FAZIT
Was beantwortet die Frage ob einem die Reise gefallen hat am besten?
Genau: Würde man sie so nochmal machen?
Hier kommt ein JEIN
Aber fangen wir vorne an:
Bangkok: eine sehr sehenswerte Stadt und unser Hotel (Eastin Grand Hotel Sathorn) war sehr gut.
Die Lage, das Zimmer, der Pool, das Personal, die Sauberkeit - alles war der Klasse des Hotels entsprechend sehr gut.
Bangkok wird man natürlich in gut 1,5 Tagen überhaupt nicht gerrecht.
Wir für uns haben die passenden Sachen für diesen kurzen Aufenthalt gemacht. Wäre man von hier direkt zum Relax-Teil weitergereist, wäre es wahrscheinlich ein umfangreicheres Programm geworden.
Insgesamt hat mich die Stadt aber nicht so gepackt, wie es Singapur damals direkt gemacht hat.
Siem Reap: das nicht im dem Ausmaß gedachte Highlight dieser Reise
Wenig konnten wir uns dieses Ziel vorstellen. Ich hatte es mir so ähnlich wie Vietnam aber noch einfacher vorgestellt.
Wir sind völlig überrascht worden!
Die Stadt, seine Bevölkerung, das Essen, die Restaurants und erst recht die Tempel haben uns super gefallen.
Das Leben ist einfach aber trotzdem als Touri sehr unkompliziert und irgendwo auch bequem dort.
Wenn man die Einfachheit annimmt und sich auf das Leben dort einlässt, kann man eine wunderbare Zeit dort verbringen.
Auch haben die Bewohner (zumindest die, die wir dort getroffen haben) eine ganz wunderbare Art von Freundlichkeit. Man fühlt sich wirklich willkommen.
Über die Tempel brauche ich nicht viel schreiben. Man hat bestimmt im Bericht schon meine/unsere Begeisterung gemerkt.
Vorher war ich skeptisch, ob Herrn Pu 3 Tage alte Steine auch gefallen würden.
Aber auch er war sehr ergriffen. Unser Plan alles individuell zu machen war für uns genau richtig und auch unkompliziert umzusetzen.
So hatten wir nicht schon am Ende des 2. Tages einen "Alte-Steine-Koller" und haben auch nicht die Tempel vor lauter alten Steinen nicht mehr gesehen.
Einen der großen Tempel mit ein paar kleinen unterschiedlichen zu kombinieren, fanden wir top.
Auch die längeren Fahrten über Land am letzten "Tempel"-Tag war richtig. Ein bisschen mehr Lokalkolorit und "normales" Leben nehmen wir gerne mit. Das ist für uns informativer als alle geschichtlichen Fakten.
Welcher Tempel uns am besten gefallen hat? ---- schwierig, viele hatten etwas besonderes. Ta Prohm morgens mit sehr wenig Leuten hat schon viel seines Charmes versprüht, Angkor Wat mit seiner unglaublichen Größe und Komplexität ist einfach nur beeindruckend, Ta Som so kleine und irgendwie doch besonders, ....
Ich bin so dankbar für meinen Mut schon letzten Sommer an diese Reise zu glauben und sie auch jetzt so gemacht zu haben. Gerade für Siem Reap/Angkor Wat war es eine total passende Zeit. Dass nur so wenig Touristen vor Ort waren und wir die Tempel so "für uns" genießen durften, war ein absolutes Reisehighlight. 
Essenstechnisch hat uns beiden Kambodscha noch besser gefallen. Vielleicht durch den Einschlag der französischen Küche? Keine Ahnung, ich kann es irgendwie nicht an was bestimmten festmachen. 
Das Maison 557 ist ein schönes kleines Bed-and-Breakfast in absolut toller Lage. Man wohnt recht ruhig, ist aber von etlichen Restaurants in laufbarer Nähe umgeben. Zur Kneipenmeile (Pubstreet - wenn man es möchte) und zur Altstadt sind es ca. 10 Minuten zu Fuß.
Unsere Poolvilla würde ich beim nächsten Aufenthalt wohl nicht mehr buchen. Für kambodschanische Verhältnisse ist sie 100 USD die Nacht schon sehr teuer. Bedingt durch die Anzahl der Zimmer (7 insgesamt) ist natürlich auch der andere Pool nicht voller. Man ist ja überwiegend zum Tempel-gucken dort und liegt nicht den ganzen Tag am Pool. Andere Zimmer kosten übrigens ca. die Hälfte. - Übrigens die Matratzen sind wirklich hart! 
Wer aber natürlich sehr viel Wert auf seine Privatsphäre legt, der ist mit der Poolvilla gut bedient.
Koh Phangan: so ganz genau weiß ich gar nicht wie ich es ausdrücken soll...
Unser Hotel Panviman hat uns sehr gut gefallen. Hier waren wir mit einem Superior Zimmer gut bedient. Das Zimmer war sauber, sehr groß, hatte eine sehr schöne große, teils überdachte Terrasse.
Die Lage am Hang mit dem Blick auf die beiden Buchten ist ein Traum. Man wohnt auch mitten in der Natur mit viel Grün um einen herum. Wie in Thailand üblich ist hier viel Beton verbaut, der aber oft sehr ansprechend auf Natur getrimmt ist. Mein Highlight neben dem tollen Pool war die Aussicht beim Frühstück!
