei dieser Methode hellgrau). :huh:

    Funktioiert am besten am PC/Laptop. Und erfahrungsgemäss ab 3-4 Tage vor Buchungsstart. Das gibt den wissenden Foristi den entscheidenden Vorsprung, ihre Wunschreise bei "Pooldeck24" zu optionieren. ;)

    Oh, das würde ich gerne sehen, Du und Deine Frau kostümiert ^^ , ich stelle es mir recht witzig vor, aber auch bestimmt sehr schön Faulpelz

    Und unsere Jungs als kleine Gallierkinder... jöööh... :love:

    (Nebenbei: meine Frau und ich waren während unseres Studiums recht aktiv in der Hannoveraner Live-Rollenspiel-Szene (vor allem "Vampire live" und "Dark Ages"); sowas ist uns also durchaus nicht fremd.)

    Nach diesen Erlebnissen war es schon fast 18 Uhr geworden. Unser Fahrer wollte um 19:15 Uhr auf dem VIP-Parkplatz auf uns warten, wir hatten bis dahin also noch ein wenig Zeit. Aber auch inzwischen wieder so richtig Hunger. Also enterten wir ein Restaurant, direkt gegenüber der Arena, die “Pizzeria Cassius”.

    Die Jungs orderten jeweils Penne Bolognese, meine Frau und ich zwei verschiedene Pizzen. Alles schnell bestellt und bezahlt – bis mich kurz darauf der Herr, der unsere Bestellung entgegengenommen hatte, informierte, dass man leider keine Pasta mehr hätte. Ob wir vielleicht etwas anderes bestellen wollten? :/

    Der Herr vom Tresen entpuppte sich dabei als Elsässer und sprach nahezu akzentfrei Deutsch. Und unsere Jungs änderten dann spontan ihre Bestellungen auf 3-Käse-Pizza (der Grosse) bzw. Chicken-Wings (wer wohl?).

    Um es kurz zu machen: die Wings waren ganz gut, die Pizzen jedoch eine Beleidigung für jeden Italiener. :cursing: Hier mal ein Foto von meiner:

    Fettig, halb verbrannt, zäh und schlecht gewürzt. Da konnte auch die dazu in Tüten gereichte Chilisosse (seit wann serviert man sowas zu einer Pizza?!?) nichts ändern. :thumbdown:

    So gut unser Mittagessen gewesen war, so schlecht geriet leider unser Abendessen. <X Aber der Hunger trieb es rein...

    Auf dem Weg aus dem Park kauften wir uns noch ein paar Souvenirs. Der Grosse eine Asterix-Trinkflasche, der Kleine ein Asterix-Schwert aus Plastik. Für meine Frau kaufte ich ein Plüsch-Wildschwein, mir einen Idefix: :love:

    Danach trafen wir pünktlich auf die Minute unseren Fahrer, es ging zurück nach Paris. Die Rückfahrt dauerte verkehrsbedingt fast eine Stunde, aber schliesslich kamen wir gegen Viertel nach 8 im Hotel an.

    Wir hatten schon wieder hart an der 10’000-Schritte-Grenze gekratzt, da qualmten Socken und Schuhe, und erneut hatte niemand von uns Bock, noch irgendwohin zum Essen zu gehen. War aber angesichts des immer noch bestehenden Sättigungsgrades auch kein Problem, wir hauten uns lieber in die Betten und versprachen uns gegenseitig, am kommenden Tag deutlich kürzer zu treten. Und vor allem mal auszuschlafen, Frühstückszeiten im Hotel hin oder her. 8o

    Rückwirkend hat sich der “Filotomatix Gold” aber nicht wirklich gelohnt, Was aber auch an dem Umstand lag, dass wir noch vom Vortag ein wenig lauffaul gewesen waren – den westlichen Parkteil hatten wir zum Beispiel komplett ausgelassen. Ausserdem hatten meine Frau und der Grosse kaum Bock auf grosse Bahnen.

