Beiträge von nordwind

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    Doch dann wird hinter mehreren kleineren Inseln der Raftsund sichtbar.

    Entlang dieser schmalen Wasserstraße liegen für uns auf der südgehenden Route die Vesterålen backbords und die Lofoten steuerbords.

    Diese beiden Inselgruppen sind erst seit 1998 durch die Raftsundbrua miteinander verbunden.

    Auf dem Rückweg werden wir diese benutzen, doch bis dahin ist noch viel Zeit.


    Jetzt genießen wir diese einzigartige Passage und sind glücklich über das fantastische Wetter.

    Unterwegs legt sich ein kleines Schiff längs. Passagiere, die eine Adlersafari und eine Fahrt in den Trollfjord gebucht haben, steigen während der Fahrt um. Beobachtet vom Rest der Passagiere läuft dieses Prozedere ziemlich routiniert ab.

    Das kleine Boot legt bald wieder ab und wir können beobachten wie zunächst die Möwen und Adler angelockt werden.

    Später erwartet uns dieses Boot im Trollfjord. Hier gehts wieder zurück auf die „Polarlys“. Es ist bestimmt ein unglaublicher Anblick so ein großes Schiff in diesen engen Fjord zwischen den steilen Felswänden einfahren zu sehen.

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    Unser nächstes Ziel ist Storkmarknes.


    Im Fahrpreis ist der Besuch des Hurtigrutenmuseums beinhaltet. Vor über 120 Jahren gründete Richard With hier die erste Hurtigrutenreederei. Einblick in die wechselvolle Geschichte dieser traditionsreichen Schifffahrtslinie erhält man in der interessanten Ausstellung und Außengelände.

    Was gibt es noch interessantes über diese Stadt zu berichten? Die Fischindustrie zog viele Menschen zum Arbeiten in den hohen Norden. So kommt es, dass die reichlich 3000 Einwohner aus ca. 25 Nationen stammen.

    Mittlerweile haben wir einen drastischen Wetterwechsel erlebt. Schon seit einiger Zeit strahlt die Maisonne mit voller Kraft. Im gleißenden Licht spiegelt sich der azurblaue Himmel über einer glitzernden Wasserfläche umrahmt von den schneebedeckten Bergen, deren Weiß uns förmlich blendet und uns regelrecht den Atem nimmt angesichts dieser wundervollen Inselwelt.

    Unser Schiff gleitet zielsicher auf eine weitere Bergkette zu. Nirgends scheint eine Fahrrinne zu sein.

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    Sortland liegt noch auf den Versterålen und wird auch die „Blaue Stadt“ genannt.

    Warum? Einige markante Gebäude der Stadt erhielten einen schönen arktisblauen Anstrich, und siehe da, das Image und die Bekanntheit der Stadt erhielten ebenso einen neuen Anstrich.

    Die Menschen leben hier selbstverständlich vor allem vom Fischfang und der Fischverarbeitung. Dazu hat der Tourismus einige Bedeutung. Regelmäßig legen hier die Hurtigrutenschiffe an. Diese sind nach wie vor wichtig für den Transport von Waren und Gütern hier im Norden. So sind wieder die Ladelucken geöffnet und wir können das geschäftige Treiben beobachten.


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    Ich zitiere mich mal selber bina.63 :

    "Bei dieser unglaublichen Weite und Gestalt der Landschaft und Losgelöstheit vom Alltag nimmt alles eine andere Dimension an. Nordnorwegen zieht einem einfach in seinen Bahn. Dieses langsame Dahingleiten lässt einem immer stiller und ruhiger werden. Nach und nach öffnet sich eine eigene Welt. Entweder packt sie einen oder man erträgt sie nicht. Nirgendwo habe ich faszinierendere Wetterwechsel als in den nächsten Tagen erlebt."

    Es war beinahe erfurchtsstill um uns herum. Die Reisenden verhielten sich alle verhalten und störten einander kaum, sofern man an der Reeling stand und schaute. Die meisten Passagiere waren deutsche Hurtigrutentouristen. Hatten also die letzten Tage schon viel Beeindruckendes gesehen. Und doch wirkte diese wunderbare Stimmung. Natürlich war im Schiff schon etwas mehr Betrieb, das war aber völlig normal. Aber die dennoch kein Gewusel.

