Beiträge von Faulpelz

    Hey! Auch wenn die KF an dieser Stelle leider schon vorbei war, so war es unsere Reise noch lange nicht. ;) Und da ich heute endlich wieder etwas Zeit habe, mache ich weiter mit

    Tag 10: Miami, Florida, USA:

    Es war der 12. Geburtstag unseres jüngeren Sohns. Diesen wollten wir mit einem absolut dekadenten «Breakfast in America» beginnen (und so manche*r von Euch wird aufgrund der Formulierung vielleicht schon den passenden Soundtrack dazu im Kopf haben ;) ).

    Meine Frau hatte dafür schon im Vorfeld ein bekanntes Frühstücksrestaurant in der Nähe des Hotels ausgewählt. In Downtown Miami gibt es eine Einschienenbahn, deren Benutzung kostenlos (!) ist, den «People Mover». Wir begaben uns zur dem Hotel nächstgelegenen Station (ca. 300m vom Hoteleingang entfernt) und warteten auf einen der Züge:

    Als wir jedoch am «Café Bastille», dem Restaurant, welches meine bessere Hälfte ausgesucht hatte, gegen 10 Uhr ankamen, mussten wir feststellen, dass dort leider kein Platz frei war. Es gab sogar eine Warteschlange, und man teilte uns mit, dass die Wartezeit ca. 45-60 Minuten betragen würde. 8| Was nun?

    Nach kurzer spontaner Familienkonferenz beschlossen wir, den «People Mover» zurück zum Hotel zu nehmen. Direkt gegenüber vom Hotel befindet sich nämlich der «Bayside Marketplace», ein Ort, den mir bereits 2017 auf unserer gemeinsamen Reise mit der «Allure of the Seas» meine Schwester sehr ans Herz gelegt hatte. Und dort gab es gleich mehrere Frühstücks-Lokalitäten. :)

    Die von mir zunächst favorisierte «Sugar Factory» hatte aber leider ein paar Wochen zuvor schon ihre Türen dauerhaft geschlossen, ein paar andere Locations waren bei unserer Ankunft hoffnungslos überfüllt. Hey, es war schliesslich Sonntag!

    Aber zuletzt fanden wir im ersten Obergeschoss einen kleinen Laden namens «Sugar Love», in den wir nun einkehrten.

    Die Fluktuation im «Bayside Marketplace» scheint aber derzeit echt hoch zu sein, denn nur gut 2 Monate später, also in dem Moment, wo ich diese Zeilen niederschreibe, ist das Lokal nicht mehr auf der Liste der Restaurants im «Bayside Marketplace» zu finden.

    Und dabei war das Essen dort nicht mal schlecht:

    Aber alles seeehr gehaltvoll… :huh:

    Nach dem Frühstück gingen wir ein wenig im «Bayside Marketplace» herum, suchten nach dem Abfahrtsort von «Thriller», dem Speedboat-Ride, den wir uns für diesen Tag vorgenommen hatten. Wir fanden dessen Pier auch nach einiger Zeit, nur um festzustellen, dass für diesen Tag alle Fahrten wegen des schlechten Wetters gecancelt worden waren. Ja, es war recht regnerisch an diesem 18. Februar, das hätte bei mehr als 50mph schon schmerzhaft werden können, wenn einem die Regentropfen mit full speed ins Gesicht klatschen. :evil:

    Also entschlossen wir uns spontan zu einer Fahrt mit dem Riesenrad am «Bayside Marketplace». Okay, der Preis von fast $90 für die ganze Familie für 10 Minuten Fahrt war schon ziemlich steil. Aber die Aussicht aus fast 70m Höhe war schon ziemlich geil (trotz des Regens). Vor allem, weil es im nahegelegenen Hafen von Miami auch so einige KF-Schiffe zu sehen gab (dazu später nochmal mehr):

    Ebenso der Blick auf die Skyline von Miami Downtown:

    Vorne links im Bild sehr Ihr übrigens unser Hotel (das beige-braune Gebäude), das «ING Holiday Inn Port of Miami». Es sieht zwischen den Wolkenkratzern und den diversen Baustellen drumherum schon ein wenig deplatziert aus.

    Wir vermuten inzwischen, dass es in den nächsten Jahren abgerissen werden wird. Es ist wirklich in die Jahre gekommen, was sich auch in unserem Zimmer immer wieder bestätigte. So waren zum Beispiel bei unserer Ankunft am Vortag sämtliche Steckdosen auf der einen Zimmerseite komplett ausser Funktion, weswegen auch der (nach unserer Einschätzung mindestens 20 Jahre alte) Fernseher nicht funktionierte. Okay, das konnte vom Housekeeping dankenswerterweise recht schnell behoben werden (da war wohl eine Sicherung herausgeflogen), aber dennoch war es nicht wirklich der beste Eindruck.

    Aber immerhin war der Zimmerpreis pro Nacht von $335 für uns 4 inkl. Frühstück für Downtown Miami unschlagbar! Zum Vergleich: der nächstgünstigste Preis in 500m Umkreis lag mehr als 50% darüber…

    (Also: falls Ihr in den kommenden Jahren nach Miami kommt, einen kurzen Weg zum KF-Hafen braucht, und an ein Hotel für 1-2 Übernachtungen keine allzu hohen Ansprüche stellt, kann ich Euch das Hotel immer noch sehr empfehlen (wir sind ja auf Reisen schon seit jeher recht schmerzunempfindlich).)

