Beiträge von Bremerin

    Fazit der Reise und praktische Tipps

    1. Hotels

    Wir haben alle Hotels über book.... com selbst gebucht und darauf geachtet, dass wir bis ganz kurz vor der Anreise noch stornieren können. Standardzimmer in Korea sind meist klein und eng. Häufig gibt es keinen Kleiderschrank, sondern max. 4 Kleiderbügel. Um jetzt in der Hauptreisezeit die Kosten überschaubar zu halten, haben wir uns entschieden 3-Sterne-Hotels in zentraler Lage zu buchen, dann aber eine bessere Zimmerkategorie mit mehr Platz. Außer in Busan, wo es nur 1 Kategorie gab, hat das auch zu unserer vollen Zufriedenheit geklappt: alle Zimmer haben unseren Erwartungen entsprochen. Die Badezimmer waren häufig mit einer Badewanne mit Dusche ausgestattet und immer mit einem elektrisch beheizten WC mit Bidetfunktion. Am Anfang war ich skeptisch, aber ich muss sagen, dass ich diese schnell zu schätzen gelernt habe. Alle Zimmer hatten eine Klimaanlage, die mehr oder weniger gut funktionierte.

    Auch wenn das Frühstück im Preis inkludiert war, hatte das Hotel selbst teilweise kein eigenes Angebot, sondern es gab einen Gutschein für benachbarte Cafés oder koreanische Restaurants. Wenn das Hotel ein eigenes Frühstück hatte, waren meist koreanische sowie ‚internationale‘ Speisen im Angebot.

    2. Essen und Trinken

    Die koreanische Küche ist vielseitig und schmackhaft. Für Vegetarier ist es allerdings schwierig, Speisen ohne Fleisch zu bekommen. Aber mit ein wenig Kreativität klappt auch das, weil sehr häufig viele Beilagen in kleinen Schälchen dargereicht werden und diese schon fast eine vollständige Mahlzeit darstellen. Manchmal war es auch möglich, das Hauptgericht ohne Fleisch zu bestellen. Fester Bestandteil jeder Mahlzeit ist Kimchi, fermentiertes, häufig scharfes Gemüse (Chinakohl, Rettich,..). Fast alle Lokale bieten nur eine sehr begrenzte Zahl an Speisen an, häufig nur eine in Variationen. In Busan boten in der Nähe des Fischmarktes zahlreiche Garküchen bzw. Kleinstrestaurants gebratenen Fisch in hervorragender Qualität an. Hier empfiehlt es sich allerdings, vorher die Bewertungen in einschlägigen Foren zu studieren.

    Zum Essen wird immer Wasser, manchmal auch kalter Tee gereicht. Viele Lokale haben keine Alkoholausschank-Lizenz. Das lokale korean. Bier ist sehr leicht. Das Craftbier hingegen, besonders Artmonster in Seoul, hat uns sehr gut geschmeckt.

    In allen Convenience Stores (das sind kleine Lebensmittelgeschäfte wie c u oder 7eleven, die es in jeder Straße gibt) kann man fertige Kaffeemischungen in einer Tüte kaufen. Dazu aus der TK-Truhe direkt davor einen Becher mit Eiswürfeln kaufen, und gemischt ergibt es ein erfrischendes, wohlschmeckendes Getränk. Hier gibt es meist auch internationale Biersorten zu günstigen Preisen. Generell ist Alkohol hier teuer.

    Schwarzen Tee findet man nur selten, der grüne Beuteltee ist häufig mit geröstetem Getreide oder Reis gemischt. Das fand ich gewöhnungsbedürftig.

    3. Transportmittel im Land

    3.1. Langstrecke Zug und Flugzeug

    Wir haben innerhalb des Landes den Schnellzug ATX genutzt, der schnell, preisgünstig und immer pünktlich ist. Es gibt pro Zug nur wenige Stehplätze, deshalb besser vorher buchen. Um nach Jeju Island zu kommen, haben wir einen Inlandsflug mit Jeju Air von Busan aus gebucht. Es gibt sehr viele Flüge pro Tag und wir sind mit einer voll besetzten B 737-800 geflogen.

