05.06.23: Seydisfjördur – Eine nicht mehr ganz so leichte Wanderung im Ort und der Umgebung (Teil 2)
So weit so gut. Das war der leichte Teil. Die geplante Route führte auf zunächst steilen Wegen den Berg hinauf. Ziemlich steil, aber immer noch ein guter Weg. Nur halt etwas anstrengend.
Oben auf dem Plateau hatte man natürlich verschiedene schöne Ausblicke auf die Berge auf der einen Seite und den Ort mit dem Hafen auf der anderen.
Leider zog es auch im Laufe des Vormittags mehr und mehr zu, der blaue Himmel und die Sonne verschwanden teilweise.
Es ging hier mal bergauf, bergab. Immer noch auf guten Wegen.
Aber man ahnte es ja schon. Wir waren ein gutes Stück steil bergauf gegangen. Und wo es bergauf geht, geht es bei einem Rundweg auf der anderen Seite zwangsläufig auch wieder bergab. Leider auf unwegsamem Gelände. Schmale Wege mit losem Geröll, große Steinstufen, Bäche, die man queren musste. Das war alles nicht so einfach. Da muss man schon höllisch aufpassen, trittfest zu bleiben und nicht zu stürzen. Und man musste natürlich auch die Zeit im Auge behalten, 12:30 Uhr mussten wir wieder auf dem Schiff sein, wir wollten bei der Weiterfahrt schon gerne an Bord sein ![]()
Also hieß es, nicht allzu doll zu trödeln.
Hmmm, also leicht war die Wanderung jetzt nicht unbedingt. Vielleicht für geübte Gebirgsspezialisten, nicht für Leute aus dem Flachland wie wir
Und 1,5 Stunden waren auch mehr als sportlich, da blieben wir knapp drüber. Das es auch anders geht, zeigten Crew-Mitglieder aus Österreich, die uns unterwegs entgegenkamen und Locker den Weg hochstiefelten, ja fast rannten. Ok, für die ist das vielleicht tatsächlich einfach. Nicht aber für uns! Aber immerhin, wir schafften den Abstieg ohne jegliche Blessuren! ![]()
Wenn man sich den noch steileren Weg auf dieser Seite so anschaute, wären wir – wenn wir die Tour andersherum gemacht hätten – hier wieder umgedreht ![]()
Aber so, haben wir die ganze Runde geschafft! Check!!!
Am Ende des Abstiegs erwartete uns Tvisöngur. Eine Skulptur aus mehreren hüttenartigen Kammern in verschiedenen Abmessungen. Man kann dort hinein gehen und seine Gesangskünste zum Besten geben. Von außen hat man dann – je nach Fähigkeit natürlich – ein sehr schönes Klangbild. Eine Klangskulptur also. Wir machten hier kurz Pause und probierten natürlich auch den Klang aus.
Von dort ging es weiter bergab, wir mussten ja schließlich noch fast auf 0 Meter Höhe hinunter. Die Wege hier waren jedoch jetzt wieder breiter und viel besser. Immer wieder vorbei an einigen Wasserfällen.
Wir folgten schließlich der Hauptstraße durch den Ort. Gegenüber vom Hafen befindet sich noch ein kleines Highlight, der Budareyrarfoss. Ein schöner Wasserfall mitten im Ort mit einer kleinen Aussichtsplattform.
Man konnte hier auch erkennen, wo wir vorher entlanggelaufen waren, nämlich etwas oberhalb des Wasserfalls. Diesen hatten wir von oben nämlich nicht gesehen, nur die Bäche, die den Wasserfall speisen.
Dann ging es zurück zum Hafen. Vorher noch einen kleinen Schlenker zu einem nicht mehr ganz so verkehrstüchtigem Boot.
Ich meine übrigens das Boot im Vordergrund, nicht das große hintere ![]()
Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir wieder das Schiff, wir waren also pünktlich zu Hause. Allerdings hatten wir auch die letzten Meter am Wasserfall noch etwas getrödelt, knapp wurde es mit der Zeit also nie.
Die Wanderung war trotzdem schön, aufgrund der Natur und der Ausblicke. Sie war aber auch recht anstrengend. Und auf keinen Fall der Kategorie „einfach“ entsprechend. Naja, typisch Komoot halt …
Für uns gab es dann Mittagessen im LIDO, heute stand ein Buffet mit verschiedenen Arten von gebeiztem Lachs auf dem Programm. Lecker …
VG Sven