Beiträge von Faulpelz

    Ein grosses Highlight von Stockholm hatten wir allerdings noch vor uns – das Wasa-Museum:

    Im Inneren wird das Wrack eines schwedischen Kriegsschiffs aus dem 18. Jahrhundert aufbewahrt. Das Äussere des Museums soll dann auch dementsprechend ein Schiff mit drei Masten widerspiegeln:

    Noch ein kurzer Blick auf Stockholms Prachtstrasse «Strandvägen»:

    Dann ein kurzer Blick auf «Kastellholmen»:

    (Das war die besagte "Half-Island"... :huh: )

    Und schon waren wir wieder im Hafen und wenig später im Bus. Auf dem Weg dazwischen aber eben wieder ohne Masken und Abstand. =O

    Nun waren wir also schon auf der Rückfahrt in Richtung Stockholmer Innenstadt. Hier ein paar Eindrücke:


    Und dann kam auch wieder Stockholms Vergnügungspark in Sicht, «Grönalund»:


    Aber plötzlich bogen wir scharf links ab in einen der grossen Kanäle der Stadt zum Hammarby Sjö.

    Dort ging es dann weiter bis zu einer der beiden grossen Schleusen, die in Stockholm das Salzwasser des Meeres vom Süsswasser der Inlandseen trennt:

    Diejenigen von Euch, die schon einmal in Stockholm waren, werden höchstwahrscheinlich sowieso schon die Schummelei erkannt haben: die o.g. "Schäreninsel" war lediglich Fjäderholmen. Eine Insel in der Stockholmer Bucht, die leider mit den Schären ebenso wenig zu tun hat, wie Civitavecchia mit dem Vatikan.

    Aber warum sollten wir uns über solche Details aufregen... ;)

    Für die Bootsfahrt war einer der anderen beiden Tourguides, mit deren Bussen MSC-PAXe nach Stockholm gefahren worden waren, zuständig. Sein Name war Matthias, und es zeigte sich schnell, dass er ein Deutscher war – der jedoch mit eher mittelmässigen Englisch-Kenntnissen versuchte, die Fahrt zweisprachig zu moderieren. Joe und ich zogen zwar bei einigen seiner Wortwahlen die Stirne kraus (besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Umstand, dass er eine Halbinsel als «Half-Island» bezeichnete (Himmelherrgottsakra! Das heisst «Peninsula»! :cursing: ), aber insgesamt hat er seine Sache trotzdem gut gemacht. :)

    Zuerst ein Foto mit dem schwedischen Parlamentsgebäude (rechts) und dem Stadtpalast der Könige (links), welcher aber seit gut 30 Jahren nicht mehr genutzt wird; der derzeitige König Karl XVI. Gustav hat seinerzeit auf Drängen seiner Ehefrau, Königin Silvia (aus der Regenbogenpresse in D besser bekannt als «unsere Silvia»), einen Umzug der Königsfamilie auf Schloss Drottnigsholm ausserhalb von Stockholm befohlen, damit seine Kinder dort in der Natur aufwachsen sollten.

    Hier noch ein paar weitere Eindrücke:


    Die Stockholmer sind übrigens sehr stolz auf ihre historischen Gebäude. In den letzten Jahrzehnten wurde immer wieder der Abriss alter Industrieanlagen per Volks-Veto verhindert. Und die Schweden haben daraufhin eine grosse Kreativität entwickelt, diese Gebäude nachzunutzen. :thumbup:

    Hier ein Beispiel einer alten Getreidemühle, die heute ein Luxushotel direkt am Wasser ist:

    Und schliesslich kamen wir auch – wie in der Ausflugsbeschreibung versprochen – an den Ausläufern der Schären an:



    Nur um gleich die Schäreninsel wieder elegant zu umfahren und uns gen Innenstadt auszurichten. Irgendwie ein wenig enttäuschend... X/

    Liebe Foristi,

    sorry, dass ich mich ein paar Tage lang nicht gemeldet habe. Aber nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, und dementsprechend ist meine Agenda derzeit mindestens genauso voll, wie vor 4 Wochen.

    Egal, wir machen erstmal weiter:


    Tag 4 – Stockholm, Schweden:

    Der Wecker riss mich um 6:30 Uhr unsanft aus meinen Träumen. Vorsichtig, um meine Familie nicht zu stören, wankte ich ins Badezimmer. Kurzes Zähneputzen, den 2-Tage-Bart liess ich lieber in Ruhe. Ab zum Frühstück in die «Top Sail Lounge» (ich werde sie im Weiteren als «TSL» abkürzen).

    Diese öffnet eigentlich erst um 7 Uhr, aber wegen der frühen Landausflüge war die Öffnung auf 6:45 Uhr vorverlegt worden. Zumindest theoretisch.

    Praktisch hatte dies leider niemand dem YC-Personal mitgeteilt. Und so fand ich zwar als einer der ersten YC-Gäste schnell einen Tisch und konnte auch bis 6:50 Uhr meine Bestellung aufgeben – angesichts der Knappheit an Zeit habe ich lediglich ein wenig Wurst- und Käseaufschnitt sowie einen Joghurt und einen Cappucchino bestellt. Aber während Kaffee und Joghurt innert weniger Minuten serviert wurden, musste ich auf die Auflagen für meine Brötchen bis 7:08 Uhr (ich habe auf die Uhr geschaut!) warten.

