Beiträge von Dorothea

    2 Fragen hätte ich:

    1. Gibts ein Handball-Rudelgucken? Ist immer ganz lustig finden wir.
    2. Wie entspannt empfindest du die Liegensituation an Seetagen?
    Brauche nach schwerer Erkrankung unbedingt Schatten. :S

    Liebe Gabi, dann sind wir ja schon drei vom Pooldeckforum, die nächste Woche dabei sind. Vielleicht sieht man sich mal, das würde mich freuen.

    Handballrudelgucken habe ich leider nicht bemerkt und auch nirgends davon gelesen. Das müsste dann ja in der Arena sein oder so? Wir haben die Spiele unserer Mannschaft auf der Kabine angeschaut und werden das auch heute wieder tun.

    Was die Liegen betrifft, haben wir immer noch leere gesehen, auch an Seetagen. Aber das kann mit dem Wetter zusammenhängen. Danach würdest Du eher Sonne brauchen. Mein Mann und ich legen uns nicht um den Pool, insofern könnten Dir andere hier sicher besser Auskunft geben.

    Dann eine gute Anreise am Sonntag!

    Fs. 23.1.

    Den Nachmittag probieren wir zunächst verschiedene Plätze am Pooldeck und drum herum, auch an den Aussenbars. Vielfach zieht es, hier ist es zu sonnig, da zu schattig, Göga will ersteres, ich das zweite, schließlich landen wir doch wieder auf dem Agoradeck, kuscheln uns auf eine Bank im Halbschatten und ich hole mir meine Weste und setze meinen unordentlichen Reisebericht fort.

    Da uns de Speisekarte im Atlantik heute so gar nicht animiert, versuchen wir ein zweites Mal das französische Sur Mer Bistrot. Essen und Bedienung sind gut wie beim ersten Mal, doch ist genau hier auch eine Musterstation und kaum getrennt von den Tischen findet eine Sicherheitsübung nach der anderen statt, so dass wenigstens die Bistrotgäste, wenn auch nicht die Neuankömmlinge alle jetzt 4-5x vergattert worden sind.

    Um 21.30 Uhr gehen wir ins Theater für die zweite Show des Comedian Horst Fryguth: "Schöner scheitern", auch wieder sehr lustig. Im Anschluss durchstreifen wir mehrere Bars und wenn ich das jetzt genau schildere, so, weil man daran sehen kann, was läuft auf der Relax und was noch nicht.

    Erst suchen wir das Chalet auf, es ist zu 3/4 gefüllt und wir unterhalten uns ein wenig mit einem netten anderen Paar, welches aber bald geht. Gleichzeitig wird es im Chalet immer leerer, obwohl es gerade erst 22.45 ist. Wir wechseln daher in die Mein Schiff- Bar, wo es brechend voll ist und wir keinen uns zusagenden Platz finden. Da erinnern wir uns, dass im Fugu nach 22 Uhr Barbetrieb sein soll. Wir mussten das Fugu zwar erst ein wenig suchen - rotwerd, es ist unsere Musterstation - aber dann: große Enttäuschung - total leer, Lichterspiele ohne jedes Publikum! Näher besehen ist es eine Exklusiv-Bar mit eigener Karte, ähnlich vielleicht wie die Diamantbar, aber wieso solte dort jemand zwischen 22.30 und Mitternacht hingehen, wenn es gleich nebenan Alternativen gibt? Eine solche ist die Streetart-Bar und dort werden auch wir fündig. Zudem spielt und singt dort ein wirklich erstklassiger Musiker, dem wir gern zuhören.

    Was wir noch nicht genug auf dem Schirm haben, ist dass z.B. bei der Landflugabteilung jetzt auch überall Tische und Stühle stehen, wo seitens der Mein Schiff-Bar bedient wird.

    Nächste Woche soll es etwas wärmer werden, da wollen wir evtl. die Aussenbars stärker nutzen. Bis dato haben wir vieles nur gesehen, aber nicht ausprobiert.

    Freitag, 23. Januar 26, Santa Cruz de Tenerife

    Heute stiegen 2000 Leute ab und 2000 wieder auf, was einiges an Wuselei und Unruhe erzeugt. Na, wir sind am Sonntag ja auch reichlich verwirrt umhergelaufen, doch schön sind 2 Wechseltage die Woche nicht wirklich.

