Beiträge von Muesi

    Um 18.00 Uhr stand dann die Tourbesprechung für unseren letzten Radtag an.

    Nach dem Abendessen bestand um 20.00 Uhr die Möglichkeit, an einer kostenlosen Stadtführung teilzunehmen. Da wir Enkhuizen schon ausgiebig besichtigt hatten und kaputt waren, verzichteten wir auf einen weiteren Rundgang. Wir hörten im Anschluss, dass die Stadtführung wohl sehr gut war und die vielen Teilnehmer in mehrere Gruppen eingeteilt wurden. Wir verbrachten stattdessen einen ruhigen entspannten Abend auf einem für ca. zwei Stunden fast leeren Schiff.

    Mittlerweile schien wieder die Sonne 8). Wir radelten immer am Deich entlang mit Blick auf das IJsselmeer und erreichten nach einer Gesamtstrecke von 58 km den Hafen von Enkhuizen. Unser Schiff konnten wir erst gar nicht sehen, da es sich hinter der De Zonnebloem versteckte.

    Nach einer kurzen Pause stand dann natürlich noch eine weitere Stadtbesichtigung auf dem Programm. Enkhuizen ist eine Hafenstadt, die zugleich am Marker- und am IJsselmeer liegt. Wir spazierten zunächst durch den Hafen bis zum Drommedaristurm, einem Überrest der Stadtbefestigung.

    Wir ließen uns durch die Stadt treiben, bewunderten die schönen Gebäude und liefen bis zum Hafen, von dem bereits berühmte Männer in See stachen. Einer dieser Seefahrer war schon Thema unseres ersten Urlaubes in diesem Jahr. Im Februar waren wir nämlich zusammen mit den Foris Bremerin und Kati22 auf der Amadea in Südamerika unterwegs und haben am 15.02. das Kap Hoorn umrundet :love: . Deshalb mussten wir jetzt in unserem zweiten Urlaub natürlich der Geburtsstadt des Seefahrers Willem Schouten einen Besuch abstatten, der 1616 die Südspitze Amerikas entdeckte und ihr so den Namen seiner Heimat gab. Der malerische Hafen mit dem Hafenturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Die wunderschöne Altstadt mit ihren Herrschaftshäusern rund um den alten Hafen hat uns richtig gut gefallen. Im Hafen lag die VIVA ONE, ein etwas nobleres Schiff als unsere De Willemstad.

    Zum Schluss unserer Rundtour gönnten wir uns in einem Restaurant in der Nähe unseres Fahrrad-Abstellplatzes leckere Fritten und Bitterballen und nach unserer insgesamt 2 1/2-stündigen Stadtbesichtigung ging es dann mit unseren Rädern weiter.

    Also saßen wir bereits um 9.20 Uhr auf unseren Rädern und erreichten nach 5 Minuten den ersten Fotostopp in Medemblik, die Burg Radboud, die 1282 vom ehemaligen friesischen König errichtet wurde, im 14. und 15. Jahrhundert als Gefängnis diente und Ende des 19. Jahrhunderts restauriert wurde. Medemblik ist der älteste Ort von Westfriesland und war vor dem Bau des Nordhollandkanals ein wichtiger Hafen. Jetzt gibt es dort nur noch einen Yachthafen.

    Unsere Radtour führte uns durch kleine Dörfer wie Twisk und Wognum und schließlich erreichten wir nach 25 km unser erstes Ziel, Hoorn, die frühere Hauptstadt Westfrieslands. Hier hatten wir einen längeren Aufenthalt geplant. Deshalb parkten wir unsere Fahrräder im Stadtzentrum und es ging zu Fuß durch die Stadt.

