Mittwoch, 4.Oktober - Verwirrung in Santander
Nach vielen Jahren läuft die Artania heute erstmals wieder in Santander ein, und wir ahnen im Laufe des Vormittags, warum dieser Hafen nicht zu den regelmäigen Destinationen der Grand Lady gehört… Aber vorher ist Zeit, uns von unserem brillanten Lektor Jörg Hertel auf die Stadt einstimmen zu lassen, denn die Ankunft ist erst für 11 Uhr geplant. Was wir bei dem Vortrag hören und sehen, macht Lust auf Santander, und der Käptn legt überpünktlich an. Und dann beginnt das Kuddelmuddel:
Die Hafenbehörden verfügen, dass ihre Gangway genutzt werden muss, nicht die vom Schiff. Aber die muss erst herangeschafft werden. Und ist dann zu breit für den Ausgang auf dem Schiff. Eine andere muss herbei - aber welche und von wo? Das muss ausgiebig beratschlagt werden…
Geschafft! Nun - gut 30 Minuten hat‘s gedauert - kann es ja wohl vom Schiff gehen. Nö, sagen die Hafenbehörden: Vor der Gangway ist eine Pfütze, und das darf nicht sein. Also wird ein Tankwagen mit Saugvorrichtung angefordert, der nach weiteren 30 Minuten auch eintrifft, vier- bis fünfmal hin und herfährt und den Asphalt trocken legt.
Erst dann, rund anderthalb Stunden nach dem Festmachen - dürfen wir Paxe von Bord…da wäre ich gern Mäuschen auf der Brücke gewesen!
Santander hat uns dann entschädigt, auch wenn die Stadt kein wirkliches Highlight ist.
Abends gab es ein leckeres BBQ in der Kopernikus Bar
Und zu guter Letzt, am späteren Abend, einen zusätzlichen Vortrag unseres Lektors über seine Reise nach Nordkorea: hochinteressant, bedrückend, verstörend und spannend!