Beiträge von Ruhrpottkind

    Noch ein paar Fotos von Kopenhagen (leider sind auf den meisten Fotos zuviele Menschen).

    Als wir zum Bus kamen war dort ein großes Palaver. Es standen zwei Shuttlebusse dort und die jeweiligen BusbegleiterInnen sprachen mit einem Ehepaar – natürlich auf englisch. Die Verständigung klappte wohl nicht so gut. Wir bekamen mit, dass es sich um ein deutsches Ehepaar handelte und fragten, ob wir behilflich sein könnten. Wir erfuhren, dass die Frau meinte, man habe ihr die Kreditkarte aus dem Rucksack (den sie auf dem Rücken getragen hatte) gestohlen, sie war sich aber gar nicht sicher, ob sie sie überhaupt mitgenommen habe. Die Busbegleiterinnen fragten, ob sie die Polizei rufen sollten, das wollte das Paar aber nicht. Wir haben Ihnen geraten, die Kreditkarte sperren zu lassen, das lehnten sie ebenfalls ab. Sie hätten kein Internet auf dem Schiff. Auf meinen Einwand, aber jetzt könnten sie dies tun, denn hier in Kopenhagen hätten sie ja Roaming, sahen sie mich total erstaunt an. Das nahmen sie dann aber zum Anlass, erstmal ihren Sohn in Deutschland anzurufen, der dann alles weitere in die Wege leiten sollte. Die Busbegleiterinnen schüttelten nur verständnislos die Köpfe, eine stieg dann aus, so dass der Bus endlich zum Schiff zurückfahren konnte. Wir haben das Ehepaar auch nicht mehr wiedergesehen, ich hätte gerne gewusst, ob die Karte doch in der Kabine war.

    Zurück am Schiff wurden wir wieder herzlich begrüßt mit verschiedenen Getränken und heißen Tüchern. Auch da lösten sich die – verhältnismäßig kleinen -Schlangen schnell auf und wir waren ruck-zuck auf dem Schiff. Da Kopenhagen ja auch Einschiffungshafen war, kamen auch viele neue Passagiere und auch noch jede Menge neue Crewmitglieder an Board. Wir gingen erstmal an die Infinity-Bar und tranken jeder zwei Latte Macchiato, die beide sehr gut waren.

    Da an Board ja auch die MSC-App wieder funktionierte, buchten wir für den Abend Plätze im Theater. Es gab allabendlich dort verschiedenste Aufführungen und immer dreimal. Die erste Vorstellung begann um 19.30 Uhr, die zweite um 20.30 Uhr und die letzte um 21.30 Uhr. Auf Grund unserer Essenszeit um 21 Uhr konnten wir nur die 1. Vorstellung besuchen. Das klappte auch jeden Abend sehr gut.

    Auch das Auslaufen bekamen wir an jedem Hafentag mit, in Kopenhagen legten wir um 18 Uhr pünktlich ab. Diesmal auch mit Typhon und – zumindest kurzer -Party auf dem Pooldeck, aber wieder ohne Auslaufmelodie. Schade.

    Die Vorstellung im Theater gefiel uns gut. Das Theater war auch bis auf den letzten Platz belegt. Nervig sind natürlich immer die Menschen, die nach 10 Minuten meinen, es gefiele ihnen doch nicht oder sie würden verdursten (man darf -wie bei Mein Schiff- keine Getränke mit hineinnehmen) und sie müssten jetzt gehen (die Vorstellungen dauern incl. Zugaben max. 40 Minuten). Naja, die gibt es ja – leider – mittlerweile auf jedem Schiff (ich spreche da aus leidvoller Erfahrung). Mir tun da immer die Künstler leid.

    Die Lichtstimmung im Theater wechselte natürlich. Konnte ich nicht so gut einfangen.

    Man erreicht das Theater auf Deck 6 über die „Galeria Euribia“. Als wir das Theater verließen, war die Galeria voll! Und wenn ich „voll“ schreibe, dann meine ich wirklich voll! Es gab mehrere Spuren vor dem Theater als Ein- und Ausgang, das war nicht das Problem. Die Leute blieben aber direkt davor stehen, so dass es einfach nicht mehr weiter ging. Links neben dem Eingang zum Theater war eine Bar (ebenfalls voll), dort wurde Livemusik gespielt, da guckten viele Leute erstmal zu. Ein Stück weiter mitten in der Mall fand -ebenfalls live- ein Tanzevent statt. Die Tänzer und Crewmitglieder führten in tollen Kostümen bei lauter Musik verschiedene Choreografien auf. Klasse, hat uns gefallen, sah alles toll aus. Aber man kam einfach nicht vorbei. Mit viel Drängelei (was uns eigentlich so gar nicht liegt) klappte es dann.

