Vielen Dank euch allen für eure Rückreisewünsche und positiven Kommentare
! Die wunderschöne Reise ist zwar zu Ende, aber der Reisebericht natürlich noch nicht. Ein Live-Bericht ist wirklich herausfordernd und ich habe vor allen Hochachtung, die es bis zum Ende schaffen, live zu berichten. Mir haben zum Schluss wirklich die Seetage gefehlt, um unsere Erlebnisse zusammenzufassen und vor allem die passenden Fotos herauszusuchen. Gebt mir bitte noch ein bisschen Zeit, dann geht’s hier mit dem 2. Tag Terceira weiter.
Liebe Grüße Silke
Beiträge von Muesi
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Horta/Faial und Praia da Vitoria/Terceira am 28.10.2025
An diesem Morgen hieß es für mich früh aufstehen. Bereits um 8.05 Uhr war das Treffen für meinen auf Faial gebuchten Ausflug „Wanderung Vulkan Capelinhos“. Ich freute mich schon riesig auf die vierstündige Tour. Im Anschluss an die Wanderung wollten wir am Nachmittag dann den Ort Horta erkunden. Vor dem Frühstück ging ich noch schnell auf das Promenadendeck und stellte fest, dass wir schon fast den Hafen von Horta erreicht hatten. Aber leider hatte der Kapitän bereits gedreht und wir entfernten uns wieder von der Insel. Das sah nicht gut aus, zumal wir ja wussten, dass hier für uns kein Schlepper zur Verfügung stand. Der Wind wehte heftig. Trotzdem ging ich erstmal zum Frühstück ins Restaurant Artania. Am Vortag hatte das Anlegen schließlich auch erst beim dritten Anlauf geklappt. Meine Tischnachbarin freute sich bereits auf ihre Delphinbeobachtungsbootstour. Während des Frühstücks informierte der Kreuzfahrtdirektor, dass der bestellte Lotse bisher noch nicht an Bord ist und noch versucht wird, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Er deutete leider schon an, dass ein Anlaufen des Hafens aufgrund des starken Windes schwierig wird. Es dauerte nicht mehr lange und dann wurde bestätigt, dass nach einem Gespräch mit dem Lotsen entschieden wurde, aufgrund des Wetters keinen Anlegeversuch zu unternehmen. Ich war total traurig, da ich mich schon riesig auf die Wandertour am Vulkan gefreut hatte. Aber so hieß es heute leider bei Faial für uns: „Nur gucken, nicht anfassen.“ Demnach stand erstmal ein entspannter Seetag auf dem Programm. Geplant war, Terceira bereits an diesem Abend anzulaufen, da um 18.00 Uhr die Queen Victoria dort den Liegeplatz frei macht. Kurze Zeit später kam die freudige Nachricht von Moritz Stedtfeld, dass der Kapitän nun volle Fahrt aufnimmt, da das andere Kreuzfahrtschiff den Anlauf von Terceira abgesagt hatte und geplant war, bereits gegen 15.00 Uhr in Praia da Vitoria anzulegen. Schnell wurde das Tagesprogramm angepasst und ausgedruckte Programmzettel wurden auf die Kabinen verteilt. Der Lektor baute spontan den Vortrag „Auf den Spuren von Walen und Delfinen“ ein. Zusätzlich gab es einige Sportveranstaltungen. Wir verbrachte den sonnigen Tag draußen mit Spaziergängen auf den Außendecks und suchten uns für den Nachmittag einen schönen Strandkorb zum Entspannen. Ein kleines Mittagessen ließen wir uns im Restaurant Artania schmecken. Für den Nachmittag wurde von 16.30 - 17.30 Uhr eine kostenlose Brückenführung angeboten. Die