    3.2 Innerorts und Umgebung

    Hier sind wir mit U-Bahn, Bus und Taxi gefahren. Gleich bei der Ankunft haben wir uns eine aufladbare sog. T-Money Card gekauft. Die ist für alle lokalen Busse und U-Bahnen landesweit gültig und kann in jedem Convenience Store problemlos mit Bargeld wieder aufgeladen werden. Beim Einsteigen in den Bus ans Lesegerät halten und beim Aussteigen erneut. Meist gibt es einen Festpreis, aber wenn die Entfernung zu groß ist bzw. Stadtgrenzen überschritten werden, wird am Ende noch ein weitere Betrag abgebucht. Der verbleibende Restbetrag wird immer angezeigt. Es ist aber auch möglich im Bus bar zu zahlen.

    Taxi ist recht günstig in Südkorea. Meist sprechen die Fahrer kein Englisch, aber wenn ich die Adresse mit Koreanischen Schriftzeichen zeige, klappt es irgendwie. Unser Fahrer auf Jeju Island kannte das Hotel nicht und hat dann eine englisch sprechende Mitarbeiterin in der Zentrale um Vermittlung gebeten. Der Fahrstil hier im Land ist sportlich. Besondere Vorsicht ist vor Motorradfahrern geboten.

    4. Wetter

    Die Temperaturen waren angenehm warm zwischen 20 und 28 Grad. Auch abends war es kaum kühler, so dass eine mitgenommene wärmere Jacke nicht zum Einsatz kam. Eine langärmelige Bluse über dem T-Shirt reichte immer. Lediglich die Klimaanlage in manchen Restaurants blies kalte Luft in den Raum. Obwohl die Regenzeit vorbei ist, hat es in jedem Ort, in dem wir waren, einen (halben) Tag lang geregnet. Einen Schirm hat hier jeder immer griffbereit.

    5. Preise

    Unsere Reise fiel in die teuerste Reisezeit, weil gerade in diesem Jahr 6 Feiertage in 2 Wochen waren und so gefühlt das ganze Land auf Reisen war. Züge waren schnell ausgebucht, Flüge doppelt so teuer wie sonst und Hotels waren auch deutlich teurer. Trotz alledem haben sich unsere Kosten in einem vernünftigen Rahmen bewegt: ein gutes koreanisches Essen muss nicht viel mehr als 10 € kosten, und statt eines teuren Mietwagens haben wir Bus und U-Bahn genutzt und dafür pro Person knapp 30 € in den drei Wochen ausgegeben. Und auch Taxifahren ist recht günstig und bietet sich als Alternative an.

    6. Internet

    Eine korean. SimCard als Ausländerin zu erhalten, ist schwierig. Als Alternative bieten direkt in der Ankunftshalle des Flughafens zwei korean. Anbieter (LG+ und Kt) E-simcards sowie mobile Router an. Wir haben einen mobilen Router für 38€ für 4 Wochen gemietet, da wir so mit mehreren Geräten gleichzeitig ins Internet gehen konnten. Nach ca. 8 - 10 Stunden musste er wieder aufgeladen werden. Bei beiden Optionen gibt es keine Möglichkeit, eine korean. Telefonnummer zu bekommen.

    7. Fazit

    Südkorea ist ein abwechslungsreiches Reiseland. 80 % der Fläche sind bergig oder bewaldet, deshalb können sie nicht bebaut werden. Deshalb ist in den Zentren die Bebauung umso dichter und höher. Die meisten Hochhäuser sind wenig ansprechende Zweckbauten. Wenn ein neues Bebauungsgebiet erschlossen wird, findet man dort häufig 15 - 20 gleiche Hochhäuser mit inzwischen 45 Stockwerken. Das schafft Wohnraum für die Bevölkerung. Erst in den letzten Jahren und hier auch eher im hochpreisigen Bereich wird die Architektur etwas aufgelockerter und ansprechender.

    Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Es gibt unzählige National- und sonstige Parks, die hervorragend ausgeschilderte und zum Teil befestigte Wanderwege aufweisen. Ein bisschen Kondition sollte man schon mitbringen, da Steigungen überwunden werden müssen und manchmal auch viele Treppen.

    Es gibt zahlreiche buddhist. Klöster und Tempel, die für Besucher und z.T. auch für Übernachtungsgäste offen sind und einen Besuch lohnen. Alle wichtigen Erklärungstafeln sind - wie fast überall - auch in englischer Sprache verfügbar.