    Wir haben es bis zur Bar geschafft, wo wir uns einen kleinen Cocktail vor dem Essen gönnten. Danach sind wir zum Restaurant geschlendert, wo man uns wieder mit Gesang und Geklatsche empfing und uns zu unserem Tisch geleitete. Diesmal wurde nur gefragt, ob die Getränke dieselben wie gestern sein sollten, auf unser Bejahen wurden sie auch direkt serviert. Prima. Ich bekam wieder die Speisekarte im Papierform gereicht, auch prima. Unsere Tischnachbarn guckten erstaunt, ich bin ja ne Nette, also hab ich die Karte gerne weitergereicht (am nächsten Tag bekamen sie auch eine von den Kellnern). Das Essen war wieder sehr gut, reichlich und auch schön angerichtet. Diesmal hatten wir jeder tatsächlich „nur“ 3 Gänge bestellt. Wir sind ja lernfähig. Gegen 23 Uhr verließen wir das Restaurant (nahmen noch eine Literflasche Wasser für die Kabine mit) und hätten dann noch in eine der vielen Bars oder in die Carousel-Lounge (eine große Eventlocation mit Live-Musik von einer Big Band o.ä.) gehen können. Doch wir waren viel zu müde und geschafft von dem Tag. Also ab zur Kabine, wo wir nur noch ins Bett fielen.

    Weiter geht es dann mit dem Seetag……..

    So, nun geht es hier mal wieder weiter!

    Nach einer kurzen Nacht sind wir gegen 7.30 Uhr in den Marketplace zum Frühstücken gegangen. Es herrschte schon reger Betrieb dort. Wir fanden aber ein -noch- ruhiges Plätzchen am Fenster und konnten so die Einfahrt in den Hafen beobachten. Da das Buffetrestaurant recht groß und weitläufig ist, musste man schon Strecken zurücklegen, bis man alles am Tisch hatte, was man gerne essen wollte. Die Auswahl war prima, es gab eigentlich alles. Und es schmeckte uns sehr gut.

    Je näher wir dem Hafen kamen, desto voller wurde es in dem Riesenrestaurant. Die Lautstärke schwoll kontinuierlich an, vor allem, je näher man dem Buffet kam. An unserem Platz hielt es sich hingegen in Grenzen. Natürlich war zwischenzeitlich jeder Tisch besetzt von Menschen verschiedenster Nationalitäten, aber es wurden nur leise Gespräche geführt. Man konnte es gut aushalten und wir konnten gut das Anlegen in Kopenhagen von unserem Fensterplatz beobachten.

    Bevor wir zum Frühstück gingen, hielten wir Ausschau nach unserem Cabin-Stewart. Leider war er nicht in Sicht. So legten wir ihm einen Zettel aufs Bett mit der höflichen Bitte um „German Beds“ und schalteten den Reinigungsbutton ein (deutlich praktischer als diese blöden Türanhänger, die ständig herunterfallen). Als wir nach dem Frühstück in die Kabine kamen, war sie bereits gereinigt und wir hatten zwei Bettdecken! (Später haben wir den Stewart getroffen und uns natürlich herzlich bei ihm bedankt!) Zusätzlich lag auf unserem Bett ein Shuttle-Ticket für 12.30 Uhr, allerdings mit anderem Namen. Also, Ticket geschnappt und zur Rezeption damit. Man entschuldigte sich wortreich – es handelte sich um einen Zahlendreher bei der Kabinennummer! Wo wir schonmal da waren, haben wir direkt nach dem Shuttle gefragt, denn das Schiff lag natürlich weit draußen vor der Stadt. Man erklärte uns, dass wir nicht extra vorbuchen müssten, wir könnten einfach zum Shuttle gehen und dort mit der Bordkarte die Fahrt buchen. Also, genauso, wie wir es von Mein Schiff und Aida kennen.

