Beiträge von Faulpelz

    Und dann kamen wir dorthin, wo vor ein paar Monaten noch ein See gewesen war, der dort eigentlich nicht hingehörte: ;(


    Uns war ja auch von Anfang an klar gewesen, dass unsere Reise nach Tansania dem Weltklima nicht unbedingt guttun würde. Naja, das tut ja strenggenommen keine unserer Reisen. Und wir alle haben ja in den letzten Jahren die Berichterstattung mitbekommen, wenn die Wetterkapriolen bei uns in Mitteleuropa mal wieder – und immer häufiger – zugeschlagen haben.

    Aber irgendwie hatten wir nicht damit gerechnet, darauf auch kurz südlich des Äquators, mitten in Afrika zu treffen. Und dennoch nehmen auch dort die Wetterextreme zu.


    Elche im Grenzgebiet zwischen Land und Wasser:

    Und dann wieder "an Bord" des Jeeps:

    Aber überall, wo der Mensch Mutter Natur eine reingehauen hat, finden sich zum Glück auch wieder Bewohner dieses Planeten, die bereit sind, dort zu wohnen. Das Leben findet halt immer einen Weg, diesmal in Form einiger Zebras: :*

    Und einer Pavianmutter mit Nachwuchs: :love:

    Und wieder Vögel:

    Auch mal mit Echse:


    Ein sehr pittoresker [1] Bachlauf:

    Dann kreuzte mal wieder ein Elefant unseren Weg:

    Und erneut Affen in den Bäumen:

    Von dieser Stelle im Park konnten wir auch noch einmal einen guten Blick auf die Lodge, in der wir in der vorangegangenen Nacht geschlafen hatten, erlangen:


    [1]

    Ich wollte schon immer mal das schöne altmodische Wort "pittoresk" in einen RB einbauen. Jetzt ist es mir endlich gelungen...

    Am nächsten Morgen erwartete uns noch einmal ein reichhaltiges Frühstück – teils europäisch, teils afrikanisch: :love:

    Verschiedene gedünstete und gebratene Wurzeln, dazu Spiegelei auf grobem Brot, gebratenes Poulet mit Kräutern - und "Tree Tomato Juice".

    Dazu tansanischer Tee, welchen ich inzwischen sehr schätzen gelernt hatte. :)

    Vor unserer Abfahrt machte ich noch ein Foto von der Hotelanlage aus auf den Lake Manyara, zu dem wir an diesem Tag fahren wollten:

    Auf dem Weg konnte ich auch noch einen der vielen dort zu diesem Zeitpunkt in prachtvollem lila blühenden Bäume machen (den Namen habe ich leider vergessen):

    Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir den Parkeingang:

    Eines gleich vorweg: die grösste Attraktion des Parks, die riesigen Flamingoschwärme, würden wir an diesem Tag nicht zu Gesicht bekommen. Schuld daran war der Umstand, dass die letzte Regenzeit sehr kurz aber dafür sehr heftig ausgefallen war (ein Problem, welches durch den Klimawandel noch zunehmen wird) und die Uferregionen infolgedessen zunächst extrem weit überflutet worden waren (was viele Bäume dort schlichtweg ersäuft hat), danach tat die nachfolgende Trockenzeit ihr Übriges. Der pH-Wert des Sees stimmte einfach nicht mehr, viele Nahrungstiere der Flamingos waren schon vor Wochen einfach nicht mehr vorhanden. :(;(

    Aber dafür bekamen wir eine Reihe anderer Vögel zu sehen, zum Beispiel Nashornvögel:


    Habe ich eigentlich schon etwas zu Nashornvögeln geschrieben? Der RB ist inzwischen so lang, dass ich ein wenig den Überblick verloren habe. Aber ich glaube, dies stand noch aus, also:

    [mal wieder ein Einschub:]

    Nashornvögel benutzen zum Brüten Baumhöhlen, in denen das Männchen das Weibchen mit Lehm regelrecht einmauert. Gleichzeitig rupft sich das Weibchen sämtliche groben Flugfedern aus, um für ihre Brut möglichst weich und kuschelig zu sein. Dadurch kann sie allerdings dann eine Weile nicht mehr fliegen und ist in doppelter Hinsicht darauf angewiesen, vom Männchen durch einen winzigen Spalt in der Öffnung der Bruthöhle permanent gefüttert zu werden.


    Dieses Verhalten ist zwar ein sehr guter Schutz der Brut vor Fressfeinden, macht aber die Vögel auf andere Weise sehr angreifbar. Denn falls das Männchen stirbt, sterben auch Weibchen und Nachwuchs.


