Das Radkreuzfahrtschiff De Amsterdam hat 56 Kabinen für max. 112 Passagiere, ein Restaurant, einen Salon mit Bar und Tanzfläche, eine Rezeption, einen Tourguide-Schalter und ein Außendeck (teilweise überdacht) mit Sitzgelegenheiten und Abstellflächen für die Fahrräder.
Wir buchten dann gleich an der Rezeption für uns das Standard Getränkepaket für 15,00 €/Person und Nacht, das täglich in der Zeit von 16.00 bis 24.00 Uhr Kaffee, Tee, Espresso, Cappuccino, Kakao, Wasser, Softdrinks, Säfte, Bier vom Fass und aus der Flasche, Holländische Geister, Hauswein (rot, weiß, rose), Port, Sherry, Wermut und täglich eine Flasche Wasser in der Kabine beinhaltete. Man hätte auch ein Paket für 25,00 €/Person und Nacht wählen können, das zusätzlich noch Schaumweine (keinen Champagner), Cocktails, Cognacs und Whiskey umfasste.
Die Vollverpflegung an Bord beinhaltete das Frühstück, ein selbst vom Buffet zusammengestelltes Lunchpaket für die Radtour, Kaffee und Kuchen am Nachmittag und ein Abendessen (vier Gänge). Am Anreisetag begann die Verpflegung mit Kaffee und Kuchen. Anschließend fand eine Informationsveranstaltung zur Reise und zur ersten Radtour am nächsten Tag statt. Wir erhielten ein Begrüßungsgetränk, eine Fahrradkarte und einen Zettel mit zwei Touren-Vorschlägen in unterschiedlicher Länge und Angabe der Knotenpunkte. In den Niederlanden gibt es ein Fahrrad-Knotenpunktsystem zur Planung von Radtouren und um sich besser zu orientieren. Alternativ zu dem Zettel mit den Knotenpunkten bestand die Möglichkeit, sich über eine App auf dem Smartphone navigieren zu lassen. Ich hatte diese App nach Erhalt der Reiseunterlagen schon zuhause installiert und durch Eingabe eines Codes konnte ich die komplette Süd-Holland-Tour auf das Handy laden. Es wurde übrigens an jedem Tag um 17.00 Uhr und um 17.30 Uhr von den Reiseleitern im Salon eine halbstündige Tourbesprechung für den nächsten Tag angeboten, jeweils eine deutschsprachige und eine englischsprachige. Die täglichen Radtouren erfolgten nicht geführt, sondern jeder radelte individuell in seinem eigenen Tempo. Die beiden Reiseleiter fuhren ebenfalls getrennt, jeder auf einer der vorgeschlagenen Routen und konnten in Notfällen angerufen werden.
Um 18.00 Uhr durften wir unser erstes Abendessen genießen, das immer bis ca. 20.00 Uhr dauerte. Am ersten Abend stellte sich vor dem Abendessen die Crew vor. Anschließend lernten wir im Restaurant am zugewiesenen Tisch Nr. 16 unsere Tischnachbarn kennen, mit denen wir uns gleich gut verstanden. Wir saßen am Raumeingang in der Mitte einer Reihe mit drei Vierertischen. Die Tische standen so nah aneinander, dass wir auch mit den vier Paaren rechts und links von uns während des Essens ins Gespräch kamen und vor allem viel Spaß hatten. Das mehrgängige Menü bestand immer aus einer Scheibe Baguettebrot mit Butter, einer Vorspeise, einer Suppe, einem Hauptgericht (man konnte am Vortag immer zwischen Fleisch, Fisch oder vegetarisch wählen) und einem Dessert. Das Abendessen hat uns bis auf einzelne Ausnahmen auch immer sehr gut geschmeckt.
Für einen anschließenden Abendrundgang durch Amsterdam lagen wir leider zu weit vom Zentrum entfernt. Daher ließen wir den Abend bei ein paar Getränken auf dem Außendeck und anschließend im Salon ausklingen.