    Teneriffa kennen wir schon ganz gut. In Vorkreuzfahrtzeiten haben wir hier einmal Urlaub gemacht und mit TC waren wir u.a. beim Teide und mehr als einmal im Loropark, nicht gerechnet die Stadtwanderungen auf eigene Faust. Auch in La Laguna waren wir schon mal und zwar zum Shoppen, denn es war ein 8. Januar nach der spanischen Weihnachtsbescherung vom 6. Januar und überall war Schlussverkauf. Deshalb sollte diesmal ein wenig Kultur und Historie stattfinden. Wir buchten über TC einen Ausflug. Der einzige Nachteil war, dass er bereits 8.30 Uhr losging, dafür waren wir aber nur 11 Leute im Bus. Unsere Führerin zeigte uns zunächst eine Menge historischer Orte in La Laguna und wir krabbelten auf eine Dachterrasse hoch, von wo man eine tolle Aussicht auf den ganzen Ort hatte. Die nächste Station war ein Weinmuseum plus Weingut, wo wir großzügig bewirtet wurden, außer diversen Weinen bekamen wir kanarische Kartoffeln u.m. gereicht, so dass das Mittagessen heute ausfallen kann. Unterwegs war mehrmals der Teide zu sehen, mal in Wolken gehüllt, mal ohne, aber sichtbar mit Schnee bedeckt. Das fasziniert meinen Mann dermaßen, dass er im Handumdrehen für nächste Woche einen Besuch für uns bucht, heimlich hat er darauf ohnehin spekuliert und mit dem Schnee hat er nun einen Grund. ;)

    Also ich habe jetzt das wirklich noch feste Nackenkissen unten drunter gelegt und das relativ weiche 80x40-Kissen obendrauf. Dann hat man es sozusagen gepolstert und damit komme ich gut zurecht und liege außerdem etwas höher.

    Donnerstag, 22. Januar 26, 2. Seetag

    Wir frühstückten erstmals im Aussenbereich des Harbour Market. Besonders hyggelig ist das nicht, weil in unserer Blickrichtung und Hörweite die Crew gerade Liegen aufbaut und auch sonst allerlei Wege erledigt. Immerhin: wir saßen quasi überdacht an der frischen Luft und freuten uns, dass das Wetter sich bessert.

    Morgen in Teneriffa verlassen ca. 2000 Gäste das Schiff und ebenso viele neue steigen auf. Am Sonntag und am Freitag drauf wird es nochmals so sein.

    Um 11 Uhr war nautisch-technische Fragestunde, was wir fast nie versäumen. Auch diesmal ist es wieder sehr interessant und lustig zugleich und wir amüsieren uns über Todd Burgmans Schlagfertigkeit.

    Beinahe hätten wir das nächste Handballspiel unsere Nationalmannschaft verpasst, weil wir ja eine Stunde hinterherhinken. Es fiel uns noch rechtzeitig auf und so schauten wir am Nachmittag einen regelrechten Handballkrimi gegen Portugal und am Ende lagen unsere Jungs mit zwei Toren in Führung.

    Am Abend hatten wir zu 21 Uhr Karten für die Burlesk-Show im La Cage. Möge sich jeder selbst ein Bild davon machen, wir waren nicht begeistert. Das Subtile, das nur Angedeutet der vorgeführten Erotik bestand einzig darin, dass sich die Mädels nicht ganz auszogen. Tanzen konnten sie und der eine oder andere choreographische Einfall war nicht mal schlecht, aber erotisch? Zwischendrin legte ein anderes Tanzpaar einen Tango aufs Parkett, der knisterte vor Spannung ganz ohne Ausziehen, doch die waren leider schnell wieder weg.

    Auch das Drumherum sprach uns nicht recht an. Es gab merkwürdige Getränke, die kaum jemandem mundeten, wir waren froh, nur Vertrautes bestellt zu haben und empfanden die 39,- € für diese Veranstaltung in jeder Hinsicht als rausgeschmissenes Geld. Aber probiert es ruhig selbst aus, das ist unser Urteil und auch andere, mit denen wir sprachen sahen es so.

    Zum Schluss aber noch was Tröstliches, fotografiert von unserem Balkon. Ohne Regen gibt's auch keinen Regenbogen.