fiel bei uns jedoch aus, da wir den von Phoenix angebotenen kostenlosen Shuttlebus in die Stadt nutzen wollten. Der Liegeplatz liegt in diesem Hafen nämlich ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt. Pünktlich gegen 15.00 Uhr erreichten wir den Hafen von Praia da Vitoria. Wir schauten uns das Anlegen an, das hier ganz unproblematisch aussah. Die Shuttle- und Ausflugsbusse standen an der Pier schon startbereit. Phoenix hatte einige zweistündige Panoramafahrten auf den heutigen Tag vorverlegt. Wir nahmen gleich einen der ersten Shuttlebusse und erreichten nach ca. 5 Minuten Fahrtzeit das Stadtzentrum. Die Hafenstadt Praia da Vitoria hat rund 6.000 Einwohner und gewann durch den Anbau von Weizen in der Umgebung und dessen Ausfuhr im 20. Jahrhundert an Bedeutung. 1614 und 1841 wurde sie durch Erdbeben zerstört. Ich hatte wieder einen Stadtrundgang über Komoot ausgearbeitet, der uns zunächst zur Heilig-Geist-Kapelle, zum Naturschutzgebiet Parque do Paul bis zum Yachthafen führte. Hier befindet sich an der Landzunge Ponta de Ma Merenda auf dem Miradouro da Facho ein schöner Aussichtspunkt. Ein steiler Fußweg mit vielen Naturstufen in unterschiedlicher Höhe führt hinauf zur Statue der Muttergottes. Ich bin natürlich hinauf geklettert um den tollen Blick auf die Stadt zu genießen. Wir bummelten entlang der palmengesäumten Promenade mit dem Stadtstrand Praia Grande, wo sich auch ein paar Cafés, Restaurants und Souvenir-Shops befinden. Der dunkle Naturstrand ist hier der längste Strand der Insel. Weiter ging es ins Stadtzentrum mit der Kirche Igreja da Misericordia und dem Rathaus Pacos do Conselho. Die Kirche schauten wir uns natürlich auch von innen an. Durch die schöne Fußgängerzone Rua de Jesus mit ihren bunten mit Erkern und schmiedeeisernen Fenstergittern geschmückten Häuser ging es für meinen GöGa zurück zur Haltestelle des Shuttlebusses, der an diesem Tag bis 22.45 Uhr zwischen dem Schiff und dem Ortszentrum hin und her fuhr. Ich bog kurz vor dem Ende der Fußgängerzone ab und ging durch einige Nebenstraßen zurück bis zur Strandpromenade, die immer am Meer entlang bis kurz vor dem Industriehafen führt. Es ist ein wunderschöner Weg. Nur das letzte Stück führt zwischen Rindern am Hafenbecken bzw. an der Hauptstraße entlang. In der Dunkelheit war dieses Teilstück dann ein bisschen unheimlich. Am Ende hatte ich eine Gesamtstrecke von 7,7 km zurückgelegt. Für den Rest des Abends stand dann nur noch ein leckeres Abendessen im Restaurant Artania, ein tolles Jazz-Konzert der Sängerin Margaux Fouche und Relaxen in Harry’s Bar bei schöner Klaviermusik auf dem Programm.
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Da Verena Bremerin über unseren gemeinschaftlichen Ausflug auf der Insel Sao Miguel am 27.10.2025 so toll berichtet hat und unsere Fotos natürlich fast identisch sind, liefere ich jetzt mal den nächsten Tag nach. Josef Steininger hat übrigens einen super Job gemacht und uns trotz des durchwachsenen Wetters einen tollen und eindrucksvollen Tag beschert. Zum Glück hatte er nach der kurzfristigen Absage des zunächst gebuchten Tourguides spontan Zeit für uns. Daher ein großes Dankeschön an Josef!
