Beiträge von Faulpelz

    Und dann war es soweit, wir durften in das Gehege der drei Polarfüchse. Nach einer kurzen Erklärung des Dos und Don`ts wurden wir eingeschleust und wurden sofort freudig von zwei der drei Füchse begrüsst. Naja, die waren halt auch scharf auf Leckerlis, von denen jede*r dreimal jeweils drei Stück erhielt. Damit konnte man sich zumindest für 1-2 Sekunden die Aufmerksamkeit eines Fuchses «erkaufen», bis es dann zum nächsten Gast weiterging. Aber es waren sehr intensive Begegnungen, wie Ihr ja schon an dem von mir gestern veröffentlichten Bild sehen konnte.

    Auf der Suche nach etwas Leckerem konnte es dann auch durchaus passieren, dass die Füchse (inzwischen hatte sich auch Nummer drei blicken lassen) auf einem herumkletterten oder in Jackentaschen schnüffelten. War alles in allem ziemlich cool. Und die Tiere haben ein sooo weiches Fell – was ja leider vor gut 30 Jahren fast zu ihrer Ausrottung geführt hätte.

    Noch etwas zur Fellfarbe: normalerweise kennen wir Polarfüchse vor allem in weiss. Nur leider gab es, als die Jagd auf sie vor 30 Jahren verboten wurde, in ganz Skandinavien keine 100 Exemplare der weissen Füchse mehr, viel zu wenig, um die Population wieder aufzubauen. Deshalb hat man Blaufüchse aus Sibirien eingeführt, die sich mit ihren weissen Verwandten verpaart haben. Die Population hat sich seither allmählich erholt, aber das makellos weisse Fell dürfte der Evolution im Gegenzug auf immer verloren gegangen sein.

    Die letzte Station im Park waren dann Knuts Verwandte: eine griesgrämige Elchkuh namens Ilse und ihre beiden Adoptivkinder, die aber derzeit von ihr getrennt gehalten werden müssen:

    Tag 6, Narvik:

    Für den zweiten Tag in Narvik hatten wir eine Fahrt in den «Polar Park», den nach Eigewerbung «nördlichsten Tierpark der Welt» gebucht mit dem besonderen Schmankerl, dort Polarfüchse streicheln und füttern zu können.

    Nach etwa einer Stunde Busfahrt erreichten wir den Park und wurden informiert, dass es sinnvoll sei, Spikes anzulegen. Wir hatten unsere selbstverständlich mitgebracht, es standen aber auch Leih-Spikes im Bus zur Verfügung, die wir auch gleich im Gepäckabteil des Busses anlegen konnten. Nur um sie eine Minute später wieder abziehen zu müssen, weil wir erstmal durch das Eingangsgebäude mussten. Im Park dann durften wir sie wieder anlegen, mussten aber feststellen, dass es keine Bänke zum Hinsetzen gab. Übrigens auch im gesamten Rest des Parks nicht! Zwischendurch mal Hinsetzen und Verschnaufen war nicht möglich was angesichts des Umstandes, dass der Park in ziemlichem Hügelgelände mit zum Teil steilen Wegen zwischen den Gehegen erbaut worden war, schon eine echte Durchhalteübung war.

    Das erste Tier, welches wir erblickten, war ein 17 Jahre alter Luchs-Senior namens «Frosty»:

    Luchse haben in etwa die gleiche Lebenserwartung wie Hauskatzen, also war es durchaus verständlich, als unsere Führerin vom Park erklärte, man wisse nicht, wieviele Winter er noch erleben würde. Frosty stellt für die Besucher das Begrüssungskommitte dar, aber nicht, weil er Menschen so gern hat, sondern weil er den grünen Futtereimer der Führerin gesehen hatte, es also für ihn etwas zu futtern gab. Wie wir erfuhren, war das Elchfleisch, welches im Park überwiegend an die Fleischfressen verfüttert wird. Es handelt sich zumeist um «Roadkill», also Elche, die Unfällen mit Autos zum Opfer gefallen sind.

    Was gut, dass ich Knut und Elkvira nicht mit auf die Reise genommen habe!

    Im Nebengehege trafen wir auf Frostys 10jährigen Sohn «Little Brown». Da Luchse Einzelgänger sind, müssen sie in getrennten Gehegen gehalten werden.