    Wiederholungen im Atlantik stören uns weniger. Wenn es allerdings seit etlichen Jahren immer genau die gleichen Menüs gibt, sehne ich mich nach den (angeblich 19) verschiedenen Lafer-Menues, die auf der alten <3 angeboten wurden. Da bin ich viel öfter als heute ins Atlantik gegangen, das Essen war fast immer toll und man fuhr am besten, wenn man das Menue genauso nahm, wie Lafer es zusammengestellt hatte.

    Machen wir uns nichts vor: Was auf den "Mein Schiffen" angeboten wird, ist - gehobene - Systemgastronomie. Und da wird viel optimiert, der Wareneinsatz genau vorgeschrieben und mit einem guten Küchenchef dennoch gut und schmackhaft gekocht.

    Wir beobachten das jetzt sei 2017. Manche Gerichte verschwinden ganz. Andere wie etwa die Kalbsbäckchen wandern in den Bezahlbereich. Die Neueröffnung eines französischen Bistros wie hier auf der Relax bedeutet in viele Fällen einfach, dass französisch angehauchte Gerichte vom Atlantik in das neue Bistro übernommen wurden und es sie im Atlantik dann halt nicht mehr gibt. Genau weiß ich das bei Zwiebelsuppe und Coq ou vine.

    Und im Anckelmanns gibt es oft das Gleiche wie im Atlantik, nur ohne, dass es fürs Auge hübsch angerichtet wird. Anders als Elbflorentina haben wir gerade hier schon oft gut gegessen. Der Vorteil beim Büfett ist, dass man sich vom Gewünschten genau so viel nehmen kann, wie man möchte. Das Fischangebot ist oft vielfältiger und wer es will, könnte sich sogar die 5 Gänge aus dem Atlantik nachbilden.

    Wir jammern hier also auf hohem Niveau. Trotzdem halte ich für legitim, Wünsche zu haben und zu äußern.

    Fortsetzung Mittwoch, 21. Januar 26

    In Funchals Altstadt erstehen wir noch ein Souvenir für uns und begeben uns sodann in die eigentlichen Einkaufsstraßen. Überall wird die Weihnachtsbeleuchtung abgebaut und obwohl vieles ganzjährig leuchtet, müssen das Kilometer an Kabeln sein, die da herumliegen und verstaut werden müssen fürs nächste Fest.

    Viel bleibt für heute nicht mehr. Wieder zurück, bringen wir unsere Bordbucherreisen (eine kurze, kleine im Herbst, eine 14tägige im Spätsommer 27 mit Freunden) unterschrieben zurück zum bordeigenen Büro. Abendessen gibt's im Atlantik und ist wie erwartet gut und der Raumeindruck mit der riesigen Fensterfront erst recht.

    Wir probieren später mal die Atlantikbar aus. Da ist es nicht schlecht, aber recht laut durch die vielen Menschen. Um 21.15 fängt ein Duo an zu spielen, das man von unserem Platz kaum hören kann. Viele Leute nehmen nun auch in den abgelegeneren Bereichen des eigentlichen Atlantikrestaurants Platz, holen sich Getränke, vielleicht wird da auch bedient. Wir wechseln lieber in die Chaletbar und finden nette Gesprächspartner, obwohl es dort nicht voll ist oder gerade deshalb. Heute Abend soll u.a. noch 21.30 auf dem Agora-Deck Schlagerparty mit dem/der Travestiekünstler(in) sein, um 23 Uhr in der Blauen Flora eine Silent Party steigen und 22.30 Uhr Shantysingen im Theater. Letzteres verpassen wir leider, wollten eigentlich sehen, wie es am anderen Ort funktioniert. So hören wir nur noch diverse Variationen von "An der Nordseeküste" durch die Flure schallen und und ziehen uns für heute zurück.

    Übrigens holen wir uns nun täglich an der Rezeption das gedruckte Tagesprogramm, das dort ab 20 Uhr des Vortages ausliegt.

    Mittwoch, 21. Januar 26, Funchal, Madeira

    Auf Madeira waren wir schon 5 oder 6x und haben da diverse Ausflüge gehabt, längere und kurze und in alle Himmelsrichtungen. Die Seilbahn (in die ich meinen Liebsten eh nicht reinkriegte ;)) ist gerade ausser Betrieb. Wir werden uns daher einfach ein wenig treiben lassen. Das hat den Vorteil, dass wir ausschlafen können und loslaufen, wenn uns danach ist.

