Beiträge von Faulpelz

    Ich finde es schwer nachvollziehbar, dass TC nur die unmittelbar kommenden Abfahrten abgesagt hat. Ich meine: selbst wenn sich die Lage bereits in den nächsten Tagen wieder beruhigen würde, wäre die Region auf absehbare Zeit unsicher. Und ob man in HH wochenlang einen Krisenstab vorhalten möchte und kann, wage ich zu bezweifeln.

    Auch wenn es weh täte, aber für mich wäre die einzig rationale und verantwortungsvolle Reaktion, den Rest der Orientsaison abzusagen.

    Und der letzte Koffer ist weg. Den letzten Cocktail haben wir schon vorhin getrunken, nun ab in die Heia, morgen müssen wir früh raus, schliesslich haben wir noch eine lange Heimreise vor uns. Wenn alles gut läuft, sind wir morgen Abend gegen 8 wieder zuhause.

    Und am Montag geht es dann nahtlos weiter: für die Jungs in der Schule, für meine Frau und mich in der Praxis. Immerhin kehren am Montagnachmittag unsere Miezis nach Hause zurück. :love:

    Gestern Abend fand dann im Klanghaus noch das zweite Kulturdinner zu Geschichten von Roald Dahl statt. Diesmal ging es um «Gelée Royale» und «Die Wirtin». Es gab wieder die lange Tafel, nur dass diesmal jede*r eine eigene Etagiere vor sich hatte:

    Hier das Menü des Abends:

    Die Vorspeisen in der Reihenfolge aus der Menükarte:

    Alles ganz lecker, aber das Thunfischtartar war eine echte Wucht! :love:

    (Auf dem Apfel-Gin-Gelee suchte ich die essbaren Blüten übrigens vergeblich, aber ich halte es dabei sowieso mit Tim Mälzer: bei Blumen auf dem Essen bin ich raus.)

    Wieder sahen wir eine Mischung aus Live-Hörspiel und szenischer Darstellung, dargebracht durch dieselben beiden Schauspieler wie beim letzten Mal. Besonders zur Atmosphäre der ersten Geschichte trug bei, dass im Hintergrund zunächst sehr leise, im Verlauf immer lauter, ein Bienensummen zu hören war. :huh:

    Passend zum Sujet gab es neben den Weinen (den gleichen wie bei der letzten Vorstellung) noch ein Glas Honigwein zur Verkostung.

    Die Suppe war leider nicht ganz meins, da fehlte mir in der Komposition irgendwie das Ausrufezeichen:

    Umso besser der Hauptgang, der die Lammkeule von vor einer Woche spielend in den Schatten stellte:

    Leider kommen die Farben des Gerichts auf dem Foto nicht wirklich gut rüber (aber vielleicht habt Ihr ja trotzdem gemerkt, dass der grübe Spargel vor Scham kreidebleich geworden war). Wir hatten als vorletztes unsere Teller bekommen, und anscheinend waren dem Küchenteam direkt zuvor die grünen Teller, die bei allen anderen Gästen zuvor verwendet worden waren, ausgegangen zu sein. Machte nix, das Essen war hervorragend. :*

    Und auch das Dessert, welches sehr genau auf die Handlung der zweiten Geschichte abgestimmt war (und wie man sieht, hatte sich inzwischen auch die Lichtstimmung im Saal geändert), wusste absolut zu überzeugen:

    Wiederum ein sehr schöner Abend und ein tolles Essen. Für alle Nachfolgenden sehr zu empfehlen! :)

    So, nun noch ganz kurz zu


    Tag 14, Seetag:

    Viel haben wir nicht mehr erlebt bzw. unternommen. Wir haben nochmal das Diamantfrühstück ausprobiert, sind aber inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass es sich echt nicht mehr für uns lohnt. Einzig unsere Kids lieben die Möglichkeit, mal Crêpes mit Nutella zu essen, aber sonst reicht uns das X-Lounge-Frühstück voll und ganz aus.

    Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass sich der Aufpreis gegenüber den anderen Frühstücksmöglichkeiten an Bord kaum noch lohnt, es sei denn, man hat es auf etwas sehr Spezielles abgesehen, was man woanders so nicht bekommt.

    Alles Weitere dazu erfahrt Ihr aber etwas später. ;)

    Tag 13, Alesund:

    Der letzte Hafen unserer Reise. Für diesen Tag hatten wir gleich zwei Ausflüge gebucht, obwohl wir nur bis 15 Uhr im Hafen liegen sollten (der Grund hat sich mir bislang nicht wirklich erschlossen). Ausflug Nummer eins war ein Besuch im Aquarium von Alesung mit vorangehender kurzer Rundfahrt durch die Jugendstilstadt. Ganz hübscher Ort.

    Vom Besuch im Aquarium habe ich ja schon Bilder von den Aussenbereichen gepostet, drinnen fand sich in erster Linie jede Menge Meeresgetier, welches mir auf dem Teller lieber ist: Heringe, Schollen, Hummer, Königs- und andere Krabben usw.

    Etwas Besonderes: ein Becken, in dem man Schollen streicheln kann. Naja, und auch Rochen, aber die Schollen waren irgendwie neugieriger als ihre grösseren Mitbewohner.

    Ausflug Nummer zwei war ein Wikingerspaziergang, der aber wetterbedingt recht wenig Spaziergang, dafür umso mehr Information über die Entstehung Norwegens und den Impact, den der Raubplünderer Rolf, genannt Rollo, als erster Graf der Normandie und Urgrossvater Wilhelms des Erorberers auf die Europäische Geschichte hatte. Dazu erfuhren wir einiges über den Schiffsbau und die Kriegstaktiken der Nordmannen, sehr humorvoll von zwei als Wikinger verkleideten Tourguides vorgetragen. Eine kleine Verkostung von Trockenfleisch und -fisch sowie Met gab es auch noch.

    Ach ja, und bereits am Beginn der Tour wurden wir auf ein Gebäude gegenüber des Hafens hingewiesen, das Rathaus von Alesund:

    Es hat vor einiger Zeit mal den zweiten Preis in einem norwegischen Architekturwettbewerb gewonnen. Gesucht wurde das hässlichste Gebäude Norwegens. Die Alesunder sind allerdings der Meinung, dass sie den ersten Platz verdient gehabt hätten.

    Immerhin fallen aber ab sofort auch die völlig sinnbefreiten Selbstmisshandlungen im T&N Weg, das sollte hoffentlich etwas helfen.

    Heute gab es nochmal Licht und Schatten zum Thema „Karibik“. Entweder hat der Salatkoch endlich sein Liebesleben in den Griff oder seine Küchencrew ihn in den Griff bekommen. Jedenfalls war der Thunfischsalat leicht salzig, aber nicht im Übermass. Dem Rindfleischsalat mit Kokosradpeln fehlte zwar jegliches Kokosaroma, er war aber dennoch ganz gut.

    Überraschend spicy und vor allem saftig präsentierte sich das Jerk Chicken, begleitet von einem leckeren Süsskartoffelpüree. Das Pfannengemüse hingegen war wieder mal bitter und ergänzte sehr schönere Dreifaltigkeit der Trockenheit: Jambalaya, Red Snapper und Dirty Rice. Ich fürchte, das mit der Reiszubereitung wird im T&N auf absehbare Zeit nichts mehr.

    Highlight waren einmal mehr die Desserts, ein Mangogelee und ein Kokoskuchen. Und beim signature dish gab es heute mal eine neue Variante: Currysosse ohne Wurst.

    Es gibt aber einen wesentlichen Grund, warum ich das T&N garantiert bis auf Weiteres nicht vermissen werde, und das sind die mit unschöner Regelmässigkeit umherwabernden Schwaden des Geruchs von viel zu altem und viel zu schnell erhitztem Fett. Ich hoffe sehr, dass beim anstehenden Werftaufenthalts mal an den Dunstabzügen gearbeitet wird.

