zuerst einmal möchte ich mich von Herzen für eure Antworten bedanken. Es freut mich sehr, wenn ich euch gerade mit diesem Bericht ein wenig berühren konnte. Und wenn wirklich jemand von euch dort einmal sein sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr berichtet, wie es euch dort ergangen ist. Wer meine RB kennt, weiß dass ich kein Freund von geführten Schiffsausflügen bin, aber dieser war es wirklich wert. Ich bin auch gerne in schönen Städten unterwegs und tauche gerne in die Kultur ein, aber nichts ist so einzigartig wie unsere Natur. Ich selbst bin schnell zu begeistern und lasse mich gerne mitreisen, finde so vieles schön, aber wenn meine Mutter sagt, dass dies einer der schönsten Orte ist, dann heißt das was.
Dieser Strand ist einer der weitläufigsten unberührten Küsten Europas und erstreckt sich auf 35 km. Doch endlich, kaum zu sehen, kommt auf der rechten Seite eine Lücke in den Dünen und wir biegen ab, mitten hinein in diese prächtigen Wanderdünen. Unser Rancher gibt uns immer wieder interessante Erklärungen, zum Beispiel, dass diese Dünen beim Vorrücken zum Meer alles unter sich begraben und zerstören, was ihnen in den Weg kommt. Zwischen den Dünen entstehen dabei die Corrales, kleine Wäldchen aus Mittelmeerpinien und Gestrüpp.
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Hier machen wir eine Pause, halten an und springen barfuß aus dem Fahrzeug. Mit den Kameras bewaffnet gehen wir auf die Jagd nach schönen Motiven. Die Kinder entdecken, dass man auf den Dünen wunderbar rutschen kann. Keiner kann seine Begeisterung leugnen.
Aus dem Mund meiner Mutter kommt zum ersten mal ein: "schön ist es hier", aha!
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Die Fahrt geht weiter. Der Bewuchs nimmt zu. Wir fahren durch ein Gebiet mit Pinien, Korkeichen, Ginster und Gebüsch. Hier leben Luchse und Wildkatzen. Diese scheuen Tiere bekommt man aber fast nie zu Gesicht. Es duftet herrlich nach Rosmarin und Majoran.
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Ein lauter Ruf schallt durch den Jeep, eine Frau hat den ersten Hirsch gesehen. Man sieht nur das Hinterteil, halb versteckt hinter einem Busch. Doch alle machen ganz aufgeregt Fotos.
Leider habe ich nur die alte kleine Digitalkamera von meiner Schwester dabei, mit der ich nicht viel zoomen kann. Die neue bessere hat Peter mit nach Cadiz genommen. Das bereue ich gerade sehr. Deshalb sind die Fotos auch leider nicht besonders gut und scharf geworden.
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Mittlerweile fahren wir durch einen dichten grünen Wald. Über uns kreisen Seeadler. Wir fahren steil bergan. Dann sollen wir die Augen zumachen. Wir spüren, dass die Fahrt wieder bergab geht und als wir die Augen öffnen, sind wir in einer völlig anderen Welt.
Ein riesiges Sumpfgebiet tut sich vor uns auf. Eine Ebene bis zum Horizont, völlig flach. Jetzt, Ende August, ist der Sumpf soweit ausgetrocknet, dass man mit den Geländewagen darüber fahren kann. Es ist unbeschreiblich, auf der rechten Seite der Waldrand, auf der linken unendliche Weite. Der Himmel ist voller Vögel, Möwen kreischen laut. In der Ferne stehen Flamingos. Am Waldrand weiden Damhirsche und Rotwild. Wildschweine kreuzen unseren Weg. Wilde Rinder und Pferde stehen in unmittelbarer Nähe und weiden.
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Diese Landschaft ist völlig anders, als alles was ich bisher gesehen habe und ich habe schon einiges gesehen. Man wird hier ganz demütig, im Wagen ist es ganz still geworden.
Meine Mutter sagt: "Das ist der schönste Ausflug, den ich je gemacht habe".
Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen ist, bis wir wieder in Waldlandschaft einbiegen. Wir halten noch einmal an einer Picknickstelle.
Hier sind ursprüngliche Hütten nachgebaut und es gibt auch Toiletten. Der Guadalquivir ist ganz nahe. Auf kleinen Wanderpfaden und auf Holzstegen kann man die Gegend erkunden.
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Die letzte Etappe unserer Rundfahrt beginnt. Auf der linken Seite kann man immer wieder den Fluss durch die Bäume hindurch schimmern sehen. Und bald darauf kommen wir zurück zum Strand. Der Kreis schließt sich. Von hier sind wir gestartet.
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Die Fähre wartet schon auf uns und wir queren noch einmal den mächtigen Strom. Am Stadtstrand von Sanluca steht unser Bus bereit und wir fahren zurück. Im Bus ist kein Mucks zu hören. Jeder muss erst einmal seine Eindrücke verarbeiten.
Es ist schon kurz vor halb 8 als wir wieder auf dem Schiff ankommen. Heute Abend möchten wir nur noch schnell duschen und ohne großes Aufbrezeln - aber weiß müssen wir sein - etwas im Ankelmannsplatz essen. Heute wäre ich auch viel zu hungrig, um lange auf den ersten Gang warten zu können.
Nach dem Essen haben wir großes Glück und bekommen einen Tisch oben an der Reling vor der Überschaubar. Von hier aus können wir ganz gemütlich und in aller Ruhe dem Treiben bei der Withe-Night-Poolparty zuschauen. Bei einem Wein oder einem Cocktail müssen wir den anderen natürlich in aller Ausführlichkeit von unserem Tag berichten. Und da sehe ich doch etwas Reue in den Augen.
Susi66 . jo@ Joni, bin auch gespannt, Dagl67 , nicht, dass ich dann an was schuld bin
na dann erzähl ich mal, nachher findet ihr das gar nicht so toll wie ich.
Cadiz Teil 2 - Marianne und Andrea - wer hätte gedacht, dass das unser schönster Tag wird?
So lange hat mein lieber Mann dann doch nicht geschlafen. Immerhin geht er noch mit mir zum Kaviarfrühstück ins Atlantik. Obwohl wir einen Ganztagesausflug über 8 Stunden gebucht haben, treffen wir uns erst um kurz vor 11 Uhr an unserem Treffpunkt, der TUI Bar, also auch für Langschläfer eine sehr humane Zeit. Mama und ich tauschen unsere Tickets gegen eine Busnummer, winken den beiden Müßiggängern und gehen zu dem wartenden Bus.
Der Ausflug heißt: "Die Naturschönheit des Donana-Nationalparks" und fällt unter die Ruprik "Klein und Mein".
Schnell ist die kleine Gruppe komplett, wir sind incl. Reisebegleiter und 3 kleinen Kindern nur 19 Leute.Eine hiesige Reiseleiterin steigt noch zu, die uns unterwegs mit vielen Informationen versorgt.
Wir verlassen Cadiz in Richtung Norden und fahren ca. 50 Minuten durch die Landschaft Andalusiens nach Sanlúcar de Barrameda.
Hier haben wir einen ersten Aufenthalt von 2 Stunden und können auf eigene Faust das hübsche kleine Städtchen besuchen. Der Badeort am Ufer des Guadalquivir ist besonders bei spanischen Touristen beliebt, deutsch oder auch englisch hört und spricht man hier nicht. Wir gehen durch belebte kleine Straßen, mit sehr schönen Geschäften. Unser Spaziergang führt uns in die Altstadt zum imposanten Rathaus, der Kirche Nuestra Senora de la O aus dem 14. Jahrhundert, die uns sehr beeindruckt. Zum Kastell zu laufen, haben wir keine Lust.
Wir gehen zurück zum Plaza San Roque. An diesem quirligen Platz mit dem schönen Springbrunnen in der Mitte suchen wir uns einen Platz in einer der Bars mit den bunten Sonnenschirmen und wenn wir schon einmal im Land des Sherrys sind, probieren wir auch mal einen Manzanilla, der hier ausgebaut wird. Essen möchte meine Mutter nichts, obwohl die Tapas sehr gut aussehen und alleine hab ich auch keine Lust.
