Beiträge von Muesi

    Nordfriesin , nordwind , andreaO , Susi66 und Andrea_und_Franz

    Wir waren total glücklich, dass wir diese Nacht mit den Polarlichtern noch erleben durften :love:. Die meisten Profi-Fotografen an Bord gaben jedoch schnell auf, da die Voraussetzungen für gelungene Fotos aufgrund der Schiffsbewegungen nicht ideal waren. Ich war einfach nur froh, dass ich mit meiner neuen Kamera als absolute Anfängerin, die normalerweise nur im Automatik-Modus fotografiert, überhaupt etwas Polarlicht eingefangen habe. Außerdem herrschte insgesamt eine tolle Stimmung auf dem Außendeck. Alle schauten ganz gebannt und fasziniert zum Himmel <3!

    Liebe Conny Cobupu ,

    auch ich bedanke mich ganz herzlich bei dir für diesen tollen Bericht über eine wunderschöne Reiseroute :love:. Obwohl wir schon einige der Häfen kennen, entdeckt man immer wieder neue Sachen. Mir hat ganz besonders eure Wanderung in Gibraltar gefallen. Sollten wir also irgendwann noch einmal dort hin kommen, steht unser Programm für den Tag schon fest ;).

    LG Silke

    Bodenseesonne

    Du hast deinen schönen Reisebericht genau in der Zeit veröffentlicht, als ich noch dabei war, meinen Bericht vorzuschreiben. Da habe ich dich wegen deiner schönen Fotos am frühen Morgen gleich in meine Notizen mit eingebaut ;).

    Kaline

    Mein Mann war wirklich ein Schatz und ist mehrmals zur Kabine geflitzt um irgendwelche Foto- oder Anziehsachen zu holen. Vielleicht wollte er sich zwischendurch auch einfach nur ein bisschen im Innern des Schiffes aufwärmen :/;)? Ich hab mich nicht mehr von meinem Platz weggetaut, weil ich Angst hatte, etwas zu verpassen :D.

    Trondheim, 03.04.2019

    Heute hieß es früh aufstehen! Da wir bereits um 8.00 Uhr in Trondheim ankommen sollten und es bereits 13.30 Uhr „Alle an Bord“ hieß, wollten wir die gesamte Liegezeit nutzen, um die drittgrößte Stadt Norwegens zu erkunden. Eine Stunde vor dem Anlegen genossen wir auf den Außendecks den Sonnenaufgang und das Einlaufen durch den Trondheimfjord. An diesem Tag versprach die Vorhersage und auch der Himmel bestes Wetter (also uschisiggi -Wetter ;)). Jetzt weiß ich auch, warum du, Bodenseesonne, immer schon so früh auf bist. Diese Ruhe an Bord und diese Farben am Himmel sind einfach toll!

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    Direkt nach der Schiffsfreigabe hüpfen wir von Bord. Na ja, hüpfen ist übertrieben. Die Treppe zur Pier hinunter war ganz schön steil.

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    Wir hatten uns anhand der vielen schönen Reiseberichte hier im Forum schon einen Stadtrundgang ausgeguckt und wollten somit die Stadt in Eigenregie erkunden. Einen entsprechenden Stadtplan hatte ich mir aus dem Internet ausgedruckt, aber auch an der Rezeption lagen neben der Hafeninfo zusätzlich Stadtpläne bereit. Die AIDAcara lag ganz zentral (direkt am Schwimmbad), sodass wir das Stadtzentrum zu Fuß erreichen konnten. Wir spazierten durch den Hafenbereich und überquerten auf der Brücke Bakkebru den Fluss Nidelva. Auf unserem Weg zur alten Stadtbrücke Gamle Bybrua genossen wir traumhafte Blicke auf die Pfahl-Holzhäuser von Bryggene. Wir konnten uns von den tollen bunten Speicherhäusern, die sich im Wasser spiegelten, gar nicht mehr losreißen :love:.

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    Aber unsere kurze Liegezeit ermahnte uns weiterzugehen. An der Brücke Bakkebru begutachteten wir zunächst den interessanten Fahrradlift, der Fahrradfahrer ermöglicht, bequem den oberen Stadtteil Møllenberg zu erklimmen. Leider war der Lift im Winter geschlossen. Wir gingen zu Fuß den Berg hinauf, denn von der Festung Kristiansten aus hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt.

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    Nach der Erkundung der Festung ging es wieder den Berg hinab und wir überquerten auf der ehemaligen Zugbrücke Gamle Bybrua erneut den Fluss Nidelva. Auch von der alten Holzbrücke hatten wir faszinierende Ausblicke auf die auf Pfählen im Wasser stehenden Speicher von Bryggene und zur anderen Seite auf den Nidarosdom.

