Bevor ich nun zu meinem eigentlichen Reisebericht komme, habe ich mal wieder eine Frage an die Runde…
Was kostet eine 20minütige Pause auf einer deutschen Autobahnraststätte?
Seit heute kann ich das ganz exakt beantworten. Es sind genau 108,30 € und jede Menge Nerven.
Natürlich werden jetzt einige gleich wieder den Oberlehrermodus anschalten und losprockeln: „Nein, das weiß ich ganz genau. Der Aufenthalt auf deutschen Autobahnen und deren Raststätten kostet nichts. Das ist doch in der Straßenverkehrsordnung oder der Autobahnraststättenflächungsnutzungsordnung oder vielleicht auch in den Durchführungsbestimmungen zur Versorgung der reisenden Bevölkerung mit den nötigsten Dingen zum Überleben auf deutschen Autobahnen geregelt.“
Oder-in-was-zum-Geier-einer-Ordnung-auch-immer.
Und wißt Ihr was? Das ist mir scheißegal. Ich weiß es besser. Seit heute – wie gesagt. Aber bis dahin gibt es erst mal noch eine ganze Menge anderer Dinge zu erzählen.
Deshalb schwenken wir doch jetzt mal auf ein völlig anderes Thema.
Jeder Reisebericht braucht einen Titel.
Titel ist wichtig!
Titel soll neugierig machen, soll zum Lesen animieren und dabei eigentlich schon alles Wesentliche enthalten.
Bei „Datt sind die Wellen“ und „ein Chip ist nicht allein…“ ist mir das – glaube ich zumindest – ganz gut gelungen.
Und weil Titel so wichtig ist, hatte ich mir sogar schon im Vorfeld der Reise so einige Gedanken gemacht.
Meine ursprüngliche Idee war ja: „Wikingerkreuzfahrt - Frauen und Kinder zuerst“.
Allerdings stellte sich dann die Schlacht am Buffet nicht als so dermaßen dramatisch heraus, wie es mir eigentlich ausgemalt hatte.
Auch für den Fall des Ausbruchs eines Noro-Virus an Bord war ich titeltechnisch schon gewappnet:
„Wikingerkreuzfahrt - Stoffwechsel ist mehr als nur Umziehen“.
Nach dem Erlebnis von heute Abend hätte ich ihn auch nennen können:
„Wikingerkreuzfahrt – Knapp daneben ist auch vorbei“.
Aber werden wir doch nun endlich einmal etwas konkreter.
Das was wir gebucht haben, ist eine „Geführte Busreise Wikingerkreuzfahrt“ und zwar haben wir diese direkt bei der Reederei Smyril-Line gebucht. Man kann diese Reise auch beim Reiseunternehmen Trendtours buchen. Dieses Reiseunternehmen kommt in einigen Portalen nicht wirklich gut weg – aber, wenn ich eine Erkenntnis inzwischen gewonnen habe, dann die: Internetbewertung und eigenes Erleben können ziemlich weit auseinanderklaffen. Egal.
Trendtours bietet auch Busabfahrten direkt ab Berlin, aber leider gefielen uns die Termine nicht. Deshalb fiel das erst mal flach.
Eine dritte Möglichkeit, diese Reise zu erleben hat man, wenn man nur „Wikingerkreuzfahrt“ direkt bei Smyril-Line bucht. Dann muss man aber selbstständig nach Hirtshals anreisen und das Auto dann dort stehen lassen. Auch diese Möglichkeit hatte ich durchaus in Betracht gezogen, denn nur bei dieser Art der Buchung besteht die Möglichkeit eine der Luxuskabinen zu ergattern. Leider machte mir Göga durch diese dritte Möglichkeit einen Strich, denn die 800 Kilometer wollte er sich mit dem Auto nicht antun – auch nicht mit Zwischenübernachtung.
Blieb also nur die „Geführte Busreise“. Was wir nicht wussten – und was wir auch bis zum Erhalt der Reiseunterlagen nicht erfahren haben ist, dass man bei diesem Buchungsweg von der Reederei direkt an ein Vertragspartnerreisebusunternehmen „weitergereicht“ wird. In unserem Fall war dies dann ein Unternehmen aus Minden.
Freitag, 11. Mai 2018
Anreise nach Hamburg
Nach meinem „Hotelbuchungserlebnis“ im Oktober hatte ich dann doch noch mal mit der Reederei telefoniert und mich dort erkundigt, ob sie eventuell sowas wie ein Partnerhotel in Hamburg hätten, welches sie mir empfehlen könnten. Ich solle es mal im Hotel Senator versuchen, wurde mir gesagt. Dies läge sehr günstig in der Nähe des Hauptbahnhofes. Gesagt, getan. Für 152,10 € konnten wir dann dort ein Doppelzimmer für eine Nacht ohne Frühstück buchen. Frühstück wäre sowieso sinnlos gewesen, gabs nämlich erst ab 07:00 Uhr und was soll ich mich da um 07:00 Uhr an den Tisch setzen, wenn der Bus (wie oben schon geschrieben) um 07:30 Uhr ab Hauptbahnhof fährt. Und hinlaufen muss ich da ja auch noch.
Wir bekommen ein kleines Zimmerchen unter dem Dach, immerhin nach hinten raus und mit Balkon. Mehr brauchen wir für eine Nacht auch nicht.
Wir laden nur schnell unsere Sachen ab und machen uns dann auf, Richtung Hafengeburtstag. Wir schaffen es, von der Station Baumwall aus bis zum Dockland zu laufen. Dort sehen wir uns die neue MS 1 (von außen) an. Anschließend mit der Fähre wieder zurück zu den Landungsbrücken und dann ins Hotel. Leider wird die Taufe der neuen Mein Schiff 1 als Livestream nur auf Facebook übertragen. Somit findet auch diese Veranstaltung ohne uns statt.
