Noch ein paar Fotos von Kopenhagen (leider sind auf den meisten Fotos zuviele Menschen).
Als wir zum Bus kamen war dort ein großes Palaver. Es standen zwei Shuttlebusse dort und die jeweiligen BusbegleiterInnen sprachen mit einem Ehepaar – natürlich auf englisch. Die Verständigung klappte wohl nicht so gut. Wir bekamen mit, dass es sich um ein deutsches Ehepaar handelte und fragten, ob wir behilflich sein könnten. Wir erfuhren, dass die Frau meinte, man habe ihr die Kreditkarte aus dem Rucksack (den sie auf dem Rücken getragen hatte) gestohlen, sie war sich aber gar nicht sicher, ob sie sie überhaupt mitgenommen habe. Die Busbegleiterinnen fragten, ob sie die Polizei rufen sollten, das wollte das Paar aber nicht. Wir haben Ihnen geraten, die Kreditkarte sperren zu lassen, das lehnten sie ebenfalls ab. Sie hätten kein Internet auf dem Schiff. Auf meinen Einwand, aber jetzt könnten sie dies tun, denn hier in Kopenhagen hätten sie ja Roaming, sahen sie mich total erstaunt an. Das nahmen sie dann aber zum Anlass, erstmal ihren Sohn in Deutschland anzurufen, der dann alles weitere in die Wege leiten sollte. Die Busbegleiterinnen schüttelten nur verständnislos die Köpfe, eine stieg dann aus, so dass der Bus endlich zum Schiff zurückfahren konnte. Wir haben das Ehepaar auch nicht mehr wiedergesehen, ich hätte gerne gewusst, ob die Karte doch in der Kabine war.
Zurück am Schiff wurden wir wieder herzlich begrüßt mit verschiedenen Getränken und heißen Tüchern. Auch da lösten sich die – verhältnismäßig kleinen -Schlangen schnell auf und wir waren ruck-zuck auf dem Schiff. Da Kopenhagen ja auch Einschiffungshafen war, kamen auch viele neue Passagiere und auch noch jede Menge neue Crewmitglieder an Board. Wir gingen erstmal an die Infinity-Bar und tranken jeder zwei Latte Macchiato, die beide sehr gut waren.
Da an Board ja auch die MSC-App wieder funktionierte, buchten wir für den Abend Plätze im Theater. Es gab allabendlich dort verschiedenste Aufführungen und immer dreimal. Die erste Vorstellung begann um 19.30 Uhr, die zweite um 20.30 Uhr und die letzte um 21.30 Uhr. Auf Grund unserer Essenszeit um 21 Uhr konnten wir nur die 1. Vorstellung besuchen. Das klappte auch jeden Abend sehr gut.
Auch das Auslaufen bekamen wir an jedem Hafentag mit, in Kopenhagen legten wir um 18 Uhr pünktlich ab. Diesmal auch mit Typhon und – zumindest kurzer -Party auf dem Pooldeck, aber wieder ohne Auslaufmelodie. Schade.
Die Vorstellung im Theater gefiel uns gut. Das Theater war auch bis auf den letzten Platz belegt. Nervig sind natürlich immer die Menschen, die nach 10 Minuten meinen, es gefiele ihnen doch nicht oder sie würden verdursten (man darf -wie bei Mein Schiff- keine Getränke mit hineinnehmen) und sie müssten jetzt gehen (die Vorstellungen dauern incl. Zugaben max. 40 Minuten). Naja, die gibt es ja – leider – mittlerweile auf jedem Schiff (ich spreche da aus leidvoller Erfahrung). Mir tun da immer die Künstler leid.
Die Lichtstimmung im Theater wechselte natürlich. Konnte ich nicht so gut einfangen.
Man erreicht das Theater auf Deck 6 über die „Galeria Euribia“. Als wir das Theater verließen, war die Galeria voll! Und wenn ich „voll“ schreibe, dann meine ich wirklich voll! Es gab mehrere Spuren vor dem Theater als Ein- und Ausgang, das war nicht das Problem. Die Leute blieben aber direkt davor stehen, so dass es einfach nicht mehr weiter ging. Links neben dem Eingang zum Theater war eine Bar (ebenfalls voll), dort wurde Livemusik gespielt, da guckten viele Leute erstmal zu. Ein Stück weiter mitten in der Mall fand -ebenfalls live- ein Tanzevent statt. Die Tänzer und Crewmitglieder führten in tollen Kostümen bei lauter Musik verschiedene Choreografien auf. Klasse, hat uns gefallen, sah alles toll aus. Aber man kam einfach nicht vorbei. Mit viel Drängelei (was uns eigentlich so gar nicht liegt) klappte es dann.
Wir haben es bis zur Bar geschafft, wo wir uns einen kleinen Cocktail vor dem Essen gönnten. Danach sind wir zum Restaurant geschlendert, wo man uns wieder mit Gesang und Geklatsche empfing und uns zu unserem Tisch geleitete. Diesmal wurde nur gefragt, ob die Getränke dieselben wie gestern sein sollten, auf unser Bejahen wurden sie auch direkt serviert. Prima. Ich bekam wieder die Speisekarte im Papierform gereicht, auch prima. Unsere Tischnachbarn guckten erstaunt, ich bin ja ne Nette, also hab ich die Karte gerne weitergereicht (am nächsten Tag bekamen sie auch eine von den Kellnern). Das Essen war wieder sehr gut, reichlich und auch schön angerichtet. Diesmal hatten wir jeder tatsächlich „nur“ 3 Gänge bestellt. Wir sind ja lernfähig. Gegen 23 Uhr verließen wir das Restaurant (nahmen noch eine Literflasche Wasser für die Kabine mit) und hätten dann noch in eine der vielen Bars oder in die Carousel-Lounge (eine große Eventlocation mit Live-Musik von einer Big Band o.ä.) gehen können. Doch wir waren viel zu müde und geschafft von dem Tag. Also ab zur Kabine, wo wir nur noch ins Bett fielen.
Weiter geht es dann mit dem Seetag……..