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    Der Nidarosdom war dann unser nächstes Ziel. Wir schauten uns zunächst den Palast des Erzbischofs von außen an und dann besorgten wir uns Tickets für den Dom (110,00 NOK pro Person). Der Nidarosdom ist der größte Sakralbau Skandinaviens, Nationalheiligtum und Krönungskirche der norwegischen Könige. Das Fotografieren ist in der Kirche verboten. Daher hatten wir uns ein Guidebook (50,00 NOK) mit vielen schönen Innenaufnahmen gegönnt. Einige Fotos habe ich dann gescannt und für unser Fotobuch verwendet. Uns hat der Dom sehr gefallen und daher hat sich auch der relativ hohe Eintrittspreis für uns gelohnt. Es besteht wohl auch die Möglichkeit die Spitze des Hauptturmes (172 Treppenstufen) zu erklimmen. Leider ist das nur im Sommer (Mitte Juni bis Mitte August) möglich. Da wäre ich gerne für ein paar schöne Fotos hinaufgekrabbelt ;(.

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    Unser letzter Programmpunkt war dann ein Besuch des kleinen Parks vor dem Stiftsgården, ein im 18. Jahrhundert im Rokokostil errichtetes Gebäude, das mit seinen 70 Zimmern als das größte Holzbauwerk Nordeuropas gilt. Hier residiert die königliche Familie während ihrer Besuche in Trondheim.

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    Vom Stiftsgården aus schlenderten wir durch den Hafenbereich und statteten einem kleinen Fischmarkt bzw. Fischgeschäft einen Besuch ab und kamen gegen 13.00 Uhr pünktlich an der AIDAcara an.

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    Unsere vorher geplanten Sightseeing-Highlights hatten wir somit locker während der kurzen Liegezeit geschafft und das auch ohne zu hetzen. Zwischendurch hatten wir in der Innenstadt sogar noch Zeit mit Geldwechseln verplempert. Dabei handelte es sich nicht um das Wechseln von Euros in norwegische Kronen sondern von alten Kronen in neue. Beim Bezahlen eines Magneten in der Tourist Information wurden unsere Geldscheine, die wir noch von unserer letzten Norwegen-Cruise (2015) übrig hatten, nicht angenommen, da diese zu alt waren X(. Der freundliche Mitarbeiter zeichnete uns dann den Weg zu einer Umtauschstelle in unseren Stadtplan ein. Die lag jedoch so versteckt, dass es einige Zeit in Anspruch nahm bis wir endlich unsere Scheine wechseln konnten. Blöderweise lagen noch einige alte Geldscheine im Tresor unserer Schiffskabine. Daher mussten wir in Bergen, dem letzten norwegischen Hafen unserer Reise, erneut probieren, das alte Geld loszuwerden :rolleyes:.

    Pünktlich um 14.00 Uhr hieß es „Sail away“ und wir verbrachten die Ausfahrt aus dem Trondheimfjord bei traumhaftem Wetter 8) im Außenbereich der Calypso Bar am Heck. Es war also doch ganz gut, dass wir Trondheim schon so früh wieder verlassen haben. So konnten wir die schönen Fjordlandschaften noch richtig genießen.

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    Am Abend fand im Theater die zweite Show des Gastkünstlers Tobey Wilson statt. Der Tenor und Entertainer präsentierte mit seiner tollen Stimme wieder ein schönes Solo-Programm. Nach der Show saßen wir – wie fast jeden Abend – in gemütlicher Runde mit unserer Tromsø Ausflugsgruppe zusammen. Gegen 24.00 Uhr ließ eine Durchsage der wachhabenden Offizierin auf der Brücke unsere Gespräche verstummen. Wir haben uns total erschrocken 8|. Eine Durchsage zu so später Uhrzeit verhieß in der Regel nichts Gutes. Doch in diesem Fall war es zum Glück eine sehr positive Nachricht, auf die wir ja schon die ganze Reise gewartet und an diesem Ort überhaupt nicht mehr mit gerechnet haben: Auf der Brücke wurden Polarlichter gesichtet! Ihr glaubt gar nicht, wie schnell die Gäste zu so später Uhrzeit wieder auf den Beinen waren, zum Teil sogar aus den Betten krochen und schnell auf die Außendecks liefen. Auch unsere Gruppe rannte erst einmal ohne Jacken raus. Und ich hatte auch nur meine kleine Kompaktkamera dabei. Mit der machte das Fotografieren natürlich keinen Sinn. Die Fotos waren einfach nur schwarz. Also lief ich schnell runter auf Deck 5 und holte meine andere Kamera. Jacke und Stativ ließ ich in der Kabine, da ich dachte, das lohnt nicht. Wahrscheinlich ist das Polarlicht schon wieder verschwunden bis ich auf Deck 11 zurück bin. Aber es sollte anders kommen. Die Nordlichter zeigten sich ca. zwei Stunden am Himmel. Mein lieber :* GöGa holte daher noch unsere Jacken und das Stativ und bemühte sich ein weiteres Mal auch noch für ein anderes Objektiv nach unten in unsere Kabine. So sind mir wenigstens ein paar einigermaßen brauchbare Fotos gelungen. Das Schaukeln des Schiffes trug natürlich nicht grad zu einer guten Qualität der Bilder bei, aber wir waren auf dieser Reise ja auch nicht mehr so anspruchsvoll ;). Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und alle waren glücklich, doch noch Polarlichter gesehen zu haben. Mit bloßem Auge konnten wir eigentlich nur weiße Schleier sehen. Daher schauten viele, die keine Spiegelreflexkamera oder Systemkamera dabei hatten, öfters mal auf meinen Bildschirm um auch einmal die grünen Lichter zu erleben.