    Ich bin froh genau zu dieser Zeit durch dieses arktische Spiegelkabinett gleiten zu dürfen. Es war einfach nur beruhigend und atemberaubend schön.

    Gerade der graue Morgen wirkte hier einfach nur zauberhaft.

    Lg ücki

    Liebe Ücki nordwind wer hätte geglaubt, dass es so viele verschiedene Grau gibt.. Und du trotz fehlender Sonne so begeistert bist..

    Freu mich auf die Fortsetzung..

    LG Kathrin

    Tja, bei ähnlichem trübgrauen Wetter vor der eigenen Haustür sähe meine Begeisterung auch bei mir deutlich gedämpfter aus ;)

    Justitia

    Bei dieser unglaublichen Weite und Gestalt der Landschaft und Losgelöstheit vom Alltag nimmt alles eine andere Dimension an. Nordnorwegen zieht einem einfach in seinen Bahn. Dieses langsame Dahingleiten lässt einem immer stiller und ruhiger werden. Nach und nach öffnet sich eine eigene Welt. Entweder packt sie einen oder man erträgt sie nicht. Nirgendwo habe ich faszinierendere Wetterwechsel als in den nächsten Tagen erlebt.

    Weitere Wetterfotos folgen;)

    Lg ücki

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    Auf dem Weg in Richtung Risøyhamn wird es Zeit unser Hurtigrutenschiff MS Polarlys zu erkunden.

    Im Jahr 2014 strahlte das 2002 in Dienst gestellte Schiff noch einen gediegenen Charme der 90er Jahre aus. Neu renoviert wurde 2016 im modernen skandinavischen Stil. Also stellen die Fotos vom Schiffsinneren eine kleine Zeitreise dar.

    Der Hafen von Risøhamn liegt direkt an einer dieser wunderschönen gebogenen Straßenbrücken, die immerwieder in Norwegen die Wasserwege überbrücken und gleichzeitig den Schiffsverkehr durchlassen.

    Tiefe schwere dunkelgraue Regenwolken haben die Sonne verdrängt. Dafür fasziniert das aufgewühlte dunkelgrüne Wasser der Fahrrinne. Dieser Hafen beweist es eindeutig: Hurtigrutenschiffe sind heute genauso, wie früher wichtig für das Leben im Norden. Im Hafen lagern reichlich Baustoffe und andere Waren. Eifrig werden die Paletten hin und her geladen.

    Nach einem eleganten Bogen verlassen wir Risøyhamn und unterqueren die Straßenbrücke an ihrem höchsten Punkt. Und folgen der südgehenden Route in Richtung Sortland, den nächsten Hafen.

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    Weiter geht´s mit Impressionen von der Ausfahrt aus der Bucht von Harstad in Richtung Risøyhamn durch einen breiten Sund oder Meerenge den Toppsundet.

    Wir begegnen der Fähre zwischen Bjørnerå und der gegenüberliegenden Siedlung.

    Ansonsten Zeit die Weite der faszinierenden Welt aus Inseln, Felsen und kleinen Siedlungen am Ufer inmitten einer endlos scheinenden Wasserwelt in uns aufzunehmen.

    Sonne und Wolken kämpfen um die Vorherrschaft. Ein durchaus abwechslungsreiches Lichterspiel, auch wenn es sich weiter um das Drama "Hundred Colors of Gray" handelt.

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    "Hundred Colors of Gray“ MS Polarlys

    Nach einer kurzem, aber erholsamen Nacht müssen wir uns heute früh etwas spurten. Hurtig geht´s zum Frühstück. Das Büffet ist genauso reichhaltig, wie es nach dem gestrigen Abend zu erwarten war. Vom großen Panoramafenster aus hatten wir freien Blick auf den Hafen. Hier könnte ich stundenlang sitzen. Spätestens die einlaufende MS Trollfjord gibt das Signal zum Aufbruch. Diese befindet sich auf nordgehenden Kurs. Die MS Polarlys wird ebenfalls gleich erscheinen. Nun, aber los.

    Vom Kai aus können wir noch ein gekonntes Anlegemanöver der Trollfjord beobachten. Schnell noch Gepäck verstaut und mit unserem Mietwagen zum Hafentor. Die MS Polarlys befindet sich nun auch in Sichtweite.