    Wir waren 3 Wochen hier, haben 5 verschiedene Orte in dieser Zeit besucht. Am besten hat mir persönlich Gyeongju gefallen. Aber auch alle anderen Orte haben auf ihre Art dazu beigetragen, dass ich sagen kann, ich habe einen Eindruck von diesem Land gewinnen können. Andererseits ist mir vieles fremd geblieben. Das hat sicher mit der Sprach- und Lesebarriere zu tun, aber auch mit diesem funktionalen und funktionierendem Land. Die Koreaner, mit denen wir Kontakt hatten, waren freundlich und hilfsbereit und ausgesprochen korrekt im Umgang. Trotzdem ist bei mir der Funke nicht so recht übergesprungen. Vielleicht ist es eine Portion Wärme und Herzlichkeit, die gefehlt hat und Rücksichtnahme. Gerade jüngere Menschen haben wir häufig als rücksichtslos wahrgenommen. Nie ist z.B. jemand aufgestanden, wenn im vollen Bus alte Menschen eingestiegen sind. Trotzdem war es eine Reise, die ich nicht missen möchte.

    So, das war's. ich sage danke für's Durchhalten und für Euer Interesse. Und sollte die eine oder der andere Lust bekommen haben oder noch Fragen haben: nur her damit. Soweit ich kann, werde ich sie gerne beantworten.

    Drei Wochen sind vorbei, und es zieht uns wieder nach Hause. Die Rückreise erfolgt in drei Etappen: um 13.20 startete unser Flug von Jeju Island nach Seoul. Vorher hieß es Abschied nehmen von Pascal, der uns in den letzten Wochen begleitet hat und mit seinem Wissen und seiner Organisation diesen Urlaub für uns so angenehm gestaltet hat.


    In Seoul sind wir in Gimpo gelandet, wo fast alle Inlandsflüge ankommen. Von dort sind wir mit der U-Bahn ca. 30 Minuten direkt zum Flughafen Incheon gefahren. Dort hieß es 3 Stunden warten, bis der Checkin- Schalter aufmacht. Kurz vor Mitternacht hob dann die Turkish Airlines Maschine in Richtung Istanbul ab, wo wir gegen 5.00 gelandet sind. Wenig später flogen wir dann nach Hamburg. Leider gab es am Mittwoch Morgen keinen Flug nach Bremen. Und von dort ging es dann mit dem Zug nach Bremen. Wir waren lange unterwegs, aber da wir beide zwischen Seoul und Istanbul gut schlafen konnten, war es trotzdem nicht zu anstrengend.

    Hier noch ein paar Fotos von dem durchaus sehenswerten Flughafen Seoul Incheon. Was die kennzeichnung der Toiletten anbelangt: das wünsche ich mir für jeden Flughafen :)

    Hübsche Blumendeko

    An Bord gab es Abendessen und Frühstück in gewohnt guter Qualität


    Unten angekommen sind wir dann noch ein wenig an der Küste entlang gelaufen. Wir hatten gehofft auf eine Vorführung der Muscheltaucherinnen. Diese Frauen verdienen mit dem Ernten von Meeresfrüchten ihren Lebensunterhalt. Das besondere dabei ist, dass sie ohne Sauerstoffgerät tauchen. Nur mit Taucherbrille, Schwimmflossen, einem Neoprenanzug mit Bleigurt sowie einer Harke zum Lösen der Meerestiere sind sie einige Minuten unter Wasser. Aber die See war wohl zu bewegt, jedenfalls waren sie nicht da.

    Viele Leute waren gekommen, um die Muscheltaucherinnen zu sehen

    Ehe wir den Bus zurück nahmen, gönnten wir uns noch ein erfrischendes Getränk

    Wir wollten unseren Urlaub auf Jeju nicht beenden ohne einen Ausflug zum Sonnenaufgangskrater.

    Der Sonnenaufgangsgipfel, eigentlich Seongsan Ilchulbong ist eine 182m hohe, vulkanisch entstandene Landerhebung im Osten von Jeju. Zusammen mit dem Berg Hallasan und dem Geomunoreum-Lavaröhrensystem gehört die Erhebung zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Angaben zum Entstehungszeitpunkt des Gipfels variieren zwischen einer Zeitspanne von vor 5.000 Jahren bis vor 120.000 Jahren. Sicher ist jedoch, dass er aus einer Unterwassereruption entstand. Der dadurch freigesetzte Wasserdampf hat das umgebende Gestein zertrümmert und einen Krater in das Gestein gesprengt.