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Seetag am 26.10.2026
Als wir an diesem Morgen vor dem Restaurant Artania standen, waren wir ein wenig verwirrt. Wieso war es denn schon geschlossen? Eigentlich sollte die Uhr letzte Nacht um eine Stunde zurückgestellt werden. Beim Auswählen der Zeitzone hatte ich leider nicht bedacht, dass das eingegebene Land die Nacht zusätzlich die Uhren stellt. So hatte ich am Morgen eine Zeitverschiebung von zwei Stunden. Wir gingen also auf ein schnelles kurzes Frühstück ins Lido und wollten im Anschluss gleich in die Atlantik Lounge zum Vortrag des Lektors. Dort waren bereits sämtliche Plätze besetzt, sodass wir uns den tollen Vortrag „Die Azoren-Inseln Sao Miguel, Faial und Terceira“ gemütlich in der Kabine am TV angeschauten. Anschließend drehten wir ein paar Runden draußen auf dem Panoramadeck. Das Wetter war sehr bewölkt, die Wellen erträglich und es waren angenehme milde Temperaturen. Leider musste der Kapitän gegen Mittag wegen einer bevorstehenden Notausschiffung den Kurs ändern und die Geschwindigkeit erhöhen, sodass die Schiffsbewegungen wieder heftiger wurden. Wir verbrachten dann erstmal einige Zeit in der schönen Phoenix-Bar draußen am Heck auf Deck 4. Dort wird übrigens jeden Tag um 11.00 Uhr eine Kraftbrühe gereicht. Wer also die Zeit vom Frühstück bis Mittagessen nicht durchhält, kann hier schon wieder zuschlagen. Zum Mittagessen wurde draußen in der Kopernikus Bar auf Deck 8 ein BBQ mit Leckereien vom Grill angeboten. Hierzu gab es als Spezial Bier aus Portsmouth. Ich bin nur einmal zum Fotografieren dorthin gelaufen. Gegessen haben wir dann in unserem Lieblingsrestaurant Artania. Das Restaurant hat viele kleinere Tische mit max. 4 Personen. Hier wird jeden Mittag neben der Mittagskarte auch Salat vom Buffet angeboten. Den Nachmittag verbrachten wir mit Lesen, Reisebericht schreiben und Spaziergängen über die Außendecks. Der Seegang wurde zwischendurch wieder heftiger, da der Kapitän das Schiff für die Notausschiffung drehen musste. Der Helikoptereinsatz hat bestimmt eine halbe Stunde gedauert und der Patient konnte zum Glück sicher ins nächste Krankenhaus geflogen werden. Am Abend stand dann das nächste Gala-Essen auf dem Programm und für uns mit der besonderen Einladung zum Kapitänstisch. Um 18.30 Uhr startete der Empfang in Harry‘s Bar mit einer Champagner-Begrüßungs-/Kennlernrunde. Insgesamt 14 Gäste (hauptsächlich Suiten-Bewohner) waren geladen. Wir hatten unsere Einladung dem Kreuzfahrtdirektor Moritz Stedtfeld zu verdanken, den wir bereits von der Kanada-Cruise mit der Amera kannten. Nach dem Vorstellen der besonderen Weine an diesem Abend und einem Gemeinschaftsfoto wurden wir zu unserer riesigen und toll dekorierten Tafel im Restaurant Vier Jahreszeiten geführt. Mit dem Kreuzfahrtdirektor zu meiner rechten und meinem GöGa zu meiner linken Seite sowie dem Hoteldirektor Mathias Waschl gegenüber und zwei weiteren netten Paaren in unsere Nähe hatten wir einen gelungenen und vor allem lockeren Abend in besonderer Atmosphäre. Der Kapitän Morten Hansen saß am anderen Ende der langen Tafel und unterhielt immer wieder mit lockeren Sprüchen. Wir wurden mit einem sehr guten Essen und sehr guten Weinen verwöhnt. Ein ganz großer Dank geht an Moritz Stedtfeld und natürlich an die ganzen Phoenix-Organisatoren für diesen tollen und vor allem besonderen Abend! Anschließend hörten wir uns in der Atlantik Lounge das Konzert der Flötistin Stephanie Bosch an und ließen den Abend in Harry’s Bar mit Piano-Musik von Sbiggi Warot ausklingen. In der Kabine lag dann als Erinnerung an das schöne Abendessen die vom Kapitän, Kreuzfahrtdirektor, Hoteldirektor, Maitre D’Hotel, Küchenchef und Reiseleiterin unterschriebene Speisekarte und das Gemeinschaftsfoto. Beim Abendessen wurde übrigens bekannt gegeben, dass das Durchschnittsalter auf dieser Reise 72,9 Jahre beträgt. Auch in der kommenden Nacht wurde uns wieder eine Stunde geschenkt. Für den bevorstehenden Landgang war das perfekt!