    Ich nehme Fast-Pässe ja vor allem auch deshalb gerne, weil ich aufgrund meiner im Laufe der Jahre angewachsenen Körpermasse (man erinnere sich: Prinzip Obelix) oftmals nicht abschätzen kann, ob ich die Bügel in einer Bahn wirklich komplett schliessen kann. Da ist es in der Vergangenheit schon manchmal blöd gewesen, nach 30 oder 45 Minuten Anstehens die Bahn kurz vor der Fahrt wieder verlassen zu müssen. =O

    (“Nein, ich bin nicht dick. Niemand ist hier dick. Hat hier jemand einen Dicken gesehen?” ((c) Obelix)

    Fazit: der “Parc Asterix” ist wirklich toll. :love::thumbup: Ohne Zweifel einer der besten Freizeitparks, den ich in meinem Leben besuchen durfte (und ich habe schon einige gesehen). :love::love::thumbup: Und ein neuer Haken auf meiner Bucket-List. ;)

    Zugegebenermassen kenne ich “Disneyland Paris” nicht, aber wenn das so in etwa wie “Disneyworld Florida” ist, würde ich den “Parc Asterix” in jedem Fall vorziehen. Zumal ich auch erst im Nachhinein herausgefunden habe, was es da über den Sommer noch für Aktionen gibt. Beispielsweise ein klassisch gallisches Wildschweinbankett im gallischen Dorf an Auffahrt, zu Pfingsten sowie an allen Wochenenden in den französischen Sommerferien. Da müssen wir definitiv auch nochmal hin. :* Und eben die besagten Historienwochenenden.

    Gut €50 Eintritt sind im Vergleich mit anderen Parks auch nicht wirklich hoch. Den “Filotomatix” würde ich allerdings nicht mehr nehmen, sondern lieber die “Pay per Ride”-Version auf der App. Oder allenfalls die “Silver”-Variante.

    Wenn man nicht gut Französisch spricht, muss man vor dem Besuch dennoch keine Angst haben: der Grossteil der Mitarbeiter*innen spricht zumindest ein passables Englisch, manche auch Deutsch.

    Wir werden auf alle Fälle wiederkommen. Und vielleicht lassen wir uns vorher noch passende Outfits schneidern: ich als Majestix, meine Frau als Gutemine. Fänden wir beide richtig cool. :D

    Vom Restaurant gingen wir dann in einen Parkteil, der uns ein wenig verwirrte. Denn dort wechselte die Szenerie vom Asterix-Universum zu einer französischen Burg des 14. Jahrhunderts – mit entsprechenden Ständen und Bühnen. Ein Stück weiter kam noch ein anderer Bereich, welcher das Paris des frühen 20. Jahrhunderts als Thema hat. :/

    Meine Frau fand aber im Internet schnell eine Erklärung: diese Bereiche im hinteren Parkteil dienen vor allem an verschiedenen Wochenenden als Kulisse für Historien-Spektakel. Schon ein wenig schräg im Gallier-Park, aber auch nicht ohne Charme. :S

    Am Rande des Paris-Teils nutzten wir dann zum ersten Mal unsere “Filotomatix” für eine sehr geniale Schlauchboot-Turbo-Rutsche. Sowas hatte ich bislang auch nicht in einem Freizeitpark, diese Attraktionen findet man auch eher in den USA als in Europa.

    Zurück im “Gallischen Teil” des Parks besuchten wir dann das in vielen Parks inzwischen obligatorische 4D-Kino. Hier hatten wir mit “Filotomatix” wiederum schnellen Zugang und konnten uns eine von den “Studios Idéfix” (in denen die letzten Asterix-3D-Filme entstanden sind) erstellte Kurzfassung von “Der Kampf der Häuplinge” anschauen. Mit beweglichen Sitzen und vielen Spezialeffekten, die uns mitten in die Handlung katapultierten, inklusive Geruch, Nebel, Wassereffekten uvm. Tolle 15 Minuten! :):thumbup:

    Dann fuhren wir ein paar Runden Tassenkarussell – oder vielmehr Kessel-Karussell (in Anlehnung an “Asterix und der Kupferkessel”). Dann noch etwas Wildwasserbahn, Bobbahn (beides wieder unter Umgehung der Schlangen) und einiges mehr. Alles wiederum sehr schön ins Asterix-Theming eingebunden.

    So allmählich zeigte sich aber dann auch eine gewisse Ermüdung, || so dass wir schliesslich zum Vorplatz zurückkehrten, um uns die Amphitheater-Show “Romains vs Gauloises” anzuschauen. Und diese hatte es wirklich in sich. 8)

    Zur Idee: Julius Cäsar hat nach mehr als 2’000 Jahren endgültig genug von den aufrührerischen Galliern und beschlossen, die Frage des Sieges durch einen Wettkampf ein für alle Mal zu klären. Dieser wird auf seinem privaten Fernsehkanal “Julius César TV” (JCT) in alle Teile Galliens live übertragen.

