Beiträge von Bremerin

    Gyeongju: Weltkulturerbe-Stadt mit Flair

    Seoul hat im Kernbereich 10 Mio Einwohner, Deajeon hat 1,5 Mio und Gyeongju 268.000. Im Vergleich zu den bisherigen Zielen sind wir jetzt in einem Dorf angekommen. Auch hier pulsiert das Leben, und zu den Einwohnern kommen gefühlt nochmal genauso viele Touristen. Aber trotzdem ist es ruhiger hier: keine riesigen Hochhaus-Siedlungen, um die vielen Menschen unterzubringen. Stattdessen hübsche kleine Häuser mit geschwungenen Dächern: die komplette Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe, denn Gyeongju war die Hauptstadt des Silla-Reiches, das hier von 45 vor Chr. bis 900 nach Chr. existierte.

    Der neue Bahnhof für die KTX-Züge liegt ca. 10 km außrhalb der Stadt


    Unser Hotel lag sehr zentral, so dass wir fußläufig die meisten Sehenswürdigkeiten erreichen konnten


    Am Mittwoch Abend bummelten wir durch die quirlige Altstadt, wo sich Lokal an Lokal reiht. Und waren begeistert. Hier reihten sich liebevoll restaurierte oder neu gebaute Restaurants und Läden aneinander - ich konnte mich gar nicht sattsehen

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    Zum Abendessen gab es Lachs- und Thunfisch-Sushi

    Der best sortierte Convenience Store



    Nach einem weiteren relativ ereignislosen Tag haben wir uns dann auf den Weg nach Gyeongju gemacht - wieder mit dem Schnellzug. Es war der Tag vor einer Reihe von (sehr wichtigen) Feiertagen, an denen alle Koreaner die Familie besuchen - also fast wie unser Weihnachten. Entsprechend ausgebucht waren die Züge auch (es gibt fast ausschließlich Fahrkarten mit Sitzplätzen), und wir konnten nur getrennt in verschiedenen Abteilen sitzen.

    Ein Taxi brachte uns zum Bahnhof. Hier standen Menschen, die für verschiedene christlche Glaubensrichtungen (Sekten?) warben, andere protestierten für oder gegen irgendwas - alles war leise und ganz unaufdringlich.

    Die beste Bäckerei Daejeons hatte zum Glück auch im Bahnhof einen Laden, und so konnten wir uns für die - kurze - Fahrt mit leckeren Croissants eindecken.

    Die Anzeigetafel im Eingangsbereich des Bahnhofs ist abwechselnd in koreanischen und lateinischen Buchstaben und sehr übersichtlich. Selbst an Hauptreisetagen wie diesem sind alle Züge pünktlich.

    Am Bahnsteig

    Im Boden eingelassen zeigen Ziffern an, wo welches Abteil hält.

    Der Zug kommt

    Gleich geht es weiter mit meinem Lieblingsort der Reise: Gyeongju.

    Danach haben wir die hübsche Expo-Brücke über den Geumgang überquert und sind vorbei an wissenschaftlichen Instituten zum Expo Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, gegangen. Heute ist hier ein Hotel untergebracht und im 38. Stock eine Starbucks Filiale, von der aus man einen tollen Blick über die ganze Stadt und die umgebenden Berge hat. Zum Abendessen ging es dann in ein Restaurant, wo es leckere Currys gab.

    Brücke über den Geumgang

    Der Hanbak Turm wurde ebenfalls für die Expo gebaut.