    Nachdem nun unsere Fahrt auf dem Riesenrad vorbei war, fragten meine Frau und ich die Jungs, was wir als nächstes unternehmen sollten. Und die beiden wollten gerne ins Hotel zurück, anstatt noch weiter im zunehmenden Regen herumzulaufen. Okay, es war schliesslich der Geburtstag des Kleinen, er sollte also auch bestimmen, was wir unternehmen würden. Auf unserem Rückweg zum Hotel kamen wir noch an einem Schild am Boden vorbei, welches uns ein «Ach jaaah?!?» entlockte:

    Zurück im Hotel wurden wir dann nach knapp einer halben Stunde recht unsanft aus unserer Spätmittagsruhe gerissen, als in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels ein Blitz krachend einschlug. Direkt danach waren sogar mehrfach Feuerwehrsirenen zu hören; aber aus dem Hotelfenster heraus war nicht zu sehen, weswegen… =O

    Wir hatten aber für den späten Nachmittag noch einen Programmpunkt geplant, nämlich den Besuch der «Cheesecake Factory» in South Beach. Ursprünglich hatte ich vorgesehen, dass wir dorthin mit dem Bus fahren wollten – der fährt nämlich vom «Bayside Marketplace» bis fast (aber auch nur fast) vor die Tür des genannten Lokals.

    Leider hatte ich bereits im Vorfeld der Reise nicht herausfinden können, ob wir uns dafür auch Fahrscheine im Bus selber kaufen könnten. Und die App von «Miami Transport» erforderte leider zur Identifikation eine US-amerikanische Handynummer. Also ein ähnliches Problem, wie ich es bereits zu Beginn dieses RB im Zusammenhang mit der Tischreservierung in der «Cheesecake Factory» berichtet hatte.

    An diesem Punkt tat ich etwas, was mir sonst eigentlich widerstrebt: ich bestellte ein «Uber». Die dazu notwendige App hatte ich bereits 5 Monate zuvor auf mein Handy geladen, anlässlich meines Besuchs in Hannover, wo ich seinerzeit in den 1990er-Jahren Medizin studiert hatte (zum 25jährigen Examensjubiläum an der «Medizinischen Hochschule Hannover»). Ich habe die App damals aber nicht genutzt.

    [Zur Erklärung ein kleiner Einschub:]

    Vor 9 Jahren hat ein sehr guter Freund von mir, welcher fast 25 Jahre als Taxifahrer in Berlin gefahren ist, seinen Job verloren, als sein Arbeitgeber wegen der Konkurrenz durch «Uber» schliessen musste. Und ich kenne weitere entsprechende Beispiele. Deswegen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt «Uber» konsequent gemieden.

    [Einschub Ende]

    Okay, ich hätte selbstverständlich auch an dieser Stelle nach einem «regulären Taxi» Ausschau halten können. Aber irgendwie hatte ich keinen Nerv dafür, zumal sich kurz zuvor im Hotelzimmer mein Durchfall wieder heftigst gemeldet hatte (in den vorangegangenen Tagen war das zwar gelegentlich der Fall gewesen, aber nie zu stark). Und so hatte ich einen gewissen Drang nach Kontrolle und Vorausplanbarkeit (okay, den habe ich auch sonst - mehr oder weniger).

    Um es kurz zu machen: unser Fahrer kam sehr pünktlich mit einer grossen Limousine und brachte uns schnell und höflich für gut $17 (zzgl. Tip) an unser Ziel. (Zum Vergleich: die Busfahrkarten für die einfache Strecke hätten p.P. $ 2.25 gekostet.) Und zwar direkt vor die Eingangstür – von der Bushaltestelle hätten wir noch gut 250m durch den heftigen Regen laufen müssen.

    In der «Cheesecake Factory» hatte man auch problemlos Platz für uns – also waren meine Befürchtungen, am Eingang lange warten zu müssen, unbegründet gewesen. :)

    Wir waren gegen 17:30 Uhr angekommen; der Plan war gewesen, erst einmal den namensgebenden Käsekuchen zu probieren, um dann anschliessend noch ein kleines Abendessen einzunehmen. Naja, was man so plant...

    [An dieser Stelle nochmal ein kleiner Einschub:]

    Die «Cheesecake Factory», ein bekanntes Franchise-Unternehmen in den USA, hat auf ihrer Speisekarte gut 40 Variationen von Käsekuchen. Von diesen haben gerade mal 3 (in Worten: drei!) weniger als 1000kcal pro Stück (und keiner weniger als 900kcal). Mit einem der dortigen Milchshakes, welche im Nährwert in genau derselben Range liegen, hatten unsere Jungs also problemlos den täglichen Energiebedarf eines erwachsenen Menschen abgedeckt.

    [Einschub Ende]

    Ich hatte einen Karamel-Käsekuchen und war am Ende froh, dazu «nur» die (extrem zuckrige) Haus-Limonade bestellt zu haben:

    Es kam also, wie es kommen musste: die Jungs haben weder ihre Kuchenstücke aufgegessen noch ihre Shakes ausgetrunken!