Auf dem Rückweg zum Treffpunkt kommen wir noch an einer unglaublich einladenden Konditorei vorbei. Mama muss noch unbedingt Plätzchen und Florentiner für die Lieben zu Hause besorgen und wir kaufen uns auch noch ein paar Kekse, um den Bus voll zu krümeln.
Ärgerlich ist nur, dass ich meine Kamera im Bus hatte liegen lassen, meistens macht ja Peter unsere Fotos und ich hatte sie im Rucksack vergessen.
Wir fahren jetzt noch ein kurzes Stück bis zum Strand und laufen über den warmen Sand zu unserer Fähre, die uns ans andere Ufer bringen soll.
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Der Fluss ist hier unglaublich breit und auf der anderen Seite erwartet uns schon der Nationalpark. Man darf den Park übrigens nicht alleine und ohne Genehmigung betreten. Nur geführte Ranchertouren sind erlaubt.
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Als wir auf der anderen Seite aussteigen, ziehen wir als erstes die Schuhe aus und laufen ein paar Schritte ins Wasser. Dieser Strand ist endlos und menschenleer. Nur unser kleines Grüppchen und unzählige Vögel sind hier.
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Allerdings sieht der Himmel auf einmal sehr bedrohlich aus. Schwarze Wolken und ein dumpfes Grollen drohen ein Gewitter an. Weit in der Ferne sieht man sogar Blitze am Himmel.
Unsere Reiseleiterin lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie meint, in einer halben Stunde wäre es wieder schön. Hoffentlich, denn wir wandern hier in der absoluten Einsamkeit unserem Jeep entgegen. Und da steht er auch schon: froschgrün vor endlosem gelb.
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Alle steigen ein und vor uns liegt eine 3-stündige Erkundungstour mit diesem Geländewagen. In der Beschreibung wurden uns Flamingos und Hirsche, Wildschweine und Pferde und Vögel, Vögel, Vögel versprochen, außerdem eine einzigartige Landschaft in Westeuropas größtem straßenlosen Areal. Wir sollten wilde Küstenstreifen, Dünen, Wälder und Sumpflandschaften sehen.
Und eins vorweg, es wurde nicht zu viel versprochen.
In unserem Jeep begleitet uns ein Nationalpark-Rancher, der mit Herzblut dabei ist, man merkt ihm mit jedem Wort die Liebe zu dieser Landschaft an.
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Die ersten 30 Minuten fahren wir am Wasser entlang, die vielen Möwen, Löffler, Reiher und sogar Seeadler sind zu schnell für meine kleine Kamera. Sobald der Jeep kommt fliegen sie hoch, um gleich dahinter wieder zu landen. Man könnte meinen die Welt besteht nur noch aus Wasser, Himmel und Dünen - endlos.
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Und unsere Reiseleiterin hatte Recht, das Gewitter hat sich verzogen und der Himmel wird wieder hell. Ich kann es kaum abwarten, dass wir endlich abbiegen und mitten rein fahren, in diese endlose Weite.
Montag, 27.08.2018 Cadiz - Teil 1 Peter und Stefanie - ein kleiner Stadtbummel
Cadiz ist ganz gewiss einen Besuch wert, die Altstadt mit ihrem Gewirr an kleinen Gassen und wunderschönen Häusern, die Kathedrale, die Strände und Parks sind wunderschön. Aber wir legen jetzt schon zum dritten Mal während einer Kreuzfahrt hier an und ich möchte mal etwas anderes sehen. Jerez und Sevilla kennen wir auch schon. Und ausgerechnet bei den Schiffsausflügen sehe ich einen Ausflug der mir sehr gut gefällt. Dort hin wollte ich schon einmal als wir die Ferien in Andalusien verbracht haben, leider hat es nicht geklappt. Urlaube sind halt immer viel zu kurz.
Voller Begeisterung lese ich - noch zu Hause - meiner Familie die Ausflugsbeschreibung vor, erwarte das gleiche Entzücken und ernte Ernüchterung.