    Kurz zum Auto. Wir benutzten die Hurtigruten als Fährschiff, um zu den Lofoten zu gelangen. Da die Autoplätze begrenzt sind, lohnt es sich vorher anzumelden. Mit der Mietwagenfirma hatte das Reisebüro auch die Versicherungsfrage diesbezüglich geklärt.

    Nach dem das Auto gut im Bauch des Schiffes geparkt ist, gehen auch wir an Bord.

    "Leinen los!" heißt es gegen 8:30. Langsam und bedächtig löst sich die MS Polarlys von der Kaimauer.

    Die Schiffsschrauben, oder gibt es die gar nicht mehr???, wirbeln das eiskalte Meerwasser gewaltig auf. Das fast schwarzgraue Meerwasser wird von hellgrauen bis tiefstdunkelgraugrünen Wirbeln in einen riesigen Whirlpool verwandelt. Die Fahrtrinne ist noch lange vom Heck im dunkelgrauem Wasser erkennbar. Schwere , mächtige regengraue Wolken verdecken die Sonne. Das sieht zwar sehr beeindruckend aus, aber ein regengrauer Tag ist so gar nicht meine Vorstellung von dieser einmaligen Fahrt. Nun was soll´s. Gemächlich verläßt das Schiff den Hafen von Harstad an diesen trübgrauen Maitag.

    Voller Erwartung auf unsere Fahrt zu den "Inseln des Lichtes", wie die Lofoten auch genannt werden, schaue ich noch einmal zurück in die sich immer weiter entfernende Hafenstadt, mit ihren noch schneegrauen Bergen.

    Doch es gibt auch einen kleinen Lichtblick, hinter der Wolkendecke stehlen sich immer wieder ein paar Sonnenstrahlen durch die zartgrauen Schleierwolken. Ein kleines Stückchen blauer Himmel blitzt auf, bevor es sich wieder zu zieht. Schade, es sah gleich so viel freundlicher aus. Heute ist wohl der Tag der "Hundred Colors of Gray". Das Wasser verliert seinen graugrünen Stich und geht in alle Schattierungen von Stahlgrau bis Blaugrau über. Fasziniert beobachte ich die wechselnden Lichtstimmungen. Willkommen in einer Zauberwelt von schroffen Felsen, mächtigen Bergen, schneebedeckten Gipfeln, weiten Wasserflächen und dazwischen am Ufersaum liegenden Siedlungen. Die Vesterålen stehen zu unrecht im Schatten der bekannteren Lofoten.

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    Auf der Hurtigrute zu den Lofoten mit MS Polarlys

    Von Narvik bis Harstad


    Das große Nordlandabenteuer geht weiter….

    Nachdem die Anreise mit der Eisenbahn sehr gut vonstatten ging und wir wie geplant, innerhalb von 2 Tagen die reichlich 3000 km lange Anreise hinter uns hatten, fuhren wir mit unserem Mietwagen auf der E10 in das von Narvik 120 km entfernte Harstad. Die Landschaft mit den schneebedeckten Bergen und immerwieder schönen Ausblicke auf die verschiedenen Fjorde war einfach grandios. Nach einer kurzen Rast geht es weiter. Die Eiseskälte fährt uns ordentlich in unsere übermüdeten Glieder und ich sehne mich wieder nach einem richtigen Bett zum Ausschlafen. In Harstad wollen wir uns noch für eine Nacht ein Hotelzimmer suchen.

    An der großen Tjelsundbru verlassen wir die E10 und folgen dem Tjelsund auf der Straße 83 nach Harstad.


    Die schön in einer geschützten Bucht gelegene Hafenstadt empfängt uns im Licht der untergehenden Sonne. Entlang des Hafenkais laufen wir zu den nahen Hotels. Eins liegt direkt am Wasser, verlockend schaut es schon aus. Doch wir fragen erstmal beim nächstgelegenen, schlucken kurz angesichts des Preises plus Frühstück. Okay, Zimmer wäre frei.

    Frauen können manchmal hartnäckig sein wenn es drum geht etwas Bestimmtes, was sie vom Bauchgefühl her als gut empfinden durchzusetzen. Da ja nichts dagegen sprach auch noch in einem weiteren Hotel nachzufragen, gingen wir zielsicher zu dem von mir ins Auge gefassten Objekt. Inzwischen tauchten die Bergspitzen in ein arktisches „Alpenglühen“. Schön war´s hier, die Luft bei weitem nicht mehr so eisig, leises Plätschern der Wellen an der Kaimauer. Herrlich. Urlaub.! Nur - wir brauchten endlich ein Bett und etwas Warmes zum Essen wäre auch nicht schlecht.