    Also, liebe Foristi: solltet Ihr mal in den USA einen Besuch der «Cheesecake Factory» planen, bedenkt bitte, was dieser Euren Verdauungssystemen antun könnte… Burps! <X

    Auch den Rückweg haben wir wieder mit «Uber» gemacht. Der Fahrer war zwar recht unfreundlich (wobei ich mir nicht sicher bin, ob er überhaupt des Englischen mächtig war), das Auto klein (in etwa «Golf-Klasse», aber schliesslich waren wir am Ende nicht nur wieder im Hotel, sondern hatten auch überhaupt keine Lust mehr auf ein Abendessen. Lediglich die allgemeine Diarrhoe nahm wieder zu...

    Nachdem nun der KF-Teil der Reise vorbei ist, möchte ich schon einmal ein erstes Fazit ziehen. Ich beschränke mich dabei aber zunächst auf den Vergleich von Leistungen und Preisen.

    Für die KF in der Owner`s Suite haben wir rund CHF 6500 bezahlt. Dazu kamen ca. CHF 650 für die Internetpakete und ca. CHF 1400 für die Getränkepakete. Also zusammen gut CHF 8550.

    Als Getränkepakete hatten die Jungs eines mit allen Soda-Getränken (also Cola/Fanta/Sprite), Mocktails, Kaffeespezialitäten, frisch gepressten Säften und Wasser mit und ohne Kohlensäure in Flaschen (was vor allem für die Landausflüge interessat war). Getränke in der Minibar sind bei RCCL nicht inklusive.

    Das «Ultimate Package», welches meine Frau und ich hatten, enthält zusätzlich dazu auch alle alkoholischen Getränke (also auch Cocktails, Wein, Bier). Bei einem Cocktail-Preis von $14 und einem Mehrpreis des Pakets gegenüber dem Paket der Jungs von ca. $30 mussten wir also jeden Tag mindestens drei Cocktails trinken, um den Mehrpreis «herauszuholen».

    Was wir allerdings nicht geschafft haben. Dies lag auch vor allem daran, dass in der Suitenlounge von 17 bis 20 Uhr alle Getränke inklusive sind. Warum aber habe ich dieses Luxuspaket gebucht?

    Ganz einfach: als wir vor 10 Jahren zum ersten Mal mit der Jewel unterwegs waren, befand sich die Suitenlounge noch auf Deck 10 und war ziemlich klein. Aus ihr wurde im Verlauf der Jahre eine eigene Familiensuite ohne Balkon. Und seinerzeit gab es dort am Abend maximal Longdrinks und kleine Shots, jedoch keine Cocktails.

    In der neuen Lounge auf Deck 14 war das jedoch anders, es gab einen eigenen Bartender, welcher neben der Hauptkarte auch jede Menge klassische Cocktails draufhatte. Und genau deshalb hat sich das «Ultimate Package» nicht wirklich für uns gelohnt. Für unsere nächste Reise mit RCCL habe ich nun immerhin die Konsequenz gezogen, nur noch das einfachere Paket zu buchen.

    Vergleichen wir das Ganze mal mit TC. Als Referenz nehme ich einfach mal die 14-Tage-Tour durch die Karibik im Februar 2026 (für 2025 sind leider keine Suiten mehr buchbar!), in einer «Überseesuite», welche zwar etwas kleiner ist als unsere OS bei RCCL, aber für diesen Zweck akzeptiere ich das jetzt einfach mal.

    Bei RCCL waren meine Frau und ich sowie der Grosse bereits «erwachsen», der Kleine noch «Kind». Wohingegen in 2024 bei TC beide Jungs noch als «Kinder» durchgegangen wären. Und wenn ich nun den TC-Preis für 14 Tage einfach mal durch 2 teile, komme ich inklusive aller Getränke, 350MB Internetvolumen und der Minibar auf gut 6800 Euro für unsere Familie. An dieser Stelle also ein klarer Pluspunkt für TC (das wollte ich jetzt mal loswerden, nachdem ja im Moment sehr viele von Euch über die exorbitant gestiegenen Preise bei TC klagen!). ;) :*

    Auch wenn meine Frau und ich uns lediglich für das antialkoholische Getränkepaket entschieden, und alle Cocktails zusammen mit den Elchen ausschliesslich im Concierge Club eingenommen hätten, kämen wir immer noch in der Summe auf CHF 7750.

    Das Restaurant-Zusatzpaket war in etwa gleich teuer wie jenes bei TC, also können wir diesen Punkt gerne aussen vor lassen. Somit also in puncto Kosten schon einmal ein klarer Punktsieg für TC! Und das Essen in den Hauptrestaurants ist bei TC ebenfalls besser als bei RCCL, wenn auch nur marginal bis leichtgradig.

    Dennoch werden wir auch in Zukunft weiter bei RCCL buchen, und das hat einen ganz speziellen Grund: das Bonusprogramm! :huh:

    Nach nunmehr 3 Reisen mit RCCL von jeweils einer Woche Dauer, jeweils in Suiten, haben wir nun mit 42 Punkten «Platin-Status» erreicht. Die Nächte in Suiten zählen dafür doppelt, daher der Punktwert. Mit unserer nächsten RCCL-Reise im April 2025 (15 Nächte) werden wir den «Emerald-Status» mit 72 Punkten erreichen. Bis zum «Diamond-Status» (80 Punkte) fehlen uns dann nur noch wenige Punkte.