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Seetag am 25.10.2025
Der Tag begann natürlich mit einem entspannten Frühstück im Restaurant Artania. Mein GöGa ging anschließend in die Atlantik Lounge zum Vortrag des Lektors mit dem Thema „Meeresvögel im Nord- und Zentralatlantik“. Ich hatte mich für diesen Morgen zur Küchenführung angemeldet, die von Phoenix immer noch kostenlos angeboten wird. Der Treffpunkt war in der Lobby auf Deck 2. Der Küchenchef Aleksei Anisimov öffnete für 40 Gäste die Pforten zur Hauptküche und begrüßte uns sehr herzlich. Die Führung beschränkte sich auf den vorderen Teil der Hauptküche, die sich neben dem Restaurant Vier Jahreszeiten befindet. Es war eine sehr informative Veranstaltung und der Küchenchef erzählte witzig und sehr engagiert über den 24-Stunden-Arbeitstag in der Küche. Es gibt auf der Artania drei Küchen (Haupt-, Lido- und Crew-Küche). 90 Crew-Mitglieder arbeiten hier in Schichten täglich mind. 10 Stunden an 7 Tagen pro Woche. Aleksei Anisimov bat, sich in den Restaurants grundsätzlich mit Änderungswünschen zu den Mengen oder Beilagen an die Kellner zu wenden, da immer versucht wird, die Wünsche des Gastes zu erfüllen. Der Küchenchef erklärte ausführlich sämtliche Abläufe und stellte zum Ende der ca. einstündigen Veranstaltung seine anwesende Küchen-Crew vor, die natürlich sehr viel Applaus erhielt und sich über den Besuch in der Küche sehr freute. Leider musste die Veranstaltung vorzeitig beendet werden, da eine ältere Dame zusammenbrach und ärztlich versorgt wurde. Ich konnte dann aber ein paar Fotos vom leeren Restaurant Vier Jahreszeiten machen. Es ist ein schönes Restaurant, aber wir bevorzugen das Artania Restaurant mit den kleineren Tischen. Hier gab es dann für uns ein leckeres Mittagessen. Den Nachmittag verbrachten wir bei wunderschönem Wetter draußen auf Deck 9 in einem Strandkorb. Am Abend hatten wir einen Tisch im Pichler‘s reserviert. Dort ließen wir uns das ausgezeichnete Spezialitäten-Menü schmecken. Das Essen im Restaurant ist inklusive, sämtliche Getränke müssen dort aber bezahlt werden und eine Tischreservierung ist vorher erforderlich. In der Regel darf man dieses Restaurant für einen Abend auf der Reise buchen, manchmal sind jedoch auch weitere Termine möglich. An diesem Abend ging es dann ausnahmsweise nicht ins Theater sondern in die Casablanca Bar. Dort erlebten wir ein hervorragendes Konzert der Sängerin Margaux Fouche, die berühmte Hits von Adele präsentierte. Nach dem Showprogramm ist für die Hungrigen immer ein kleines Buffet in Harry’s Bar aufgebaut. In unserer Kabine fanden wir noch eine besondere Überraschung. Dort lag nämlich eine Einladung vom Kreuzfahrtdirektor zum Kapitänstisch für den nächsten Abend. Wir freuten uns riesig und bestätigten gleich an der Rezeption unsere Teilnahme. In der Pazifik Lounge fand eine Flower Power Party statt. Am Aufzug wurden wir von den Reiseleitern mit einem Erdbeer-Limes begrüßt. Wir waren zwar nicht dem Motto entsprechend gekleidet, aber den Schnaps gab es trotzdem. Gut, dass die Uhr in der Nacht wieder eine Stunde zurückzustellen war.