Wikingerkreuzfahrt oder „Isch will aba nich mehr zu NETTO!“
(eine etwas längere) Vorgeschichte
Dienstag, 31. Oktober 2017
(Reformationstag, endlich mal gesetzlicher Feiertag für die Berliner
und...)
Seit sie uns am letzten Wochenende mit der Zeitumstellung wieder eine
Stunde „geschenkt“ haben, wünsche ich mir, ich könnte dieses Geschenk
zurückgeben.
So ein Blödsinn. Für einmal eine Stunde länger schlafen, sitze ich nun
hier so gegen halb fünf nachmittags und schaue hinaus in die beginnende
Dämmerung. Der Sturm vor zwei Tagen hat auch den letzten Blättern an den Bäumen
den Rest gegeben. Jetzt wird’s wirklich langsam Winter.
Dies ist jetzt der ideale Zeitpunkt, sich mit den Urlaubsplänen fürs
nächste Jahr zu beschäftigen. Der erste Schritt dafür ist bereits getan und nun
suche ich für unsere Vorübernachtung in Hamburg ein Hotelzimmer.
Das sollte doch eigentlich kein Problem sein: Einfach mal bei triva..
„Hamburg“ und 11.- 12. Mai 2018 eingeben und.... voila!
Ich studiere die Ergebnisliste:
„Kempinski.......450 Euro“
Ja nee, iss klar!
Ein andermal vielleicht. Diesmal darf’s ruhig etwas preiswerter sein –
ist ja nur für eine Nacht. Ich scrolle weiter.
289 Euro.......172 Euro.....
Was soll das?
Seid ihr alle bekloppt?
Ein Zimmer im A&O Hostel Hamburg Hauptbahnhof kostet stolze 156 Euro
für eine Nacht.
Hab ich irgendwas nicht mitgekriegt???
Leute, ich brauch nur EIN Zimmer, keine Immobilie!
Die aufgerufenen Preise machen mich stutzig. Also wird wieder gegoog...
Boah, DAS ist wirklich dämlich. Genau an diesem Wochenende ist
Hafengeburtstag. Dann brauche ich mich über die Preise auch nicht wundern!
Na
Klasse. Von den zur Auswahl stehenden Terminen haben wir prompt den erwischt,
an dem in Hamburg der (Preis-)Teufel los ist.
Für nur! 127,- € kann ich mir lt. Internet zwei Betten in einem
6-Mann-Schlafsaal mieten.
Sach mal, hier iss aber nu langsam mal jut!
Aus diesen Überlegungen schreckt mich dann plötzlich die Klingel hoch.
Da es der „Im-Haus“-Klingelton ist, rechne mit einem unserer Nachbarn und reiße
schwungvoll die Türe auf.
„Komm ri…“
Das Wort bleibt mir buchstäblich im Hals stecken.
Meine Augen ruhen auf einem Geschöpf, wie ich es bisher nur selten
gesehen habe. Und wenn, dann in einem Film oder meiner Fantasie.
‚Shit...., ich wusste doch, dass diese ganze Harry-Potter-Guckerei
irgendwann Nebenwirkungen haben wird!‘
Dieses Geschöpf vor meiner Tür ist komplett angezogen – immerhin: es ist
also nicht Dobby, der Hauself.
Obwohl, das Wort „angezogen“ die Sache auch nicht wirklich trifft.
Dieses Wesen nennt ein Gewand sein Eigen, bei dem die gesammte Kelly-Family
schon in den Siebzigern vor Neid garantiert grün und blau geworden wäre. Wobei
– mit Farben hatten die’s ja damals auch schon nicht.
Auf dem Kopf trägt es einen Hut à la Prof. Minerva McGonagall. Mein
Blick gleitet vorsichtig tiefer. Irgendwo muss doch dieser verdammte Besen
sein!
Das Teil scheint abgängig.
‚So. Nu stehn wa beede hier im kalten Hausflur. Mach watt, Süße!’
Auf mein lautes Räuspern hin ruckt die Spitze des Minerva-Hutes nach
hinten und ein Gesicht erscheint. Make-up in eklig-gelb muss letzte Woche im
Angebot gewesen sein und die Kleine ist mit dem ganzen Gesicht darin gelandet.
Übertroffen wird das alles nur durch zwei untertassengroße schwarz umrandete
Augen, die mich nun verzweifelt anstarren.
‚Hallo, hier läuft watt falsch! Wer iss denn hier die Hexe?’
Ich versuche es mimisch...
Leider geht das (im übertragenen Sinn) voll in die Hose – oder besser:
ins Höschen. Vielleicht hätte ich bei der freundlich-auffordernden Variante
doch lieber auf die hochgezogenen Augenbrauen verzichten sollen? Sie weicht
noch einen Schritt zurück. Ihre Kopfbedeckung gerät dabei bedenklich ins
Wanken.
Himmel!
‚Mädel, wenn Du nich ma langsam in die Pötte kommst, wird datt hier een
verdammt langer Abend.’
Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, worum’s hier geht. Aber es
gibt bestimmte Regeln und ich hab nicht vor, die zu brechen.
Auf dem Flur trampelt inzwischen das Hexchen von einem Bein auf andere.
Vielleicht will sie ja gar nichts Süßes, sondern muss nur aufs Klo?
Das könnte allerdings in diesem Aufzug schwierig werden.
Ich gebe auf.
„Na, watt willste denn?“
„Ssssüßßßßes ohhhooooder
Ssssaures???“
‚Halleluja!’