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    Das war der perfekte Abschluss eines grandiosen Tages :love:!

    3. Seetag, 02.04.2019

    Am nächsten Tag wären wir eigentlich in Sortland angekommen. Wir hatten uns schon riesig auf die Lofoten gefreut und zwei Ausflüge über AIDA gebucht („Landschaftsfahrt nach Nyksund“ und „Das Leben der Samen“), die dann storniert wurden. Die Ausflugsgebühren wurden auch sofort unserem Bordkonto gutgeschrieben. Wir hörten von einigen Mitreisenden, die Touren bei privaten Anbietern gebucht hatten, dass diese richtig Probleme mit dem Stornieren hatten und teilweise auf den Kosten sitzen geblieben sind. Der einzige Trost war, dass die Wettervorhersage für die Lofoten sowieso nicht gut war und wir durch die Rentierschlittenfahrt in Alta schon einen guten Einblick in das Leben der Samen bekommen hatten. Wir hätten diesen Ausflug für Sortland wahrscheinlich eh abgesagt. Stattdessen befanden wir uns jetzt also wieder planmäßig auf unserer vorgesehenen Route. Auch dieser Seetag begann mit bedecktem Himmel und starkem Seegang. Der Fotoabteilung ist an diesem Tag ein geniales Foto gelungen, das wohl von der Brücke aufgenommen wurde. Auf diesem Bild spritzten die Wellen über das Schiffsbug. Jetzt wussten wir auch, warum der Joggingparcours im vorderen Bereich so oft gesperrt war. Diese Wellen hätten uns wahrscheinlich wirklich über Bord gespült =O. Ich habe dieses geniale Foto als Postkarte gekauft und für unser Fotobuch verwertet. Da es kein von mir aufgenommenes Bild ist, poste ich es aufgrund der Datenschutzbestimmungen ;( hier mal lieber nicht.

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    In diesem Zusammenhang muss ich einmal erwähnen, dass ich das Angebot der AIDA-Fotoabteilung wirklich besser fand als bei TUI Cruises. Viele Aufnahmen konnten als Postkarten erworben werden, die dann preislich viel günstiger (1,50 €) waren als die Fotos. Außerdem gab es Fotomagneten von den einzelnen Häfen, dem Schiff und sogar von der gesamten Route. Als Magnetsammlerin war es daher für mich auf dieser Reise total entspannt. Ich hatte ja in jedem Hafen die Gewissheit, dass ich zur Not auf dem Schiff fündig wurde, wenn mal wieder aufgrund eines Ausfluges die Zeit zu knapp war oder die Geschäfte geschlossen hatten. Jedes gekaufte Foto konnte über die AIDA-App direkt aufs Handy oder Tablet gezogen werden. Der vorher in der Fotoabteilung erworbene USB Stick wäre also nicht erforderlich gewesen. Vermisst haben wir jedoch, dass die Fotografen in den Häfen bzw. bei den Ausflügen für Fotos parat standen. Es gab immer nur die Fotostation vor dem Schiff. Das ist bei TUI wesentlich besser.

    Ein besonderer Programmpunkt war an diesem Tag die nautische Fragestunde mit dem Kapitän Hanjo Müller. Zunächst vermittelte uns der Safety Offizier nautische Grundlagen und anschließend standen der Kapitän und der erste Ingenieur für Fragen zu Verfügung. Diese Fragen drehten sich dann nicht nur allgemein um die Navigation und Seefahrt sondern auch insbesondere um unsere Umroutung und die fehlenden Informationen von der Brücke bei der Sichtung von Polarlichtern. Tja, wenn keine Nordlichter zu sehen sind, können halt auch keine angesagt werden. Aber einige Gäste bemängelten, dass sowohl in Tromsø als auch in Alta schwache Polarlichter entdeckt wurden, zu denen es von der Brücke keinen Hinweis gab. Der Kapitän erklärte dazu, dass sämtliche Offiziere angewiesen wären, die Sichtung von Nordlichtern den Gästen bekannt zu geben. Was noch nicht war, kann ja vielleicht noch werden :/. Die Chancen wurden natürlich immer geringer. Wir befanden uns schließlich auf dem Rückweg und am Nachmittag überquerten wir schon wieder den Polarkreis.

    Die auf der Hinreise ausgefallene Polarkreissause mit Neptun-Taufe begann bei Sonnenschein ab 15.00 Uhr auf dem Pooldeck. Es hatten sich draußen viele Gäste versammelt um gemeinsam über die symbolische Linie auf dem Pooldeck zu springen und von Neptun getauft zu werden.

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    Den Abend ließen wir mit unserer Tromsø-Ausflugsgruppe in der Lambada Bar ausklingen, denn dort präsentierten die Sänger der AIDA Stars Solo-Gesangsstücke.