    Das Wetter ist viel besser als vorausgesagt, sicher 20 Grad mögen es sein und die Sonne kommt auch raus.

    Unser Schiff liegt recht weit vorn, hinter uns nur noch die Marella, ehemalige <3.

    Im Hafen von Madeira werden nacheinander unsere Rettungsboote backbord herabgelassen, wahrscheinlich eine Übung, vielleicht auch Fahrschule.

    Wr fahren mit dem Shuttlebus (9 €) rein in die Stadt und laufen dann bis zum Ende der Promenade, wo diese Festung ist. In einer Bucht ist sogar jemand am Schnorcheln, ob da wohl was zu sehen ist?

    Verwackelte Fotos sind immer von mir (das Talent habe ich von meinem Papa, der fotografierte meineMutter im Ruderkahn ohne Kopf), klare Bilder macht mein Mann.

    Wir biegen dann in die Altstadt ein, wo die bunten Haustüren sind. Zu einer müssen sie mich zum Modell genommen haben.

    Faulpelz Liebe Nici,

    ich werde gewiss am Ende noch ein Fazit schreiben und plus und minus zusammenfassen, doch soviel kann ich jetzt schon sagen: uns gefällt die Relax.

    Wir haben uns andere Lieblingsplätze als auf der 1-7 gesucht, doch im Wesentlichen sind wir zufrieden. Die Masse an Leuten ist gar kein Problem, weil das Schiff wirklich großzügig Platz hat und man sich selbst im Harbour nicht auf die Füße tritt.

    Sopur , Liebe Astrid,

    merkwürdigerweise ist die Chalet-Bar wenig besetzt, gefällt uns aber sehr. Entweder die Leute trauen sich nicht, haben nicht verstanden, dass die Getränke hier ebenso inklusive* sind wie an den anderen Bars oder sie übersehen schlicht den Eingang so mitten im Neuen Wall (vergleichbar mit dem Studio oder dem Klanghaus auf den anderen Schiffen)

    *Das Essen im sich anschließendenden Chalet-Restaurant (erkennbar an Eindeckung und höheren Tischen;)) ist extra zu bezahlen, die Getränke auch dort nicht. Kann mir vorstellen, dass derlei verwirrt.

    Auf der Relax gibt es auch im oberen Teil des Atlantiks drei Dips, auf den anderen Schiffen, wo dieser Teil noch Mediterran hieß, waren es nur zwei. So jedenfalls auf der 1, 3 und 7, mit der wir zuletzt gefahren sind.

    Noch eine Ergänzung zu den "Klassikern für jeden Tag": da wechselt beim Hauptgericht Tag um Tag Lachs und Heilbutt, beim Fleisch Schweinsmedaillons mit noch irgendeinem Gericht. Habe ich wenigstens so in Erinnerung.

    Dienstag, 20. Januar 26, 1. Seetag

    Zum Frühstück gingen wir in den Harbour Market. Heute ist das Lachsfrühstück. Inzwischen finden wir uns in dem großen, aber auch sehr großzügig gestalteten Büfett-Restaurant auf Deck 16 ganz gut zurecht. Irritierend ist immer noch, dass es nicht wie das Ackelmanns von der 1-7 am Ende des Schiffes liegt, sondern den kompletten Raum zwischen den Treppenhäusern A und B ausfüllt.

    Anschließend setzen wir unsere Erkundungen fort und finden ein lauschigen Plätzchen auf dem Agora-Deck. Dort ist es sonnig, einigermaßen geschützt und so angenehm, dass wir es uns den halben Tag gemütlich machen, die Vorträge des Lektors zu Madeira und Teneriffa ausfallen lassen, bis uns ein Regenschauer ins Innere vertreibt. Hier erkunden wir nun gezielt einmal die Innenbereiche von Deck 3 bis 5. Der Neue Wall spricht uns genau null an wie schon auf der Mein Schiff 7. Weder das Sortiment noch die Art der Präsentation bieten uns irgendwas. Dafür finden wir mehrere interessante andere Orte, die Atlantkbar, das Chalet, die Streetartbar und selbst ins Fugu kann man nach 22 Uhr oder 22.30 einfach so gehen, es fungiert dann als Bar.

