Ich mache das natürlich aus Spaß an der Freude, aber ihr habt ja keine Ahnung, wie sehr ich mich freue, wenn jemand (außer, dass er oder sie den Reisebericht mag) findet, dass ich schön schreibe. Das ist wirklich ganz, ganz toll und macht mich sehr glücklich...
Sonntag, 19. Mai – Wenn Engel nach Kiel reisen scheint die Sonne
Das war doch mal ein entspannter Anreisemorgen! Zum Frühstück gab es Resteverwertung und als meine Eltern ankamen, tranken wir noch in aller Seelenruhe einen Kaffee zusammen. Ich erklärte Bonny die Reiseunterlagen, die ich vom Reisebüro abgeholt hatte und dann der einzige panische Faktor im Hause Familie Nelly: Haben wir alles? Handy, Schlüssel, Portmonee, Ladekabel und vor allem: Die Reisunterlagen und die Pässe? Da sind wir dann doch etwas paranoid und kontrollieren das etwa 17 Mal. Ebenso, ob alle Fenster und Türen zu sind, die relevanten Stecker gezogen, kein Wasserhahn läuft oder gar der Herd noch eingeschaltet ist! Das dauert dann schon ein paar Minuten und Papa nutzte die Zeit, am Auto noch eine zu quarzen und uns zu belächeln. Naja, jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Auf dem Weg plapperte ich, natürlich nur auf Nachfrage von Bonny, wie denn das Leben auf dem Schiff so ist, wie man inklusive Leistungen erkennt, was wichtig ist und blubb blubb blubb. Papa und Steffi grinsten sich einen zurecht und so war die Fahrt recht kurzweilig.
In Kiel hatte ich zuvor schon einen Parkplatz gebucht und bezahlt und wir wurden mit dem Shuttle direkt zum Kreuzfahrtterminal gebracht. Klappte super und als ich am Terminal noch ein paar „Überbleibsel“ vom Rockliner sah, freute ich mich, sah wirklich nach Spaß aus.
Punkt 15 Uhr waren wir auf dem Schiff und auf den Kabinen. Unsere Innenkabine 7003 befand sich ganz vorne und das Bett stand quer zur Fahrtrichtung. Ob das etwas ausmachte? Auf jeden Fall gefiel uns die Kabine auf den ersten Blick richtig gut! Schön groß, gewohnt liebevoll eingerichtet und die Farbzusammenstellung fanden wir auch sehr gelungen. Das sind nur Kleinigkeiten, machten aber eine Menge aus.
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Wir hatten verabredet die anderen beiden abzuholen und uns dann etwas zu Essen zu organisieren. Die Kabine 3017 hatte, zum Glück (!) ein großes Fenster mit der Möglichkeit im Rahmen zu sitzen. Da bei Buchung kaum mehr Außenkabinen frei waren, musste ich eine von denen nehmen die übrig waren und hatte entsprechend mehr auf „ruhige Lage“ als auf den Ausblick geachtet. Aber alles richtig gemacht, die beiden waren angenehm überrascht!
In der Tag & Nacht stellten wir zwei große Teller mit Salat und Pommes für alle zur freien Bedienung zusammen und jeder genehmigte sich dazu einen Burger. Meiner war der vegetarische. Für alle Skeptiker: Sehr lecker, beim nächsten Mal würde ich vielleicht nach der scharfen Sauce dazu bitten.
Papa zeigte auf die Werft, die genau gegenüber lag und meinte, beim letzten Besuch in Kiel war er auf der anderen Seite der Bucht. Man muss dazu sagen, er ist als Berufssoldat 20 Jahre U-Boot gefahren und war dabei so oft in Kiel, dass er bei der Ankunft erstmal ein bisschen grün im Gesicht wurde. Nicht alle Erinnerungen daran waren schön.
Aber ich schweife ab. (Kann ich gut, ich weiß.)
Da die Sonne uns verwöhnen wollte schleppten wir die beiden zum Anstoßen in die Außenalsterbar und genossen die Ostseesonne… Papa und ich mussten natürlich einmal die neuesten Familiengeschichten austauschen, aber dann wollten wir uns auf unsere Kreuzfahrt konzentrieren.
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Zur Seenotrettungsübung mussten Papa und Bonny ins Casino (unser unbeliebtester Platz dafür) und Steffi und ich waren zum ersten Mal im Theater. Das jedoch war dafür der absolute Jackpot!
Zum Auslaufen ging es auf das Pooldeck. Die Große Freiheit wurde live vom Theater-Ensemble gesungen (gefiel mir persönlich sehr gut) und nach dem inzwischen zweitem alkoholischen Getränk drängte ich dann doch darauf, etwas essen zu gehen. Wir sahen also einen kleinen Moment die Ausfahrt aus Kiel und tigerten dann in den Fischmarkt. Netter Service, angenehm große Portionen und schönes Ambiente. Uns persönlich gefällt das Gosch trotzdem ein bisschen besser, aber trotz dessen ist es für ein Restaurant, das wir gerne besucht haben.