    Alta, 01.04.2019 bzw. ab 10.00 Uhr Seetag

    Bis um 9.30 Uhr bestand noch die Möglichkeit für einen Landgang. Wir blieben jedoch an Bord und frühstückten ganz entspannt. Pünktlich um 10.00 Uhr verließen wir den Hafen von Alta. Über Nacht hatte es wieder ordentlich geschneit und nicht nur auf dem Pooldeck wurde kräftig Schnee geschaufelt sondern auch auf dem Flughafen von Alta wurde gegen den Schnee angekämpft.

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    Das Wetter blieb den ganzen Tag trübe und der Seegang war so derbe, dass der Joggingparcours am Bug auf Deck 6 gesperrt wurde. Auch das Außendeck 11 durfte leider im Laufe des Tages wegen des kräftigen Windes nicht mehr betreten werden. Wir verbrachten trotzdem immer wieder Zeit an der frischen Luft und genossen die schöne Landschaft um uns herum. Ansonsten diente dieser Tag ganz der Entspannung. Ich kann euch schon gar nicht mehr genau sagen, was wir alles gemacht haben. Irgendwie schaffen wir es immer wieder, einen Seetag zu vertrödeln. Gegen Abend beruhigte sich die Wetterlage jedoch wieder und wir konnten noch einen schönen Sonnenuntergang genießen und haben uns mit einigen anderen Fotografen über die noch nicht aufgehobene Sperrung des Oberdeckes hinweggesetzt. Wir hatten schließlich schon fast Ententeich ;).

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    Kaline

    Der Tag war auf jeden Fall erfolgreich. Immerhin habe ich die ersten Polarlichter in meinem Leben gesehen :love:. Das hatte ich meinem GöGa dann voraus. Aber er hatte in der Zeit gut aufs Schiff aufgepasst ;)!

    Danke, Susi66 ! Aber da ist beim Fotografieren noch viel Luft nach oben ;)! In der Kälte und Dunkelheit ist das auch gar nicht so einfach. Ich war schon froh, dass ich überhaupt etwas vom Polarlicht eingefangen habe ^^.

    Das freut mich sehr, dass dir meine Fotos gefallen Dagl67 ! Die Kombination von Meer und Schnee hatten wir in dieser Form das erste Mal. Wenn dann noch das Wetter mitspielt 8), gelingen die Bilder fast von alleine. Das Problem mit den Reisewünschen, die erst noch vertagt werden müssen, weil die Urlaubstage im nächsten Jahr schon verplant sind, kennen wir auch ^^. Aber das sind dann wohl Luxusprobleme ;).

    Andrea_und_Franz und uschisiggi

    Bei der Winterkreuzfahrt hat man in der Regel nur bei den Overnights in Tromsø und Alta die Möglichkeit, gescheite Fotos von Polarlichtern zu machen. Da muss man schon wirklich Glück haben, dass das Wetter passt. Vielleicht muss ich statt Skiurlaub in Österreich mal Winter-Fotografierurlaub in Norwegen machen. Aber ich glaube, da streikt dann mein GöGa :D!

    Alta, 31.03.2019

    Alta liegt nördlich des Polarkreises und ist die größte Stadt in der nordnorwegischen Provinz Finnmark. Das berühmte Nordkap ist von hier aus noch ca. 230 Kilometer entfernt. Unser Liegeplatz befand sich direkt am Flughafen und somit auch etwas außerhalb des Stadtzentrums. Tagsüber stand in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr zwischen dem Hafen und der Tourist Information des Stadtzentrums ein kostenloser Shuttle-Service zur Verfügung. Nachdem wir einige Zeit den Blick auf den Altafjord und den Hafen genossen haben, machten wir uns mit dem Shuttlebus auf den Weg in die Stadt.

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    Hauptattraktion des Ortes ist die 2013 erbaute Nordlichtkathedrale. Die Kirche fällt durch ihre ungewöhnliche Architektur auf. Sie ist ganz aus Beton gebaut und außen mit Titanplatten verkleidet. Im Kirchenraum befindet sich eine 4,3 Meter hohe Christus Figur aus Bronze, ein Taufbecken aus Marmor in 32 verschiedenen Blau-Tönen und im 7,5 Meter hohen Innenturm hängt eine goldene Jakobs Leiter. Die 12 Apostel werden auf der Außenseite des Lichttunnels auf goldenen Mosaiken abgebildet. Uns hat die moderne Kirche gut gefallen und der Eintritt in Höhe von 50 NOK pro Person hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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    In der Mitte des Ortes war ein Schneeskulpturen-Park aufgebaut. Die große Schneerutsche habe ich dann auch gleich mal ausprobiert.

