Als nächstes wollte
ich eine Massage im Spa-Bereich buchen. Klappte zuerst auch gut, aber
irgendwie konnte ich keine Zeit auswählen und mitten im
Bezahlprozess stürzte die MSC-Homepage bei mir ab. Ich bekam jedoch
eine Buchungsbestätigung per eMail. Alles klar, dachte ich mir, dann
wird der genaue Termin dann eben an Bord festgelegt.
Ebenso hatte ich
grosse Probleme, ein Paket für die Aufpreisrestaurants an Bord zu
buchen, da reagierten die Buttons gar nicht erst aufs Anklicken. Ich
habe es auf meinem PC in der Praxis, meinem Laptop zuhause und meinem
Tablet unter insgesamt 4 verschiedenen Browsern (FF, Opera, Chrome,
Edge) versucht – ohne Erfolg. 
Auch der
Web-Check-in funktionierte nicht. Ich konnte zwar Name und
Buchungsnummer eingeben, aber nachdem ich den «Senden»-Button
angeklickt hatte, passierte ca. 10 Sekunden lang erst einmal gar
nichts, danach verfärbten sich die Eingaben von schwarz zu hellgrau
– das wars! 
Also musste ich
wieder bei MSC nachfragen. Diesmal aber nicht über die Hotline,
stattdessen nutzte ich die Möglichkeit des eMail-Kontakts zum
Reservations-Team.
Positiv: schon nach
knapp mehr als einer halben Stunde hatte ich eine Antwort. Das
Restaurantpaket könne man auch so für mich buchen und auch den
Web-Check-in durchführen, wenn ich ihnen die Daten per eMail
sendete. Das Spa hingegen sei während der Reise leider noch
geschlossen, der Betrag wurde mir auch sofort auf meine Kreditkarte
rückerstattet.
Schon etwas seltsam,
dass Leistungen, die gar nicht verfügbar waren, online dennoch
gebucht werden konnten. Aber die anderen Problempunkte wurden innert
kürzester Zeit erledigt, dafür ein Lob an das Reservations-Team.
Es sollten
allerdings nicht die letzten Probleme mit der Technik bleiben… 
In der Zwischenzeit
hatte ich einen ehemaligen Kommilitonen in Deutschland auf die
Rabattaktion aufmerksam gemacht. Er war bislang nur mit TC gefahren,
seine Eltern hatten ihm jedoch ebenfalls sehr positiv von ihren
Reisen mit MSC berichtet. Und da der Einzelkabinenzuschlag derzeit
bei MSC komplett wegfällt, buchte er sich auch eine YC-Suite für
die Reise – musste allerdings bereits in Warnemünde ein- und
aussteigen, da inzwischen keine YC-Kabinen mehr ab Kiel verfügbar
waren.
Ich hatte mich
ausserdem zu diesem Zeitpunkt ein wenig mehr über die YC-Leistungen
und -Angebote informiert und war auf die Möglichkeit gestossen, über
den YC Privatausflüge nach eigenem Gusto (mit eigenem Kleinbus und
Guide) buchen zu können. Hier sah ich eine Möglichkeit, den für
Gotland geplanten Ausflug für mich zu entschärfen, in meinem
eigenen Tempo und mit der Option auf einen Abbruch durchführen zu
können.
Ich fragte dies also
auch nochmal beim Reservations-Team an und erkundigte mich, ob man
eventuell zur Mittagszeit einen Restaurantbesuch einschieben könne,
ob dies konform mit dem Hygienekonzept sei.
Meine Frau und ich
lieben es nämlich, auf KFen die jeweils regionale Küche
auszuprobieren, das ist ein Punkt, den wir auf den letzten Reisen
sehr vermisst haben.
Und wenn wir schon
einmal auf Gotland waren, wollte ich auch gerne die «Villa
Vollekulla» besuchen, im deutschsprachigen Raum besser bekannt als
die «Villa Kunterbunt» aus den «Pippi Langstrumpf»-Filmen der
1970er-Jahre. Diese ist jedoch von einem kleinen Freizeitpark
umgeben, mit Rutschen, Trampolins, Hüpfburgen, Karussells usw. Mir
war von vorherein klar, dass ich es unseren 11 und 9 Jahre alten
Jungs nicht würde zumuten wollen, nur die alte Filmkulisse zu
besichtigen und dann gleich weiterzufahren.
Also fragte ich auch
diese zusätzliche Option an, ob sie für MSC noch mit dem
Ausflugskonzept vereinbar wäre. Immerhin seien wir ja alle
vollständig geimpft (ja, auch die Kids!) und würden ja auch noch
Mundschutz tragen und uns um Abstand bemühen.
Anwort von MSC:
alles kein Problem, wir erstellen Ihnen eine Offerte. 

Die kam dann zwei
Tage später: 6 Stunden Ausflug mit eigenem Bus und Tourguide, inkl.
Restaurantbesuch und 1.5 Stunden im Freizeitpark für 1460 Euro.
Okay, das ist nun wirklich nicht billig und wäre ohne Pandemie
sicherlich problemlos für die Hälfte auf einer der bekannten
Tour-Plattformen im Internet zu buchen gewesen – aber immerhin
hatten wir durch den Rabatt und dem Umstand, dass für die
Kalifornien-Reise der dreifache Betrag dessen, was wir nun für die
KF ausgaben, eingeplant gewesen war, eine gute Stange Geld zur
Verfügung, also habe ich den Privatausflug gebucht (und den
ursprünglichen storniert). Es sollte sich als eine sehr gute
Entscheidung erweisen… 
(Böse Zungen könnten
nun sagen, das Blasenkonzept gehe nur so weit, wie die Reederei keine
Möglichkeit habe, mehr zu verdienen… aber lassen wir das.)
Tja, dann noch die
Buchungen drumherum erledigen. Sollten wir den Besuch bei meinem
Vater nun vor oder nach der KF machen? Diese Entscheidung hat uns
freundlicherweise die Deutsche Bahn abgenommen. Denn von Basel nach
Kiel konnten wir ohne Umsteigen im ICE durchfahren, während wir in
der Gegenrichtung 4x hätten umsteigen müssen! Keine Ahnung warum,
denn von Hamburg-Altona nach Basel SBB gab es im 4-Stunden-Takt
Direktverbindungen. 
Also: Hinfahrt im
ICE am 23.7., Übernachtung im Bahnhofshotel; am 31.7. Zugfahrt nach
Altona, Mietwagen abholen, ihn ebendort am 4.8. wieder abgeben und
dann im ICE zurück in die Schweiz.
Der Plan stand also,
es konnte losgehen!
(Fortsetzung folgt)