    Zu Beginn lief ein junger Römer, welcher mich ein wenig an Michael Mittermaier erinnerte, mit einer mobilen Kamera durch die Reihen und begrüsste verschiedene Gäste als römische Honoratior*innen. Danach erklärte eine glamuröse Römerin die Regeln des Wettkampfes, in dem 4 römische Legionäre 4 gallischen Kriegern gegenüberstehen würden.

    Und dann meldete sich Cäsar höchstselbst per Satellit aus Rom auf einer Leinwand zu Wort – gnadenlos gut gespielt durch das Urgestein des französischen Kinos Alain Delon (welcher den Cäsar ja auch schon 2008 in der Real-Verfilmung von “Asterix bei den Olympischen Spielen” dargestellt hatte (manche Fans werden sich erinnern, dass dort u.a. auch der deutsche Komiker und Filmproduzent Michael “Bully” Herbig erste Erfahrungen mit Comic-Realverfilmungen sammeln konnte, welche er ein Jahr später in seinem Realfilm “Wickie und die starken Männer” eingesetzt hat)). ;)

    Dies brachte die Anwesenden in ein echtes Dilemma: auf der einen Seite wollte man die Römer natürlich ausbuhen, auf der anderen Seite – hey, das ist Alain Delon! :huh:8o

    Die Wettkämpfe bestanden aus verschiedenen Teilen, u.a. Hip-Hop-Dance, Bodenakrobatik, Seilakrobatik u.a. Sehr offensichtlich gewannen die Gallier jede Runde, aber jedes Mal vergab der Mittermeier-Römer den Punkt an seine Landsleute – sehr zum Unmut der Anwesenden. :cursing: Es wurde im Rund immer lauter, noch einmal brach der französische Nationalstolz komplett durch. :evil:

    Das Ganze wurde immer wieder durch Werbeeinblendungen mit Anspielungen auf bekannte Unternehmen der Gegenwart unterbrochen: so wurde z.B. von einer Burgerkette “ViKing” geworben (Anspielung auf “Burger King”). ^^

    Am Ende standen die Gallier in Ketten in der Arena, umringt von römischen Legionären. Aber dann gab es auf der Leinwand “Breaking News” aus dem gallischen Dorf, bei denen die Aussenmoderatorin von Idefix förmlich überrannt wurde, welcher auch kurz darauf mit einer Flasche Zaubertrank unter tosendem Applaus in die Arena lief (und da hatten die Macher der Show einen Hund gefunden, der dem Comic-Vorbild wirklich zum Verwechseln ähnlich sah). :love:

    Naja, die Gallier nahmen jedenfalls jeder einen Schluck aus der Pulle, sprengten ihre Ketten (während das Publikum völlig ausrastete) und lieferten sich mit den Römern eine Martial Arts-Vorführung allererster Güte, an deren Ende ein grosser Stapel Legionärshelme in der Mitte der Arena zurückblieb, an dem Idefix noch schnell das Beinchen hob, bevor er wieder hinauslief. :P

    Normalerweisebin ich ja kein sooo grosser Fans von Shows in Freizeitparks, vor allem, weil ich da in der Vergangenheit schon jede Menge Trash erlebt habe, aber diese Show hat mich absolut geflasht. :love: Vor allem, weil das Publikum und seine Rektionen so haargenau eingepasst wurden. Und als Cesar schliesslich die Übertragung abbrechen liess, um seine erneute Niederlage zu vertuschen, kochte die Stimmung im Rund so richtig über. :):):)

    Das war aber noch gar nichts gegen den Beifalls-Sturm, als im Moment, als sich die Darsteller in der Arena verbeugten, Alain Delon in persona im Cesaren-Kostüm in die Arena trat, um minutenlange standing ovations entgegenzunehmen. :)^^:D:love:

    Ihr lest richtig! Er war es höchstselbst! :!::!::!:

    Zur Erklärung: ich habe am Ausgang durch eine Park-Mitarbeiterin auf Nachfrage erfahren, dass die “TV-Einblendungen” normalerweise und an allen anderen Tagen ausser der Saisoneröffnung einen ganz anderen französischen Schauspieler zeigen. Nur am Ostersamstag kommt diese Ikone des französischen Films bereits seit Jahren in den Park. Das ist anscheinend ein Insider-Gag, im Internet findet sich dazu nämlich absolut gar nichts. Und die “Live-TV-Einblendungen” entstehen an diesem Tag offenbar live hinter der Bühne.