Kinder-Schoko-Bons und Gummibärchen stehen griffbereit und mit einem
tiefen Seufzer lässt sie alles in einem kleinen Baumwollbeutelchen
verschwinden. Immerhin ist sie ökologisch korrekt ausgerüstet.
Nach einem gehauchten „Danke“ dreht sie auf der Stelle um und macht
hastewaskannste die Treppe wieder runter.
Langsam schließe ich die Tür und finde mich selbst ausgesprochen
großzügig.
Ich will mich ja nicht streiten, aber eigentlich heißt es doch wohl:“
Süßes, sonst gibt’s Saures!“ – und es sollte als Aufforderung rübergebracht
werden und nicht als multiple-choice.
Mit einem kleinen Schmunzeln denke ich an die Bio-Zitrone in meinem
Kühlschrank, die ich am letzten Wochenende vergessen habe, in meiner Torte zu
verarbeiten (was übrigens den Geschmack nur unwesentlich beeinflusst hat).
Wie hätte sie mich wohl erst angesehen, wenn ich mich bei DER
Fragestellung spontan für „Ssssaures“ entschieden hätte und mir selbst -
während ich ihr besagte Zitrone in die Hand drücke – den Mund mit Gummibärchen
vollstopfe?!
Ich lasse mich wieder vor meinem Computer nieder und mir schwant, dass
es wohl nun doch an mir ist, in irgendetwas Saures zu beißen.
Lt. Auskunft der
Reederei soll der Zubringerbus nach Hirtshals morgens um 07:30 Uhr ab Hamburg
fahren.
Das schaffen wir beim besten Willen noch nicht mal mit dem ersten Zug
von Berlin.
Und während ich diesen alternativlosen Aussichten entgegenblicke,
greife ich gedankenverloren zu der Tüte mit den Gummibärchen...
LG Joean
P.S. Und im nächsten Teil werden wir auch endlich mal etwas konkreter, was unser Reiseziel anbelangt...
@Huni Ich freue mich, dass Dir mein Reisebricht gefallen hat. Die Erinnerungen an diese Reise sind auch ein Jahr danach immer noch sehr präsent. Damals war uns schon auf dem Schiff klar, dass wir diese Reise unbedingt nochmal wiederholen werden - und inzwischen steht fest, nächstes Jahr im März geht's wieder nach Norwegen.
@Huni Auch von mir noch mal vielen Dank für diesen Bericht und diese wunderschönen Fotos. Für die Zukunft wünsche ich Euch noch viele interessante Fahrten - auch auf Fähren -, die meiner Meinung nach für einen Kurzurlaub noch ziemlich unterschätzt werden.
Ach ich wiederhol mich ja gerne - was für stimmungsvolle Bilder! Habt ihr eigentlich diese Fahrt schon länger geplant gehabt oder euch ganz spontan dazu entschlossen?
WAAAAHHHHHHH - ich bin so neidisch, so neidisch, so neidisch.
Was für gei... Bilder! Genauso hatte ich mir das ja eigentlich bei unserer Silvestertour 2016/2017 (Hyvää Uutta Vuotta) auch vorgestellt. Aber da hat uns leider das Wetter einen Streich gespielt - rund um Helsinki nirgends Schnee. Von Eisschollen auf der Ostsee wollen wir mal gar nicht reden. Sehr gern fahre ich weiter mit. LG Joean
Was für wunderschöne Bilder!!! Die Fahrt durch die Schären zählt für uns auch zu den beeindruckendsten Erlebnissen. Und mit blauem Himmel und knackendem Eis nicht zu toppen. Ich habe Göga gestern Abend schon von Deinem Bericht vorgeschwärmt und gleich noch meine Anschlussidee mit Tallinn in einem Nebensatz erwähnt... (soll heißen: Ich arbeite dran.)
Na, DAS finde ich ja mal eine Superidee!!! Eine Fahrt durch die (zugefrorenen) Schären und dann noch bei diesem Traumwetter. Ich freu mich jetzt schon auf die Bilder - und ich war schon mal auf der Seite von Viking Line zum "Pläne schmieden".
Eine Landausflugsübersicht gibt es in der (gewohnten) Form nicht mehr. Du bist also nicht zu blind. TUI verfährt hier nach dem Motto: "Kaufe die Katze im Sack. Und erst wenn wir Dich am Haken haben, verraten wir Dir, was man in den einzelnen Häfen so unternehmen kann."
Es gibt rechts unten einen kleinen Button "Download Ausflugsbroschüre". Dort werden dann für mehrere Reisen beispielhaft Ausflüge aufgeführt. Diese Aufstellung ist dann aber auch mehr als lückenhaft, denn es werden pro Hafen maximalst zwei Ausflüge dargestellt. Eine vollständige Übersicht aller (möglichen) Ausflüge erhältst Du erst unter "Meine Reise" - wenn Du gebucht hast. Und siehe da - da war sie wieder: die Katze im Sack.
Die neue Homepage ist wahrlich die Pest!
Wie groß muss die Arroganz eines Unternehmens sein, wenn sie offensichtlich der Meinung sind, dass die Leute ihre Reisen sowieso buchen, egal wie gut oder schlecht ihre Homepage ist und egal wie gut oder unvollständig die Informationen sind, die sie potentiellen Kunden auf der Seite präsentieren!
Ich kann Dich da nur auf die alte Homepage verweisen, dort sind die Ausflugsmöglichkeiten nach wie vor ersichtlich (natürlich ohne Preise, aber das ist ja erst mal zweitrangig).
Aber das ist ja nicht die einzige Schwäche der Seite wie hier schon oftmals zu lesen war.
Vielen Dank, dass Du Dich in diesem Bericht meldest. Ist ja doch schon etwas länger her, dass wir unterwegs waren.