Die drei sind nicht zu begeistern von Natur pur. Dann fahre ich halt alleine. Ein paar Tage später überlegt es sich dann meine Mutter, vielleicht wäre das ja doch "ganz nett" und "wer weiß, ob man da noch mal hinkommt".
Stefanie und Peter bleiben eisern. Sie wollen einen ganz faulen Tag verbringen, lange schlafen, gemütlich im Gosch essen und einen kleinen Spaziergang durch die Stadt unternehmen.
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Das Gosch haben sie schon mal fast für sich alleine. Danach schlendern sie einfach durch die Gassen, schauen sich noch einmal in aller Ruhe die Kathedrale an und trinken in einem Straßencafé noch einen Cappuccino. Und ihre Ruhe haben sie wohl wirklich, wenn Mama und ich nicht dabei sind.
Die Reiseberichte finde ich toll, um darin zu schmökern und auch etwas über die kleinen Details der Reise zu erfahren, auch über die einzelnen Schiffe und gerne auch über persönliche Erfahrungen und natürlich Emotionen.
Die Ausflugsbeschreibungen sind extrem nützlich, um schnell Infos über einen bestimmten Hafen zu bekommen und um ganz gezielt suchen zu können.
Dein Beispiel ist auf jeden Fall schon mal sehr informativ auch dank der tollen Fotos.
Wie riesengroß der Praca do Comercio ist, wird einem erst bewusst, wenn man mitten drauf steht. Bis zum großen Erdbeben stand hier der Königspalast. In der Mitte des Platzes steht die Reiterstatue von José I. Die heute hier stehenden Gebäude dienen als Regierungsbüros. Die Südseite öffnet sich zum Tejo.
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Wir gehen zur Nordseite und marschieren durch den mit historischen Figuren reich verzierten Triumphbogen, man kann diesen auch besteigen und hat dann einen tollen Blick über die Fußgängerzone.
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Wir befinden uns nun im Viertel Baixa und lassen uns einfach treiben. Wir schlendern an den vielen Geschäften, untergebracht in prachtvollen klassizistischen Gebäuden, vorbei bis zu einem weiteren Platz, dem Rossio. In einem der vielen Geschäfte kaufen wir noch ein paar Andenken und suchen uns dann einen Platz vor einem der vielen Restaurants. Unter den schattigen Bäumen trinken wir ein eiskaltes Bier und essen ein paar Tapas, die gibt es nämlich auch in Portugal. So lassen sich auch die 32 Grad gut aushalten.
Hier laufen auch viele fliegende Händler mit allerlei Kram vorbei und möchten alles mögliche verkaufen. Meine Schwester kann mal wieder nicht nein sagen und ersteht eine "ganze, ganze, superechte" Dolce & Gabbana Sonnenbrille für 10,-- Euro.
Leider ist gerade hier in Lissabon die Liegezeit recht kurz und um 15.30 Uhr heißt es schon "alle Mann an Bord". Das heißt für uns, dass wir uns langsam auf den Weg zum Schiff machen müssen.
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Lissabon, wir möchten sehr gerne wiederkommen.
Zurück an Bord springen wir noch einmal in den kühlen Pool. Gestern noch war es recht frisch, heute haben wir über 30 Grad!
Bald schon erklingt der Typhon, wir stehen an der Reling und genießen das Auslaufen aus dieser wunderschönen Stadt. Wie in einem Bilderbuch ziehen noch einmal die Dinge an uns vorbei, die wir erst vor wenigen Stunden erlebt haben. Dazu erklingt klassische Musik
(steinigt mich bitte nicht, ich vermisse den Grafen kein bisschen). Von mir aus könnte es gerne immer so sein.
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Die Gänsehaut auf meinen Armen kommt nicht vom Fahrtwind, als in der immer tiefer stehenden Sonne die letzten Bilder der Stadt entschwinden und wir zurück aufs offene Meer fahren.
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Doch noch ist der Tag ja nicht zu Ende.