    Yiiiiiihhh! :love: Wir haben Alain Delon live gesehen! :love::love::love: Wie geil ist das denn?!? (und in diesem Moment gehen mir gerade akut die Smileys aus, um meine Gefühle angesichts dieses Erlebnisses zu unterstreichen)

    Nach zwei Fahrten auf einer Schiffsschaukel im Galeeren-Stil war das Eis schon durchgerutscht und hatte Hunger auf ein werschhaftes Mittagessen hinterlassen. In unmittelbarer Nähe gab es ein Restaurant, welches u.a. Wildschwein-Burger anbot. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir auch einen Tisch im Aussenbereich (Hinweis: besser vorher in der App reservieren).

    Ein kleines Kunstwerk neben dem Restauranteingang (wer erkennt die Anspielung?): ;)

    Die Karte bot auch noch jede Menge anderer leckerer Schweinereien – here comes the foodporn: :love:

    Das sind kleine Ziegenkäse-Hinkelsteine mit einem Honig-Senf-Dressing und Auberginenkaviar. Yummi! :):):)

    Ich hatte als Vorspeise ein göttlich gutes Lachstartar:

    Den Wildschweiburger habe ich leider nicht gut getroffen:

    Zum Dippen der Pommes gab es verschiedene Sossen zur Auswahl, alle ziemlich gut. Ich selber hatte eine Wildschweinplatte mit Spiess, Kotelett und Bratwurst:

    Der Spiess war sensationell gut, die Bratwurst okay (die kann unser Dorfwirt aber besser), das Kotelett fiel ein wenig ab. Dazu eine sehr feine Sauce Bernaise.

    Dann die Desserts – für die Jungs selbstverständlich mal wieder Crêpes mit Nutella:

    Meine Frau hatte einen “Gallierhelm”, bestehend aus einem Schokoladenkuchen mit Schoko-Mousse-Füllung und Applikationen aus weisser Schokolade:

    Sehr lecker! :love:

    Ich hatte eine Apfel-Tarte mit Waldhonig:

    Alles in allem ein sehr gutes Essen, eines der besten, die ich je in einem Freizeitpark gegessen habe. Kostenpunkt: für 2 Gänge €24, für 3 Gänge €29 - zzgl. Getränken.

    Natürlich gibt es im Park auch günstigere Verpflegungsmöglichkeiten, vor allem an kleineren Imbissständen, aber dieses Restaurant war wirklich klasse. :*

    Als nächstes gingen wir ins gallische Dorf. Hierauf hatte ich mich ganz besonders gefreut: :D

    (Zur Erklärung: ich war vor etwa 10 Jahren mal in einem Forum mit dem Nick “Majestix” unterwegs – da konnte ich mir dieses Foto natürlich nicht verkneifen.) :)

    Meine Frau und die Jungs standen derweil beim Fischhändler an:

    Im Dorf wurden übrigens rund um die Hütten auch Hühner gehalten. Und sogar Truthähne (eine Anspielung auf “Die grosse Überfahrt”, wo Asterix und Obelix in Amerika landen, und Obelix seine Liebe zu diesen grossen Vögeln, welche er aufgrund ihrer Ruflaute “Guruguru” nennt, entdeckt. Natürlich im kulinarischen Sinne... :love:

    Zaubertrank gab es im Dorf natürlich ebenso, wie einen Blick in Obelix Hütte:

    Am Ausgang kamen wir dann noch an der Stelle vorbei, wo man später am Tag Selfies mit den verschiedenen Gallier*innen machen konnte. Leider war zu diesem frühen Zeitpunkt noch niemand von ihnen zu sehen.

    (Ganz wichtiger Hinweis: wir haben leider erst viel zu spät in der App entdeckt, dass diese Selfie-Gelegenheit nur einmal am Tag um 12 Uhr besteht. Demzufolge bin ich leider nicht zu meinem so sehr gewünschten Foto mit Obelix gekommen, meinem Bruder im Geiste, in Körperdimension und in der Kulinarik. Schade... :( )

    Dann haben wir uns erstmal ein Eis gegönnt. Es gibt da im Park diverse Sorten, welche alle nach bekannten Gallier*innen (z.B. Asterix, Miraculix oder Falballa) benannt sind. Uns reizte jedoch die Variante “Obelix”, stilecht blau-weiss gestreift (wie seine Hose):

    Die Geschmacksrichtungen sind weisse Schokolade und “Bonbon”, in dieser Kombination aber absolut lecker. Und der Preis pro Kugel von €1,70 war auch recht angemessen. Wir genossen es mit Ausblick auf einen kleinen See:

    (Anmerkung: der Turm rechts oberhalb der Fontäne ist eine Bar, an der man einen gallischen Cocktail nehmen kann, während die Bar mit den Hockern auf und ab fährt. Haben wir allerdings nicht ausprobiert.)