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Wir ließen den Abend in der Lumas Bar ausklingen und verabredeten uns für halb neun zum Frühstück. Da wir mit 23 Uhr recht früh im Bett waren, sollte das also kein Problem sein, wir schlafen ja nicht ewig!
Liebe uschisiggi da bin auch unglaublich gerne dabei! Ich hab auf der letzten Kreuzfahrt auch nicht zugenommen, da findet sich für mich bestimmt ein kleines Fleckchen auf dem Balkon, oder?
Ich freue mich sehr auf deinen Bericht und vor allem auf die bestimmt sehr spannenden Städte, die man ja so nicht unbedingt bereist...
Ach ja, der Meerbusen, ich weiß nicht, wie oft ich das Wort in St. Petersburg gehört habe
Am Tag vor unserer Ostseekreuzfahrt gingen wir unseren liebgewonnen Ritualen nach. Ein letzter Besuch und Ritt mit Beauty (meinem Pony), noch mal die Bude ein bisschen auf Vordermann bringen und darüber quatschen, was wir wohl in den einzelnen Städten so machen wollten. Wir sind beide nicht besonders hektisch, was Koffer packen und so angeht, also hatten wir zwar alles gewaschen, aber noch keine Ahnung, was eigentlich mit sollte.
Auf dem Rückweg vom Pony ergab sich also folgende Überlegung: Wenn ich mich gleich in die Dusche stelle, dann zackigen Schrittes noch mal ins Einkaufszentrum unserer Kleinstadt düse und mal schnell noch bei E. reingucke, müsste ich doch eine Strickjacke finden. Vielleicht noch eine Bluse. Da habe ich dann eine Viertelstunde Zeit für, dann noch schnell zwei Bierchen für Steffi, die den letzten Spieltag der Fußballbundesliga sehen wollte, kaufen und zurück. Kurz den Rucksack gegen die pinke Handtasche eintauschen und auf zum Metronom, dann schaffe ich es noch zum Forumstreffen.
Gesagt, getan. Im E. warf ich mir die Strickjacke über, passte, probierte noch eine Bluse an, passte auch, und nahm mir dann noch ein T-Shirt in meiner Größe mit, das hoffentlich passte. Auch für Steffi fand ich noch ein reizendes Shirt, sollte passen. Zu Hause dann die Übergabe Bier gegen Handtasche und ab nach Hamburg.
Beim Forumstreffen wurde ich von Gesa deern_vonne_elw liebevoll mit „Vanessa! Und die tolle Handtasche!" begrüßt und freute mich, einige bekannte Gesichter wieder zu sehen. Vor allem Inge und Rainer Kuschel56 hatte ich wirklich sehr vermisst, da wurde ordentlich geknuddelt. Ich hatte einen tollen, wenn auch sehr kurzen Nachmittag im Hamburger Elbspeicher und machte mich um halb sieben auf den Weg zurück nach Hause. Immerhin hatte ich noch nicht einmal den Koffer aus seinem Versteck geholt.
Zu Hause köpften wir erst einmal eine Flasche Sekt, packten die Koffer und gingen viel zu spät ins Bett. Das machte aber nichts, weil Papa und Bonusmama uns ja abholen wollten.
Schade war, dass kein toller Film in unserem Kino lief, normalerweise gehen wir meist am Tag vor der Abreise in einen neuen Streifen, auch das ist so eine Art Ritual bei uns.
Irgendwie klingt das geschrieben ungeheuer hektisch, war es aber nicht. Steffi und ich greifen ineinander wie Zahnräder und deshalb können wir auch so verrückte Sachen wie „noch mal schnell shoppen und zum Forumstreffen gehen“ gut integrieren. Ich bin sehr dankbar, dass es so gut klappt, denn sonst würde ich wahrscheinlich regelmäßig vor einer Reise die Krise bekommen.
Meine letzten Gedanken vor dem Einschlafen waren „hoffentlich geht alles gut mit dem Familienausflug“. Aber wir waren optimistisch, zur Not konnte man sich auf dem Schiff schließlich sehr gut aus dem Weg gehen.
Der Kreuzfahrer an sich ist ja bekanntermaßen ein verrücktes, wenn auch liebenswertes Wesen.
Und weil wir nach zwei Kreuzfahrten (die eine davon der absolute Oberhammer und die andere mehr so „nö, nicht noch mal“) nur eine weitere in der Pipeline hatten, beschlossen wir, das könnte man doch ändern. Es war einer dieser wunderschönen Tage im heißen Frühling 2018. Steffi, meine weltbeste Ehefrau und ich saßen am See, ließen die Füße im Wasser baumeln und überlegten, was wir eigentlich im Frühling 2019 für eine Reise antreten wollten. Im November 2018 war eine Transreise geplant und wir hatten das so im Gefühl, dass uns das ziemlich gut gefiel. Also war klar: Barbados bis Mallorca, das sollte sie sein!