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Vigo am 24.10.2025
Als ich an diesem Morgen das erste Mal aus dem Fenster schaute, lagen wir bereits im Hafen von Vigo. Da wir keinen Ausflug gebucht hatten und die Liegezeit von 8.00 bis 18.00 Uhr war, frühstückten wir zunächst entspannt im Lido Buffet-Restaurant und drehten dann eine Runde auf dem Promenadendeck. Gegen 10.00 Uhr starteten wir unseren Stadtrundgang. Vigo ist mit 300.000 Einwohnern die größte Stadt Galiciens und hat den größten Fischereihafen Europas. Vom Liegeplatz sind es nur wenige Gehminuten zur Hafenpromenade und zum Zentrum mit seinen Shoppingmeilen. Gegenüber der Pier liegt das Einkaufszentrum A Laxe. Eine Überführung führt von dort in die Altstadt mit ihren Hauptgeschäftsstraßen. Wir liefen zunächst durch den Hafenbereich mit seinen Fischerbooten und Kühlhäusern. Leider konnten wir keine Blicke in die Räume der Fischverarbeitung werfen. Wir spazierten durch das historische Fischerviertel Berbes und durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Überall in der Stadt finden sich Skulpturen von bekannten Künstlern. In der Mitte der Stadt erhebt sich die Colegiata Santa Maria, die Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute Hauptkirche. Diese schauten wir uns auch von innen an. Nach einer schönen 4 km-Runde durch die Altstadt und den Hafen verabschiedete ich mich von meinem GöGa, der aufgrund von Rückenproblemen leider auf dieser Reise keine gewaltigen Touren zu Fuß schafft. Für mich stand dann noch eine längere Wanderung auf dem Programm, die mich zu vielen schönen Plätzen und Aussichtspunkten, wie dem Praza da Constitucion und dem Paseo de Alfonso XIII führte. Natürlich stieg ich durch die engen Gassen der Altstadt bis zum 133 m hohen Burghügel mit der Befestigungsanlagen Castillo de San Sebastian (55 m ü.d.M.) und Castillo del Castro (125 m ü.d.M.) hinauf. Hier hat man schöne Ausblicke über die Stadt, den Hafen und die Bucht. Zur ersten Befestigungsanlage gibt es ein Teilstück mit mehreren Rolltreppen ab dem Praza Porta do Sol. So gelangt man über eine längere Etappe ganz entspannt in die Höhe. Der Aufstieg in die obere Befestigungsanlage über viele Treppen ist auf jeden Fall anstrengend. Nach einer längeren Pause in der interessanten Anlage stieg ich über einen schönen Waldweg hinab in die Altstadt. In der Innenstadt begannen bereits die Installationen der aufwendigen Weihnachtsdekorationen. Ein Besuch der beleuchteten Stadt zur Weihnachtszeit ist bestimmt ein tolles Erlebnis. Durch die Fußgängerzone ging es dann zurück bis zum Hafen. An einem Geschäft konnte ich nicht vorbeigehen und gönnte mir ein leckeres Baguette mit Iberico-Schinken, das ich im Hafen auf einer Bank in der Sonne verspeiste. Als ich das Baguette für ein Foto auf die Bank legte, hätte es mir fast ein Hund weggeschnappt. Mein gesamter Stadtrundgang mit der Wanderung auf den Monte do Castro hatte übrigens eine Gesamtlänge von 10 km. Den Nachmittag verbrachten wir dann in der Sonne auf dem Schiff. Es war zwischenzeitlich richtig warm geworden. An diesem Tag bot Phoenix übrigens das „Magic Bag“ an. Ein gefüllter Wäschebeutel wurde für 30 € gewaschen und gebügelt. Zum Auslaufen um 18.00 Uhr fing es dann tatsächlich leicht an zu regnen. Wir schauten uns noch das Ablegen an und genossen dann wieder ein leckeres Abendessen im Restaurant Artania. In der Atlantik Lounge schauten wir uns an diesem Abend die Comedy-Zauber-Show des aus „Verrückt nach Meer“ bekannten Kalibo an. Die Show hat uns gut gefallen und das Theater war wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Wir ließen den Abend in Harry‘s Bar ausklingen.