    Und ab dem Diamond-Status gibt es dann nicht nur eine eigene Vielfahrer*innen-Lounge (inklusive Concierge und abendlichem Appetizer-Buffet), sondern auch pro Tag 4 Getränkegutscheine, welche man natürlich vor allem für Wein und Cocktails einsetzen kann/sollte. Damit entfällt dann auch der Vorteil, eine Suite zu buchen, vor allem, wenn diese eigentlich nicht notwendig wäre.

    Mal ein Vergleich: für unsere Transatlantikreise mit RCCL im April 2025 zahlen wir in einer «Grand Suite» für alle 4 von uns etwas mehr als CHF 10k (um es genau zu sagen: CHF 10`268, und das auch nur mit Weihnachts-Aktionsbonus). Mit zwei Balkonkabinen läge der Preis für 4 Personen (heute kontrolliert!) plötzlich nur noch bei gut CHF 5550.

    Und genau an diesem Punkt zeigt sich, dass RCCL ein wirklich tolles Bonus-Produkt für Stammkund*innen am Start hat, wo TC leider immer noch nicht aus den Puschen kommt.

    Den Vergleich für LGBTQIA+ kann ich an dieser Stelle noch nicht ziehen, das werden wir auf unserer Sommerreise mit TC nachholen. Aber immerhin kann ich schon einmal zweifelsfrei feststellen, dass sich die Transperson in unserer Familie an Bord der Jewel sehr wohl und vor allem sicher gefühlt hat. :saint: :love:

    In der Zwischenzeit noch schnell ein paar Fotos vom Mittagessen. Es gab eine tolle Probierplatte und den Inselklassiker «Mofongo» in zwei Variationen:

    Nochmal durchgehend sehr lecker, allerdings am Ende zuviel für uns. :* ;(

    Anschliessend fuhren wir zum Flughafen. Der Self-Check-in bei AA funzte wie schon beim Hinflug schnell und unkompliziert. Der Flug nach Miami war ereignislos, und am Ziel fanden wir auch schnell ein Taxi in unser Hotel in Miami Downtown. :thumbup:

    So weit, so gut.

    Wir kamen auch an der Bar vorbei, in der die Piña Colada erfunden wurde:

    Leider konnten wir da nicht spontan einkehren, was ganz besonders von Knut heftige Beschwerden einbrachte. :cursing:

    Weiter ging es:

    Anschliessend fuhren wir zu einem Strand ausserhalb der Stadt, wo Rafael vor der Kulisse der Festung San Felipe von uns ein Familienfoto machte:


    Danach ging es weiter zum Lunch:


    Dafür hatte Rafael ein Restaurant, welches für seine inseltypischen Spezialitäten bekannt war, ausgesucht. Leider habe ich inzwischen den Namen der Lokalität vergessen, weshalb ich Rafael heute nochmal per eMail angefragt habe. Ich reiche diese Information baldmöglichst weiter.

    Kurz vor 10 Uhr begaben wir uns dann zum MDR, wo zur Ausschiffung der Suitengäste alle 30 Minuten Edna vorbeikam. Sie brachte uns dann schnell zur Gepäckhalle, wo wir auch sofort unsere Koffer vorfanden. Ausserdem winkte sie uns einen Gepäckträger herbei, welcher uns an der Schlange für die meisten PAXe, welche zu diesem Zeitpunkt gut 30m lang war, vorbei zu einer eigenen Kontrollstation für Suitengäste brachte. Nach gerade einmal 3 Minuten waren wir dann durch das Terminal durch.

    Und dann begann das Warten. Auf der TBL-Homepage hatte ich zuvor bereits ein Foto der Grossraumlimousine unseres heutigen Guides Rafael gesehen, aber in der ganzen Masse der an- und abfahrenden Fahrzeuge war keines, welches seinem auch nur annähernd nahekam. :/

    Gegen 10:20 Uhr schickte ich ihm eine erste «What`s App». Keine Antwort. Umd 10:30 Uhr die nächste. Erneut keine Reaktion. :huh:

    Gegen 10:40 erspähte ich dann aus der Entfernung einen Wagen am Eingang zum Hafengelände, welches das gesuchte Fahrzeug hätte sein können. Es kam nur leider im allgemeinen Stau kaum vorwärts. 8|

    Als der Wagen dann knapp mehr als 5 Minuten später in unsere Nähe kam, lief ich einfach mal desperat mitten in die Fahrspur und konnte auf der Fahrzeugseite tatsächlich seinen Namen erkennen. Ich lief zur Fahrertür, winkte wild und klopfte an die Scheibe. Der Fahrer liess die Seitenscheibe herunter, ich nannte meinen Namen – und schon war der Kontakt hergestellt.

    Rafael schob sich dann auf den nächsten freien Parkplatz ein paar Meter weiter und begann mit dem Verladen unserer Koffer. Bis dann plötzlich ein Herr in Uniform auftauchte und begann, mit Rafael zu diskutieren.

    Unser Guide erzählte uns kurz darauf, dass es ein Problem mit der Zulassung seines Wagens zum Hafengelände gegeben habe. Wegen eines Getriebeschadens hatte er sein bisheriges Fahrzeug etwa zwei Wochen zuvor durch ein baugleiches Modell ersetzt. Das Kennzeichen sei zwar schon bei der Hafenbehörde registriert, jedoch hatte er noch keinen neuen Aufkleber für die Windschutzscheibe erhalten, welche seine Berechtigung, das Hafengelände zu befahren, belegte.