    Aus diesem Grund ist es unter der tansanischen Bevölkerung auch streng verpönt und gilt als Unglückszeichen, einen Nashornvogel zu erlegen.

    [Ende des Einschubs]

    In den Bäumen über uns tobten auch sehr viele Affen. Aber erst in einem Gebüsch am Wegesrand konnten wir einen von ihnen erspähen:

    Ein «Blue Monkey». Und noch einer:

    Auch ihren Verwandten, den Pavianen, begegneten wir:


    Auf unserem Weg in die letzte Lounge im Norden Festland-Tanzanias:

    An der Rezeption konnten wir nochmals die klassische Rundbauweise erkennen:

    Hier noch Bilder aus unserem Hotelzimmer:

    Und unsere «komfortable Hütte» für die Nacht:


    Das Dinner des Tages:

    Dann fuhren wir zurück in die Lodge. Von unterwegs hier ein paar Bilder aus den von uns durchfahrenen Dörfern:

    Hier noch ein paar Fotos aus der wirklich grossartigen Lodge:

    Und natürlich von unserem Lunch – als Vorspeise gab es eine gelbe Erbsen-Rüben-Suppe:

    Mmmmhhh, lecker! :) Zum Hauptgang dann Fisch-Ravioli mit einer Tomaten-Fenchel-Sosse und sauerscharfem Bohnensalat:

    Dann hiess es schon wieder, Abschied zu nehmen. Die Lodge («Ziwani Lodge Lake Eyasi») war sicherlich eine der besten Lodges unserer Reise. Der einzige Schönheitsfehler: WLAN-Empfang gab es nur im Hauptgebäude. ;(

    Aber ansonsten: absolute Buchungsempfehlung! :love:

    Ich finde es total faszinierend Faulpelz ! Vor allem, dass dieses Volk immer noch genauso lebt!

    Sind wir denn hier in Europa so anders? :/

    Nebenbei:

    Ich hatte gerade heute Nachmittag einen Notfall-Hausbesuch bei einer sterbenden Patientin auf einem der von mir betreuten Dörfer. Für den Rückweg nach Hause hatte ich die Wahl:

    - entweder über gut ausgebaute Kantonsstrassen mit einer Fahrtzeit von mindestens 35 Minuten

    - oder die Abkürzung durchs Tal und den Wald, über Felder und Höhen der Nachbardörfer, mit maximal 20 Minuten

    Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, gegen halb 6 Uhr abends, schon unter aufziehender Dunkelheit. Das ist der Grund, warum ich mir einen Mini-SUV leiste. Und darüber werde ich auch jederzeit mit Klimaaktivist*innen diskutieren.

    Kurz vor unserem Dorf lief mir dann ein Wolf vor den Kühler!

    Er war dankenswerterweise ausreichend scheu und ich schnell genug auf dem Bremspedal. :)

    Gehörte der kleine Hund auf dem Foto auch zum Stamm?

    Yep. Da liefen sogar mehrere Hündinnen mit ihrem Nachwuchs herum.

    Die werden von den Hadzabe zur Jagd ausgebildet und darauf mitgenommen. Das passt auch total ins Bild eines Jäger-Sammler-Stammes nach Vorbild der europäischen Bevölkerungsgruppen vor mehr als 10'000 Jahren.

    Irgendwie so haben also auch unsere Vorfahren am Beginn der Menschheitswerdung gelebt. Schon cool und gleichzeitig eindrücklich, gell? ;)

    Ausserdem stand für uns ja noch ein weiterer Punkt unseres Besuchs an – das Bogenschiessen!

    Auf dem «Schiessstand» der Hadzabe wurde uns dann auch klar, wofür unsere schwyyzzerisches Geschenk gut sein würde. Denn wenn auch die Schweizer Armee-Messer für die Hadzabe kaum in ihrer Jagd nützlich sein würden, so werden sie es in der Zukunft sehr wohl für das Schnitzen guter Pfeile sein:

    Die beiden jungen Männer, denen die beiden Messer schlussendlich übergeben worden waren, entpuppten sich nämlich als die "Pfeilmacher" der Gemeinschaft. Einer der beiden war der älteste Sohn eines der Dorfhäuptlinge und seiner Frau, hatte sich im Foto weiter oben unserer Söhne im Bogenschiesstraining angenommen.