Weil es heiß war und die Gedanken wirr, fragte ich Steffi, ob wir wohl unsere Eltern mitnehmen wollten. Klar, warum nicht?
Ich schickte am Abend also per Kurznachricht einen Screenshot von der Reise an Steffis Eltern, meine Mutter nebst Partner sowie an meinen Vater mit Ehefrau. Steffis Eltern hatten kein Interesse, meine Mutter ebenfalls nicht, aber Papas Frau, alias „Bonusmama“ zeigte sich durchaus begeistert.
Folgende Diskussion entstand:
Vanessa: Kommt ihr mit? (Screenshot Barbados bis Mallorca)
Bonusmama: Der Flug ist mir zu lang.
Vanessa: (Screenshot „Dubai mit Oman“) Und das?
Bonusmama: Der Flug ist ja auch so lang.
Vanessa: (denkt sich, 6 Stunden sind ja echt kurz, aber gut, Hauptsache warm… Screenshot „Mallorca bis Bremerhaven“)
Bonusmama: Weißt du, eigentlich darf ich momentan gar nicht fliegen.
Vanessa: Oh.
Es dauerte zwei Tage, in denen ich echt enttäuscht war, bis eine neue Diskussion entstand.
Bonusmama: Wie wäre es mit einer Tour zum Nordkap?
Vanessa: Das kollidiert mit deiner Urlaubssperre.
Bonusmama: Ich rufe heute Abend mal an.
Meine Bonusmama arbeitet im touristischen Fährbetrieb, das heißt, sie hat von Mitte Mai bis Mitte Oktober ein absolutes Urlaubsverbot. Steffi und ich stellten uns schon mal darauf ein, dass wir einfach nur den nächsten Familenbesuch besprachen und planten vorsichtshalber schon mal unsere Transatlantikkreuzfahrt.
Schlussendlich teilte Bonusmama, liebevoll „Bonny“ genannt, mir mit, dass sie wohl eine Woche in die Urlaubssperre hineinplanen könnte, wenn sie es früh genug, also jetzt (Mai 2018) einreichte. Wir könnten also mit ihnen beiden rechnen. Ich tickerte nebenbei auf meinem Smartphone, fand „Ostsee mit St. Petersburg“ ab Kiel und eine halbe Stunde später klärten wir unsere jeweils besseren Hälften darüber auf, dass wir zusammen in den Urlaub fahren. Wow. Seit 17 Jahren habe ich keinen Urlaub mehr mit meinem Vater verbracht. Und das auch noch in eine Gegend, die nicht warm war, und dabei liebte ich es doch sonnig!
Steffi fand die Idee überraschend gut und am nächsten Tag buchte ich meinen Eltern eine (hoffentlich) ruhige Außenkabine und uns eine von 8 Innenkabinen mit Couch.
Oh ha, wir waren gespannt. Zu dem Zeitpunkt hätten wir dann drei Kreuzfahrten in einer Balkonkabine hinter uns und jetzt verfrachteten wir uns freiwillig ins Innere des Schiffes. Und das uns Frischluftfanatikern und Kindern aus Freilandhaltung! Das wirklich spannende für mich war an der Stelle übrigens: Jede Kategorie war noch frei und für uns auch bezahlbar, wir hätten echt mal eine Chance auf eine Juniorsuite gehabt und entschieden uns schließlich doch für Innen. Warum? Ganz einfach: Der Preisunterschied zur Balkonkabine war ziemlich hoch, wir vermuteten, dass wir wahrscheinlich sehr wenig auf der Kabine wären und mit dem Wetter konnte man auf der Ostsee nun wirklich nicht rechnen. Und ja, wir waren durchaus sehr neugierig! Man kann ja schließlich nicht schlecht über etwas reden, das man nicht selbst erlebt hat. Horizonterweiterung der anderen Art. Und wer wusste das schon: Vielleicht konnten wir bei den nächsten Touren ja einiges sparen. Mein Fazit dazu gibt es übrigens am Ende des Berichts.
Nun begann fast ein Jahr lang Vorfreude, verrückte Chats zwischen Bonny und mir „noch 120 Tage und der Rest von heute“ und die Frage: Ob das wohl was wird? Ostsee statt Karibik? Eine Kreuzfahrt nach dem Ausschlussprinzip sozusagen.
Begleitet uns, die vier Verrückten auf dem Weg von Kiel nach Stockholm, weiter nach Tallin, zwei Tage in St. Petersburg und mit einem Schlenker über Helsinki zurück nach Kiel.