    Sobald Frosty verstirbt, soll der Park ein Luchsweibchen aus einem Zuchtprogramm bekommen, um mit Little Brown Nachwuchs zu zeugen. Vorher geht das nicht, da für den Fall, dass sich die beiden nicht verstehen, ein freies Gehege zur Verfügung stehen muss.

    Weiter ging es zu den Moschusochsen:

    Hier zeigte sich der Nachteil der doch recht grosszügigen Gehege: selbst mit Zoom waren die Tiere oft nur schlecht mit der Kamera einzufangen. Und die wuchtigen Zäune taten ihr Übriges.

    Den nächsten Stop hatten wir an der Futterstelle der Rentiere. Diese bewegen sich frei im Park, hatten aber wohl gerade keine Lust auf eine Begegnung mit uns. Immerhin blieben sie die einzige Tierart, die wir bei unserem Besuch nicht zu Gesicht bekamen. Und da wir vier kommende Woche noch ein Rentiererlebnis gebucht haben, konnten wir dies auch gut verschmerzen.

    Weiter ging es bei den Wölfen, welche in zwei verschiedenen Rudeln in zwei getrennten Gehegen leben. Für ein Rudel war gerade Hauptfütterungszeit, da waren die Portionen dann auch um einiges grösser als nur die kleinen Snacks unseres Tourguides:

    Elchpatties in XXL-Burgergrösse, lecker. Aber dennoch blieben die Wölfe misstrauisch und zurückhaltend, solange wir in der Nähe waren.

    Sehr viel gechillter waren ihre Kolleg*innen im anderen Gehege:

    Die hatten übrigens als Welpen im Haus der Parkbetreiber gelebt, waren also bis zu einem gewissen Grad handzahm. Bis letztes Jahr hat TC sogar einen Ausflug in den Polar Park mit Besuch im Wolfsgehege angeboten. Dieses Jahr stand er nicht mehr in der Ausflugsauswahl. War wahrscheinlich zu teuer und die Resonanz dementsprechend eher gering gewesen: er kostete seinerzeit 595 Euro pro Person!

    Dann lernten wir einen sehr scheuen Vielfrass kennen:

    Am Braunbären sollten wir aus Zeitgründen eigentlich gar nicht vorbeikommen, aber ich habe mich kurz von der Gruppe abgesetzt und so noch ein schnelles Foto erhascht:

    Bevor ich zum Ausflugsbericht von gestern komme, mache ich erstmal mit dem Ü-Ei der Reiseberichterstattung weiter: etwas Spannendem, etwas verbaler Spielerei - und etwas Essbarem. Naja, zumindest wurde das so behauptet.

    Ihr könnt es Euch sicherlich denken, es geht mal wieder ums Tag&Nacht-Bistro.

    Gestern war ja griechischer Thementag, den ich Euch auch nicht vorenthalten möchte. So sah mein Auswahlteller aus:



    Anmerkung: das Gyros war zu diesem Zeitpunkt (22:45 Uhr) bereits alle und wurde auch nicht nachgefüllt.

    Der Hühnerspiess war noch überraschend gut, was vor allem bedeutet, dass er nicht völlig totgebraten worden war. Das war aber auch schon das Beste, was ich über das Mahl berichten kann.

    Das Auberginengemüse war erwartungsgemäss bitter, wurde aber vom noch bittereren Zucchini-Paprikagemüse getoppt. Steile Leistung!

    Hatte meine Frau gestern noch konstatiert, dass einer der Köche wahrscheinlich verliebt sei, so musste ich angesichts des Bauernsalates ergänzen: ja, und wie!

    Die Kartoffeln folgten sehr schön der tagealten Tradition knusprigster Zubereitung.

    Aber vor einem hatte ich richtig Angast, und das war der frittierte Knödel oben in der Mitte. Angeschrieben war er als „Bifteki aus Fisch“.

    Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: ein Gericht, welches das Rindfleisch in Form des Beefsteaks im Namen trägt. Aus Fisch. WTF?!?

    Fast schien es, dass Zeus und seine Gött*innenkolleg*innen mir wohlgesonnen seien, denn was ich auch versuchte: Es gelang mir nicht, den Knödel aufzuschneiden. Aber leider war ich offenbar zu penetrant, denn schliesslich konnte ich doch noch einen Blick ins Innere erhaschen:

    War nicht besonders ermutigend. Mir schwante Übles. Aber hey, das Leben ist keine Aufzuchtstation für kleine Pferde, runter damit.