    Und genau dafür wurden wir dann schliesslich auch von den Frauen des Dorfes empfangen und zu einem Tanz eingeladen:

    (Wohlgemerkt: das ist nur ein Foto VOR unserer Teilnahme am Tanz!) :love:

    Am Ausgang des Dorfes konnten wir nochmal erleben, unter welch einfachen Bedingungen der Stamm lebt:


    Meine Familie in einer Hütte, in der keine*r von ihnen mehr als 24 Stunden leben wollte? Ein erneutes eindrückliches Erlebnis. ;)

    Aber das war noch gar nichts im Vergleich mit dem Dorfchef und seinem ältesten Sohn, die uns vor unserem Gang zum Jeep unbedingt zeigen wollten, welch grosses Jagd-Ergebnis wir am Morgen verpasst hatten:

    Das war echt ein tolles Erlebnis. Sobald einer der Hadzabe-Häuptlinge fertig war, fing der andere von vorne an, von der grossen Jagd zu erzählen. Und so weiter, und so fort. In Excessis, in Infinitum. :)^^:D

    (Fortsetzung folgt)

    Uns war es jedoch sehr egal, was die Esel vor uns denn nun beförderten. Und so erreichten wir nach einiger Zeit das Dorf der Hadzabe-Buschleute:

    Die Hadzabe sind ein Nomadenstamm, welcher seine Hütten auf der Basis einfachster Holzkonstruktionen baut und dann mit örtlichem Blattwerk bedeckt:

    Der Anführer des Stammes hat seinen Sitz in einem alten, im Inneren holhlen Baobab-Baum:


    Nebenan die Feuerstelle des Dorfes, bewacht von Schädeln örtlicher Affen:


    Und dann kam der Stamm, um uns zu begrüssen.

    Also genau genommen die Männer des Stammes mit den Kindern. Wir wurden eingeladen, von ihnen die Kunst des Feuermachens zu erlernen. Da haben Schnarrrchsack und ich doch gleich die Jungs vorausgeschickt.

    Auf ein Stück Metall (in diesem Fall ein von den Datoga geschmiedetes Messer) wurde ein Stück Weichholz gelegt:

    Und dann wurde der Feuerspeer mit dem Bogen heftig hin und her gedreht. Ergebnis nach weniger als einer Minute: eine kleine Glut, auf die ein wenig Holzwolle gelegt und wenig später angeblasen wurde:

    Die Herausforderung nahmen unsere Jungs gerne und sofort an:

    In diesem Fall war es Schnarchpelz , welcher innert nur 20 Sekunden sein Feuer entfachte. Aber auch sein kleiner Bruder brauchte dafür nur wenig länger.

    Und das darf als riesiger Erfolg betrachtet werden, da der Junge bis dahin grosse Angst vor offenem Feuer hatte. Kuriert innert weniger Minuten bei den Hadzabe. Chapeau!

    An dieser Stelle wollte ich dann ein paar Geschenke an den Stamm loswerden. Wir hatten uns natürlich im Vorfeld der Reise informiert, ob man den Buschleuten überhaupt sinnvollerweise ein Geschenk mitbringen könnte/sollte, und falls ja, was das denn sein könnte.

    An dieser Stelle daher ein

    [Einschub über (ost)afrikanische Buschleute und ihre Gesellschaft]:


    Die afrikanischen Buschleute, egal ob in der Kalahari (wie aus den Kultfilmen von Jamie Uyis bekannt) oder auch in Ostafrika, kennen keinerlei privaten Besitz! Alles, was dem Stamm nützlich sein könnte, gehört auch dem gesamten Stamm. Dies soll verhindern, dass Neid betreffend bestimmter Güter entsteht.


    Wenn man als Besucher also ein Geschenk mitbringen möchte, so sollte man dies mindestens in zweifacher Ausführung übergeben. Und selbst dann sollte man vor der Übergabe in jedem Fall den Stamesobersten und seine Hauptfrau um Erlaubnis fragen, die Geschenke übergeben zu dürfen.

    [Ende des Einschubs über die Gesellschaft ostafrikanischer Buschleute]

    Was ich in diesem Moment in meiner Tasche hatte, waren zwei originale Schweizer Armee-Taschenmesser. Und zwar in ihrer einfachsten Version.

    Soll heissen:

    - eine grosse (Säge-)Klinge mit Einhand-Ausklapp-Vorrichtung und Feststellfunktion und mit ein paar Zusatzfunktionen

    - einer Pinzette

    - einem Zahnstocher

    Ich habe die beiden Messer unserem Guide übergeben, welcher diese sehr schnell an zwei junge Hadzabe weitergab, nicht ohne die Messer wortreich zu erklären. Ich musste dann auch erstmal die Feststellfunktion erläutern.