    Also haben wir uns kurze Zeit später auf den Weg runter vom Schiff gemacht. Das ging total problemlos. Es gab 2 Ein- und 2 Ausgänge und keinerlei Wartezeiten. Wir hätten auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus fahren können, der hielt auch direkt vor dem Schiff. Wollten wir aber nicht, sind also direkt zum Shuttle gelaufen. Dort war es dann allerdings doch etwas anders, als wir es kannten. An einem Tisch mussten wir unsere Bordkarten vorzeigen, bekamen dann ein Ticket ausgestellt mit Namen und Kabinennummer, womit wir in den Bus einsteigen konnten. Der Bus fuhr wenige Minuten später los und brachte uns bis zur Kleinen Meerjungfrau bzw. der Festung. Dort wurde uns von der Busbegleiterin an Hand eines Stadtplanes (den jeder von uns bekommen hat) erklärt, wo die verschiedenen Sehenswürdigkeiten sind und eindringlich in verschiedenen Sprachen gebeten, auf unsere Wertsachen aufzupassen, es gäbe sehr viele Taschendiebe! Gut, also losgelaufen. Keine 20 Meter weiter wurden wir direkt von mehreren Fahrrad-Rikscha-Fahrern angesprochen. Wir lehnten dankend ab, wollten uns doch lieber zu Fuß umsehen (was auch gut so war, denn die Fahrt über die holperigen Steine mit dem Fahrrad wäre unseren Rücken gar nicht gut bekommen). Da sehr viele Menschen sich bereits um die Nixe drängten (mit uns lag die Britannia und P & O im Hafen) liefen wir erstmal in die Festung und sahen uns um.

    Sind dann weiter Richtung Lange Linie gelaufen um in die Stadt zu kommen. Es war ein sehr schöner Spaziergang bei bestem Wetter. Es war zunächst kühl, aber die Sonne schien. Und es wurde wärmer, so dass wir öfter kleine Pausen auf den vielen Bänken einlegen konnten.

    Auf jeden Fall wollte ich ja um 12 Uhr am königlichen Schloss sein, denn die Wachablösung konnte ich mir ja nicht entgehen lassen. Wir waren früh genug dort – es war brechend voll! Gut, wir hatten auch nix anderes erwartet. Aber die Menschen waren alle gut gelaunt und nett, so dass wir trotzdem noch einen guten Blick zwischen den Köpfen hatten. Ich für meinen Teil habe auf diversen Handy-Displays die Wachablösung wunderbar sehen können. Gut, es war langwierig und langweilig auch, aber egal, ich wollte es sehen und hab ich auch! Jetzt kann ich wenigstens auch mitreden.


    Wir haben uns danach noch ein wenig umgesehen, es wurde noch ein Andenken gekauft und dann machten wir uns langsam auf den Rückweg zum Bus. Außerdem fehlte ja noch das Foto der Kleinen Meerjungfrau! Darauf konnten wir ja nicht verzichten. Natürlich waren immer noch viele Menschen dort, aber die Fotos bekamen wir trotzdem hin – zumindest unseren Ansprüchen reichte es.

    geht noch weiter....

    Tja, so kannte ich das eigentlich von MSC aucsh Mig und uschisiggi . Deshalb war ich ja enttäuscht. Hatte mir extra einen Platz direkt am Lautsprecher ausgesucht, um ja was zu hören! bin auch noch zu anderen Lautsprechern gelaufen, weil ich das gar nicht glauben konnte. War aber leider so.

    Danke für Eure Hinweise Seabushy und Saedis im weiteren Verlauf des Berichts könnt Ihr lesen, dass es sehr gut geklappt hat:).

    Geht bald weiter!

    So, dann weiter im Text…..

    Nach diesem turbulenten Erlebnis im Marketplace (so heißt das Buffetrestaurant), sind wir erstmal wieder auf unsere Kabine gegangen. Und – oh wie schön – die Koffer waren schon da. Also direkt ausgepackt.

    Wir waren kaum in der Kabine, klopfte es. Vor der Tür stand unser Cabin-Stewart Parnesh, der sich vorstellte und fragte, ob alles ok wäre oder ob wir noch etwas brauchen. Fanden wir sehr nett. Nein, wir brauchten zu dem Zeitpunkt nichts, es war alles ok. Falls wir ihn brauchen würden, erklärte er dann, könnten wir ihn telefonisch über die Rezeption erreichen. Hatten wir so auch noch nie (haben wir aber auch nicht genutzt).

    Also weiter geräumt (Stauraum war genügend für die eine Woche vorhanden, vor allem sehr viele Bügel!) Dafür empfanden wir das Bad als ziemlich eng und da war auch relativ wenig Fläche für die diversen „Kleinigkeiten“, die Mann und Frau nunmal im Bad benötigen. Dafür war die Dusche selbst sehr geräumig, da nicht abgeschrägt.

    Dann wollten wir erstmal raus an die Luft. Also, Jacke an (es war recht frisch in Kiel) und rauf aufs Pooldeck. Praktisch war, dass unsere Kabine ganz in der Nähe des gläsernen Panoramaaufzuges lag. So konnten wir ohne lange Wege schnell die Decks wechseln. Den Panoramaaufzug gibt es beidseitig des Schiffes. Er geht von Deck 5 (u. a. Rezeption) bis zu Deck 15 (Pooldeck). Uns reichte das fürs erste. Wenn man weiter hoch oder runter wollte, (die Euribia hat 20 Decks) musste entweder laufen oder einen anderen Fahrstühle nutzen.