    Also schnell noch zwei Brötchen hinuntergeschlungen; dann ging ich fristgerecht herunter an die Bar, um auf den Beginn der Tour zu warten. Joe hatte sich auf einen Kaffee aus der Kapselmaschine seiner Kabine und ein paar Stücke von seinem Obstteller beschränkt und traf in etwa zur selben Zeit in der TSL ein. Dann warteten wir.

    Und warteten..

    Und warteten weiter…

    Inzwischen waren immer mehr YC-Gäste eingetroffen. Die Butler wuselten überall umher, das Barpersonal versuchte, uns Drinks zur Überbrückung der Wartezeit aufzuschwatzen.

    An der Bar wurde derweil heftigst telefoniert und diskutiert. Irgendwann bekam ich Angst, den Beginn meines Ausfluges vor lauter Müdigkeit schlicht verpennt zu haben. Also beim verantwortlichen Butler nachgefragt: nein, wir hatten nichts verpasst, aber die Busse waren anscheinend noch nicht da.

    Um 7:44 Uhr kam dann endlich für unsere Busgruppe 8 das Signal zum Aufbruch. Eine Butlerin führte uns zu den Aufzügen und stopfte tatsächlich in die erste verfügbare Aufzugkabine 10 PAXe!

    Wie war das noch gleich mit maximal 4 Personen im Aufzug?

    Als nächstes waren Joe und ich an der Reihe. Unser Aufzug kam, wir gingen mit zwei anderen YC-PAXen hinein und wollten eigentlich schon losfahren – als die Butlerin erneut mehrere andere Personen bei uns zusteigen lassen wollte. Aber nicht mit Joe!

    Er wies die Butlerin sehr klar auf die an Bord geltenden Hygieneregeln hin, woraufhin wir auch unmittelbar unsere Reise auf Deck 4 antreten konnten. Geht doch!

    Am Pier fanden wir dann auch schnell unseren Bus, der nach den YC-Gästen auch schnell mit solchen aus dem Rest des Schiffes aufgestockt wurde. Nach etwa 15 Minuten waren wir dann abfahrbereit, und es ging los.

    Unser Tourguide stellte sich dann sofort mit verstörender Happyness als «buntester Guide von Stockholm» vor. Okay, er trug eine blassrosa Hose, ein malvefarbenes Hemd mit weissen Mustern, regenbogengeringelte Socken und purpurfarbene Schuh; ich habe später auf dem Ausflugsboot aus Versehen ein Foto gemacht, welches dies belegt:

    Und dann fragte er die Bus-Insassen: «Seid Ihr gut drauf?» - die Antwort war ein müdes «Jaaahh...». Der Guide fragte nochmal: «Seid Ihr gut drauf???» (wobei alle drei Fragezeichen spürbar wurden). Der Bus antwortete – immer noch müde - «Jaaaaaahhhh...»

    «Gut», fand unser Guide, «bei meinen Touren sind alle gut drauf. Das ist der Befehl für heute!»

    «Gott steh uns bei», meinte ich zu Joe, der auch schon kapiert hatte, mit welcher Art von Tourguide wir es heute zu tun hatten.

    Der Guide (dessen Namen ich übrigens in der Zwischenzeit bestens verdrängt habe (sorry!)) erzählte uns im Folgenden, dass er Amerikaner mit deutschen und irischen Wurzeln sei – deshalb vertrage er auch so viel Whiskey! Ooookaaay…

    Er lebe seit 20 Jahren in Schweden, sei dort auch seit 2010 mit seinem Partner verheiratet (spätestens jetzt musste es auch den letzten Businsassen dämmern) und studiere mit seinen knapp 60 Jahren an der Uni Stockholm Alt-Nordisch, Alt-Isländsisch, skandinavische Kultur – und Alt-Griechisch (sic!). Für die erste Tour seit 2 Jahren habe er extra seine Deutsch-Kenntnisse aufgefrischt.

    Von Nynäshamn (dem Hafen, in dem die Seaview angelegt hatte) bis zur Innenstadt von Stockholm waren es rund 45 Minuten im Bus. Immerhin liess uns unser Tourguide zwischendurch rund 20 Minuten dösen. :sleeping:

    In Stockholm angekommen, durchfuhren wir mehrere Stadtviertel.

    Bei einer Strasse, durch die der Bus fuhr, erzählte uns unser Guide eine der bekanntesten Geschichten über die schwedische Hauptstadt (und die ist tatsächlich auch dokumentarisch belegt):

    Als 1922 in Stockholm die erste (dampfgetriebene) Strassenbahn gebaut wurde, gab es zahlreiche Beschwerden von Anwohnern. Eine Frau, die mit ihrem Mann im 2. Stock eines Hauses an der Tram-Strecke wohnte, beschwerte sich bei der Stadtverwaltung, dass sie wegen des Lärms der Strassenbahn nicht mehr schlafen könne.

    Also schickte die Stadtverwaltung einen Inspektor zu ihr, um den Sachverhalt zu überprüfen.

    Die Frau empfing den Beamten und führte ihn in das Wohnzimmer. Der Beamte hielt sich dort eine Zeitlang auf und meinte dann zu der Frau, keine Lärmbelästigung erkennen zu können.