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Seetag am 23.10.2025
Bei der Borddurchsage an diesem Morgen wurden wir informiert, dass Morten Hansen die Artania bei Windstärke 10 und über 7 Meter hohen Wellen durch die Biskaya gesteuert hat. Wir haben sogar eine Urkunde bekommen, dass wir nun sturmerprobt sind. Leider ist eine ältere Dame so schwer gestürzt, dass gegen Mittag vor A Coruna eine Notausschiffung per Helikopter erfolgt. Die Patientin wäre aber stabil, könnte nur an Bord nicht weiter behandelt werden. Für das Frühstück waren dann nur die Restaurants auf Deck 2 und 3 geöffnet. Das Lido Buffet-Restaurant auf Deck 8 blieb aus Sicherheitsgründen zunächst geschlossen. Auch die Außendecks, selbst das Promenadendeck auf Deck 4, wurden gesperrt. Aber der Vortrag des Lektors fand natürlich in der Atlantik Lounge statt. Zur Vorbereitung auf den neuen Hafen schauten wir uns diesen zum Thema „Das lebendige Vigo und die Barockstadt Porto“ natürlich an. Gegen Mittag besserte sich das Wetter. Der Außenbereich wurde auf dem Promenadendeck auf einer Seite wieder geöffnet und wir wagten uns auf einen Spaziergang dorthin. Wir setzten uns zum Bordpianisten Sbiggi Warot, den wir ebenfalls von unserer Südamerika-Reise mit der Amadea im letzten Jahr kannten, auf die Bank und genossen die Sonne. Der Seegang nahm nach und nach immer mehr ab, sodass am Mittag auch wieder das Lido Buffet-Restaurant geöffnet war. Für einen Mittagssnack oder ein schnelles Frühstück ist dieses Restaurant ganz in Ordnung, aber generell finde ich es dort zu eng. Ansonsten stand an diesem Tag Entspannen auf dem Programm. Das Abendessen ließen wir uns wieder im Restaurant Artania schmecken. Dort sitzen wir seit dem ersten Abend immer zu viert im hinteren geräumigen Teil des Restaurants bei einem sehr netten Kellner-Team. Auch an den Nachbartischen sitzen in der Regel immer wieder die selben Gesichter, sodass wir schon viele lustige Abende in netter Gesellschaft und bei tollen Gesprächen erlebt haben. Das Essen war bisher - bis auf sehr wenige Ausnahmen - immer sehr lecker. Ich kann daher die Kritik an der Artania in den letzten Wochen hier im Forum nicht bestätigen. Am Abend besuchten wir noch die Atlantik Lounge, wo die Gastkünstler Valdeci Oliveira (Gesang) und Wolfgang Gerhard (spanische Gitarre und Klavier) eine Auswahl bekannter Titel weltberühmter Sängerinnen präsentierten. Es war eine wirklich gelungene Show. Wir ließen dann den Abend bei toller Piano-Musik von Sbiggi Warot in Harry’s Bar ausklingen. -
Seetag am 22.10.2025
Nach einem leckeren Frühstück im Restaurant Artania stand für mich eine Anwendung im SPA auf dem Programm. Hier wurde ich von Jedy Rose begrüßt. Die Freude war groß, da wir uns bereits von der Südamerika-Reise mit der Amadea kannten. So gab es viel zu erzählen. Einiges zu erzählen hatten auch der Kreuzfahrtdirektor und der Kapitän bei der Borddurchsage an diesem Morgen. Zu Beginn der Reise wurde schon angedeutet, dass der Hafen Leixoes voraussichtlich nicht angelaufen werden kann. Leider drohte das Hafenpersonal für den 24.10. immer noch Streiks an. Um einen zusätzlichen Seetag zu vermeiden, wurde somit der Plan B umgesetzt und statt Leixoes stand nun Vigo als nächster Hafen auf dem Programm. Im Laufe des Vormittages erhielten alle Gäste eine Information über die möglichen Ausflüge und ein Buchungsformular in die Kabine. Es wurde eine 1,5 Std.-Panoramafahrt durch Vigo (35,00 €), ein 6,5 Std.