Die Bushaltestelle war direkt neben dem Kloster.
Der Busplan zeigte 17.01 und 18.01 Uhr. Wir gingen in den Tabacci Laden um 2 Tickets zu kaufen. Die Frage nach der Busabfahrt beantwortete der Verkäufer mit immer und jede Std. Welche Uhrzeit auch gerade am Sonntag? Nein, das wüsste er nicht...
Nun gut also erstmal zur Haltestelle. Zum Glück schien die Sonne vom blauen Himmel und es war warm.
Eins kann ich euch verraten, der Bus um 17.01 Uhr kam nicht. Also setzten wir uns auf die Bank direkt neben dem Kloster und warteten auf den nächsten Bus. Wenn der nicht käme, dann müssten wir wohl ein Taxi organisieren.
Irgendwie schien uns die Idee des Laufens gar nicht mehr so clever, schließlich mussten wir ja auch noch nach Sterzing zurück fahren.
Aus der Gegenrichtung kam der Bus dann irgendwann, das machte uns Hoffnungen. Über Tante Go bekamen wir eine Ankunftszeit von 18.16 Uhr an unserem Zustieg. Und was soll ich euch sagen, genau um die Zeit kam der langersehnte Bus. Die 11 km nach Malcesine legten wir jetzt nicht in 2 Std sondern in 17 Minuten zurück.
Die Busfahrer in Italien scheinen alle Streckenrekorde rausfahren zu müssen oder permanente Verspätungen aufholen zu müssen. Wir kannten die Fahrer der Amalfitana, dieser Fahrer schien dort gelernt zu haben und sich auf der Gardesana noch toppen zu müssen....
Das Wetter war jetzt auch in Malcesine wieder sonnig mit klar abgegrenzten Berglinien und angenehmen Temperaturen von immer noch 19 Grad. Der Ortskern von Malcesine sah uns heute nicht mehr. Wir liefen zum Parkplatz hoch, zahlten unser Parkticket (8,50 €) und machten uns auf den Heimweg. Das Navi gab die Ankunftszeit mit 20.30 Uhr an.
Aus dem Auto rief ich kurz im Hotel an um unsere spätere Ankunftszeit durchzugeben.Das Essen war eigentlich von 19 - 20.30 Uhr. Wir würden erst gegen 20.30 Uhr ankommen. Es wäre kein Problem sagte der Chef.
Schnell einen Parkplatz vor der Tür gefunden und hoch aufs Zimmer. Hände waschen, Schuhe wechseln und runter in den schönen Speisesaal.
Es gab als Vorspeise Linguine mit Kapern und Sardellen, dazu bestellte mein Mann sich ein Weizenbier und ich 1/4 Weissburgunder und Mineralwasser.
Als Hauptgericht entschieden wir uns zu Seeteufel auf Zucchini und Grillkartoffeln mit etwas Kümmel. Ich bin nicht der Fan von Kümmel, wollte aber jetzt auch keinen Extrawunsch mehr äußern, wenn wir schon so spät kommen. Der Seeteufel war genial und in den Kartoffeln nicht zu viel Kümmel zu schmecken.
Als Nachtisch entschied ich mich für Panna Cotta und mein Mann für einen Grappa, den nahm ich auch gerne noch dazu. Das Abendessen war erneut super lecker.
Irgendwie sah unser Tisch ganz gemütlich aus, oder 
Wir waren inzwischen die einzigen Gäste im Speisesaal und gingen dann auch bald hoch aufs Zimmer. Der Tag am Gardasee hatte uns sehr gut gefallen. Es hätte natürlich ohne den Unfall und die Zeitverzögerung alles noch entspannter geklappt. Und wenn ich wirklich den kleinen Hafen, vor der Pesceria eingegeben hätte dann hätte ich auch gesehen, dass es statt 7,5 km doch 11 pro Strecke gewesen wäre. Aber was hätten wir anders gemacht, wären wir weniger gelaufen um auch den Rückweg gehen zu gehen. Dann wären wir vielleicht in den Regenguß gekommen. So war alles gut und letztendlich ist doch auch auf die Busfahrer in Italien Verlass auch wenn vielleicht nicht jeder Bus so kommt wie es angeschlagen ist. Wir haben Urlaub und den Tag genossen 
Ein letzter Blick von unserem Balkon und gute Nacht Südtirol.