Nachdem wir die Miet Autoformalitäten erledigt hatten und uns mit der Rechtssteueru g etwas vertraut gemacht hatten, begingen wir einen Fehler bzw. hatte es nicht gehört. Der Mann der Mietwagenfirma, sagte meinem Mann, sind doch am nächsten Supermarkt anhalten und uns etwas mit Getränken und Lebensmitteln eindecken. Hätten wir das mal gemacht also, vor allem, wenn man am Montag oder Dienstag oder Mittwoch unterwegs ist, ist dies ein guter Ratschlag
Zuerst fuhren wir zum Broch of Gurness. Wir mussten keinen Eintritt bezahlen, ich denke, aufgrund des schlechten Wetters war niemand vor Ort.
Der gesamte Nordosten Schottlands mit seinen Inselgruppen Orkney und Shetland ist gespickt mit den runden Steintürmen aus der Eisenzeit, den sogenannten Brochs.
Doch dieses hier bei Gurness ist besonders. Vor dem Turm von Gurness aber hat sich zusätzlich ein – für die damalige Zeit stattliches – kleines Dorf gebildet.Das kann man sich ungefähr so vorstellen: Die Achse der Siedlung war die „Hauptstraße“, die von Osten nach Westen verlief und am Broch endete. Links und rechts davon gingen die Eingänge zu den Steinhäusern ab, die bis zu 40 Familien Platz boten. Wie auch in Skara Brae sind all die Unterkünfte im wesentlichen gleich aufgebaut: Es gibt eine zentrale Feuerstelle, Steinregale, Betten und sogar eine Art Toilette.
Das Broch übernahm also schon damals eine Funktion, wie sie später Burgen innehatten: Rückzugspunkt im Falle einer Attacke, sonst aber Sitz einer wohlhabenden Familie.
Laut Reiseführer lohnt es sich neben der eigentlichen beeindruckenden Bauten auf dem Platz durchaus den Blick einmal in die Ferne schweifen zu lassen. Gegenüber liegt zum Beispiel die Insel Rousay, in der Ferne, hinter dem kleinen Museum das kleine Eiland Eynhallow.
Entschuldigt die falsche Reihenfolge der Bilder...
Zur Zeit der Pikten gab es hier einen Hof, das sogenannte „Shamrock-House“. „Shamrock“ heißt „Kleeblatt“ und beschreibt die Bauform des Gebäudes, wenn man es von oben betrachtet. Der Hof wurde ursprünglich über dem alten Dorf errichtet, doch heute steht das Pikten-Haus vor der Siedlung – die Archäologen haben es nämlich kurzerhand versetzt