    Eigentlich hatte ich nach dem gestrigen anstrengenden Tag entschieden, mir die Besteigung des Kraters zu schenken und nur zum Berg mitzufahren. Dort angekommen sagte ich:" Na ja, ein kleines Stück gehe ich mit, um die Aussicht zu genießen". Und das Ergebnis? Ziemlich erschöpft kam ich oben an. Aber es hat sich gelohnt.


    Der größte Teil des Weges war eine Einbahnstraße

    Die Caldera ist erreicht. Wegen der vielen Zacken wir dieser Krater auch oft mit einer Krone verglichen

    Nach einem Erinnerungsfoto ging es dann wieder an den Abstieg auf der anderen Seite

    Am Montag war erneut ein Feiertag,der Tag des Koreanischen Alphabets. Zu seiner Entstehung gibt es folgende wahre Geschichte: bis ins 15. Jh. wurde die koreanische Sprache ausschließlich in chinesischen Schriftzeichen geschrieben. Da das Erlernen dieser sehr schwierig und zeitaufwändig ist, war es einer kleinen Elite vorbehalten, der Rest waren Analphabeten. König Sejong wollte jedem Koreaner die Möglichkeit geben, lesen und schreiben zu lernen, und so machte er sich dran, ein einfaches Schriftsystem zu entwickeln. 1443 hatte er ein Alphabet, bestehend aus 34 Buchstaben entwickelt. Am 9.10.1446 wurde es offiziell verkündet und Hangeul genannt.
    Hangeul soll das einzige Schriftsystem sein, in dem der Verfasser sowie das Datum der Veröffentlichung genau bekannt sind.
    Die Buchstaben werden übrigens nicht nur von links nach rechts sondern auch z. T. übereinander geschrieben und immer in Silben gruppiert. Einzelne Silben bestehen aus 2-5 Buchstaben. Ein kleines Beispiel gefällig?

    Das Wort rechts oben ohne Unterschrift: der 1. Buchstabe ist ein dj, gesprochen j, der 2. ein e, der 3. besteht aus 2 Buchstaben: oben dj und unten u, und der 4. ist ebenfalls wieder zusammengesetzt aus d und o. Macht Jeju Do = die Insel Jeju.

    Auf der Karte hatten wir gesehen, dass gleich in der Nähe des Teemuseums ein Nationalpark ist. Eine kleine Wanderung war für uns alle gut vorstellbar. Womit wir nicht gerechnet hatten, war die Tatsache, dass der Nationalpark rundherum eingezäunt war und der Weg zum Eingang schon fast 4 km lang war. Im Park gab es dann mehrere Rundwege, und wir entschieden uns für einen mit mittlerer Länge.

    Zunächst ging es durch wunderschöne Natur auf befestigten Holzplanken zu einem kleinen Aussichtsturm.

    Von oben : grüne naturbelassene Landschaft

    Danach ging es weiter

    Und bald wieder über Wurzel und Stein

    Manchmal auch wieder über Holzplanken. Da die zeit sehr fortgeschritten war und wir nicht in die Dunkelheit kommen wollten, mussten wir recht zügig gehen, was den Genuss - zumindest für mich - einschränkte.

    Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir das Eingangstor und fuhren mit dem Bus zurück. Fazit: 26000 Schritte oder 16 km waren für mich Rekord auf dieser Reise.

    Am nächsten Tag, einem Sonntag, hatten wir uns einen Besuch im Teemuseum vorgenommen. Der große Parkplatz war gut belegt, aber die vielen Menschen verliefen sich auch hier. Wie gut, dass wir vorher schon gelesen hatten, dass das 'Museum' im wesentlichen eine große Verkaufsausstellung ist. So waren wir dann nicht enttäuscht, zumal der Laden wirklich schön war.

    Ein kleines Museum, wo die Teeverarbeitung gezeigt wurde, konnte besichtigt werden

    Der Tee wurde sehr 'verkaufsfördernd' präsentiert, allerdings hielten uns die horrenden Preise dann doch davon ab welchen zu kaufen

    Statt dessen schauten wir lieber bei der Teeernte zu

    Mit großen Maschinen, an deren Unterseide die Messer angebracht waren, wurde sorgsam Bahn für Bahn abgefahren

    Es wurden immer nur die oberen - zarten - Blätter abgeschnitten

    Nachdem wir im Restaurant ein Teeeis gegessen haben, ging es weiter zum zweiten Teil unserer Tagesplanung.