    Wir sind die Außentreppe zu Deck 16 hochgeklettert und einmal das Schiff langgegangen. Rundherum ging leider nicht, weil eine Seite des Decks gesperrt war (wohl wegen der Betankung). Es war windig und kalt, obwohl die Sonne schien. Egal. Also wieder runter und auf die Nichtraucherseite der Bar gesetzt. Dort haben wir uns unseren ersten Cocktail gegönnt – Pina Colada Zero (also ohne Alkohol). Ich glaube, alle in unserem Getränkepaket includierten Cocktails gab es auch als alkoholfreie Variante (ohne Gewähr). Jedenfalls haben wir während der Reise einige davon probiert, GöGa auch mal mit Alkohol, ich grundsätzlich ja nur ohne.


    So saßen wir also, windgeschützt aber trotzdem mit schönem Ausblick auf Kiel mit Decken unterm Popo gegen die Kälte und tranken einen eiskalten Cocktail. Ein Grog oder Glühwein wäre in dem Moment passender gewesen. Die Kellnerin und auch die Barkeeper waren ebenfalls dick eingepackt und froren natürlich dennoch! Klar, die kamen ja teilweise auch erst mit uns an Board und sind aus wärmeren Gefilden angereist.

    Plötzlich hörten wir am Tisch hinter uns bekannte Töne. Umgedreht und – richtig – das nette deutsch-kubanische Pärchen aus dem Restaurant versuchte gerade in mehreren Sprachen eine Bestellung aufzugeben. Man kam natürlich ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass es für die beiden die allererste Kreuzfahrt war und sie sich hauptsächlich auf die legenderen MSC-Partys freuten. Sie hätten gehört und gelesen, dass da richtig die Post abginge und das wollten sie gerne erleben. Nunja, jeder Jeck ist ja bekanntlich anders. Von Board gehen wollten sie evtl. in den verschiedenen Destinationen, das würden sie spontan entscheiden. Die Ausflüge seien ihnen eigentlich viel zu teuer, deshalb gingen sie besser nicht runter. Wir haben ihnen dann erstmal erklärt, dass sie auch ohne Ausflug und kostenlos in den Häfen von Board gehen könnten und sich dann entweder zu Fuß/mit kostenpflichtigem Shuttle/per Taxi etc. umsehen könnten. Es gäbe vor Ort immer auch Ausflugsanbieter die einem zu (meist) humaneren Preisen durch die Gegend kutschierten, wenn man das möchte. Sie waren sichtlich erleichtert. Das hätten sie komplett falsch verstanden.

    Wir verabschiedeten uns erstmal, wollten noch ein bisschen die anderen Aussendecks erkunden, aber nicht ohne dem Pärchen nahezulegen, sich vorm Auslaufen an Deck zu begeben! Das ist ja schließlich immer was besonders (jedenfalls für uns).

    Und wie auf Kommando legte die AidaNova gerade mit drei lauten Typhon-Huptönen ab. Natürlich mussten wir da zusehen und winken! Schließlich sollten wir sie erst in Alesund wiedersehen. (Spoiler: Das beschauliche Alesund war hoffnungslos überlaufen mit fast 13.000 Kreuzfahrtgästen!) Die Aida fuhr ganz nah an uns vorbei und man konnte auch ganz viele winkende Menschen auf den Balkonen und den Decks sehen. Ich winke ja auch immer und animiere dadurch auch einige umstehende MitfahrerInnen dazu! Da auf der Euribia ja ganz verschiedene Nationen mitfahren, kannten viele das Schiff gar nicht, wussten nix damit anzufangen. Schon lustig, man denkt ja immer „das kennt doch jeder“. Nö, ist nicht so.

    Dann waren wir dran, die Leinen wurden gelöst. Es war gut gefüllt an Deck, aber lange nicht so, wie wir das kennen. Lustigerweise waren um uns herum hauptsächlich deutsche Gäste (obwohl wir auf dem Schiff die absolute Minderheit darstellten). Und alle waren sich einig, dass die Auslaufmelodie fehlte (egal ob der Graf oder Sail away). Leider gab es auf der Euribia gar nix, nicht mal ein Typhon ließ der Käpt’n hören. Enttäuschend.

    Wir fuhren also die Förde entlang, plötzlich hörte man laute Martinshörner. Die (freiwillige?) Feuerwehr stand mit mehreren großen Löschfahrzeugen am Mönkeberger Fähranleger und grüßte uns mit Wasserfontänen und Winken mit Tüchern etc. Wie schön. (Fotos reiche ich nach, GöGa hat gefilmt). Da konnte der Kapitän ja wohl nicht mehr anders und hat dreimal das Typhon ertönen lassen. Gänsehaut! Da die meisten Gäste bereits auf dem Weg in die diversen Restaurants waren, haben das gar nicht mehr so viele mitbekommen. Aber die noch da waren, fanden es scheinbar toll! Sah man an den Gesichtern. Auch anders war, dass auf dem Pooldeck so gar nichts stattfand (Auslaufparty etc.) Naja, andere Reederei…..

