Beiträge von Faulpelz
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Meine Frau hat gerade noch eine Mutmassung zu den als Coq au vin gelabelten Hühnerschenkeln geäussert: vielleicht wurde der Hahn ja mit Wein betrunken gemacht, bevor man ihm die Schenkel geklaut hat.
Verdammt! Jetzt habe ich ein Bild im Kopf von einem beinamputierten Hahn, der irgendwo in Frankreich am Bahnhof mit einem Chor der Heilsarmee steht und ein Schild hochhält: „Der Alkohol zerstörte mein Leben.“

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Also hinter den Pommes vermute ich ja eine ausgeklügelte Gesundheitskampagne von TC:
Die waren nämlich zunächst einmal völlig ungesalzen, was ja gut für den Blutdruck ist. Dann sind sie sichtbar angebrannt, da lässt man sie gerne gleich ganz weg. Das ist u.a. gut für den Cholesterinspiegel.
Und wegen des Geruchs sinkt die durchschnittliche Verweildauer im der TUI-Bar, da frohlockt die Leber.
Ja, bei TC in HH setzt man auf modernste Psychologie und ist dem Rest der KF-Branche weit voraus. Dafür gibt es sicherlich bald wieder eine Auszeichnung.

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Okay, die Leute in der Küche sollten wirklich ganz dringend mal ihre Rezepte überprüfen. Die Horrorshow im Tag und Nacht geht gnadenlos weiter.

Auf dem Teller sah es ja noch ganz ordentlich aus:
Das Fleisch besteht zu 99% aus Fett und Knorpel, völlig ungeniessbar. Sowas kann man doch nicht übersehen!

Der Reis ist so trocken, wie ein Fastnachtskeller im Baselbiet am heutigen Aschermittwoch. Und wer zum Teufel ist auf die glorreiche Idee gekommen, das Kartoffelgratin mit gefühlt einem Pfund Kerbel zu würzen? Wer macht so etwas?

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Hmm, das Mittagsbuffet ist offenbar noch nicht komplett. Jetzt wurden auch noch Boeuf Bourgignon, Carmague-Reis und irgendein Gratin aufgefahren. Und ein Herr in Kochuniform monierte, dass die Hähnchenschenkel als „Coq au vin“ angeschrieben sind und meinte zum übrigen Personal: „Check your recipes!“

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Der Seegang hat sich heute übrigens beruhigt. Die Wellen haben nur noch so etwa 2m, das Rollen liegt bei etwa 10 Grad in beide Richtungen.
Übrigens hat der Kapitän in seiner Morgendurchsage noch die Kursschlenker, die offensichtlich noch mehr Leuten aufgefallen waren, erklärt. Es ging tatsächlich um die Aufnahme bzw. das Absetzen der Lotsen.
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Das muss Mann/Frau probieren, bei Minus im Pool, es macht die Sinne frei.

Und bewirkt so manches andere…
Ich hatte mich ja schon geärgert, dass ich jene diskrete Silikoneinlage für den Schritt meines Badeanzuges vergessen hatte, aber bei den aktuellen Aussentemperaturen muss ich mir deswegen wohl keinerlei Sorgen mehr machen.

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Asche auf mein Haupt! Ich habe es tatsächlich überlesen
! Sorry Faulpelz !Kein Problem!

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Noch ein kleiner schneller Nachtrag: ich habe gerade auf der Routenkarte gesehen, dass unser Schiff letzte Nacht erst in den falschen Fjord eingefahren ist. Dort wurde dann gewendet und unser eigentliches Ziel, der Nordfjord, angesteuert.
Das mit dem "Trainingsschiff der Flotte" wird für mich immer plausibler...

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Hier nun die Zuammenfassung von
Tag 3, Nordfjordeid:
Wie schon berichtet, waren wir am Vormittag zum Rodeln, einer von nur zwei Tagen im Laufe der Reise, an denen ich für uns eine Aktivität vor 12 Uhr gebucht hatte (nachdem sich meine Familie so oft beschwert hatte, auf den Schiffsreisen nicht ausschlafen zu können).
Ich muss zugeben, dass es im ersten Moment etwas Surreales hatte, das Schiff zu verlassen und im dichten Schneegestöber zu landen. Völlig ungewohnt, aber auch ziemlich cool (im doppelten Wortsinn).

Nach einer kurzen Rutschpartie über den Schwimmpier erreichten wir den Bus, welcher uns innert gut 20 Minuten zum «Skisenter» in Harpefossen brachte. Wir waren insgesamt 28 Personen, 22 zum Rodeln, 6 zum Skifahren.
Wir Rodler*innen bekamen dann noch schnell Helme, dann ging es schon zum Ski- und Rodellift. Da ich die Auswahl gehabt hatte, hatte ich extra einen Ausflug ausgewählt, bei dem man nicht den Schlitten selber den Berg hinaufziehen musste, sondern wo ein Lift das erledigt. Die Schlitten waren auch ziemlich genial, mit Lenkrad und Bremse.
Im ersten Moment war ich etwas erschrocken, dass für 22 Rodelnde nur 12 Schlitten zur Verfügung standen, aber ich merkte schnell, dass ich nach absolvierter Fahrt gar keine Lust hatte, sofort wieder nach oben zu fahren. Den anderen Gästen schien es ähnlich zu gehen, so war das dann auch kein Problem.