    Von dem Stress liess sich unser Guide aber nicht verwirren, :) und so begannen wir unsere Tour mit ihm. Auf dem Weg in die Altstadt von San Juan erzählte er uns eine Menge über sich und seine Familie: er sei auf Puerto Rico geboren, aber in den USA aufgewachsen. In seiner evangeloikalen Kirche im US-Bundesstaat Tennessee habe er seine Frau, auch aus Puerto Rico stammend, kennengelernt und mit ihr schliesslich auf die Insel zurückgekehrt. Er war wirklich sehr religiös, weshalb wir sehr froh waren, dass sich Elkvira schon im Vorfeld entschieden hatte, an diesem Tag in ihr Cruise Brothers Outfit zurückzuwechseln (okay, der Grund war eigentlich gewesen, dass wir keine Lust hatten, bei der Ankunft in Miami den Grenzbeamt*innen zu erklären, warum sie bzw. die Transperson in unserer Reisegruppe äusserlich nicht mit dem Namen im Pass übereinstimmte…).

    Rafaels Wagen war wirklich toll und mit allen Schikanen ausgestattet. Er hätte sogar im Notfall bis zu 14 Personen und 10 Koffern Platz geboten. Aber leider hatte dieses Dickschiff den eindeutigen Nachteil, dass Rafael unterwegs kaum parkieren konnte. Also leider nix mit Spaziergang durch San Juan (darauf hatte ich bei der kurzfristigen Buchung leider nicht so explizit geachtet). Und so zeige ich Euch hiermit einfach mal ein paar Fotos, die ich auf unserer Rundfahrt gemacht habe:

    Die letzten beiden Bilder zeigen die Reste der alten Festung «Castillo San Felipe».

    Weiter geht`s:

    Tag 9: San Juan, Puerto Rico:

    Und schon war er da, der Tag der Ausschiffung. :( Ging leider mal wieder viel zu schnell, aber andererseits hatten wir ja noch ein 2.5-tägiges Anschlussprogramm in Miami. :)

    Für diesen Tag hatte ich ursprünglich einen Ausflug bei RCCL gebucht, welcher uns zunächst – mit Gepäck im Bus – ins Zentrum von «Old San Juan» bringen sollte. Dort waren dann gut 3 Stunden Freizeit eingeplant, bevor uns der Bus schliesslich zum Flughafen bringen sollte. Der Ausflug sollte $28 p.P. kosten.

    Leider erhielt ich Anfang Januar eine Mitteilung von RCCL, dass der Ausflug ersatzlos gestrichen worden sei. Und unsere Alternative – eine Stadtrundfahrt durch San Juan mit anschliessedem Airport-Dropoff war inzwischen ausgebucht. ;(

    Was tun? Um den ursprünglich geplanten Ausflug machen zu können, hatte ich einen sehr späten Rückflug nach Miami gebucht (18:20 Uhr), wir mussten aber spätestens um 10 Uhr von Bord. Nach kurzer Rücksprache mit meiner Frau habe ich dann angefangen, nach einem Alternativausflug zu suchen, und wurde recht schnell bei TBL fündig.

    Die ersten beiden Guides, die ich anfragte, hatten aber an diesem Tag gar keine Kapazitäten mehr (sie hatten dies aber nicht bei TBL aktualisiert – ungewöhnlich für diese Plattform). Der dritte hatte Kapazitäten frei, allerdings sollte der Ausflug gut $500 kosten. Also haben wir in den sauren Apfel gebissen. ?(

    Das hatte zumindest einen kleinen Vorteil: der RCCL-Ausflug wäre bereits um 8:30 Uhr gestartet, den neuen Ausflugsbeginn konnte ich mit dem Guide auf 10 Uhr festlegen. Also immerhin nochmal ein wenig mehr ausschlafen – yeah! :love:

    Kurz bevor wir also gegen 9 Uhr unsere Kabine endgültig verliessen, habe ich dann auch noch schnell für Euch Fotos von der Room Service-Karte gemacht:

    Wir haben den Room Service leider auf dieser Reise nicht in Anspruch genommen, aber ich denke, diese Information ist für Euch dennoch interessant. Die Inanspruchname des Room Service kostet $7.90, für Suitengäste ist sie kostenlos.

    Ach ja, und hier noch die Bestellkarte für das Frühstück auf der Kabine:

    Naja, wir gingen also gewohnheitsmässig zum Suitenfrühstück ins «Chop`s Grille», mussten aber feststellen, dass dieses am Ausschiffungstag nur bis 9am geht. Gleiches galt leider auch für das Frühstück im MDR – an beiden Locations war an den vorangegangenen Tagen die Deadline bei 10am gewesen. :(

    Zum Glück hatten wir ja noch unsere Getränkepakete, mit denen wir in der Kaffeebar kostenlos Kaffeespezialitäten und dazu Pastries bestellen konnten. Gesagt, getan, aber wo sollten wir nun für unser Frühstück Platz nehmen? Die wenigen Sitzplätze rund im die Kaffeebar «Latte-tudes» waren restlos von anderen PAXen besetzt, die auf ihren Aufruf zum Unboarding warteten (die entsprechenden Durchsägen hatten bereits um 7:30 Uhr früh begonnen). Aber nach kurzer Wartezeit fanden wir dann doch zumindest Platz für zwei Personen, welchen wir uns schichtweise teilten:

    Liebe Foristi!

