Alles in allem sind wir spät dran, darum geht‘s für uns nach Ankunft gleich zum Umziehen (die Damen Umkleiden riechen unappetitlich und die Duschen bedürfen dringender Renovierungsarbeiten ) !
Alles andere ist aber gut in Schuss. Runter (sehr viele Stufen) zur Cynote geht’s durch schön angelegte, breite, unterirdische aber gut beleuchtete Gänge zur kreisrunden und ziemlich tiefen Cynote!
Das kühle, tiefe, stille Wasser ist ein außerordentliches Erlebnis und eine perfekte Erfrischung, die gesamte Anlage ist (bis auf die besagte Umkleide) gepflegt und schön angelegt. Wir lassen uns Zeit und genießen die Abkühlung in der Cynote.
Die Schwimmweste ist obligatorisch und angesichts der „tiefen Kühle“ selbst für mich als sehr guten Schwimmer OK!
Aber wir schaffen es doch noch schnell eine Kleinigkeit zu essen. Das Restaurant bietet keine kulinarischen Höhepunkte, sondern eher Kantinenstandard, aber etwas Hunger hat man schon. Wir bleiben daher bei bewährter „gekochter!“ Mittelamerika Kost: Hühnchen, Reis und Bohnen, da wir doch Respekt vor Montezuma (oder besser vor seiner Rache) haben!
Dann geht’s wieder zurück zur Küste. Die Landschaft ist übrigens sehr eintönig, absolut flach, recht trocken und nur mit Büschen und kleinen Bäumen bewachen. Es gibt keine Flüsse, da das Regenwasser sofort im porösen Gestein versickert und uns die außergewöhnlichen Cynoten (Eingebrochene Höhle die einen Blick/Bad auf/im Grundwasser bietet) beschert.
Neben der schnurgeraden Autobahn wird grade die neue Bahnstrecke (umstritten, durch die Chinesen) von der Küste nach Chinchen Itza gebaut.
Der Busfahrer „verfährt“ sich auf dem Rückweg noch zwei mal. Zuerst in einer Baustelle, wo er sich fast festfährt, weil er die Straße verlässt und den Bauarbeitern in die Quere kommt (bei uns hätte das eine Verkehrsnachricht bedeutet „vollbesetzter Reisebus kommt von Autobahn ab und fährt sich in Baustelle fest…“). Die Reiseleiterin geht schnell nach vorne und schafft es die unfähigen Kerle (Reiseleiter 1 sitzt ganz vorne) wieder da raus zu lotsen!
Das zweite mal „verfährt“ er sich direkt in Puerto del Carmen kurz vor dem Ziel. Wir verlieren bestimmt weitere 10-15 Minuten und zum Schluss führt uns der Reiseleiter noch durch ein wuseliges Einkaufszentrum begrüßt hier und da Bekannte (mich wundert das es schließlich alle zur Fähre schaffen und wir niemanden verloren haben )! Unsere Reiseleiterin bekommt ein dickes Trinkgeld, ohne sie hätten wir es wohl nicht geschafft, wieder anzukommen!!!
Die übrigen ca. 300 - 400 Passagiere der Fähre haben wohl schon über 1,5 Stunde auf uns gewartet (dicht gedrängt wie die Heringe) und sind sauer ( was ich gut verstehe)! Inzwischen ist es wieder vollständig dunkel geworden. Unser Schiffchen sollte jetzt schon auslaufen … aber man sieht es in der Ferne noch, wir gehen davon aus, es wartet (deswegen haben wir ja den TUI Ausflug gebucht).
Endlich kommt die Fähre zurück , das Einsteigen ist nicht ganz ohne, denn wir haben wirklich sehr, sehr hohen Seegang! Es ist auf der Überfahrt proppenvoll und sehr bewegt, unsere netten österreichischen Mitreisenden aus unserem Bus finden aber sogar noch einen Sitzplatz für mich im Bauch des Schiffes! Mein Mann bleibt an Deck!
Schlussendlich erreichen wir wieder unser Schiffchen, das doch geduldig auf uns gewartet hat, bis alle von der Fähre runter und endlich an Bord sind, vergeht einige Zeit. Der Kapitän linst von seiner Brücke, wir winken ihm! Das Auslaufen findet letztendlich über 1 Stunde verspätet statt !
Ob der Kapitän wohl weiß, das es an einem wirklich dusseligen Busfahrer und dem unfähigsten Reiseleiter lag, den wir jeh bei einem TUI Ausflug hatten !? Wir statten dem Fischmarkt schnell einen Besuch ab, nehmen noch ein Getränk mit auf die Kabine und dann ab ins Bett.
Es war ein schöner und sehr interessanter Tag, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist, würde ich es wieder so machen !