Beiträge von Emmalotta

    Was gibt es da zu meckern, werdet Ihr Euch fragen. Zum Beispiel, dass gleich am ersten Abend mein Schweinefilet im Speckmantel….

    ….zwar wunderschön angerichtet, aber total übergart war. Und begleitet wurde das trockene Fleisch von sehr pappigem, klebrigen Reis, der im Mund gefühlt immer mehr wurde. Schade :(. Am nächsten Tag wählte ich den Fisch - und, fast noch schlimmer, auch der Saibling war totgebraten ;( Es gab zwar auch richtig gute Gerichte - das Ossobuco etwa oder ein perfekt gebratenes Flanksteak, was ja nun einiges an Handwerk voraussetzt. Aber man wusste halt nie, ob es so oder so auf den Tisch kam. Dazu kam, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Speisen nur sehr, sehr sparsam gewürzt wurden.

    Ich bin dann an den meisten Tagen auf das Vorspeisenbuffet als alleinige Hauptmahlzeit umgestiegen. Dessen Vielfalt war wirklich sehr beeindruckend - und täglich neu zusammengestellt.







    Am letzten Abend gab es sogar ein Meeresfrüchtebuffet u.a. mit gratinierten Muscheln, Riesengarnelen und Octopus-Carpaccio. Hab ich leider nicht fotografiert…;(

    So, wieder zuhause! Der völlig verregnete Sonntag bietet sich für die Vervollständigung meines Reiseberichts an, nachdem die Koffer schon ausgepackt sind.

    Vor dem Fazit bin ich Euch noch Infos zum Essen im Falkensteinerhof schuldig. Das Hotel gilt als Adresse mit besonders feiner Küche, ein Urteil, dem ich mich nicht vollumfänglich anschließen würde:

    Jeden Abend lag auf dem gedeckten Tisch ein Menüplan, auf dem man zwischen Suppe oder warmer Vorspeise, drei Hauptgerichten (Fleisch, Fisch oder vegetarisch) und zwei Dessertvarianten (süß oder Südtiroler Käsespezialitäten) wählen sollte.



    Die toskanische Bohnensuppe:

    Das Ossobuco mit dem Risotto darunter:

    Und die Bernsteinmakrele:

    Die Käsespezialitäten holte man sich am Buffet.

    Oder das herrliche Südtiroler Obst



    Einmal gab es auch ein Strudelbuffet mit Füllungen in den unterschiedlichsten Variationen - für Leckermäuler der Himmel auf Erden! Davon hab ich leider kein Foto gemacht - wahrscheinlich, weil ich eher „Team Käse“ bin…8o

    Geht gleich weiter

    Liebe Gabi Tizian , wie witzig - hab gerade noch mal deinen Reisebericht gelesen, den ich tatsächlich nicht mehr in Erinnerung hatte. So schön, Eure Wanderungen virtuell mitzuerleben, die ich körperlich gar nicht mehr mitmachen könnte! Und die Bilder vom Essen im Falkensteinerhof, die dir fehlten, hab ich. Ergänzt sich doch gut, oder?

    Mein Fazit zum Hotel fällt gemischt aus, aber auf hohem Niveau, so viel sei schon mal verraten. Der Poolbereich ist aber Spitzenklasse, da hab ich heute den verregneten, kalten Nachmittag höchst genussvoll verbracht…

    So, das wäre es erstmal für heute. Es hat sich mächtig abgekühlt - hier in Vals auf 1350 m Höhe sind es nur noch 15 Grad, und die Wolken hängen tief…

    Ich sitze mit dicker Jacke auf dem Balkon, werde mir gleich eine warme Dusche gönnen und den Nachmittag im schön beheizten Pool verbringen, drinnen und draußen. Davon gibt es aus Gründen natürlich keine Bilder ;)Saunieren könnte man, wenn man wollte, auch. Jeder Gast hat im Zimmer einen dicken Bademantel und eine Tasche mit Schlappen und großem Saunatuch.

    Morgen geht es nach Meran auf den Markt, nachmittags dann noch nach Dorf Tirol. Aber nur kurz, denn Abends heißt es „Koffer packen“!

    Details zum Hotel und ein Fazit der gesamten Reise schreibe ich erst, wenn ich wieder zuhause bin.

    Mittwoch, 10.09.

    Nun ist er da, der Wetterumschwung! Zunächst mit nächtlichem Gewitter und viel Regen. Trotzdem fahren wir nach Brixen, das mich an Dubrownik erinnert, so überfüllt wie es ist =O Fotos wären da gar nicht möglich, aber ich hab ohnehin mein Handy im Bus vergessen X( Schade, denn die kleine Altstadt ist schön mit ihren Laubengängen und kleinen Gassen.