    Zu Abend essen wir diesmal im französischen Sur Mer Bistrot, wo wir um 19.15 Uhr ohne Anstehen einen Platz bekommen. Das Essen ist gut, es ist höchstens ein wenig lauter als wir es so lieben, ein Nachteil riesiger offener Räume, wie sie hier atriumartig angeordnet sind. Danach gehen wir ins Chalet und sitzen um einen runden Kamin herum, fast ein wenig Lagerfeuerromantik will aufkommen. Die Bar ist angenehm, aber ohne musikalische Unterhaltung. Um 22 Uhr geht es ins Theater zu einer Show "Erfolgreich erfolglos" mit dem "ältesten Nachwuchscomedian" Horst Fyrguth, das war lustig. Anschließend noch ein Absacker* im Chalet, wo es nicht voll ist und dann ist der Seetag Geschichte.

    *Kleine Anmerkung: Ich selber trinke nur sehr wenig Alkohol. Das Angebot an alkoholfreien Sachen wird aber immer besser. Im Moment probiere ich mich gerde durch die alkoholfreien Sprizz und kann den Better Bitter Sprizz empfehlen:)

    Noch eine Ergänzung: Wegen eines medizinischen Notfalls, teilte die Brücke am Abend mit, dass das Schiff jetzt Hochgeschwindigkeig fahre und wir nicht erst am andern Tag 7 Uhr Madeira erreichten, sondern schon 0.30 Uhr. Mein Mann bekam das noch mit und hörte auch den Krankenwagen. Dem Kranken und seinen Angehörigen drücken wir alle Daumen und Zehen.

    Fortsetzung, Montag, 19. Januar 26

    Nach dem Ausflug und einem späten Imbiss erkundeten wir die Außenbereiche des Schiffes, was ist wo, wie kommt man da hin, wie ist es da, doch heute war es vor allem eines: sehr windig, es zog wie Hechtsuppe, weshalb wir zuletzt lieber in die Mein Schiff-Bar im Inneren gingen.

    Um 20.15 Uhr, Ortszeit also 19.15 Uhr spielten unsere Handball-Männer gegen Spanien, EM Vorrunde, das wollten wir unbedingt sehen. Danach, Deutschland ist weiter, war es schon nach 21 Uhr und wir gingen Abendessen in das MeinSchiff Bistro. Hier gibt es im Wesentlichen dasselbe wie im früheren "Tag und Nacht". Von meinem Burger war ich allerdings nicht begeistert, das Rindfleisch-Patty war merkwürdigerweise hart und kaum zu beißen. Zum Abschluss fanden wir wieder einen Platz in der Mein Schiff- Bar. Die Bereiche, die uns in der TUI-Bar immer am liebsten gewesen sind, verhindern hier durch Anordnung und mehr oder minder"stylishe" Bestuhlung, dass sich zwanglose Gespräche mit Tischpartnern und Nachbarn ergeben, anderswo wird Karten oder Würfeln gespielt, wir werden uns morgen anderweitig umsehen.

    Im Mein Schiff-Bistro wird in ungefähr der Hälfte der Plätze auch seitens der Mein Schiff-Bar bedient, an den anderen zuapft man sich wie gehabt seine Softdrinks selber. Gut finden wir auch, dass nun überall Plätze sind, wo von der Bar aus bedient wird, eigentlich auf der kompletten Fläche. Das vergrößert wieder die Möglichkeiten.

    Montag, 19. Januar 26 Santa Cruz de La Palma

    Wir sind ca. um 9 Uhr angekommen auf der grünsten (Isla verde) und wasserreichsten und hübschesten (Isla bonita) der kanarischen Inseln. Alles Zuschreibungen von unserem Guide Rudi, der ein Faible für Superlative hat.

    Für uns ist es der dritte Besuch. Beim ersten vor etlichen Jahren hatten wir einen Ganztagsausflug, um möglichst viel von der Insel zu sehen. Beim zweiten Anlauf haben wir uns nur mehr das wunderhübsche Städtchen St. Cruz beschaut, weshalb es diesmal wieder ein - kürzerer - Ausflug werden sollte. Er führte uns in den Nationalpark und weiter in den Inselwesten und auch zu dem 2021 neu entstandenen Vulkan.