    Sorry, dass ich mich in diesem RB noch nicht zu Wort gemeldet habe. Ich muss zugeben, dass ich davor auch ein wenig Angst hatte, denn ich war und bin mir auch jetzt noch nicht sicher ob Eurer Reaktionen. Aber mein Cruise Brother Knut hat mir inzwischen wiederholt gut zugeredet, es einfach mal zu versuchen. :)

    Meine Reisefamilie hat mich von Anfang an dabei unterstützt, als Transelch auf diese KF zu gehen. RCCL ist immerhin seit Jahren für ihre LGBTQIA+-freundliche Unternehmenspolitik bekannt, unterstützt seit 2017 sogar nicht nur entsprechende PAXe, sondern auch das Personal in vielfältiger Weise.

    Das hat schliesslich den Ausschlag für mich gegeben, auf dieser Reise – zumindest für eine gewisse Zeit – als die zu leben, die ich schon lange bin: Elkvira. Und ich habe dabei eigentlich fast nur gute Erfahrungen gemacht. Um nicht zu sagen: es war grossartig! :love: :*

    Einige von Euch mögen dieses Bekenntnis jetzt vielleicht als «zu woke» empfinden – aber diese müssen den RB ja auch nicht zwangsweise lesen. Für alle anderen unter Euch Foristi habe ich noch zwei Fotos:

    (mei, wirklich starke Drinks da auf Sint Maarten...)

    Und wenn ich Euch in den Berichten von den folgenden Reisetagen wieder als «Elkwood» erscheinen mag, so sei gesagt: manchmal muss man sich auch gewissen gesellschaftlichen Konventionen beugen, leider auch immer wieder abhängig vom Land, in dem man sich gerade aufhält. Was aber in keinem Fall heisst, sich selber aufzugeben.

    Alle weiteren Fragen werden im weiteren Verlauf des RB beantwortet. Bitte bis dahin kein Flaming, okay? ;)

    In diesem Sinne noch viel Spass beim Weiterlesen!

    Eure

    Elkvira

    Zum Nachtisch hatten sich drei Viertel meiner Familie für den «Dark Chocolate Brownie» entschieden:

    Der war grossartig, ein Gedicht! :love: Aber auch mein «Warm Apple Cobbler» übertraf problemlos die Erwartungen:

    Und weil ich da in versöhnlicher Stimmung war, und auch kein Gericht nach dem ersten Mal voreilig verurteilen wurde, bestellte ich mir ein weiteres Mal die «Artisan Cheese Plate»: :huh: 8| =O

    Keine Ahnung, welcher Teufel mich da wieder geritten hat. :evil: Meine Frau bezeichnete mich im Anschluss als «unverbesserlichen Food-Masochisten». Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass man bei RCCL die Käseplatte von Abend zu Abend ein wenig variieren würde (so wie ich es zuvor bei TC und MSC erlebt hatte), aber die Variation erschöpfte sich letztlich in dem Umstand, dass der Kräuter-Roquefort-Stinker vom letzten Mal durch eine Art «Chaumes» ersetzt worden war, welcher in erster Linie durch eine enorm penetrante Knoblauchnote «glänzte». :( Der Weichkäse links im Bild war m.M.n. derselbe wie schon zuvor, was mich nur in meiner Einschätzung bestärkte, dass er schon weit über dem Verfallsdatum war. <X

    Aber immerhin ist auf dem aktuellen Foto mal der Fensterkitt namens «fig chutney» erkennbar. Ich wurde den Eindruck nicht los, dass dieser, wenn ich den für einen Tag auf der Kabine liegenlassen würde, einen recht passablen Squashball abgeben würde. :S

    Auf dem Rückweg zur Kabine kamen wir natürlich wieder durchs Atrium, wo gerade die «Parade der Nationen» stattfand. Dieses Event findet bei RCCL immer am letzten Abend einer Reise statt. Dabei werden vom Kreuzfahrtdirektor die verschiedenen Mitarbeiter*innen mitsamt ihren Nationalflaggen (über 50, aber ich konnte leider nicht alle ins Bild bringen (sorry!)) vorgestellt:

    Dies unter dem Applaus der anwesenden Gäste (im Atrium hat man ja von 7 Decks aus einen guten Blick), und jeweils begleitet von mehr oder weniger «nationaltypischen» Melodien vom Bord-DJ. Es gab sogar drei Mitarbeiter*innen aus der Schweiz. Und was hat der DJ da gespielt? Naaa, kommt Ihr drauf?!? :/ :?:

    Es war die Titelmelodie der legendären 1970er-Zeichentrickserie «Heidi». Echt und ungelogen. Dafür müsste es eigentlich 5 Dollar Strafzahlung in die Klischéekasse geben, aber ehrlich! :cursing:

    Ihr denkt, es geht nicht heftiger? Geht doch! Denn für den einzigen Mitarbeiter aus «Austria» war schon zu Beginn der Parade die Titelmelodie aus dem Film «Der dritte Mann» erklungen. Noch ein Fünfer bitte… :D