    Der Expo Tower

    Blick von oben

    Der Expo Tower bei Dunkelheit

    Am Nachmittag führte uns dann ein langer Spaziergang zunächst vorbei am Rathaus

    mit seiner alten Glocke

    Hier wird eine Fußgängerweg für die kommenden Festtage geschmückt

    zum ehemaligen Expo-Gelände. In diesem Gebäude gibt es heute Kunstausstellungen

    Hier gibt es ein größeres Arboretum mit vielen schönen Pflanzen und Bäumen

    Live like a Korean - dieses Motto haben wir uns zu Herzen genommen (ein bisschen zumindest) und sind im benachbarten Convenience Store (das sind kleinere Geschäfte, wo man alle notwendigen Lebensmittel bekommt und auch die Geldkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel aufladen kann. Sie sind von früh bis spät geöffnet und in fast jeder Straße zu finden z.B. Seven eleven oder CU) für das Frühstück einkaufen gegangen. Die Auswahl an Fast Food war gigantisch - allerdings nur wenig, was mich anlachte. Obst ist hier aberwitzig teuer, Käse Fehlanzeige. Aber zumindest Trinkjoghurt gab es und einige (sehr) süße und fettige Teile. Zum Sattwerden reichte es. Tee und Kaffee in Beuteln gibt es in jedem Hotelzimmer und auch den zugehörigen Wasserkocher. In manchen Hotels gab es auch einen Kaffeeautomaten in der Lobby.

    Am Morgen stellte ich fest, dass der ausgeliehene Router für den Internetzugang nicht mehr funktioniert. Das bedeutet, dass wir unterwegs kein Internet haben, nicht navigieren können und auch im Notfall Pascal nicht telefonisch erreichen können. Pascal schickte uns dann die Adresse von einem Geschäft dieser Firma mit Wegbeschreibung. Und wir machten uns auf den Weg dorthin. Dumm nur, dass ich den eingezeichneten Park dem Rathaus und nicht dem Government District zugeordnet hatte, und so spazierten wir dann eine ganze Weile in die falsche Richtung. Aber frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ haben wir so schon einiges von der Innenstadt gesehen und letztendlich den Laden auch gefunden, wo der Router durch einen Reset wieder funktionsfähig gemacht wurde. Dabei haben wir wichtige Erfahrungen gesammelt: Passanten, die kein Englisch sprechen, nach dem Weg zu fragen, Naver die koreanische Adresse des Ladens einzugeben und dann danach zu navigieren und last but not least in einer großen Behörde nach einer Toilette zu fragen

    Unser Hotel von außen

    Kein Post- sondern Mietfahrrad

    Meine Lieblingsblume in Korea: die Spinnenlilie blüht im September und Oktober

    Schutzräume gibt es häufig - die Angst vor einem Angriff Nordkoreas ist unterschwellig immer da

    Fußgängerüberwege sind oft sehr breit, und man muss sich eilen rüberzukommen

    Praktischer Seifenhalter in öffentlichen Toiletten

    Naver weist uns den Weg

    xxxAdminxxx gelöscht


    Klimaanlagen sind im heißen Sommer sehr wichtig

    Nachmittags hieß es dann Abschied nehmen von Seoul.

    Wir sind mit dem KTX, der unserem ICE entspricht, nach Deajeon weitergereist. Tickets und die damit verbundenen Sitzplätze hatten wir im Vorfeld reserviert, und so war es eine sehr entspannte Fahrt von gut 1 Stunde.

    Im Bahnhof von Seoul

    Unser Zug. Die einzelnen Waggons fahren immer in der gleichen Reihenfolge, und ihre Position ist bereits am Bahnsteig eingezeichnet

    Wir nähern uns Daejeon (1,5 Mio EW)

    Nach dem Checkin im Hotel und der Besichtigung des sehr großzügigen Appartments.... (ein Foto vom Wohnraum fehlt)

    WCs in Südkorea sind fast immer beheizt und haben eine Bidetfunktion - sehr angenehm

    ... sind wir in einem hübschen Lokal lecker essen gegangen

    Hier gab es nur ein Gericht, nämlich Bibimbab. Das ist ein populäres Reisgericht, zu dem verschiedene Gemüsesorten, Fleisch oder Tofu oder wie in unserem Fall Tintenfisch gereicht werden. Man bekommt die Zutaten getrennt und mischt dann selbst die gewünschte Portion unter den Reis. Ein sehr leckeres Essen, das immer unterschiedlich zubereitet wird.

    Und so sieht es dann fertig gemischt aus

    Es ist nur traurig, daß die AIDA blu, die vor uns durch den Kanal gefahren ist, weiter nach Aqaba fährt. :(

    Vielleicht habt Ihr es nicht mitbekommen, aber hier ging heute durch die Presse, dass es heute einen Angriff mit einer Drohne oder Rakete auf Eilat gegeben hat. Menschen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen, aber es hat Sachschaden gegeben (Quelle: Spiegel online). Und Eilat ist 15 km von Aqaba entfernt. Ich möchte da jetzt nicht hinfahren

    VG Verena

    Wegen seines weitläufigen und wunderschönen Gartens war dieser Palast der Lieblingspalast der königlichen Familien. Bei der Anlage des Gartens wurde darauf geachtet, die Originaltopographie zu erhalten. Die Teile des Gartens wurden in die Senken gebaut und eine Reihe von Teichen mit Lotosblumen angelegt. Entlang des kleinen Flusses im hinteren Teil des Gartens wurden Pavillons erbaut.