Viele Grüße, eure Nelly, die sich freut, dass sie von dieser Reise berichten kann.
Liebe Vanessa Nelly , vielen Dank fürs mitnehmen. Ich freu mich ch schon auf unsere Reise 2020.
Wir werden Eine Steuerbordkabine haben. Wenn ich deinen Bericht richtig lese: Vormittag okay wg. Der Sonne, Nachmittag eher zu heiss?
Liebe Grüsse, Marion
Wenn ihr die Reise von Kreta nach Dubai macht, würde ich sagen, da wird es dann eher heiß.... aber vielleicht gefällt es euch ja, mir persönlich wäre das zu viel Sonne...
Allerdings gibt's da natürlich den Sonnenuntergang
17. November – Dubai – Wenn es sein soll, wird es schon werden
Dubai! Der letzte Stopp auf unserer Traumreise 2018. Hier schien alles möglich und unmöglich. Nach dem Frühstück setzten wir uns in den Hop-On Hop-Off Bus und ließen uns einmal quer durch die Stadt fahren. Beim Burj Khalifa hatten wir Glück, die Schlange war kurz und wir konnten nach nur 15 Minuten Wartezeit ganz nach oben fahren. Was für eine Aussicht! In der Mall standen wir fasziniert vor dem Aquarium, tranken tollen Kaffee und ließen uns anschließend mit einer Dhau ein bisschen durch die Creeks schippern. Später sahen wir uns die Wasser- und Lichtspiele an und hatten einen perfekten und ungeplanten Tag in einer tollen Stadt.
Moment? Irgendwas stimmt doch hier nicht? Wo sind meine Ausführungen, wo die Gefühle oder das, was mich bewegt hat?
Ja, richtig, alles fehlt. Aber tatsächlich habe ich überlegt, ob ich den letzten Tag so oder so ähnlich schreibe. Es ist das Internet, ich könnte die tollsten Geschichten erfinden für euch. Und vielleicht auch ein bisschen für uns. Aber das bin nicht ich. Ich bevorzuge es, die Dinge so zu schreiben, wie sie wirklich waren.
Hier also die nicht ganz so spannende Wahrheit… Dubai begrüßte uns so neblig, dass der Burj Khalifa, den wir vom Balkon aus sehen konnten, nur etwa bis zur Hälfte, oder ein bisschen darüber zu sehen war. Gut, dass wir keine Tickets gebucht hatten, wäre schade drum gewesen.
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Noch während des Frühstücks entschieden wir uns dagegen mit dem roten Bus eine Tour durch die Stadt zu machen. Wir waren uns einig: Dubai hatte uns von Anfang an nicht abgeholt und erzwingen wollten wir nichts. Außerdem waren wir uns sicher, dass Dubai als Destination auf einer Reise, wie auch immer, uns bestimmt noch öfter begegnete. Ich machte mir keine Sorgen, dass wir dieses Land das letzte Mal besuchten. Davon einmal abgesehen, machte meine Höhenangst uns für die wirklich tollen Sachen einen fetten Strich durch die Rechnung. Ja, das höchste Gebäude der Welt hätte mich interessiert, aber was bringt es mir, wenn ich nicht runter gucken kann, weil ich eine Panikattacke habe? Meine Höhenangst lässt sich zwar das eine oder andere mal ausstehen, für ein paar Minuten kann ich mich überwinden und mal auf einen Kirchturm steigen, aber einen entspannten halben Kilometer über dem Erdboden? Das ging nicht. Tatsächlich hatte ich schon Wochen vorher Alpträume, dass ich da oben stehe und nicht mehr runterkomme. Mir reichen schon die Bilder, mir wird schlecht, wenn ich die Höhe nur auf Fotos sehe. Ich glaubte nicht, dass ich mich wirklich überwinden konnte. Und wie gesagt, irgendwie sagte uns das alles nicht zu.
Ganz uncool blieben wir an Bord. Ausgerechnet in Dubai. Dem Ort, über den wir uns mit Abstand am meisten informiert hatten. Ich habe so viele schöne Reiseberichte gelesen, vor allem den von Kaline , dass es echt ein Trauerspiel hätte sein müssen, war es aber nicht. Wir hatten das ganze Schiff für uns. Okay, vielleicht waren noch 200 andere Passagiere an Bord und einige von der Crew hatten ganz offensichtlich Besuch von Familienangehörigen, aber sonst ganz alleine. Das war übrigens sehr schön anzusehen, wie stolz sie „ihr“ Schiff zeigten.
Wir genossen es in vollen Zügen, hatten beide eine Liege im Schatten und wechselten sogar ab und an mal in die Sonne. Es war das erste Mal überhaupt, dass wir uns am Pooldeck aalten. Wir hätten noch vier Liegen pro Person haben können und es wären noch welche dagewesen, so leer war es!