    Woraufhin die Frau meinte, die Geräusche seien ja vor allem in ihrem Schlafzimmer besonders laut, der Beamte solle sich doch bitte dorthin begeben. Was der Beamte auch tat.

    In der Zwischenzeit kam der Ehemann der sich beschwerenden Frau nach Hause und war sehr überrascht, in seinem Schlafzimmer einen fremden Mann vorzufinden. Er fragte den Beamten (nachvollziehbarerweise), was er dort tue.

    Der Legende nach soll der Stadtbeamte dann geantwortet haben: «Mein Herr, Sie werden es mir nicht glauben, aber ich warte auf die Strassenbahn.»

    :)^^:D

    So ging es dann noch weiter durch die Innenstadt von Stockholm. Aber schliesslich kamen wir am Bootsanleger am Strömgatan an.

    (Im Vordergrund die Barkassen (ich fühlte mich sofort frappierend an die «Grosse Hafenrundfahrt» in Hamburg erinnert), von denen wir eine schliesslich bestiegen. ;)

    (Fortsetzung folgt)

    Also bei uns gab es früher bei der GGF durchaus mehr als nur ein Glas - aber der Wein wurde vorher in einen Dekanter umgefüllt (damit die GGF nicht dafür missbraucht wird, verschlossene Flaschen abzugreifen und mit nach Hause zu nehmen).

    Musstet ihr als Geimpfte eigentlich noch nen PCR Test im Vorfeld machen?

    Ach ja, hab grad Massagen reserviert, aber da kann man gar keine Termine auf der Website wählen. Geht das erst an Bord?

    Im voraus mussten wir nicht testen, aber im Terminal.

    Was Reservierungen von Zeiten angeht, gibt es bei MSC derzeit so einige Probleme, siehe meinen RB. 8|

    Jetzt wird es süss. Für die Kellnerin wurde es chaotisch. Denn drei von uns wollten noch spontan ihre usprüngliche Nachtisch-Order verändern. Hat sie aber sehr gut gemacht, jeder bekam am Ende, was er wollte: New York Cheesecake für den Grossen…

    ...halbflüssiger Schokokuchen mit Eis (nach Wahl) für meine Frau, den Kleinen und mich…

    …und drei grosse Kugeln Eis für Joe. Da waren wir dann auch alle pappsatt.

    Unser Fazit: ein echt tolles Aufpreisrestaurant, den Preis auch voll und ganz wert. Und eben noch ein bisschen besser als das S&T bei TC. Auch dieser Punkt geht wieder an MSC, aber nur knapp. 8o

    Und einen schönen Sonnenuntergang konnte ich diesmal auch fotografieren:

    Leider war die ganze kulinarische Glückseligkeit gleich wieder dahin, als wir unsere Kabine betraten und die Tickets für den Ausflug am folgenden Tag vorfanden. Was stand da? Treffpunkt um 7:15 Uhr?? Meint Ihr das ernst, MSC?!? :huh:8|=O

    Okay, dass Landausflüge öfters auch mal früh beginnen, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber davon erst am Vorabend um 21:45 Uhr zu erfahren, ist schon echt heftig. Wie sollten wir jetzt schnell genug die Kids zur Ruhe bringen, damit die uns am kommenden Morgen nicht total quengelig in den Seilen hängen? ;(

    Meine Frau und ich besprachen kurz die Lage und kamen zu dem Schluss, dass sie und die Kids am Ausflug nicht teilnehmen würden, keine Chance. Ich ging daraufhin zur Concierge, um die Stornierung vorzunehmen. Das war auch soweit kein Problem, allerdings sollten uns nur 50% vom jeweiligen Ticketpreis erstattet werden. Damit war ich aber ganz und gar nicht einverstanden, und ich erklärte der Concierge, dass wir, hätten wir die Startzeit rechtzeitig gewusst, sicherlich auf den langen Restaurantbesuch (und auch erst ab 19 Uhr) verzichtet. Ausserdem hätte ich selber zum Schluss auch sicherlich keinen Kaffee mehr genommen.

    Die Concierge wand sich hin und her, telefonierte, und teilte mir bedauernd mit, dass die andere, spätere Zeit für den Ausflug (aha, es gab also eine Alternative) komplett ausgebucht sei; ausserdem seien wir ja immerhin auf dem deutschsprachigen Ausflug, der andere sei auf Englisch. Ich erklärte ihr, dass das für uns völlig egal sei, da wir alle, einschliesslich der Kids, fliessend Englisch sprächen. Und ich bat darum, ihren Chef zu sprechen.

    Auch dem versuchte die Concierge auszuweichen, der Fehler liege nicht bei MSC, sondern an Corona. Deswegen würde die Landausflugsabteilung die Zeiten immer so kurzfristig bekommen. Ich habe ja seinerzeit hier im Forum mal bei denen, die zeitgleich mit TC auf der Ostsee unterwegs waren, diesbezüglich nachgefragt – da wurde mir aber recht übereinstimmend berichtet, die Startzeiten stets mindestens 2-3 Tage im voraus gewusst zu haben.

