Corner Brook (Neufundland) / Kanada am 26.08.2023
Endlich Kanada in Sicht
! An diesem Morgen hieß es früh aufstehen. Bereits gegen 7.00 Uhr standen wir auf dem Außendeck, um die ersten Blicke auf das vor uns liegende Ziel zu werfen, das wir gegen 8.00 Uhr erreichten.
Alle in Kanada abreisenden Gäste, zu denen wir ja leider auch gehörten, mussten bei der Behörde vorstellig werden. Wir waren für die Zeit von 8.15 Uhr bis 8.30 Uhr eingeteilt und begaben uns daher nach einem frühen Frühstück mit unseren Bordausweisen, den Reisepässen und den bereits ausgefüllten Zolldeklarationen in die Atlantik Show-Lounge. Die durchreisenden Gäste, also alle, die bis Bremerhaven auf dem Schiff blieben, mussten nicht vorstellig werden und die Zolldeklarationen wurden den Behörden automatisch von der Rezeption übergeben. Ich kam mir schon ein bisschen wie bei der Einreise in die USA am Flughafen vor
. Wir standen in einer längeren Warteschlange und mussten dann an die in der Show-Lounge aufgebauten Schalter mit Beamten der kanadischen Behörde vortreten. Neben der Passkontrolle fand auch eine kurze Befragung statt (z.B. Grund der Einreise, Dauer des Aufenthaltes, Zeitpunkt des letzten Aufenthaltes in Kanada), aber wesentlich entspannter als bei der Einreise in die USA. Wer Probleme hatte bezüglich der englischsprachigen Befragung, bekam natürlich Hilfestellung von Crew-Mitgliedern. Bei Phoenix hat man halt bei Bedarf immer betreutes Reisen automatisch mit gebucht
. Wir bekamen ohne Probleme unsere Einreisestempel. Mein GöGa hatte es zum Glück auch geschafft, seinen Husten zu unterdrücken. Am ersten Seetag nach Grönland fing er nämlich mit derben Halsschmerzen und Husten an. Gefühlt war das halbe Schiff am husten und viele klagten über Schluckbeschwerden. Irgendwie husteten die ersten schon in Bremerhaven. War klar, dass es uns dann irgendwann auch erwischt. Mein GöGa war an diesem Tag so angeschlagen, dass er beschloss, den Ausflug zu stornieren
. Also musste ich leider alleine los. Die für meine über Phoenix gebuchte Tour „Gros-Morne-Nationalpark“ festgelegte Treffpunktzeit von 9.25 Uhr bis 9.35 Uhr in der Atlantik Show-Lounge wurde ein bisschen nach hinten verschoben, da die Einreise-Kontrollen noch nicht abgeschlossen waren und somit noch keine Freigabe des Schiffes erfolgte. Daher verweilten wir noch ein bisschen auf dem Promenaden-Deck und schauten uns vom weiten die Pier an.
Kurze Zeit später habe ich dann meinem GöGa von der Pier zum Abschied zugewunken und machte mich mit meiner Ausflugsgruppe auf den Weg zum Bus. Ich ergatterte dann auch einen Fensterplatz und kurz vor dem Start gesellte sich ein älterer Herr zu mir. Der Herr war während der gesamten Fahrtzeit stumm und in einer Tour lief seine Nase. Das waren ja tolle Aussichten auf einen infektfreien Ausflug
. Nach ca. zwei Stunden Fahrtzeit durch schöne Waldlandschaften erreichten wir unser erstes Ziel im Gros-Morne-Nationalpark, der mit 1.805 km² der zweitgrößte Park im Atlantischen Kanada ist und 1987 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Den Namen erhielt der Naturpark vom 806 m hohen, zweitgrößten Berg Neufundlands, dem Gros Morne Mountain.