Die nächste Reise lässt noch etwas auf sich waren (Mai 2018), aber wir haben inzwischen - man wird es nicht glauben - die Winterreise mit der AIDA für 2019 wieder gebucht. Wir fanden es so derartig genial da oben und haben ja noch längst nicht alles gesehen.
Glückwunsch zur Buchung. Das nenne ich ja wirklich mal Vietnam intensiv. Und zwei Tage Hongkong sind zwar für diese Stadt immer noch zu wenig, aber immerhin... und wann kommt man sonst schon mal wieder nach Brunei?
Auch wir haben im neuen Katalog schon einiges Schönes gefunden - aber so wie es im Moment aussieht, werden wir in 2019 im März wieder die Nordroute fahren, wir sind definitiv polarlichtverrückt.
Wenigstens einmal richtig ausschlafen! Das Wetter an diesem Tag ist wirklich obermies. Schlimma jeht imma. Dementsprechend sind alle Konzerte auf dem Pooldeck verschoben, entweder in die Schaubar oder ins Theater. Für mich gibt’s an diesem Tag nochmal Kerstin Ott, die FÜENF und nach einem ausgiebigen Abschiedsabendessen dann noch Max Giesinger.
Mit viel Glück bekomme ich noch einen Platz im Rang, fast direkt an der Treppe. Mit noch viel mehr Glück bekommt auch Max Giesinger noch einen Platz im Rang – fast direkt neben mir auf der Treppe von wo er sein Konzert dann eröffnet.
Auch wenn mich mancher jetzt vielleicht steinigen möchte, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich eher noch mal bei den FÜENF vorbeischaue als bei Max. Der Rest ist same procedure wie jeden Abend. Paulsen rockt wieder die Nacht und in der Abtanzbar ist die Hölle los.
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Ein kurzes Fazit: Wir waren auch diesmal sehr gern an Bord der MS 3. Die Schallwellen hatten, so glaube ich, für jeden von uns einige Aha-Effekte. Insgesamt hatte ich den Eindruck als wenn die Stimmung der Gäste an Bord irgendwie „relaxter“ war. Dies lag aber, denke ich, zum großen Teil auch an dem völlig ungezwungenen Umgang der Künstler (zumindest eines Teils) mit ihrem Publikum.
Mein völlig subjektiver Eindruck der Schallwellen 2015 war ja damals, als wenn dort das Verlassen der X-Lounge für die Künstler (mal abgesehen von Meet&Greet bzw. Konzerte) „unter Strafe gestellt worden war“.
Hinsichtlich des Zeitplans und Ablaufs möchte ich allerdings noch etwas anmerken. Dieses Mal war ja der Seetag auf den letzten Tag der Reise gelegt worden. Das finde ich persönlich immer angenehmer, entspannter. Durch diese Planung allerdings wurde Oslo nun nachmittags/abends angelaufen. Da zu „Landzeiten“ keine Konzerte stattfinden (zumindest keine offiziell geplanten) klaut man sich bei TUI sozusagen selber diese Zeit.
Zum Vergleich: Vor zwei Jahren war das Routing genau andersrum, Oslo wurde vormittags angelaufen, ergo: man hatte diesen Nachmittag noch für Konzerte und Meet&Greet zur Verfügung. Mein erster Eindruck des ziemlich straffen Zeitplans und des zwangsläufig „irgendwas verpassens“ bestätigte sich für mich.
Vielleicht sollte man bei TUI darüber nachdenken, auf so einer Eventreise (gleiche Länge vorausgesetzt) nur noch einen Hafen anzulaufen. Idealerweise vielleicht auch mal einen anderen Hafen als Kopenhagen oder Oslo. Mein persönliches Highlight wäre ja z.B. Stockholm mit abendlichem Auslaufen durch die Schären und Konzert(e) am Pool.
Wenn ich mal von mir ausgehen darf, dann bin ich bei einer solchen Eventreise zuerst wegen der Künstler und dann auch wegen der „Seefahrt“ an sich an Bord. Die angelaufenen Häfen sind da nachrangig. Und wenn’s dann eben nur noch einer ist, damit man sich mal zwischendurch die Füße vertreten kann, dann ist das auch okay. Ein angenehmer Nebeneffekt davon wäre, dass man mit den Zeiten der Konzerte flexibler auf schlechtes Wetter reagieren könnte.
Samstag, 09. September Hamburg Cruise Days und Blue Port
Nicht nur für uns ist heute Abreise – auch für die ganze Technik.
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Wir zögern das von-Bord-gehen so lange wie möglich raus, denn unser Weg führt ja direkt ins Hotel, wo wir bis zum Mittwoch noch bleiben werden. Leider nieselt es heute und wir nehmen in der Nähe der U-Bahn die Haltestelle des 111er Busses. Was wir nicht wissen ist, dass der Bus aufgrund der Cruise Days und der dafür gesperrten Straßen eine geänderte Linienführung hat. Wir kriegen das erst mit als links neben uns der Michel auftaucht. Was für ein Glück, von hier sind’s nur 3 Minuten bis zum Hotel.