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    Für den Nachmittag des Vortages hatten wir bei einem örtlichen Anbieter eine Rentierschlittentour gebucht. Da wir durch die wetterbedingte Umroutung erst am späten Abend des 30.03. in Alta ankamen, war einige Zeit unklar, ob der Ausflug überhaupt stattfinden konnte. Per Mail bekamen wir dann aber die Bestätigung, dass die Tour wie geplant – nur eben 24 Stunden später – starten sollte. Da hatten wir wirklich Glück, dass der örtliche Anbieter die Ausflüge an die neuen Liegezeiten angepasst hat. Also machten wir uns rechtzeitig auf den Weg zum Treffpunkt an der Tourist Information. Dort wurden wir zusammen mit 4 weiteren Teilnehmern pünktlich um 14.00 Uhr von einem Tourguide mit einem Minibus abgeholt und in ein ca. 10 Minuten entferntes Camp gefahren. Bevor die Schlittentour startete erhielten wir eine kurze Einweisung. Außerdem tauschten wir unsere Schuhe gegen Stiefel ein und zogen dick gefütterte Schutzanzüge über unsere Wintersachen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie wir danach aussahen, wie dicke Teletubbies :D. Wir saßen dann jeweils zu zweit auf einem Schlitten. Die insgesamt vier Rentierschlitten waren durch Seile miteinander verbunden und wurden durch das Rentier eines Samis (unseres Tourguides) angeführt. Insgesamt fuhren wir zwei große Runden durch ein Waldstück. Für Romantiker ist dieses wohl eine schöne Tour, aber Action liebende Personen sollten lieber die Finger von diesem Ausflug lassen. Es muss einem schon klar sein, dass es sich bei Rentieren um scheue Tier handelt und dass man mit den Schlitten keine Geschwindigkeitsrekorde bricht.

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    Nach der Rentierschlittenfahrt wurden wir ins Samizelt eingeladen und wir saßen mit einem heißen Getränk am Lagerfeuer. Der Sami erzählte uns etwas über sein Leben und präsentierte uns auch den traditionellen Joikgesang.

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    Die Tour dauerte insgesamt zwei Stunden und wir wurden vom Camp direkt zum Hafen zurückgefahren. Die Schutzanzüge wären aufgrund der Außentemperaturen eigentlich nicht erforderlich gewesen, weil wir sehr schönes Sonnenwetter hatten. Unsere Winterkleidung hätte völlig ausgereicht. Da wir im Zelt aber auf Tierfellen am Lagerfeuer saßen, waren wir ganz froh, dass unsere Kleidung so gut geschützt war. Es war insgesamt ein interessanter und informativer Ausflug. Sollten wir diese Winter-Cruise vielleicht irgendwann einmal wiederholen, würden wir aber auf jeden Fall eine Husky-Schlittenfahrt vorziehen ;).

    Für den Abend hatten wir eigentlich nichts geplant. Mich ließ jedoch der Gedanke nicht los, dass wir immer noch keine Polarlichter gesehen hatten ;(. Da Alta als „Stadt der Nordlichter“ bekannt ist und sich an dieser Stelle angeblich das Polarlicht im Winterhalbjahr besonders gut beobachten lässt, entschied ich mich, doch noch den Abendausflug „Faszination Nordlicht“ über AIDA zu buchen. Schließlich hatten wir den ganzen Tag tolles Wetter. Dann müssten wir doch eigentlich auch in der Nacht mal Glück haben. AIDA sicherte sich auf jeden Fall schon mal mit dem Ausflugsticket ab. Da stand doch tatsächlich drauf „Keine Garantie auf Sichtung der Nordlichter“. Die Tour sollte um 21.45 Uhr starten und bis ca. 1.45 Uhr dauern. Mein GöGa wollte in dieser Zeit lieber aufs Schiff aufpassen :/. Nach einem gemütlichen Abendessen ging ich also alleine zum Bus, der die mit Kameras und Stativen ausgerüsteten AIDA-Gäste ins ca. 30 Minuten entfernte Polarlicht-Camp fuhr. Hierbei handelte es sich um einen reinen Transfer. Wir erhielten lediglich Informationen zu den Abfahrtszeiten und zum Camp. In dem Camp gab es eine riesige Halle und mehrere kleine Glashäuschen, wo man sich bei schlechtem Wetter aufhalten konnte und auch etwas zu trinken und zu essen bekam. Insgesamt waren viel zu viele Lichtquellen vorhanden. Da wäre ein privater Ausflug in kleiner Gruppe, so wie wir es ursprünglich in Tromsø geplant hatten, viel schöner gewesen. Bei diesem Camp in Alta handelte es sich wirklich um Massentourismus. Hier wurden selbst Babys mit Kinderwagen hinkutschiert, die sich dann aber auch tatsächlich mit ihren Eltern die ganze Zeit vor und in der riesigen Halle aufhielten und wohl darauf warteten, dass irgendwann jemand das Kommando gab: „Polarlichter am Himmel!“ 8|

