Beiträge von Emmalotta

    Nun ist Euer Abenteuer schon wieder zu Ende - und traumhaft ist es gewesen! Vielen Dank für diesen wahrhaft großen Bericht von Eurer Megareise!! Lasst Euch Zeit, hier wieder anzukommen, die ersten Tage und Wochen vergehen bestimmt wie in Trance…

    Ich freu mich auf unser Wiedersehen in Regensburg!

    Vielen Dank Sowieso für Deinen wunderbaren, sehr launigen und unterhaltsamen Reisebericht! Übrigens hatte ich auch schon mal diesen, mich selbst überraschenden „Jetzt reicht es aber auch“-Moment, allerdings auf einer 19 Tage dauernden Reise… Zum Glück stellt sich aber ziemlich bald das Meerweh wieder ein. Bei Euch bestimmt auch, oder?

    Aber von diesen von dir beschriebenen Supersingle- Angeboten habe ich bisher noch nichts entdeckt. :/

    Das sind auch keine Sonderangebote für Singles, die extra beworben werden, sondern Kabinenkontingente für Alleinreisende zu einem deutlich geringeren Einzelaufschlag, die es bei jeder Reise mit den Phoenix-Schiffen gibt.

    Beispiel: Artania, Außenkabine mit Sichtbehinderung (die buche ich immer)

    1. Wintermagie des Nordens, 11 Tage 3. bis 14.12.23

    2er Belegung 1299 € p.P

    Einzelbelegung 1399 €, also Aufschlag rund 8%

    2. Vom Mittelmeer zum Weserstrand, 17 Tage 28.5. bis 14.6.23 Savona-Bremerhaven

    2er Belegung 2299 €

    Einzelbelegung 2999 €, also + rund 30%

    3. Kurs auf die Inseln des ewigen Frühlings, Azoren und Kanaren ab/an Bremerhaven

    19 Tage 10.10. bis 6.11.24

    2er Belegung 2499 €

    Einzelbelegung 3249 €, also + rund 30%

    Hinzu kommt, dass Phoenix bei ausgewählten Reisen, in deren Reisezeit Dein Geburtstag fällt 500 € Rabatt auf den Reisepreis gewährt.

    Wenn Du die Kabine nur zum Schlafen benutzt und mit einem 90 mal 200er Bett klar kommst (wie ich), dann wirst Du Dich da drin sehr wohl fühlen, alle Kabinen sind neu renoviert und möbliert. Und an Deck gibt es viel mehr Platz als auf den allermeisten anderen Schiffen.

    Einziger Nachteil: man muss schnell sein und früh buchen, denn diese Einzelkabinen sind - wen wundert‘s - sehr begehrt! Buchen kannst Du Phoenix übrigens auch bei pooldeck24, selbst die mit Geburtstagsrabatt.

    Viel Spaß beim Stöbern!

    Super schön, deine Bilder von Amsterdam und Volendam, liebe Brigitte klassikfan - sehr schade, dass ich diesen gebuchten Ausflug nicht mitmachen konnte!


    Vielen Dank für die Geburtstagswünsche Die Wilden und Huldra. Mir geht es inzwischen wieder gut. Und nun der letzte Teil meines Berichts:

    Freitag, 13.Oktober - Wellengang auf dem Weg nach Hause

    Der letzte (halbe) Seetag bricht an, als wir gegen 13 Uhr in Amsterdam ablegen und durch den Nordseekanal ins offene Meer fahren. Der Käptn hat bereits angekündigt, dass es schaukeln könnte und 3 bis 4 m hohe Wellen versprochen. Hört sich nicht viel an, aber mich bringen sie tatsächlich im Gang vor meiner Kabine zu Fall - allerdings in Tateinheit mit den Servicewagen unserer Stewarts, über die ich gestolpert bin :rolleyes:

    Im Nordseekanal geht es noch zu wie auf dem sprichwörtlichen Ententeich

    Doch kaum sind wir ins offene Meer durchgeschleust, geht die Post ab:

    Allzu lange hält der Spuk aber nicht an, die Nacht ist ruhig. Rechtzeitig bevor wir Bremerhaven erreichen, bekomme ich noch die 4. Änderung meines Reiseplans von der Bahn: nun ist alles wieder so, wie ursprünglich gebucht…

    Mein Fazit dieser Reise fällt verständlicher Weise zweigeteilt aus: zum einen war es eine der schönsten Kreuzfahrten, die ich je gemacht habe: Das Wetter vom Feinsten, alle Häfen sehenswert, ein toller Lektor, nette Reisebegleitung (war klasse mit Euch klassikfan !) schöne Ausflüge - besser hätte es nicht sein können.

