Hey! Auch wenn die KF an dieser Stelle leider schon vorbei war, so
war es unsere Reise noch lange nicht.
Und da ich heute endlich wieder
etwas Zeit habe, mache ich weiter mit
Tag 10: Miami, Florida, USA:
Es war der 12.
Geburtstag unseres jüngeren Sohns. Diesen wollten wir mit einem
absolut dekadenten «Breakfast in America» beginnen (und so manche*r
von Euch wird aufgrund der Formulierung vielleicht schon den
passenden Soundtrack dazu im Kopf haben
).
Meine Frau hatte dafür schon im Vorfeld ein bekanntes Frühstücksrestaurant in der Nähe des Hotels ausgewählt. In Downtown Miami gibt es eine Einschienenbahn, deren Benutzung kostenlos (!) ist, den «People Mover». Wir begaben uns zur dem Hotel nächstgelegenen Station (ca. 300m vom Hoteleingang entfernt) und warteten auf einen der Züge:
Als wir jedoch am
«Café Bastille», dem Restaurant, welches meine bessere Hälfte
ausgesucht hatte, gegen 10 Uhr ankamen, mussten wir feststellen, dass
dort leider kein Platz frei war. Es gab sogar eine Warteschlange, und
man teilte uns mit, dass die Wartezeit ca. 45-60 Minuten betragen
würde.
Was nun?
Nach kurzer
spontaner Familienkonferenz beschlossen wir, den «People Mover»
zurück zum Hotel zu nehmen. Direkt gegenüber vom Hotel befindet
sich nämlich der «Bayside Marketplace», ein Ort, den mir bereits
2017 auf unserer gemeinsamen Reise mit der «Allure of the Seas»
meine Schwester sehr ans Herz gelegt hatte. Und dort gab es gleich
mehrere Frühstücks-Lokalitäten. ![]()
Die von mir zunächst favorisierte «Sugar Factory» hatte aber leider ein paar Wochen zuvor schon ihre Türen dauerhaft geschlossen, ein paar andere Locations waren bei unserer Ankunft hoffnungslos überfüllt. Hey, es war schliesslich Sonntag!
Aber zuletzt fanden wir im ersten Obergeschoss einen kleinen Laden namens «Sugar Love», in den wir nun einkehrten.
Die Fluktuation im «Bayside Marketplace» scheint aber derzeit echt hoch zu sein, denn nur gut 2 Monate später, also in dem Moment, wo ich diese Zeilen niederschreibe, ist das Lokal nicht mehr auf der Liste der Restaurants im «Bayside Marketplace» zu finden.
Und dabei war das Essen dort nicht mal schlecht:
Aber alles seeehr
gehaltvoll… ![]()
Nach dem Frühstück
gingen wir ein wenig im «Bayside Marketplace» herum, suchten nach
dem Abfahrtsort von «Thriller», dem Speedboat-Ride, den wir uns für
diesen Tag vorgenommen hatten. Wir fanden dessen Pier auch nach
einiger Zeit, nur um festzustellen, dass für diesen Tag alle Fahrten
wegen des schlechten Wetters gecancelt worden waren. Ja, es war recht
regnerisch an diesem 18. Februar, das hätte bei mehr als 50mph schon
schmerzhaft werden können, wenn einem die Regentropfen mit full
speed ins Gesicht klatschen. ![]()
Also entschlossen wir uns spontan zu einer Fahrt mit dem Riesenrad am «Bayside Marketplace». Okay, der Preis von fast $90 für die ganze Familie für 10 Minuten Fahrt war schon ziemlich steil. Aber die Aussicht aus fast 70m Höhe war schon ziemlich geil (trotz des Regens). Vor allem, weil es im nahegelegenen Hafen von Miami auch so einige KF-Schiffe zu sehen gab (dazu später nochmal mehr):
Ebenso der Blick auf die Skyline von Miami Downtown:
Vorne links im Bild sehr Ihr übrigens unser Hotel (das beige-braune Gebäude), das «ING Holiday Inn Port of Miami». Es sieht zwischen den Wolkenkratzern und den diversen Baustellen drumherum schon ein wenig deplatziert aus.
Wir vermuten inzwischen, dass es in den nächsten Jahren abgerissen werden wird. Es ist wirklich in die Jahre gekommen, was sich auch in unserem Zimmer immer wieder bestätigte. So waren zum Beispiel bei unserer Ankunft am Vortag sämtliche Steckdosen auf der einen Zimmerseite komplett ausser Funktion, weswegen auch der (nach unserer Einschätzung mindestens 20 Jahre alte) Fernseher nicht funktionierte. Okay, das konnte vom Housekeeping dankenswerterweise recht schnell behoben werden (da war wohl eine Sicherung herausgeflogen), aber dennoch war es nicht wirklich der beste Eindruck.
Aber immerhin war der Zimmerpreis pro Nacht von $335 für uns 4 inkl. Frühstück für Downtown Miami unschlagbar! Zum Vergleich: der nächstgünstigste Preis in 500m Umkreis lag mehr als 50% darüber…
(Also: falls Ihr in den kommenden Jahren nach Miami kommt, einen kurzen Weg zum KF-Hafen braucht, und an ein Hotel für 1-2 Übernachtungen keine allzu hohen Ansprüche stellt, kann ich Euch das Hotel immer noch sehr empfehlen (wir sind ja auf Reisen schon seit jeher recht schmerzunempfindlich).)