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    Von dieser Menschenmasse entfernte ich mich ganz schnell und verschwand mit einigen anderen in der Dunkelheit am anderen Ende des Platzes. Dort bauten wir unsere Kameras auf Stativen im Schnee auf und warteten erst einmal ab. Ein paar Testfotos wurden schon mal geschossen. Sobald es ernst wurde, sollte schließlich die Technik einwandfrei funktionieren. Der tagsüber klare Himmel hatte sich natürlich zum Abend hin wieder bezogen. Und im Camp stürmten immer wieder Schneeschauer heran. Es war wirklich ein Ausharren in der Kälte und ich musste immer wieder eine Haube über meine Kamera zum Schutz gegen den Schnee ziehen. Wir waren nur wenige Personen, die dort draußen ausharrten und hatten trotzdem Spaß. Da hatte sich dann wohl doch die tägliche Aufforderung unserer Entertainment Managerin in unser Gehirn gefressen: „Egal was Sie machen, haben Sie Spaß!“ ;) Zwischendurch kamen sogar Mitarbeiter des Camps vorbei, und belieferten uns an Ort und Stelle mit heißem Tee und Kakao. Es wurde später und später, hörte zwischendurch auch mal auf zu schneien, aber der Himmel wollte einfach nicht klarer werden. Und dann ca. eine Stunde vor unserer Rückfahrt passierte es. Wahrscheinlich nur als Trost, dass wir es so lange bei Schneefall in der Kälte ausgehalten hatten, riss die Wolkendecke für kurze Zeit ein wenig auf und der Himmel präsentierte uns ein paar schwache Polarlichter :love:.

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    Da kann ich natürlich mit den Fotos von Joean und Polar nicht mithalten. Aber wir waren auf unserer Reise schon mit wenig zufrieden :). Mit dem kurzfristig gebuchten Ausflug hatte ich wenigstens die Chance auf Polarlichtsichtung genutzt. Auf dem Schiff wäre meine Kamera in der Nacht wohl leer ausgegangen. Gegen 1.30 Uhr war ich dann wieder zurück an Bord.

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    norbi

    Dann erwarten euch zwei tolle Reisen mit faszinierenden Landschaften. Da könnt ihr euch richtig drauf freuen!

    Susi66

    Wir haben durch diese Reise noch einen wunderbaren Winter erlebt. Als Skifahrerin liebe ich eh schneebedeckte Berge :love:. Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut, für diese besondere Winter-Cruise auf meinen Skiurlaub zu verzichten ;). Statt Après Ski gab es Glühwein auf einem Pooldeck voller Schnee! Das muss man einfach einmal erlebt haben ^^!

    kbdelfin

    Wir werden von Reise zu Reise mutiger, private Ausflüge zu buchen. Dank diesem tollen Forum bekommt man ja wirklich viele Tipps für individuelle Touren. Man sollte nur bei den Veranstaltern darauf achten, ob die Ausflugsgebühren bei einer Umroutung zurückerstattet werden. Im Winter ist aufgrund des Wetters die Gefahr auf jeden Fall größer, dass ein Hafen nicht angelaufen werden kann. Euer Sohn kommt auf der Reise bestimmt in den Genuss von Schneeballschlachten und Schneemann bauen und wird daher garantiert viel Spaß haben.

    Seefahrer6168

    Die Tour mit Edeltraud war wirklich klasse :love:. Wir würden jederzeit wieder bei ihr buchen.

    Emmalotta

    Die Schneemassen in Tromsø waren ein Erlebnis. Da hatten wir im Vorfeld drauf gehofft. Es war wegen der Polarlichter nur ein bisschen ungünstig, dass es immer in der Nacht geschneit hat ;(!

    Polar

    Ich kann dir auf jeden Fall schon einmal verraten, dass ihr letztes Jahr mit den Polarlichtern wesentlich mehr Glück hattet!

    @Usedom-Fan 

    Tja, auf dem Ticket des AIDA-Ausfluges "Faszination Nordlicht" stand als Hinweis: "Keine Garantie auf Sichtung der Nordlichter"! Das gilt halt auch für die Buchung der ganzen Reise ;)!

    Andrea_und_Franz

    Die wetterbedingten Änderungen waren schon ärgerlich, aber wir haben immer versucht, das Beste daraus zu machen. Vielleicht schaffen wir es ja irgendwann einmal, die ausgefallenen Häfen auf einer anderen Reise nachzuholen ;).

    Gabi46

    Herzlichen Dank für deinen tollen Reisebericht! Auch wir fanden es dieses Jahr in Kalifornien ganz schön teuer, insbesondere die Getränkepreise hielten schon fast mit denen in Norwegen mit. Trotzdem hat uns das Land total fasziniert :love:. Da der Panamakanal auch noch auf unserer Wunschliste steht, würde mir eure Kreuzfahrtroute sehr gefallen.

    Eine schöne restliche Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest!

    LG Silke

    Tromsø, 30.03.2019  

    Auch an diesem Morgen war die Crew an Deck kräftig am Schnee schieben. Einige Frühaufsteher hatten auch schon den ersten kleinen Schneemann gebaut.

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    Für den Vormittag waren wir ziemlich planlos. Eigentlich hatten wir zunächst vor, dem kleinen Aquarium Polaria einen Besuch abzustatten. Aber irgendwie hatten wir ein bisschen herumgetrödelt, sodass uns die Zeit zu knapp wurde. Beim Verlassen des Schiffes wurden wir von einem Offizier eindringlich darauf hingewiesen, bis spätestens 11.30 Uhr wieder pünktlich an Bord zu erscheinen, da wir ja schließlich um 12.00 Uhr ablegen wollten. Der Hinweis war wirklich überflüssig X(. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass irgendjemand an diesem Tag die Abfahrt verpennt. Tromsø ist wirklich wunderschön, aber eine dritte Nacht wollten wir hier nun doch nicht verbringen. Wir spazierten also ein letztes Mal durch die verschneite Stadt und waren ganz fasziniert von den Schneebergen in den Straßen.