    Zum anderen hätte ich mir den Handyklau und das Hospital gern erspart. Aber „Et kütt wie Et kütt. Und Et hätt ja noch immer Joot jejange“

    In diesem Sinne Ahoi und bis bald mal wieder!

    Wunderschöne Abendstimmung hast Du eingefangen, liebe Brigitte klassikfan !

    Ich saß derweil in der 17-Uhr-Sprechstunde des Bordhospitals… :(, denn unter meinem rechten Auge entwickelte sich eine heftige Entzündung! Wieso und warum, blieb bis zuletzt unklar. Möglich, dass es ein unbemerkter Insektenstich war, der aus dem Ruder lief. Großes Glück hatte ich mit dem Bordarzt, der war nämlich Intensivmediziner und nahm die Sache ernst, legte mir eine Infusion mit hochdosiertem Cortison und Antibiotikum. Trotzdem musste ich ihn zwei Stunden später noch mal bemühen, denn ich bekam eine mega Schwellung - sah aus wie Nosferatu - und hatte auch Fieber. Also kam ich nochmal an den Tropf, während wir uns auf den Weg nach Amsterdam machten.

    Am nächsten Morgen erfuhr ich, dass Phoenix für mich einen Transfer in die Notfallambulanz in Amsterdam veranlasst hatte, weil der DOC entschied, dass ein Augenarzt sich den Schlamassel ansehen solle.

    Wenig später wurde ich mit einer Limousine abgeholt, deren Chauffeur auch im Krankenhaus für mich dolmetschte. Nach der Anmeldung kam ich zu einer Triage-Schwester, die mich noch mal ausführlich befragte und sich die immer noch exorbitante Schwellung ansah - um dann zu entscheiden, dass ich kein Fall für die Notaufnahme sei 8| Ich solle statt dessen den Touristenarzt (er heißt wirklich so!) anrufen, der käme dann zum Schiff und würde sich die Sache ansehen :cursing:…

    Tja, und so fuhr ich zurück zur Artania, denn da hatten wir ja einen Arzt, der bestimmt kompetenter war als ein Touristendoktor :rolleyes:. Im Bordhospital waren sie fassungslos, als ich mit der Nachricht wiederkam. Haben mich dann bestens weiter versorgt.

    Ich schildere das so ausführlich, weil ich zwei Dinge dabei gelernt habe: so ein Bordhospital ist unglaublich gut ausgerüstet, hat mich optimal versorgt, und sowohl Arzt als auch die beiden Schwestern waren klasse! Drei Tage intensive Behandlung schlugen mit rund 850 Euro zu Buche, das finde ich absolut fair. Da war der Transfer zur Klinik mit 140 Euro hin und zurück schon eine ganz andere Hausnummer. Jetzt warte ich auf die Erstattung der Versicherung. Phoenix hat sich vorbildlich um alles gekümmert! Übrigens gilt das medizinische Versorgungssystem der Niederlande als eins der besten in Europa…..

    Von Amsterdam hab ich natürlich nichts gesehen, Bilder muss Euch Brigitte klassikfan zeigen.

    In Sichtweite der Markthalle steht ein kurioses Dekmal, eine Hommage an Marten Toonder, einen der wichtigsten Comic-Zeichner der Niederlande und seine berühmten Figuren:

    Und natürlich hat der größte Seehafen Europas auch ein maritimes Museum…

    Leider zieht sich der Himmel immer mehr zu, und es wird ungemütlich - Zeit also, in den warmen Schiffsbauch zurückzukehren.

    Es war ein wunderbarer Tag in einer ganz tollen Stadt, die mich wirklich fasziniert hat!

    Aber irgendwas stimmt da an meinem rechten Auge nicht…

    Mittwoch, 11.Oktober - Rundgang in Rotterdam

    Auf diese Stadt hab ich mich sehr gefreut! Ich war vorher noch nie in Rotterdam, hatte aber hier im Forum so tolle Fotos gesehen, dass ich sehr gespannt und neugierig war. Um 10 Uhr machen wir fest, und wenig später ist das Schiff für den Landgang freigegeben. Direkt am Terminal ist schon Street Art zu sehen

    Und dann gibt es beinahe auf Schritt und Tritt tolle Archtektur zu bewundern:

    Darunter natürlich auch die berühmten Kubushäuser, die allerdings schon ein bisschen in die Jahre gekommen sind.