Man sollte aber gut zu Fuß sein. Wir wohnten sehr zentral und hatten schon alleine 164 Stufen bis unten zum Strand.
Den "Fehler" vom Eingang hoch zu den Zimmern zu laufen haben wir nur am ersten Abend gemacht.
Für uns Münsterländer war das schon ein alpiner Anstieg!
Auf der Anlage kann man sich aber immer und fast überall hin mit dem Golfcar fahren lassen.
Wir hatten das Hotel über Secret Es... gebucht. Da gibt es oft wirklich tolle Angebote für das Hotel. Mit schönen Zugaben wie den kostenlosten Transfer, Massagen, etc. inkl.
Der kleine Ort hinter dem Hotel bietet einige Restaurants, einen Foodcourt, div. Apotheken, kleine Supermärkte, Massageläden, ein paar Bars etc.
Also eigentlich fast alles, was man in einem Thailand Urlaub in der Nähe der Unterkunft gerne hat.
ABER der ganze Müll, der dort überall herumliegt und natürlich beim nächsten Regen ins Meer gespült wird. 
Unglaublich! Und noch unglaublicher, dass es niemanden vor Ort interessiert. Das ist das, was mir diese Woche echt ständig aufgestoßen ist.
Und das ist nicht nur auf die Thong Nai Pan Noi und Yai bezogen. Das war schon auf Samui so, das war auf der Fährüberfahrt so, das sah man auf der ganzen Insel, das sah man extrem im Marinepark etc... 


Und niemand macht sich mal die Mühe irgendwo was aufzuräumen (die Hotelanlagen mal ausgenommen). Der nächste Regen wird es (scheinbar) richten. Oder aber ein Haufen wird nach einigen Tagen angezündet. Diese Rauchsäulen sah man relativ häufig. 
z.B. ein paar Minuten nach unserer Abfahrt aus dem Marinepark wo wir beim ankern auf der Nachbarinsel Berge von Müllsäcken gesehen haben. 
Aber vielleicht hätte ich vor der Idee bzw. genaueren Planung der Reise nochmal genau mein Fazit der Asienkreuzfahrt lesen sollen. Da habe ich genau das auch bei Thailand speziell Koh Samui bemängelt. Ich hatte nur gedacht, dass man damals ja nur einen Tag dort war und vielleicht nur die falschen Ecken gesehen hat. Ein dickes Sorry an alle Thailand-Fans - unser Lieblingsreiseziel ist es nicht. Vielleicht wird man mit vielen Reisen auch kritischer? 
3 Ziele in 14 Tagen?!
Das haben wir so (außer auf Kreuzfahrt) auch noch nicht gemacht. Auch das würde ich in der Form nicht mehr machen. Es geht zu viel Urlaubszeit verloren durch die Wechsel inkl. Koffer ein-/auspacken, am Flughafen warten, Transfers, etc.
Der 1. Wechsel war noch ganz easy. Morgens gemütlich los, mittags am neuen Ziel.
Der 2. Wechsel war eindeutig viel zu lang und dann noch der Stress ob wir an dem Tag überhaupt ankommen. Nee, die Erfahrung reicht für 1 x.
Ein Wechsel während eines 2 Wochen Urlaubes ist ok, bei 2en wie jetzt, müssten die Wechsel alle so einfach sein wie der erste.
Also nicht Flug 1 - Wartezeit(Puffer) am Flughafen - Flug 2 - Transfer inkl. Fähre.
Wenn man wochenlang unterwegs ist, kann man sowas bestimmt gut zwischendrin machen. Für unsere Urlaube, die von der Arbeit begrenzt werden, da muss es noch nicht sein.
Aber wer es nicht ausprobiert, der kann es (für sich) nicht beurteilen.
Und generell?
Südostasien geht wunderbar auf eigene Faust. Da braucht man keine teure Rundreise buchen wo man oft auch nicht die Eierlegendewollmichsau findet sondern immer Kompromisse eingehen muss.
Ein bisschen Mut gehört natürlich dazu und man muss offen für Neues sein. Ebenso sollte man bereit sein seine Komfortzone verlassen zu können.
Wenn man erwartet, dass alles typisch deutsch abläuft, kommt man nicht weit. Dass es den deutschen TÜV gibt, sollte für die Zeit auch in Vergessenheit geraten. 
Wir konnten eine tolle Region in unserem Tempo und mit unseren Schwerpunkten entdecken.
Thailand und besonders Samui/Phangan ist auch nicht so schlecht, wie es jetzt vielleicht geklungen hat. Wir gehen halt gerne in ein (relativ) sauberes Meer und schieben nicht gerne erst ein paar Pastikflaschen in der Brandung an die Seite.
Ansonsten ist die Landschaft dort traumhaft und es tut mir echt im Herzen weh, wenn man sich einfach so gar nicht um seine tolle Heimat kümmert.
Kambodscha hat sich still und leise in unser Herz geschlichen.
Ein Wiedersehen mit Siem Reap (es gibt ja noch genug alte Steine dort, die wir nicht gesehen haben
) ist nicht ausgeschlossen.
Aber es ist schon echt sehr weit dorthin. 
Vielen, vielen lieben Dank für die Begleitung auf unserer Reise. 