Weihnachten 2025 einmal anders…unser Fazit:
Allgemein: Eine entspannte, aber zeitgleich auch aufregende Kreuzfahrt liegt nun hinter uns.
Die karibischen Inseln an sich sehr farbenfroh, vielfältig und die Einheimischen bis auf wenige Ausnahmen zuvorkommend und freundlich. Jede Insel hat seinen Charme, sind mehr oder weniger touristisch erschlossen. Landschaftlich teilweise sehr grün mit einer tollen Pflanzenwelt, hügelig bis leicht bergig, aber ansonsten viele schöne Buchten mit hellen und feinsandigen Stränden. Abseits hiervon sieht man natürlich auch Müll und Unrat, die Nachhaltigkeit fängt in der Karibik erst an, wie uns gesagt wurde. Alle angelaufenen Häfen waren relativ zentrumsnah und teils in weniger als 10 - 15 Minuten zu erreichen. Ebenso wenige Gehminuten zu den Startpunkten der Landausflüge.
Seetage: An den 2,5 Seetagen selbst war das Pooldeck erwartungsgemäß voll aber nicht überfüllt, sodass auch am späten Vormittag es die ein oder andere kleine Lücke gab und zuließ, sich mit einer Liege auszustatten. Es gab verhältnismäßig wenige Liegenreservierer, was sicherlich an der „Liegenpolizei“ lag, die sehr präsent war und ihre Runden drehten und auch schon mal die ein oder andere Liege freiräumten. Die Familien mit den Kids (ca.30-40 glaube ich) haben meist den kleineren Pool für sich beansprucht. Wer wollte, konnte also auch an den Seetagen den Pool genießen.
Landausflüge: Die Ausflüge haben wir im Vorfeld allesamt über TC gebucht.
Sehr zu empfehlen war die Katamarantour zu den Schildkröten auf Barbados. Selten so einen Ausflug erlebt, wo „Safety first“ nicht nur versprochen, sondern auch eingehalten wird. Sie wird ausschließlich in kleineren Gruppen durchgeführt. Wir waren mit 24 Personen auf dieser Tour. Bevor es aufs Boot ging, musste jeder eine Haftungserklärung unterschreiben. Auf dem Boot selbst gab es nochmals eine Verhaltensunterweisung. Jeder wurde zudem vor dem Schnorcheln mit einer Schwimmweste ausgestattet. Der Veranstalter ist Tiami Catamaran Cruises, das Boot im guten Zustand und die Crew (Kapitän mit 4 Guides) sehr gut ausgebildet und haben sich ständig um das Wohl der Gäste gesorgt. Leider haben wir keine Turtles gesehen, worauf aber in der Ausflugsbeschreibung von TC und von der Crew hingewiesen wird. Neben den Schnorchelstopps bei den Schildkröten und dem Schiffswrack (jeweils ca. 25 Minuten) an der Carlisle Bay haben wir einen zusätzlichen Badestopp an der Westküste Barbados von ca. 45 Minuten eingelegt. Erst jetzt durfte auch der Rum Punch oder andere diverse Getränke zu sich genommen werden, bevor es anschließend stimmungsvoll wieder zurück zum Anleger ging.
(Tipp: Die Tour wird an beiden Tagen jeweils vor- und nachmittags durchgeführt. Wie wir von anderen Gästen erfahren haben, wurden an beiden Tagen auf der Vormittagstour immer Schildkröten gesichtet.)
Im Gegenzug haben wir auf Grenada ganz andere Erfahrungen gemacht. Gebucht die Katamaranfahrt, Schnorcheln und Grand Anse Beach. Da wohl kurzfristig ein anderer Landausflug storniert wurde, sind beide Gruppen zusammengelegt worden und sodann mit über 60 Personen aufs Boot. Die Crew wirkte ziemlich hektisch und teilweise unkoordiniert. Die Einweisung zügig in einem kaum zu verstehenden Englisch durchgeprügelt. Lediglich eine Teilnehmerliste wurde rumgereicht, keinerlei Kontrolle, ob sich wirklich jeder eingetragen hat. Wer wollte, konnte eine Schwimmweste tragen, war aber nicht vorgeschrieben. Auch die Sauberkeit des Bootes…naja, nicht zu vergleichen mit der anderen Tour. Bereits zu Beginn hörte man ständig nur „Rum Punch, Rum Punch“ der Guides. Das Schnorcheln über dem Unterwasserskulpturenpark selbst war okay, aber bei so vielen Personen (in zwei größeren Gruppen gleichzeitig durchgeführt) schwierig alles mitzubekommen, wenn der Guide was über die Figuren erzählt hat. Teilweise bekam man unabsichtlich den Arm oder die Flossen der anderen ab. Mich persönlich hat die Fischvielfalt mehr beeindruckt und bin daher etwas abseits der Gruppe geschnorchelt. Zeitlich waren wir schon über der angepeilten Stunde, bevor es unter ständigem Gegröle „Rum Punch Rum Punch…“ zum Grand Anse Beach ging. Ein sehr schöner und feinsandiger Strand mit türkisfarbenem Wasser, der zum Verweilen einlädt. Leider hatten wir dort aufgrund des Zeitverlustes am Skulpturenpark nur einen Aufenthalt von gut 30 Minuten. Danach ging es wieder zum Ausgangspunkt zurück.