    Nachdem wir Laboe hinter uns gelassen haben, haben wir uns dann auch langsam wieder ins Innere des Schiffs begeben. Erstmal ein bisschen aufwärmen. Dann in die Kabine, umziehen und ganz langsam durchs Schiff zum Restaurant geschlendert. Tja, Tür geschlossen. Einlass erst ab 21 Uhr – wie auf der Bordkarte stand. Also noch ein bisschen hin und her gelaufen, hier und da geguckt und wieder zurück. Es stand an diesem ersten Abend tatsächlich auch eine größere Menschenschlange vor den beiden gegenüberliegenden Restaurants. Völlig unnötig, wir hatten ja alles feste Tische. Aber gut, so sind die Menschen und wir auch. Stellten uns also auch an (kannten wir ja schon zur Genüge von Mein Schiff). Nach und nach kamen auch die letzten Gäste der ersten Essenssitzung aus den Restaurants, es wurde alles komplett neu eingedeckt und Ordnung gemacht.

    Um Punkt 21 Uhr wurde die Tür geöffnet, sämtliche KellnerInnen standen klatschend Spalier und geleiteten jeweils ein Paar/Familie/Einzelreisenden zu deren Tisch. Das fand ich nett. Auch wir wurden an unseren Tisch geleitet, die Stühle herangeschoben. Dann kam unser Kellner-Team und stellte sich vor. Uns wurden die Abläufe erklärt und direkt nach unseren Getränkewünschen gefragt.

    Wir hatten zwar einen 2er-Tisch, aber davon standen 4 in einer Reihe, jeweils mit ca. 30 – 40 cm Abstand. Am Tisch neben uns saß ein Ehepaar aus Oldenburg (etwas älter als wir), daneben (wie kann es auch anders sein😂) „Landsleute“ nur aus einem anderen Stadtteil, und am letzten Tisch ein Pärchen aus Sachsen. Die letzteren 4 Personen waren deutlich jünger als wir. Egal. Wir haben uns alle nett unterhalten, sahen uns allerdings auch nur zu den Essenszeiten. Unser Kellnerteam sprach kein deutsch, machte aber nix. Im Laufe der Reise lernten sie von uns.

    Auch bei MSC geht (fast) alles nur über die App, mit der ich überhaupt nicht gut zurecht kam. Im Restaurant habe ich dann direkt nett nach einer Speisekarte gefragt und diese auch bekommen (in deutscher Sprache). Habe ich an den nächsten Abenden dann direkt erhalten – ohne fragen zu müssen!

    Eigentlich soll es ein 3-Gang-Menue sein, man kann aber ordern, soviel man möchte. Brotkorb und Butter gab es vorab. Nun hatten wir Hunger, war ja schon spät. Also Suppe und Vorspeise, Hauptgericht und Nachspeise bzw. Käse bestellt. Kam auch alles nacheinander und nicht gleichzeitig (also Suppe und Vorspeise). Nachdem ich beides verzehrt hatte war ich bereits pappsatt, die Portionen waren deutlich größer als bei Mein Schiff! Ich bat den Kellner, den Käse zu stornieren, falls noch möglich. War es zum Glück. Ich hätte nichts mehr davon essen können.

    Fotos vom Essen habe ich leider keine gemacht, irgendwie mag ich auch keine Handys während des Essens am Tisch. Es war jedenfalls alles sehr lecker und sehr viel!

    An diesem Abend haben wir auch weiter nichts mehr mitbekommen. Nach dem Abendessen – es war zwischenzeitlich schon fast 23 Uhr – sind wir nur noch zur Kabine gegangen und wollten ins Bett. Wir waren einfach geschafft und müde. Auf der Kabine fanden wir dann Info’s über den Liegeplatz am morgigen Tag in Kopenhagen. Dabei stellten wir fest, dass wir nur EINE Zudecke hatten. Oje, darauf hatten wir vorher gar nicht geachtet. Naja, für eine Nacht musste das gehen. Wir wollten auf keinen Fall jemanden von der Crew deswegen bemühen. Und es ging natürlich auch.

    Weiter geht es dann mit Kopenhagen......

    Dann müsste es im Buffetrestaurant doch abends ruhiger sein? Wäre das dann eine Alternative? Und warum werden nicht wie auf anderen Schiffen/ bei anderen Reedereien feste Tische vergeben und Piepser genutzt, damit es schneller geht?