So kurz vor halb zwölf werden wir dann also an der Rezeption vorstellig. Was ich richtig gut finden würde, wäre, wenn unser Zimmer schon fertig wär – aber damit rechne ich nicht. Die Dame tippt auf ihren Computer ein und sagt: „Ich habe eine gute Nachricht für Sie.“ ‚Ja sag es .....sag es.....sag, dass unser Zimmer fertig ist.’ „Sie hatten ein Upgrade.“ ‚Wie....hatten?’ „Leider mussten wir das wieder rausnehmen. Es sind Cruise Days und wir sind restlos ausgebucht. Aber Ihr Zimmer ist schon fertig.“ ‚Ich frag besser gar nicht, worin das Upgrade bestanden hätte.’ „Äh.... nicht das es irgendwie relevant wäre, aber worin hätte denn dieses Upgrade bestanden?“
Es stellt sich heraus, dass wir statt eines Studios dann ein 2-Raum-Appartment bekommen hätten. Gut, das hätt ich jetzt sowieso nicht unbedingt gebraucht. Für meinen Geschmack sind auch die Studios im Adina schon äußerst geräumig. Und die Balkons der Studios gehen alle auf den Innenhof. Das finden wir als Raucher sowieso angenehmer. Und da sie uns im 7. Stock einquartiert haben, haben wir auch freien Blick vom Bett direkt auf die tanzenden Türme. Ich brauch kein Upgrade.
Für unseren diesjährigen Besuch in Hamburg haben wir uns einiges vorgenommen. Heute Abend haben wir Karten für die Begleitfahrt zur Cruise-Days-Auslaufparade mit Feuerwerk auf dem Dampfeisbrecher Stettin. Sonntagabend will ich unbedingt noch Blue-Port-Fotos machen. Wir wollen zu Hagenbeck, am Montagabend unbedingt zu Planten und Bloomen, am Dienstag haben wir Karten für eine Führung in der Elphi und abends geht’s mal wieder ins Schmidt Theater.
Da es ja ein Reisebericht zur Schallwellentour ist/war, werde ich nun nur noch einige Fotos einstellen. Los geht’s mal mit den Bildern von Samstagabend, der Auslaufparade der Kreuzfahrtschiffe. Abfahrt mit dem Dampfeisbrecher war in Oevelgönne, wo man ja auch super mit dem Bus oder der Hafenfähre hinkommt.
Am Sonntag dann Hagenbeck, weil das Wetter heute wirklich schön ist. Leider haben wir das erst zu Beginn der Woche geborene Elefantenbaby nicht zu Gesicht bekommen.
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Abends mache ich mich dann auf, um noch ein paar mehr Bilder vom Blue Port zu machen. Das ich heute zu wenig gelaufen wäre, kann mir wirklich keiner vorwerfen. In der Speicherstadt treffe ich auf einen Profifotografen, der dort Aufnahmen mit der Violinistin macht. Ich frage artig, ob ich auch mal ein Foto machen darf. Er hat nichts dagegen. Na gut, ich hab mehrere gemacht. Also: verpfeift mich nicht!
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Montagabend finden wir uns kurz vor 21:00 Uhr am Parksee bei Planten und Bloomen ein. Im Sommer finden hier jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit illuminierte Wasserspiele mit Livemusik statt. Ein grandioses kostenloses Vergnügen zu dem sich selbst am einem Montag! schätzungsweise 300 Menschen zusammenfinden.
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Als wir dann auf dem Nachhauseweg einige Minuten am Bus warten müssen, finde ich die reich verzierten Häuser in Hamburg einfach nur wieder wunderschön.
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Der Dienstag hat dann schon die Vorboten des Sturmes, der für den Rest der Woche Norddeutschland fest im Griff haben wird. Also vormittags Besuch im Zollmuseum. Gut finden wir dort die „interaktiven“ Sachen z.B. das „Röntgengerät“ in dem man selber feststellen kann, wo im Koffer sich die geschmuggelten Gegenstände befinden. Oder auch die beiden Konservendosen, bei denen man nur durch Schütteln herausfinden soll, in welcher die Erbsen und welcher der geschmuggelte Alkohol drin ist. Am frühen Nachmittag dann Führung in der Elphi. Auch einen Blick in den Konzertsaal können wir werfen.
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Abends ging’s dann für uns als Abschluss ins Schmidt Theater. Diesmal sollte es „Cindy Reller“ sein. Wir hatten das Glück, dass Corny Littmann die Rolle des Edelbert von Grootfru sen. an diesem Abend selbst spielte. Die Nummer als er, verkleidet als orientalische Prinzessin, mit nacktem Hintern durch’s Parkett tobte, hatte schon was.
Der Rest ist schnell erzählt. Mittwoch früh entspannte, unauffällige Heimreise.
Als ich am Montag morgen dann ins Büro komme, ist erst mal alles wie immer. Aufschließen, Computer hochfahren – wie war denn bloß dieses blöde Passwort????
Nach dem dritten Fehlversuch,bin ich dann gesperrt. Nachhausegehen oder EDV anrufen? Das Pflichtbewusstsein siegt und unser EDV-Mensch lacht bei meinem Anruf nur und sagt: „Na, dann muss es ja ein wirklich guter Urlaub gewesen sein.“
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Vielen Dank an alle, die sich die Zeit genommen haben, uns zu begleiten.
E-Bike in Oslo stell ich mir einigermaßen einspruchsvoll vor. Sicher seid ihr dann auch mal Richtung Holmenkollen. Dort oben haben wir uns vor 4 Jahren mal fast den ganzen Tag aufgehalten. Man kommt ja super mit der U-Bahn hin und wir haben dann versucht, zumindest einen kleinen Teil der Biathlon-Strecke abzulaufen, was gar nicht so einfach war. Im Sommer sieht irgendwie alles so anders aus. Und bei schönem Wetter hat man vom Turm der Schanze einen sehr schönen Blick über den Oslofjord. Aber auch das Fram-Museum ist z.B. sehr interessant.
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Halt! Bevor ich mich nun Oslo widme, muss ich doch nochmal kurz auf eine – oder eigentlich ja sogar auf zwei Begegnungen des gestrigen Abends zurückkommen.