Mit dem wenigen Personal an Bord schnackten wir und machten mehr Scherze als sonst, waren albern und ruhig und genossen es, uns nicht selbst zu etwas gezwungen zu haben. Naja, fast. Gegen Mittag wurmte es mich doch und ich tigerte zum Ausflugsschalter um zu sehen, ob noch Plätze für den Burj Khalifa mit den Wasserspielen am Abend frei waren. Ein Platz war verfügbar, alles andere nur auf der Warteliste. An der Rezeption riet man mir, einfach vorbeizuschauen und dann zu erfahren, ob noch ein weiterer Platz frei wurde. Wir entschlossen uns für „wenn es sein soll, dann ist noch ein Platz frei“ und waren nicht enttäuscht, dass es nicht sein sollte.
Das war Dubai. Unspektakulär.
Wobei, offiziell waren wir sogar da. Wir mussten nämlich alle von Bord, einmal einreisen, Stempel abholen und konnten dann zurück aufs Schiff. Also die Reisepässe sagen, wir waren da!
Lustig anzusehen war, als die Crew ebenfalls von Bord musste. Anhand der Kleidung konnte man wunderbar sehen, wer wohin gehörte und sie schienen überwiegend als „Abteilung“ zu gehen. Ach ja, man kann sich wirklich über Kleinigkeiten freuen.
Einen Tag später wurden wir, natürlich mit dem ersten Transfer (wer spät kommt, darf früh abreisen) abgeholt und flogen nach Hause. Auch wenn die Rückreise anstrengend war, weil alles ziemlich hektisch am Flughafen ablief (defekte Transportbänder und plötzlich nach dem Check-In nur noch 30 Minuten um ans Gate zu kommen), hatten wir einen angenehmen Flug.
Es war wirklich, ich wiederhole mich, ein wundervoller Urlaub, in dem wir uns allerbestens erholt haben. Wenn wir nicht noch so viele andere schöne Ziele im Blick hätten, würden wir die Reise sofort noch einmal machen.
Ich freue mich, dass ihr alle bei dem wahrscheinlich unspektakulärstem Reisebericht aller Zeiten dabei gewesen seid und hoffe, ihr hattet genau so viel Spaß daran wie ich. Vielen, vielen Dank für eure vielen Likes und Kommentare! Ich hätte nicht damit gerechnet, dass euch die Seetage so gut gefallen wie uns.
Wir sehen uns bestimmt noch einmal wieder, vielleicht schon im nächsten Reisebericht wenn es heißt „Ostsee mit St. Petersburg – Familienkreuzfahrt nach dem Ausschlussprinzip.“
Heute möchte ich mich zuerst einmal bei allen herzlich bedanken, die hier mitlesen. Das freut mich immer sehr und ist Ansporn, den RB möglichst zeitnah fortzusetzen.
Vielen Dank, dass du den Reisebericht schreibst! Und das von einer Gegend, die ich schon bei meinem ersten Besuch ins Herz geschlossen habe!
Unsere Stadtrundfahrt mit Viking Splash war trotz des Wetters der Höhepunkt des Tages. Diese Kombi aus Tour an Land und auf dem Wasser macht einfach Spaß, wir kennen das von Hamburg. Wir erhielten auch sehr viele Informationen (auf englisch). Aber es war auch nass, denn die Busse sind seitlich offen.
Hehe, ich habe mich damals in Irland auch sehr "zu Hause" gefühlt...
Danke für deine schönen Erlebnisse, die du mit uns teilst!
16. November
Khasab/Oman – Vielleicht wissen wir ja bald, wohin der (über)nächste Urlaub
geht
Bereits zu
Hause hatten wir uns für einen weiteren Tui-Ausflug entschieden, nämlich die
Jeepsafari durch die Bergwelt.
Wir waren ziemlich überrascht, wie viele sich
ganz offensichtlich für diesen Trip entschieden hatten. Im Theater, wo die
Tickets ausgeteilt wurden, war nämlich jede Menge los. Man wackelte rechts
rein, lief einmal die Stufen bis zur ersten Ebene runter, stellte sich in der
Schlange an und taperte dann links wieder hoch um zu seinem Jeep eingeteilt zu
werden. Soweit die Theorie.
Wir wussten, dass man immer zu viert im Jeep saß,
plus Fahrer, und ich überlegte mir in der Schlange eine Ausrede nach der
anderen, warum wir nicht mit dem Menschen der vor uns stand, zusammenfahren
konnten. Ihr kennt das bestimmt: Es gibt immer diesen einen Mitreisenden, den
man ganz schrecklich nervig findet. Und genau der stand natürlich vor uns. Er
war gar nicht mal unnett oder so, er kommentierte nur alles, und ich meine
alles, was er sah in einer Tour. Das war schlicht und ergreifend anstrengend
und ich hatte echten Bammel davor, die nächsten vier Stunden mit ihm und seiner
Frau in einem Jeep zu sitzen.