    Weil TC genau damit wirbt "keine festen Tischzeiten, essen, wann Sie wollen". Gut, klappt nur, wenn die Schiffe nicht voll sind😉.

    Das haben wir im Mai auf der 7 auch beobachtet, kannten wir bisher nur von Aida :D Dabei gibt es auf MS genug ruhige Plätze in den Bars wo man sich hinsetzen und bei einem Getränk Kartenspielen kann.

    Tja, bei Reisen in kälteren Gegenden, wo die Außenbars geschlossen sind, gibts auch bei MS keine ruhigen Plätze in den Bars! Da ist man froh, wenn man überhaupt irgendeinen Platz bekommt! Hat gtball in #67 ja auch beschrieben!

    ....... es ging ab 17:30 los sich anzustellen für die beiden Atlantik Restaurants. Da wir einen Kellner bereits kannten haben wir ihn angesprochen und er hat uns mitgeteilt das deshalb Druck gemacht wurde die Türen schon vorher zu öffnen. Er hat es so extrem auch noch nicht erlebt. Die Menschenmassen gingen kurz vor Öffnung bereits bis zum Bereich in der die Seekarte vor der Rezeption steht. Echt wahnsinnig. Wenn man dann um circa 19:30 das Restaurant verlassen hat war draußen bereits wieder eine Schlange von locker 10 Leuten die darauf warten mussten bis jemand geht. Das Personal war super nett und allesamt freundlich, auch in den Bars kam schnell ein Kellner. Da aufgrund der Route es draußen meist kalt und windig war, war natürlich drinnen abends kein Platz mehr zu bekommen. Aber sogar wenn man bereits eine Stunde vor Öffnung in den Ruhepol gegangen ist, waren bereits alle Plätze belegt und auch tagsüber in der schaubar waren alle fensterplätze schon sehr schnell weg. Leider hat man Captain Thor auch nur bei der Offiziersvorstellung sehen können. Die nautisch technische Fragestunde musste aufgrund von Nebel ausfallen und auch sonst habe ich ihn nur einmal auf dem Schiff gesehen.

    Tja, dieses Phänomen mit der laaangen Schlange vor den Atlantiks haben wir auf den letzten Reisen auch miterlebt. Ganz schlimm war es bei der TA (ohne Ferien). Wenn man da um 18.30 Uhr zum Restaurant kam, war kein Platz mehr zu bekommen. Und dann auch erst wieder so ab ca. 20.45 Uhr! Weil ja jeder in Ruhe essen möchte und sich nicht hetzen ließ. Verstehe ich sogar. Aber da bekam man die Gänge dann im Minutentakt vorgelegt, damit man ja um 21.30 Uhr fertig und das Restaurant verlassen hat! Ätzend. Deshalb standen auch wir - mit gefühlt dem halben Schiff - seit kurz vor 18 Uhr (als ungefähr 250.te) in der Schlange.

    Das mit dem Ruhepol kann ich auch so bestätigen von mehreren Schiffen! Ich hatte manchmal das Gefühl, die Leute würden da übernachten, da auch immer dieselben Menschen auf denselben Plätzen saßen/lagen. Vielleicht haben ja auch nicht alle eine Kabine bekommen;).

    Aber wenn die Reise trotzdem schön für Euch war, sieht man darüber doch gerne hinweg, oder?

    So meine Lieben, dann geht’s jetzt mal ein bisschen weiter hier….

    Wir bekamen jeden Tag irgendeine Mail von MSC und auch vom Reisebüro. Mal, nur um uns mitzuteilen, dass man sich freue, dass wir bald an Board kämen, mal, um uns mitzuteilen, dass es an manchen Tagen auf dem Schiff einen Dresscode gibt. Dann wieder wurde uns ein Kabinenupgrade angeboten gegen Gebot. Ausflüge wurden uns schmackhaft gemacht usw. Es wurde einfach nicht langweilig.

    Und dann war es endlich soweit. Die Koffer waren gepackt, es konnte losgehen. Also morgens um 6 Uhr sollte die Abfahrt aus dem Ruhrpott Richtung Kiel sein. Naja, wie das so ist, ganz pünktlich sind wir dann doch nicht los gekommen. Egal, wir fuhren Richtung Schiff! Nach 15 km auf der Autobahn fiel mir ein, dass meine Sonnenbrille noch auf dem WZ-Tisch lag. Na, sooo sonnig wird es schon nicht sein. Dafür drehen wir nicht um. Glücklicherweise sind wir ganz gut durchgekommen. Hinter Hamburg haben wir unsere obligatorische Pause eingelegt (wie gaaaanz viele andere PKW auch), haben unser mitgenommenes Bütterchen gefuttert und festgestellt, dass die Flaschen mit den gekühlten Kaffeespezialitäten, die extra zu diesem Anlass gekauft wurden, sich auch noch Zuhause im Kühlschrank befanden. Pech. Mineralwasser tat es auch. Obwohl – was kaffeeähnliches wäre schon schön gewesen.