    Habt Ihr schon mal etwas von Neutronensternen gelesen? Dass ein Kubikzentimeter ihrer Masse auf der Erde hunderttausende Tonnen wiegen würde, weil ihre Materiedichte so unglaublich hoch ist?

    Dies war der Neutronenstern der Mein Schiff-Flotte: ein Krümel von dem Zeug hatte die Gesamtmasse aller Buffets an Bord für die gesamte Reisedauer.

    Und wurde dann nur noch von dem seltsamen gelben Kuchen rechts übertroffen, welcher seltsamerweise als Baba Ganoush angeschrieben gewesen war (das Schild war wohl noch vom Vortag übrig geblieben): ultrakompakt und ein prima Stossdämpfer.




    immerhin war im Gegenzug der griechische Joghurt angenehm dünnflüssig und mit gefühlt zwei Zentnern Zucker veredelt worden.

    Oh ja, ich bin richtig froh, dass mir das Gyros erspart blieb. Was Euch hingegen nicht erspart bleibt, sind weitere Berichte von mir aus dem T&N, auf der Suche nach dem noch übleren Kick. Bleibt also dran.


    Faulpelz mit welcher Handy-Einstellung hast du das gemacht?

    Bei meinem alten iPhone 11 kann ich da nicht viel einstellen. Nachtmodus mit der maximalen Belichtungsdauer von 10 Selunden, und dann eine Stelle gesucht, wo ich den Rücken anlehnen kann, Armstativ gebildet und dann so ruhig wie möglich gehalten.

    Klar, gegen die Ecperten mit ihren Stativen habe ich da qualitativ keine Chance, aber ich bin ganz zufrieden. :)

    Ich würde Nicis Bewerbung auf jeden Fall unterstützen!!! :love::thumbup:

    Habe ich auch vor. Soweit ich weiss, hat noch nie eine Transfrau ein KF-Schiff getauft.

    Und „The Flow“ war lange Zeit mein Nickname in verschiedenen Foren.

    Abgesehen davon findet die Taufe fast exakt ein Jahr nach meinem finalen Coming-out statt, zu dem mir u.a. die Reisen mit TC Mit gemacht haben.

    Also wenn das nicht ausreicht..,

    Tag 5 – Narvik:

    Auch hier habt Ihr ja das meiste schon zwischendurch durch meine Postings mitbekommen, deshalb hier nur der Bericht von unserem Ausflug gestern Abend.

    Kurz vor halb 8 standen wir frierend auf dem Busplatz und warteten auf unser Gefährt für die Fahrt rüber nach Schweden. Bei Minusgraden nicht unbedingt angenehm, denn der Bus, der Nachmittagsausflügler zurückbringen sollte, verspätete sich deutlich. Das ist dann leider die Folge, wenn man die Ausflüge kurz auf knapp plant. X/

    Aber schliesslich traf unser Bus, mit 10 Minuten Verspätung, ein. Wir waren eine Gruppe von 32 Personen.

    Unser Tourguide, vor 12 Jahren aus Frankreich der Liebe wegen nach Norwegen ausgewandert, sprach leider kein Deutsch, weswegen die Landausflugsabteilung eine junge Mitarbeiterin zum Übersetzen mitgeschickt hatte. Das klappte auch ganz gut, und so erfuhren wir während der einstündigen Fahrt nach Riksgränsen so einiges über die Stadt Narvik (welche erst 124 Jahre alt ist), die Geschichte des Erzabbaus in der Region und den damit verbundenen Bau der Ofotenbahn zwischen Schweden und Norwegen Ende des 19. Jahrhunderts.

    Am Ziel unserer Fahrt angekommen, stand für uns zuerst ein Samenzelt zum Aufwärmen zur Verfügung, in dem bereits ein Feuer brannte, auf dem Tee und Kaffee gewärmt wurden. Leider funktionierte das Rauchabzug nicht wirklich gut, so dass meine Bronchien sehr schnell rebellierten und ich lieber bei -12°C draussen vor dem Zelt herumstand und nach Aurora borrealis Ausschau hielt, während die erste Hälfte unserer Tourgruppe in 4er-Grüppchen für die 4 Schlitten aufgeteilt wurde.

