Einen schönen 1. Advent wünsche ich Euch
Ich habe mir gerade meinen Reisebericht und eure wunderbaren Kommentare in einem Rutsch durchgelesen, um irgendwie wieder in das Gefühl reinzukommen und weiterzuschreiben. Es fällt mir, momentan zumindest, dennoch sehr schwer. Die letzten Wochen waren unglaublich zehrend. Lange Zeit und immer wieder standen Angst machende Diagnosen bei meiner Tochter im Raume, während wir parallel immer wieder in unseren Gefühlen und Ängsten von vor 15 Jahren gefangen waren, als sie wegen eines Aneurysmas an der Hirnschlagader, nachfolgenden OPs und deren Komplikationen für Monate behandelt wurde, ohne Gewissheit eines positiven Ausgangs. Dazu haben wir in den letzten Wochen den ganz praktischen Stress gehabt, weil wir zwischen Büro und Krankenhaus gependelt sind (und das meistens mit Stau, der längste hat uns knapp 3 Stunden für 40 km gekostet) und immer dabei unsere Enkeltochter (die die ganze Zeit über beschäftigt und umsorgt werden wollte und uns dennoch in dieser anstrengenden Zeit mit ihrem zauberhaften Wesen so manches Mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat) . Wir haben abwechselnd unser Kind und danach uns beruhigt, haben regelmäßig alle mitfühlenden Verwandten und Freunde informiert, nach den verschiedenen Diagnosen gegoogelt und dabei noch mehr Panik bekommen und uns über die manchmal sehr offensichtliche Unfähigkeit einiger Ärzte und Schwestern geärgert (unsere Tochter ist Kinderkrankenschwester auf der Intensivstation einer Uniklinik und damit natürlich recht gut im Thema).
Zu guter Letzt, nach vielen weiteren Untersuchungen und Medikationen im zweiten Krankenhaus, hat sie eine nicht schöne aber bessere Diagnose erhalten als befürchtet, so dass sie nun hoffentlich wieder in ihrem normalen Alltag als alleinerziehende, tolle Mama weitermachen kann und sich mit Hilfe eines speziellen Medikamentes in Zukunft vor weiteren Schäden schützen kann.
Unsere Kreuzfahrt mit der Aidasol durchs westliche Mittelmeer, die über Ihren 24. Geburtstag am 23. November hätte stattfinden sollen, mussten wir im letzten Moment leider absagen. Es gab am Mittwoch davor 5 Stunden, in denen wir voller Euphorie dachten, wir könnten fahren, aber dann musste sie leider doch ein drittes Mal ins Krankenhaus😔.
Aber... aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das werden wir nachholen. Nun steht erstmal der aufwändige Papierkram mit der Versicherung an, wir hoffen, sie erkennen den Versicherungsfall unter diesen Umständen auch an, und dann haben wir Alle hoffentlich eine wunderbare Vorweihnachtszeit und vergessen die letzten Wochen ganz schnell.
Meinen Reisebericht weiter zu schreiben, bringt mich vielleicht auch wieder ein wenig in die Stimmung, die dieser tollen Route auf alle Fälle gebührt. Dadurch, dass ich ja nach La Coruña die nächsten Tage erst flach lag und dann auf Sparflamme lief, habe ich natürlich viel weniger gesehen und erlebt als erhofft und auch geplant. Dennoch konnte ich auf den letzten Etappen Cadiz und Malaga wunderschöne Eindrücke mitnehmen, die ich euch nun nach so langer Vorrede 😏 nicht vorenthalten möchte. Ich werde versuchen, die nächsten Tage dafür zu nutzen und hoffe, ihr begleitet mich noch bis Palma de Mallorca bzw. nach Hause😍 Zum Schluss werde ich natürlich auch noch ein Fazit einstellen.
Liebe Grüße, Daniela