    So fuhren wir weiter und waren dann gegen 11 Uhr an unserem Parkplatz. Da war schon richtig was los, aber es war alles sehr gut organisiert. Zunächst wurde ein Bus mit Passagieren zur Aida losgeschickt, dann waren wir an der Reihe. Unsere Koffer wurden eingeladen. Gut, der Fahrer war etwas nervös, erklärte uns, dass dies seine 1. Fahrt mit dem Shuttle-Bus sei. Macht ja nix. Jeder fängt ja mal . Als alle Plätze im Kleinbus besetzt waren (8 Fahrgäste), ging es los. Uns war vorher gar nicht so bewusst gewesen, dass es doch noch so weit bis nach Kiel war. Ich dachte so an einen Transfer von 10 – 15 Minuten. Nö, wir sind ca. 50 Minuten gefahren. Zwischendurch hat sich der Busfahrer noch in den ganzen Baustellen in und um Kiel verfahren. War ihm sichtlich peinlich und er hat sich mehrfach entschuldigt. Einigen der Fahrgäste reichte dies wohl nicht, sie meinten, den Fahrer noch aufs übelste runterputzen zu müssen. 😠

    Auf unsere Einwände, dass dies doch wohl nicht sein müsste etc., meinte ein sehr arroganter Herr, das wäre sein Recht, er hätte schließlich nicht wenig bezahlt – darauf ich mit meiner vorlauten Schnute: „ Ja, schön für Sie, aber unseren Fahrer haben sie nicht gekauft! Wenn Sie ja sooo gut betucht sind, hätten Sie ja auch direkt vor dem Schiff parken können“. Betretenes Schweigen im Bus. Dann waren wir glücklicherweise am Hafen angekommen. Der Fahrer hat sich hinterher bei mir bedankt, was er nicht musste. Ich kann sowas einfach nicht leiden. Glücklicherweise habe ich diese Menschen später auch nicht wieder gesehen.

    Am Hafenterminal war es alles etwas wuselig, aber das ist ja überall so. Eigentlich hatten wir erst Einschiffungszeit um 14 Uhr. Aber das interessierte irgendwie niemanden. Wir wurden überall freundlich in die richtige Richtung gelotst – mit unseren Koffern. Erst am Checkin-Schalter wurden uns diese abgenommen. Naja, alles irgendwie anders. Es gab kostenlos Kaffee, Tee und Wasser (in Pappbechern) von MSC für alle ankommenden Gäste, was mich natürlich sehr freute (allerdings war der Kaffee nicht sehr lecker). Es standen schon sehr viele Leute in der Schlange, aber es ging relativ schnell. Ruck-zuck wurde nochmal (?) ein Foto gemacht (hatten wir eigentlich alles schon von Zuhause erledigt) und dann konnten wir Richtung Schiff gehen. Ellenlange Wege waren zu absolvieren – ich glaube wir sind dreimal komplett am Schiff entlanggegangen, bis wir zur Handgepäckkontrolle kamen.

    Auch da ging es fix. Danach wurde das obligatorische Einschiffungsfoto gemacht und dann ging es endlich aufs Schiff. Um 13.20 Uhr betraten wir die Euribia wurden von ganz vielen Crew-Mitgliedern willkommen geheißen und uns wurde der Weg zu unserer Kabine gewiesen. Wir haben sie auch recht schnell gefunden, obwohl das bei dem Riesenschiff zunächst unmöglich schien. Die Kabine hat uns auf den ersten Blick auch gefallen (obwohl ich Brauntöne ja nicht so mag). Sie war trotzdem hell und freundlich. Wir haben uns als erstes den Film zur Seenotrettungsübung angesehen, weil wir dazu aufgefordert wurden. Danach haben wir unsere Wertsachen in den Safe gepackt und sind erstmal zum Sammelpunkt gelaufen, um die Boardkarte scannen zu lassen. Oje, das war auch ein hin- und hergelaufe in diesem großen Schiff. Glücklicherweise standen überall nette Crewmitglieder, die einem halfen, den richtigen Weg zu finden (allerdings musste man schon einige Englischkenntnisse haben. Unsere haben glücklicherweise gereicht). Am Sammelpunkt wurde gecheckt, ob wir das Video angesehen haben, die Karten gescannt, dann war auch schon alles vorbei. Man musste keine Rettungsweste mehr anprobieren oder so. Ging wirklich fix.