    Am Himmel zeigte sich bereits ein fahler grauer Schimmer, welcher auf dem Bildschirm meines Handys wie durch Zauberhand in Grün- und Rottöne übersetzt wurde. Aber wie kommt es eigentlich, dass Nordlichter auf Fotos immer viel spektakulärer (und vor allem bunter) aussehen als in der Realität? Ein kleiner physikalisch-medizinischer Exkurs:

    In unserem Auge haben wir zwei Arten von Sinneszellen, die Stäbchen und die Zapfen. Die Stäbchen machen etwa 90% der Sinneszellen aus und können nur hell und dunkel, jedoch keine Farben unterscheiden. Dafür reichen ihnen zum Funktionieren bereits kleinste Lichtmengen aus. «Nachts sind alle Katzen grau» ist ein bekanntes Sprichwort, welches dies illustriert.

    Die Zapfen sind für die Farbwahrnehmung zuständig, allerdings funktioniert dies nur bei einer gewissen Helligkeit. Man kann sie aber ein wenig austricksen, indem man von der Seite ein wenig Streulicht ins Gesichtsfeld gelangen lässt. Dann werden die Zapfen aktiv, so dass man im Zentrum des Gesichtsfeld plötzlich auch ein wenig farbig sehen kann. Dies als kleiner Tip für Eure künftigen Nordlichtbeobachtungen, probiert es einfach mal aus, der Unterschied ist bemerkenswert.

    Im Gegensatz zum menschlichen Auge kennt der Chip in Eurer Kamera diese Einschränkungen nicht, der sammelt einfach das Licht und führt bestensfalls im Nachtmodus die Bildinformationen zu einem mehr oder weniger gelungenen Bild zusammen.

    (Ende des Exkurses)

    So machte ich die ersten Bilder, noch nicht wahnsinnig beeindruckend, aber dennoch voll und ganz befriedigend, eingedenk der ganzen Unsicherheit im Vorfeld, ob wir überhaupt Nordlichter zu sehen bekommen würden. :huh:

    Während die erste Gruppe noch auf dem vor uns liegenden zugefrorenen See unterwegs war, lernten wir zwei Husky-Welpen, beide etwa 3 Monate alt, kennen. Auf meine Nachfrage erfuhr ich von einer der Organisatorinnen, dass die Huskies im Alter von 6 Monaten mit dem Schlittentraining beginnen und die Ausbildung mit ca. 10-11 Monaten abschliessen.

    Es war wirklich sehr kalt, zu der erwähnten Temperatur kam noch ein schneidender Wind, welcher die Hände immer wieder schnell auskühlen liess, so dass die Bedienung der Handykamera am Touchscreen schnell zum Problem wurde. Dafür nahm aber auch mit der Zeit die Auroraintensität immer mehr zu, so dass immer spektakulärere Bilder entstanden. Okay, mit meinem 5.5 Jahre alten Handy sicherlich nicht so toll und spektakulär wie bei anderen (ich muss in den kommenden Tagen nochmal die Aufnahmen meiner Söhne durchsehen, was die so eingefangen haben), aber ich habe heute mal ein wenig Bildnachbearbeitung versucht und dabei folgende Ergebnisse erzielt:

    (Nota bene: ich habe auch noch bessere Ergebnisse erzielt, allerdings kamen dann zu grosse Dateien heraus, die die Forumssoftwaren nicht übernehmen wollte.)

    Man kann aber auch sehr gut erkennen, dass es mir, auch wegen der Kälte, sehr schwer viel, das Handy über die 3-5 Sekunden Belichtungszeit ruhig zu halten. Hier wären natürlich ein Stativ und eine Belichtungszeit von 10-20 Sekungen extrem cremig gewesen. Aber mir reichen meine Ergebnisse völlig aus. :)

    Schliesslich kamen die Schlittengespanne nach gut 30-40 Minuten von ihrer ersten Runde zurück, nun waren wir an der Reihe. Wir vier hatten einen Schlitten ganz für uns mit einem deutschen Musher (so heissen die Gespannführer). Mit zusätzlichen Decken eingemummelt ging es los in die Dunkelheit.