Vom Unfall hatte ich ja schon berichtet, ging zum Glück alles gut, der Schreck war grösser als der Schaden. Insgesamt war es ein schöner Ausflug, das Rodeln hat richtig Laune gemacht, man hatte sogar zwei Pisten mit unterschiedlicher Intensität zur Verfügung (soll heissen: bei einer gab es ein paar schöne Buckel, so dass ein kleines bisschen Achterbahnfeeling aufkam).
Schon diskutiert wurde ja auch die lange Schlange bei der Rückkehr. War aber nur halb so schlimm, wir haben so etwa 10 Minuten angestanden. Zeit genug, die MS3 nochmal fotografisch in Szene zu setzen:
Wieder an Bord gingen wir zum Mittagessen in die X-Lounge, und da hier von Einzelnen doch ein wenig mehr Foodporn gewünscht wurde, möchte ich Euch hiermit den dortigen Nizzasalat zeigen, der echt grossartig war:
Ein Blick vom Schiff auf Nordfjordeid:
Und so sah es heute Nachmittag auf dem Pooldeck aus:
Ja, man kann tatsächlich, so man unbedingt will, im 25m-Pool schwimmen, der ist tatsächlich geöffnet. Aber ich habe noch niemanden gesehen, der so desperat gewesen wäre. Und interessanterweise ist der Innenpool bislang auch nicht wirklich überfüllt.

Die Unverzichtbar auf dem Pooldeck ist übrigens geöffnet, Überschau- und Aussenalsterbar – zumindest laut App – nicht. Aber die Angaben in der App stimmen auch nicht immer. So wurde heute Mittag angezeigt, dass die Gröönebar erst um 16 Uhr öffnen würde, um 13:30 Uhr hatte sie jedoch bereits geöffnet. Etwas Ähnliches hatten wir ja gestern bereits mit der Schaubar erlebt.
Apropos Bars: was uns schon auffiel sind die grossen Unterschiede, wie steif die Cocktails gemixt werden. Am Anreisetag waren sie noch recht zahm, seit gestern steigt der Alkoholgehalt spürbar. Ich hatte am Nachmittag einen «Toni Meloni», der gefühlt zu 50% aus Gin bestand. Konnte man kaum trinken.

Und die TUI-Bar mixt deutlich stärker als die Gröönebar.
Ich werde den Verdacht nicht los, dass da gerade ein paar Neulinge aufs Schiff gekommen sind. Angeblich soll die 3 ja auch das Ausbildungsschiff der Flotte sein (zumindest wurde das 2024 mal hier im Forum diskutiert). Es würde auch die Chilistrophe von gestern erklären. (Übrigens gibt es im T&N-Bistro immer noch keine neuen Gerichte.)
Und noch etwas fällt auf: sehr viele Crewmitglieder sind erkältet. Der Wechsel von der langen Karibiktour auf Nordland im Winter scheint so einigen nicht bekommen zu sein (vor der aktuellen Reise hat die 3 ja bereits eine 4-Tage-Kurzreise nach Oslo absolviert).
Ich hatte zwischendurch die App erwähnt, auch hierzu noch ein paar Gedanken: die Funktionalität während der Reise ist m.E. massiv besser geworden. Jetzt kann man sogar die Reisebuchungen mit Bordbucherrabatt darüber abwickeln. Und das Tagesprogramm funzt auf Tage im Voraus perfekt – auch wenn es das immer noch jeden Tag gedruckt gibt (dies zu dieser laufenden Diskussion). Was aber echt klasse war, wie problemlos man mit dem Handy über die App ins Bordnetz kam. Wenn ich bedenke, wie wir da früher herumgefummelt haben bei der Anmeldung...
Beim Abendessen im Atlantik haben wir heute die Kellner mit ein paar Sonderwünschen verwirrt (versprochen: nicht absichtlich!). Unser Kleiner hatte so grossen Hunger auf Süsses, dass er sich alle drei Desserts aber sonst nichts anderes bestellt hat. Meine Frau wollte drei Vorspeisen, aber keine Suppe und keinen Zwischengang, ich unbedingt beide Zwischengänge, aber kein Dessert. Und da zu einem der Hauptgänge, «Schollenfilet an Basilikum-Mandel-Pistou mit ausgelassenem Speck, Bohnen-Cassoulet und Perlgraupen» noch für 6 Euro Aufpreis Nordseekrabben als Extra angeboten wurden, habe ich das mal spontan bestellt, so in der Hoffnung, sowas wie Scholle Büsumer Art zu bekommen. Naja, war nicht ganz so:
War aber trotzdem sehr lecker! Und weil der Kellner zweimal die Gänge durcheinandergebracht hatte (was wir wirklich nicht schlimm fanden, schliesslich hatten wir ja auch recht chaotisch bestellt), bekam ich die Krabben am Ende sogar umsonst.
Nachher wollen wir noch ins Klanghaus, uns «Die Salonlöwen» anschauen. Soll eine musikalische Comedy werden. Mal schauen, ob ich so lange noch wach bleiben kann, ich bin schon wieder so extrem müde.
Bis morgen dann!

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Wie macht sich denn der neue Kapitän so?
Er kommt sehr sympathisch rüber. Die Durchsagen immer im Plauderton, am Anfang noch etwas leide, inzwischen aber gut verständlich.
Er hat übrigens vorhin während des Abendessens noch erklärt, dass das Schiff wegen Windes nicht wie geplant festmachen konnte, was der GRund war, warum für Ein- und Ausstieg nur eine Luke zur Verfügung stand.
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