    Danach direkt zum entsprechenden Restaurant, geschaut, wo unser Tisch ist (steht alles auf der Boardkarte aufgedruckt, ebenso wie Name und Kabinen-Nr.). Oje, es war tatsächlich ein 8er-Tisch. Also mit der netten Dame, die mit uns durchs Restaurant gelaufen und mit uns den Tisch gesucht hat, zum Maitré` gegangen, in die elend lange Schlange gestellt. Egal. Wir wollten ja eine Veränderung, also blieb uns gar nichts anderes übrig. Endlich waren wir dran. Der Restaurantchef sprach spanisch und französisch und nur wenig englisch. 🫤Wir können deutsch und ebenfalls wenig englisch. Beste Vorrausetzungen für eine gelungene Kommunikation. 🤣Ein Traum! Wir redeten aneinander vorbei, verstanden uns gegenseitig überhaupt nicht.🫣 Schließlich bat ich einen Herrn (Deutscher), der mit seiner kubanischen Freundin hinter uns in der Schlange stand und von dem ich mittlerweile wusste, dass er sehr gut englisch und auch spanisch sprach, uns zu helfen, was er dann auch netterweise tat. In kürzester Zeit wusste er Restaurantchef, was unser Problem war. Und – siehe da – es gab einen Zweiertisch, allerdings erst um 21 Uhr und in einem anderen Restaurant. Egal. Wir waren einfach nur froh, dass das geklappt hat. Haben uns natürlich herzlich bedankt bei unserem „Retter“!

    Danach sind wir erstmal ins Buffet-Restaurant gegangen, haben eine Kleinigkeit gegessen und einen großen Kaffee getrunken! Der erste richtige an diesem Tag!!!

    Es waren schon sehr viele Gäste an Board, entsprechend laut und voll war es dort. Trotzdem kamen immer wieder Kellner zu uns und fragten nach unseren Getränkewünschen (Kaffee, Tee und Eiswasser gibts ganztägig in Selbstbedienung, andere Getränke bestellt man beim Servicepersonal). Auf einmal liefen ganz viele Menschen laut durcheinanderrufend in eine Richtung des Restaurants. Ich wusste gar nicht, was los war, verstand ja nichts. Natürlich bekam ich sofort Panik, weil ich dachte es wäre etwas passiert. GöGa war gerade unterwegs, sich noch etwas Leckeres vom Buffet zu holen. Ich habe den nächstbesten Kellner gefragt, was los sei. Er machte eine beruhigende Geste "everything is ok." Dann kam GöGa, schnappte sein Handy und sagte nur, "ich komme sofort wieder". Kam er auch. Hatte versucht, die Willkommenstorte zu fotografieren - soweit das möglich war. Er meinte nur, es wäre ein riesiger Pulk von Menschen dort, die alle fotografieren wollten (Selfie mit der Torte etc.)^^ Er hat einfach das Handy hoch über die Meute gehalten und geknipst. Seht selbst, ist doch ganz gut gelungen, finde ich.

    Ich habe bei meinen 'zig MS-Fahrten nur einmal eine White-Night erlebt! Die gingen alle mindestens 10 Tage (außer die blauen Reisen bei Corona natürlich)!

    Und da war das Wetter eher bescheiden, kalt und regnerisch, so dass die meisten Leute dicke Jacken angezogen haben (die waren nicht weiß!). Auch die Stimmung war eher unterkühlt (nix los). Hat mir gar nicht gefallen. Bei einigen anderen Touren fand gar nichts statt, nicht mal das Schoko-Buffet! Kommt -glaube ich- immer auf den KD an....

    Wir haben uns diesen Beitrag aufgezeichnet und konnten somit beim Schauen die Werbepausen überspringen. Eigentlich war der Bericht nicht schlecht gemacht. Aber dennoch ziemlich realitätsfern! Keine Wartezeiten beim Check-in auf allen Schiffen? Persönliche Begrüßung des (einzigen) deutschsprachigen Mitarbeiters beim Betreten des Schiffes (Costa)? 4 Liegen in bester Lage auf dem Pooldeck am späten Vormittag? Never ever!!!

    Richtig vergleichen können hätten aber alle Teilnehmer, wenn sie alle drei Schiffe ausprobiert hätten. Z. B. sind ja bei Costa die Kinder bis zum Ende des 17. Lebensjahrs kostenlos! Kein unwichtiger Faktor finde ich. So hätten ja die beiden Familien mit den Kindern/Jugendlichen eine Menge Geld sparen können. Aber gut, die Reise war ja wohl für alle Mitwirkenden kostenlos!

    Man darf ja auch nicht zuviel erwarten.;)