    Wenn man erst einmal an einem solchen Punkt angelangt ist, macht es keinen Sinn mehr, endlos mit jemandem zu diskutieren, die/der sowieso keine Entscheidungsgewalt hat. Und so kam ich dann auch innert weniger Minuten zu einem Gespräch mit dem Chef des YC. Dieser liess sich die Situation kurz erklären, telefonierte seinerseits nochmal mit der Landausflugsabteilung, bedauerte dann ebenfalls, mir keine Alternative anbieten zu können, aber angesichts der Umstände würden die Tickets meiner Frau und der Jungs selbstverständlich komplett erstattet. Geht doch!

    Nota bene: mir geht es in solchen Situationen nicht um ein paar Euro, aber wenn man schon durch chaotische Organisation solche Böcke schiesst, kann man dem Kunden nicht auch noch in solcher Weise eine Teilverantwortung aufdrücken. Und Corona als Generalausrede ist inzwischen sowieso passée. :cursing:

    Jetzt aber schnell in die Mupfel, der Wecker klingelt morgen sehr früh.

    So, fehlt noch das Abendessen für diesen Tag. Dafür hatten wir am Vortag einen Tisch im «Butchers Cut», dem Steakhouse an Bord, in dem Joe schon einmal an seinem Einschiffungstag gegessen hatte, reserviert. Man kann dort entweder à la Carte essen und die Gerichte einzeln bezahlen, oder für €39 ein 3-Gänge-Menü buchen. Ausserdem gibt es die Möglichkeit einer Paketbuchung mit der «Asian Fusion Kitchen», die wir aber ja sowieso schon im Programm hatten (am nächsten Tag).

    Für Kinder gibt es für €12 ein 2-Gänge-Menü mit je 6 Hauptspeisen und Desserts zur Wahl. Unser Grosser nahm dieses Menü, der Kleine hatte jedoch grösseren Hunger und wagte sich an die Erwachsenenportion. Dort tätigte er bereits mit der Vorspeise eine mutige Wahl – Knochenmark mit Petersilien-Pesto und glasierten Zwiebeln:

    Naja, er hat noch vor der Hälfte aufgegeben, obwohl ihm das Mark eigentlich gut schmeckte. Aber Peterli und Zwiebeln waren leider nicht komplett abzukratzen, also erbte ich seine Reste. Ich fand es wirklich lecker.

    Meine Vorspeise waren scharfe Eier:

    Meine Frau hatte einen etwas ungewöhnlichen, aber nicht minder leckeren Krabbencocktail:

    Joe hatte einen Cesar Salat:

    Und ich habe mir – gegen Aufpreis und aus Neugier – noch eine Lobster Bisque bestellt:

    Alle Vorspeisen sehr lecker, aber die Suppe war der absolute Hammer! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Weiter im Hauptgang, der Grosse hatte Burger (es waren ursprünglich 3, aber der Junge hatte Hunger! ;) ):

    Der Kleine hat sich einen Riesenhaufen Lammkoteletts bestellt (400g):

    Bis auf eines hat er die auch alle weggefuttert, dazu jede Menge Pommes.

    Meine Frau, Joe und ich hatten jeweils Filetsteaks (230g), alle mit unterschiedlichen Garstufen und alle perfekt auf den gewünschten Punkt grilliert:

    Zu den Steaks gab es 4 Sossen (v.l.n.r.): Chimichurri (lecker), Bernaise (hätte m.E. mehr Estragon vertragen können, war aber dennoch auch sehr gut), BBQ (lecker) und Pfeffer (der Gnadenhammer! :D ).

    Schmackige Beilagen waren auch dabei:

    Alles auf den Punkt und schön knackig. Nix mit totgekocht... :)

    Gleich geht es weiter mit dem Nachtisch.

    Apropos erfrischend: da habe ich Euch doch glatt noch ein Detail vom vorangegangenen Seetag vorenthalten. :huh: Den Nachmittag hatten wir nämlich gar nicht so sehr verdrömelt, wie zuerst angegeben – ich war mit den Jungs noch unterwegs zu einem ersten Pool-Check.

    In der Mitte von Deck 18, unmittelbar achtern vom YC, befindet sich im «Magrodome» der «Jungle Pool». Im Prinzip ein Indoor-Pool, das Dach des Magrodome kann jedoch bei Bedarf geöffnet werden.

    Die Grösse des Pools entspricht in etwa der Lagune bei TC, allerdings ist der Pool mit Salzwasser gefüllt. Ein Umstand, der vor allem unserem Kleinen nicht wirklich recht war. So zogen wir schnell zum nächsten Pool weiter. :)

    Das ist dann noch weiter heckwärts auf Deck 18 der «Forest Aquaventure Park», ein Kinderpool mit verschiedensten Spielmöglichkeiten und insgesamt 5 Rutschen. Die kleinste davon ist mit ca. 1m Höhe auch eher für die Kleinsten gedacht. Für alle anderen Rutschen brauchen die Kids zunächst mal das Einverständnis eines Elternteils, der auch eine Haftungsausschlusserklärung unterschreiben muss.

    Die nächstgrössere Rutsche startet von Deck 19 und führt in 2 Schleifen auf Deck 18. Noch weiter oben (quasi auf Deck 20) starten zwei weitere Rutschen, die ihrerseits auf Deck 19 enden. Gleich über zwei Decks führt schliesslich eine fünfte Rutsche, die man in grossen Reifen befährt. Ich glaube, die war aber während der gesamten Reise nicht in Betrieb.