-Ausflug nach Santiago de Compostela mit Freizeit (49,00 €), ein reiner Transfer nach Santiago de Compostela mit 3 Std. Freizeit (33,00 €) und ein kostenfreier Transfer nach Porto mit 4 Std. Freizeit angeboten. Da wir die wunderschöne Stadt Porto bereits im letzten Jahr während unserer Douro-Kreuzfahrt ausgiebig erkundet haben und auch schon in Santiago de Compostela auf einer Mein Schiff-Reise waren, stand für uns fest, dass wir in Vigo bleiben, zumal uns die Transferzeit nach Porto mit zwei Stunden pro Strecke zu lang war. Eigentlich waren wir über das Umrouten gar nicht so traurig. Für uns ist Vigo eine neue unbekannte Hafenstadt und Dank Komoot und der einen Abend später an der Rezeption zur Verfügung gestellten Landgangsinformation (die gibt es bei Phoenix immer noch im Papierformat oder im Bordportal) habe ich für uns einen Stadtrundgang bzw. für mich eine zusätzliche Wanderverlängerung ausgearbeitet. Mein lieber Mann war während meiner SPA-Anwendung beim Vortrag „Golf von Biskaya: Eine Bucht des Atlantischen Ozeans“ des Lektors Klaus Kiesewetter. Er war von dem Vortrag wieder total begeistert. Schade, dass diese Veranstaltungen nicht im TV-Bord-Programm abgespeichert werden. Dann hätte ich mir den Beitrag auch noch angeschaut. Um 11.00 Uhr fand draußen in der Kopernikus Bar der traditionelle Maritime Frühschoppen statt. Dort gab es neben maritimen Köstlichkeiten, Austern und Doppelkorn noch das Vorstellen der Seekarte durch den Kapitän. Als dann die aus „Verrückt nach Meer“ bekannte Kiona auf die Bühne trat und Seemannslieder trällerte haben wir die Veranstaltung fluchtartig verlassen. Da das Wetter immer schlechter wurde, setzten wir uns in die schöne Pazifik Lounge. Am Nachmittag wollten wir eigentlich noch ein paar Runden draußen auf dem Promenadendeck drehen, aber nach einer halben Runde waren wir schon so nass, dass wir uns schnell wieder nach innen verzogen. Später ließ sich dann doch wieder die Sonne blicken. Es wurde jedoch immer stürmischer, sodass ich mich nur für ein Foto kurz nach draußen wagte. Zum Abendessen gingen wir wieder ins Restaurant Artania. Das war jedoch keine gute Idee. Im Heck des Schiffes schaukelte es so derbe, dass wir nur mühsam zu unseren Plätzen kamen. Vorsorglich schluckten die Damen an unserem Tisch eine Reisetablette, die Verena zum Glück dabei hatte. Wir quälten uns alle das Essen ein wenig hinunter, das an diesem Abend auch geschmacklich nicht überzeugte. Die meisten Gäste wechselten während des Abendessens von Wein auf Wasser bzw. von Weingläser auf Wassergläser, da der Seegang immer heftiger wurde und andauernd Gegenstände umfielen. Eigentlich war für uns klar, dass wir den Rest des Abends in der Kabine blieben. Aber dann trauten wir uns doch noch auf die „Black & White Party in die Casablanca Bar und tranken einen Black-White Shot. Der Shot half mir jedoch später nicht, einzuschlafen. Die lauten Geräusche und das Schaukeln hielten mich die ganze Nacht wach. Sämtliche Tassen, Gläser und Flaschen haben wir gesichert. Nur den Obstkorb mit Messer und den Rasierapparat hatten wir durch die zugezogenen Vorhänge in der Fensternische vergessen. Irgendwann in der Nacht krachte es mächtig in unserer Kabine, da sämtliche Gegenstände aus der Fensternische auf den Boden knallten. Zum Glück landeten sie direkt auf dem Fußboden und nicht auf unseren Betten. Der Rasierapparat ist sofort in alle Einzelteile auseinander geflogen. Aber wir haben die Nacht unverletzt und ohne Übelkeit überstanden.