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    Im Hafen nutzte ich die restliche Zeit noch für ein paar Fotos von der AIDAcara. Mein GöGa ging bereits an Bord und winkte mir oben vom Pooldeck zu. Die Zeit bis zum Ablegen wurde noch für eine kleine Schneeballschlacht an Bord genutzt und die Entertainment Managerin (bei TUI Cruises wäre das die Kreuzfahrtdirektorin) Silvia Minardi animierte die Gäste dazu, einen großen Schneemann zu bauen. Viele Gäste schnappten sich bereitwillig die Schaufeln und begannen mit der Arbeit. Wir fanden das Ergebnis auch gar nicht so schlecht. Pünktlich zum Ablegen setzte wieder kräftiger Schneefall ein. Aber trotz des schlechter werdenden Wetters legten wir mit Hilfe eines Schleppers ab und machten uns auf den Weg nach Alta.

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    Wir verbrachten noch einige Zeit draußen auf dem Pooldeck und im Außenbereich der Calypso Bar und genossen die schöne Winterlandschaft.

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    Am Nachmittag hatte ich es mir gerade mit einem Buch auf dem Sofa in unserer Kabine bequem gemacht, als ich bei einem Blick aus dem Fenster neben uns ein Schiff der Hurtigrute entdeckte. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Also schwang ich mich schnell wieder in meine dicke Hose und Winterjacke, schnappte meine Kamera und eilte schnell ein Deck höher in den Außenbereich. Die MS Finnmarken fuhr direkt an uns vorbei :). Das waren wirklich Fotomotive, wofür sich das Verlassen der warmen Kabine gelohnt hatte.

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    Bereits während des Abendessens erreichten wir den Hafen von Alta. Auch an diesem Abend waren wir wieder mit unserer Tromsø-Ausflugsgruppe in der AIDA Bar verabredet. Unter dem Thema „Haifischbar“ fand dort ein maritimer Abend im Hamburger Flair mit dem AIDAcara Offiziers-Shantychor und einem DJ statt. Die Bar war gut gefüllt und es war eine gute Stimmung. Zu bekannten Liedern wurde kräftig geschunkelt, cocktailiert und das ein oder andere Bierchen vertilgt ;), ganz nach dem Motto unserer Entertainment Managerin: „Egal was Sie machen, haben Sie Spaß :D!“ Ausgerechnet in dieser Nacht wurde die Uhr um eine Stunde vorgestellt, denn die Sommerzeit gilt auch im noch winterlichen Norwegen.

    Da wir mittlerweile im nördlichsten Hafen unserer Kreuzfahrt angekommen waren, durften wir erneut auf Polarlichter hoffen. Leider kam auch in dieser Nacht kein Hinweis von der Brücke. Vielleicht hätte man mal einfach die Kamera mit Stativ auf dem Außendeck aufbauen und ein bisschen Zeit draußen in der Kälte verbringen sollen. Aber irgendwie war die Stimmung unter Deck so gut, dass ich mich nicht mehr dazu aufraffen konnte, allein in der Kälte zu stehen. Auch Hobbyfotografen hatten schließlich mal Urlaub ;)! Im Nachhinein habe ich mich natürlich ein bisschen geärgert, denn angeblich sollen ein paar schwache Polarlichter entdeckt worden sein. Egal, wir hatten ja noch eine weitere Overnight in Alta!

    Tromsø, 29.03.2019         

    Der erste Blick durch das Fenster unserer Kabine sah gar nicht so schlecht aus. Nach der Vorhersage des „AIDA Heute“ sollte das Wetter heiter bis wolkig werden.

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    Über Nacht hatte es ein wenig geschneit. Leider waren wir für ein schönes Foto der schneebedeckten Cara zu spät aufgestanden :sleeping:. Die Crew war schon dabei, das Pooldeck mit Schneeschaufeln von der schönen Schneedecke zu befreien.

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    Für den zweiten Tromsø-Tag hatten wir bei einem privaten Ausflugsanbieter die Ganztagestour nach Kvaløya und Sommarøy gebucht. Danke Seefahrer6168:thumbup:! Durch deinen tollen Reisebericht stand für uns schnell fest, ebenfalls diesen gelungenen Ausflug zu buchen. Unser Tourguide Edeltraud holte uns und sechs weitere AIDA-Gäste pünktlich am Schiff ab. Unser Kleinbus war also mit insgesamt neun Personen komplett gefüllt, aber wir hatten alle ausreichend Platz und vor allem viel Spaß zusammen. Die Tour führte uns zunächst durch die atemberaubende Fjord-Landschaft Tromsøs nach Kvaløya, der großen Nachbarinsel von Tromsø. An vielen schönen Plätzen des Kaldfjords und des Ersfjords pausierten wir, um die wunderschöne schneebedeckte Natur zu genießen. Es war wirklich ein „Winter Wonderland“ :love:, besonders als wir in einem der Fjorde auch noch zwei Robben entdeckten.