    Nun was soll ich sagen - Volltreffer! Die freundliche Rezeptionistin wickelte alles ruckzuck ab. Der Preis stimmte auch, und für uns das absolute Highlight - das Abendbüffet war noch geöffnet, wir bekamen hier sofort noch ein warmes Abendessen kurz vor Küchenschluss.

    Klar, es war schon ordentlich aufgeräumt, aber für so zwei hungrige Reisende eine wahre Wohltat. Nach Vorsuppe und dem Restemenü des warmen Büffets, gab es noch reichlich Auswahl an Salaten, Obst, Desserts und natürlich Lachs! Die Küchencrew kümmerte sich richtig nett um uns späte Gäste, von wegen „müssen die jetzt noch kommen“. Ganz im Gegenteil, das war echt und herzlich. Einer der Kellner kramte sogar seine Deutschkenntnisse aus der Schulzeit heraus. Dieser stellte sich später als der eigentliche Küchenchef heraus. Insgesamt ein aufmerksames, freundliches und engagiertes junges Team.

    Von unseren Platz genossen wir den wundervollen Anblick auf das Wasser und auf die im letzten Sonnenlicht glühenden Bergspitzen.

    Frisch gestärkt holten wir unser Gepäck, bezogen unser Zimmer mit - ja natürlich - mit Blick auf die mittlerweile verglühenden Bergspitzen. Die Dämmerung tauchte den Hafen, die Berge und die gesamte Bucht in ein wundervolles tiefblaues Licht, ohne, dass es finster wurde.

    Wir befinden uns hier am nördlichsten Punkt unserer Reise ca. 250 km nördlich des Polarkreises. Anfang Mai dauert es noch etwas bis zur eigentlichen Mitternachtssonne, aber wirklich finster wird es jetzt nicht mehr. Harstad liegt auf der Insel Hinnøya, und damit den Vesterälen, der benachbarten Inselgruppe der Lofoten. Das Europäische Nordmeer umspült die Küsten der mit 2204 km2 Fläche größten vor Norwegens Küste liegenden Insel.

    Ein letzter Blick aus dem Fenster bevor wir uns zur Ruhe begeben, gibt uns noch einmal unverhofft Einblick in das Leben so weit im Norden und in einer eher dünn besiedelten Gegend. Ein Schiff kommt zügig in den Hafen gefahren, während gleichzeitig ein Rettungswagen mit Arzt und Sanitätern bereits wartet. Alles klappt reibungslos und routiniert. Doch zeigt es uns, dass hier die Uhren manchmal anders ticken. Wer weiß von welcher Insel weit draußen der Patient geholt werden musste. Norwegen ist allgemein für sein gutes Sozialsystem bekannt und dies zeigte sich hier ebenfalls.

    Nun können wir endlich in die Betten fallen und im Tiefschlaf Kraft für den nächsten Tag tanken.

    Lg ücki

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    Ich kann Euch versprechen es geht weiter. Denn am Flughafen von Narvik wartet schon unser nächstes Transportmittel. Weder ein Helikopter, noch eine Propellermaschine, sondern schlicht ein Mietwagen. Also stellen wir unser Gepäck auf dem Bahnhof unter, und laufen durch die Stadt in Richtung Flughafen. Ok. Im Nachhinein hätte sich vielleicht eine bessere Lösung gefunden. So konnten wir uns jedoch, einen kleinen Eindruck von der Stadt verschaffen. Besonders schön ist sie nicht. Nach dem Krieg wurde diese, wie so oft eher rational neugebaut, als liebevoll rekonstruiert, dafür ist die Lage am Fjord perfekt.

    Das Laufen tut uns dennoch gut und nach einiger Zeit sehen wir schon den Flughafen. Naja, Flugplatz trifft´s eher. Eine Propellermaschine landet gerade.