Aber Rettung nahte. Oder so ähnlich. Da war
nämlich noch ein anderer, der nervte. Und zwar, weil er über alles meckerte.
Über fehlende Ketchup-Tüten in der Tag & Nacht, über den Ausflug in
Ägypten, der länger war als gedacht, über die Sicherheit beim An-Bord kommen
und die Desinfektionsautomaten. Und genau der stellte sich nicht in der
Schlange an, sondern quetschte sich zwischen den Stuhlreihen durch, motzte
etwas von „Rücksicht nehmen“ weil jemand seine Beine nicht aus dem Weg nahm und
stellte sich dann genau vor uns.
Ja großartig, mit dem wollte ich noch viel
weniger gerne zusammensitzen. Aber wie der Zufall es so wollte kamen Mecker-Jo
und Laber-Jonny in einen Jeep und wir mit einem Mann in einen weiteren. Seine
Frau war krank, deshalb saßen wir nur zu dritt, was natürlich viel angenehmer
war. Einem tollen Tag stand also nichts mehr im Wege.
Viele, viele
schicke Jeeps (ganz anders als in Ägypten) machten sich hintereinander auf in
die Bergwelt des Omans. Erklärungen dazu gab es keine, aber aus dem
Lektorenvortrag von Nadja erinnerten wir uns noch an das eine oder andere. Zum
Beispiel an die Bäume, die aus Samen mit Widerhaken wuchsen und sofort, wenn
mal Regen kam, die Gunst der Stunde nutzten. Und das die Höhlen an der Straße,
auf der wir in die Berge fuhren, Frauenhöhlen hatten (der genaue Begriff fällt
mir nicht mehr ein), wo die Frauen darauf warteten, dass ihre Männer von der
Seefahrt zurückkamen.
Der Blick in
den Fjord, den wir beim ersten Stopp hatten, war wunderschön, so hatte ich mir
den Oman gar nicht vorgestellt. Jetzt gab es auch ein paar Erklärungen, vor
allem über die Landschaft, ich muss gestehen, richtig zugehört habe ich aber
nicht. Es waren viel zu viele Menschen und die Aussicht war viel zu schön, das
musste ich genießen.
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Wie gut, dass
man gar nicht auf die Idee kommen konnte, hier selbst zu fahren, die Straßen
waren den Namen nicht wert, aber als Mitfahrer hat es jede Menge Spaß gemacht!
Weiter ging es
zu einem kleinen Bergdorf, wieder war es schwer den Erklärungen zu folgen. Also
gab es für uns nur ein bisschen gucken.
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Der nächste und
letzte Stopp war dann aber was für mich als Möchtegern-Geologin und
begeistertem Urzeit und Jurassic-Park Fan. (Die Leser des
Mittelamerika-Berichts werden sich dunkel erinnern…)
Hier gab es
jede Menge versteinerte Ammoniten, Fische und anderes Meeresgetier. „Der
Fischmarkt der Urzeit“, meinte der Guide, an den ich mich bei diesen
Erklärungen dranhängte. Das war meine Welt! Wahnsinn, so große
Fossilienabdrücke hatte ich noch nie gesehen, wir waren beide schwer
beeindruckt. Ebenfalls beeindruckt waren wir von der Hitze: Der Guide schüttete
immer mal ein bisschen Wasser auf die Abdrücke in den Steinen, damit man sie
besser sehen konnte, aber vor allem konnte man fast dabei zusehen, wie das
Wasser verdampfte!
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Ein paar Esel,
die zwar herrenlos wirkten, dafür aber erstaunlich zutraulich waren, liefen
übrigens auch dort herum. Wir fassen beide aus Prinzip weder Wild- noch fremde
Tiere an, aber es war so schön, diesen treuen Wesen in die Augen zu schauen.
Viele andere Gäste verfütterten ihre Äpfel an die Esel, was ich persönlich kritisch
betrachte. Das war bestimmt lieb gemeint, aber ich als Pferdebesitzerin weiß,
dass gut gemeint nicht immer gut gemacht ist. Pferde und Esel sind Tiere die
zwar gerne viel fressen, es aber nicht unbedingt gut vertragen, gerade bei
zuckerhaltigem Futter.
Viel schlimmer
war aber, dass viele die langen Ohren (die wirklich sehr süß sind) mit beiden
Händen umfassten, hin und her bewegten und für besonders „lustige“ Fotos
posierten. Fast wäre ich dazwischen gegangen und hätte dem Mecker-Jo an seine
eigenen Ohren gefasst und ihn gefragt, ob er das witzig findet. Aber wie so oft
nahm ich mich zurück und schreibe es jetzt trotzdem. Ich will gar nicht
belehren, aber es tut mir in der Seele weh, wie wenig eine Menschen nachdenken.