    Nur wenige Schritte weiter dann die - von außen - atemberaubende Markthalle

    Die von innen allerdings nur ein gigantischer, wenn auch schön gestalteter, Fresstempel ist…

    Geht gleich noch weiter

    Dienstag, 10.Oktober - Abbitte in Antwerpen

    Gegen 11 Uhr kommen wir in Antwerpen an, und ich bin sehr gespannt: in meiner Erinnerung ist Antwerpen eine ziemlich trostlose, menschenleere Stadt in tristem Grau, mit lauter Gastroketten in der Altstadt und wenig Idylle, dazu auch noch völlig verregnet. Heute herrscht strahlender Sonnenschein, es ist warm, viele Menschen sind unterwegs und ich falle quasi vom Schiff in die Sehenswürdigkeiten. Und leiste Abbitte - doch, Antwerpen ist eine schöne Stadt mit viel Flair und wunderschönen Ecken!


    Peter
    6. Juni 2019 um 11:56

    Die Preise allerdings… 8|

    Da trinke ich meinen Koffie dann doch lieber auf dem Schiff! Aber er hat sich sehr gelohnt, mein Bummel durch die Stadt, von der ich am wenigsten erwartet hatte.

    Montag, 9.Oktober - Seetag

    Der Seetag ist höchst willkommen, um ohne Termindruck die Seele baumeln zu lassen. Also fast ohne Termindruck, denn wieder gubt es um 10 Uhr einen Vortrag unseres Lektors, und wieder ist er klasse! Allerdings auch etwas verwirrend, denn er bringt uns schon Amsterdam nahe, obwohl wir erst noch Antwerpen und Rotterdam vor uns haben. Für mich allerdings gut, denn ich werde live von Amsterdam nur ein Krankenhaus sehen. Das ahne ich aber noch nicht…

    Um 11 findet wieder der beliebte Stadl-Frühschoppen mit einem Käptn in Lederhose statt, dem ich weiträumig aus dem Weg gehe.

    Und leider gibt es eine Notausschiffung mit dem Helikopter, leider auch unter den Augen etlicher Passagiere, die es nicht lassen können, ihr Handy zu zücken.

    Der größte Teil des Tages vergeht bei wirklich grandiosem Wetter und weitgehender Windstille mit Lesen und Chillen an Deck. Wunderbar!

    Sonntag, 8.Oktober - ein Ausflug nach Quimper

    Ein Vormittag auf See lässt uns Zeit, auszuschlafen und gemütlich zu frühstücken, heute mal mit Beef Tatar und pochiertem Ei, das aber leider eiskalt war… :(

    Um zehn Uhr lasse ich mir von unserem wunderbaren Lektor Jörg Hertel Brest näher bringen. Das ist wieder ein sehr interessanter Vortrag, obwohl ich Brest als eine im Krieg stark zerstörte und deshalb nicht sehr schöne Stadt kenne. Ihr Wiederaufbau dauerte bis 1961. Heute ist Brest noch immer Stützpunkt der französischen Atlantikflotte und einer der wichtigsten Handelshäfen Frankreichs. Das merkt man schon bei der langen Anfahrt auf dem Fluss Penfeld.

    Ich hab deshalb schon von zuhause aus einen Ausflug nach Quimper gebucht - ein Städtchen mit bretonischem Flair und Fachwerk, das ich vor Jahrzenten schon einmal besucht habe. Es ist heute, am Sonntag, ein wenig verschlafen, aber durchaus hübsch anzusehen:

    Das Rathaus

    Das schön geschmücktes Flüsschen Odet mitten in der Stadt und ein Pflanzenmarkt, der gut besucht war.

    Ein netter Ausflug, aber keiner, den ich unbedingt weiterempfehlen würde - statt dessen wäre ein Ausflug an die Bretonische Küste, der auch im Angebot war, sicher lohnender.

    Bin gespannt, wie Brigitte un Ossi klassikfan das sehen, die auch dabei waren…

    Um 14 Uhr liegen wir fest an einer stadtnahen Pier, und nebenan treffen wir die Amadea wieder, die schon seit der Garonne-Mündung vor uns her geschippert ist. Auch sie bleibt overnight, und das gibt Passagieren von hüben und drüben Gelegenheit, das jeweils andere Schiff zu besichtigen.


    Auf dem Weg in die Stadt erleben wir entspannteste Hafensecurity ever: statt eines Terminals gibt es ein 2 mal 2 Meter-Pavillönchen, darin zwei männliche und eine weibliche Bedienstete, in temperamentvolle Gespräche vertieft. Sie schauen nur kurz hoch beim Vorbeigehen, interessieren sich auch nicht wirklich für unsere Bordkarten. Auf dem Rückweg ist die „Kontrolle“ fast noch lascher, auch Gepäckkontrollen finden nicht statt.