    Einen ganz besonders hübschen Platz erreichten wir dann kurze Zeit danach: Jusang Jeolri ist eine Stelle an der Küste, wo von dem Vulkangestein der Insel nur mehr die Basaltsäulen übrig sind. Den Rest hat das Meer im Laufe der Zeit weggewaschen. Diese Basaltsäulen sind bis zu 25 m hoch und über ca. 2 km entlang der Küste zu finden. Sie gelten als koreanisches Kulturdenkmal. Wir haben uns Zeit gelassen, diesen Ort von allen Seiten anzuschauen und zu fotografieren. Wie immer waren wir auch hier nicht alleine.
    Anschließend sind wir dann noch ein paar km weiter zu einem schönen Sandstrand gelaufen. Die hohe Brandung hat uns Frauen allerdings davon abgehalten ins Meer zu gehen. Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Hotel.


    Auf dem Weg zum Badestrand

    Angekommen

    Anschließend sind wir zu unseren nächsten Zielen gewandert. Gleich hinter dem Tempel führte der die ganze Insel umspannende Olle-Wanderweg vorbei. Und auf ihm sind wir dann zur Küste gelaufen. Die Ausschilderung ist vorbildlich: die blauen Wegweiser und Bänder führen in diesem Abschnitt im Uhrzeigersinn, die orangen entgegen.
    In Daepo gab es dann zur Erfrischung leckeren Eiskaffee und einen Kräutertee aus Orangenschalen und einem Zweig Rosmarin.
    Und dann kamen wir an die Küste, die schöne Ausblicke auf‘s Meer und die Felsküste bot.

    So waren die Wanderwege gekennzeichnet

    Zwischen den Schildern hingen dann noch diese Bänder

    Und hier gab es einen Stempel für erfolgreich zurückgelegte Kilometer


    Ein hübscher kleiner Hafen

    ...mit Café

    ... und Blumen

    An der Küste gab es erstmal eine Warnung

    und dann diese Sicht

    Aber es sollte noch schöner werden.

    Gemeinsam ging es dann nach dem Frühstück weiter, zunächst zum Yakchunsa Tempel.

    1918 als kleiner Tempel gegründet wurde er von 1988-1996 in seine jetzige Form und Größe erweitert. Hier leben noch Mönche, die aus der Heiligen Schrift(Pali Kanon) vorlesen und Gläubigen Raum zum Beten bieten. Drei große Buddha Statuen schmücken diesen schönen Tempel. Wer will, kann hier auch für eine oder mehrere Nächte übernachten.

    Noch 25 Tage. Nun vergeht die Zeit wie im Fluge. Die ersten 'Häufchen' sind nun auch schon sichtbar: welche Medikamente müssen wirklich mitgenommen werden? Welche und wie viele Kosmetika? ....

    Heute kam von Phoenix eine Mail, dass es auf dem letzten Abschnitt der Reise eine Änderung geben wird: da die Amadea im Anschluss an diese Reise nicht nach Frankreich auf die Werft geht sondern auf die Lloyd-Werft in Bremerhaven, werden wir dorthin zurückfahren und nicht nach Nizza. Welch schöne Nachricht für uns, beträgt der Heimweg vom Schiff nun weniger als 1 Stunde :love: :love: :love: .

    Dass die Häfen La Palma, Gran Canaria, Tanger sowie Barcelona nun entfallen, kann ich gut verschmerzen, zumal mit Madeira und Lissabon zwei attraktive Alternativen im Programm sind. Und als Entschädigung für die Unbillen der Umbuchung gibt es sogar noch ein kleines Bordguthaben. Nicht jedeR wird über die Routenänderung glücklich sein - wir sind es!

    Anschließend sind wir dann am Hafen entlang gebummelt und irgendwann bergauf in die Stadt gelaufen. Heute hatten wir uns vorgenommen, in dem traditionellen Markt an verschiedenen Ständen eine Kleinigkeit zu essen und so unser Abendessen zu bestreiten. Das hat auch gut geklappt und war lecker. In diesem Markt gab es auch in der Mitte der Gänge Bänke, wo wir das gekaufte Essen gleich verzehren konnten.