Ohren sind wichtig für Fluchttiere!
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Der Ausflug war
trotzdem sehr schön und unser Fahrer war toll, er hielt sogar ab und an auf den
Serpentinen mal an, damit wir besonders gute Bilder machen konnten.
Am Abend hatten
wir dann endlich zu einem Ergebnis gefunden, wohin die nächste Kreuzfahrt im
Winter ging: Nämlich nach Asien, der Orient war uns eindeutig zu wenig grün,
wenn auch trotzdem sehr faszinierend!
Kurz bevor wir
ins Bett wollten, kamen wir auf dem Balkon noch in den Genuss von Dinoflagellaten, so etwas Schönes! Wir hätten stundenlang zusehen können,
wahrscheinlich haben wir das auch, denn plötzlich war es viel später, als wir
eigentlich schlafen gehen wollten.
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Morgen brach der
letzte richtige Tag an und wir hatten immer noch keinen Plan, was wir in Dubai
machen wollten. Vielleicht kam uns ja im Schlaf die große Erleuchtung.
wir haben nur kurz mit der Tour im August 2020 geliebäugelt, machen jetzt aber lieber im Juli 2020 eine Flugreise nach Island, azf eigene Faust.
1.Im August kann es auf Island schon recht herbstlich werden.
2. 7200€für eine Balkonkabine plus Landausflüge sind uns ehrlich gesagt zu teuer.
3.Um Island richtig kennenzulernen braucht man mind. 7 Tage, die 4 Stopps auf der Insel reicben nicht aus.
Wir wissen jetzt, was wir in 9 Tagen alles sehen wollen, mit Flügen, Mietwagen, Apartments, Ferienhäuschen, Essen, Trinken, Ausflügen... werden wir auf ca. 5000€ kommen.
LG Sandy
Alles anzeigen
Liebe sandy65 erzählst du dann bitte bitte bitte ein bisschen von der Reise?????? *gaaaaaaanz lieb guck*
Island ist mein Traum und ich möchte es auch unbedingt mal bereisen, wie du ohne Schiff, da ich sonst wahrscheinlich viel zu viel verpasse...
15. November –
Muscat / Oman – Eine wunderschöne Stadt, Gänsehautmomente und „nein heißt nein“
Land in Sicht!
Festen Boden unter den Füßen! Und, oh Wunder, Familie Steffi und Vanessa geht
an Land!
Mit dem
Hafenshuttle ließen wir uns aus dem Hafen bringen und sahen uns erst einmal die
Fischhalle an, in welcher der Fang des Tages nicht nur weiterverkauft, sondern
auch in mehr oder wenige handliche Stücke gehackt wurde. Brr, ich esse Fisch ja
ganz gerne, aber irgendwie taten die Tiere mir dann doch leid, wie sie so zur
Schau gestellt wurden. Also nichts für uns, raus aus der angenehmen Kühle in
die heiße Stadt Richtung Souk. Wow, Muscat ist wirklich schön, sauber, die
Gehwege nahezu malerisch und überall war für den Nationalfeiertag schon alles
schön geschmückt.
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Im Souk selbst
roch es wunderbar nach Weihrauch, die Menschen waren freundlich, aber
unaufdringlich und gucken machte wirklich Spaß. Gekauft haben wir nichts, ist
ja nicht so unsere große Leidenschaft, es sei denn, etwas haut uns von den
Socken.
Wieder Draußen
tigerten wir zu einem Fort, der Eintritt ist frei und die Aussicht einfach
wunderschön! Ein toller Rundumblick bei bestem und heißem Wetter! Das erwartete
Schaukeln an Land blieb aus und wir strahlten einfach um die Wette, ein toller
Urlaubstag, an welchem man sich einfach treiben lassen konnte.
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Unter einem Pavillon
machten wir eine längere Getränkepause und ich schielte immer in Richtung eines
anderen Forts, auf das ich unbedingt noch klettern wollte. Es sah nach einem
Fußweg von einer guten Viertelstunde aus und die hätte ich gerne noch auf mich
genommen. Außerdem konnte man von dort aus bestimmt auch die Mein Schiff 3 und
die 4 sehen. Im Bordprogramm stand noch, man könnte das Schwesternschiff
besuchen, aber das wurde dann aus „hygienischen Gründen“ doch wieder abgesagt. Wir kannten die 4 inzwischen recht gut, wir hätten sie eh nicht angesehen,
aber einige andere Gäste ärgerten sich ziemlich darüber. Tja, wenn ich mir
einmal ins Gedächtnis rief, wie viele sich eben nicht die Hände desinfizierten,
die Zangen nicht benutzten und ähnliches, war das nur die logischen und
gerechte Konsequenz. Wir wussten natürlich nicht, ob irgendein Fall von
Magen-Darm oder so ausgebrochen war, aber unter Umständen hatten wir ja selbst schuld.