    Der Dauerregen hört irgendwann auf, aber es ist immer noch warm - richtige Waschküchen-Atmosphäre. So schlagen wir mehr oder weniger nur die Zeit tot, bis es weitergeht nach Neustift, wo eine Klosterführung gebucht ist. Der Besuch in der fast 900 Jahre alten Anlage lohnt sich, allerdings sind auch hier Menschenmassen unterwegs. Trotzdem gelingen mir ein paar Bilder:

    Die Pfarrkirche des Klosters mit Friedhof

    Die 33 Gräber der Augustiner Chorherren - keine Mönche, sondern Priester, die 25 umliegende Pfarreien seelsorgerisch betreuen. Die Anzahl der Gräber bleibt immer gleich, für ein neues Grab wird das älteste eröffnet.

    Eine sehenswerte Anlage direkt am Eisack


    Dienstag, 08.09.

    Laut Wettervorhersage der letzte schöne Tag vor dem Temperatursturz mit viel Regen, und der Wetterumschwung deutet sich auch schon mit Frühnebel in den Tälern an



    Wir starten früh zur großen Dolomitenrundfahrt, unserer „Sellaronda“ mit dem Bus: Satte 230 km rund um den Sellastock, die uns über Serpentinen im Uhrzeigersinn über sieben Pässe führen wird: Drei Kreuze Pass, Falzarego, Valporola, Campolongo, Pordoi, Sella und Grödner Joch. Wir sehen die drei Zinnen, den (völlig überlaufenen) Misurinasee, Cortina d‘Ampezzo, die Marmolada (in der Ferne), Corvara und und und…einfach nur ein Wahnsinn!

    Und deshalb nun nur noch Bilder…



    Montag, 07.09.

    Heute geht es ins Pustertal, nach Bruneck - und allmählich werden es mehr Bilder… dafür weniger Text:

    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Ein hübsches kleines Städtchen, nicht so überlaufen wie St.Ulrich. Und mit zivileren Preisen - wie 5,50€ für diesen Spritz mit Beilage

    Gleich nebenan ein toller Laden mit Kunstwebereien - und da muss ich doch gleich sehr an uschisiggi denken:



    Sieht aus wie Gefieder, fühlt sich auch so an, ist aber gewebt!

    Gegen Mittag geht es weiter in das nördlichste Seitental Südtirols, das Tauferer Ahrntal …

    … bis an das gefühlte Ende der Welt

    Hier hört auch die Straße einfach auf, man muss auf gleichem Weg zurück. Aber es gibt ein Gasthaus


    …das zum Mittagsimbiss einlädt: für gerade mal acht Euronen schmecken Knödel mit Spinat und Almkäse auf einem großen Bett von Krautsalat. Lecker!

    Geht gleich weiter

    Sonntag, 06.09.

    Schon auf der Herfahrt wurden wir informiert, das die in den Reiseunterlagen beschriebenen Ausflüge aktuell nach Wetterlage in eine andere Reihenfolge gebracht werden könnten, und genau so geschah es. Was sich im Nachhinein als sehr schlau erwies, denn so sonnig und warm wie es war, blieb es nicht.

    So ging es schon am Sonntag auf die erste, die „kleine“ Dolomitentour. Durch das wildromantische Eggental zum Karersee - aufgrund seines Wassermangels ohne Spiegelung…

    … bis der Latemar ihn mit der Schneeschmelze wieder speist.



    Über den Karerpass und den Nigerpass ging es weiter nach St. Ulrich…

    … das so voller Touristen war, dass ich im Ort nichts fotografiert habe. Die ganz tolle, kleine Ausstellung wunderbarer Holzschnitzereien - wenig Traditionelles, viel Modernes - dürfte ich hier ja ohnehin nicht zeigen, möchte sie aber ausdrücklich empfehlen.

    Mit immer wieder neuen, tollen Ausblicken ging es ganz allmählich zurück nach Vals.


    Geht gleich weiter

    Die Gattin unseres Busfahrers ist unsere Reiseleiterin, eine Thüringerin mit etwas rustikalem Charme… aber dazu später mehr. Sie kennt unsere Reiseroute aus dem ff und versorgt uns sehr gut mit Wissenswertem - genug, aber auch nicht zuviel, gut dosiert.