    Lediglich «Good old Tschörmanie» war schon einige Zeit vorher (die Nationen wurden in der Reihenfolge ihrer englischen Name vorgestellt), vertreten durch eine junge Dame in Offiziersuniform, um Einiges cooler am Start gewesen: dazu erklang nämlich «Links, zwo, drei, vier!» von Rammstein. Auch wenn es um die Band ja in jüngerer Vergangenheit so manche Kontroverse gegeben hatte, aber diese Songauswahl habe ich dennoch abgefeiert. (und an dieser Stelle fehlt mir jetzt schlichtweg ein Feier-Smiley)

    Ich habe am nächsten Morgen mal bei Edna nachgefragt: wie schon vermutet, können sich die Vertreter*innen der verschiedenen Länder für jede Reise aussuchen, mit welcher Melodie sie an deren Ende vorgestellt werden. Was aber in meinen Augen die Auswahl der Besatzungsmitglieder aus A/CH nicht wirklich besser macht… naja, man muss wohl dem US-Amerikanischen Geschmack Rechnung tragen... 8o

    Für die USA erklang zum Schluss übrigens «Born in the USA». Der Song wurde unter dem allgemeinen Ausrasten aller Anwesenden dann auch komplett ausgespielt. (und an dieser Stelle bitte nochmal den Party-Smiley vorstellen)

    Zurück in der Suite haben wir dann unsere Koffer fertig gepackt und vor die Tür gestellt. Gerade noch rechtzeitig, denn plötzlich mussten unser Kleiner und ich uns wieder um den Platz auf der Keramik streiten. Die «Windabgänge» wurden immer schlimmer, ich selber habe wiederholt Helms Horn geblasen, und wäre auch nicht weiter verwundert gewesen, wären plötzlich die Reiter von Rohan durch unsere Kabine geritten.

    Bevor ich einschlief, phantasierte ich noch nebulös eine Gruppe Hobbits, welche vom immer noch heissen Balkon aus einen Ring in unsere Suite warfen…


    (bleibt dran, es geht bald weiter)

    Auch an diesem Abend gingen wir wieder in den Main Dining Room. Das Motto der Abendkarte lautete «Bon Voyage»:

    Als Vorspeise hatte ich den «Seafood Cake», welcher zwar gut war, aber nicht im Entfertesten an den «Crab Cake» vom ersten Abend herankam:

    Unser Kleiner, ein absoluter Lammfleisch-Fan, hatte sich «Braised Lamb» bestellt:

    Er war nicht wirklich zufrieden, hatte von der Beschreibung in der Karte nicht mit einer Lammkeule gerechnet. Er hat dann mit meiner Frau, die das «Chicken Chettinad» hatte, getauscht:

    Ich habe es probiert: sehr gut. Dazu gab es übrigens – ganz britisch – Minzgelee: :huh:

    Ich hatte mich derweil für einen echten RCCL-Klassiker entschieden, das «Autumn Turkey Dinner»:

    Ehrlich gesagt: dieses Gericht wird massiv überschätzt. :( Der Truthahn und der Mais waren trocken und die Füllung schlecht gewürzt. ;( Nur das Süsskartoffelpüree war ziemlich lecker.

    Der Grosse hatte sich für etwas Vertrautes entschieden, die Spaghetti Bolognese:

    Die waren auch echt super! :thumbup:

    Während wir da so bei unserem Lunch sassen, konnten wir auch diverse Flugzeuge verschiedener Grösse aus kürzester Entfernung bei Landung und Start beobachten:

    Okay, das war schon sehr beeindruckend (und sicherlich noch viel mehr für eingefleischte Planespotter), aber irgendwie war bei diesem Ausflug für uns die Luft raus. Die Flieger starteten und landeten etwa alle 10-15 Minuten, was auch auf grossen Monitoren in der Bar angezeigt wurde. Ziemlich viel flight traffic für eine so kleine Insel. :huh:

    Aber es waren nun immer noch etwa eineinhalb Stunden bis zur Rückfahrt des Busses zur Jewel. Und meine Frau und der Grosse begannen plötzlich, über akute Kopfschmerzen zu klagen (Magen-Darm-Symptome hatte an diesem Tag bislang – bis auf ein gewisses Grummeln und Grollen im Bauch – zum Glück noch niemand von uns gezeigt).

    Also suchten wir schnell nach unserem Tourguide und teilten ihr mit, dass wir nun auf eigene Faust zum Schiff zurückkehren wollten. Der Massenauflauf am Strand war so echt nicht unser Ding.

    Sie hat dann auch sehr schnell ein Taxi für uns organisiert, welches uns für $10 pro Person zum Schiff zurückbrachte. War so absolut okay für uns.

    Den Nachmittag an Bord verbrachten wir dann schon einmal vorsorglich mit Packen und gingen anschliessend um kurz nach 5 letztmals in den Concierge Club. Auch an diesem Tag waren dort einige kleine Appetithäppchen aufgefahren worden:


    Und wir nutzten gleich die Gelegenheit, uns bei Edna mit einem Trinkgeld für ihre tolle Dienste während der Reise erkenntlich zu zeigen, ebenso beim Barpersonal der Lounge, bei dem ich zum Abschluss noch (ausserhalb der eigentlichen Barkarte) einen Strawberry Daiquiri bestellte: :)

    Tag 8: Philipsburg, Sint Maarten, Niederlande:

    Der letzte Stop unserer Reise führte uns – mitten in der Karibik – in die Niederlande. Bereits bei unserer ersten KF 2014 hatten meine Frau und ich dort Station und seinerzeit einen Snuba-Tauchgang gemacht.