Auf der Kabine machen wir uns fertig für den Abend. Wenn wir in eines der Atlantikrestaurants gehen, kommen wir nicht mehr vor
halb 8. Dann ist der erste große Ansturm vorbei und man entgeht der Wartezeit. Auch der Service hat sich mittlerweile ganz gut eingespielt und man muss nicht mehr ewig zwischen den einzelnen Gängen warten. Somit wird das Diner wieder zum Genuss und macht Spaß.
Mein persönliches Highlight einer Kreuzfahrt ist auch immer die Crewshow und die steht heute auf dem Tagesprogramm. Also frühzeitig hin, denn die Plätze sind immer schnell besetzt.
Sänger und Tänzer aus Küche, Wäscherei, Maschinenraum und Service treten mehr oder weniger gekonnt auf, aber alle haben sichtlich Spaß an der Sache. 2 Mädels aus dem Ausflugsteam treten als Sängerin auf. Trude Herr ist richtig gut und man gönnt ihr ihren Cowboy, bei Marianne Rosenberg weiß ich nicht, ist das Parodie oder Ernst? Egal es wird laut geklatscht. Und dann sehe ich zum 3. Mal meinen Favoriten, das Aschenputtel mit dem schöööönen Prinzen und der schwuuuuhlen Fee - ein Selbstläufer.
Und zum ersten Mal ist es draußen noch so warm, dass man noch lange in der Außenalsterbar sitzen kann.
Kann die Welt noch schöner sein? Ja, kann sie. Aber das erzähl ich euch morgen.
stimmt, die Fado-Sängerin hieß Rodriguez, ich kam einfach nicht mehr auf den Namen, danke. Mit etwas mehr Zeit an einem Abend durch due Fado-Bars zu ziehen, stelle ich mir schön vor. Wieder so ein Punkt auf meiner langen Liste und natürlich noch mehr Pasteis essen.
danke Tina28 , dann schreib ich mal noch schnell den Rest
Lissabon Teil 2
Schon in der Altstadt hatte uns Pieto, unser Tuk-Tuk-Fahrer, die Nase lang gemacht und uns von den leckeren Pasteis de Belem erzählt. Aber die besten und einzigen nach Originalrezept gäbe es nur in Belem. Und keiner, der Lissabon besucht, dürfe die Stadt verlassen, ohne diese kleinen Köstlichkeiten probiert zu haben. Seiner Schwärmerei nach zu schließen, liegt das Paradies also in Belem. Trifft sich gut, denn da wollten wir sehr gerne hin.
Schon von weitem sehen wir das beeindruckende Hieronymus-Kloster. Die Schlange vor dem Eingang ist beachtlich, man kann das Ende fast nicht erkennen. Auch eine beachtliche Schlange hat sich vor einer kleinen unscheinbaren Konditorei gebildet. Einträchtig stehen Einheimische, Chinesen, Deutsche, Amerikaner in der Reihe und bunte Sprachfetzen dringen bis zu uns. Pieto hat das Tuk-Tuk direkt vor der Eingangstür geparkt und verschwindet im Inneren.
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Wenige Minuten später ist er zurück und hat eine Box mit den kleinen Puddingtörtchen besorgt. Sichtlich stolz verteilt er sie, beißt selbst herzhaft in eines rein und schaut erwartungsvoll in unsere Gesichter. Hhm lecker, er bekommt natürlich die erwartete Reaktion. Auch wir finden: die sollte man unbedingt probieren.
Nun aber widmen wir unsere Aufmerksamkeit dem berühmten Kloster, das auch zum Weltkulturerbe zählt.
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Innen mindestens genauso beeindruckend wie von außen, kommt man hier auch zu den Königsgräbern und zu dem Sarkophag von Vasco da Gama, dem berühmten Seefahrer und Entdecker Indiens.
Wir überqueren die Straße, gelangen über einen kleinen Andenkenmarkt zum Ufer des Tejo und stehen vor dem Padrao dos Descobrimentos, dem mächtigen 52 m hohen Seefahrerdenkmal. Dieses wurde 1960 zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer erbaut.