    Plötzlich war ich völlig unerwartet umringt von Hadzabe. Umgeben von einem Chor der klassischen Klicksprache der afrikanischen Buschleute. Ich verlor auch völlig den Überblick, wo denn die beide Messer geblieben waren. Wo war meine Familie? Wo waren die Jungs?!? 8|

    Keine Sorge, liebe Foristi, ich war nicht in Gefahr! Ich erlebte nur einen spontanen Ausbruch der Begeisterung der Hadzabe. Denn schnell bot mir einer der Dorf-Chefs seine Hand an, damit ich wieder aufstehen konnte. Und einer seiner Krieger hatte schon schnell herausgefunden, wie die in den Messern integrierte Pinzette für das Entfernen lästiger Dornen genutzt werden konnte. :)

    Die Nacht in der Lodge war grossartig. Das anschliessende Frühstück ebenso.

    Von der Terrasse der Lounge hatten wir wieder einmal einen grossartigen Blick in die darunterliegende Ebene:

    Heute war ein Besuch bei den Hadzabe angesagt, Buschleuten (wie wir sie bislang nur aus dem Film «Die Götter müssen verrückt sein» kannten), dem letzten Jäger-Sammler-Stamm Ostafrikas.

    Wir hatten im Vorfeld die Option gehabt, die Hadzabe auf ihrer Jagd zu begleiten. Allerdings hätten wir dafür um 4 Uhr morgens aufstehen müssen. Und wir waren uns ausserdem unsicher gewesen, ob diese Jagd etwas für unsere Jungs gewesen wäre…

    Also hatten wir vereinbart, erst nach dem Frühstück zu ihrem «Dorf» aufzubrechen. Es ging wieder vorbei an den Anlagen der hiesigen Farmer, zum Beispiel jene Scheunen, in denen diese die dort angebauten Zwiebeln trockneten:

    Die danebenliegenden Dorf-Bauten wirkten auf uns auch nicht wirklich professionell:

    Schon bald verliessen wir wieder einmal die etablierte Piste mitten in die Savanne:

    Zwischendurch passierten wir mehrere Dörfer der Datoga:

    Vor uns kamen ein paar Esel mit Packtaschen in Sicht:

    Das sah irgendwie sehr urig aus, vor allem, weil die Esel ihren Weg so ohne Weiteres selber zu finden schienen. Aber unser Guide erzählte uns schnell eine andere Geschichte hinter diesen Transporten:

    Die grossartige Trainierbarkeit der Grautiere auf feste Routen wird nämlich schon seit vielen Jahren von Opium-Schmugglern beidseits der Grenze zu Kenia eingesetzt, um Drogen über die Landesgrenzen zu bringen!

    Das Ganze folgt einer wirklich perversen Logik: die Schmuggler auf einer Seite der Grenze beladen die Esel und schicken diese auf den trainierten Weg. Sofern die Esel das jeweils andere Land erreichen, wird ihnen die Ladung abgenommen und weiter verschifft.

    Werden die Esel jedoch von Grenzbeamten erwischt, hauen die Drogenschmuggler einfach ab und müssen nichts befürchten. Fies, nicht wahr?

    Okay, jetzt isses offiziell: wir gehen hiermit wieder von Bord. ;(

    Wir haben die Reise umgebucht auf eine 14-Tage-Mittelmeerreise mit der MS 5 in den Sommerferien 2024. Grund sind derzeitige finanzielle Unwägbarkeiten, deretwegen wir einfach mit den noch für die Reise anstehenden Kosten (Restzahlung, Vorübernachtung und Bordleistungen wären locker auf über 15k Euronen gekommen) gehadert haben. Im Moment hat das Geschäft Vorrang, ein Luxusurlaub in unserer Hochsaison passt da leider nicht. :(

    Euch allen trotzdem viel Spass auf der Reise, geniesst es! :*

    Faulpelz , ich werde nie mehr ungebührlich auf deine Kommentare kommentieren !

    Versprochen! Jemand, der mit meinen Helden beim saufen war, ist für mich eine Lichtgestalt!

    Die Bücher und die Filme von Adams und Monty Pyhton begleiteten mich von der Jugend bis ins Alter. Jetzt bleibt mir nur, die alten Filme und Bücher immer wieder zu schauen und zu lesen. Gott sei Dank, kam noch Terry Pratchett! Der ist aber auch schon verstorben, viel zu früh.

    Was einem noch bleibt, ist Kreuzfahrt! Da gibt es wenigstens lustige Schritte! ;)

    Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema "britische Kult-Autoren" (und ich genehmige mir hiermit selber mal das OT):

    Ist Dir vielleicht schon einmal "Tom Holt" literarisch über den Weg gelaufen?