Während des PUR-Konzertes – und nicht etwa davor oder danach! – traf ich auf eine Spezies, von der ich dachte, dass sie seit mindestens 20 Jahren ausgestorben sei. Es war der: „gemeine Büchsentreter“.
Oh, ich höre schon die anzüglichen Lacher, die jetzt durchs Land gehen!
Nein – DAS mein ich nicht! Bevor man ins Theater geht, werden ja in der Nähe des Eingangs Getränkedosen angeboten. Bier und auch alkoholfreies ist zu haben. Besagtes Exemplar saß etwas hinter uns auf der anderen Seite des Ganges und ich hätte ihn wohl als Mann und Zuschauer nicht wahrgenommen, wenn er nicht ständig diese Geräusche gemacht hätte! Vor allem, wenn er sie nicht ständig ZWISCHEN den Liedern gemacht hätte!
„Rrrmmpf.“ Nein, es war kein Schnarchen! Dann hätte es hinten mehr „…pfffff“ gehabt. Es war kurz. Es war knackig. Und es war endgültig. Und zwar JEDESMAL wenn er eine seiner Bierdosen sorgfältig neben seinem Sessel platzierte, um sie dann auf dem Teppichboden mit dem Hacken zu zertreten.
Nach jedem zweiten oder dritten Lied dieses „Rrrmmpf“.
Ich wurde schon unruhig, wenn es nicht kam. Aber ich hatte auch noch andere Empfindungen, nämlich Neid und Mitleid. Neidisch war ich definitiv auf die Leistungsfähigkeit seiner Blase, von der ich ja meilenweit entfernt bin (also: von der Blase ja sowieso - rein geografisch -, ich mein jetzt eher die Leistung) und Mitleid hatte ich mit dem Teppich und den Leuten, die dann später die Spuren beseitigen mussten. Aber vielleicht ist er ja auch nur aus Liebe zu seiner Frau mit ihr in dieses Konzert gegangen und hält es anders nicht aus. ‚Junge, soviel kannst Du gar nicht trinken, dass sie in Dir einen Engler sieht.‘ Und während sie dann in der Nacht wahrscheinlich von Hartmut träumt, kann er in Ruhe seinen Rausch ausschlafen…
Die andere Begegnung, die ich noch erzählen wollte, war die mit dem Engler – und zwar die mit dem „falschen Engler“. Als wir nach dem Ende des Konzertes von Darius Zander noch draußen auf Deck 5 stehen (da, wo sich abends immer alle Raucher treffen), stößt mich der König an: „Do schau moi. Do is ea wieda.“ Also wenn ich mal davon ausgehe, dass der Typ eben im Theater auf der Bühne der Echte war, dann ist der Unterschied doch schon deutlich zu sehen. Aber wir wollen nun doch auf Nummer sichergehen: „Hoast Du Hartmut?“ „Nein. Christian.“ „Sicha?“ „Ganz sicher.“ „I hob gestean a Foto vo Dia gemacht.“ "Nicht nur Du!“ „Wieso lossd du di mid fremdem Frauen fotografiern, wenn du ned da Engla bisd?“ „Weil sie so nett gefragt haben. Passiert mir übrigens öfter.“ „Hosd du Ihna gsogt, dass du ned da Engla bisd?“ „Nö. Das werden sie ja spätestens heute selber rausgefunden haben.“
Die Frau vom „falschen Engler“ stellt sich zu uns und winkt nur ab. Es passiere wirklich ab und zu, aber auf dieser Reise definitiv häufiger als sonst. Wen wundert’s!
Nun kommen wir aber mal zu Oslo. Die Liegezeit ist von 11:00 bis 20:00 Uhr. Damit stünde einer wunderschönen Fahrt durch den Oslofjord ja eigentlich nichts im Wege – wenn das Wetter denn mitspielen würde. Tut es aber leider nicht. Es ist stark bewölkt.
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Dementsprechend lassen wir uns mal wieder ausgiebig Zeit zum Frühstücken. Eigentlich wollten wir heute mal in die Mathallen auf dem alten Vulkan-Fabrikgelände. Heimlich spekuliere ich ja noch mal auf so eine Rentiersalami mit Rotwein wie die, die wir uns im März mitgebracht hatten.
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Als wir dann aber vor dem Schiff stehen, sehen wir uns beide an. „Hast Du Lust?“ „Nee. Du?“ „Nich wirklich.“
Schön, wenn man sich einig ist. Zu unserer Ehrenrettung muss man sagen, dass wir schon mehrmals in Oslo waren – auch schon mal ohne Kreuzfahrt, dafür dann mehrere Tage am Stück – wir haben also schon manches dort gesehen.
Es ist zwar trocken, aber windig und irgendwie stecken uns die langen Nächte in den Knochen – man ist eben keine dreißig mehr. Also: Planänderung. Vielleicht können wir uns ja mal das Osloer Rathaus mit dem Saal der Verleihung des Friedensnobelpreises ansehen. Kostenlose Führungen finden nur von Juni bis August statt – von daher sind wir sowieso zu spät dran. Leider ist in Oslo heute Wahl. Ich meine später irgendwo zu lesen, dass heute das Fylkesting, so eine Art Gemeindevertretung oder Gemeindeparlament, gewählt wird. Daher gibt’s Zutritt ins Rathaus nur für Einwohner mit – ich nenn’s mal „Wahlbenachrichtigung“. Schade. Also auch hier wieder nur Stadtbummel.
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Dem Haus kann man aufs Dach laufen, was wir aber bisher noch nie gemacht haben. Zeit, dass zu ändern! Von oben genießen wir den Ausblick auf die Stadt.
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Leider wird im Umfeld der Oper wie verrückt gebaut, so dass dieses Haus schon jetzt ziemlich eingezwängt zwischen den Baustellen steht. Runter ist es fast noch steiler, als hoch.