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Da will ich hin!
Zurück zum
Fort: Steffi wollte lieber im Schatten bleiben, ich fühlte mich sicher im Oman
und tigerte los. Meine Rechnung ging auf und ich erreichte es in einigen
Gehminuten. Dann die für meinen Geschmack bei der Hitze viel zu vielen Stufen
rauf und was sah ich: Außer mir nur ein Omani im oberen Rund, das nur eine „Tür“
und viele „Fenster“ hatte. Nun bin ich grundsätzlich kein ängstlicher Mensch
und auch nicht von Vorurteilen zerfressen, aber mein Bauchgefühl sagte „du
hattest schon bessere Ideen.“ Ach Bauch, halt doch die Klappe, wir sind hier im
liberalen Oman und nicht im Irak.
Der Herr
begrüßte mich auch sehr freundlich auf Englisch, ich könnte natürlich
hereinkommen, er genieße nur die Aussicht. Alles klar, dann habe ich mich wohl
getäuscht. Tatsächlich sah ich die beiden schönen Schwestern und machte eifrig
Bilder. Wegen meiner Höhenangst mit etwas Abstand zu den Fenstern, die
eigentlich nur sehr große Löcher im Mauerwerk waren. Für Kanonen vielleicht?
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Ausblick zum Weihrauchkessel
Der Herr setzte
sich in eines dieser Fenster und meinte, hier sei die Aussicht doch am
schönsten, ich solle mich zu ihm setzen. „Nein danke, ich stehe sehr gut.“ Er
lachte und winkte mich zu sich. „Na los, von hier ist die Aussicht doch viel
schöner.“
Gut, er hatte
Recht, auf das offene Meer, das hatte was. Weil mein Kopf mir mitteilte, dass
so ein Foto toll wäre und ich dann im Reisebericht von der netten Begegnung
schreiben könnte, trat ich näher. Nicht zu nahe, Stichwort Höhenangst.
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Leider, leider,
und das gehört hier jetzt genau so rein wie alles Wunderschöne: Der Herr griff
nach meinem Unterarm, und das nicht unbedingt zärtlich und zog mich mit einer
Wucht näher an sich heran, dass ich erst einmal nicht mehr wusste wohin mit
mir.
„Lassen Sie
mich los“, bat ich, höflich, aber bestimmt. Plötzlich verstand er kein Wort
mehr und verstärkte seinen Griff auch noch, zog mich immer näher und drückte
mich an das Fenster. „Fassen Sie mich nicht an“, sagte ich jetzt, schon deutlich
lauter. Er lachte nur und packte mit der anderen Hand auch noch zu.
Ja großartig.
Mein Herz raste und ich dachte nur, was für eine dämliche Idee alleine auf
diesen bescheidenen Turm zu klettern. Jetzt fing ich an zu schreien, er sollte
mich gefälligst loslassen, mein Mann wartet unten auf mich und ich will jetzt
sofort hier weg. Tatsächlich ließ er mich in Ruhe und ich sah zu, dass ich Land
gewann.
Unten waren zwei Touristen mit einem Guide, aber in einiger Entfernung
zum Turm, gehört hatte mich bestimmt niemand. Boah, das brauchte ich kein
zweites Mal!
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Und falls sich jetzt jemand fragt wie ich an diesem Tag aussah:
Lange Hose, Bluse ohne Ausschnitt und Ärmel bis zu den Ellenbogen, flache
Schuhe, Pferdeschwanz. Wie eine Touristin, die sich zwar nicht verhüllt, aber
sich wenigstens einigermaßen züchtig anzieht.
Mit klopfendem
Herzen ging ich zurück zu Steffi und klagte ihr mein Leid. Wir verständigten
uns darauf, dass es überall auf der Welt Idioten gab und ließen das erstmal so
stehen, auch wenn ich daran ziemlich zu knabbern hatte.
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Das Auslaufen
an diesem Abend war schon ziemlich besonders: Wir verabschiedeten uns mit dem
Typhon, die Mein Schiff 4 antwortete, dann dröhnten wir wieder. Viele
Passagiere (auch wir) standen an der Reling und winkten uns mit den
eingeschalteten Taschenlampen der Smartphones zu. Ein echter Gänsehautmoment!
Weil wir mit Beate
und Wolfgang essen gingen hatten wir einen unglaublich langen und schönen Abend…
Ein toller Tag in einer spannenden Stadt!
Spät, aber durch die Freischaltung bin ich eben eher zufällig auf deinen sehr schönen Bericht gestoßen und gerne mit dir und euch gereist! Ich habe richtig gemerkt, wie viel Spaß ihr in eurem hattet!