Reisetagebuch Sydney 23.02.2018:
Unser letzter Tag in Sydney bricht an. Für heute ist ein Stadtbummel geplant. Es verspricht ein warmer, sonniger Tag zu werden und nach der Erfahrung der letzten Tage ziehen wir uns heute lockerer an, und das ist auch gut so!
Es geht wie üblich mit dem Shuttlebus in die City. Wir haben inzwischen das Gefühl, uns schon viel besser zurechtzufinden und schauen kaum noch auf den Stadtplan.
Zunächst besuchen wir den schönen Hydepark mit seinen alten Bäumen, Rasenflächen und Brunnen und sehen uns dann St. Marys Cathedral an. Ein wenig Kultur muss sein! Aber die Kirche ist auch wirklich schön!
Auf einer Art unterirdischer Rollbahn, dem Express Way, kommen wir zum botanischen Garten. Tolle Sache! Auch dieser botanische Garten ist wieder sehr schön, gepflegt, ruhig und grün.
Es ist erstaunlich, wie sehr die Geräusche der großen Stadt hier ausgeblendet werden. In der Ferne sind einige Artania Gruppen zu sehen, doch wir halten uns abseits und sind froh, dass wir frei und ungebunden sind. ![]()
Nach einer Kaffeepause und einer misslungenen Cachesuche geht es weiter zum Opernhaus. Für mich ist es ein sehr schönes beeindruckendes Bauwerk, und es ist ein besonderes Gefühl, oben zu stehen, die Fliesen zu berühren und über die Bucht zu schauen. Es ist sehr windig hier, aber das ist ganz angenehm bei der Hitze.
Neben der Artania sind heute übrigens noch zwei weitere Kreuzfahrtschiffe im Hafen und entsprechend voll und wuselig ist es an den Sehenswürdigkeiten. Vor allem Asiaten bevölkern die Stadt, machen die üblichen Selfies, erzählen laut und tun so, als gäbe es außer ihnen keine anderen Menschen.
Am Circular Quay ist es auch sehr voll. Neben den vielen Touristen gibt es einige Straßenkünstler, „echte“ Aborigines und nervige Jogger, die sich ausgerechnet diesen Ort für ihren Sport ausgesucht haben, warum auch immer.
Überall sind große Hundeskulpturen ausgestellt zu Ehren des chinesischen Neujahrsfests, das seit Mitte Februar gefeiert wird. Es beginnt das Jahr des Hundes, deshalb sind auch die Schaufenster der großen Marken wie Prada und Gucci mit Hunden dekoriert. (Das hatten wir schon in noch viel stärkerem Maß in Hongkong gesehen.)
Das nächste Ziel ist die Harbour Bridge. Als ich jedoch die vielen Stufen sehe, die hinaufführen zur Aussichtsplattform, schwächele ich.
Ich beschließe, dass ich von dort oben auch nicht mehr sehe als ich bisher gesehen habe. Cle war eh schon einmal dort oben, so dass wir uns die Mühe sparen, lieber in einem Pub in The Rocks einen Cider trinken und dann am Fuß der Brücke zu einem Cache spazieren, den wir sogar finden. ![]()
Inzwischen sind wir wieder recht kaputt von der Lauferei, aber ich möchte unbedingt noch zum Queen Victoria Building ehe wir zum Schiff zurückkehren.
Das ist ein wunderschönes altes Gebäude mit vielen kleinen exklusiven Läden und Cafes, mehreren Ebenen, einer schönen Kuppel und riesigen hängenden Uhren. Die Preise sind gesalzen, aber wir erstehen ein hübsches Mitbringsel für unsere Katzen-Sitterin und sparen uns weiteres shopping.
Auch hier wird das Jahr des Hundes eingeläutet:
Mein Versuch, Cle für den nächsten Gala Abend zu neuer Garderobe zu überreden, scheitert… ![]()
Allmählich wird es Zeit zurückzukehren. Der letzte shuttle fährt um 17.00, alle Mann an Bord ist 18.15, für 18.30 ist die SNRÜ geplant und um 19.30 das Ablegen. So weit der Plan…
Wir sind zwar pünktlich wieder an Bord um 17 Uhr, aber dann zieht es sich und zieht es sich... Manuela gibt bekannt, dass sich etliche Leute, die nachts angereist sind, noch nicht bei den australischen Behörden zur Passkontrolle gemeldet hätten, und deshalb das weitere Abendprogramm sich verspätet.
Diese Durchsage kommt mehrfach und mit jedem mal klingt sie genervter, weil sich natürlich auch das Ablegen verzögert.
Mit einer dreiviertel Stunde Verspätung findet schließlich die SNRÜ statt, während der es viele unangemessene Albereien um uns herum gibt. ("Polonaise Blankenese...") Ich hoffe nur, dass ich mit diesen Leuten nie einen echten Notfall erlebe! ![]()
Bei einem Glas Sekt legen wir endlich ab, und als wir die Harbour Bridge passieren ist es schon 20.15.
Wir haben seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, und uns hängt der Magen in der Kniekehle. Nix wie los zum Artania Restaurant! Anschließend geht es wieder zurück zur Phoenix Bar. Der Wind hat aufgefrischt und es herrscht ziemlicher Seegang, aber die Musik ist gut. Wir plaudern, trinken, tanzen bis kurz vor Mitternacht und fallen in die Koje.
Goodbye Sydney! Südsee, wir kommen! ![]()