    Zwei von vier Koffern sind gepackt, Zeit für eine kleine Kaffeepause und einen Blick nach draussen:



    Passt irgendwie zur Abschiedsstimmung, also her mit einem erfreulicheren Anblick:



    Aber auch von der zügellosen Völlerei werde ich mich ab kommender Woche erstmal zurückziehen und in eine Art freiwilliger Fastenzeit gehen. Gestern hat meine Hose nach dem Essen so gespannt, dass ich schon mit Grausen daran denke, zuhause wieder auf die Wasge zu steigen. So mit 4-5kg Zunahme rechne ich fest. :(

    Wir planen das Fori-Treffen für den 16.3.26.

    Das ist dann der 1. Seetag für uns.

    Mit dem Programm kann ich leider nicht dienen, aber Ihr solltet in jedem Fall schauen, wo Ihr Euch treffen wollt. Die Bas waren nämlich bei uns an den Seetagen hoffnungslos überlaufen, meist schon am Vormittag.

    Kann sein, dass bei Eurer Tour besseres Wetter mehr Möglichkeiten schafft, andernfalls müsst Ihr wahrscheinlich auf Zeiten ausweichen, bevor die Bars öffnen, oder wenn alle beim Essen sind.

    Der Kleine und ich haben gerade die letzten Einstellungen für mein Taufpatinnen-Bewerbungsvideo gedreht, zuhause folgt dann die Nachbearbeitung. Ich hoffe, dass ich das, was mir an Telegenität fehlt, durch Originalität und den Umstand, dass wir alles an Bord gedreht haben, wieder mache.

    Wenn ich heute Nachmittag etwas Musse finde, bekommt Ihr später noch den ausführlichen Bericht von gestern. Falls nicht, folgt der auch kommende Woche, zusammen mit einem Reisefazit, ein paar kleinen Anekdoten von der KF und ein paar Gedanken meinerseits.

    Ansonsten steht natürlich noch das grosse Kofferpacken an (warum zum Teifi hat mir die Autokorrektur gerade „Kiffer“ statt „Koffer“ vorgeschlagen?), und ich muss ja auch noch schauen, was das T&N heute zum Thema „Karibik“ anbietet.

    Wir sind zwar nicht an Bord, aber das kann ich so nicht unterschreiben! Wir sind auch geimpft - wie jedes Jahr - und trotzdem hat es meinen Göga diesesmal erwischt! Er hat jetzt dreieinhalb Wochen im Bett gelegen, mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl und sehr starkem Husten. Viele Menschen in unserer Umgebung sind erkrankt, die meisten sind geimpft! Mich hat es glücklicherweise nicht so stark erwischt, ich hatte "nur" starken Husten, der sich jetzt - zum Glück - verabschiedet!

    Gesichert Influenza? Oder nur irgendein fiebriger Atemwegsinfekt?

    Mal ganz nebenbei: der beste Schutz vor Influenza ist nicht die Desinfektion, sondern die Impfung. Wer die nicht hat, darf sich auch nicht beschweren, krank geworden zu sein.

    Und ich wiederhole gerne, was ich in meinem RB bereits geschrieben habe: ich habe heute an Bord und auf den Ausflügen besonders darauf geachtet, von häufigem Husten und Niesen keine Spur.

    Wir sitzen gerade in der sehr vollen Gröönebar, es ist nichts zu hören. Und Du wirst doch wohl sicherlich nicht behaupten, dass alle, die nicht da sind, in Iso wären, oder?

    Wie auch immer meinen.

    Das hat nichts mit Meinung zu tun. Es ist faktisch so, dass an Bord und bei den Ausflügen nicht besonders viel gehustet und geniest wird. Ich habe insbesondere heute nochmal ganz besonders darauf geachtet, vor allem nachdem Du genau dies behauptet hattest.

    Daher frage ich mich, warum Du im anderen Rollcall so eine Panikmache betreibst.

    Es ist bedauerlich, dass es Dir schlecht geht, gönnst Du anderen deshalb ihre Vorfreude nicht?