    Es war sehr beeindruckend, so auf dem 50-60cm dicken Eis dieses Gewässers zwischen vielen kleinen Inseln herumzufahren, an deren Ufern wir zum Teil meterhohe und sehr bizarre Eisformationen bestaunen konnten. Leider konnte ich während der Fahrt keine Fotos machen, das Risiko, dabei das Handy unwiderbringlich zu verlieren, war einfach zu gross (und unser Guide hatte davor auch explizit gewarnt). Auch wurden die Nordlichter immer intensiver, je weiter wir hinausfuhren – wir konnten das zwar nicht im Bild festhalten, aber durch den Seitenlichttrick (der Musher hatte eine Strinlampe, um sich orientieren zu können, deren Schein uns da gerade recht kam) konnten wir nun sogar Blautöne in der Aurora erkennen. Sowas ist durchaus selten. 8|:love:

    Aber es war kalt. So richtig kalt. Eine Schweinekälte. Sie kroch uns innert kürzester Zeit zwischen die diversen Schichten unserer Kleidung und setzte sich dort fest. Meine Zehen spürte ich bereits nach 10 Minuten nicht mehr, den Rest der Füsse 5 Minuten später ebenfalls. Dabei trug ich zwei dicke Strumpfhosen pluss Wollstrümpfe in Winterstiefeln. Dazu eine Wollhose, ein Unterhemd, zwei T-Shirts, einen dicen Wollpulli, eine gesteppte Winterjacke, zwei Schals, eine Mütze plus Jackenkapuze und Wollhandschuhe. Half alles nichts, gefühlt lag die Temperatur bei minus 20 Grad! :evil:

    Am Wendepunkt der Strecke gerieten wir mit zwei anderen Gespannen erstmal in einen Kreisverkehr um eine Insel, aus dem wir einfach nicht mehr herauskamen. Grund war, dass der letzte Schlitten den Anschluss verloren hatte und wir für den Rückweg erstmal auf ihn warten mussten, da sonst die Formation nicht mehr funktionierte, auf die die Hunde trainiert waren. Aber schliesslich traf das säumige Gespann ein, und es konnte zurückgehen. Nur noch den Blinker setzen und die korrekte Ausfahrt aus dem Kreisel nehmen... ^^

    Nach schier endlos langer Zeit erreichten wir dann auch wieder das Lager. Meiner Frau war schon längst die Brille zugefroren, deshalb musste ich erstmal für sie Blindenhund spielen und sie zum Bus zurücklotsen. Ein besonderer Spass zwischen den ganzen Hundeleinen, über die sie steigen musste, ohne sie zu sehen. Hat aber auch geklappt. Nur leider hatte ich durch diese Aktion keine Gelegenheit mehr, mal die Hunde samt Schlitten zu fotografieren. Und unsere Söhne waren auch nicht auf die Idee gekommen. Daher hier nur ein Bild, welches ich aus der Ferne aufgenommen hatte, als die erste Gruppe abgefahren war:

    Zurück im Bus dauerte es dann eine ganze Weile, bis ich grosse Teile meines Körpers wieder spürte. Dem Rest meiner Familie ging es kaum anders. Es war ohne Zweifel ein grossartiges und einmaliges Erlebnis gewesen, und ich würde diesen Ausflug jederzeit wieder buchen. Aber er hatte uns durchaus an unsere Grenzen geführt. Mein allergrösster Respekt für alle jenen, die Huskysport betreiben oder als Forscher*innen in Polarregionen unterwegs sind. Ich habe mich zwar immer für einigermassen kälteresistent gehalten, aber nach diesem Abend muss ich zugeben, dass sowas definitiv nichts für mich wäre.

    Gegen halb 12 erreichten wir dann wieder das Schiff. Ursprünglich wollten wir noch schauen, ob wir irgendwo eine heisse Schokolade bekommen würden, haben diesen Plan aber kurzfristig verworfen. Wir wollten einfach nur noch ins Bett. :sleeping:

    Unsere täglich Drohung gib uns heute - das T&N weisen schon einmal auf das heutige Tagesmotto hin.

    Ich würde ja behaupten, dass man bei griechischem Essen nicht wirklich viel falsch machen kann, allerdings würden mir da wahrscheinlich ein paar von Euch, die in der Anfangszeit auf der Relax gefahren sind, widersprechen.

    Na, sind wir mal gespannt, was uns da im Laufe des Tages noch erwartet. ^^