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So um halb zwei sind wir dann schon wieder an Bord. Als wir dann im Tag und Nacht Bistro an der runden Balustrade sitzen, können wir ganz entspannt den Dreharbeiten für eine Folge von „Mein Schiff TV“ zusehen.
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Unsere täglich Eisschokolade gib uns heute – leider finden wir erst nach 15:00 Uhr den Weg in die Café Lounge. Dort ist heute französische Kaffeestunde mit Livemusik vom Piano. Nach einer Weile sehen wir uns beide an und es braucht keine Worte. Ich bin mir sicher: Würden wir es aussprechen, wäre selbst unsere Wortwahl exakt die Gleiche: ‚Morgen gehen wir früher!‘
Aber etwas Gutes hat es doch, dass wir hier sind. Sonst hätt ich nämlich nie etwas von den „Fahrstuhlkonzerten“ erfahren. Soweit ich das mitkriege, gab’s die gestern und auch heute Vormittag. Ungeplant, nicht organisiert, Bing der Fahrstuhl geht auf, Björn Paulsen mit seiner Gitarre steht drin, dann hat man die Wahl: Entweder man wartet auf den nächsten Fahrstuhl oder man steigt ein und bekommt: ein „Fahrstuhlkonzert“. So einfach geht das. Eine Dame erzählt, dass sie dreimal komplett das Schiff hoch- und runtergefahren ist und am Schluss schon vergessen hatte, wo sie eigentlich hinwollte. Superidee!
Auf dem Pooldeck beginnt derweil der Aufbau für das Konzert von Glasperlenspiel heute Abend um 21:30 Uhr (sollte lt. Plan zwar erst um 22:30 Uhr anfangen, wurde dann aber aufgrund der Witterung vorverlegt).
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Ich bummle weiter übers Schiff, schaue mal beim Kochduell in der Arena vorbei (egal, was dort Leckeres gekocht wurde: bis es beim Juror war, war es ganz bestimmt schon wieder kalt), werfe schon mal einen Blick auf das Käsebuffet im Atlantik (und nehme auch gleich eine Nase voll), um dann ein wenig beim Soundcheck von Norman Keil zuzuhören, der heute Abend ab 20:00 Uhr in der Schaubar spielen soll.
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Das Abendessen halt ich heute etwas kürzer, denn um 20:45 Uhr soll es ein Meet&Greet mit Glasperlenspiel im Klanghaus geben. Als ich dann so gegen 20:15 Uhr dort mal vorbeischlendere, steht natürlich schon eine beachtliche Schlange an. Ich ringe kurz mit mir und bleibe dann auch stehen. Pünktlich rückt die Schlange dann auch weiter – der Anfang ist gemacht.
Da kommt dann so ein junger, gegeelter Schnöseltyp und sagt: „Sie brauchen gar nicht mehr stehenbleiben, wir haben nur 8 Minuten.“ ‚Wie bitte????‘ „Mehr Zeit ist nicht. Dann müssen sich die Beiden vorbereiten.“ ‚Text lernen – oder was?!‘
Das ist hier kein Meet&Greet, das ist ein Renn-vorbei-und-wink-mal-kurz. Für die, die weiter hinten stehen, ist es nur ein Renn-vorbei.
Mir ist das zu dämlich, dann muss Glasperlenspiel eben darauf verzichten, meine Bekanntschaft zu machen. Ich verlasse die Schlange, vielleicht hab ich ja damit jemand anderem „meinen Platz“ zur Verfügung gestellt.
Parallel zum Konzert dieser Beiden findet ja heute das zweite PUR-Konzert statt. Bei dem Wetter sind die, die im Theater sitzen dürfen, heute echt besser dran. Bei diesem Konzert ist dann auch Max Giesinger zu Gast bei PUR. Wer also Lust auf „Abenteuerland“ mit Hartmut und Max hat, einfach mal bei youtu.. suchen.
Aufgrund der Temperaturen hält sich wahrscheinlich der Besucherandrang am Pool in Grenzen. Es ist echt schwe…kalt.
Gerade auf das Konzert von Glasperlenspiel hatte ich mich eigentlich gefreut, aber irgendwie lässt es mich seltsam kalt – und DAS liegt ganz bestimmt nicht am Wetter. Als wir danach wieder in die Schaubar kommen. ist die Show von Tine Wittler leider gerade vorbei (was insbesondere @GöttlicheDS waaaahnsinnig leidtut ).
Also wird gequatscht und erzählt bis dann irgendwann der Paulsen wieder dran ist. Und dieser Paulsen ist ja einfach nur ….. Was soll ich sagen? Der ist megarelaxt , obercool und macht dabei Musik, von der man unbedingt mehr will.
Während dieser Schallwellenreise gründet sich dann auch eine Björn-Paulsen-Fangruppe (einfach mal bei FB suchen). Und wieder ist es sehr, sehr spät als wir endlich unsere müden Häupter betten, aber:
Da jetzt der Herbst bevorsteht, denke ich, ihr werdet noch einige Gelegenheiten haben, Euer "Informations- und Lachdefizit" auszugleichen. Viel Spaß dabei.
Da wir mal wieder nichts geplant haben, lassen wir uns beim Lachsfrühstück im Atlantik so richtig Zeit. Außerdem sieht es draußen aus wie bestes Novemberwetter. Das bremst unseren Elan doch stark. Daher wird es wohl wieder die ganz normale Touri-Tour.
Vorbei an der kleinen Meerjungfrau und an sehr ernst dreinblickenden Herren der königlichen Wache schlendern wir bis Nyhavn.