    Unser Führer verriet uns, dass auf La Palma das allerälteste "Naturschutz"-Gesetz der Welt erlassen wurde. Bereits seit 1728 (!) habe die damalige Regierung untersagt, Bäume zu fällen und zwar mit der durchaus richtigen Begründung: Holz könne man importieren, Wasser nicht. Und so kann sich LaPalma bis heute ohne Meerwasserentsalzungsanlagen mit Trinkwasser versorgen. Und seit 1980 gäbe es auf der Insel keinerlei Industrie mehr, was die Voraussetzung für die Errichtung riesiger Teleskope gewesen sei, an denen bis dato drei Nobelpreisträger forschten.

    Erste Station dieses TC-Ausfluges ist die Wallfahrtskirche Maria vom Schnee mit einem viele kg schweren Altar aus Silber.

    Danach geht es in den Nationalpark Caldera de Taburiente, eine Caldera so groß, dass man sie sogar von der ISS ausmachen kann. Das Wetter ist kühl, aber sonnig und windstill und die Luft silberblau vor Klarheit - wir sind sehr angetan.

    Anschließend fährt uns der Bus in die Nähe des 2021 neu aufgetürmten Vulkans, der zwar tot ist, aber immer noch 600 Grad heiße Gase ausstößt, weshalb er nicht betreten werden darf. Wir laufen einen alten Betonweg hinab und haben von da eine gute Sicht auf den gewesenen Lavasturm und die Verwüstungen. Das wirklich Tröstliche daran ist,dass zwar mehr als 1000 Häuser zerstört worden sind, jedoch kein einziger Mensch und auch kein Haustier zu Tode gekommen ist.

    da mein Budget begrenzt ist, werde ich voraussichtlich erst morgen fortsetzen.;)

    Göga teilt mir soeben mit, dass ich ausser den 350 MB von der Probuchung noch 1000 MB zur Verfügung habe, die ich bis Sonntag verquasen kann. Am Sonntag ziehen wir um in eine JS und da hat man ohnehin eine unbegrenzte Flatrate.

    Ehe ich meinen unordentlichen Bericht fortsetze, möchte ich noch zwei Sachen ergänzen:

    Die erste ist simpel. Bei meinem E-Book-Reader spinnt der Akku und entlädt sich immer mal ganz von alleine. Deshalb bin ich gleich am Sonntagabend in die Leselounge gegangen, um mir vorsichtshalber noch ein Buch auszuleihen. Ich war erschüttert vom Angebot. Die Regale (wieder nahe bei der Rezeption) waren so ausgedünnt, es war kaum was drin, insgesamt standen höchstens 40 Bücher zur Auswahl. Ich hab zwar eins für mich gefunden, mich aber gefragt, wie sowas sein kann an einem Wechseltag. Sind vielleicht viele Neuankömmlinge gleich losgestürmt, um sich Lektüre zu besorgen? Haben die Abreisenden Bücher einfach mitgehen lassen? Oder hat TC für die Relax schlicht zuwenig besorgt? Fragen über Fragen

    Die zweite Ergänzung gilt dem Wetter. Die Kanaren, so unser Guide am Montag, erleben den kühlsten und nassesten Winter seit 40 Jahren. Allein im Januar habe es auf La Palma schon mehr geregnet als sonst im ganzen Jahr. Tatsächlich sind die Temperaturen verhalten, maximal 18 Grad, auf Gran Canaria hat es geregnet, auf LaPalma sah es danach aus, oben im Nationalpark herrschten aber eitel Sonnenschein, Windstille und kuschelige 11 Grad. Der Wind ist sonst gut unterwegs, aber heute am Seetag kam dann doch die Sonne und wir haben fast den ganzen Tag auf dem Agoradeck verbracht (und sämtliche Inselvorstellungen unseres Lektors klammheimlich sausen lassen) - es war zu schön in der Sonne.

    Wusste doch, das es jemand nicht so gefällt, das ein anderer User hier etwas zur Relax schreibt.

    Mich stört das nicht und Deiner obigen Beschreibung was Dir gefallen hat, kann ich zustimmen.

    Was die Schränke betrifft, so gibt es auf 1-7 einen schmaleren zweitürigen Schrank, wo u.a. die Bademäntel hängen, sowie einen ziemlich breiten Hängeschrank quer zum Bett, worin viel zum Hängen passt, man allerdings etwas herumgreifen muss, da nur eine Tür zum Öffnen da ist. Auf der Relax hat man im Schreibtisch dafür große Schubladen, ich sag ja: für zwei reicht es allemal.