    Im Kinderpool gibt es ausserdem einen Wasserpilz, mehrere Wasserkanonen (mit denen sich die Kids gegenseitig nassmachen können) sowie einen «kippenden Eimer». Für alle, die dieses Element, welches man in letzter Zeit in immer mehr Schwimmbädern vorfindet, nicht kennen: in einen grossen Eimer läuft kontinuierlich Wasser, bis der Eimer zu schwer wird, kippt, und dabei seinen Inhalt über eine vorgelagerte Platte in den Pool ergiesst. Ein Riesenspass für die Kids. :D

    Jo, das mal kurz nachträglich, hat uns dreien viel Spass gemacht. Ich konnte die Jungs nach 1.5 Stunden kaum loseisen. Und in diesem Punkt sehe ich bei TC auch noch eindeutig Nachholbedarf. Sofern man dort überhaupt noch eine Familien-Reederei sein möchte... :/

    In Kürze geht es dann wieder am Gotland-Tag weiter.

    Weiter ging es entlang der historischen Stadtmauer:

    Unser Ziel war der alte Galgenberg der Stadt aus dem 13. Jahrhundert, der älteste noch erhaltene Galgenberg Nordeuropas:

    An den steinernen Stelen waren im Mittelalter Querbalken aus Holz befestigt gewesen, an denen dann der Henkersstrick angebracht wurde. Brrrr, darüber möchte man gar nicht nachdenken… =O

    Von dort aus ging es zur Dalmansporten, dem höchstgelegenen der mittelalterlichen Stadttore. Dort setzte uns unser Fahrer ab, so dass wir die Altstadt nun sehr bequem bergab erkunden konnten.

    Zuerst gingen wir zum Dom:

    Von diesem Punkt aus, hatten wir eine tolle Übersicht über die Altstadt, mittendrin die Ruine der Katharinenkirche:

    Und so sah der Dom von unten aus:

    Die beiden Türme am Ostende dienen heute übrigens ganz weltlichen Zwecken: in einem ist eine Mobilfunk-Sendeanlage untergebracht, im anderen leben mehrere Bienenvölker.

    An dieser Stelle begegnete uns dann auch zum ersten und einzigen Mal während des Ausflugs eine grössere Menschengruppe – eine der Touren vom Schiff. Ansonsten war es in Visby wunderbar ruhig und überhaupt nicht überlaufen gewesen, hat uns sehr gefallen.

    Durch die Gassen kamen wir dann zur «Stora torget», dem alten Marktplatz:

    An einem Ende steht die bereits erwähnte Ruine der Katharinenkirche:

    Und weiter ging es Richtung Hafen, vorbei an vielen alten Kaufmannshäusern – hier das älteste unter ihnen:

    Schliesslich waren wir wieder in Almedalen angekommen, wo bereits unser Bus bereit stand und uns zum Schiff zurückfuhr. Alles in allem war es ein wirklich toller Ausflug, einer der besten, die wir je auf KFen gemacht haben. :thumbup::thumbup::thumbup:

    Als wir allerdings wieder an Bord gehen wollten, gab es ein kleines Problem: die Security wollte uns nicht glauben, dass wir nicht einfach so und individuell von Bors gegangen waren, da wir nicht, wie die anderen Ausflügler, die Busnummer an unseren Oberteilen trugen. Da wurde dann herumtelefoniert, Unruhe machte sich breit – bis mir glücklicherweise einfiel, dass ich noch die Ausflugstickets im Rucksack hatte (die hatte nämlich am Morgen niemand sehen wollen). Das reichte dann als Nachweis, dass wir an einem organisierten Landgang teilgenommen hatten, aus, und wir durften schliesslich doch noch an Bord. :whistling:

    Wo wir sofort auf die Suite gingen und dort den Jacuzi auf der Veranda einem ausgiebigen Test unterzogen… sooo erfrischend… :love:

    (Fortsetzung folgt)

    Als nächtes fuhren wir nach Almedalen, den mittelalterlichen Hafen Visbys, der im Laufe der Zeit verlandet und heute eine Parkanlage ist. Hier finden im Sommer regelmässig Konzerte, aber auch die vor fast 40 Jahren vom damaligen (und später ermordeten) schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme eingeführten «Politikgespräche», statt.

    Im Hintergrund konnten wir schon einen kleinen Abschnitt der Stadtmauer sowie die chrakteristische Sillhouette der Stadt erspähen:

    Eine ungewöhnliche Entdeckung im Park - Mülleimer speziell für Pizzakartons:

    Laut Ursa habe die Stadt vor 2 Jahren zu dieser ungewöhnlichen Massnahme gegriffen, weil sich immer mehr Leute Pizza zum Picknicken in den Park mitnahmen, und die Kartons überall liegenliessen. :(

    Weiter ging es zur Fiskarporten:

    Dort betraten wir dann die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen:

    Hier konnten wir im Verlauf des Ausflugs auch immer wieder die für Visby charakteristischen Holzhäuser aus alten Schiffsplanken bewundern:

    Nach ca. 150m kamen wir dann zum botanischen Garten, der so gar nicht wie einer aussah, eher wie eine Parkanlage. Aber sehr schön angelegt:

    Am Eingang findet sich auch ein Apfelbaum, der bereits bei Gründung des Gartens Mitte des 19. Jahrhunderts gepflanzt wurde, und rund 20 Jahre später in einem Sturm umknickte. Er hat dies jedoch überlebt und trägt bis heute Früchte:

    Auch die berühmten Rosen von Visby haben in dem Garten ihren Platz:

    Am Ausgang des Gartens wartete schon unser Bus. Alle Mann an Bord, als nächstes wird es gruselig…

    (Fortsetzung folgt)

    Natürlich kenne ich noch Pippi Langstrumpf! Welche Frage? Ich habe immer noch die uralten Bücher aufbewahrt und werde sie auch nicht abgeben! Meine Enkel sollen das ruhig auch noch lesen.