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Der Turm wurde im 16. Jahrhundert am Startpunkt der damaligen Seefahrten erbaut. Von Nahem sieht man dann die wunderschönen Ausschmückungen mit Reliefs, durchbrochenen Balkonen, Zinnen und Türmchen. Auch hier haben wir natürlich leider keine Zeit zum Reingehen.
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Ganz toll fand ich auch den Stand im Vordergrund. Er nennt sich "Vine with a view". Hier kann man glasweise eisgekühlten portugiesischen Wein probieren und hat die tolle Aussicht kostenlos dazu. Ganz tolle Idee und an vielen schönen Aussichten in Lissabon zu finden
Vom anderen Ufer schaut die Christusstatur zu uns herüber und mit einem letzten Blick aufs Kloster gehen wir zum Tuk-Tuk zurück.
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Langsam geht unsere Tour dem Ende entgegen. Wir besprechen noch kurz, dass wir anstatt am Hafen lieber in der Altstadt aussteigen wollen und fahren zum Praca do Comercio, von dem man ja oft liest, dass er der schönste Platz Europas sein soll. Hier verabschieden wir uns herzlich von Pieto. It was like a visit with a friend, hope to see you again.
So, von jetzt an sind wir auf uns alleine gestellt und machen uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt.
ach wie schön. Ich wecke doch gerne eure schönsten Erinnerungen.
Ich möchte auch sehr gerne noch einmal nach Lissabon, es gibt noch so vieles, was wir nicht gesehen haben. Ich würde auch gerne einmal in dieser Stadt über Nacht sein.
Sonntag, 26.08.2018 Lissabon - Tuk-Tuks gibt's nicht nur in Asien Teil 1
Um 5.30 Uhr wollten wir eigentlich schon auf Deck sein, um die Einfahrt auf dem Tejo nach Lissabon nicht zu verpassen. Ganz ehrlich, ein bisschen verschlafen haben wir leider schon. Zwar ist es noch stockdunkel, als wir etwas verschlafen oben auf Deck 14 ankommen, aber wir sind dem Hafen schon näher als gedacht. So kann ich euch nur ein Bild der portugiesischen Dunkelheit anstelle des Torres de Belem zeigen.
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Wenige Minuten später fahren wir auch schon unter der Brücke des 25. April hindurch. Wir stehen mit einem heißen Kaffee an der Reling und genießen den Moment, auf den wir uns schon so lange gefreut haben. Das sind für mich Augenblicke, die eine Kreuzfahrt unvergesslich machen.
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Die Sonne geht auf und die Stadt leuchtet verheißungsvoll im Morgenlicht. Ich war noch nicht in Lissabon und freue mich unglaublich endlich einmal hier zu sein.
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Wir frühstücken noch schnell eine Kleinigkeit draußen vor dem Ankelmannsplatz und schauen auf dem Rückweg in unsere Kabine bei den Mädels vorbei. Die sitzen im Schlafanzug auf dem Balkon, trinken Kaffee und haben einen Teller mit Croissants vor sich stehen. Vielleicht sollten wir uns die Sache mit der Balkonkabine doch noch einmal überlegen.
Jetzt heißt es aber auch schon Beeilung. Um 9 Uhr werden wir vor dem Terminal erwartet. Ich hatte über den Anbieter "MeineLandausflüge" eine Stadtrundfahrt mit dem Tuk-Tuk gebucht. Als wir den Hafen verlassen, sehen wir auch schon einen freundlich winkenden jungen Mann mit einem Schild in der Hand, auf dem unser Name steht. Wir hatten eine 3-stündige Rundfahrt gebucht und er erklärt uns die Strecke, die er vorgesehen hat und fragt ob wir noch Wünsche hätten. Die Stimmung ist schon mal gut, die Chemie zwischen uns stimmt.Und so erklimmen wir froh gelaunt unser Gefährt.
Kurz fahren wir ein Stück am Hafen entlang und dann geht es schon in die schmalen Gässchen der Alfama.