    Wie ihr auf den Fotos schon sehen konntet, schlug das zunächst sonnige Wetter während unserer Tour um und der Himmel wurde immer bewölkter und düsterer. Deshalb liefen wir direkt durch die Einkaufsstraße zum Platz Rode Steen mit dem Standbild des Kapitäns J.P. Coen und der alten Waage, die jetzt ein Restaurant ist. Wir setzten uns draußen auf dem Platz in ein Café unter einen der riesigen Sonnenschirme, der uns dann nicht vor Sonnenstrahlen sondern vor dem einsetzenden Regen schützte. Bei Cappuccino und Bier saßen wir so im Trockenen und schauten ein bisschen dem Treiben zu. Von unserer Boat-Bike-Gruppe fuhren auch immer mal wieder Radfahrer vorbei und hielten bei dem Regen nur kurz an den Sehenswürdigkeiten. Wir harrten einfach aus und ca. 45 Minuten später war der Himmel zwar noch grau, aber wir wurden von oben wenigstens nicht mehr nass.

    Stavoren - Medemblik - Hoorn - Enkhuizen am 06.06.2024

    Auf diesen Tag hatte ich mich ganz besonders gefreut. Hier im Forum hatte ich in den tollen Reiseberichten über Flusskreuzfahrten schon so viele schöne Fotos aus Hoorn und Enkhuizen gesehen und jetzt durften wir diese wunderschönen Städte endlich live erleben :love:.

    Um 7.00 Uhr verließ unser Kapitän den Hafen von Stavoren. Dieses Mal stand ich nicht pünktlich zur Abfahrt draußen :sleeping:. Aber da das Frühstück ja schon immer ab 7.30 Uhr serviert wurde, habe ich es doch noch geschafft, ein paar Fotos von unserer IJsselmeer-Überquerung zu machen. Es schaukelte ein wenig und der Himmel präsentierte uns einen Mix aus Sonne und Wolken.

    Gegen 9.00 Uhr erreichten wir unseren Liegeplatz in Medemblik. Schnell wurden die Räder von Bord gebracht, denn das Schiff legte bereits um 9.30 Uhr wieder ab, um nach Enkhuizen weiterzufahren, dem Endziel unserer heutigen Tagesetappe.

    Bremerin , Cree , Tuffi65 , Anke66 , Joni , Seefahrer6168 , Gabi46

    Vielen Dank für euer positives Feedback zu meinen Fotos :*! Bei so tollen Motiven macht das Fotografieren viel Spaß. Und dieses Mal habe ich fast nur mit meinem iPhone fotografiert. Das geht beim Radfahren immer am schnellsten, da es direkt am Lenker in der Halterung hängt. Hätte ich unterwegs immer erst den Fotoapparat aus dem Rucksack kramen müssen, wäre mir mein GöGa davon geradelt ;)!

    Diese Reiseart scheint perfekt zu sein, unser Nachbarland kennenzulernen. :love:

    Auf jeden Fall, da man bei den Rundtouren auch durch Orte kommt, die man sonst mit dem Schiff oder Auto gar nicht anfahren würde.

    Deinen RB mit den tollen Fotos :love: darf ich meinem Freund nicht zeigen. Muesi

    Nachher kommt er noch auf die Idee so eine Schiffs-Radtour zu machen. =O

    Bei Fahrrad bin ich raus!

    :D :D :D Probier doch mal ein E-Bike aus! Dann hast du bestimmt auch Spaß beim Fahrradfahren.

    da muss ich jetzt endlich auch mal hin ....

    Es lohnt sich wirklich, in den Niederlanden Urlaub zu machen. Auch in unserem zweiten Urlaub, hat uns das Land wieder begeistert :love:.

    Ganz liebe Grüße aus Nieuw Den Helder ( im Hintergrund Texel)

    Sonja

    Jetzt werde ich grad neidisch. Ich wünsche euch einen tollen Urlaub in Nordholland 8)!

    Eigentlich möchte ich sofort los.

    Wir werden es zeitlich heuer eher nicht mehr schaffen, aber 2025 plane ich jetzt: Tulpenblüte und mehrtägige Radtour in den Niederlande, denn diese möchte ich seit dem ersten Bericht von dir so gerne. Ob es eher bei der Radtour eine Land- oder eine Flusskreuzfahrt wird, steht allerdings noch nicht fest.

    Die Tulpenblüte steht auch noch auf meiner To-Do-Liste! Dann bin ich mal gespannt, welche Reiseform es wird und freue mich schon jetzt auf deinen Bericht ;)!