    Astrid Lindgren hat den Kindern der Welt eine wunderbare Botschaft hinterlassen:

    Zitat

    Es ist gut so, wie Du bist. Du bist stark! Du bist schön!! Du bist klug!!!

    Mach was draus!!!

    Mit anderen Worten:

    Sei Du selbst! :thumbup::):thumbup:

    Anschliessend ging es zum Mittagessen. Ursa hatte dafür einen Tisch im «Lilla Bjers» (auf Deutsch: «Kleiner Bär») reserviert, einem Restaurant auf einem Bio-Hof, welches fast ausschliesslich mit eigenen Produkten arbeitet. Aus diesem Grund gibt es auf der Internetseite des Hofes auch keine Speisekarte; es gibt nämlich lediglich ein täglich wechselndes Menü auf der Basis dessen, was gerade auf dem Hof geerntet wurde.

    Hier zunächst ein Foto der gotländischen Landschaft auf dem Weg zum «Lilla Bjers»:

    Auf dem Hof kann man wahlweise im Freien oder in einem Gewächshaus sitzen:

    Es gibt auch einen Hofladen, wo die Erzeugnisse verkauft werden:

    Zur Begrüssung gab es erstmal selbstgebackenes Brot und Knäckebrot (und zwar nach traditioneller Art von der Scheibe gebrochen, nicht die rechteckigen Scheiben, wie wir sie sonst kennen) mit selbstgemachter Salzbutter:

    Die Vorspeise war ein gemischter Salat mit selbstgemachtem Schafskäse:

    Der Hauptgang war eine selbst gewurstete Schafsbratwurst mit sauer eingelegten Gurken und Beeten und jungen Kartoffeln (extra gereicht, deshalb nicht auf dem Foto):

    Zum Nachtisch ein Dreierlei von der Melone mit Melonenstücken, Meloneneis und einer Melonencreme:

    Alles sehr, sehr lecker, wir waren absolut begeistert. :love::love::love:

    Kein Wunder, dass sehr viele Schweden das «Lilla Bjers» zu den besten Restaurants des Landes zählen – es ist sogar im Guide Michelin verzeichnet. Und die Menüs sind auch gar nicht so teuer: ich habe am Ende für uns 5 nur gut CHF 150 bezahlt (und da waren bereits je ein gotländischer Birnen- un Apfelcider für meine Frau und mich inkludiert – Alkohol ist in Skandinavien ja traditionell recht teuer :huh: ).

    Solltet Ihr mal in Zukunft auf Gotland sein, so können wir Euch dieses Restaurant nur wärmstens empfehlen. :thumbup:

    (Fortsetzung folgt)

    Tag 3 – Visby (Gotland), Schweden:

    Zeit für Abenteuer, Zeit für den ersten Landgang der Reise. Aber zuerst nahmen wir im YC unser Frühstück zu uns.

    Die Karte dort ist sehr umfangreich, und in etwa mit dem Frühstück im Atlantik vergleichbar. Ich musste natürlich ganz dringend die Eggs Benedict probieren:

    (Mit liebem Gruß an Helmut ebenezer ! ;) )

    Sie waren wirklich sehr gut, allerdings war eines der Eier ein wenig ausgelaufen und hatte sich mit der Hollandaise vermengt. Egal, Hauptsache, es schmeckt! An die von mir bereits in anderen RBen erwähnten besten Eggs Benedict der Welt, die ich vor 4 Jahren mal in einem Hotel in Minneapolis probieren durfte, kamen diese zwar auch um Längen nicht heran, mit ihren Pendants bei TC können sie jedoch problemlos mithalten. :thumbup:

    Anschliessend warteten wir in der Top Sail Lounge auf den Aufbruch. Im Gegensatz zu den anderen Passagieren, die für die Landgänge jeweils zu bestimmten Sammelpunkten im Schiff laufen müssen, werden die YC-Gäste ebendort von einem Butler abgeholt und zu den Bussen gebracht. Man bekommt einen Sticker mit der Busnummer, den man sich gut sichtbar aufkleben muss, dann wird nacheinander aufgerufen.

    Es gibt allerdings keine Busse nur für YC-Gäste, vielmehr werden diese in kleinen Gruppen verschiedenen Bussen zugeordnet. War aber alles sehr gut durchorganisiert. :)

    Und so machten wir uns gegen 9:50 Uhr unter Begleitungs von Joes Butler auf den Weg nach unten. Im Fahrstuhl gab es dann eine Begebenheit, die mir am Ende wirklich peinlich war: der Butler machte mich darauf aufmerksam, dass sich an meinem rechten Schuh die Schnürsenkel gelöst hatten. Als ich mich daraufhin hinknien wollte, um den Schuh neu zu binden, meinte der Butler: «No, Sir, I will do it for you!», tauchte bodenwärts ab und band mir tatsächlich die Schnürsenkel zu.