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    Weiter ging die Fahrt entlang des Nordfjords und Kattfjords Richtung Sommarøy, eine kleinen Insel mit schönen Stränden, die über eine Brücke zu erreichen ist. Kurz vor der Brücke verweilten wir an einem Strand und genossen den Blick auf das Meer.

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    Auf der Insel Sommarøy steuerten wir zunächst für eine Mittagspause das Arctic Hotel an. Dort konnten wir uns erst einmal ein wenig aufwärmen und an einem leckeren Mittagsbuffet bedienen. Nach dem Mittagessen spazierten wir ein Stück über die schöne Insel mit ihren tollen Stränden und schönen bunten Holzhäusern. Schade, dass es draußen so kalt war. Im Sommer laden die Strände bestimmt zum Baden ein.

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    Auf der Rückfahrt nach Tromsø kehrten wir noch zu einer gemütlichen Kaffeepause in Toves Glasgalerie ein, die direkt am Meer liegt und wo wir leckere frisch gebackene Waffeln bekamen.

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    Unsere Fahrt zurück nach Tromsø führte uns durch ein langes Waldstück, wo wir tatsächlich versteckt hinter den Bäumen ein paar Elche entdeckten. Gut, dass die Straße recht leer war. So konnte Edeltraud kurz halten und wir schafften es sogar, die Tür für ein paar Fotos leise aufzuschieben. Aber das sollte noch nicht alles sein. Nach einem weiteren landschaftlich schönen Haltepunkt auf einem alten Hofgelände entdeckten wir an der Straße plötzlich eine Rentierherde. Edeltraud parkte den Wagen schnell in der nächsten Seitenstraße und wir gingen leise und vorsichtig zur Hauptstraße zurück. Wir hielten aber ausreichend Abstand, um die Rentiere nicht zu erschrecken.

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    Dann hieß es leider Abschied nehmen von der beeindruckenden Schönheit der Winterlandschaften auf Kvaløya und Sommarøy und von Edeltraud, die uns diese tollen Landschaften und Tiere präsentiert hat. Es war eine gelungene Tour, die definitiv zu den Highlights dieser Reise gehört. Außerdem haben wir mit unserer Ausflugsgruppe so viel Spaß gehabt, dass wir uns gleich für den Abend in der AIDA Bar verabredeten.

    Als wir das Schiff betraten, hörten wir von einigen aufgeregten Mitreisenden, dass wir angeblich nicht um 20.00 Uhr ablegen sondern noch eine weitere Nacht in Tromsø bleiben. Im Laufe des späten Nachmittages wurde das Gerücht vom Kapitän bestätigt. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage für die Nacht und den nächsten Tag mit Sturmwarnungen wurde unser Ablegen auf 12.00 Uhr des nächsten Tages verlegt. Alta sollte dann statt am Morgen erst am Abend erreicht werden. Dort waren nun zwei Overnights vorgesehen. Sortland wurde gestrichen, damit ab Trondheim wieder die geplante Route fortgesetzt werden konnte. Diese Nachrichten waren erst einmal ein Schock =O. Auf die Lofoten hatten wir uns bei dieser Reise ganz besonders gefreut und ausgerechnet dieser Hafen wurde uns gestrichen ;(. Stattdessen gab es zwei Übernachtungen in Alta, einem Hafen, der nicht gerade zu den attraktivsten auf dieser Reise gehörte. Auf dem Schiff drehten sich sämtliche Gespräche nur noch um die Umroutungen. Schade, dass ein schöner Tag so endete. Aber alles Reden und Aufregen half sowieso nichts. Die Sicherheit geht immer vor und daher hieß es, die Entscheidungen des Kapitäns bzw. des Teams auf der Brücke zu akzeptieren und das Beste aus der neuen Situation zu machen. Als wir am Abend in gemütlicher Runde mit unserer Tromsø-Ausflugsgruppe zusammen saßen hatten wir trotzdem viel Spaß und ließen uns die gute Laune nicht verderben. Leider gab es auch an diesem Abend keine Nachricht von der Brücke über die Sichtung von Polarlichtern. Draußen war es kräftig am schneien. Daher war die Chance auf Nordlichter wohl sehr gering. An einem der folgenden Tage erfuhren wir von einem Paar, dass sie an dem Abend noch kurzfristig Plätze für eine Nordlicht Safari bei einem örtlichen Anbieter ergattert hätten und zu einem Ort gefahren wurden, wo der Himmel wohl für einige Zeit aufriss und Polarlichter präsentierte. So spontan waren wir an diesem Tag leider nicht mehr. Nach dem Ganztagesausflug wäre es auch ein bisschen zu stressig geworden, direkt zur nächsten Tour aufzubrechen. So konnten wir die tollen Eindrücke erst einmal sacken lassen. Also fing ich auch an dem zweiten Abend im hohen Norden mit meiner Kamera keine Polarlichter ein :rolleyes:. Stattdessen entstanden aber ein paar Schnappschüsse von unserer – trotz der Umroutung – gut gelaunten Ausflugsgruppe in der AIDA Bar :D.