Fazit zum ersten Teil der Reise
Durch die sehr kurzfristige Kommunikation seitens Plantours bezüglich der Routenänderung war ich schon ein wenig negativ vorgespannt. Wenn man sich die Homepage von Phoenix anschaut, so geht's besser mMn.
Die Kabine war klein, aber hatte genug Platz für unser Gepäck und die Koffer passten sehr gut unters Bett. Highlight war natürlich der französische Balkon. Manchmal war es auf dem Außendeck einfach zu warm und sonnig mit Temperaturen bis 28 Grad.
Die bisher gefahrene Route hat mir richtig gut gefallen, an dem ein oder anderen Ort hatten wir mehr Zeit für individuelle Ausflüge als ursprünglich geplant.
Die ersten 12 Tage fanden unter den Label Genussreise statt und das war es für mich definitiv nicht. Zum Frühstück gab es offensichtlich nur wenig unterschiedliche Aufbackbrötchen und langweilige Brotsorten. Die Wurstauswahl täglich fast identisch, schmeckte aber lecker. Käse war eher langweilig. Dazu Rührei, ab und zu auch Speck. Aber Eierspeisen würden nicht angeboten. Die angebotenen Säfte waren ein bisschen dünn. Kaffee hingegen richtig gut.
Mittags und Abends hab es jeweils 4 Gänge. Zwischen drei Hauptgängen könnte man wählen: Fisch, Fleisch oder vegetarisch. Beim Dessert konnte man sich auch für Früchte oder Käse entscheiden. Bei Frühstück müsste man seine Wahl treffen und pünktlich zu Beginn des Essenszeiten stand die Vorspeise schon auf den Tisch. Da kommt man besser nicht zu spät. Gesprudeltes Wasser stand zu den Mahlzeiten in großen Karaffen auf dem Tisch. Vorspeise und Dessert waren gut, die Suppe meistens fad und teilweise nicht zu identifizieren, beim Hauptgericht die Gemüsebeilage fast immer sehr durch, bei Pastagerichten sah die Sauce immer nach der gleichen Sahnesauce aus mit verschiedenen Toppings aus. Raffiniert war da nichts. Kulinarisch war das echt ein Ausschlag nach unten. Mit vier Köchen und keinem Bäcker an Bord ist das aber auch nicht zu schaffen.
Das Unterhaltungsprogramm haben wir nur am Rande genossen. Der Musiker machte aber einen guten Eindruck, wenn er selbst ran durfte. Das veranstaltete Quiz rund um die Mosel war spaßig, ebenso die Tombola (bestimmt 20 Gewinne aus dem Bordshop würden verlost, hauptsächlich Produkte aus Rosenöl), Begrüßungs- und Abschiedscocktail waren jeweils ein Gläschen Sekt.
Die Crew kam durch die Bank aus Bulgarien und machte einen guten Job
Die Kreuzfahrtleiterin Katja machte einen richtig guten Job. Immer freundlich und auch, wenn es sein müsste, sehr bestimmt. In der aktuellen Situation sicher kein einfacher Job.
Die organisierten Ausflüge waren richtig gut, einer ist leider wegen zu wenig Anmeldungen ausgefallen, durch die geänderten Liegezeiten sind wir trotzdem auf unsere Kosten gekommen.
Jetzt bin ich gespannt auf die Lady Diletta. Das Schiff fährt unter italienischer Flagge, das macht Hoffnung auf mehr Finesse beim Essen. Morgen gibt es Frühstück von 08:00 bis 10:00 und um 12:30 geht's mit den Bus nach Venlo.