    Kurios dagegen, das man zur Besichtigung der nebenan liegenden Amadea aber nicht einfach nach nebenan gehen darf. Nein, man muss die Pier verlassen, einmal ganz weit außen drumrum und durch einen anderen Pavillon wieder reingehen, um zur dortigen Gangway zu gelangen. Das verstehe, wer will… :rolleyes:

    Nur wenige Schritt vom Ufer der Garonne beginnt das die wunderschöne Innenstadt von Bordeaux. Hier meine Bilder:

    Ob französische Hunde wohl lesen können? :/

    Und damit übergebe ich an klassikfan Brigitte!

    6. und 7. Oktober - viel zu sehen in und um Bordeaux

    Petrus verwöhnt uns heute mit ganz viel Sonne und bis zu 26 Grad! Und der Trostumtrunk gestern Abend in der Phoenix Bar hat mich die Ereignisse in Getxo auch endgültig abhaken lassen - das Fotografieren geht auch gut mit dem iPad, also kann ich nun meinen Teil des Berichts auch wieder bebildern.

    Zur Frühstückszeit nehmen wir gegen 8 Uhr den Lotsen auf, der uns auf der 6stündigen Fahrt durch die Garonne bis Bordeaux unterstützen wird. Also sind wir tatsächlich erstmal auf Flusskreuzfahrt ;), und springen zwischen Steuerbord und Backbord hin und her, um nichts zu verpassen. Und tatsächlich gibt es da viel zu sehen - ein ziemlich merkwürdiges Schiff zum Beispiel, das ich leider nur noch knapp erwische:

    Das ist der Segelfrachter Canopeé, der alle Bauteile und Stufen der Rakete Ariane 6 in einer einzigen Fahrt zum Startplatz in Kourou transportieren soll und extra für diesen Zweck maßgefertigt wurde. Zusätzlich zu seinen Motoren hat das Schiff auch noch vier Masten, aus denen Segel ausgerollt, variiert und gekippt werden können. Hier absolviert die Canopeé gerade eine ihrer diversen Testfahrten. Vielleicht hat Brigitte klassikfan ja noch ein besseres Foto?

    Auch ein Schlepper hat an der Artania festgemacht, um beim Anlegemanöver im engen Hafen von Bordeaux mitzuhelfen.

    Und je näher wir der Stadt kommen, desto spektakulärer werden die Bauwerke: Hier das „Guggenheim des Weines“, offiziell La Cité Du Vin, ein riesiges Weinmuseum (das, wie ich finde, wie ein ausgelatschter Stiefel aussieht :D)

    Am tollsten finde ich dann aber die Hubbrücke, die über die Garonne führt. Sie kann innerhalb von 20 Minuten bis zu einer lichten Höhe von 53 Metern hochgefahren werden und gehört zu den größten Hubbrücken der Welt. Es war ein Erlebnis, durch diese Brücke in die Stadt zu fahren!


    Fortsetzung folgt

    Donnerstag, 5.Oktober - baskisches Trauma in Getxo

    Diesen Tag möchte ich am liebsten aus der Erinnerung streichen: Er begann mit einem wahnsinnig langen Fußmarsch von der Pier zu der angeblich nahen Metrostation, die ich partout nicht finden konnte, wodurch der Fußmarsch noch länger wurde. Ziemlich geschafft erreichte ich dann Bilbao, wo ich vom Guggenheim Museum recht enttäuscht war - ich hatte es mir viel größer und in dominierender Alleinlage vorgestellt. Tatsächlich fand ich es eher klein und ziemlich eingezwängt zwischen Straßen, Brücken und anderen Gebäuden. Dennoch ist es ein kühnes Bauwerk und absolut sehenswert. Ansonsten hat Bilbao keine Begeisterung in mir ausgelöst, und relativ früh hab ich den Rückweg angetreten. In Erinnerung an den langen Weg vom bzw. zum Schiff nahm ich dann in Getxo ein Taxi und zog einen Hafenplan aus der Tasche, um dem Fahrer unseren Liegeplatz zu zeigen. Dabei muss mir auch mein Handy aus der Tasche geflutscht sein. Gemerkt hab ich‘s erst auf der Kabine 8|. Die Jungs von der Hafensecurity und die Mädels von der Rezi waren wahnsinnig hilfsbereit, ich wusste den Namen der Taxifirma, und sie konnten auch den Fahrer ausfindig machen. Aber der sagte, da sei kein Handy in seinem Wagen :cursing: Ich konnte es aber mit dem iPad orten, es fuhr den ganzen restlichen Tag kreuz und quer durch Getxo…

    Anfangen kann niemand etwas damit, das Handy ist gesperrt, die Simkarte ist gesperrt und relevante Passworte speichere ich auf keinem meiner Geräte. Schade ist es für die vielen Bilder von Getxo und Bilbao. Ihr ahnt es bestimmt schon: ich habe heute leider kein Foto für Euch :rolleyes:!