    Von alleine habe ich in den zurückliegenden Jahren, na ja eher Jahrzehnten, noch nie einen einzigen Urlaubswunsch gehört. Da bleibt mir eben nichts anderes übrig, als selbst geschickte Vorschläge zu machen.

    Irgendwoher kenne ich das doch. Die GöGas müssen irgendwie immer zu ihrem Glück gezwungen werden ;).

    Ich wünsche euch eine tolle Reise 8) und bin natürlich wieder virtuell dabei!

    Liebe Silke Muesi ,

    mal ein kurzes Dankeschön für die vielen schönen Fotos, mit denen Du mir den heutigen Abend versüßt hast. Nun träume ich von einer erneuten Fahrradtour entlang der Kanäle und durch all die hübschen Ortschaften in den Niederlanden.

    Liebe Grüße

    Verena

    Liebe Verena,

    das freut mich sehr, dass dir meine Fotos gefallen. Auch ich träume schon wieder von einer neuen Radtour durch die Niederlande. Aber unsere restlichen Urlaubstage in diesem Jahr sind schon für eine andere Reise verplant. Da muss ich mich wohl noch ein bisschen gedulden, bis ich wieder durch die wunderschönen Orte radeln darf. Dabei hätte ich schon gute Ideen für neue Touren ;).

    Herzliche Grüße

    Silke

    Ansonsten standen noch die Tourbesprechung für den nächsten Tag und das Abendessen auf dem Programm.

    Ein Thema bei Flusskreuzfahrten ist immer wieder der Alleinunterhalter an Bord und wie man diesem am besten aus dem Weg gehen kann ;). Auch auf dieser Reise gab es einen Alleinunterhalter, aber zum Glück nur an einem Abend in der Woche. Werner aus Belgien wurde uns bereits am Vortag an der Infotafel der Tourguides angekündigt und er stand pünktlich zum Dessert mit seinem Akkordeon im Restaurant mit einem ersten Song parat =O. Er versuchte uns so - fast wie der Rattenfänger von Hameln - in die Lounge zu locken :D. Man konnte dem ganzen nur auf dem Außendeck oder in der Kabine ausweichen. Das ist uns dann auch ganz gut gelungen.


    Ich bin zu späterer Stunde nochmal mit dem Fotoapparat losgezogen, um den Sonnenuntergang einzufangen. Das war gar nicht so einfach, weil immer wieder Deiche die Sicht einschränkten. Ich bin dann einfach an der Hafeneinfahrt in einem Leuchtfeuer die Leiter ein paar Stufen hinauf gekrabbelt und so konnte ich doch noch sehen, wie die Sonne im Meer versank :love:.

    Nach einer ausgiebigen Mittagspause radelten wir weiter bis nach Hindeloopen. Das schöne Städtchen am IJsselmeer liegt wenige Kilometer südwestlich von Workum und ist heute ein bekanntes Wassersportzentrum. Auch hier lohnte es sich, eine längere Pause einzulegen, um sich das Städtchen mit seinen hübschen Häusern und Brücken anzusehen. Friesland ist übrigens bekannt für seinen Eislauf-Marathon (Elfstedentocht), bei dem an einem Tag 200 km bewältigt werden müssen. Er führt über Kanäle und kleine Seen durch die elf friesischen Ortschaften. Leider ist die Durchführung des jährlichen Eislaufrennens durch den Klimawandel gefährdet. Das letzte Rennen fand 1997 statt.

    Die Provinz Friesland besteht aus 11 kleinen Ortschaften mit historischen Stadtrecht. Unsere heutige Rad-Rundtour führte uns durch drei dieser Städte. Wir starteten in Stavoren. Der Ort liegt am Ostufer des IJsselmeeres. Wir verließen zunächst Stavoren und radelten entlang des Deiches am IJsselmeer bis zum „Rode Klif“, mit ca. 10 Metern das höchste Kliff in Friesland. Wir passierten in Mirns den Friedhof mit einem markanten Glockenturm, durchfuhren das Naturgebiet Gaasterland und den südlichen Teil der friesischen Seenplatte und trafen unterwegs immer mal wieder auf prächtige Friesenpferde.