    Leider wurde nur ein sehr kleiner Teil seiner Bücher ins Deutsche übersetzt (und die sind heutzutahe nur noch antiquarisch zu bekommen), aber im englischen Original veröffentlicht er fleissig weiter. Während in Deutschland der "Heyne-Verlag" als alleiniger Rechte-Inhaber jegliche weitere Übersetzung verhindet. :(

    Um Tom Holt mal kurz zu erklären:

    Seine Bücher spielen stets irgendwie in unserer Realität, allerdings kommen da regelmässig mystische und Sagen-Inhalte mit ins Spiel.

    So leidet bspw. in meinem Lieblingsbuch "Im Himmel ist die Hölle los" der christliche Himmel unter massiver Überbürokratisierung, und muss mit ansehen, dass seine einzig funktionierende Unterabteilung die Hölle ist, seitdem dort modernes und kapitalistisches Management eingeführt wurde.

    Meine absolute LIeblingsszene in dem Buch ist es, als ein junger Hilfsengel in die Abteilung für Naturkatastrophen versetzt wird und als ersten Auftrag bekommt, den Nil "bis Memphis über die Ufer treten zu lassen". Infolge fundamentaler geographischer Unkenntnis und noch grösserer Inkompetenz vermissen in der Folge die Ägypter einen kompletten Fluss, während die US-Südstaaten in einer Flut aus nährstoffreichen Schlamm ersticken. :D

    Und dann natürlich die Geschichte mit den drei Engel-Azubis, die mal eben den Sonnenwagen klauen, um damit eine Spritztour zu machen. Leider bleiben sie dabei über Ostafrika liegen und schalten den Warnblinker ein. Woraufhin die Hälfte der Bevölkerung Afrikas epileptische Anfälle infolge unkontrollierter Strroboskopeffekte bekommt. :)

    Dann gibt es noch das Buch "Snottys Gral", in dem es darum geht, das die Gralsritter seit mehr als einem Jahrtausend ihre Suche immer noch nicht abschliessen konnten. Um ihre Suche zu perfektionieren und in alle britischen Haushalte schauen zu können, entwickeln sie eine geniale Idee: sie gründen einen Pizza-Lieferdienst! ^^

    Oder auch das Buch "Faust und Konsorten". In diesem gibt die Hölle zur Image-Verbesserung einen eigenen Freizeitpark in Auftrag, bestellt aber blöderweise ihren Dauer-Insassen Hieronymus Bosch als Konstrukteur. Woraufhin sämtlichen Besuchern am Ende der Fahr-Attraktionen von vogelköpfigen Dämonen die Köpfe abgebissen werden.

    H. Bosch hat dabei sogar eine ganz besondere Vision von einer Maus mit grossen Ohren und Händen - aber das ist dann selbst ihm zu extrem... :evil:

    Mit "Der Ziegenchor" und "Der Garten hinter der Mauer" hat sich Tom Holt auch auf sehr spezielle Weise mit der griechischen Antike auseinandergesetzt.

    Hoffe, Dich damit ein wenig "angefüttert" zu haben... ;)

    Nachdem wir ein paar Souvenirs erstanden hatten, fuhren wir in die Lodge, in der wir die kommende Nacht verbringen sollten. Erstmals lag diese auf unserer Reise ausserhalb eines Nationalparks, in der Region «Lake Eyasi».

    Die Lodge ist sehr im arabischen Stil gehalten, unsere Zimmer waren grossartig:


    Wir hatten sogar eine eigene Dachterrasse: :)


    Von unserer Erdgeschoss-Terrasse hatten wir einen tollen Blick auf den See in der Ferne:


    Da waren sogar die Elche begeistert: :*

    Vor dem Abendessen konnten wir einen kleinen Aperitiv auf dem Dach des Hauptgebäudes nehmen:

    (ein wirklich grossartiger Hummus mit Gemüse und fruchtige Salsa mit frischem Brot)


    Wir waren übrigens an diesem Abend die einzigen Gäste in der Lounge, deswegen gab es auch nur eine begrenzte Menü-Auswahl. Wobei sich das Personal aber dennoch jede Mühe gab, den manchmal schwierigen Sonderwünschen unserer Jungs entgegenzukommen:


    Und so fielen wir wieder einmalk satt und selig in unsere (Himmel-)Betten. :saint:

    Das soll es nun endgültig für heute gewesen sein. Bleibt bitte dran, es folgen noch jede Menge weiterer grandioser Erlebnisse.

    Vor allem am Folgetag, wenn wir die Hadzabe besuchen. ;)