Nachdem nun unsere Fahrt auf dem Riesenrad vorbei war, fragten meine Frau und ich die Jungs, was wir als nächstes unternehmen sollten. Und die beiden wollten gerne ins Hotel zurück, anstatt noch weiter im zunehmenden Regen herumzulaufen. Okay, es war schliesslich der Geburtstag des Kleinen, er sollte also auch bestimmen, was wir unternehmen würden. Auf unserem Rückweg zum Hotel kamen wir noch an einem Schild am Boden vorbei, welches uns ein «Ach jaaah?!?» entlockte:
Zurück im Hotel
wurden wir dann nach knapp einer halben Stunde recht unsanft aus
unserer Spätmittagsruhe gerissen, als in unmittelbarer Nachbarschaft
des Hotels ein Blitz krachend einschlug. Direkt danach waren sogar
mehrfach Feuerwehrsirenen zu hören; aber aus dem Hotelfenster heraus
war nicht zu sehen, weswegen… ![]()
Wir hatten aber für den späten Nachmittag noch einen Programmpunkt geplant, nämlich den Besuch der «Cheesecake Factory» in South Beach. Ursprünglich hatte ich vorgesehen, dass wir dorthin mit dem Bus fahren wollten – der fährt nämlich vom «Bayside Marketplace» bis fast (aber auch nur fast) vor die Tür des genannten Lokals.
Leider hatte ich bereits im Vorfeld der Reise nicht herausfinden können, ob wir uns dafür auch Fahrscheine im Bus selber kaufen könnten. Und die App von «Miami Transport» erforderte leider zur Identifikation eine US-amerikanische Handynummer. Also ein ähnliches Problem, wie ich es bereits zu Beginn dieses RB im Zusammenhang mit der Tischreservierung in der «Cheesecake Factory» berichtet hatte.
An diesem Punkt tat ich etwas, was mir sonst eigentlich widerstrebt: ich bestellte ein «Uber». Die dazu notwendige App hatte ich bereits 5 Monate zuvor auf mein Handy geladen, anlässlich meines Besuchs in Hannover, wo ich seinerzeit in den 1990er-Jahren Medizin studiert hatte (zum 25jährigen Examensjubiläum an der «Medizinischen Hochschule Hannover»). Ich habe die App damals aber nicht genutzt.
[Zur Erklärung ein kleiner Einschub:]
Vor 9 Jahren hat ein sehr guter Freund von mir, welcher fast 25 Jahre als Taxifahrer in Berlin gefahren ist, seinen Job verloren, als sein Arbeitgeber wegen der Konkurrenz durch «Uber» schliessen musste. Und ich kenne weitere entsprechende Beispiele. Deswegen hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt «Uber» konsequent gemieden.
[Einschub Ende]
Okay, ich hätte selbstverständlich auch an dieser Stelle nach einem «regulären Taxi» Ausschau halten können. Aber irgendwie hatte ich keinen Nerv dafür, zumal sich kurz zuvor im Hotelzimmer mein Durchfall wieder heftigst gemeldet hatte (in den vorangegangenen Tagen war das zwar gelegentlich der Fall gewesen, aber nie zu stark). Und so hatte ich einen gewissen Drang nach Kontrolle und Vorausplanbarkeit (okay, den habe ich auch sonst - mehr oder weniger).
Um es kurz zu machen: unser Fahrer kam sehr pünktlich mit einer grossen Limousine und brachte uns schnell und höflich für gut $17 (zzgl. Tip) an unser Ziel. (Zum Vergleich: die Busfahrkarten für die einfache Strecke hätten p.P. $ 2.25 gekostet.) Und zwar direkt vor die Eingangstür – von der Bushaltestelle hätten wir noch gut 250m durch den heftigen Regen laufen müssen.
In der «Cheesecake
Factory» hatte man auch problemlos Platz für uns – also waren
meine Befürchtungen, am Eingang lange warten zu müssen, unbegründet
gewesen. ![]()
Wir waren gegen 17:30 Uhr angekommen; der Plan war gewesen, erst einmal den namensgebenden Käsekuchen zu probieren, um dann anschliessend noch ein kleines Abendessen einzunehmen. Naja, was man so plant...
[An dieser Stelle nochmal ein kleiner Einschub:]
Die «Cheesecake Factory», ein bekanntes Franchise-Unternehmen in den USA, hat auf ihrer Speisekarte gut 40 Variationen von Käsekuchen. Von diesen haben gerade mal 3 (in Worten: drei!) weniger als 1000kcal pro Stück (und keiner weniger als 900kcal). Mit einem der dortigen Milchshakes, welche im Nährwert in genau derselben Range liegen, hatten unsere Jungs also problemlos den täglichen Energiebedarf eines erwachsenen Menschen abgedeckt.
[Einschub Ende]
Ich hatte einen Karamel-Käsekuchen und war am Ende froh, dazu «nur» die (extrem zuckrige) Haus-Limonade bestellt zu haben:
Es kam also, wie es kommen musste: die Jungs haben weder ihre Kuchenstücke aufgegessen noch ihre Shakes ausgetrunken!
Also, liebe Foristi:
solltet Ihr mal in den USA einen Besuch der «Cheesecake Factory»
planen, bedenkt bitte, was dieser Euren Verdauungssystemen antun
könnte… Burps! ![]()
Auch den Rückweg haben wir wieder mit «Uber» gemacht. Der Fahrer war zwar recht unfreundlich (wobei ich mir nicht sicher bin, ob er überhaupt des Englischen mächtig war), das Auto klein (in etwa «Golf-Klasse», aber schliesslich waren wir am Ende nicht nur wieder im Hotel, sondern hatten auch überhaupt keine Lust mehr auf ein Abendessen. Lediglich die allgemeine Diarrhoe nahm wieder zu...