    So, nächste Frage wo ist der Autovermieter? Im Gebäude nichts zu sehen. Am Schalter fertigt ein Mann die nächsten Passagiere ab, der Kaffeeautomat hat eine Kasse des Vertrauens, und der Briefkasten mit Aufklebern diverser Autovermieter hilft mir auch nicht wirklich weiter. Was nun? Von den Schalterbeamten erfahre ich, dass er sich gleich um uns kümmert, muss aber erstmal die Fluggäste abfertigen. Ein Mann für alles, oder doch nicht? Letztendlich werden wir auf dem Vorplatz von der eigentlichen Vermittlerin erwartet. Sie ist sehr freundlich. Wir vereinbaren für die Rückgabe uns diesmal am Bahnhof zutreffen.

    Also, erstmal Gepäck geholt, als nächstes unsere Vorräte für die nächsten Tage aufgefüllt, und raus aus der Stadt. Mittlerweile ist es später Nachmittag.

    Im Fjord warten die Eisenerzschiffe auf Abfertigung im Erzhafen. Die Erzbahn liefert unermüdlich Nachschub an Erz.

    Was ist das nächste Ziel?


    Unser nächstes Ziel lautet das ca. 120 km entfernte Harstad.

    Dafür gibt es auch einen besonderen Grund, denn am nächsten Morgen wartet die MS Polarlys im Hafen von Harstadt, auf uns. Ein schönes modernes Hurtigrutenschiff auf südgehenden Kurs mit Anlauf der Vesterålen und letztlich unseren eigentlichem Ziel den Lofoten. Jene sagenhaften Inseln im Nordmeer, die vom Golfstrom verwöhnt, so schöne Beinamen tragen, wie Inseln des Licht und deren Strände oft auch mit denen in der Karibik verglichen werden.

    Noch sind wir auf dem Weg entlang des Rombakfjordes, überqueren diesen und setzen unseren Weg in Richtung Norden fort. Zeit für ein kleine Rast. Angesichts des eisigen Windes wird es nur eine kurze. Brr, weht hier ein eisiger Wind. Stellt sich noch die Frage, wo übernachten. Auto kommt auf keinen Fall in Frage, also Hotel in Harstad. Auf der Fahrt dorthin genießen wir die schöne nordische Landschaft und auch Ruhe. Wir sind glücklich, dass bisher alles auf unserer Reise so gut geklappt hat und freuen uns riesig auf den morgigen Tag.

    Aber, dies ist eine ganz andere Geschichte, die hier fortgesetzt wird.

    Lg ücki

    Arktis VI - Auf der Erzbahn - Von der Grenze nach Narvik



    Teil 2 - Nach 3000 km und 2 Tagen Zugfahrt Ankunft im Zielbahnhof





    Während wir uns dem Bahnhof Narvik nähern, muss ich ein wenig an die spannenden und auch traurigen Ereignisse denken, die sich genau an diesem Ort während des II. Weltkrieges ereigneten. Während des Krieges standen sich hier Schiffsverbände der Deutschen und Engländer gegenüber.

    Noch heute liegen im Rombakfjord die Reste eines Schiffswracks.

    Während der Kämpfe wurde auch die Stadt Narvik stark in Mitleidenschaft gezogen und teilweise zerstört. So wurde das Eisenerz zum Segen und gleichzeitigen Fluch. Denn in Kriegszeiten gewinnen derartige Rohstoffquellen eine ungeheure Bedeutung.

    Mittlerweile fahren wir schon entlang der ersten Häuser von Narvik. Pünktlich 14:12 erreichen wir das Ziel unserer über 3000 km langen Zugreise, den Bahnhof von Narvik, den nördlichsten Bahnhof für Personenzüge innerhalb des normalspurigen europäischen Eisenbahnnetzes.

    Es sind 41 Stunden seit unserer Abreise aus Dresden am Dienstagabend vergangen, in dieser Zeit haben wir unglaublich viel gesehen und erlebt und sind tatsächlich innerhalb von 2 Tagen hier angekommen. Ein seltsames Gefühl, eine Mischung aus Erleichterung, Freude und Spannung beschleicht mich.

    Die letzten Reisenden verlassen mit uns den Zug. Mit einem deutschen Paar sprechen wir noch kurz. Sie sind ebenfalls wegen der Erzbahn auf diese Reise gegangen. Nach nur ein/ zwei Übernachtungen in Narvik wollen sie wieder zurück.

    Nach dieser langen Anreise stellt sich die Frage: Wie geht´s weiter? Gleich wieder zurück, oder gibt es weitere Ziele die wir entdecken wollen?

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