    Für dieses Mal hatte ich einen Strandausflug zum «Maho Beach» gebucht. Dieser liegt direkt am Ende des kleinen Inselflughafens und hat die Besonderheit, dass regelmässig startende und landende Flugzeuge unmittelbar über den Strand fliegen. Beach chairs und Schirme sollten vor Ort zu mieten sein.

    Auf dem Weg dorthin konnten wir vom Bus aus noch kurz eine Blick auf die Jewel erhaschen:


    Nach gut 40 Minuten Fahrt kamen wir am Ziel an. Und uns wurde schnell klar, dass das mit dem Mieten von Liegestühlen und Schirmen vor Ort nicht leicht werden würde. Um nicht zu sagen: unmöglich! 8|

    Zwar war auf dem Strand an sich jede Menge freier Platz, aber wir hatten irgendwie keine Lust, die nächsten 3 Stunden in praller Sonne zu verbringen (und es hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über 30°C im Schatten!). Wir haben dann zwar versucht, für uns vier Liegestühle und zwei Schirme – oder ersatzweise zumindest zwei Liegestühle und einen Schirm (Kostenpunkt $35 pro Stunde!) - zu ergattern, aber es war zuallererst ziemlich schwierig, überhaupt herauszufinden, wo bzw. bei wem man dies tun konnte. Direkt am Eingang zum Strand wurden wir nämlich von gut einem halben Dutzend fliegender Händler*innen umringt, die uns ihre Waren verkaufen wollten. Und wenn wir ihnen etwas abkauften, würden sie uns auch zeigen, bei wem wir Liegestühle und Schirme mieten könnten. Ja klar… ?(

    Darüber hinaus schwammen wir bereits in einem Strom von Touristen, sicherlich 40 bis 50 Personen, die ebenfalls auf schattige Sitz- bzw. Liegegelegenheiten aus waren. Ich folgte einfach mal meiner Nase und fand dann auch schnell einen älteren Herren, der dabei war, neue Liegestühle von einer Palette zu nehmen und aufzustellen. «Supi», dachte ich mir, und hängte mich an seine Fersen, während er dabei war, ein paar Anfragen zu erledigen.

    Aber als ich, nach etwa 20 Minuten nun endlich an der Reihe war, mussten wir feststellen, dass uns im Gedränge unser Kleiner verlorengegangen war. Also schnell Notstopp! =O

    Wir fanden den Jungen dann zwar recht schnell in der Nähe des Strandzugangs wieder, aber in der Zwischenzeit hatten sich nochmal mehr als 20 andere Touristen zwischen uns und den Liegenvermieter gedrängt. Und unsere Jungs fingen bereits an zu maulen, dass sie gar keine Lust mehr hätten, ins Wasser zu gehen. :(

    Ich habe mich an dieser Stelle echt in den Hintern gebissen, die spätere von zwei verfügbaren Startzeiten für den Ausflug gebucht zu haben. Da sich meine Familie bei früheren KFen wiederholt beklagt hatte, jeden (Hafen-)Tag früh aufstehen zu müssen, hatte ich nämlich die Option auf einen Ausflugsstart um 9 Uhr verworfen und stattdessen einen Beginn um 10:15 Uhr gebucht. Okay, ich kann nun nicht mit Sicherheit sagen, ob wir bei früherer Ankunft am Maho Beach bessere Chancen auf Liegestühle und Schirme gehabt hätten, aber gefühlt war das so.

    Dies als kleiner Hinweis für diejenigen unter Euch, die bei einer Karibik-KF diesen Ausflug in Betracht ziehen sollten. ;)

    Nach kurzer spontaner Familienkonferenz beschlossen wir, uns erstmal ins neben dem Strand liegende Bar-Restaurant zu setzen und etwas zu bestellen. Immerhin war es nun schon fast Mittag.

    Hier mal die Speisekarte der «Sunset Bar»:

    Ein Mitarbeiter der Bar führte den Gästen derweil den «Catch of the Day» vor:

    Wohlgemerkt: die Languste war dabei noch am Leben! Das arme Tier dabei an den empfindlichen Fühlern zu halten, empfanden wir als – gelinde gesagt - «befremdlich». ;(

    Naja, wir hatten inzwischen Hunger und bestellten uns ein paar Leckereien. Für die Jungs wurde es Pizza (was sonst in dem Alter?), einmal Margaritha, einmal mit scharfer Salami:

    Meine Frau hatte die «Angry Fish Tacos»:

    Ich habe mich für das «Philly Cheesesteak», ein Gericht, welches ich sehr schätze, entschieden:

    Dazu Zwiebelringe und (für die Erwachsenen) Cocktails (die Elche haben gejubelt):

    War alles sehr lecker, sehr viel besser, als wir es in einer so stark frequentierten Strandbar erwartet hätten. :) :thumbup:

    Ihr wisst schon, was für ein Kostendruck, durch Zinszahlungen auf den Reedereien ruht. Carnival musst zuletzt 2,1 Milliarden Zinsen zahlen. Das geht TUI kaum besser. Da bleiben doch nur deutliche Erhöhungen im Luxussektor möglich.

    Naja, in dieser Hinsicht hat Corona recht gnadenlos aufgezeigt, wie problematisch "Wachstum auf Pump" sein kann.