    Für mich überraschend früh, nämlich gegen 17 Uhr, erreichten wir unser Hotel Falkensteinerhof in Vals und bezogen unsere Zimmer: ziemlich neu renoviert, viel heimisches Holz, sehr gutes Bett und ein schöner Balkon mit in meinem Fall nicht so schöner Aussicht. Aber irgendwas ist ja immer…



    Mehr Details zum Hotel, dessen Kulinarik in den Bewertungen sehr gerühmt wird, folgt im Fazit.

    Geht gleich weiter.

    Wunderschön der Sonnenaufgang auf den ersten Kilometern…

    …dann aber eher langweilig…

    Wobei die ruhige Fahrweise unseres Chefpiloten und die frühe Abholzeit es möglich machten, eine ordentliche Mütze Schlaf nachzuholen. Es gab kurze PPausen und die vorgeschriebenen 45 Minuten nach knapp vierstündiger Lenkzeit, und viel schneller als ich gedacht hatte, ging die Zeit rum. Ab München und spätestens ab dem Brenner empfingen uns dann schon die ersten tollen Ausblicke in die Bergwelt.

    Dass das aber nur Peanuts waren, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht…

    Geht gleich weiter

    Donnerstag, 10.09.

    Guten Morgen aus Vals in Süd-Tirol (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, aber wohl viel mondänerem Ort in der Schweiz)!

    Wir haben sowas wie Halbzeit, und ich hab mir heute einen freien Tag genommen, während die Gruppe mit der Seilbahn auf’s Jochtal - äh, den Jochtal - gefahren sind. Denn das ist gar kein Tal, sondern der Valser Hausberg und wohl der einzige Berg, der „Tal“ heißt.

    Ich schwänze diesen Ausflug inklusive Jause im Bergrestaurant, weil ich eine Verdaungspause brauche. Optisch wie kulinarisch. Es waren wahnsinnig viele Eindrücke bis hierhin, und Euch erwartet eine Bilderflut mit eher weniger Text. Den gibt es am Anfang und zum Fazit am Schluss, und ich nutze diesen „freien“ Tag, um schon mal zu starten:

    Überpünktlich wurde ich am letzten Samstag früh um 04:50 Uhr zuhause abgeholt und zusammen mit einem Ehepaar aus Hildern zum Bus gebracht, der an einer Autobahn-Raststätte im Kölner Raum auf uns wartete. Kaum eingestiegen, ging es auch schon los - und da wir nur 15 Leutchen waren, hatten wir jede Menge Platz im 30er Bus. Das hier z.B. war alles meins:



    Was sich später in den Bergen als äußerst nützlich erwies und zu sportlichen Höchstleistungen beim Fotografieren animierte - je nach Kehre bin ich immer wieder hin und her gehüpft 8o

    Geht gleich weiter

    uschisiggi Das dachte ich mir schon, dass Du KI bestimmt auch nutzt, liebe Siegrid ;).Ja, genau diese personalisierten Auskünfte, die man da im Handumdrehen bekommt, machen KI so nützlich. Klasse ist auch, dass sie sich Inhalte merkt und ich nicht jedes Mal wieder angeben muss, worauf sich meine Frage bezieht, auch nach Wochen nicht.

    Joni Genau das hat mein Bruder auch gesagt, als ihm von meiner Planung erzählte - dabei aber nicht bedacht, dass seine kleine Schwester Höhenangst hat… Gondelfahrten kann ich nicht so richtig genießen :rolleyes:

    Natürlich hätte ich das alles auch selber im Netz recherchieren können. Allerdings hätte ich dafür Stunden gebraucht, die KI aber insgesamt nur wenige Minuten. Und - ehrlich gesagt - es macht richtig Spaß! Und lässt tatsächlich vergessen, dass man hier nicht wirklich kommuniziert, sondern nur Algorithmen anschubst. Das Raffinierte ist die alltagsnahe Sprache, in der chatgpt oder Gemini und Konsorten antworten - ich war tatsächlich mehr als einmal drauf und dran, mich für eine Antwort zu bedanken… =O:rolleyes:<X

    Ich werde KI weiter nutzen, aber mir dabei - schon, um Distanz zu wahren - immer bewusst machen, dass es nur eine andere Form der Computer-Recherche ist, für die ich mich ganz bestimmt nicht bei einer Maschine bedanken werde. Und wo genau ich für diese Reise an der Haustür abgeholt werde, geht die KI schon mal gar nichts an.

    So, nun geht es weiter mit den analogen Vorbereitungen: nochmal waschen und bügeln, den ganzen Elektronenkram bereitlegen, Koffer packen - sowas halt. Muss ja sein, auch wenn der Chat mit gpt mehr Spaß macht :D

    So long, melde mich bald wieder.