    Für unseren letzten (halben) Tag in Seoul hatten wir uns noch ein Highlight vorgenommen: ein Besuch im Changdeokgung Palast mit seinem wunderschönen großen Garten. Da das Betreten des Gartens nur mit Führung erlaubt ist, hatten wir für 11.30 eine englischsprachige Führung gebucht.

    Vorher hatten wir noch Zeit, uns einige der wirklich sehenswerten Paläste anzuschauen.

    Schon das Eingangstor ist ganz prächtig

    Die Injeongjeon Halle ist der Thronsaal, der für hochoffizielle Staatsanlässe wie z.B. Audienzen mit Ministern oder ausländischen Gesandten sowie Krönungszeremonien genutz wurde. Auch von innen war er wunderschön.

    Die Nakseonjae Halle hat König Heonjong, der 24. für seine Lieblingskonkubine bauen lassen

    Die Huijeongdang Halle war die Residenz des Königs

    Essengehen in Südkorea

    Viele Menschen kochen hier - zumindest unter der Woche - nicht mehr selber sondern gehen essen. Und so gibt es unzählige Restaurants, die alle mit einem überschaubaren Angebot an Gerichten zu moderaten Preisen um die Kundschaft buhlen. Hinzu kommen um die Feierabendzeit nochmal so viele Straßenstände. Es geht darum etwas zu essen und nicht so sehr, in geselliger Runde viel Zeit im Restaurant zu verbringen. Entsprechend ist der Ablauf: Auf Schautafeln vor dem Restaurant werden die Gerichte angepriesen. Am besten dort schon sucht man sich das Gericht aus, das man essen möchte. Oder man wählt es aus der Speisekarte. Dann bestellt und bezahlt man (bargeldlos) an einem kleinen Monitor. Am Tisch steht meist eine Karaffe mit Wasser und einige Becher. Aus einer Schublade an der Stirnseite des Tisches bedient man sich mit Servietten, (Metall-)Stäbchen sowie einem Löffel. Innerhalb ganz kurzer Zeit wird dann das Essen auf einem Tablett gebracht oder man muss es selbst am Tresen abholen. Es besteht in der Regel aus einem großen Teller oder Schüssel und einigen Beilagenschälchen. Diese isst man entweder separat oder mischt sie z.B. unter den Reis. Immer dabei ist eine kleine Portion Kimchi. Das ist fermentierter Chinakohl, der sehr unterschiedlich zubereitet wird. Alkohol wird oft nicht ausgeschenkt.


    Wir sind heute auf dem Rückweg in dem Stadtteil Gangnam ausgestiegen, wo unzählige junge Leute die Straßen bevölkerten. Gegessen haben wir in einem japanischen Restaurant, und es hat wie immer sehr gut geschmeckt. Zum Abschluss waren wir dann noch in einer Filiale von Artmonster, einer lokalen Craftbrauerei. In dieser Filiale kann man sich sein Bier selbst zapfen und so verschiedene Sorten ausprobieren.

    Nachdem wir die Runde beendet hatten, haben wir uns noch den Königspalast angeschaut. Er diente als Rückzugsort, falls der eigentliche Palast in Seoul von feindlichen Truppen angegriffen wird.

    Hier wurde gerade eine Teezeremonie vorbereitet

    Die Figuren auf dem Dach dienen als Blitzableiter

    Wir sind dann weiter durch den Wald, jetzt bergab, gewandert bis zum Ausgangspunkt unserer Runde.

    Das Südtor war als Eingang dem König vorbehalten

    Mit Seilen wurden diese Bäume in Position gehalten oder vielleicht auch am Umfallen gehindert


    Diese Spinnenart haben wir öfter gesehen

    Diese Blumen (Hahnenkamm) waren nur hier