    Das hat seit meinem 5. Lebensjahr niemand mehr für mich gemacht! Ich wusste in diesem Moment echt nicht, was ich sagen sollte… :huh:

    Am Pier nahm uns dann unser Suiten-Butler in Empfang und brachte uns auf einem eigenen Weg (ja, selbst am Pier gibt es einen eigenen Laufweg für YC-Gäste!) zu einem Bus, der normalerweise bis zu 20 Personen befördern kann. Dort erwarteten uns unser Fahrer Lasse und unsere Tourführerin Ursa. Fun fact: nehmt nur einen Buchstaben ihres Namens weg, dann wisst Ihr, wie unser jüngerer Sohn heisst. Die beiden verstanden sich auch sofort bestens.

    Ursa ist eine echte Gotländerin, hat fast ihr ganzes Leben auf der Insel verbracht. Sie macht allerdings auch Touren in Stockholm, ein Umstand, der für Joe sehr interessant wurde, da einige seiner Vorfahren aus Schweden stammen. Er tauschte dann auch gleich Telefonnummern und eMail-Adressen mit Ursa aus, möchte im Laufe des Herbstes nochmal nach Stockholm reisen, um ein wenig Ahnenforschung zu betreiben.

    Eigentlich sollte uns unser Ausflug als erstes in die Altstadt von Visby führen, aber Ursa hatte die Reihenfolge kurzfristig geändert, da unser erstes Ziel am Nachmittag geschlossen wäre. Und so fuhren wir die knapp 10km nach Südwesten, in den kleinen Küstenort Kneippbyn.

    Und dort stand sie dann, der Ort der Abenteuer unserer Kindheit – Villa Vollekulla:

    Ich hatte echt Pipi in den Augen (nota bene: kein Pippi!), denn ich habe die Filme in meiner Kindheit geliebt (und sie liefen ja früher auch sehr zuverlässig jedes Jahr im ZDF-Ferienprogramm (kent das eigentlich hier noch jemand?)). Auch der Innenbereich liess, zumindest im Erdgeschoss, viele Erinnerungen hochkommen:

    Sogar das Jäckchen von Herrn Nilsson und die Hufeisen vom Kleinen Onkel werden dort aufbewahrt:

    Und im 1. Stock findet man die alte Schreibmaschine von Astrid Lindgren, auf der sie die Pippi-Bücher geschrieben hat:

    Der Rest des Obergeschosses ist dann noch voll von Requisiten aus Pippis Piratenfilmen. Für den Weg nach unten kann man dann wahlweise auf der Treppe zurückgehen oder – sehr zur Gaudi unserer Jungs – eine Rutsche nehmen.

    Vor dem Haus gibt es ausserdem Zuschauertribünen: hier werden in Nicht-Pandemie-Zeiten im Sommer jeden Abend Pippis Abenteuer mit Schauspielern neu-aufgeführt. Und hinter den Tribünen befindet sich ein Nachbau von Pippis Schiff, der «Hoppetosse».

    Ursa erzählte uns dann auch von ihrem ganz persönlichen Pippi-Erlebnis. Als sie 6 Jahre alt war, wurde gerade in Visby der allererste Pippi-Film gedreht. Wie viele Kinder auf Gotland hatte sie sich um eine Komparsenrolle beworben, wurde aber leider nicht berücksichtigt. Ihr Vater betrieb jedoch zu dieser Zeit einen kleinen Krämerladen in Visby, in dem die Filmleute öfters einkauften.

    Als sie eines Tages im Laden war, kamen wieder einige Mitglieder der Filmcrew vorbei und hatten auch den Affen, der in dem Film die Rolle des «Herr Nilsson» verkörperte, an einer Leine dabei. Allerdings konnte sich der Affe unerwartet von seiner Leine losreissen, britze aus und versteckte sich auf den Regalen des Ladens.

    Es hat dann mehr als eine halbe Stunde gedauert, bis die Filmleute – sehr zur Gaudi der herbeigeeilten Kinder – den Affen wieder eingefangen hatten. Bis dahin hatte der Affe dann auch mehrere Leute, zum Teil sehr übel, gebissen.

    Soviel zur «Wahrheit über Herrn Nilsson», die mit dem heutigen Tag nun endlich öffentlich enthüllt wurde. :D

    Eines sei allerdings noch erwähnt: Kneippbyn ist nicht der ursprüngliche Standort der Villa Vollekulla. Das Haus stand ursprünglich in einem Vorort von Visby, wo es mit der Zeit ziemlich verfallen ist, bis es ein Investor vor gut 20 Jahren kaufte, nach Keippbyn transportieren und restaurieren liess und darum einen kleinen Freizeitpark, dass «Sommarland» errichten liess (und später gegenüber auch noch einen Wasserpark).

    Hier finden sich jede Menge Möglichkeiten für Familien, einen schönen Tag mit viel Spass zu verbringen. Es gibt Hüpfburgen, Trampoline, Karussells, eine kleine Achterbahn (die aber gerade wegen Reparaturarbeiten nicht in Betrieb war), einen kleinen Freifallturm, einen Klettergarten, Tretboote, eine Seilbahn uvm.