    Zunächst noch zwei Fotos aus dem Park

    Der Hafen

    Die Brücke aus einer anderen Perspektive

    Am Nachmittag ging es dann in die andere Richtung. Unser erstes Ziel war der Cheonjiyeon Wasserfall, der mitten im Ort gelegen ist. Aber schon auf dem Weg dorthin gab es den einen oder anderen Schnappschuss.

    Angekommen in dem Park, der zum Wasserfall führt

    Der Wasserfall ist 22 m hoch und in subtropische Natur eingebettet

    Zu der Skulptur mit der Perle in der Mitte gibt es eine hübsche Legende:

    Das Geschenk des himmlischen Drachen, "Das goldene Juwel"
    In der Joseon-Dynastie gab es im Dorf Seogwipo eine Frau, die gutherzig und wohlerzogen war. Sie hatte ein schönes Gesicht, und viele Junggesellen fühlten sich zu ihr hingezogen, aber als sie neunzehn Jahre alt wurde, ging sie in das Dorf Gunnut, um zu heiraten. Alle Junggesellen im Dorf Seogwipo waren darüber sehr traurig, besonders ein Mann.
    Eines Tages versuchte er, sie zu verletzen, als sie am Cheonjiyeon-Wasserfall vorbeikam. In diesem Moment erschien ein Drache aus dem Cheonjiyeon-Wasserfall, schnappte ihn und verschwand im Himmel, wobei er eine goldene Perle zurückließ. Die Frau nahm die Perle in ihre Arme und bewahrte sie als Familienerbstück auf, und danach ging es ihrer Familie gut und sie hatte viele Generationen von Enkeln.


    Für den nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen, Seogwipo und die nähere Umgebung zu erkunden. Die Sonne schien, und das Thermometer zeigte angenehme 22 Grad. Wenige 100 Meter hinter unserem Hotel begann ein perfekt ausgebauter Küstenwanderweg. Er ist Teil eines Rundweges, der um die ganze Insel führt. Links von uns das Meer bot immer wieder phantastische Ausblicke auf die Steilküste und Felsen im Meer.

    In diesen Naturpools durfte man im vergangenen Jahr noch baden

    Der Oedolgae Felsen ist 20 m hoch und hat einen Umfang von 7 - 10 m

    Solche Schutzhütten gibt es immer mal wiedr am Weg

    Orangenhain bei unserem Hotel

    Uns hat der Weg sehr gut gefallen. Nach drei Stunden waren wir zurück im Hotel für eine kurze Erholungspause und einen Kaffee.

    Am 4. Oktober hieß es ein weiteres Mal Koffer packen und weiterreisen. Dieses Mal nicht mit dem KTX sondern mit dem Flugzeug. Denn es ging auf die Insel Juju, 1 Flugstunde von Busan entfernt im Südwesten von Südkorea gelegen.

    Jeju-do, häufig auch nur Jeju genannt, ist eine Vulkaninsel in der Koreastraße und mit Abstand die größte Insel Südkoreas ; sie liegt 90 km südlich vor dem Festland. Jeju ist geologischgesehen der jüngste Teil Koreas, vulkanischen Ursprungs und durch Basalt und Lava bestimmt. Mittelpunkt der Insel ist der Vulkan Halla, der mit 1.950 m die höchste koreanische Erhebung ist.

    Die -wie sie in Korea heißt- Insel der Götter hat etwa 580.000 Einwohner und ist eine besondere autonome Provinz. Mit ihren 75 km in der Breite und 42 km in der Länge war die Insel ein unabhängiges Königreich und verlor die Unabhängigket erst im Jahr 938.

    Wir haben ein Hotel im Süden der Insel gebucht und verbrachten hier 6 Tage mit Wandern und Besichtigungen.

    Von unserem Hotel aus hatten wir einen schönen Blick über Orangenplantagen bis zum Meer

    und zum Vulkan Halla auf der anderen Seite

    Kurz nach Sonnenuntergang sind wir dann ins Zentrum von Seogwipo gelaufen. Auch hier wie überall in Südkorea viel bunte Beleuchtung

    Unser Weg führte uns zunächst zur traditionellen Markthalle

    wo es die unterschiedlichsten Lebensmittel gab. Die Orangen und Tangerinen waren köstlich

    Es gibt viele Souvenirs mit Bezug auf die vielen Orangen, die hier angebaut werden

    Danach ging es weiter durch die Straßen

    Die markante Fußgängerbrücke zu einer kleinen Insel ist Tag und Nacht ein Blickfang