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Unser Fahrer erklärt uns viel über Lissabons Altstadt, auch dass dieser Stadtteil das verheerende Erdbeben von 1755 nahezu unversehrt überstanden hat. In den verwinkelten Gassen herrscht schon wuseliger Betrieb, die vielen Restaurants und Cafés öffnen gerade ihre Außenterrassen. Plötzlich erklingt traurige Musik. Wir kommen an einer alten Fado Bar vorbei und passend dazu legt unserer Fahrer eine CD ein. Die CD ist von einer schon verstorbenen Fadosängerin, einer Berühmtheit in Lissabon. Als die melancholischen Klänge enden, legt er eine andere CD ein: junger, moderner Fado, der fröhlicher klingt. Wir kommen an vielen der Bars vorbei, in denen abends noch live gespielt wird. Schade, dass wir dann schon wieder weg sind.
Die Wege werden noch enger und steiler und wir kommen an der Kathedrale Sé an, deren romanische Fassade noch erhalten ist. Hier machen wir eine kleine Pause und schauen uns die Kirche auch innen an.
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Weiter geht unsere Fahrt zu einer Aussichtsterrasse, dem Miradouro de Santa Luzia. Von hier haben wir einen herrlichen Ausblick über das Gassengewirr, den Tejo und auf unser Schiff.
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Lissabons Straßen sind steil und es geht noch weiter bergauf. Wir fahren zum Panoramaausblick Santa Apolonia. Wieder erwartet uns ein sensationeller Blick über die Stadt.
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Als wir die steilen Hügel wieder bergab fahren, gibt meine Mutter auch zu, dass sie froh ist, diese Wege nicht laufen zu müssen. Wir anderen sind es auch, nur geben wir es nicht zu.
Ein paar mal kreuzt eine der alten Straßenbahnen unseren Weg und wir sehen noch so viele Kleinigkeiten, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Am interessantesten ist noch der Innenhof eines alten Gebäudes, in dem ein bunter Markt aufgebaut ist. Die Hauswände sind alle mit Graffitis bemalt.
Wir fahren ganz runter an die breite Uferpromenade und jetzt geht die Fahrt nach Belem.
Samstag, 25.08.2018 - Seetage sind die pure Erholung
Zum ersten Mal auf dieser Reise spielt das Wetter nicht so mit. Als wir heute aufwachen, ist es draußen windig und gerade mal 16 Grad.
Im Tagesprogramm nennt sich das "Steife Brise aus nordöstlicher Richtung".
Also drehen wir uns noch einmal wohlig im Bett um und schlafen noch ein Stündchen. Nach einem langen Frühstück haben wir dann aber mal wieder Zeit für eine ausgiebige Runde im Fitnessstudio und lassen auch unsere Schwimmrunde nicht aus. Das gute Essen muss man sich schließlich verdienen.
Mittags kommt dann doch noch die Sonne ein wenig hervor, so dass man es sich draußen mit einem Buch gemütlich machen kann. Und da ich zu denjenigen gehöre, in deren Top-10 die Lektorenvorträge vorkommen, hören wir uns gerne an, was Herr Blank über Lissabon zu erzählen hat.
Immer, wenn es die Zeit zulässt, treffen wir uns am späten Nachmittag in der Diamantbar. Und es muss ja auch nicht immer Champagner sein, hier gibt es ganz ausgezeichnete Weine. Wieder werden zu den Getränken kleine Canapes gereicht und die Musik ist sehr schön. Heute Abend haben wir einen Tisch im Hanami bestellt. Es sind nur wenige Gäste da und wir können direkt am Heckfenster sitzen und die herrliche Aussicht aufs Meer genießen.
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Wir schaffen es heute auch noch einen Platz im Theater zu erwischen. "Die Zeitreisenden" hatten in der Beschreibung gar nicht so überzeugend geklungen, aber es gefällt uns ausgesprochen gut. Die Mädels nehmen sich noch einen Drink mit auf die Kabine und wir finden zu zweit einen Platz an der Schaubar. Ein Absacker muss dann noch sein, aber wirklich nur einer, denn morgen wollen wir nicht die Einfahrt nach Lissabon verschlafen.