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Im großen Bogen kommen wir irgendwann wieder beim Nyhavn an. Und als ob der Wettergott uns in eine der Kneipen treiben will, fängt es jetzt richtig an zu schütten. Na gut, dann soll er seinen Willen haben. Leider hört es nicht auf und wir machen uns dann doch notgedrungen auf den Weg zurück zum Schiff, wo wir ziemlich durchgeweicht ankommen. Da hilft nur das, was eigentlich immer hilft:
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Für die beiden PUR-Konzerte am Mittwoch und Donnerstag musste man vorher online Tickets reservieren (ohne extra Berechnung). Diese lagen bei Anreise dann auf der Kabine und ohne Ticket kein Einlass. Der Hintergrund war einfach nur der, zu verhindern, dass manch einer das Konzert zweimal sieht und ein anderer überhaupt nicht. Fand ich schon mal eine sinnvolle Sache.
Einlass war ab 21:30 Uhr, die FÜENF als Vorgruppe sollten ab 22:00 Uhr spielen, PUR dann ab 22:30 Uhr. Verhindern, dass die ersten schon vor 20:00 Uhr! am Theater anstanden, konnte diese Art der Ticketvergabe allerdings nicht. So eine Sitzplatzschlacht muss ich mir nicht antun und trotzdem bekamen wir um zwanzig vor neun immer noch einen guten Platz (schön, dass die Fotos alle mit einer Zeit versehen sind).
Eine A-Capella-Band, die es mit kreativen Texten hat. Es war schlichtweg der Brüller! Ein – nicht ganz ernst gemeintes – Anliegen der Band: die englischen Texte etwas „aufzudeutschen“. Von daher wurde z.B. das so häufig vorkommende Wort „Love“ durch so etwas schönes wie „Horst“ ersetzt.
Jetzt denkt einfach mal an Phil Collins und summt leise mit:
xxxAdmin(Zitat)xxx
Na gut – werden einige jetzt die Nase rümpfen. Was soll das denn sein? Ganz einfach: es ist der Kontrast. Es ist das absolute Gegenstück zu z.B. den tiefgründigen Texten vom schon erwähnten Jonathan Zelter. Es ist nur just for fun, es ist zum Mitsingen und es ist der absolute Knaller!
Die halbe Stunde ist definitiv zu kurz und das Konzert am Freitag wird schon mal fest vorgemerkt. Um mal kurz vorzugreifen: Da das Wetter am Freitag echt gruselig war, wurde das Konzert vom Pool ins Theater verlegt und es war brechend voll und es war wieder der Hammer. Die Videos auf youtu.. können nicht mal ansatzweise die Stimmung eines Liveauftritts widergeben. Im Oktober werden die FÜENF zwar in den Berliner Wühlmäusen zu Gast sein (es gibt sogar noch Tickets), aber leider passt das nicht in unseren Zeitplan, was mir wirklich leid tut. Aber bei den FÜENFen waren wir ganz bestimmt nicht zum letzten Mal!
Was soll ich sagen? Ich bin jetzt nicht der ausgewiesene PUR-Fan. Ich war noch nie auf einem Konzert und ich glaube, im CD-Regal findet sich bei uns auch nichts Entsprechendes. Klar kenn und mag ich die „alten“ Lieder wie Abenteuerland oder Lena oder Hab mich wieder mal an Dir betrunken oder oder oder. Und diesbezüglich komme ich auch voll auf meine Kosten.
Ich finde es aber sehr schade, dass dieses Konzert nicht am Pool stattfindet, denn das Tanzbein zuckt ganz schön, kommt aber aufgrund der Enge im Theater nicht zum Einsatz. Für PUR ist das hier sicher das totale Kontrastprogramm, denn noch am Samstag zuvor spielten sie auf Schalke vor ca. 66.000 Leuten. Gegen Ende des Konzertes gibt es dann noch einen Gastauftritt von Carolin Niemczyk (Glasperlenspiel) Ich meine, es wäre der Song „Adler sollen fliegen“ gewesen.
Den Abend beschließen wir dann in der Schaubar mit den Songs von Darius Zander. Da wir in der Nähe des Treppenhauses A wohnen, ist es für uns noch nicht einmal ein Umweg, schnell noch in der Abtanzbar vorbei zu schauen.
Ich glaube, ich habe eine Disko – auf welchem Schiff auch immer – noch nie so voll gesehen. Bei der Luft, die da drinnen war, hätten mich Erstickungsopfer nicht gewundert. Wieder sind hier alle vertreten, die irgendwie zu den Künstlern gehören oder zur Technik oder wenigstens schon mal auf einem Kamm geblasen haben.
Zunächst vielen Dank für die zahlreiche "Anteilnahme". Es freut mich sehr, dass ihr alle Lust und Zeit habt, wieder mit uns auf Reisen zu gehen. Dann werd ich mich mal jetzt an den nächsten Teil setzen.
Du hast ja völlig Recht!!! Die alles entscheidende Frage hab ich mir ja überhaupt gar nicht gestellt!!!
WAS ZIEH ICH AN?
@alle
Schön, dass Euch mein Bericht bis hierhin gefällt.
Eigentlich hatte ich ja überlegt, mein "Vorwort" (d.h. ohne den Anreiseteil am Dienstag) erst mal nur getrennt hier reinzustellen - hab mich dann aber doch dagegen entschieden. Es ist egal, es ist vorbei, wir hatten trotzdem schöne Tage, aber wir haben auch unsere Konsequenzen gezogen - und die haben mit TC im Moment nicht mehr viel zu tun.
Heute Nachmittag muss ich noch fleißig ganz viele Bilder formatieren und hochladen - unglaublich, was sich so alles auf der Festplatte findet - und dann kann's heute Abend noch weitergehen.