    Ursa hatte die Eintrittskarten dankenswerterweise schon im Voraus gekauft, so dass wir uns nicht an der langen Schlange deswegen anstellen mussten.

    Im Park selber erinnerte nun gar nichts mehr an die Pandemie. Masken? Komplette Fehlanzeige! Abstand? Woher denn! Aber das ist nun einmal der «Schwedische Weg». Die Kompatibilität mit den MSC-Hygieneregeln für Landausflüge war jedenfalls – ehrlich gesagt – Null. 8|

    Nach dem mittäglichen Restauranttest brauchte ich erstmal ein paar Vitamine ;) , welche ich in der Top Sail Lounge im YC bestellte:

    Und ich muss sagen: das war die verdammt-noch-mal beste Bloody Mary, die ich je getrunken habe! Hervorragend gemixt, mit der perfekten Schärfe – so muss das. Und scharf ging es auch gleich weiter – mit einem Jalapeño-Caipirinha:

    Ungewohnt, aber lecker. Im YC kann man zu den Drinks auch aus einer Reihe kleiner Knabberereien wählen. Absolut spitze sind die Kesselchips:

    Und so verdrömelten wir allmählich den Nachmittag in der Lounge und später auf unserer Veranda.

    Für den Abend stand der erste Teil unseres Restaurantpakets an. Auf der Seaview gibt es insgesamt 4 Aufpreisrestaurants, von denen 3 direkt gegenüber dem Eingang zum YC auf Deck 16 liegen. Da spart man sich die langen Laufwege, wie z.B. auf den TC-Schiffen.

    Einzig nicht am YC liegt ein französisches Bistro, welches wir mangels Zeit jedoch auf dieser Reise nicht ausprobierten. Die Restaurants am YC sind das «Ocean Cay», wo es Fisch und Meeresfrüchte gibt (auch aus Zeitgründen nicht getestet), das Steakhouse «Butchers Cut» (dazu später mehr) und das «Asian Market», für das wir besagtes Paket gebucht hatten.

    Dieses beinhaltet 1 Sushi-Menü, 1x Asian Fusion Kitchen und 1x Teppanyaki. Alles zusammen für €62 pro Person. Für diesen Abend hatten Joe, meine Frau und ich eine Reservation für Sushi.

    Man kann in allen Restaurants auch à la carte essen, allerdings sind hier die Preise deutlich höher als bei TC, wo ja beim Besuch der Spezialitätenrestaurants der Umstand, dass man dann nicht im Inklusivrestaurant isst, bereits eingepreist ist. Man kann das im Paket enthaltene 3-Gände-Menü auch für €29 einzeln bekommen.

    Sehr edel gleich die Eindeckung - Essstäbchen aus Metall bin ich so nicht gewohnt, kenne sie bislang nur in Holz oder Kunststoff:

    Für den ersten Gang hat man die Auswahl aus 3 Sorten Nigiri bzw. Sashimi. Ich hatte Weissfisch-Sashimi, Oktopus-Nigiri und ein Gunkan mit Kaviar:

    Klein aber fein, das machte Appetit auf mehr. Für den Hauptgang kann man aus 4 verschiedenen Rolls auswählen; ich hatte die «Angry-Dragon-Roll»:

    Absolut genial, eine tolle Komposition mit Aal, in einem Backteig frittiert. Joe hatte eine Garnelenrolle, die nach seiner Aussage auch sehr lecker war (insgesamt waren es sogar 8 Stücke, aber Joes Appetit war schneller als mein Finger am Auslöser der Kamera):

    Und zum Nachtisch nochmal 4 Optionen. Meine Frau und Joe hatten eine Créme brullée auf Matcha-Basis:

    Ich habe kurz bei meiner Frau probiert: sehr fein, etwas süss, etwas herb, mit einer schönen Kruste. Für mich waren es die Malasadas, eine Art Windbeutel nach portugiesischem Rezept mit einer Rum-Honig-Sosse:

    Auch extrem lecker, das war ein toller Abschluss des Menüs. Und obwohl das alles nicht nach sehr viel aussah, auch absolut sättigend. Wir waren schon sehr neugierig auf die weiteren Abende.

    Während meine Frau danach zur Suite zurückkehrte, machten Joe und ich uns noch auf zu einer Bar am Heck, um mal ein wenig Zeit zum Quatschen alleine zu haben. Auf dem Weg dahin habe ich im Atrium noch versucht, den wunderschönen Sonnenuntergang abzulichten, aber dank Innenlicht wurde die Aufnahme nicht so besonders…

    Währenddessen sorgte auf der Suite unser Butler für Verwirrung, als er uns die Tickets für den morgigen Ausflug in Visby brachte. Denn anstatt des gebuchten Privatausfluges sollten wir nun doch auf den ursprünglich gebuchten Rundgang gehen (der stand auch immernoch in der App). Allgemeine Verwirrung, meine Frau ging gleich zur Concierge, um das aufzuklären. Und immerhin: um 22:30 Uhr brachte der Butler nun die korrekten Ausflugstickets. Und unsere Testzertifikate vom Samstag, die wir auf dem Ausflug unbedingt mitführen sollten. Um 9:45 sollte es in der Top Sail Lounge losgehen. Eine gute Gelegenheit, vorher noch das Frühstück im YC anzutesten.

    Also dann, bald geht es weiter.